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Die Zukunft des Islam in Westeuropa
#1
http://thesaker.is/the-future-of-islam-in-western-europe/
 
Die Zukunft des Islam in Westeuropa
 
vom Saker, 05.05.2017 (geschrieben für Unz Review)
 
 
Mit der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich wird das Thema Islam in Europa wieder einmal zu einem zentralen Diskussionsthema. Das ist nichts Neues: Wir hatten das schon in UK, in Holland, in Österreich und sogar in der Schweiz, wo den moslemischen Gemeinden – per Volksreferendum – untersagt wurde, Minarette zu bauen. (Auch wenn es vor dem Referendum in der Schweiz nur vier Minarette gab.) Die Spannungen zwischen Moslems und Nicht-Moslems nehmen eindeutig zu, nicht nur wegen einiger mehr oder weniger rassistischer Gefühle gegen Einwanderer, sondern auch wegen des oftmals abstoßenden Verhaltens einiger Flüchtlinge aus moslemischen Ländern (Angriffe, Vergewaltigungen, Hooliganismus) und sogar einiger moslemischer Gemeinden in Europa (Befürwortung von Terrorismus, Forderungen zur Einführung der Scharia-Gesetze). Bevor sich die Lage verbessert (unter der Voraussetzung dass sie das je tut), wird sie höchstwahrscheinlich schlimmer werden, viel schlimmer.
 
Was sind also die Optionen?
 
Erstens: Stimmen wir den weisen Worten von Otto von Bismarck zu: „Politik ist die Kunst des Möglichen.“ Jene Europäer, die glauben, dass sie einfach alle Moslems aus Europa werfen können oder es irgendwie schaffen werden, den Islam in Europa zu eliminieren, die machen sich etwas vor. Ebenso sind (die wenigen) Moslems, die in Europa eine Art Kalifat errichten wollen, nicht weniger voller Illusionen. Eigentlich wären all jene, die simple, direkte „Lösungen“ der gegenwärtigen Krise anbieten, gut beraten etwas Hegelsche Dialektik zu studieren, damit sie verstehen, dass das Ergebnis dieser Krise nicht eine Rückkehr zum alten Status Quo sein wird und auch keine Erschaffung einer völlig neuen Realität.
 
Zweitens: Ich gebe zu Bedenken, dass weder die moslemischen Einwanderer noch der Islam jemals Europa verlassen werden: Ob es euch gefällt oder nicht, sie sind hier um zu bleiben. Warum? Ganz einfach. Während bestimmte Gruppen wie illegale Einwanderer aus einem Land oder gar dem europäischen Kontinent ausgewiesen werden können, sind andere wie Moslems mit europäischer Staatsbürgerschaft oder örtliche/ansässige Konvertiten zum Islam einfach nicht abschiebbar. Das ist nach dem Gesetz einfach nicht möglich und es ist praktisch nicht umsetzbar (abschieben, wohin?). Ich habe in Flüchtlingszentren in der Schweiz gearbeitet (als Übersetzer) und ich habe als Analyst für den schweizerischen Generalstab gearbeitet, wo die Flüchtlingsfrage oft im Mittelpunkt stand. Und ich kann euch versprechen, dass jeder, der weiß wie das System wirklich funktioniert, voll und ganz versteht, dass diese Einwanderer gekommen sind um zu bleiben, sogar die pseudo-politischen Flüchtlinge, die in Wahrheit Wirtschaftsflüchtlinge sind und keine politischen Flüchtlinge (etwa 99% der sogenannten „politischen Flüchtlinge“). Bestenfalls könnte die EU, theoretisch und mit enormem Aufwand, ihre Grenzen für zukünftige Flüchtlinge schließen. Sehr unwahrscheinlich, aber wenigstens möglich. Aber Massenabschiebungen sind einfach keine Option.
 
Drittens: Jene Moslems, die bereits in Europa sind, werden unvermeidlich die soziale Leiter hochklettern, auch wenn sie jetzt ganz unten sind. Viele von denen sind jung, viele von denen haben Härten durchlebt, die die meisten Europäer niemals aushalten würden. Ihre familiären Bindungen, die Stammes-, ethnischen und religiösen Bindungen sind viel stärker als das was man in der modernen „Kern“-Familie des Großteils der Europäer sehen kann. Und zu guter Letzt ist ihr sozialer Antrieb wesentlich stärker als der, den man in den „etablierten“ europäischen Kreisen findet. Selbst wenn die gegenwärtige Generation wenig gebildet und nicht in die europäische Gesellschaft integriert ist, die nächste Generation wird es sein. Ich habe das bei vielen anderen Wirtschaftsmigranten erlebt, etwa bei Italienern oder Albanern. Wenn man also in seinem örtlichen Krankenhaus eine irakische Frau sieht, die den Boden schrubbt, dann denkt daran, dass in zehn Jahren oder so ihre Tochter vielleicht auch in diesem Hospital arbeitet, aber als Ärztin. Mit anderen Worten: Die soziale Macht der moslemischen Gemeinde wird unweigerlich wachsen.
 
Soll das heißen, dass die EU zu einem von ISIS besetzten Gebiet wird, in dem alle Frauen Burka tragen und/oder vergewaltigt werden und alle Männer gezwungen werden zum Islam zu konvertieren oder ermordet zu werden? Dass im ganzen Land Sklavenmärkte aus dem Boden schießen werden, dass das Scharia-Gesetz für alle gelten wird und dass Homosexuelle zu Tode gesteinigt werden?
 
Natürlich nicht! Das ist eine dämliche Karikatur des Islam, wie sie von den AngloZionistischen 1%ern geschaffen und gefördert wird. Und die versuchen, künstlich einen Clash der Zivilisationen zu schaffen, der ihnen erlaubt an der Macht zu bleiben und weiterhin hinter dem Vorhang die Strippen zu ziehen.
 
Zum einen werden die Moslems in Europa für absehbare Zeit eine relativ kleine Minderheit bleiben. Aber viel wichtiger ist, dass die Art des „Hollywood-Islam“, wie ich ihn oben beschrieben habe, gar nicht der Islam ist in dem die meisten Moslems leben wollen.Ja, viele sind aus ihrem Land geflohen, weil sie nicht in einem Takfiri-“Kalifat“ leben wollen. (Anm.d.Ü.: Takfir ist die radikal-islamische Theologie, wie sie von Wahhabisten/Salafisten vertreten wird)
 
Jetzt werden mich manche fragen, was es mit diesen wahhabischen Irren auf sich hat, die bereits viele Europäer ermordet haben und dabei „Allahu Akbar“ schreien. Sind das nicht genau diese ISIS-Typen? Nun, das ist eine komplizierte Angelegenheit. Ist euch zum Beispiel aufgefallen, dass die weitaus größte Mehrheit dieser sogenannten „islamistischen“ Verrückten starke Verbindungen zu den europäischen Sicherheitsdiensten hatte? Dass einige von ihnen sogar nach Israel gereist sind? Kommt es euch nicht merkwürdig vor, dass ihre Angriffe irgendwie immer anscheinend mit wichtigen politischen Ereignissen in Europa zusammenfallen? Könnte es in Europa eine echte ISIS-Attacke gegeben haben? Ja. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten davon False Flags a la Gladio waren, ausgeführt von Spezialkräften der EU oder den USA.
 
Ich gebe gerne zu, dass es in Europa derzeit echte und gefährliche AlQaeda/ISIS-Typen gibt. Ja, sie stellen ein echtes Risiko dar. Aber im Gegensatz zu den meisten Flüchtlingen verletzen diese Kerle europäische Gesetze und man kann gegen sie gesetzliche Maßnahmen ergreifen. Theoretisch könnte Europa sogar die Todesstrafe für Terrorismus wiedereinführen, oder sogar für die Verteidigung von Terrorismus. Ich weiß, so bald wird das nicht passieren, aber was zählt ist, dass dies von einer politischen Entscheidung abhängt, dem politischen Willen der Europäer. Und das gilt nicht für Massenabschiebungen, die unmöglich sind – unabhängig von einer jeden politischen Entscheidung oder dem politischen Willen.
 
Könnte es in Europa zu einem Aufstand oder gar einem Bürgerkrieg kommen? Ja, aber nur wenn die Regierungen an der Macht ein eigenes Interesse daran haben, einen zuzulassen oder zu erschaffen. Sobald die nationalen Behörden den Sicherheitskräften und dem Militär grünes Licht geben, einzuschreiten und einen Aufstand niederzuschlagen, dann heißt es „Game Over“ für die AlQaeda-Typen.
 
Während also der Islam an sich oder die Moslems allgemein nicht aus Europa abzuschieben sind, so können die europäischen Nationen doch mit der Sicherheitslage umgehen – vorausgesetzt, der politische Wille dazu ist vorhanden.
 
Gegenwärtig ist die europäische politische Klasse in zwei gleichermaßen fehlgeleitete politische Lager gespalten:
 
  1. Jene die glauben, jede Kritik an Moslems sei „islamophob“
  2. Jene die glauben, dass alle Moslems und der Islam schlecht, schlecht, schlecht sind.
 
Das sind sehr primitive und fundamental fehlgeleitete Positionen. Und was wichtiger ist: Diese beiden Gedanken sind zum Scheitern verurteilt, sie werden nichts erreichen. Momentan scheinen viele Europäer und Amerikaner in dieser falschen Wahl festzustecken. Aber wie lange es auch dauern mag, irgendwann werden sie es kapieren und sie werden erkennen, dass es so etwas wie den einen „Islam“ oder einen bestimmten Typ von „Moslem“ nicht gibt.
(....)

weiter hier:https://www.theblogcat.de/%C3%BCbersetzu...esteuropa/

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