Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Iran 2017-2020
#81
Goldjunge

Veröffentlicht am 11. Mai 2018 von Analitik

Trump hat es getan. Wir haben darauf gewartet und es erhofft und Trump hat einmal mehr nicht enttäuscht.
Das Theaterstück um den Iran-Deal ist meisterlich inszeniert. Zunächst war die schwere Geburt des Deals, in Zusammenarbeit von Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Eine Zusammenarbeit von Russland und China auf der einen Seite und den USA und der EU auf der anderen Seite. Diese beiden gegeneinander kämpfende Blöcke decken die größten und wichtigsten Machtzentren der Welt ab. In der Frage des iranischen Atomprogramms konnten sich diese feindlichen Blöcke einigen, was bemerkenswert erscheint. Der Deal wurde als riesiger Erfolg für alle Beteiligten und die gesamte Welt verkauft. Wir haben also etwas, das von allen Machtzentren der Welt als großer, teuer erkaufter Erfolg bewertet wird.
Dann taucht Trump auf der Bühne auf. Er stellt den Deal von Anfang an infrage. Er wettert dagegen, droht immer wieder mit dem Ausstieg der USA. Russland und China sind ganz entspannt, sie unterhalten ohnehin gute Beziehungen zum Iran. Die EU aber wird zunehmend nervös. Die EU braucht neue Märkte und der Iran ist ein solcher Markt. Europäische Banken und Großkonzerne stehen in Teheran Schlange, um Verträge abzuschließen. Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran als Teil des Deals ist der Türöffner für Europa in dieses große, von Großkonzernen relativ unbefleckte Land, das gigantische Gewinne verspricht. Der Ausstieg der USA bedeutet konkret die Wiedereinführung von Sanktionen. Und dass die USA ihre Vasallen zwingen, bei US-Sanktionen mitzumachen, haben die Europäer in den letzten Jahren sehr schmerzvoll und kostenintensiv am eigenen Leib erfahren. Trumps Ausstiegs-Drohung war ein Horror-Szenario für die EU – wenn denn alles nach den alten Herr-Vasall-Regeln gelaufen wäre. Aber diese Regeln wurden bereits gebrochen, die EU gehorcht nicht mehr. Unter diesen Umständen bedeutet der Ausstieg der USA, der mit schmerzhaften Forderungen an die EU verknüft ist, entweder die erneute bedingungslose Unterwerfung der EU samt Geißelung oder eine dramatische Vertiefung des transatlantischen Bruchs, der sich seit 2014 bereits aufgetan hat. Wobei die bedingungslose Unterwerfung als unrealistischer Traum einzustufen ist und eine zunehmende Abspaltung der ohnehin sich abspaltenden Vasallen als unausweichliche Realität. Vor die harte Wahl gestellt hat die EU praktisch keine Wahl. Aber das heißt nicht, dass die EU vor diese Wahl gestellt werden möchte. Jedenfalls offiziell nicht, denn offiziell sind EU und USA doch noch enge Freunde, strategisch verbunden, mit gemeinsamen Werten usw.
Die EU redet offen auf Trump ein, nicht aus dem Deal auszusteigen. Hunderte europäische Parlamentarier schreiben einen offenen Brief an den US-Kongress. Sie drohen damit auch. Ein Ausstieg bedeutet Schaden an der Glaubwürdigkeit des Westens. Und:
Aber eines ist klar: Falls das Abkommen scheitert, wird es nahezu unmöglich sein, noch einmal ein großes und geschlossenes Bündnis zur Sanktionierung des Iran zu schmieden.
Das ist die klare Ansage, dass Europa sich erneuten Sanktionen gegen den Iran verweigern wird. Dann gibt es da noch solche Sätze:
Es liegt im ureigensten Interesse Europas und der USA, (…) das transatlantische Bündnis als verlässliche und glaubwürdige Gestaltungskraft der Weltpolitik zu erhalten.
Damit wird unzweideutig klargestellt, was ein Ausstieg der USA zerstören würde – das transatlantische Bündnis.
Trump ließ sich nicht beirren. Die EU versuchte weiter ihr Glück. Macron und Merkel besuchten kurz aufeinander Trump und bei beiden war einer der wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung der Versuch, Trump vom Ausstieg aus dem Iran-Deal abzuhalten.
Was hat all dieses Theater gebracht? Es hat dazu geführt, dass sich USA und EU deutlich gegeneinander positioniert haben, mit ultimativen Ansagen und roten Linien. Dieses Theater hat die Kompromisslosigkeit in der Frage des Iran-Deals öffentlich bekundet. Die EU hat vor aller Welt klargestellt, dass sie den USA im Ausstieg aus dem Iran-Deal nicht folgen werden.
Das mag vielleicht zufällig wirken, aber das ist es nicht. Die Zuspitzung der Positionen, die keinen Raum für Kompromisse lässt, ist hart erarbeitet, von beiden Seiten des Atlantiks.
Und dann hat Trump den Ausstieg der USA aus dem Iran-Deal verkündet.
Mögliche Sanktionen könnten laut Trump auch für die Länder gelten, die Wirtschaftsbeziehungen zu Teheran unterhalten.....

weiter > http://analitik.de/2018/05/11/goldjunge/

Antworten
#82
Internationale Atomenergiebehörde

IAEA-Chefinspekteur für Irans Atomanlagen tritt überraschend zurück

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA überwacht das Atomabkommen mit Iran. Kurz nach dem Rückzug der USA aus der Vereinbarung räumt der IAEA-Chefaufseher seinen Posten.
Der Chefinspekteur der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Tero Varjoranta , hat überraschend seinen Posten aufgegeben. Dies teilte ein Behördensprecher am Freitag in Wien mit. Einen Grund für den plötzlichen Abgang Varjorantas nannte er nicht. Die Aktivitäten der IAEA würden weiter "in höchst professioneller Weise" ausgeübt, hieß es lediglich.
Varjoranta war seit Ende 2013 IAEA-Chefinspekteur. Seinen Posten übernimmt übergangsweise Massimo Aparo, geschäftsführender Direktor des IAEA-Büros im Iran. Eine dauerhafte Neubesetzung werde so schnell wie möglich erfolgen, sagte der Sprecher.....

https://www.tagesspiegel.de/politik/inte...46144.html

"ganz überraschend!"

Team_Medienkorrektor‏ @medienkorrektor 5 Std.Vor 5 Stunden
als der Leiter der UNO Chemiewaffenorganisation kurz vor dem Irak-Krieg der #USA drohte, den Krieg zu verhindern, indem er den #Irak in die Organisation aufnehmen wollte, drohte #Bolton "Wir wissen wo deine Kinder studieren" Kurz darauf trat er zurück.
[Bild: Dc-OwkEW4AEPJcK.jpg]

Antworten
#83
13. Mai 2018 um 10:37

Hau! Der Häuptling der Schwächlinge hat gesprochen!

„Außenminister Maas sieht kaum Spielraum für deutsche Firmen, weiter im Iran Geschäfte zu machen: Von den US-Sanktionen ausgenommen zu bleiben, dürfte aus seiner Sicht schwierig werden.“

https://www.tagesschau.de/inland/maas-iran-usa-101.html

Kommentarfunktion natürlich deaktiviert. Es könnte ja das sensible Gemüt unseres Mimosenministers verletzen und er wäre wegen Heulkrämpfen für 2 Wochen nicht mehr zu gebrauchen.

(PM)

Antworten
#84
Countdown To War On Iran
May 12, 2018

John Bolton is a ruthless man:
In early 2002, a year before the invasion of Iraq, the Bush administration was putting intense pressure on [José] Bustani to quit as director-general of the [Organization for the Prohibition of Chemical Weapons]. 
...
Bolton — then serving as under secretary of state for Arms Control and International Security Affairs — arrived in person at the OPCW headquarters in the Hague to issue a warning to the organization’s chief. And, according to Bustani, Bolton didn’t mince words. “Cheney wants you out,” Bustani recalled Bolton saying, referring to the then-vice president of the United States. “We can’t accept your management style.” 

Bolton continued, according to Bustani’s recollections: “You have 24 hours to leave the organization, and if you don’t comply with this decision by Washington, we have ways to retaliate against you.”
There was a pause.
“We know where your kids live. You have two sons in New York.”
José Bustani successfully negotiated to get OPCW inspectors back into Iraq. They would have found nothing. That would have contradicted the U.S. propaganda campaign to wage war on Iraq. When Bustani did not leave voluntarily, the U.S. threatened to cut the OPCW's budget and "convinced" other countries in the executive council to kick him out.
John Bolton was also behind a campaign against the IAEA and its chief Mohamed ElBaradei. ElBaradei's phone was tapped and rumors were launched against him to oust him from his office....

weiter > Cont. reading: Countdown To War On Iran

Antworten
#85
Corbett Report.





INP
Antworten
#86
Dokumentor‏ @propagandaschau 13. Mai
Die verlogenen, ungebildeten, imperialistischen Schwachköpfe im #ARD #Presseclub trällern schon wieder das Lied von der "iranischen Bedrohung".
Die Wahrheit ist, dass der Westen die iranische Demokratie weggeputscht und Saddam beim Giftgas-Massenmord an Iranern geholfen hat.

(PS)

Antworten
#87

  1. uebersetzungen
  2. Peter Koenig, 11.05.2018
https://thesaker.is/iran-trumps-broken-d...er-to-war/
Der Iran – Trumps Vertragsbruch – ein Kriegsmanöver?

Trumps „Vertragsbruch“, seine irrationale Entscheidung, sich aus dem JCPOA zurückzuziehen, einfach das iranische Atomabkommen genannt, hat kaum ein anderes Motiv als eine weitere Provokation zu einem Krieg. Die Entscheidung ist total unvernünftig. Wir sollten nicht vergessen, dass der Deal neun Jahre diplomatische Bemühungen beanspruchte, Verhandlungen unter dem Namen „5+1“ der Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, plus Deutschland – und natürlich dem Iran. Er wurde schließlich am 14. Juli 2015 in Wien unterzeichnet.

Ein kurzer Rückblick: Von Anfang an, schon in Trumps Präsidentschaftswahlkampf, war er gegen den Deal. Es sei ein schlechter Deal, „der schlechteste, den Obama machen konnte“ – er hat das immer wiederholt, ohne zu sagen, was daran schlecht sei. Und er hat auch nicht verraten, wer der „Flüsterdolmetscher“ war, der dieses Mal nicht zu Obama mit seinen unvernünftigen Anliegen vordringen konnte.

Ich vermute, dass Trump nicht wusste, und auch heute noch nicht weiß, was an dem Deal schlecht war/schlecht sein soll. Jeder Deal, der ein Land nuklear abrüstet, ist ein Deal für den Frieden und damit ein guter Deal, zumindest wenn man die Gewinnmotive für Krieg außer acht lässt. Die Gründe, die Trump bei seiner Ankündigung zum Ausstieg aus dem Nuklearabkommen angegeben hat – man könne dem Iran nicht trauen, der Iran sei ein terroristisches Land, das alQaeda und andere Terrorgruppen unterstütze, das ballistische Raketensystem des Iran, und so weiter und so fort... diese Gründe sind lächerlich, es sind Lügen, widersprüchlich und haben nichts mit der Substanz des Deals zu tun – was Trump offen gesagt in seiner breiten und weitreichenden Bedeutung bis zum heutigen Tag nicht ganz versteht, was traurig ist.

Was er aber versteht, das sind seine sehr engen Verbindungen zu Israel, besser gesagt zu seinem Kumpel Bibi Netanjahu. Und das nicht zuletzt dank Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, der langgehegte Geschäftsverbindungen zu Israel hat und auch eng mit Netanjahu befreundet ist. Selbst die Massenmedien erwähnen diese Tatsache. Aber das ist nur ein zusätzliches Gewicht in Trumps Vorliebe für Israel,denn das Sagen in der US-Außenpolitik hat der finstere, tiefe Staat, der sich aus Typen wie Netanjahu zusammensetzt. Trump weiß, dass das politische und sonstige Überleben davon abhängt, wie ordentlich man deren Befehlen folgt.

Aber zurück zur Realität: 

weiter > https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/peter-koenig-11-05-2018

Antworten
#88
https://thesaker.is/the-big-sulk-the-us-...ery-party/
 
Ziemlich üble Laune – die USA sind bei jeder Party der verzogene Fratz
15.05.2018

 
Dieser Kommentar wurde vom Moderator HS ausgewählt. Er stammt aus den Kommentaren unter dem Post „Ramin Mazaheri im Sputnik-Interview zum Bruch des JCPOA durch die USA“. Der Moderator ist der Meinung, dass dieser Kommentar dem US-Ausstieg aus dem Iran-Abkommen eine interessante Dimension hinzufügt.
 
Kommentar von Cat Pillar
 
Die USA sehen in dieser Affäre nur deshalb wie die Spinner aus, weil keine der anderen beteiligten Parteien sagt, was das wirkliche Problem ist: Geld.
 
Das „iranische Atomabkommen“ hat einen Scheiß mit iranischen Atomraketen zu tun. Der Iran hat keine Atomraketen gebaut und alle wussten es. Es ging bei dem Deal nur um … die Belohnung dafür, die Atomraketen nicht zu bauen, die sie nicht gebaut haben, d.h. die Aufhebung der US-Sanktionen und die Aussicht auf fantastische Investitionsmöglichkeiten.
 
Aber der Iran handelt in jeder Währung, außer US-Dollar. Das ist es. Keine US-Dollar. Punkt. Darum haben die USA sie überhaupt sanktioniert. Darum haben die Verhandlungen auch 9 Jahre gedauert – Der Iran handelt nicht in US-Dollar – NIIEEMALS. (Die Jungs wissen wie man einen Groll hegt.)
 
Daher gab es vor dem Deal Tauschhandel und Rubel mit Russland, Tauschhandel und Rupien mit Indien usw. Seit die Sanktionen aufgehoben sind gibt es … Trommelwirbel ...Euros! Jetzt erfolgt der Handel, die Geschäfte und Schuldenzahlungen mit dem Iran in Euros.
 
Darum geht es, wenn Trump rumjammert „Sie verletzen den Geist des Deals“ und „Das ist ein sehr schlechter Deal für die USA.“ Ja, das ist er.
 
Es ist ein hübscher Deal für den Iran (sie können handeln und gedeihen). Es ist ein hübscher Deal für die Handelspartner (sie können handeln und investieren). Es ist ein besonders hübscher Deal für die EU (sie bekommen den Handel und Investitionen UND die ganzen Geschäfte in ihrer Währung!) Ganz großes Grinsen in der EU – das ist echt „Geld umsonst“. Jeder andere, der mit dem Iran handelt, kauft und verkauft mit Euros und weil der Euro ihre eigenen Währung ist – müssen sie auch für den Kauf/Verkauf von Euros nichts bezahlen. Nette groooße Einsparungen – die Sahne auf der Torte.
 
Aber die USA bekommen so gut wie nix! Weil sie mit dem Iran nicht Handel treiben (ok, so gut wie nix) UND … sie bekommen nichts von den grenzüberschreitenden Transaktionsgebühren, weil der Handel nicht in USD geschieht. … jedesmal 9% wenn ein Dollar gekauft oder verkauft wird – das ist verdammt viel neu gedrucktes Geld, das sie nicht bekommen!
 
Also versuchen die USA die Handelspartner des Iran zu zwingen, ihnen die Milliarden in Bußgeldern zu zahlen, die sie ansonsten bekommen hätten, wenn die ganze Geschäftemacherei in Dollar abgewickelt würde. (Jene Milliarden, die stattdessen an die EU gehen.)
 
Die Rhetorik ist nur hohles Geklapper.
 
Folge dem Geld!

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen...ble-laune/

Antworten
#89
Russia, China and Iran Counter Donald Trump’s Removal Of The U.S. From Iran Deal
By Aaron Kesel
China has opened a railway link with Iran as a response to the sanctions set on the Middle Eastern country by President Donald Trump’s administration after Trump recently ended the Iran deal.
Meanwhile, the U.S. and Israel are working to spin the narrative about the protest in Gaza after Israel massacred 58 Palestinians and injured scores of others by blaming Hamas...
https://www.activistpost.com/2018/05/rus...-deal.html

Antworten
#90
17. Mai 2018 um 22:10

Tja, die Europäer dürfen sich jetzt überlegen, ob sie sich die israelisch-amerikanischen Machtspielchen noch leisten können 
Nach US-Ausstieg aus Atomabkommen: Chinas Saat im Iran geht auf — RT Deutsch
“ … Derweil bereitet sich der chinesische Ölgigant CNPC auf die mögliche Übernahme der Ölförderung des französischen Total-Konzerns im Iran vor … “
https://deutsch.rt.com/asien/70004-nach-...inas-saat/

Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste