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Flucht und Migration - Situation in Libyen, Italien und Mittelmeer
#11
Libyen: General Haftar will 17 Milliarden von der EU für die Grenzsicherung

Eine weitere NGO stellt ihre Seenot-Rettungsmission vorübergehend ein. Wie wird das Schleuser-Business darauf reagieren?
Nach der französischen NGO Ärzte ohne Grenzen und der deutschen Sea-Eye hat mit der britischen Organisation Save the Children die nächste Nichtregierungsorganisation ihre Seenot-Rettungsmission eingestellt (siehe Libyen: NGOs ziehen Rettungsschiffe vorläufig zurück. In ihrer Erklärung führt auch diese NGO die Warnung der libyschen Marine an, künftig härter gegen NGO-Schiffe vorzugehen. Man bangt um die Sicherheit der Besatzung. Der Stopp sei vorläufig.
In der Stellungnahme der NGO taucht zum ersten Mal eine Angabe dazu auf, wie weit sich die "Such-und Rettungszone" vor der Küste Libyens, auf welche die libysche Marine bzw. Küstenwache ihre Souveränitäts-Ansprüche erhebt und durchsetzen will, erstrecken soll:
Es wird berichtet, dass die libyschen Behörden ihre SAR(search and rescue)-Zone von 12 Seemeilen auf 70 Seemeilen vergrößert hat. Das ist, wie viele argumentieren, eine Ausdehnung auf internationales Gewässer....

weiter:https://www.heise.de/tp/features/Libyen-...00863.html
 
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#12
Flüchtlingspolitik in Europa "Migration ist die neue Revolution"
Italien sieht sich alleingelassen, Ungarn macht zu: Wie hat die Flüchtlingskrise Europa verändert? Der Politikwissenschaftler Ivan Krastev sagt: Erst dadurch sind lang verdeckte Unterschiede wieder sichtbar geworden.

weiter hier:http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaf...62957.html
 
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#13
Libyen: Christlich-abendländische Staatsvernunft gegen NGOs

Der Papst empfiehlt "aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren". Die Vorwürfe der italienischen Staatsanwaltschaft gegen "Jugend Rettet" stehen auf einem anderen Blatt
Geduld brauche es, zahlreiche Vorstöße, Fehler seien unvermeidlich, schreibt Fernand Braudel im Vorwort zu seiner epischen, zum Klassiker gewordenen Geschichte des Mittelmeers. Dieses Meer sei komplex. Das Mittelmeer sei "nicht dies und nicht das", so die Warnung seiner Historikerkollegen, und schon gar keine abgezäunte Wiese. Das hat Italien in den ersten Sommermonaten durch die Ankunft zahlreicher Flüchtlinge sehr konkret gespürt.
Nicht wie sonst "Touristen-Wahnsinn", sondern "NGO-Wahnsinn" dominierte als das deutsche Schlagwort zum Mittelmeer in diesem Sommer. Die Empörung über die Rettungseinsätze der Nichtregierungsorganisationen war nicht nur in Italien, wo sie die fast das gesamte politische Spektrum erfasste, enorm. Die Helfer seien in Wirklichkeit Zuarbeiter der Schlepper und Schleuser, wird den NGOs vorgeworfen (siehe Woher kommt der Hass auf die Seenotretter?).
Schwere Vorwürfe gegen "Jugend Rettet"
Der Name einer deutschen NGO wurde zum Exempel für ein Muster: der Verein Jugend Rettet. Während die Zeit im Oktober vergangenen Jahres die Crew des Jugend-Rettet-Schiffes "Iuventa" noch freundlich gesinnt als "Teil einer Bewegung" schilderte, deren Menschlichkeit Anerkennung verdiene ("So ist es vielleicht der politischste Akt überhaupt, heutzutage Flüchtlinge nach Europa zu bringen"), wird dies im August 2017 in einem sehr viel schärferen Licht gesehen. Die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Trapani erhebt schwere Vorwürfe.
Sie laufen darauf hinaus, dass die Crew der Iuventa, wie Beobachtungen zeigen würden, das Geschäft der Schleuser einvernehmlich akzeptieren oder, juristisch noch sehr viel schärfer gefasst, aktiven Kontakt mit diesen haben und deren illegalen Menschenschmuggel unterstützen.
Ein heute veröffentlichter Bericht des Recherchezentrums Correctiv belastet die NGO "Jugend Rettet". Am Ende des Berichts ist als Fazit klipp und klar zu lesen:
Alle diese Vorfälle erhärten den Verdacht, dass die "Iuventa" auf dem Meer mit Schleppern in Kontakt war. Dass die Helfer den Schleppern dabei halfen, ihre Boote und ihre Ausrüstung mehr als einmal einzusetzen. Das Ziel der Helfer war wohl, möglichst viele Menschen zu retten.
Rendezvous auf dem Mittelmeer, Margherita Bettoni, Giulio Rubino, Correctiv
Wer nun aber eine Gewissheit vom Bericht der namhaften Rechercheure erwartet, wird enttäuscht. Die Autoren selbst treffen eine EinschränkungSad....)

hier: 
  1. Libyen: Christlich-abendländische Staatsvernunft gegen NGOs
  2. Die Wahrheitsfindung
  3. Der kaltschnäuzige deutsche Innenminister und eine neue Strand-Miliz in Libyen
 
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#14
Im Mittelmeer ertrinken gerade kaum noch Flüchtlinge, weil schlicht kaum noch welche aus Afrika ablegen. Italien hat über ihren Geheimdienst zwei Warlords in Libyen geschmiert, die jetzt die Schlepper plattmachen. Als Gegenleistung bekam das örtliche Unikrankenhaus 11 Tonnen Medikamente und Verbandsmaterial von der italienischen "Entwicklungshilfe". Einer der Warlords hat den Hafen erobert und die Italiener haben ihm dann vier reparierte Schiffe aus Gaddafis Arsenal gegeben, damit betreibt er jetzt die "libysche Küstenwache".

https://blog.fefe.de/?ts=a751fc65
 
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