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2017 Wählen oder nicht wählen ?
#1
Huh
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#2
Oder die Qual der Wahl.

INP
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#3
Jeweils aktuelle Umfragesituation mit Chart

Nachdem es momentan (noch) so aussieht, als führte an einer erneuten Großen Koalition kein Weg vorbeiführen ( würg - jetzt erhältlich im Smilieshop), gibt es drei Möglichkeiten:

1. GroKo wählen - also SPD oder CDU - je nach persönlichem "Geschmack" (?!)

2. Opposition wählen - Grün, Links, FDP, AfD - je nach persönlichem Geschmack (Achtung: Grün ist durch die Situation im Bundesrat eh an Gesetzgebungsverfahren erheblich beteiligt, also derzeit dritter Partner einer GroKo)

3. Nicht wählen bedeutet, das, was auch immer alle anderen entscheiden, still zu unterstützen und damit zu akzeptieren . Ich sage immer: "Wer nicht wählt, darf auch hinterher nicht meckern".

Mal sehen, ob es noch das eine oder andere TV-Kanzlerduell gibt, bei dem Merkel wieder abstinkt. Dann würde es vielleicht irgendwann nicht einmal mehr zur GroKo reichen und wir sehen eine "Kenia-" oder "Afghanistan-Koalition".

Und irgendwann gibt es dann die "Südsudan-Koalition" Big Grin
[Bild: suedsud1.gif]


Und zum Thema "Wahlfälschung": Damit haben gewisse Leutchen ein prima Ventil dafür gefunden, als "unterlegene" Partei das Mehrheitsergebnis nicht anerkennen zu müssen.
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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#4
(09.09.2017, 08:44)INP schrieb: Oder die Qual der Wahl.

INP

Also ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung welche Trikotfarbe ich dieses mal wählen soll.
Ich befürchte ich werde das erste mal zum Nichtwähler werden.
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#5
(09.09.2017, 09:04)Rantanplan schrieb: Jeweils aktuelle Umfragesituation mit Chart

Nachdem es momentan (noch) so aussieht, als führte an einer erneuten Großen Koalition kein Weg vorbeiführen ( würg - jetzt erhältlich im Smilieshop), gibt es drei Möglichkeiten:

1. GroKo wählen - also SPD oder CDU - je nach persönlichem "Geschmack" (?!)

2. Opposition wählen - Grün, Links, FDP, AfD - je nach persönlichem Geschmack (Achtung: Grün ist durch die Situation im Bundesrat eh an Gesetzgebungsverfahren erheblich beteiligt, also derzeit dritter Partner einer GroKo)

3. Nicht wählen bedeutet, das, was auch immer alle anderen entscheiden, still zu unterstützen und damit zu akzeptieren . Ich sage immer: "Wer nicht wählt, darf auch hinterher nicht meckern".

Mal sehen, ob es noch das eine oder andere TV-Kanzlerduell gibt, bei dem Merkel wieder abstinkt. Dann würde es vielleicht irgendwann nicht einmal mehr zur GroKo reichen und wir sehen eine "Kenia-" oder "Afghanistan-Koalition".

Und irgendwann gibt es dann die "Südsudan-Koalition" Big Grin
[Bild: suedsud1.gif]


Und zum Thema "Wahlfälschung": Damit haben gewisse Leutchen ein prima Ventil dafür gefunden, als "unterlegene" Partei das Mehrheitsergebnis nicht anerkennen zu müssen.

1.Alle Unentschlossenen können CDU wählen bis diese alleine regieren kann (muss)
Vorteil: Es ist kein Juniorpartner mehr da, dem man verantwortlich machen kann (verbrennen)

2.Alle Unentschlossenen können AFD wählen (Die anderen müssten eventuell Dreier und Viererkoalitionen bilden, echte Opposition mit interessanten Debatten garantiert. Womöglich kriegen die Wähler dann ihre "Einheitspartei" zu Gesicht)

3.Alle Unentschlossenen können LINKE wählen (Linke muss stärker werden als SPD, Linke mit Wagenknecht bei weitem das kleinere Übel wie die Verräter - SPD)

4. Alle unentschlossenen gehen vortags einen saufen und wählen "Die Partei" (sorry, aber da war der Alkohol)

@rantanplan

"Und irgendwann gibt es dann die "Südsudan-Koalition"

und Bayern spaltet sich ab. Slogan "Bayern zuerst" (Bayern first)

die Situation ist übel, macht das beste daraus


dazu noch:

Faustdicke Überraschung – tiefenpsychologische Studie ergibt: „Misstrauen gegenüber Politikern wächst rasant.“

Köln: Die Wähler fühlen sich allein gelassen und gekränkt. Das ist das Ergebnis von 50 zweistündigen psychologischen Tiefeninterviews, die das Kölner rheingold Institut vor der Bundestagswahl zur Befindlichkeit der Deutschen durchgeführt hat.

„Die seelische Situation der Wähler ist kippelig“, sagt Stephan Grünewald. „Solches Wüten, so viel Hass bei den Probanden habe ich noch nie erlebt.“ Gleichzeitig hätten die Menschen eine große ungestillte Sehnsucht nach Sicherheit und Orientierung. Das führe zu einem halbherzigen und angstgetriebenen Wahlverhalten. „Nutznießerin sind vor allem ‚Mutter Merkel‘ mit ihrem Stabilitätsversprechen und der junge, durchsetzungsstarke FDP-Kandidat Christian Lindner mit seinem politischen Sex-Appeal.“
(....)
Die weiteren wichtigsten Ergebnisse der Studie:
  • Das Misstrauen gegenüber Politikern wächst rasant. Der Wahlkampf wird als Ablenkungsmanöver empfunden, um den wahren Problemen auszuweichen.
  • Deutschland wird trotz des Wohlstandes als verwahrlostes Land mit maroden Schulen, No-Go-Areas, sozialer Ungerechtigkeit und Geheim-Absprachen zwischen Politik und Industrie gesehen.
  • Zwar sind viele Wähler unzufrieden mit Angela Merkel (CDU), scheuen aber Veränderung aus Angst vor Instabilität.
  • In der Wahlkabine werden sich die Wähler mit der Schönfärberei der Politiker arrangieren, sie schwanken zwischen halbherzigen Treue-Bekenntnissen zu Angela Merkel und kompensatorischen Korrektur-Versuchen.
  • Martin Schulz (SPD) wird der große Verlierer sein. Er füllt die ihm zugedachte Rolle als zupackender Vater und Messias nicht aus, sondern enttäuscht durch sein Auftreten als lieber Onkel und Berater.
  • Die Grünen haben es schwer. Die Wähler verbinden mit ihnen „Dinkel und Dünkel“ und finden das Thema Umwelt nicht so wichtig.
  • Christian Lindner (FDP) füllt die Lücke nach dem Schulz-Hype und punktet vor allem im Team mit Mutter Merkel als der umsetzungsstarke sexy Held.
  • Die AfD wird als Sprachrohr der Bevölkerung erlebt, es fehlt ihr aber eine berechenbare Leitfigur.
  • Dieses Problem hat auch die LINKE, die aber ansonsten klar konturiert wirkt.
Die Ergebnisse im Detail:
Die Wähler sind vom Wahlkampf enttäuscht. Sie erleben die Schönfärberei und die austauschbaren Plakate als großes Ablenkungsmanöver. Das für die Wähler wirklich drängende Thema die Flüchtlingskrise wird komplett ausgespart. Für die meisten Wähler ist die Flüchtlingskrise immer noch ein wunder Punkt, der von der Politik noch nicht wirklich behandelt wurde.
Die Wähler können bis heute keine klare Haltung entwickeln zu dem mit der Flüchtlingskrise verbundenen existentiellen Dilemma. Mache ich die Tür für Fremde auf oder zu? Setze ich auf Neuerung oder auf Besitzstandswahrung? Die Menschen wollen hilfsbereit sein und haben gleichzeitig Angst, von den Fremden verschlungen zu werden, ihr Land nicht wieder zu erkennen.
Die Wähler erwarten Orientierung in ihrem Dilemma
Die Wähler erwarten von der Politik einen Umsetzungsplan, klare Leitlinien und sie wünschen sich Orientierung in ihrem Dilemma. Unfreiwillig fühlen sie sich vor die Entscheidung gestellt, entweder „Gutmensch“ oder „Nazi“ zu sein.
Die Wähler fühlen sich allein gelassen
Die Politiker haben es nicht geschafft, den Wählern in dieser Zerrissenheit zu helfen. Sie fühlen sich daher im Stich gelassen. Das Misstrauen gegenüber Politikern wächst rasant. Die Wähler fühlen sich weder gehört noch verstanden, unter der Oberfläche brodelt und rumort es. Das Misstrauen macht sich oft an Angela Merkel fest. Ist sie eine Schutzheilige der Heimat oder ein internationaler Willkommens-Engel? Wen liebt sie mehr – die eigenen Landeskinder oder die fremden Kinder, die Einlass nach Deutschland begehren?
Das reiche Deutschland als im Innern verwahrlostes Land
Aber auch das Unbehagen im Land wächst. Deutschland wird trotz seines Wohlstandes als verwahrlostes Land erlebt: Marode Schulen, kaputte Autobahnen, No-Go-Areas, Geheim-Absprachen zwischen Politik und Industrie, eine sich immer weiter öffnende soziale Schere, eine zunehmend gefühlte Unsicherheit im Alltag, in dem die gewohnte Selbstverständlichkeiten mehr und mehr verschwinden. Die Flüchtlingskrise hat dabei das schon lange vorher vorhandene Unbehagen in einer globalisierten Welt fassbar gemacht und weiter zugespitzt.
Unzufriedenheit und Misstrauen artikulieren sich vor allem in den sozialen Netzwerken. Hier hat das Toben und Wüten der Wähler eine neue Dimension erreicht. Die eigene Ohnmacht wird hier mit erbitterten Polarisierungen ausagiert. Die Kleinkriege und das hasserfüllte Klima im Internet schüren aber auch die Angst vor einer gesellschaftlichen Spaltung. Die Republik wird im Inneren als instabil wahrgenommen – verstärkt durch das Gefühl der als beängstigend erlebten äußeren Instabilität mit Brexit, Trump und Erdogan.
Aus Angst vor dem Hass bremsen die Wähler sich selbst aus
Der hassvolle Volkszorn macht den Wählern Angst, dass in Deutschland alles auseinanderfliegen kann. Diese Angst aktiviert bei vielen eine Selbst-Bremsung. Sie verpflichten sich stillzuhalten, die Verhältnisse nicht grundsätzlich in Frage zu stellen. ‚Nur nicht dran rühren‘ lautet die insgeheime Devise: Mutter Merkel darf auf keinen Fall verprellt und abgewählt werden, denn sie ist die Einzige, die die wölfischen Despoten – Erdogan, Putin oder Trump – zur Räson bringen kann. Zudem ist Deutschland ja trotz aller Mängel immer noch das sicherste und erfolgreichste Land der Welt.....

weiter hier:https://opposition24.com/faustdicke-uebe...uen/352663


interessant!

Neuauflage der Groko geht gar nicht!

Warum?

Erst müssen mal ein paar Dinge geklärt werden, die bei fefe aufgezählt wurden:
  • Panamapapers. Deutschland ist (oder war) Steueroase Nummer 8 weltweit. Soweit ich das weiß, ist nichts passiert. Wohl auch dank Schäuble
  • Dieselskandel. Politiker (schon vor der GroKo) wussten Bescheid und tragen daher eine Mitschuld. Dobrindt verhindert Sammelklagen in Deutschland. Die Gesundheit der Bürger wird nicht vor Abgasen geschützt, sondern die Autoindustrie vor Verlusten. Nachträgliche Legitimation durch Anhebung der Grenzwerte. Keine Strafverfolgung bei Übertretung der Grenzwerte
  • NSU-Morde. Keine Aufklärung. Vertuschungen. Verstrickungen bleiben bestehen
  • NSA-Skandal. Kein Schutz der Bürger. Abhören wird nachträglich legitimiert. Befugnisse des BND erweitert
  • Überwachung. Bürgerrechte eingeschränkt. Überwachung massiv ausgeweitet
  • Polizei. Sinnlose Verschärfung des Strafrechts statt personeller Aufstockung oder Investition in Förderung von Deeskalationsstrategien
  • Maut. Absolutes Schwachsinnsprojekt. Kostet nur Geld. Kein Kommentar
  • Autobahnprivatisierung. Durch die Hintertür (Grundgesetzänderung). Scheingesetz gegen Autobahnprivatisierung, das jede Regierung ohne 2/3-Mehrheit wieder ändern kann
  • Datenschutz. De Maizière höhlt in der EU den Datenschutz aus, um dadurch den deutschen Datenschutz zu senken und die CDU als unschuldig darstellen zu können ("Brüssel zwängt uns das auf")
  • Waffenlieferungen. Mehr Waffenlieferungen. Vor allem auch an nicht-demokratische Staaten, die Krieg führen (wie Saudi-Arabien)
  • Antikorruptionsgesetze blockiert. Lobbykontrolle verhindert
  • Bankenregulierung? Findet nicht statt
  • Energiewende. 7 Mrd. den Energiekonzernen geschenkt (rechtswidrige Brennelementesteuer. Eigentlich vorsätzlicher Betrug)
  • Jede Menge Großprojekte vergeigt (eigentlich in den Ländern)
  • Bundeswehr. Jede Menge Bundeswehreinkäufe total überteuert. Bundeswehr lässt sich regelmäßig über den Tisch ziehen
  • Sozialer Wohnungsbau?
  • Sozialgesetze? Irgendwelche Verbesserungen? Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass alleinerziehenden Müttern der Beitrag für die Zeit gestrichen werden sollte, in der die Kinder beim Vater sind
  • Keine Verbraucherschutzverbesserungen. Im Zweifel immer auf Seiten der Industrie
  • Schere Arm/Reich. Keine Gegenumverteilung. Im Gegenteil (Erbschaftssteuerreform)
  • Rente. Immer noch keine Rentenreform (z.B. alle zahlen in eine Kasse). Deutsches Rentenniveau weit unter dem anderer Länder
  • Berichte geschönt (immer wieder)
  • Flüchtlingspolitik. Deals mit Diktatoren um Flüchtlinge bereits im Ausland umzubringen (kann man anders nicht sagen). Debatte über Obergrenze widerspricht Grundgesetzt. Immer wieder bescheuerte Debatte über Leitkultur (Leitkultur widerspricht dem Grundgesetz). Hohe Ansprüche an Integrationswillen der Flüchtlinge, ohne entsprechende Angebote zu machen. Mit EU: Kündigung der Seenotrettung, stattdessen Alibiprogramm
  • Freihandelsabkommen. Bevölkerung ausgeschlossen
  • Umweltschutz. Halbwegs konkretes Programm von Barbara Hendricks bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen
Allgemein: Mehrheit im Bundestag nur für Schrott benutzt (was hätte man mit dieser Mehrheit alles machen können?…)
Ich habe bestimmt noch jede Menge vergessen. Auch großartig waren die Gesetze, die ein Politiker verteidigen/durchbringen musste, der vor der GroKo vehement dagegen war (denke da an Heiko M.).
Zur Autobahnprivatisierung würde ich ja noch das hier anmerken wollen.
Update: Ein anderer Einsender fügt hinzu: Unterwanderung des Gesundheitsamts durch die Parma- und Apotheker-Lobbyisten und Besetzung des Verteidigungsministeriums durch Lobbyisten der Rüstungskonzerne.
Update: Oh ja, dann waren da noch die ganzen Cum-Ex-Geschäfte.
Update:
zum Fazit Gro-Ko gehören mM nach die hohe Inflation von 2% und der Negativzins mit den daraus folgenden steigenden Lebenshaltungskosten und schmelzender Altersvorsorge.
Sanktionen gegen Russland, bzw. allgemein massive Verschlechterungen der Beziehungen zu diesem wichtigen Nachbarn, bis hin zur Kriegsgefahr, zusätzlich daraus folgende verstärkte Abhängigkeit von den USA und deren Energierohstoffen

es fehlt noch die Aufklärung einiger anderer Verbrechen (Plots) und Anschläge(Fakes)


das ist das Ergebnis einer Groko mit satter Mehrheit und darf/kann unter keinen Umständen so weitergehen


"Allgemein: Mehrheit im Bundestag nur für Schrott benutzt (was hätte man mit dieser Mehrheit alles machen können?…)"
 
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#6
Ich werde dieses Mal *gültig* wählen, allerdings im Aeroflot T-Shirt. Big Grin

INP
Antworten
#7
(09.09.2017, 10:42)INP schrieb: Ich werde dieses Mal *gültig* wählen, allerdings im Aeroflot T-Shirt. Big Grin

INP

"I like Putin" Cool
 
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#8
Ich habe schon. Briefwahl.
Auf jeden Fall wählen, sage ich. Rechnerisch fällt sonst ja der Eigenanteil schön segmentiert den dann vertretenen Parteien zu...
Obwohl - es ist nicht sonderlich wichtig bei 80 Millionen Bevölkerung und über 50 Mio Wahlvolk. Trotzdem aus Prinzip.

Man kann ja auch jeden Käse draufschreiben und so zumindest beim Auszählen für einen Lacher oder Stirnrunzeln sorgen, da ist viel Fantasie drin, wenn man "ungültig" wählt. Ist auch ne Meinungs-Kundgebung.

Ich fan im langen Wahlzettel oben nix zum Wählen. Unten - das ist so wie mit dem Scrollen bei interessanten Artikeln - steht dann dies und das. Bibeltreue, Tierschutz und noch so manches mehr. Ich vermisse eine Pflanzenschutzpartei und eine für Sex im Alter....
Antworten
#9
[quote='Haifisch' pid='19780' dateline='1504946262']
[quote='Rantanplan' pid='19775' dateline='1504940691']


Erst müssen mal ein paar Dinge geklärt werden, die bei fefe aufgezählt wurden:
  • Panamapapers. Deutschland ist (oder war) Steueroase Nummer 8 weltweit. Soweit ich das weiß, ist nichts passiert. Wohl auch dank Schäuble
  • Dieselskandel. Politiker (schon vor der GroKo) wussten Bescheid und tragen daher eine Mitschuld. Dobrindt verhindert Sammelklagen in Deutschland. Die Gesundheit der Bürger wird nicht vor Abgasen geschützt, sondern die Autoindustrie vor Verlusten. Nachträgliche Legitimation durch Anhebung der Grenzwerte. Keine Strafverfolgung bei Übertretung der Grenzwerte
  • NSU-Morde. Keine Aufklärung. Vertuschungen. Verstrickungen bleiben bestehen
  • NSA-Skandal. Kein Schutz der Bürger. Abhören wird nachträglich legitimiert. Befugnisse des BND erweitert
  • Überwachung. Bürgerrechte eingeschränkt. Überwachung massiv ausgeweitet
  • Polizei. Sinnlose Verschärfung des Strafrechts statt personeller Aufstockung oder Investition in Förderung von Deeskalationsstrategien
  • Maut. Absolutes Schwachsinnsprojekt. Kostet nur Geld. Kein Kommentar
  • Autobahnprivatisierung. Durch die Hintertür (Grundgesetzänderung). Scheingesetz gegen Autobahnprivatisierung, das jede Regierung ohne 2/3-Mehrheit wieder ändern kann
  • Datenschutz. De Maizière höhlt in der EU den Datenschutz aus, um dadurch den deutschen Datenschutz zu senken und die CDU als unschuldig darstellen zu können ("Brüssel zwängt uns das auf")
  • Waffenlieferungen. Mehr Waffenlieferungen. Vor allem auch an nicht-demokratische Staaten, die Krieg führen (wie Saudi-Arabien)
  • Antikorruptionsgesetze blockiert. Lobbykontrolle verhindert
  • Bankenregulierung? Findet nicht statt
  • Energiewende. 7 Mrd. den Energiekonzernen geschenkt (rechtswidrige Brennelementesteuer. Eigentlich vorsätzlicher Betrug)
  • Jede Menge Großprojekte vergeigt (eigentlich in den Ländern)
  • Bundeswehr. Jede Menge Bundeswehreinkäufe total überteuert. Bundeswehr lässt sich regelmäßig über den Tisch ziehen
  • Sozialer Wohnungsbau?
  • Sozialgesetze? Irgendwelche Verbesserungen? Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass alleinerziehenden Müttern der Beitrag für die Zeit gestrichen werden sollte, in der die Kinder beim Vater sind
  • Keine Verbraucherschutzverbesserungen. Im Zweifel immer auf Seiten der Industrie
  • Schere Arm/Reich. Keine Gegenumverteilung. Im Gegenteil (Erbschaftssteuerreform)
  • Rente. Immer noch keine Rentenreform (z.B. alle zahlen in eine Kasse). Deutsches Rentenniveau weit unter dem anderer Länder
  • Berichte geschönt (immer wieder)
  • Flüchtlingspolitik. Deals mit Diktatoren um Flüchtlinge bereits im Ausland umzubringen (kann man anders nicht sagen). Debatte über Obergrenze widerspricht Grundgesetzt. Immer wieder bescheuerte Debatte über Leitkultur (Leitkultur widerspricht dem Grundgesetz). Hohe Ansprüche an Integrationswillen der Flüchtlinge, ohne entsprechende Angebote zu machen. Mit EU: Kündigung der Seenotrettung, stattdessen Alibiprogramm
  • Freihandelsabkommen. Bevölkerung ausgeschlossen
  • Umweltschutz. Halbwegs konkretes Programm von Barbara Hendricks bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen
Allgemein: Mehrheit im Bundestag nur für Schrott benutzt (was hätte man mit dieser Mehrheit alles machen können?…)
Ich habe bestimmt noch jede Menge vergessen. Auch großartig waren die Gesetze, die ein Politiker verteidigen/durchbringen musste, der vor der GroKo vehement dagegen war (denke da an Heiko M.).
Zur Autobahnprivatisierung würde ich ja noch das hier anmerken wollen.
Update: Ein anderer Einsender fügt hinzu: Unterwanderung des Gesundheitsamts durch die Parma- und Apotheker-Lobbyisten und Besetzung des Verteidigungsministeriums durch Lobbyisten der Rüstungskonzerne.
Update: Oh ja, dann waren da noch die ganzen Cum-Ex-Geschäfte.
Update:
zum Fazit Gro-Ko gehören mM nach die hohe Inflation von 2% und der Negativzins mit den daraus folgenden steigenden Lebenshaltungskosten und schmelzender Altersvorsorge.
Sanktionen gegen Russland, bzw. allgemein massive Verschlechterungen der Beziehungen zu diesem wichtigen Nachbarn, bis hin zur Kriegsgefahr, zusätzlich daraus folgende verstärkte Abhängigkeit von den USA und deren Energierohstoffen

es fehlt noch die Aufklärung einiger anderer Verbrechen (Plots) und Anschläge(Fakes)


===============

Und noch ein paar Ergänzungen:

1. EEG
Nachfolgende Angaben des statistischen Bundesamtes:

Jahr           EEG Umlage (absolut)           Investition in erneuerbare Energie (auch Wärme)      Differenz kummuliert
2010                 13,5 Mrd €                                      27,9 Mrd €                                                   14,4 Mrd €
2011                 16,8 Mrd. €                                     25,5 Mrd  €                                                  23,1 Mrd. €
2012                 19,1 Mrd. €                                     19,9 Mrd. €                                                  23,9 Mrd. €
2013                 19,6 Mrd. €                                     15,5 Mrd. €                                                  19,8 Mrd. €
2014                 21,4 Mrd. €                                     18,5 Mrd. €                                                  16,9 Mrd. €
2015                 22,9 Mrd. €                                     14,5 Mrd. €                                                    8,5 Mrd. €
2016                 23,7 Mrd. €                                     14,2 Mrd. €                                                  - 1,0 Mrd €

Dies bedeutet: In Summe wurde zwischen 2010 (einschließlich) und 2016 (einschließlich) mehr als 1 Mrd. € mehr EEG-Umlage eingenommen, als insgesamt in erneuerbare Energie (also auch Wärme, die nicht nach dem EEG gefördert wird) investriert wurde. Und wenn das Jahr 2017 zu Ende ist, wage ich aufgrund der Tendenz zu behaupten, dass mehr als 10 Mrd. € mehr EEG Umlage eingenommen werden, als insbesamt in erneuerbare Energie investiert wurde...

2. Vollzug von Gesetzen
Nicht nur bei den Abgasgrenzwerten werden und wurden Gesetze nicht vollzogen. Ein weiteres Beispiel:
Die Verpackungsverordnung von Anfang der 1990ger Jahre. In dieser wurde verbindlich festgelegt, dass die Menge an Verpackungen nur auf das unvermeidlich notwendige Maß zu begrenzen sei. Die Folge: das Verpackungsabfallaufkommen sank in den ersten Jahren nach Inkrafttreten der VerpackungsV bis etwa Mitte der 1990ger Jahre. Weil die verpackende Industrie fälschlicherweise davon ausging, der Gesetzgeber wollte seine Gesetze und Verordnungen auch vollziehen. Nachdem aber Mitte der 1990ger Jahre klar war, dass dies mitnichten die Absicht des Gesetzgebers war, stieg das Aufkommen an Verpackungsmüll kontinuierlich. Bis heute.
Die Zahlen zum Verbrauch an Verpackungen::
  • 1991: 15,6 Mio. t Gesamtverbrauch, davon 1,7 Mio. t Kunststoffe1997: 13,7 Mio. t Gesamtverbrauch, davon 1,5 Mio. t Kunststoffe2001: 15,0 Mio. t Gesamtverbrauch, davon 1,9 Mio. t Kunststoffe2005: 15,5 Mio. t Gesamtverbrauch, davon 2,4 Mio. t Kunststoffe2008: 16,0 Mio. t Gesamtverbrauch, davon 2,7 Mio. t Kunststoffe2014: 17,8 Mio. t Gesamtverbrauch, davon 2,9 Mio. t Kunststoffe

3. Schleichende Vergiftungen:

Dies betrifft nicht nur die Luft, sondern in einem besonderen Maß auch das Trinkwasser. Die Qualität des Grundwassers sinkt in Deutschland von Jahr zu Jahr. Dies, obwohl die zumeist öffentlichen Wasserwerke alles menschenmögliche tun, um eine sehr gute Trinkwasserqualität zu liefern. Aber auch sie kommen angesichts der ausufernden Massentierhaltung (Gülle => Nitrit, Antibiotika, Insektizide), des immer größeren Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft und angesichts der Maismonokulturen für Biogasanlagen nicht gegen den erheblichen Schadstoffeintrag an.
Auch hier wieder offizielle Zahlen, diesesmal zur Massentierhaltung:

  1. die bearbeiteten landwirtschaftlichen Flächen pro Hof werden immer größer. Während im Jahr 2000 noch pro Hof 36,3 ha bewirtschaftet wurden, waren es 2016 60,5 ha. In nur 16 Jahren also eine Steigerung um 67%. parallel steigt die Massentierhaltung. Hier sei die Entwicklung zwischen 2010 und 2016 betrachtet. Betriebe mit Rinderhaltung hatten 2010 durchschnittlich 86 Rinder und 2016 102 (+18,5%) Schweinehaltung hatten 2010 durchschnittlich 459 Schweine und 2016 694 (+51,2%)Geflügelhaltung hatten 2010 durchschnittlich 2.131 Geflügel und 2016 3.662 (+71,8%).Und dies wohl bemerkt nur in den letzten 6 JahrenDiese Steigerungen sind nur mit einem gigantischen Einsatz von Technik und Chemie möglich. Dies bedeutet einen erheblichen Kapitalaufwand. Oder, deutlicher: die Landwirte sind über beide Ohren verschuldet und arbeiten zu großen Teilen in einem schuldknechtschaftähnlichem Verhältnis. Trotzdem wählt diese Berufsgruppe mehrheitlich CDU ...
Ihr wisst schon genug.
Ich auch.
Nicht an Wissen mangelt es uns.
Was fehlt, ist der Mut, begreifen zu wollen, was wir wissen und daraus die Konsequenzen zu ziehen.
Sven Lindqvist
Antworten
#10
(09.09.2017, 12:35)Jens Niestroj schrieb: 1. EEG
Nachfolgende Angaben des statistischen Bundesamtes:

Jahr           EEG Umlage (absolut)           Investition in erneuerbare Energie (auch Wärme)      Differenz kummuliert
2010                 13,5 Mrd €                                      27,9 Mrd €                                                   14,4 Mrd €
2011                 16,8 Mrd. €                                     25,5 Mrd  €                                                  23,1 Mrd. €
2012                 19,1 Mrd. €                                     19,9 Mrd. €                                                  23,9 Mrd. €
2013                 19,6 Mrd. €                                     15,5 Mrd. €                                                  19,8 Mrd. €
2014                 21,4 Mrd. €                                     18,5 Mrd. €                                                  16,9 Mrd. €
2015                 22,9 Mrd. €                                     14,5 Mrd. €                                                    8,5 Mrd. €
2016                 23,7 Mrd. €                                     14,2 Mrd. €                                                  - 1,0 Mrd €

Dies bedeutet: In Summe wurde zwischen 2010 (einschließlich) und 2016 (einschließlich) mehr als 1 Mrd. € mehr EEG-Umlage eingenommen, als insgesamt in erneuerbare Energie (also auch Wärme, die nicht nach dem EEG gefördert wird) investriert wurde. Und wenn das Jahr 2017 zu Ende ist, wage ich aufgrund der Tendenz zu behaupten, dass mehr als 10 Mrd. € mehr EEG Umlage eingenommen werden, als insbesamt in erneuerbare Energie investiert wurde...

Die Argumentation ist schlecht.

Die EEG-Umlage wird für Energie gezahlt, die von den Anlagen bereitgestellt wird, die in den Jahren zuvor errichtet wurden, also nicht in der Investitionssumme des aktuellen Jahres enthalten sind (bzw. nur zu einem kleinem Teil). Und die Umlage-summe steigt natürlich auch an, weil es ja mehr Anlagen werden, die einspeisen und für die gezahlt wird. Es fallen auch die ältesten errichteten Anlagen aus den Zahlungen raus, weil sie an ihre Höchstförderdauer kommen, aber anfänglich waren es ja nicht soviele Anlagen, dafür sind das dann auch die mit der höchsten Förderung.  Da hätten die Investitionen noch ne Weile exponentiell weiter wachsen müssen, damit sie dauerhaft vor den Umlagen gelegen wären.

Jedenfalls ist es unredlich, die Investitionen erst ab mitten in der Geltungsdauer des EEGs zu zählen. Das Gesetz gibt es ja schon seit 2000 oder so.


(09.09.2017, 12:35)Jens Niestroj schrieb: 3. Schleichende Vergiftungen:
Dies betrifft nicht nur die Luft, sondern in einem besonderen Maß auch das Trinkwasser. Die Qualität des Grundwassers sinkt in Deutschland von Jahr zu Jahr. Dies, obwohl die zumeist öffentlichen Wasserwerke alles menschenmögliche tun, um eine sehr gute Trinkwasserqualität zu liefern. Aber auch sie kommen angesichts der ausufernden Massentierhaltung (Gülle => Nitrit, Antibiotika, Insektizide), des immer größeren Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft und angesichts der Maismonokulturen für Biogasanlagen nicht gegen den erheblichen Schadstoffeintrag an.
Auch hier wieder offizielle Zahlen, diesesmal zur Massentierhaltung:

  1. die bearbeiteten landwirtschaftlichen Flächen pro Hof werden immer größer. Während im Jahr 2000 noch pro Hof 36,3 ha bewirtschaftet wurden, waren es 2016 60,5 ha. In nur 16 Jahren also eine Steigerung um 67%. parallel steigt die Massentierhaltung. Hier sei die Entwicklung zwischen 2010 und 2016 betrachtet. Betriebe mit Rinderhaltung hatten 2010 durchschnittlich 86 Rinder und 2016 102 (+18,5%) Schweinehaltung hatten 2010 durchschnittlich 459 Schweine und 2016 694 (+51,2%)Geflügelhaltung hatten 2010 durchschnittlich 2.131 Geflügel und 2016 3.662 (+71,8%).Und dies wohl bemerkt nur in den letzten 6 JahrenDiese Steigerungen sind nur mit einem gigantischen Einsatz von Technik und Chemie möglich. Dies bedeutet einen erheblichen Kapitalaufwand. Oder, deutlicher: die Landwirte sind über beide Ohren verschuldet und arbeiten zu großen Teilen in einem schuldknechtschaftähnlichem Verhältnis. Trotzdem wählt diese Berufsgruppe mehrheitlich CDU ...


Interessant wäre doch die Zahl Rinder je Hektar oder Schweine je Hektar. Die Zahl kann man aber nicht sinnvoll ausrechnen, weil unterschiedliche Bezugsjahre der Änderungen gewählt wurden ...
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