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Britische Kriegsverbrechen in Afghanistan
#1
Betreff: Eingabe: Britische Kriegsverbrechen in Afghanistan
Datum: 3. Juli 2017 um 12:12:54 MESZ
An: "NDR RR VWR" <gremienbuero@ndr.de>

 
 
Eingabe: Britische Kriegsverbrechen in Afghanistan
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
in den "Grundsätzen für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm 'Erstes Deutsches Fernsehen‘“  heißt es über den Programmauftrag:
(a) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung. 
(b) Die Programme und Angebote der ARD dienen der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung. Die Angebote und Programme der ARD haben ein vielfältiges kulturelles Angebot zu vermitteln. Sie berücksichtigen die Bedürfnisse von Mehrheiten und Minderheiten. 
© Die Programme und Angebote der ARD haben der Allgemeinheit einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Die ARD soll hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. 
(d) Der Auftrag zur Information erstreckt sich dabei auf alle Bereiche des politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens und umfasst auch die Darstellung geschichtlicher Zusammenhänge und Entwicklungen.  
Quelle: Grundsaetze_fuer_die_Zusammenarbeit_im_ARD_Gemeinschaftsprogramm_.pdf
 
Im Umkehrschluss bedeutet das: ARD-aktuell, das wichtigste Informationsprogramm im „Ersten“, verstößt gegen die genannten Prinzipien, wenn es in seinen Sendungen eine wesentliche Nachricht unterschlägt und damit verhindert, dass sich das Publikum einen sachgerechten und umfassenden Überblick z.B. über das „internationale Geschehen" verschaffen kann.
 
In Afghanistan ist Deutschland im Rahmen der NATO und der vom UN Sicherheitrat gebildeten International Security Assistence Force (ISAF)  militärisch mit dem drittstärksten Kontingent engagiert, zeitweise operiert auch das geheime „Kommando Spezialkräfte“ der Bundeswehr in Afghanistan. Aus Afghanistan stammt ein Großteil der Kriegsflüchtlinige, die derzeit in Deutschland um Asyl nachsuchen. Alles, was sich in Afghanistan ereignet, verdient demzufolge grundsätzliche publizistische Aufmerksamkeit bei uns. Dies zum Beispiel: 
Großbritannien stellt nach den USA das zweitstärkste Kontingent am Hindukusch. Seine Truppe verfügt mit der SAS über eine ähnliche Spezialeinheit wie die Bundeswehr. Die britische Sunday Times  bezichtigte jetzt diese SAS schwerster Kriegsverbrechen; sie habe Zivilisten exekutiert und versuche nunmehr mit allen Mitteln, die Verbrechen zu vertuschen und Beweise zu vernichten. Titel der Geschichte: "Rogue SAS unit accused of executing civilians in Afghanistan - Claims of cover-up as Afghan investigation is wound down.“
 
Die Vorwürfe gegen die „schurkische SAS“, so berichtet das Blatt, hätten sich im Verlauf einer mehrere Millionen Pfund teuren Untersuchung der Königlichen Militärpolizei erhärtet. Quelle: https://www.thetimes.co.uk/article/rogue...-f2bqlc897
 
Andere britische Zeitungen berichteten ebenfalls. Quellen u.a.:
 
 https://www.thesun.co.uk/news/3928163/sa...be-claims/   
https://www.arrse.co.uk/community/thread...506/page-2
 
ARD-aktuell berichtete nicht, es geht ja nicht um Putin oder Assad.
 
Wir beklagen, dass Sie  ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, dass die genannten ARD-Richtlinien eingehalten werden.
 
Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer 
 
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