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Die Retter & Sicherheitskräfte <Videos>
#41
Gerade gefunden im rechtsmedzinischen Report aus einem anderen Thread dieses Forums.

Dies widerspricht doch der Feststellung im Report oben, daß der Polizeiarzt nicht angefordert wurde!
"Der  rufbereite  Polizeiarzt  bot  sich  am  19.12.2016,  um  21:39  Uhr  und  um  22:45  Uhr  telefonisch  bei  der Einsatzleitzentrale  an,  wurde  aber  nicht  berücksich
tigt."
Danke @fhh...wurde wieder mal von Dir gefunden  
http://webcache.googleusercontent.com/se...clnk&gl=de

"Bei allen Kapitalverbrechen ist sofort der Arzt vom Wochendienst durch Depesche des diensthabenden Kommissars an den That- oder Fundort zu bestellen. Die Mitwirkung des Kriminalarztes kann aber auch in anderen Fällen z. B. bei schweren Körperverletzungen, Kindesmißhandlungen, Unfällen, Sittlichkeitsverbrechen, Anzeigen wegen Abtreibung oder Kurpfuscherei (Betrug) u. s. w. zur Feststellung des Thatbestandes, Untersuchung des Verletzten oder zur Teilnahme an Durchsuchungen herbeigeführt werden.

Aktuell stehen ständig der Berliner Polizei je ein rechtsmedizinischer Kollege im Vordergrund (in der Regel Assistenzarzt/Assistenzärztin [AA]) und ein rechtsmedizinischer Kollege im Hintergrund (in der Regel Facharzt [FA]) für Leichenfundortbesichtigungen, Sofortobduktionen, klinisch-rechtsmedizinische Untersuchungen etc. zur Verfügung. Die Alarmierung geschieht telefonisch per Diensthandy über den Lagedienst des Berliner Landeskriminalamtes (LKA).
Der dem Terroranschlag zugrunde liegende Sachverhalt darf als bekannt vorausgesetzt werden. Am 19.12.2016 gegen 20 Uhr hatte der Attentäter Anis Amri einen zuvor entführten 40-Tonnen-Sattelzug in die Menschenmenge auf dem zu diesem Zeitpunkt noch recht belebten Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin-Wilmersdorf gelenkt (Abb. 1).

Tatortarbeit
Am 19.12.2016 gegen 20:45 Uhr erfolgte die Alarmierung des rechtsmedizinischen Bereitschaftsdienstes durch den Lagedienst des LKA, wobei nicht nur die regulär diensthabenden Kollegen (n = 2), sondern „mehrere Kollegen“ zum Ereignisort angefordert wurden. Initial wurde der rechtsmedizinische Vordergrunddienst durch die Polizei verständigt, die weitere Alarmierung erfolgte dann durch eine private Telefonkette. Gegen 21:30 Uhr trafen 5 rechtsmedizinische Kollegen (2 Assistenzärztinnen, 3 Fachärzte) am Breitscheidplatz ein. Zu diesem Zeitpunkt (ca. 90 min nach dem Attentat) war die präklinische Verletztenversorgung bereits abgeschlossen. Körperlich Schwerverletzte waren nicht mehr am Ort, es handelte sich bereits erkennbar um eine Polizei- und nicht mehr um eine Rettungsdienstlage. Prä- und innerklinische Aspekte des Einsatzes sind an anderer Stelle im Heft zu finden bzw. wurden bereits anderweitig berichtet [2, 3]."
Antworten
#42
Leider nur die Zusammenfassung kostenlos lesbar:
https://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10...043-105439

Zusammenfassung

Die Gefahr radikalislamistisch motivierter Terroranschläge in Deutschland ist seit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19.12.2016 real geworden. Die Erfahrungen aus den Terroranschlägen von Boston, Paris, Madrid und Mumbai haben gezeigt, dass bei Terrorlagen die bislang in Deutschland etablierten Konzepte für einen Massenanfall von Verletzten (MANV) überdacht werden müssen.

Unstrittig ist, dass deutschlandweit MANV-Lagen, z. B. durch Großschadensereignisse, bei den präklinischen Versorgungsdiensten etabliert und Gegenstand zahlreicher Übungen sind. In zivilen Großschadenslagen bestimmen weitgehend die Patienten selbst das weitere rettungsdienstliche Vorgehen gemäß Advanced Trauma Life Support (ATLS). Anders verhält es sich jedoch bei einem „Terror-MANV“. Hier gibt die polizeiliche bzw. militärische Lage vor, in welchem Umfang und an welcher Stelle eine Versorgung der Anschlagsopfer möglich ist und ob es überhaupt einen Zugang für ausgebildetes Rettungspersonal zu Anschlagsopfern vor Ort gibt. Zudem ist bei Terrorlagen häufig mit einer hohen Inzidenz penetrierender Verletzungen, Amputationen und auch Verbrennungen zu rechnen.

Im November 2016 begann in Oldenburg (Niedersachsen) die Schulung des nichtärztlichen Rettungsdienstpersonals hinsichtlich der Einsatz- und Versorgungsstrategien bei einem MANV in einer Terrorlage. Zwei Teilnehmer dieser Schulung wurden im darauffolgenden Monat Augenzeugen des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt und waren somit nicht nur die ersten qualifizierten Mitarbeiter des Rettungsdienstes vor Ort, sondern zudem erst wenige Wochen zuvor speziell für eine aus einem terroristischen Akt resultierende Großschadenslage geschult worden.

In zwei Augenzeugenberichten wird geschildert, wie das auf „Tactical Combat Casuality Care (TCCC)“ basierte Versorgungskonzept für einen MANV in Terrorlagen in der Praxis umgesetzt wurde.
Antworten
#43
(28.10.2018, 14:53)Dunja schrieb: Leider nur die Zusammenfassung kostenlos lesbar:
https://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10...043-105439

Siehe dazu unter "Zeugen" Post #14 - #17
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#44
Feuerwehrfrau und Helferin Sarah Hanff war am 19.12.2016 vor Ort und berichtet:

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft...43750.html

HELFER IN NOT:
Frauen tun sich schwerer, Anschläge zu verarbeiten
  • VON EVA SCHLÄFER
  • -AKTUALISIERT AM 17.12.2018-09:23
Der Anschlag von Straßburg ruft auch den Terror am Breitscheidplatz in Erinnerung. Auch die Helfer von damals haben bis heute mit dem Geschehen zu kämpfen, offenbar ganz besonders die Frauen.
Ziemlich genau vier Kilometer sind es von der Feuerwache Suarez bis zum Breitscheidplatz. Die ersten 150 Meter der Strecke legt man auf der Straße zurück, die der Wache ihren Namen gibt, biegt links ab und fährt dann die Kantstraße in östlicher Richtung schnurgerade an den Ort, für den sich das Berliner Stadtmarketing vor nicht allzu langer Zeit den Namen „City West“ hat einfallen lassen. Früher war der Breitscheidplatz, zwischen Bahnhof Zoo, Kurfürstendamm und Tauentzienstraße gelegen, nichts weniger als das Herzen West-Berlins.
Am Abend des 19. Dezember 2016 brauchen die sieben diensthabenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Suarez weniger als zehn Minuten für die vier Kilometer. Kurz nach 20 Uhr geht in der Wache der Pieper los: An der Gedächtniskirche ist ein Lkw in eine Gruppe von Menschen gefahren. In das Löschfahrzeug springen sechs Männer – und eine Frau.


 - Weiter mit Abo....wer einen Zugang hat, bitte Artikel einfügen - 


https://www.facebook.com/shanff1
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#45
Es werden neue Fässer aufgemacht:

Artikel zum Thema Polizei-, Sicherheits- und Einsatzkräfte
hier: Dienstunfallanzeige

Anerkennung von Dienstunfällen
Geisel verspricht Hilfe für traumatisierte Retter

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/201...eisel.html

Rettungseinsätze, Versorgung von Schwerstverletzten, das Auffinden von Leichen: Für Rettungskräfte und Polizisten ist das Berufsalltag. Doch es gibt auch Extremsituationen, die selbst an hartgesottenen Profis nicht spurlos vorübergehen und psychische Narben hinterlassen. Der Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz war so eine Extremsituation.

Bereits am Mittwoch hat die rbb-Abendschau berichtet, dass von 112 Rettungs- und Sicherheitskräften, die Anträge auf Anerkennung von psychischen Verletzungen durch ihren Einsatz nach dem Terroranschlag gestellt hatten, nur 16 einen positiven Bescheid erhielten. 53 Anträge wurden abgelehnt, die übrigen sind noch nicht bearbeitet.
Geisel will zuständiges Gesetz entstauben
Am Tag nach dem rbb-Bericht gibt sich der zuständige Innensenator Andreas Geisel  (SPD) selbstkritisch und kündigt rasche Abhilfe an. In der Abendschau sagte er, dass Polizisten und Feuerwehrleuten schnell und unbürokratisch geholfen werden soll, deren Dienstunfallanzeigen nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 abgelehnt wurden.
Die betroffenen Einsatzkräfte müssten beraten und unterstützt werden, die Ablehnung der fristgerecht gestellten Anträge betrachte er als nur vorläufig, so Geisel. Sollten sich künftig psychische oder psychosomatische Erkrankungen zeigen, die mit den Belastungen bei dem Einsatz beim Anschlag in Verbindung stünden, würden diese als Verletzung im Dienst selbstverständlich anerkannt.
Außerdem kündigte Geisel an, das Landesbeamtengesetz entsprechend zu präzisieren. Die Regeln für Dienstunfälle, so der Senator, stammten aus Zeiten, in denen posttraumatische Belastungen und psychische Probleme nach extremen Situationen im Einsatz nicht berücksichtigt wurden.
Sendung: rbb-Abendschau, 04.04.2019, 19:30 Uhr




04.04.19 | 20:25 Uhr
Nach dem Terroranschlag vom Breitscheidplatz hatten 112 Feuerwehrleute und Polizisten Anträge auf Anerkennung von psychischen Verletzungen gestellt - nur 16 von ihnen bekamen einen positiven Bescheid. Jetzt kündigt Berlins Innensenator schnelle Hilfe an.

https://www.bz-berlin.de/berlin/charlott...-abgelehnt
4. April 2019 08:34 Aktualisiert 08:35 

Psychische Belastung bei Einsatzkräften
Breitscheidplatz-Anschlag: Viele Dienstunfallanzeigen abgelehnt

Zwei Jahre und vier Monate nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz in Berlin ist die Mehrheit der Dienstunfallanzeigen von Polizisten und Feuerwehrleuten abgelehnt worden.
Nach Zahlen der Polizei, die der RBB-Abendschau vorliegen, hätten 60 Feuerwehrleute und 52 Polizisten nach dem Anschlag wegen der psychischen Belastung eine Dienstunfallanzeige gestellt. Demnach sei allerdings nur bei zwei Feuerwehrleuten und 14 Polizisten der Dienstunfall anerkannt worden.
53 Anzeigen seien bereits abgelehnt worden. Bei den übrigen sei es noch zu keiner Entscheidung gekommen.

https://www.bild.de/regional/berlin/berl...7787957856

04.04.2019 - 10:16 Uhr
Berlin – 60 Feuerwehrleute und 52 Polizisten haben nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz (12 Tote, 55 Verletzte) eine Dienstunfallanzeige gestellt. Grund: die psychische Belastung und ihre (möglichen) Folgen. Das berichtet die „Abendschau“ des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) unter Berufung auf polizeiinterne Zahlen.
Damit wird nun auch öffentlich: Zwei Jahre nach dem Anschlag ist die Mehrheit der Anträge abgelehnt worden.
Demnach sei nur bei zwei Feuerwehrleuten und 14 Polizisten der Einsatz am Breitscheidplatz als Dienstunfall anerkannt worden. 53 Anzeigen seien bereits abgelehnt worden. Bei den übrigen sei es noch zu keiner Entscheidung gekommen.
Für die Gewerkschaft der Polizei sind die Zahlen einen „absolute Katastrophe“, wie Benjamin Jendro, Sprecher der Polizeigewerkschaft, sagte. Dies würde sehr deutlich zeigen, wie man mit Rettungskräften umgeht, denen „im Dienst Schwieriges passiert ist“.


Anmerkung:
55 Verlertzte, 48 Verletzte, über 70 Verletzte - man ist sich einfach nicht einig.
Antworten
#46
Zitat:60 Feuerwehrleute und 52 Polizisten haben nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz (12 Tote, 55 Verletzte) eine Dienstunfallanzeige gestellt. Grund: die psychische Belastung und ihre (möglichen) Folgen.
Demnach sei nur bei zwei Feuerwehrleuten und 14 Polizisten der Einsatz am Breitscheidplatz als Dienstunfall anerkannt worden.
53 Anzeigen seien bereits abgelehnt worden. Bei den übrigen sei es noch zu keiner Entscheidung gekommen.
Für die Gewerkschaft der Polizei sind die Zahlen einen „absolute Katastrophe“, wie Benjamin Jendro, Sprecher der Polizeigewerkschaft, sagte. Dies würde sehr deutlich zeigen, wie man mit Rettungskräften umgeht, denen „im Dienst Schwieriges passiert ist“.

Hätten wir nicht mehrere über Std dauernde Filmaufnahmen vom Tatort , auf denen klar und durchweg ziemlich gelangweilte Rettungskräfte zu sehen sind, die anscheinend an einer Großübung teilnehmen....

Hier ein kurzer Ausschnitt aus der ersten halben Std MIT angeblichem Ben Ammar als Ersthelfer, besser Infusionshalter.




Hier auch ein kurzer Ausschnitt mit Hollitzer-Sequenzen, um kurz nach 21 Uhr ist kein Rettungswagen vor Ort, nur Feuerwehr.
Etwas Komisches: Ab 1:04 läuft der Film rückwärts...wir sehen einige der interessanten "Ersthelfer" des LKW Bereichs scheinbar rückwärts den Ort verlassend...eigentlich bewegen sie sich vorwärts zum LKW hin.





Hier eine längere Version, über 2 Std, die aber erst etwas später einsetzt.




Hätte MoPo Hollitzer nicht sein ab 20:05 einsetzendes Video vom Weihnachtsmarkt live auf FB gestreamt, auf dem ein ziemlich leerer Marktbereich ohne die vielen Verletzten und Toten zu sehen ist,
samt LKW-Bereich ohne die 2 Opfer, die einige Minuten später dort versorgt werden...
NICHT von Rettungskräften, sondern von "zivilen Ersthelfern"....
könnte man ja denken, diese 112 geschulten Einsatzkräfte haben so schreckliche Dinge in gehäufter Zahl erleben müssen, daß es zu dieser Anzahl von "Dienstunfällen" kam.
Nun ist dem aber nicht so....keine abgetrennten Köpfe oder Gliedmaßen, keine Schmerzensschreie, prinzipiell überhaupt keine Rettungsmaßnahmen von den Einsatzkräften!
Es wäre interessant, aus welchem Grund der Dienstunfall bei 16 Personen angezeigt und anerkannt wurde, wobei es sich da nur um Feuerwehr und Polizei handelt, nicht um die Rettungskräfte.... und aus welchem Grund bei den anderen nicht.


Definition Dienstunfall:
https://www.michaelbertling.de/beamtenrecht/du13.htm

Zitat:§ 31 Beamtenversorgungsgesetz des Bundes: Dienstunfall (Auszug)

(1) Dienstunfall ist ein auf äußerer Einwirkung beruhendes, plötzliches, örtlich und zeitlich bestimmbares, einen Körperschaden verursachendes Ereignis, das in Ausübung oder infolge des Dienstes eingetreten ist.
Zum Dienst gehören auch
1. Dienstreisen, Dienstgänge und die dienstliche Tätigkeit am Bestimmungsort,
2. die Teilnahme an dienstlichen Veranstaltungen und
3. Nebentätigkeiten im öffentlichen Dienst oder in dem ihm gleichstehenden Dienst ... oder Tätigkeiten, deren Wahrnehmung von (dem Beamten) im Zusammenhang mit den Dienstgeschäften erwartet wird, sofern der Beamte hierbei nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert ist (§ 2 Siebtes Buch SGB).

Also, der Dienst selbst ( Unfallopfer versorgen etc) kann ja nicht der "Dienstunfall" sein....welches körper- oder seelenschädigende Ereignis also hat bei 112! geschulten Einsatzkräften stattgefunden, wenn WIR nicht mal wirkliche Verletzte gesehen haben, die von diesen geschulten Einsatzkräften versorgt wurden?
Herr Albers als Leitender Notarzt vom Dienst scheint auch nicht überfordert oder mit Rettung beschäftigt....meist laufen diese "Einsatzleiter" mit großen Tafeln und Papieren herum und koordinieren gemächlich gemeinsam, während zivile Menschen, wie auch der Ben Ammar genannnte, bei den "Verletzten" stehen oder knien.
Rettungskräfte....Fehlanzeige.
Antworten
#47
(05.04.2019, 12:57)Adelheid schrieb:
Zitat:60 Feuerwehrleute und 52 Polizisten haben nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz (12 Tote, 55 Verletzte) eine Dienstunfallanzeige gestellt. Grund: die psychische Belastung und ihre (möglichen) Folgen.
Demnach sei nur bei zwei Feuerwehrleuten und 14 Polizisten der Einsatz am Breitscheidplatz als Dienstunfall anerkannt worden.
53 Anzeigen seien bereits abgelehnt worden. Bei den übrigen sei es noch zu keiner Entscheidung gekommen.
Für die Gewerkschaft der Polizei sind die Zahlen einen „absolute Katastrophe“, wie Benjamin Jendro, Sprecher der Polizeigewerkschaft, sagte. Dies würde sehr deutlich zeigen, wie man mit Rettungskräften umgeht, denen „im Dienst Schwieriges passiert ist“.

Hätten wir nicht mehrere über Std dauernde Filmaufnahmen vom Tatort , auf denen klar und durchweg ziemlich gelangweilte Rettungskräfte zu sehen sind, die anscheinend an einer Großübung teilnehmen....

Hier ein kurzer Ausschnitt aus der ersten halben Std MIT angeblichem Ben Ammar als Ersthelfer, besser Infusionshalter.




Hier auch ein kurzer Ausschnitt mit Hollitzer-Sequenzen, um kurz nach 21 Uhr ist kein Rettungswagen vor Ort, nur Feuerwehr.
Etwas Komisches: Ab 1:04 läuft der Film rückwärts...wir sehen einige der interessanten "Ersthelfer" des LKW Bereichs scheinbar rückwärts den Ort verlassend...eigentlich bewegen sie sich vorwärts zum LKW hin.





Hier eine längere Version, über 2 Std, die aber erst etwas später einsetzt.




Hätte MoPo Hollitzer nicht sein ab 20:05 einsetzendes Video vom Weihnachtsmarkt live auf FB gestreamt, auf dem ein ziemlich leerer Marktbereich ohne die vielen Verletzten und Toten zu sehen ist,
samt LKW-Bereich ohne die 2 Opfer, die einige Minuten später dort versorgt werden...
NICHT von Rettungskräften, sondern von "zivilen Ersthelfern"....
könnte man ja denken, diese 112 geschulten Einsatzkräfte haben so schreckliche Dinge in gehäufter Zahl erleben müssen, daß es zu dieser Anzahl von "Dienstunfällen" kam.
Nun ist dem aber nicht so....keine abgetrennten Köpfe oder Gliedmaßen, keine Schmerzensschreie, prinzipiell überhaupt keine Rettungsmaßnahmen von den Einsatzkräften!
Es wäre interessant, aus welchem Grund der Dienstunfall bei 16 Personen angezeigt und anerkannt wurde, wobei es sich da nur um Feuerwehr und Polizei handelt, nicht um die Rettungskräfte.... und aus welchem Grund bei den anderen nicht.


Definition Dienstunfall:
https://www.michaelbertling.de/beamtenrecht/du13.htm

Zitat:§ 31 Beamtenversorgungsgesetz des Bundes: Dienstunfall (Auszug)

(1) Dienstunfall ist ein auf äußerer Einwirkung beruhendes, plötzliches, örtlich und zeitlich bestimmbares, einen Körperschaden verursachendes Ereignis, das in Ausübung oder infolge des Dienstes eingetreten ist.
Zum Dienst gehören auch
1. Dienstreisen, Dienstgänge und die dienstliche Tätigkeit am Bestimmungsort,
2. die Teilnahme an dienstlichen Veranstaltungen und
3. Nebentätigkeiten im öffentlichen Dienst oder in dem ihm gleichstehenden Dienst ... oder Tätigkeiten, deren Wahrnehmung von (dem Beamten) im Zusammenhang mit den Dienstgeschäften erwartet wird, sofern der Beamte hierbei nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert ist (§ 2 Siebtes Buch SGB).

Also, der Dienst selbst ( Unfallopfer versorgen etc) kann ja nicht der "Dienstunfall" sein....welches körper- oder seelenschädigende Ereignis also hat bei 112! geschulten Einsatzkräften stattgefunden, wenn WIR nicht mal wirkliche Verletzte gesehen haben, die von diesen geschulten Einsatzkräften versorgt wurden?
Herr Albers als Leitender Notarzt vom Dienst scheint auch nicht überfordert oder mit Rettung beschäftigt....meist laufen diese "Einsatzleiter" mit großen Tafeln und Papieren herum und koordinieren gemächlich gemeinsam, während zivile Menschen, wie auch der Ben Ammar genannnte, bei den "Verletzten" stehen oder knien.
Rettungskräfte....Fehlanzeige.

Sehr interessant.  Erpressungsversuch?
Antworten
#48
rbb Abendschau über die Dienstunfallanzeigen:

https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abend...d=61721494
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