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Hochhausbrand in London
#21
Hab heute mit einem Angehörigen der Hamburger BF über London gesprochen. O-Ton: "Das Problem mit den vorgehängten Fassadenverdämmungen hatten wir in Hamburg ebenfalls schon mehrfach. Weil es zu keinem Personenschaden gekommen ist, wurde das nicht bekannt."

Das Problem scheint zu sein, dass ein Brand hinter der Verdämmung nicht zu löschen ist - es sei denn, diese wird heruntergerissen...
                                                        
"Die Menschen verwechselten Messungen mit Verstehen. Und sie mußten sich immer in den Mittelpunkt allen Geschehens stellen. Das war ihr größter Dünkel. Die Erde erwärmt sich – es muß unsere Schuld sein! Der Berg vernichtet uns – wir haben die Götter nicht besänftigt! Es regnet zu viel, es regnet zu wenig – es ist tröstlich zu glauben, daß diese Dinge irgendwie mit unserem Verhalten zusammenhängen, daß, wenn wir nur ein bißchen besser, ein bißchen bescheidener lebten, unsere Tugenden belohnt würden." - Robert Harris "Pompeji" (2003)

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#22
Der Wahnsinn und das Behördenversagen hat System, die ursächlich gefährliche Wärmdämmung wurde gar nicht getestet!

https://www.thesun.co.uk/news/3883185/in...ire-risks/
Zitat: Death trap test madness
Insulation behind cladding in suspect tower blocks has not been tested for fire risks
The government is not testing the material, which could be potentially more flammable than the cladding.

Police officials have confirmed that the insulation proved “more flammable than the cladding” in early tests on Grenfell Tower.

Der Tsunami überrollt die Insel unaufhaltsam.

Cladding = Verkleidung (die Aluminium Sandwich Platten)
Insulation = Dämmung (das aufgeklebte Styropor)


INP
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#23
http://www.focus.de/immobilien/bauen/bra...84325.html

Hier wird alles erklärt: es handelte sich um englisches Styropor, das ist so wie russische Politiker, also vor allem BÖSE. Und hinterlistig.
Dann haben wir Brandriegel. Der Brite hat das evtl. nicht, und böses Briten-Styro hüpft einfach über diese Riegel hinweg, wenn sie verbaut sind. Das ist wie mit Schokoriegeln: dass der Hunger beim ersten aufhört, ist nicht erwiesen - in GB. In Deutschland ist behördlich festgelegt, dass Feuer, wenn es doch mal 400 Grad übersteigen sollte, nicht nach oben ausgreift, sondern am Riegel parkt. Da wird es von der Feuerwehr gepackt und entsorgt, wenn es ordentliches deutsches Feuer ist.

Schön ist auch das hier:
Großbritannien
Zahl brandgefährdeter Hochhäuser steigt auf 60
http://www.deutschlandfunk.de/grossbrita..._id=761350

Denn hier wird auch ein Schuldiger ausgemacht: die Zahl. Sie steigt einfach. Zuvor waren die Hochhäuser okay, und jetzt plötzlich kommt diese englische Zahl und vermasselt alles. Das Subjekt ist die Zahl. Sonst gibt es da keine Schuldigen, zum Glück. Die Feuerwehr und die Regierung tun, was sie können, um die Zahl zu stoppen. Sie registrieren sie, gucken nach, aber es sind ihnen die Hände gebunden, weil die Zahl sich nicht kümmert um diese besorgte und brandaktive Regierung samt ihren Loobyisten von der BASF.

Sprache kann schon verräterisch sein - man muss nur mal Aussagen langsam auf der Zunge zergehen lassen ...
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#24
Ich verstehe nichts vom Bau. Trotzdem habe ich ein Foto(Stockwerk 5 oder 6) gemacht. Siehe


Angehängte Dateien
.pdf   DSCN1425.pdf (Größe: 430,34 KB / Downloads: 17)
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#25
Das Thema mit der Verdämmung scheint sich wohl auszuweiten ...

Wuppertaler Hochhaus wird wegen Feuergefahr geräumt
Zitat:Die Bewohner eines Hochhauses in Wuppertal müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Fassadendämmung ähnelt der des ausgebrannten Grenfell Tower in London.
Wegen einer Fassadendämmung, die dem Londoner Grenfell Tower ähnelt, wird in Wuppertal ein elfstöckiges Hochhaus evakuiert. Das teilte die Stadt mit. Zu der Entscheidung sei man nach dem verheerenden Londoner Hochhausbrand gelangt. Die Bewohner sollen in ihre Wohnungen zurückkehren können, sobald die Fassadendämmung entfernt ist.

Nach dem Hochhausbrand in London habe man das Brandrisiko des Gebäudes in Wuppertal neu bewertet. Für die Betroffenen stünden Ersatzwohnungen bereit. Die Polizei sperrte das Haus am Dienstag ab, Busse standen bereit. Das Hochhaus befindet sich im Stadtteil Oberbarmen. Die "Westdeutsche Zeitung" berichtet, gegen 17.30 Uhr hätten die ersten Bewohner mit Koffern das Gebäude verlassen.
weiter bei SPON

Lasst das mal den IS nicht mitbekommen, der kommt da bestimmt auf dumme Ideen. Cool
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#26
Das ist der Tsunami der über ganz Europa rollen wird, Wuppertal ist nur erste erste seichte Welle.
Die Feuerwehren, die schon immer größte Bedenken gegen den Polystyrol-Wahnsinn hatten, werden jetzt alle hart durchgreifen.
Man muss wissen, dass die Kollegen des vorbeugenden Brandschutzes DIE Fachkompetenz für die Bauämter darstellen, dass sind keine
Sesselpupser sondern selber noch im Einsatzdienst, also die Mitmenschen die die Leichen bergen und ihre physische und psychische Gesundheit für andere täglich einsetzen.

Hier noch der Artikel der Rheinischen Post die deutlich näher am Thema Wuppertal sein dürfte:
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/wup...-1.6909108

Zitat: Wuppertal. Etwa 70 Menschen müssen ihre Wohnungen in einem Hochhaus in Wuppertal verlassen. Das Gebäude hat eine Fassadendämmung, die der im Londoner Grenfell Tower ähnelt, in dem ein verheerendes Feuer ausgebrochen war. Die Bewohner dürfen nur das Nötigste mitnehmen.

Die Brandkatastrophe von London hat jetzt auch in Deutschland erste konkrete Folgen. Sämtliche Bewohner eines elfstöckigen Hochhauses in Wuppertal im Quartier Hilgershöhe mussten am Dienstag wegen möglicher Feuergefahr ihre Wohnungen verlassen. Das Wohngebäude soll eine ähnliche Fassadendämmung haben wie der Londoner Grenfell Tower, der vor zwei Wochen komplett ausbrannte.

Deshalb habe man sich kurzfristig zu dieser Vorsichtsmaßnahme entschlossen, sagten Verantwortliche der Stadt. Bewohner verließen am Abend mit Reisetaschen das Haus. Allein in Wuppertal würden noch etwa 70 weitere Gebäude geprüft. Man gehe aber nicht davon aus, dass sie ebenfalls geräumt werden müssen. "Wir wissen bislang von keinem anderen Fall", sagte eine Sprecherin des Bauministeriums von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Ersatzwohnungen für Evakuierte

Die betroffenen Wuppertaler sollen in ihre Wohnungen zurückkehren können, sobald die Fassadendämmung entfernt ist. Dies könne allerdings mehrere Wochen dauern. Für die Betroffenen stünden Ersatzwohnungen bereit. Die Polizei hatte das Haus am Dienstag im Wohnviertel Hilgershöhe schon abgesperrt, Busse waren vorgefahren.

Das Hochhaus in Wuppertal hat 86 Wohnungen. Bei der letzten Brandschau seien brennbares Isoliermaterial und eine Unterkonstruktion aus Holz festgestellt worden, zudem enge Flure und kurze Balkone, erläuterte Wuppertals Baudezernent Frank Meyer. Es gebe keine Brandmeldeanlage in dem Haus. Die Fluchtwege könnten im Fall eines Feuers schnell von Rauch blockiert sein.

Jeder Bewohner dürfe nur einen Koffer mitnehmen, alles andere müsse im Haus bleiben, hieß es am Dienstag. Der Eigentümer des Hauses sei nicht bereit, an den Maßnahmen mitzuwirken. Die Wohnungen würden kontrolliert und versiegelt. Ein Wachdienst werde aufpassen, dass sie nicht geplündert werden.

INP
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#27
Zitat:Wuppertals Feuerwehrchef Ulrich Zander berichtete über eine Brandschau, bei der die Mängel bereits 2010 festgestellt und dokumentiert worden seien. Letztlich hätten die Erkenntnisse aus dem Brand des Grenfell Towers, bei dem die Fassade des Hochhauses innerhalb von Minuten wie eine Fackel brannte, dazu geführt, die Gefährdungslage neu zu bewerten. Die Stadt hatte die wechselnden Besitzer in den Jahren zuvor mehrfach aufgefordert, die Mängel abzustellen. „Die ordnungsrechtlichen Maßnahmen haben jedoch nicht gegriffen“, erklärte Jochen Braun, Leiter des Ressorts Bauen und Wohnen der Stadt Wuppertal. Der jetzige Besitzer aus Berlin müsse postalisch informiert werden. „Er hat sich in der Vergangenheit wenig kooperativ gezeigt.“

Westdeutsche Allgemeine, hinter Paywall, daher Google Cache.

Pressemitteilung der Stadt Wuppertal

INP
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#28
Das Cover-up um die Toten des Grenfell Tower geht in die unbestimmte Verlängerung:
No final Grenfell Tower death toll this year, police say

Aber die Anzahl der unsicheren Gebäude steigt mit einer Durchfall-Quote von 100% der überprüften Gebäude:
Cladding from 120 high-rise buildings in 37 local authority areas in England has now failed fire safety tests, the prime minister has said.
Theresa May told the Commons it was a 100% failure rate, as all of the samples submitted so far since the Grenfell Tower fire had failed.


Da wird nur von England gesprochen, da wären noch Nordirland, Schottland und Wales....

INP
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#29
@ INP

Rene A sagte:
10. Juli 2017
Nicht mehr ganz „taufrisch“ aber weil unsere Medien das Thema weiterhin komplett tot schweigen:
Der Hochhausbrand in London, der durch leicht brennbare Fassadendaemmung ausgeloest wurde … die auch in Deutschland flaechendeckend benutzt wurde und weiterhin wird.
Ich war zufaellig wenige Tage nach dem Brand in England und die englischen Zeitungen thematisierten ganz offen die fatale Rolle der Fassadendaemmung bei diesem Grossband. Zur Erklaerung: Das Feuer brach in einem der unteren Geschosse aus, ausgeloest durch einen defekten Kuehlschrank. Als die ersten Flammen durch das Fenster kamen, dauerte es keine Minute und die Aussenfassade fing Feuer. Daraufhin frass sich das Feuer VON AUSSEN an der Fassade empor und konnte dadurch von aussen durch jedes Fenster der oberen Geschosse eindringen. Darum stand das Hochhaus innerhalb von Minuten wie eine Fackel in Flammen. Und darum auch die vielen Toten, weil das Feuer via Fassadendaemmung innerhalb von Minuten ueberall war.
Zwar berichtet z.B. die Tagesschau oberflaechlich:
https://www.tagesschau.de/ausland/verkle...r-101.html
Die Fassadendaemmung wird als Ursache benannt aber der Zusammenhang zu Deutschland wir nicht hergestellt.
Warum nicht?
Weil es so kurz vor den Bundestagswahlen ein komplettes Desaster fuer die Regierungsparteien der letzten 20 Jahre waere: Union, SPD, Gruene, FDP koennten einpacken, wenn die Buerger wuessten, was man ihnen angetan hat!
Im Rahmen der „Umweltoffensiven“ der letzten beiden Jahrzehnte wurden Wohnhaeuser in Deutschland flaechendeckend gedaemmt. Hauptsaechlich kamen dabei styropor-aehnliche Materialien zum Einsatz, weil sie extrem billig und extrem leicht zu verarbeiten sind.
Problem: Styropor ist brennbar und duerfte somit gar nicht als Fassadendaemmung benutzt werden. Also wurde eine neue Brennstoffklasse „schwer entflammbar“ eingefuehrt und die Industrie durfte die entsprechende DIN-Norm und den dafuer notwendigen Brandtest selbst entwickeln. Wenig ueberraschend, was dabei heraus kam.
Jedoch gab es mittlerweile genug Braende auch in Deutschland, sodass heute jede Feuerwache um die Gefahren weiss: Brennt ein mit Styropor eingewickeltes Haus, dann steht es meist schon lichterloh in Flammen, bevor die Feuerwehr vor Ort sein kann. Und auch unabhaengige Brandtests zeigen … diese Fassadendaemmungen sind alles andere als „schwer entflammbar“.
Das Alles ist bestens dokumentiert und seit Jahren „bekannt“ (lobenswerte NDR-Berichte):

Es ist glasklar, dass das ein Riesenskandal ist. Millionen Wohn- und Einfamilienhaeuser sind mit diesem brennbaren Dreck eingepackt worden. Die Regierungsparteien muessten sich nicht nur die Fragen gefallen lassen, wieso sie diese neue Branschutzklasse eingefuehrt haben und wieso die Industrie sich die DIN-Norm selbst ausdenken durfte. Die Bundesregierung muesste auch erklaeren, wieso oeffentliche Gebaeude (Krankenhaeuser, Regierungsgebaeude, etc.) per Gesetz nicht mit solchen Materialien gedaemmt werden duerfen.
Es ist offenkundig, dass die Bundesregierung seit Jahren Bescheid weiss.
Wuerden unsere Medien diesen Riesenskandal aufdecken … so kurz vor der Bundestagswahl … das gaebe ein ernstes Problem.
Folglich schweigen ALLE deutschen Medien dazu, um die Regierungsparteien zu schuetzen. Ein grandioser Beweis fuer ihr koordiniertes Handeln.

Hier:https://propagandaschau.wordpress.com/20...ent-122788
(Videos inside)

Maria T. G. sagte:
10. Juli 2017 
Die Akzeptanz von erdölbasiertem Styropor ist wesentlich für den Erfolg der Energiewende. Die billigen Dämmungen sind an den meisten Fassaden verbaut. Eine weitere Einschränkung oder ein Verbot würde das Bauen bei gleichen Energieeinsparvorschriften erheblich verteuern. Heute:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fe...92979.html
Antworten
#30
Die Herstellung von Mineralwolle benötigt Energie u.a. zum Aufschmelzen der Rohstoffe. Die Gütegemeinschaft Mineralwolle e. V. nennt folgende erforderliche Mengen an Primärenergie:
Steinwolle: 150…400 kWh/m³
Glaswolle: 250…500 kWh/m³

Zum Vergleich: die Herstellung von Polystyrolpartikelschaum (EPS) hat einen Primärenergiebedarf von 200–760 kWh/m³, jene von Polystyrolextruderschaum (XPS) einen solchen von 450–1000 kWh/m³.[2] In diesen Werkstoffen ist jedoch ein Großteil der Energie chemisch gebunden weiterhin vorhanden, während Mineralwolle keine chemische Energie enthält.
Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Mineralwolle

Der von INP angesagte Tsunami ist allein schon deshalb so wüst, weil er die Destruktion der vorhandenen Dämmungen betrifft - und damit heftig in die Klimaziele eingreift. Nun gehört bekanntlich das Wort Nachhaltigkeit in den Werkzeugkasten grüner Ideologie. Was tun, wenn allein die Herstellung (geschweige Verarbeitung, Transport etc.) so energieaufwendig ist? Da geht es doch wohl nicht mehr um die reine Dämmung des Hauses XY, sondern um die Energie- und besonders bei Polysryrol um die Umweltbilanz. Es ist Dreckszeug.

Fazit: der Tsunami umfasst eine VÖLLIG NEUE Denkweise bzgl. des Lebens und Bauens von Häusern, öffentlichen Gebäuden, Fabriken incl. dementsprechender Stadtplanungen, Verkehrsplanungen und damit der Wirtschaft allgemein. Was schon allein die Vernunft und sozialistisches Gedankengut nahelegt, nämlich zu integrieren, zu konzentrieren, die Rohstoff-Verschleuderung zu bremsen, wird nun noch unter dem Aspekt Klima und Brandschutz verstärkt.
Die Aufgabe ist gigantisch und wird Jahrhunderte beeinflussen.

P.S.: mein Heizöfchen verbraucht 1- 1,5 kw/h. Nur zum Vergleich zu den 400 kw/h zur Herstellung eines Kubikmeters Dämmung (wofür Fabriken gebaut., das Material abgebaut und angeliefert, wiederum ausgeliefert, angepappt usw. werden muss - und die Schichtungen sind nicht gerade sonderlich dünn!)
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