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Rubikon.News
#41
Vom Recht auf eigene Meinung

Der Kommentar geht heute so: Man nutze ein passgerechtes Zitat ohne Quellenangabe, bezichtige andere der Lüge, gebrauche ein paar deftige Vokabeln für die Beurteilung von Meinungen (Bullshit) und Netzwerken (asozial), radebreche wissenschaftliche Gesetze und stelle sich selbst einen Persilschein aus.
(...)
Evelyn Roll schrieb in einem Beitrag für die SZ – einige Wochen vor Mikichs Kommentar:
„Das geht so: Ich lüge, behaupte Bullshit oder breche ein Tabu — das war ja noch nie so einfach wie heute mit einem gut überlegten Satz auf Twitter —, und schon bekomme ich Schlagzeilen und Sendezeit. (…) Vielleicht müssen wir Journalisten neu lernen, dass man einen Text durchaus auch mal beginnen kann mit den drei Wörtern: Das ist falsch. Wenn einer den Klimawandel oder die Evolution leugnet oder mit Lügen gegen Minderheiten hetzt, darf man darüber nicht nur berichten, sondern muss dazu senden oder schreiben: Das ist eine Erfindung. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten. Es wird überlebenswichtig sein für die Demokratie, eine Lüge wieder eine Lüge zu nennen. Wenn jemand behauptet, die Erde ist eine Scheibe, darf die Schlagzeile eben nicht sein: ‘Streit über die Form der Erde’.“
Mikichs offene Unterstellung jedoch, dass lediglich eine ausgewählte Anzahl von Menschen im Besitz der ultimativen Wahrheit, der Faktentreue und der durch bestehende Narrative zur Tatsache avancierten Information sei, verstörte insbesondere die Netzgemeinde und die honorige WDR-Grande erntete in den sozialen Netzwerken viel Spott und Häme.
Zu groß und zu bekannt ist inzwischen das Ausmaß nachgewiesener regierungstreuer Manipulationen, Falschmeldungen, Halbwahrheiten, Tendenzberichte und Meinungsmache die tagtäglich von den stark frequentierten und auflagenstarken (öffentlich-rechtlichen) Qualitätsmedien verbreitet werden.
Die aktuelle Diskussion darüber, wessen Wahrheit die einzig Wahrhaftige ist, nimmt mittlerweile absonderliche Züge an. Das Internet ist laut diverser Politiker und Qualitätsjournalisten ein Hort in dem Fake News gedeihen und die postfaktische Gefährdung der öffentlichen Meinung droht. Öffentlich-rechtliche und private Leitmedien werden nicht müde, auf die Gefahren für unser demokratisches Zusammenleben hinzuweisen, die sich aus dem ungefilterten und unzensierten Konsum von Informationen aus dem Netz ergeben. Dabei blenden die reklamierenden Stellen die eigene Neigung zum Postfaktischen gekonnt aus. Auch fördert die Fixierung der etablierten Medien auf Agenturmeldungen nicht selten eine absurd anmutende Gleichförmigkeit von Meldungen und Meinungen zu Tage. Das ist nicht im Sinne einer pluralistischen und demokratischen Meinungsvielfalt.
Alternative Medien, deren Population in den Untiefen des „Neulandes“ an Variationsbreite kaum Wünsche offenlässt, sind zur konkreten Gefahr für Legitimation, wirtschaftliches Überleben und Deutungshoheit der etablierten Medien geworden. Die Frage, warum diese Entwicklungen vonstattengehen konnte, wird von den in ihrer Vormachtstellung bedrohten Medienbetrieben nur halbherzig gestellt.....
https://www.rubikon.news/artikel/vom-rec...ne-meinung

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#42
Aus dem Redaktions-Mülleimer der Tagesschau
Welche Tatsachen fallen der "institutionellen Zensur" der Massenmedien zum Opfer?
von Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
Bildlizenz CC0
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, teilte am 30. Juni auf einer Pressekonferenz in Genf mit, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien mindestens 440 000 Syrien-Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Tendenz zunehmend; bis Jahresende dürften es noch einmal eine halbe Million Menschen werden. Rückkehr-Zentren seien die Regionen Aleppo, Hama, Homs und Damaskus. Hauptsächliche Motive der Rückkehrer seien die Kontaktsuche zu ihren in der Heimat verbliebenen Angehörigen und die Sorge um zurückgelassenes Eigentum. Auf ganz Syrien bezogen seien die Voraussetzungen für eine sichere Rückkehr allerdings bei weitem noch nicht gegeben, erklärte das UNHCR.....

weiter:https://www.rubikon.news/artikel/aus-dem...tagesschau

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#43
Unbedingt lesenswert ... Smile

Deutschlandfunk liebt Rubikon
von Peter Frey
[Bild: logo-dd0fcd373a0c872bb432f7596d9e700155c...8c61fe.svg]

Zitat:...

[Bild: c5285a4df06b9cd230971d61359437f3.png]

Wo ist das Verständnisproblem von Christiane Enkeler? Ihre Erkenntnis wird durch ein (zuvor) gefestigtes Bild geblockt - und durch die Aufgabe, die ihr gestellt wurde (und die sie EMOTIONAL mitträgt). Ich erkenne eine kognitive Dissonanz. Dabei hat doch Andreas Hauß direkt darunter geschrieben:

"„What really happened“ [was wirklich geschah] ist nicht mein Aufklärungsjob, sondern die Aufgabe derjenigen Behörden, die von uns allen bezahlt werden und als Exekutive vom Parlament kontrolliert werden müssen. Dort ist die Beweislast, der man sich locker entledigt, wo geschwiegen oder gelogen wird. Darüber gilt es sich aufzuregen – und nicht über den, der diese böse Botschaft übermittelt." [2]

Er hat einfach keine Theorie über das, WAS geschah. Dafür allerdings hat er eine These, die besagt, dass das, was uns Politik und Medien auftischen, so eben NICHT geschah und begründet das umfassend. Für eine Theorie WAS wirklich passierte, hat er nicht genug Daten und auch das erklärt er ausführlich.

Christiane Enkeler selektiert gezielt, denn den gerade von mir zitierten Text hat sie mit Sicherheit auch gelesen (schließlich steht er direkt darunter). [3] Doch baut sie an dieser Stelle einen Popanz auf, um das Wort "Verschwörungstheorie" ins Rennen zu schicken, warum? Es ist das einzige, was von einem aus meiner Sicht äußerst interessanten Rubikon-Artikel des Andreas Hauß beim Deutschlandfunk übrig bleibt; was ich sehr schade finde.

Denn das Thema ist von gehöriger Sprengkraft, werden doch die uns so aufgetischten Ereignisse seit Jahren genutzt, um demokratische Errungenschaften Stück für Stück abzubauen. Die Spektakel, die den Bürger emotional einwickeln, sind DER Hebel, um ihn die fortwährende Einschränkung seiner Grundrechte mittragen zu lassen. Die Menschen haben sich auf den schleichenden Prozess, der - so weiterlaufend - in eine Diktatur führen wird, eingelassen, weil man sie unentwegt mit realen und fiktiven Gefahren im Alarmmodus hält und darauf aufbauend mit MEHR SICHERHEIT ködert.

...
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#44
Die Qualität und die Reichweite von Rubikon muss ja stimmen, sonst würde sich kaum die MSM dazu äußern. Üblicherweise wird das ignoriert und eine Ecke gestellt (wahlweise)
Da scheint langsam die Wohlfühlblase zu platzen, in der sich die "Investigativen " Journalisten eingenistet haben.
Eigentlich ist das ihre ureigenste Aufgabe sich mit den Themen auseinanderzusetzen

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#45
"die Wohlfühlblase" - ein schöner Begriff, passend zur Analyse von Frey.
Diese Leutchen kommen nicht damit zurecht, dass Sie (u.a. in meinem Artikel) auf FAKTEN hingewiesen werden, die der offiziellen Narrativschreibung entsprechen (nicht einer sinnvollen Realität, sondern ihrer Darstellung also). Es sind wahrlich alternative Fakten. Die "Theorie", die die Frau Enkeler überkam, wurde nicht von mir geschaffen, sondern existiert eigentlich nicht einmal. Sie ist Folgerung, Schlussfolgerung aus den alternativen Fakten. Anders gesagt: das ist das, was man Wissenschaft nennt: der Prozess der Auswertung der offiziellen Narrative. Enkeler und ihre Interviewerin erschrecken vor dem EIGENEN Lernprozess, den sie ablehnen. Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Aber einen Hebel haben sie nicht, da die Basis ja die offiziellen Narrative sind. Wikipedia sei Dank, da werden selbst irrsinnigste Thesen, reiner Stuß und Propagandaquark zusammengerührt und verdichtet. Jeder Wikipedia-Artikel über Terroranschläge der letzten Jahre verdient es, mit einem leichten Grinsen 1:1 in Kabarett-Vorstellungen vorgelesen zu werden. Als Journalist zur Erkenntnis zu gelangen, dass man einer Volkssatire beiwohnt, sie gar mit gestaltet, ohne den humorigen Kern zu erkennen, muss hart sein. Denn es bedeutet: "ich habe nicht nur meine Leser durch die Manege gezerrt, sondern mich selbst zum Affen gemacht." Sich selbst als Pfeife, als Nichtsnutz, als Hampelmann zu besichtigen, macht keinen Spaß. Da werden die Damen und Herren etwas grimmig, Schluss mit der Wohlfühlerei.
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#46
Wieder einmal unter Zuhilfenahme der Qualitätsmedien SPIEGEL, Wikipedia usw:
https://www.rubikon.news/artikel/hamburg...iefe-staat

Der Aspekt der Provokationen - also der false flag - kam mir ein wenig zu kurz in der öffentlichen Diskussion. Zentral scheint mir das Stillhalten an dem eingerüsteten Haus zu sein, von wo Zwillen und Steine abgefeuert wurden, während nebenan geplündert wurde. Der Hausbesitzer hatte schon Tage zuvor die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass da eine Sicherheits-Schwachstelle sei. Genau die wurde dann genutzt, um vier Stunden lang nix zu tun.

Wie in München am OEZ, wie bei Tim in Wendlingen: die Theateraufführung auf Parkplätzen bei größtmöglicher Öffentlichkeit von allen Seiten, geschützt durch die Polizei. Da wird noch einiges zutage kommen.
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#47
[Rubikon]
Enthusiasmus mit Lücken
Wenn man auf die US-Wahlen von 2016 zurückblickt, gibt es eine recht einfache Erklärung dafür, weshalb Donald Trump über Hillary Clinton triumphiert hat. Der sogenannte harte Kern der Trump-Anhänger war extrem beflügelt durch die Aussicht auf seinen Wahlsieg. Sie waren Enthusiasten. Sie haben sich voller Verve in den Wahlkampf gestürzt. Sie haben dafür gesorgt, dass die Trump-Wähler auch wirklich ihre Stimme abgaben. Sie übten Druck aus auf andere Republikaner und Unabhängige (ja selbst auf einige Demokraten), sich in Trumps Dienste zu stellen, selbst wenn diese Vorbehalte hatten....

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#48
Der tiefe Staat und die kognitive Dissonanz der Linken
Sollten Linke mit Rechten und Libertären zusammenarbeiten?

Journalistin" (rogue journalist) nennt und auf medium.com (1) vor allem über amerikanische Politik schreibt, hat in den letzten Wochen mit ihren Plädoyers Aufsehen erregt, dass die US-Linken nicht scheu sein sollten (2), mit "Anti-Establishment" Rechten und Libertären zusammenzuarbeiten. Gegen die Fake News der Großmedien, gegen die kriegstreibenden Neocons, gegen die Geheimdienste und den "tiefen Staat", die Trumps außenpolitischen Kurswechsel mit dem substanzlosen "Russiagate"-Märchen sabotieren. Nachdem dann einem der führenden Kriegstreiber und "regime changer", Senator John McCain, ein Gehirntumor diagnostiziert wurde und Johnstone ihm einen schnellen Tod wünschte (3), wurde die Kritik an dieser "unseriösen" Journalistin noch lauter. Selbst ein blutrünstiges Monster, das ein halbes Dutzend Kriege mit Millionen von Opfern vorangetrieben hat, darf man als "Qualitätsjournalist" eben nicht ins Grab wünschen....

weiter:https://www.rubikon.news/artikel/der-tie...der-linken

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#49
2017-07-27: Der Tiefe Staat in Aktion
Zitat:Zur Kontinuität des Staatsterrors nach 9/11. Ein Interview mit Elias Davidsson.

Zunehmend verdichtet sich die Erkenntnis: Es gibt einen „sichtbaren Staat“ für das Publikum vor dem Theatervorhang der Macht und einen langfristig orientierten handlungsmächtigen Tiefen Staat, der sich der Öffentlichkeit entzieht und im Begriff ist, die Demokratie, wie wir sie kannten, zu zerstören.
In seinem neuen Buch analysiert Elias Davidsson die endlose Kette von Terrorereignissen, die für ihn mit 9/11 beginnt und die sich fortsetzt in zahllosen Terroranschlägen in den USA und in Europa. Sein Fazit ist: Alle oder fast alle Terroranschläge, die die westliche Welt spätestens seit 2001 erlebte, sind mit hoher oder höchster Wahrscheinlichkeit das Ergebnis staatsterroristischer Planungen und damit Aktivitäten des Tiefen Staates. Nach Davidsson sind auch die Anschläge vom 11. September 2001 und der folgende „war on terror“ nichts anderes als Staatsterrorismus.
weiter bei [Bild: logo-dd0fcd373a0c872bb432f7596d9e700155c...8c61fe.svg]

Querlink zum Thema der Tiefe Staat
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#50
Deine Daten gehören mir!

Über eine schleichende Enteignung.
„Daten sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel (1) wiederholt und Meglena Kuneva, ehemalige EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, bezeichnete persönliche Daten als das neue Öl des Internets und die neue Währung der digitalen Welt (2). Diese neue „Ölquelle“ hat gigantische Ausmaße. So haben Experten berechnet, dass die gesamte Menschheit von Beginn der Zeitrechnung bis zum Jahr 2003 fünf Milliarden Gigabyte an Daten erzeugt hat. Zehn Jahre später wird die gleiche Menge innerhalb von nur zehn Minuten produziert. Eine wissenschaftliche Schätzung geht davon aus, dass alle Daten, die allein im Jahr 2020, erstellt werden, auf DVDs kopiert einen Stapel ergeben, der 44-mal von der Erde zum Mond und zurück reichen würde. Das klingt sehr vielversprechend und sollte jeden munteren Leser aufhorchen lassen, denn das Gros der des Treibstoffs für Big Data sind personengenerierte Daten, also Daten, die konkret durch einen Menschen entstehen. Und wenn dadurch sehr viele Menschen Eigentümer eines ungeahnten Reichtums sind, den sie täglich noch durch alltägliche Aktivitäten vermehren, sollte die Freude doch groß sein.
Den Artikel gibt's im Rubikon.

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