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"Infokrieg"
#1
Im „Info-Krieg“

Die Zivilgesellschaft ist in einem alarmierenden Zustand ist. Verleumdung, Diskriminierung, Vorverurteilung und Denunziation sind längst keine Einzelfälle mehr.
Warum wählt einer als Profilbild für seinen Facebook-Auftritt den Roten Stern und nennt ihn „davaidavai“? Wahlweise bedeutet die russische Redensart „nun mach schon!“, was als Überschrift für einen Blog nicht gerade das freundlichste Willkommen ist, oder sie erinnert an eine Parole in Stalins Arbeitslagern, sozusagen die russische Variante von „Arbeit macht frei“.
Gerald Hensel, der hier („Frontkämpfer eines neuen Milieus“) vor kurzem schon als einer der gegenwärtig aggressivsten Hetzer im neuen Elitensport „Kampf gegen Rechts“ präsentiert wurde, weiß das sicher selbst nicht so richtig, aber es klang in seinen Ohren eben schick. Schick schien ihm auch zu sein, die politische Gegenöffentlichkeit bei den Geschäftskunden seiner Firma als rechtsextremistisch zu denunzieren und mit „Kein Geld für Rechts“ zum Werbeboykott aufzurufen, was, wie wir wissen, zur weniger schicken Kündigung seines lukrativen Vertrages bei der Agentur Scholz & Friends geführt hat. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich die konservative Opposition nicht nur direkten Angriffen des Systems ausgesetzt sieht, sondern auch einer Meute von Trittbrettfahrern. Die Attacke hat System.

Wer andere Meinungen nicht aushält
Wer die symbolische Nähe zu Stalin sucht, dem kann man ziemlich viel zutrauen. Hensel hatte sich Mitte Dezember unter Verwendung der Kundenliste seines Arbeitgebers an große Werbetreibende gewandt und sie zum Werbeboykott ihm missliebiger, angeblich rechtsextremer Internetportale aufgefordert:
„Liebe Kollegen aus Media, Werbung und von Markenartiklern: Ein einfacher Weg, nicht unpolitisch zu sein, geht so: Lasst uns gemeinsam die Finanzierung von rechtsextremen Websites und Meinungsportalen wie Breitbart und vielen anderen stoppen.“

(...)

Lügen und Täuschen

Opposition zur EU ist ein Kriterium für Rechtsextremismus? Eine Aussage zum Fremdschämen! Und hinter dem vagen Rest steht vermutlich ebenfalls die totalitäre Denkweise des neuen Milieus mit seiner Tabuisierung relativierender Meinungen zu so weltbewegenden Themen wie Gender, Homosexualität oder Klimawandel. Aber selbst das sagt er uns nicht. Was sollte in einem ernstgemeinten Diskurs beispielsweise eine Worthülse wie „unmenschliche Haltung“, mit der wohl eigentlich „Skepsis gegenüber“ oder „Kritik an“ gemeint ist. Skepsis gegen die eigenen Positionen hält das neue Denken eben nicht aus, und sie wird deshalb im eigenen Kopf durch negativ besetzte Hass- und Kampfbegriffe ersetzt.
Hensel ist ein Brandbeschleuniger des neuen innerdeutschen Konflikts:
„Wir müssen aufhören, nur mit Fakten zu argumentieren.“
Er schlägt stattdessen „politisches Storytelling, Targeting gegen den politischen Gegner, Influencer, Foren, Gerüchte...“ als Mittel der Auseinandersetzung vor. Natürlich nur, weil der Gegner, „die Rechten“, das schon lange machen. „Victim blaming“ (Opfer-Schändung) nennen diese Umkehrung des Täter-Opfer-Verhältnisses manche Feministen, der Volksmund nennt es „Haltet den Dieb“. Beweise oder wenigsten Beispiele für eine „rechte“ Vorbildrolle für das geforderte Manipulieren und Betrügen hält Hensel jedenfalls auch hier nicht für erforderlich, stattdessen hält er „eigene, gute (sic!) Trollfabriken“ oder das „Manipulieren von Online Polls“ für denkbare Methoden im „Info-Krieg“.

ganzer Text hier:http://www.geolitico.de/2017/01/29/im-info-krieg/
 
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