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Timeline Breitscheidplatz
#11
(06.03.2017, 11:55)woodybox schrieb: Die arabischen Videos sind doch vor Hollitzer entstanden - hatten wir das nicht geklärt?

Ja, das krieg ich wohl in diesem Leben nicht mehr hin.

Also:

Araber 2 - 00:08 - Bus steht
Araber 2 - 00:30 - Ende Araber 2

Lücke Araber 2 - Araber 1

Araber 1 - 00:51 - Ende Araber 1

Lücke Araber 1 - Hollitzer

Hollitzer 02:08 - Turmuhr kurz und verwischt im Bild (20h07?)
Hollitzer 02:15 - Bus bewegt sich vorwärts
Hollitzer 02:53 - Schnitt
Hollitzer 06:17 - Turmuhr 20h10
Hollitzer 07:04 - Schnitt
Hollitzer 08:11 - Turmuhr 20h12

Die Schnitte/Drehunterbrechungen im Hollitzervideo sind zwar deutlich vorhanden, aber im gesamten Zeitablauf unerheblich.

Rückwärts gerechnet:

Beginn des Araber 2-Videos ca. 20h02/03 (also 1 bis max. 2 min. nach Event)

Dashcam-Video - LKW befährt den Markt 20h01
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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#12
Hier ist der (ein) Bus im Dashcam-Video (2. Teil) zu sehen - aber kein zweiter?

[Bild: bust3j5i.png]
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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#13
@Rantanplan: passt scho, wie der Bayer sagt. So Zahlendreher halten sich manchmal hartnäckig im Stammhirn.

Das Hollitzer-Video beginnt übrigens, bezogen auf die Turmuhr, um 20:04:16, weil um 5:38 die Ampel der Budapester Strasse auf Grün schaltet - wenn man den Schnitt bei 2:53 nicht berücksichtigt. Wenn man ihn berücksichtigt, muss man den Beginn um die Länge des Schnittes vorverlegen, man kann also mit einiger Sicherheit sagen, dass es zwischen 20:04:10 und 20:04:15 beginnt.


"Dashcam-Video - LKW befährt den Markt 20h01"

Das würde ich, wie gesagt, mit einem Fragezeichen versehen, das kann genausogut 20:00 sein. Der Minutenzeiger steht jedenfalls ziemlich senkrecht. Man müsste das einfach mal vor Ort überprüfen.
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#14
(06.03.2017, 16:17)Rantanplan schrieb: Hier ist der (ein) Bus im Dashcam-Video (2. Teil) zu sehen - aber kein zweiter?

[Bild: bust3j5i.png]

Man beachte übrigens das Taxi auf der gegenüberliegenden Linksabbiegerspur: ohne Licht!
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#15
Einige eher prinzipielle Bemerkungen zur vermeintlich sicheren zeitlichen Einordnung von Fotos und Videos:

1. Halbwegs verlässlich sind Uhrzeiten, am besten offenbar zufällig eingefangene Uhrzeiten an öffentlichen Gebäuden. Armbanduhren können falsch gehen, Zeiten auf Handyvideos falsch eingestellt oder nachmanipuliert worden sein. Allein die Tatsache, dass uns da nicht nur grottenschlechte Qualität, sondern auch überhaupt kein "Maschinendaten" geliefert wurden, zeigt, dss allen Aufnahmen mit Vorsicht zu begegnen ist: man stellte der kritischen Öffentlichkeit so wenig Bezugspunkte wi möglich zur Verfügung.

2. Eine autoleere Gegenfahrbahn der Budapester Str. hat nicht zu bedeuten, dass nun polizeilich abgesperrt worden ist (also später) und zuvor noch wildes Berliner Verkehrsgeschehen stattfand. Es kann sich um schlichte Füllung und Leerung und Füllung der Fahrbahn wegen der Fussgängerampel am uns allen bekannten Überweg handeln. Ebenso wenig ist deshalb das Vorhandensein der dort völlig normal verkehrenden Busse ein Indiz oder gar Beweis für irgendetwas, nicht einmal ein übermäßig langes Verharren z.B. aus Neugier oder um viele Passagiere ein- oder auszuladen. Wir wissen es schlicht nicht.

3. Vorhandensein von Polizei will zunächst wenig besagen: die Leutchen sind in der Hauptstadt omnipräsent, zumindest in der City. Bei Feuerwehr/Krankenwagen sieht das schon etwas anders aus, und wenn sich alle massieren. Aber: wenn diese gefüllt oder angeblich gefüllt wieder abfahren und dann aus einem bereitstellungsraum neue ankommen, haben wir dasselbe Problem wie bzgl. der Ampel. Wir wissen, dass eine Erstversorgung der Opfer/Opferdarstellerller/Puppen vor Ort im weißen Zelt stattfand, also auch eine Pufferung der Aktivitäten vor Ort.

4. Ähnliches gilt für die Platzierung von Müll: völlige Leere gab es um 8:00 und dann erst ca. 24 Stunden später. Dazwischen wurde ausgebreitet, teilabgeräumt, neu vermüllt, auch bewusst Bretter als Sichtblenden eingebaut.

5. Das Ausschalten von Lichtern in Bürogebäuden bietet Hilfe - ein wirklich neuer Aspekt, positiv im Wagner-Video.
Und völlig logisch ist die Abfolge: keine Absperrung, rotweisse Bänder, Sichtschutzwände in dieser Abfolge. Aber wenn die Sperren einfach nicht aufgenommen wurde (u.a., weil sie ja eben Sicht ver-sperren), sieht es auch mau aus.

Fazit: all das sind Aspekte der Problematik - aber nicht eine Argumentation, dass man nichts sagen könne. Aus der Kombination von allem unter der Berücksichtigung der BEWUSSTEN Schnitte und Schwenks in den vorliegenden Videos lässt sich da durchaus etwas heraus lesen. Nur halte ich als Medium der Erkenntnis die einfache (natürlich handwerklich Zeit raubende und komplizierte, dennoch inhaltlich lider sequentiell angelegte) Videoaufarbeitung für nicht zielführend, wenn nicht parallel dazu eine tabellarische und alle Aspekte umfassende schriftliche abrarbeitung des Themas gemacht wird. Ja, das wird zur Doktorarbeit.

Deshalb schlage ich vor, die wesentlichen Zeitfaktoren BEGRÜNDET zu definieren, dazu dann einen Strang anzulegen und dort dann auf dieses Einzelthema bezogen "Zeitarbeit" zu leisten. Wir sind noch zu weit weg von einer Gesamtschau, wie sie Wagner versucht hat, meine ich.
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#16
Ich stimme zu, dass man bei der zeitlichen Einordnung der Video- und Fotoaufnahmen Vorsicht walten lassen sollte. Ich denke, dass Wagners Chronologie im Grossen und Ganzen stimmig ist, aber es ist wohl schon noch die eine oder andere Nachjustierung nötig.

Das gesagt habend, möchte ich aber noch mal betonen, dass es zwei zuverlässige Zeitreferenzen gibt: die Turmuhr der Gedächtniskirche und die Ampelschaltung der Kreuzung. Diese lassen sich sogar, dank des "Privatdetektiv"-Videos, auf die Sekunde genau synchronisieren. Ich verlinke hier nochmal meinen letzten Blog-Eintrag, für die, die ihn noch nicht kennen.

http://911woodybox.blogspot.de/2017/02/b...uzung.html

Ich arbeite derzeit auch an einer Timeline, werde mich dabei aber auf die ersten fünf Minuten konzentrieren, die allerdings dann auf die Sekunde herunterbrechen. Lustigerweise gibt die Ampelschaltung zwar Auskunft über die laufende Sekunde, aber nicht über die Minute. Die laufende Minute kann aber i.a. über den Kontext erschlossen  werden.

Beispiel Hollitzer-Video: das beginnt, wenn man den kurzen Schnitt bei 2:53 vernachlässigt, 16 (+-1) Sekunden nachdem der Minutenzeiger der Turmuhr auf die nächste Minute weitergleitet. Sehr wahrscheinlich beginnt es um 20:04:16, es könnte aber auch 20:05:16 sein. Zwischen 6:20 und 9:07 scheinen nämlich vier Minuten vergangen zu sein, und der Schnitt gegen 7:00 kann die überschüssige  Minute nicht erklären. Deshalb ist bei der genauen Bestimmung der Minute bei der Turmuhr Vorsicht geboten, und ich würde mich nicht, wie Wagner, auf 20:01 im Dashcam-Video festlegen. Die sekundengenaue Ampelschaltung ist davon aber unberührt.

Die Ampelschaltung liefert zB die Erkenntnis, dass zwischen dem Ende des 1.Teils des Dashcam-Videos und dem Anfang des 2. eine Lücke von 8 Sekunden klafft - oder 1:08 Minuten, oder 2:08, usw. Da 8 Sekunden nicht ausreichen, um die veränderte Szenerie an der Kreuzung zu erklären, muss zwischen Vorbeirauschen des LKW und der Endposition im 2.Teil *mindestens* eine Minute vergangen sein. Was ist in dieser Minute passiert? Es gibt keine einleuchtende Erklärung. Es könnten aber auch zwei Minuten vergangen sein - und dafür gibt es durchaus eine Erklärung...
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#17
(07.03.2017, 19:55)woodybox schrieb: Die Ampelschaltung liefert zB die Erkenntnis, dass zwischen dem Ende des 1.Teils des Dashcam-Videos und dem Anfang des 2. eine Lücke von 8 Sekunden klafft - oder 1:08 Minuten, oder 2:08, usw. Da 8 Sekunden nicht ausreichen, um die veränderte Szenerie an der Kreuzung zu erklären, muss zwischen Vorbeirauschen des LKW und der Endposition im 2.Teil *mindestens* eine Minute vergangen sein. Was ist in dieser Minute passiert? Es gibt keine einleuchtende Erklärung. Es könnten aber auch zwei Minuten vergangen sein - und dafür gibt es durchaus eine Erklärung...

Dashcam-Teil 1: Bis zum Ende des ersten Teils sehe ich die Fußgängerampel über die Kanstraße auf grün (Takt < :04]

Bei Beginn des 2. Teils des Dashcam-Videos sind zwei Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn zu sehen, die wohl noch über die Ampel Budapester gefahren sind, danach stoppt der Gegenverkehr [Takt :12].

Als nächstes schaltet die Fußgängerampel Bikini grün [Takt :24], dann die FA Breitscheidplatz [Takt :33]

Info: Die Grünphase Kantstraße dauert von Takt :13 bis Takt :26

Der Schnitt währt also ca. x:40 sec

Schlussfolgerung: Der Filmer ist bei seiner Grünphase zwar über die Linie, aber nicht in die Kreuzung eingefahren.
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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#18
(07.03.2017, 23:41)Rantanplan schrieb: Dashcam-Teil 1: Bis zum Ende des ersten Teils sehe ich die Fußgängerampel über die Kanstraße auf grün (Takt < :04]

Ja, dieses Lichtpünktchen, was die grüne Fussgängerampel an der Kantstrasse darstellen könnte, hat mich auch irritiert, immens irritiert.

Nur: wenn diese Ampel sagen wir mal unmittelbar nach Schnitt auf Rot umschlägt, also der 1. Teil um Takt :04 endet, hiesse das, dass das Video 18 Sekunden vorher beginnt, Takt :46, also in einer tiefroten Phase für die Budapester Strasse. Es sind aber noch vor dem LKW Autos zu sehen, die auf der Budapester Gegenfahrbahn geradeaus fahren, Und wenn man genau hinsieht, sind im allerersten (!) Frame an der Ampel an der Budapester Strasse die Scheinwerfer eines offenbar stehenden Autos zu sehen, das sich dann in den ersten Sekunden in Bewegung setzt. Was darauf hindeutet, dass in dem Moment die Budapester gerade auf Grün umgeschlagen ist, was im Einklang mit meiner Timeline ist, dass das Video an Takt :54 beginnt.

Ausserdem setzen sich im Dashcam-Video zwischen 0:31 und 0:34 Autos auf der Linksabbiegerspur der Budapester in Bewegung, was auch in Übereinstimmung mit meiner Timeline ist.

Ich habe deshalb den 1. Teil im Diagramm so datiert:

[Bild: Screen%2BShot%2B2017-02-26%2Bat%2B10.04.30%2BPM.png]

Muss aber zugeben, dass das Lichtpünktchen mich immer noch irritiert und die Frage aufkommen lässt, ob das Video manipuliert ist, noch unbekannte Schnitte enthält usw. Aber vielleicht klärt sich das ja noch.


Zitat:Bei Beginn des 2. Teils des Dashcam-Videos sind zwei Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn zu sehen, die wohl noch über die Ampel Budapester gefahren sind, danach stoppt der Gegenverkehr [Takt :12].

Die Budapester Geradeaus-Ampel muss aber schon lange rot gewesen sein, wenn man das anschliessende Umschlagender Fussgängerampeln auf Grün zu Grunde legt. Mit Rotsündern ist das nicht zu erklären. Der Budapester Linksabbieger hat aber Grün gehabt. Deshalb dürften die zwei Autos ursprünglich vorgehabt haben, links abzubiegen, da die Kreuzung aber blockiert war, geradeaus gefahren sein. Die plausibelste Erklärung mE.

Fazit: der Takt des 2. Teils lässt sich dank der Fussgängerampeln zeitlich exakt bestimmen. Beim 1. Teil sind diese Unklarheiten. Wenn man das Lichtpünktchen als grüne FA nimmt, wäre der Schnitt mindestens 16 Sekunden lang, so 16 bis 25 Sekunden lang.

Auch 16 bis 25 Sekunden reichen nicht aus, um die veränderte Szenerie zwischen den Teilen zu erklären (andere Autos, gelber Bus). Es bleibt dabei, dass der Schnitt mindestens eine Minute lang ist und die Frage, was der LKW in dieser Zeit gemacht hat.

Vielleicht ist das Dashcam-Video ja doch stärker bearbeitet und geschnitten, als bisher bekannt. :achselzuck:
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#19
(08.03.2017, 13:14)woodybox schrieb: Ja, dieses Lichtpünktchen, was die grüne Fussgängerampel an der Kantstrasse darstellen könnte, hat mich auch irritiert, immens irritiert.

In dem Vergrößerungsteil im Video sieht man den Lichtpunkt deutlich - und in dem ersten Teil bleibt ja auch die erste F-Ampel in der Straßenmitte grün...

(08.03.2017, 13:14)woodybox schrieb: Die Budapester Geradeaus-Ampel muss aber schon lange rot gewesen sein, wenn man das anschliessende Umschlagender Fussgängerampeln auf Grün zu Grunde legt. Mit Rotsündern ist das nicht zu erklären. Der Budapester Linksabbieger hat aber Grün gehabt. Deshalb dürften die zwei Autos ursprünglich vorgehabt haben, links abzubiegen, da die Kreuzung aber blockiert war, geradeaus gefahren sein. Die plausibelste Erklärung mE.
D'Accord
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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#20
(08.03.2017, 14:08)Rantanplan schrieb: und in dem ersten Teil bleibt ja auch die erste F-Ampel in der Straßenmitte grün...

Stimmt, aber die Sicht auf diese FA geht kurz nachdem der LKW durchgefahren ist, verloren wegen Kamerapespektive.
Also kein Widerspruch zu meiner Grafik.
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