Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
2015 im März - Germanwings
#51
@A.Hauß

Und was wollen Sie nun damit konkret sagen?

Das man über alternative Theorien und deren möglicher Herleitung hier nichts mehr schreiben darf?
Wenn alles Drumherum relativ unerheblich ist und das Problem militärisch „gelöst“ wurde, wozu debattieren wir dann noch hier oder hören zu, was ein Luftfahrt-Experte wie Tim van Beveren dazu anmerkt?
Der hat das Militär aus sehr nachvollziehbaren Gründen überhaupt nicht erwähnt, um sich eine Restchance für eine erneute Untersuchung zu bewahren.

Sie schreiben: Es war ein militärisches Problem, und all das andere verstärkt diese Sichtweise noch. Allein die unterschiedlichen Zeitangaben bzgl. Sinkflug, Notruf, Absturzzeitpunkt usw. setzen dann noch Ausrufezeichen darauf - das wäre nicht notwendige Verwirrspiel, handelte es sich um mörderischen Piloten oder kaputte/toxische Maschine, es ist aber notwendig, wenn man über die JURISTISCH, POLITISCH, MILITÄRISCH bedeutsamen Gegenmaßnahmen der Luftabwehr spricht.
Habe ich es jetzt kristallklar formuliert?


Ja, und sie haben jetzt sicher auch die Güte uns bzw. mir zu erklären, was konkret NOCH zum Absturz der Germanwings Maschine debattiert werden darf und was ab jetzt NICHT mehr dazu gesagt werden kann, weil es aus Ihrer Sicht unerheblich ist.

mfG
nereus
Antworten
#52
Nein, dann habe ich es immer noch nicht kristallklar formuliert.
Ich versuche es erneut, und zitiere mich selbst:
"
"UNERHEBLICH bzgl. des "militärischen Problems". " und:
"Das ist UNERHEBLICH - kommt aber HINZU!"

Und ich zitiere Sie mit der Ausgangsfrage:
""Existiert denn neben dem aerotoxischem Problem auch noch ein militärisches?""

SIE stellen das "militärische Problem" als Frage, als NEBENfrage in den Raum. Das ärgert mich, weil Sie als alter Hase es besser wissen müssten.
Ich sage - begründet - es ist die HAUPTfrage, und alles andere ist diesbezüglich unerheblich, kommt aber HINZU" Groß geschrieben, mit Ausrufezeichen. Wo will ich da irgendeine Diskussion verbieten, einschränken, begrenzen?
Birgends. Das alles ist wichtig, Sie und Ralf haben ganz glänzende, wirklich wichtige Links und Quellen hier eingestellt.
Immer weiter so, es ist gut. Warum die Pikiertheit, wenn ich den Focus auf etwas anderes als auf "alternative Theorien" lenke, nämlich auf FAKTEN, die nicht alternativ und nicht NEBENsache sind?

"das Problem militärisch „gelöst“ wurde" - allein diese Formel zeigt, dass Sie es wirklich nicht fassen. Ich spreche nirgends von iner militärischen Lösung. Ich verneine dezidiert jede Abschusstheorie. Dafür gibt es keinen Beleg, und jede auch nur überschlägige Berechnung zeigt, dass es sich darum nicht handeln kann. Ein Flugzeug, das 10 km hoch fliegt, verstreut seine Einzelteile nicht in 2 oder 3 km Umgebung, sondern -siehe Ukraine-Vorfall - in weitem Umkreis. Wenn es aber eh knapp über dem Boden ist, besteht erstens zuvor schon "das Problem" und zweitens keine Notwendigkeit mehr zum Abschguss, es sei denn, ein AKW wäre zwei km weiter genau in der Flucht. Und dann gehören die Mirage-Piloten vor Gericht - und freigesprochen.

Worum es mir geht: das militärische beginnt über dem Mittelmeer, es wird örtlich und zeitlich verschoben, hält aber objektiv mehrere -zig Minuten an. Und: es war evtl. Ursache des Problemsaber auch das ist Nebenaspekt.

Der hochgelobte van Beveren macht einfach nicht auf das aufmerksam, was als allersrstes ansteht.

Zum Vergleich:
Wenn es hier in einer Chemiefabrik brennt, dann kann man über die Chemie, über den Standort, über laxen Umgang usw. reden. (nochmals: NICHTS davon ist unwichtig, wird verboten usw.). Aber wenn zwei Stunden lang die Feuerwehr nicht kommt, dann ist das das Thema.

Wenn in den USA vier Maschinen in Gebäude stürzen, kann man über deren Bauweiuse, über dies und das sprechen, aber die fehlende Luftabwehr über Stunden ist das Problem.

Wenn in Duisburg eine Lpoveparade in einer Katastrophe endet, dannkann man über das Bekifftsein der Leute, über Alkohol, über die Notwendigkeit solcher Events, über das Geeignete des Ortes rede. Aber es ist und bleibt die Polizei, die für die Sicherheit zuständig ist und genau in der Hauptzeit die Sperren verlässt und sich zurückzieht.

ES GIBT REGELN. Wenn die verletzt werden, gibt es wiede3rum REGELN. Wer danach nicht fragt, hat ein INTERESSE daran, dass nichts aufgeklärt wird, oder geht von einer Staatstheorie aus, die schlicht die Staatsgewalten weil igitt ignoriert oder weiss es nicht besser.

Ich jedenfalls sehe meinen Job darin, darauf aufmerksam zu machen, dass hier der Hase im Pfeffer liegt.

Wenn jemand bei Glatteis und Nebel mit 200 km/h über die Autobahn jagt, interessiert mich nicht der Zustand der reifen zuvörderst.

Wenn ein Metzger das Hackfleisch einen Tag lang in der prallen Sonne liegen lässt interessieren nicht die mies eingelegten Gurken als Beilage.

Wenn ein Arzt ... usw.. Himmel. First things first. Was ist daran so schwer zu verstehen?
Antworten
#53
removed
Antworten
#54
Herr Hauß möge bitte ein wenig versöhnlicher sein.
Merci vielmals.

INP
Antworten
#55
Herr Hauß bemüht sich um versöhnliche Gesten jeder Art.

Herr Hauß hat nur ein Problem, siehe z.B. diese Bemerkungen:
"die offizielle CoPilot - Kamikaze - Story ist BULLSHIT !

Alles andere ist harte Arbeit und Recherche und vor allem ergebnisoffen."

Beim ersten Satz bzgl. des bullshits sind wir drei uns total einig.
Aber "Alles andere ...ergebnisoffen" stellt wiederum meinen Aspekt der Luftüberwachung - so wie das posting von Nereus (ob es da evtl. einen NEBENaspekt des Militärischen gebe) als irgendwie vage, kann man auch mal drüber nachdenken usw. dar.

Ich habe kein Problem damit, wenn mir jemand sagt: die Feuerwehr ist nicht für Feuer, die Polizei ist nicht für die innere Sicherheit, die Luftwaffe ist nicht für die Sicherheit des Luftraums zuständig. Soll man mir das sagen und begründen.
Aber es einfach zu beschweigen wie van Beveren oder hier als NEBENaspkt datrzustellen und mir unterstellen ich wolle Diskussion abwürgen, löst Ärger bei mir aus.

Ich habe nirgends jemanden beleidigt und auch nicht all die guten und wichtigen Funde für NEBENsache bzgl. Germanwingserklärt, sondern nur für unerheblich bzgl. der Luftwaffe. Das ist eine völlig klare Aussage bzgl. einer SACHfrage. Ich hätte dazu gerne Sachargumente.

Und falls man hier herausliest, dass ich bzgl. van Beverens enttäuscht bin: ja, das bin ich. Er hat die Chance, die sich ihm nicht x-mal bieten wird, vergeigt, und Papa Lubitz steht da wie Papa Kretschmer oder Papa Mundlos. ("die wollen ja alle nur ihre Söhne reinwaschen..."). So kam es rüber.

Ob es sich um München, Berlin, Nizza usw. handelt: da haben wir nicht nur die Fotos und Videos im Fokus, nicht nur die timelines, sondern auch die offiziellen Aktivitäten und Verlautbarungen. Warum? Weil wir wissen, dass da der Kern ist, dass es nicht um die Psyche der angeblichen Täter, um deren soziales Umfeld usw. geht. Die Übungen, die liegengelassenen Dokumente usw. lösen bei uns Aha-Effekte aus.

Und hier bei Germanwings wird die timeline, das Agieren der "Luftpolizei" zum NEBENaspekt?
Und weil wir keine Radaraufnahmen und keinen Funkverkehr haben, sagen wir halt "ach, die gibt es eben nicht" und FRAGEN nicht einmal danach? Was ist das für ein Experte, der Herr van Beveren, wenn er nicht vor laufender Kamera und all den Medien darauf aufmerksam macht, dass da kistenweise Beweismaterial existent sein müsste und der Öffentlichkeit vorenthalten wird?

P.S. der zweite Satz "Alles andere ist harte Arbeit und Recherche und vor allem ergebnisoffen." ist natürlich generell ebenfalls richtig, nur bestreite ich, um es ganz exakt auf den Punkt zu bringen , das "offen" bzgl. der Zuständigkeiten im Luftraum nach Kursänderung und Abbruch des Funks. Alles, was dann geschah, ist aallerdings höchst offen, recherchebedürftig usw.- sag ich ja. Wir dürfen uns nur nicht deshalb, weil da so unglaublich wenig vorliegt, weil eben gemauert wird, quasi ersatzweise nur noch auf andere Hauptspielfelder locken lassen, die dem offiziellen Narrativ genehmer sind.
Antworten
#56
Werter Herr Hauß, liebe Aufklärer!

Alles wird gut.  Wink Und wir wollen uns vertragen, weil wir den Opfern Gerechtigkeit zu teil werden lassen wollen.  Shy

Herr Hauß, Sie schreiben: SIE stellen das "militärische Problem" als Frage, als NEBENfrage in den Raum. Das ärgert mich, weil Sie als alter Hase es besser wissen müssten.
Ich sage - begründet - es ist die HAUPTfrage, und alles andere ist diesbezüglich unerheblich, kommt aber HINZU" Groß geschrieben, mit Ausrufezeichen.


und

"das Problem militärisch „gelöst“ wurde" - allein diese Formel zeigt, dass Sie es wirklich nicht fassen. Ich spreche nirgends von einer militärischen Lösung. Ich verneine dezidiert jede Abschusstheorie. Dafür gibt es keinen Beleg, und jede auch nur überschlägige Berechnung zeigt, dass es sich darum nicht handeln kann.

Was nützt uns das Wissen über aufsteigende französische Kampf-Jets?
Die Begründung, daß ein solch ungewöhnlicher Flugverlauf das Militär und die Abfangjäger auf den Plan ruft, ist doch banal.

Das belegt maximal, daß es ein ungewöhnliches Verhalten einer Maschine im französischen Luftraum gab und deshalb die Aufmerksamkeit der Luftüberwachung aktivierte.
Was soll denn da die Hauptfrage sein?
Das die Abfangjäger da waren und der Jet kurz darauf abstürzte?

Das wissen wir auch so.
Ich kann einfach ihre Frage-Motivation nicht erkennen.

Ein Flugzeug, das 10 km hoch fliegt, verstreut seine Einzelteile nicht in 2 oder 3 km Umgebung, sondern -siehe Ukraine-Vorfall - in weitem Umkreis.

Ich habe nicht behauptet, daß Germanwings in 10 km Höhe abgeschossen wurde, ich habe nur darüber spekuliert, ob es überhaupt abgeschossen worden sein könnte.
Weil genau das in der Vergangenheit mit einer Zivilmaschine vor den USA passierte während eines Manövers und es darüber ein sehr lesenswertes Buch von Kristina Borjesson gibt. Bei Bedarf hierzu eine Info: http://www.stern.de/panorama/weltgescheh...48804.html

Und wenn überhaupt, dann passierte es kurz vor dem Crash über unbewohntem Gebirge mit möglichst wenig Zeugen.

Wenn es aber eh knapp über dem Boden ist, besteht erstens zuvor schon "das Problem" und zweitens keine Notwendigkeit mehr zum Abschguss, es sei denn, ein AKW wäre zwei km weiter genau in der Flucht.

Das wäre eine Variante des finalen Dramas, aber keine Erklärung für das wirkliche Problem. 
Sehr wohl wäre das aber ein bis heute ungelöstes technisches Problem, welches das Flugzeug steuerungslos machte und dann den Jet unberechenbar. Und zur Vertuschung dieses Problems, weil durch die Flugleitstelle bekannt, hat man den Flieger an unzugänglicher Stelle vom Himmel geholt.
Es wäre nicht der erste Industrie-Skandal der Menschenleben kostete.
Ich weiß das freilich nicht, aber ich schließe es auch nicht aus, zumal Herr van Beveren ähnlich motiviert zu sein scheint, auch wenn er es explizit nicht sagt.
Aber in vielen Stellungnahmen von Piloten, die nach dem Unglück erfolgten und der offiziellen Theorie widersprachen, wurde genau DAS – die nicht geklärte Unfähigkeit des/der Piloten das Ding zu steuern – erwähnt.
Den Unterschied zwischen dieser und der offiziellen Theorie muß ich Ihnen sicher nicht erklären. Es geht um zig Milliarden!

Worum es mir geht: das militärische beginnt über dem Mittelmeer, es wird örtlich und zeitlich verschoben, hält aber objektiv mehrere -zig Minuten an. Und: es war evtl. Ursache des Problems aber auch das ist Nebenaspekt.

Das Militärische?
Meinen Sie das (angebliche) Manöver ganz allgemein oder das konkrete Aufsteigen der Jets?
Und wie muß man dies als Ursache verstehen?
Wenn 2 oder mehrere Flieger in der Luft fliegen, ist das doch erst einmal kein Problem.

Der hochgelobte van Beveren macht einfach nicht auf das aufmerksam, was als allerstes ansteht.

Das finde ich nicht.
Er hat den offiziellen Abschlussbericht systematisch auseinander genommen und damit die Kompetenz der Untersuchung in Frage gestellt. Das ist doch genau das, was man tun sollte, denn hier hat man etwas Substanz in der Hand und kann das Geschriebene aufgreifen und angreifen.

Die Mirages sind in der Öffentlichkeit überhaupt kein Thema.
Werden Sie überhaupt im Abschlussbericht erwähnt?
Und wenn sie erwähnt wurden, dann wären sie wegen des ungewöhnlichen Verhaltens halt aufgestiegen, was ja auch Sinn der üblichen Vorgehensweise gewesen wäre.
Damit wird aber die offizielle Theorie nicht bezweifelt bzw. der Grund dieses Absturzes hinterfragt.

Zum Vergleich: Wenn es hier in einer Chemiefabrik brennt, dann kann man über die Chemie, über den Standort, über laxen Umgang usw. reden. (nochmals: NICHTS davon ist unwichtig, wird verboten usw.). Aber wenn zwei Stunden lang die Feuerwehr nicht kommt, dann ist das das Thema.
Wenn in den USA vier Maschinen in Gebäude stürzen, kann man über deren Bauweise, über dies und das sprechen, aber die fehlende Luftabwehr über Stunden ist das Problem.


Ja, gar keine Frage.
Aber wenn die Luftabwehr im gesamten öffentlichen Kontext ausgeblendet wird, wie wollen Sie dann das Thema nachhaltig bearbeiten?
Wenn New Yorker ein hohes Gebäude einstürzen sehen, aufgrund eines hinein geflogenen Flugzeuges, dann war das Flugzeug vermutlich der Verursacher und nicht die fehlende Luftabwehr. Sie hätte das Drama ggf. verhindern können - völlig klar.
Selbstverständlich ist dann auch dieser Punkt zu beleuchten, denn es riecht nach fahrlässigem Handeln, aber ursächlich war es nicht.

ES GIBT REGELN. Wenn die verletzt werden, gibt es wiederum REGELN.
Wer danach nicht fragt, hat ein INTERESSE daran, dass nichts aufgeklärt wird, oder geht von einer Staatstheorie aus, die schlicht die Staatsgewalten weil igitt ignoriert oder weiss es nicht besser.


Nö, es handelt sich lediglich um eine andere Herangehensweise.
Ich kenne weder die Einsatzpläne des Militärs, noch die exakten Vorgehensweisen bei der Gefährdung des Luftraums.
Aber ich kenne Behörden und deren notorisches Verlangen nicht verantwortlich zu sein.
Das ist gerade sehr schön bei der Gefährdung durch Anis Amri zu verfolgen, wo glasklar erkennbar ist, das der Mann gefährlich war, aber es niemand so genau wissen wollte und man sich hinter Vorschriften verschanzt.

Ich jedenfalls sehe meinen Job darin, darauf aufmerksam zu machen, dass hier der Hase im Pfeffer liegt.

Das Ihr gutes Recht.

First things first. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Sagen Sie mir, was die französischen Kampf-Jets falsch gemacht haben, als sie dem problematischen Flugzeug hinter her jagten?
Und wenn sie alles richtig machten, wie geht es dann weiter?
Das 9/11 Problem stellt sich hier doch überhaupt nicht.

Oder anders gefragt, warum mußten die Abfangjäger überhaupt aufsteigen?
Offenbar weil es ein Problem mit einer Passagiermaschine gab.
Und warum gab es ein Problem mit einer Passagiermaschine?
Weil französische Kampf-Jets aufstiegen?

Tut mir leid - ich bleibe noch immer verwirrt zurück.  Huh  
Das muß sich doch sachlich klären lassen, oder?  Heart

mfG
nereus
Antworten
#57
removed
Antworten
#58
Stimmt.
Alles wird gut.
Dafür schätze ich Ihre und Ihre Arbeit viel zu sehr, als dass ich es verscherzen möchte mit Ihnen.
Also zur Sache:
" Was nützt uns das Wissen über aufsteigende französische Kampf-Jets?
Die Begründung, daß ein solch ungewöhnlicher Flugverlauf das Militär und die Abfangjäger auf den Plan ruft, ist doch banal."

Ich fass es nicht. Muss ich es wieder und wieder schreieben? Bis es endlich KLICK macht?
Gar nix ist banal. Und es geht nicht um das Aufsteigen. Habe ich davon geschrieben?

Es geht um den Luftraum über dem Mittelmeer. Während Sie und van Beveren schon in Spekulation über dies oder das sind, nehme ich es genau mit den üblichen Journalisten- und insbesondee Historikerfragen: was wann wo wie weshalb warum und so w-mäßig fort.
Ich weiss nicht nur nicht, was da in ca. 10km Höhe passierte, ich stelle nur einfach mal fest: die ersten W-Fragen sind auch nicht einmal ansatzweise beantwortet. WANN görte der Funkkontakt auf? Und damit direkt verbunden: WO?
Es gibt darüber wie über den Einschlagszeitraum völlig divergierende Aussagen, die identisch mit mehreren Hundert km Strecke sind. Mal abgesehen von der Höhe. Ort und Zeit sind unbestimmt, obwohl sie es auf den Meter genau sein könnten.
Allein diese Tatsache (man vergleiche das mal mit einem Unfallprotokoll bei einem PKW, oder einem LKW am Breitscheidplatz - DA haken wir nach. Mit gutem Grund.) zeigt, dass schon hier das MILITÄRISCHE Problem beginnt. Völlig unabhängig vom Zustand der Maschine oder des Piloten könnte man doch in dieser Frage klare Aussagen machen, wo also cvr, adr-, Funkdaten, Radardaten und evtl. Sichtungen durch andere Maschinen übereinstimmen könnten.
Es gibt keinen Grund, bei diesen Essentials unklar zu sein, wenn nicht, ja wenn nicht das zusammen passen würde mit der Nichtveröffentlichung der Radardaten. Und dazu dann noch der Notruf und das seltsame Flugverhalten, auf das Ralf aufmerksam macht: erst noch weiter hoch...

Wer tummelte sich in diesem Luftraum? Was waren da für Übungen? Wer hat was gesehen? Normale Fragen am Breitscheidplatz - und wir sollen darauf verzichten?

Nun kommt der Funkverkehr ins Spiel: was wurde vom Boden, von der zivilen Kontrolle, gefunkt: es müsste sowohl als Daten am Boden als auch im CVR zu hören und gespeichert sein. Die Daten fehlen.

Dann : wann wurde die Luftwaffe alarmiert? Hatten die das parallel schon längst selbst festgestellt? Gab es Verzögerungen? Waren evtl schon Übungsmaschinen in der Luft, die genutzt werden konnten?

Und jetzt erst kommt die Frage des Aufsteigens der Abfangjäger. Der Begriff "Rotte" impliziert: mindestens zwei. Das ist NATO SOP. wenn Mdme. Royale meinte, das sei aufschlussreich, hat sie recht. Die hätten sehen können, ob da ein Pilot kotzt, bewusstlos ist oder ganz lässig aufrecht in den Tod fliegt. was gab es da an Funkverkehr? was haben die gesehen?
Die Tatsache, dass uns jetzt statt der gesichteten DREi Maschinen nur eine verkauft wird, zeigt wiederum: hier wird gelogen und vertuscht. Es gibt keine Rotte mit einer Maschine, weil die SOPs zwei Maschinen brauchen zum Abfangen. Das war doch gerade noch vor wenigen Wochen in allen Meldungen, wie da eine deutsche Maschine beobachtete, wie eine indische abgefangen wurde.

Nochmals: wenn man ergebnisoffen ist, verlangt man die Kiste an Daten, die da schon vorhanden sein müssten. Und die Tatsache, dass das angesichts der bullshit-Story eigentlich harmlose Daten sein müssten und sie werden dennoch nicht veröffentlicht, zeigt, wie zentral sie sind.


"Die Mirages sind in der Öffentlichkeit überhaupt kein Thema.
Werden Sie überhaupt im Abschlussbericht erwähnt?"
Auf den Punkt.
Stellen Sie sich das bei dem Weihnachtsmarkt bzgl. der Polizei, der Feuerwehr, der Sanitäter vor.
das verhalten der Polizei ist bei der Loveparade auch kaum Thema, und die Luftabwehr bei 9/1 auch nicht. Genau das zeigt dann ja das große Rad, an dem gedreht wird, und die Verantwortungslosigkeit des van Beveren, der exakt diesen Fakt hätte benennen müssen.
Wenn die staatlichen Stellen, die zur Sicherheit und (UND!) zu Aufklärung da sind, weder in der einen NOCH in der anderen Hinsicht befragt, sondern beschwiegen werden, dann hat das alles direkt mit diesen Stellen zu tun. Die Luftabwehr bei 9/11 führt direkt zur Verantwortung des Pentagon. Direkt. Und deshalb all die anderen Spielfelder zum Austoben.
Antworten
#59
Hallo Herr Hauß!

Sie schreiben: Es geht um den Luftraum über dem Mittelmeer. Während Sie und van Beveren schon in Spekulation über dies oder das sind, nehme ich es genau mit den üblichen Journalisten- und insbesondere Historikerfragen: was wann wo wie weshalb warum und so w-mäßig fort.

Ich versuche das mal zu übersetzen.
Sie verstehen nicht, daß ich (oder einige von hier) sich mit Dingen beschäftigen, die zeitlich später einzuordnen sind, als die Geschehnisse über dem Mittelmeer, bevor der Sinkflug begann.
Habe ich das jetzt und endlich richtig verstanden?

Ich weiss nicht nur nicht, was da in ca. 10km Höhe passierte, ich stelle nur einfach mal fest: die ersten W-Fragen sind auch nicht einmal ansatzweise beantwortet. WANN hörte der Funkkontakt auf? Und damit direkt verbunden: WO?

Nach diesen Hinweisen würde ich sagen, so wollen Sie verstanden werden.
Es gibt noch zu viele Ungereimtheiten vor dem Absturz bzw. während des Fluges.

Es gibt darüber wie über den Einschlagszeitraum völlig divergierende Aussagen, die identisch mit mehreren Hundert km Strecke sind. Mal abgesehen von der Höhe. Ort und Zeit sind unbestimmt, obwohl sie es auf den Meter genau sein könnten.

Ja, klar.
Das bezweifelt auch niemand.
Doch dazu gehören auch das Trümmerbild, Zeugenaussagen usw..
Die von Ihnen genannten offenen Punkte „stören“ doch die anderen Hinweise nicht.
Und natürlich wendet man sich intuitiv den Punkten eher zu, wo man schneller Futter erwartet.

Es gibt keinen Grund, bei diesen Essentials unklar zu sein, wenn nicht, ja wenn nicht das zusammen passen würde mit der Nichtveröffentlichung der Radardaten.

Zustimmung, nur schadet die Betrachtung paralleler Geschehnisse und mutmaßlicher Ursachen doch nicht dem Gesamtzusammenhang.
Warum soll ich nicht versuchen die Kirschen zu pflücken, wenn die Pflaumen noch nicht reif sind?

Und dazu dann noch der Notruf und das seltsame Flugverhalten, auf das Ralf aufmerksam macht: erst noch weiter hoch...

Moment, ich dachte wir hatten das geklärt.
Der Notruf soll als letzte Meldung gekommen sein, siehe hier: French authorities say the last words in a distress call from Germanwings Flight 9525 were "emergency, emergency."

Das ist doch eindeutig!
Angeblich haben die Auswertungen des Voice-Rekorder ergeben, daß Start und Erreichen der Reiseflughöhe problemlos und “locker” erreicht wurden und erst als der Kapitän zum Pieseln das Cockpit verließ die Probleme begannen.
Wie kann man da annehmen, daß der Notruf in der Steigphase vor dem Erreichen der Reiseflughöhe abgesetzt wurde, auch wenn die Daten nicht genau zu Flight Radar passen?

Wer tummelte sich in diesem Luftraum? Was waren da für Übungen?

Nein, das ist selbstverständlich alles sehr wichtig.

Wer hat was gesehen? Normale Fragen am Breitscheidplatz - und wir sollen darauf verzichten?

Diese Unterstellungen schieben Sie aber jetzt dazwischen.
Ich hatte eine alternative Ursache - das aerotoxische Syndrom eingeschoben - weil Experten wie van Beveren, Handwerg und Reporter Per Hinrichs schon seit Jahren an dieser Thematik arbeiten und dieses Problem ebenso als Absturzursache im Visier hatten und vermutlich immer noch haben.
Das schien Ihnen nicht zu gefallen und Sie äußerten darüber Ihren Unmut.
Aber sei es drum - ich würde das jetzt gerne entspannen.

Nun kommt der Funkverkehr ins Spiel: was wurde vom Boden, von der zivilen Kontrolle, gefunkt: es müsste sowohl als Daten am Boden als auch im CVR zu hören und gespeichert sein. Die Daten fehlen.
Dann: wann wurde die Luftwaffe alarmiert? Hatten die das parallel schon längst selbst festgestellt? Gab es Verzögerungen? Waren evtl schon Übungsmaschinen in der Luft, die genutzt werden konnten?


Das ist doch alles richtig und niemand wehrt solche Fragen bei Geomatiko ab.
Es sind nur halt nicht die einzigen Fragen, die es bei dieser Tragödie zu geben scheint.

Und jetzt erst kommt die Frage des Aufsteigens der Abfangjäger. Der Begriff "Rotte" impliziert: mindestens zwei. Das ist NATO SOP. wenn Mdme. Royale meinte, das sei aufschlussreich, hat sie recht. Die hätten sehen können, ob da ein Pilot kotzt, bewusstlos ist oder ganz lässig aufrecht in den Tod fliegt. was gab es da an Funkverkehr? was haben die gesehen?
Die Tatsache, dass uns jetzt statt der gesichteten DREi Maschinen nur eine verkauft wird, zeigt wiederum: hier wird gelogen und vertuscht.


Na das wissen bzw. ahnen wir doch schon lange.
Das heißt doch aber nicht, daß deswegen keine neuen „Blickrichtungen“ ins Visier geraten dürfen.
So habe ich mir z.B. auch das Interview mit Michael Friedrich Voigt und dem „Verpixelten“ angeschaut, der von irgendwelchen dubiosen und mafiösen Geschäften sprach.
Allerdings hat mich das nicht überzeugt, weil es unterm Strich keinen Grund gab 3 Leute mit einem solchen Aufwand und der Gefahr enttarnt zu werden, zu beseitigen.
Das hätte viel stiller und unauffälliger geschehen können.
Hier habe ich eher die Dienste in Verdacht, die halböffentlich Gerüchte streuen, um von den wahren Hintergründen abzulenken.
Nichtsdestoweniger muß man auch in solche Ecken mal schauen, um die eigene Hypothese abzugleichen.

Nochmals: wenn man ergebnisoffen ist, verlangt man die Kiste an Daten, die da schon vorhanden sein müssten. Und die Tatsache, dass das angesichts der bullshit-Story eigentlich harmlose Daten sein müssten und sie werden dennoch nicht veröffentlicht, zeigt, wie zentral sie sind.

Warten wir doch mal die Veröffentlichungen des Gutachtens ab und gleichen das dann mit dem Abschlußbericht ab.
Wurde der überhaupt hier schon thematisiert, siehe Link: https://www.bea.aero/uploads/tx_elyextendttnews/BEA2015-0125.de-LR_04.pdf

Dort lesen wir: 1.9 Funkverkehr
Während des Steigfluges zur Reiseflughöhe stand die Flugbesatzung mit dem En-Route Kontrollzentrum Barcelona in Kontakt. Sie haben anschließend den F1 Sektor (West Region) im Marseille En-Route Kontrollzentrum auf der Frequenz 133,330 MHz kontaktiert und setzten den Steigflug auf Flugfläche FL380 fort. Nachdem sie zum Sector B3 (Ost Region) auf Frequenz 127,180 MHz weitergeben worden waren, las die Flugbesatzung die Freigabe des Fluglotsen mit den Worten zurück: «Direct IRMAR Merci Germanwings one eight Golf». Bis zum Ende des Fluges wurde die Flugsicherung nicht wieder kontaktiert.
Das Marseille Kontrollzentrum hat mehrfach ohne Erfolg auf verschiedenen Frequenzen versucht, Kontakt mit dem Flugzeug herzustellen: 127,180 MHz (Frequenz des Sectors B3, gekoppelt mit 132,490 MHz und 132,385 MHz), 121,500 MHz (Notfallfrequenz), und sie haben ein anderes Luftfahrzeug gebeten, eine Nachricht auf den Frequenzen 127,180 MHz und 121,500 MHz per Funk weiterzugeben.
Um 09:40 Uhr wurde die DETRESFA Notfallphase ausgelöst, da weder Funk- noch Radarkontakt bestand.
Um 09:48 Uhr stieg ein Abfangjäger der französischen Luftwaffe vom Militärstützpunkt Orange auf, nachdem das nationale Zentrum für Flugverkehr um 09:41 Uhr dies angeordnet hatte. Um 10:01 Uhr überflog das Militärflugzeug die Unfallstelle.


Quelle: siehe oben

Van Beveren hatte klar gesagt, daß auf der PK nicht alles angesprochen wurde, was er in seinem Gutachten noch bemängelt.
Daher halte ich es für ratsam sich dazu noch ein wenig geschlossen zu halten, denn wir kennen dessen Inhalt noch nicht.

Ja, die Abfangjäger werden dort kurz angesprochen, aber mehr eben auch nicht.
Die Zeiten bleiben dubios.
Um 10:01 Uhr will ein Abfangjäger die Unfallstelle überflogen haben.
Bei Wikipedia liest man dagegen:
Um 10:41 Uhr schlug das Flugzeug in einer Höhe von 1.550 m im Bergmassiv Trois-Évêchés in den Provenzalischen Alpen auf.[12]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Germanwings-Flug_9525

Die Nr. 12 bezieht sich auf den Zwischenbericht, den man hier findet: https://www.bea.aero/docspa/2015/d-px150...324.de.pdf.

Dort lesen wir: Um 09:41:06 Uhr stoppte die Aufzeichnung des CVR mit dem Aufschlag im Gelände.

Hallo!
Die Wikipedia schreibt 10.41 Uhr und verweist auf eine Quelle in der man die Zeitangabe 09:41 Uhr liest. Die Seite ist auch noch falsch, denn es handelt sich um Seite 10 und nicht um Seite 12.

Genau das zeigt dann ja das große Rad, an dem gedreht wird, und die Verantwortungslosigkeit des van Beveren, der exakt diesen Fakt hätte benennen müssen.

Nein, jetzt schießen Sie über’s Ziel hinaus und ich weiß nicht welche Rechnung Sie mit Herrn van Beveren noch offen haben.
Er und andere Leute beschäftigen sich seit Jahren mit der giftigen Kabinen-Luft und drehen manche größeren Räder, um das Thema endlich in die Öffentlichkeit zu bringen.
Und gerade weil das Fachleute tun, halte ich es als Nichtfachmann für sehr ratsam denen zumindest Gehör zu schenken.

ABER, die Diskussion hatte wirklich einen Vorteil, denn jetzt habe ich – das muß ich ehrlich und selbstkritisch gestehen – mich erstmalig um den Zwischen- und Abschlußbericht gekümmert, da ich diese bislang für unveröffentlicht hielt und ich mich immer nur auf die Lügenpresse verlassen habe.

Da ich diese aber hier nicht finden konnte, scheint das wohl nicht nur bei mir der Fall gewesen zu sein.  Big Grin

Hier nochmals die Quellen zusammengefaßt:

Zwischenbericht Absturz Germanwings vom Mai 2015 (29 Seiten): https://www.bea.aero/docspa/2015/d-px150...324.de.pdf.

Abschlußbericht Absturz Germanwings vom 13.03.2016 (129 Seiten): https://www.bea.aero/uploads/tx_elyexten...-LR_04.pdf

Also, wir fahren am besten die Klappmesser wieder ein und studieren bei verfügbarer Zeit die Berichte.

mfG
nereus
Antworten
#60
Abschlußbericht Fußbote auf S.6: Alle Zeiten beziehen sich auf UCT.
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste