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2015 im März - Germanwings
Weitere Erkenntnisse aus den Tiefen der LOESCHEN GmbH & Co. KG:

https://de.sputniknews.com/panorama/2019...rz-handys/

23. Dezember 2019 um 19:15

Die Fotos von den Mirage mußten weg!
 
Antworten
https://andreas-lubitz.com/de/aktuelles/...oAIbVKKRLA

Aus der Ermittlungsakte ist nicht ersichtlich, dass dieser Sachverhalt der erhöhten Atemfrequenz von medizinischen und psychologischen Fachleuten offiziell untersucht wurde.  Daher bleibt die Frage: War der im Cockpit verbliebene Mensch in den letzten 10 Minuten wirklich bei Bewusstsein? Wenn nicht, wäre das eine weitere mögliche Erklärung, warum er nicht die Cockpittür öffnete. Dies hätte im Rahmen von vollständigen Ermittlungen untersucht werden müssen!

„Eine Untersuchung, ob beispielsweise das Keypad der Cockpit-Tür am Tag des Unfallfluges (oder zu irgendeinem Zeitpunkt in der Vergangenheit) eventuell einen Defekt aufgewiesen hat, wurde nicht thematisiert. Dies ist aber nach Ansicht des Gutachters von elementarer Bedeutung, weil es schon kurz nach dem Unfall Hinweise aus Kreisen der Germanwings gab, dass dieses Keypad bereits zu einem früheren Zeitpunkt einmal eine Fehlfunktion beim Versuch die unbeabsichtigt zugefallene Cockpittür am Boden durch Eingabe des Notfallcodes zu öffnen, aufwies.“

Daher die abschliessende Frage: Wurde wirklich ausreichend in Bezug auf den Bewusstseinszustand des im Cockpit verbliebenen Menschen und die einwandfreie Funktion des Keypads ermittelt?
Antworten
Beim Deutschen Presserat gingen nach dem Absturz mit 431 Beschwerden so viele wie nach keinem anderen Ereignis ein. Auch wenn sicherlich noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben, entwickelten sich in den folgenden Jahren Begriffe wie „Lügenpresse“ und „fake news“.

Die Familie Lubitz ist wahrlich nicht die einzige, die ganz erhebliche Zweifel an der durch -zig-fache Wiederholungen in den Medien nicht besser werdenden Selbst- und Massenmord-Hypothese hat, denn um mehr als eine Hypothese handelt es sich nicht. Trotz der extrem dünnen Faktenlage ist Kritik am Abschlussbericht des BEA in der Presse kaum zu finden, in der Regel wird sein Fazit übernommen:
https://www.bea.aero/uploads/tx_elyexten...-LR_04.pdf

Lesenswerter ist meiner Meinung nach das Gutachten von Hr. Tim van Beveren, zu finden auf der Seite der Familie Lubitz:
https://andreas-lubitz.com/de/gutachten/

Verantwortlich für den Absturz soll ein Pilot sein, der das offenbar noch weit verbreitete Bild des "gefährlichen Irren" bestens zu bedienen scheint. Der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen ist dies nicht unbedingt dienlich. Und dass man sich, obwohl sich über die Hälfte der über 120 Seiten eines Berichtes über eine Flugunfalluntersuchung psychiatrischen Themen widmet, nicht einmal auf eine Diagnose einigen konnte (s. Anhang Abschlussbericht BEA von der BfU), scheint nachrangig zu sein. Hingegen findet sich dort keinerlei Hinweis darauf, dass das abgestürzte Flugzeug häufig Mängel aufgewiesen hatte, wegen derer es am Boden bleiben musste:
http://www.focus.de/panorama/welt/einer-...70292.html

Im Abschlussbericht finden sich etliche Widersprüche zu den Darstellungen in der Presse. So liest man immer wieder, Herr Lubitz habe die Tür verriegelt und so den Zutritt weiterer Personen zum cockpit verhindert. Genau dies wird jedoch im Abschlussbericht mit keiner Silbe behauptet; die vorletzte Aktion im cockpit fand statt, als der Pilot erstmals Zugang wünschte. Die Tür wurde dadurch weder verriegelt noch geöffnet. Im Abschlussbericht heißt es: "Da die Cockpittür aufgrund von Sicherheitsanforderungen so konstruiert war, dass ein gewaltsames Eindringen unberechtigter Personen verhindert wird, war es unmöglich in das Cockpit zu gelangen...": Das ist eine Plattitüde.  Selbstverständlich sollen unberechtigte Personen nicht in das cockpit gelangen. Warum die Tür nicht von berechtigten Personen mittels emergency code geöffnet werden konnte, dazu findet sich im Abschlussbericht leider nichts. Die Tür selbst, immerhin eines der am besten erhaltenen Wrackteile, und das keypad wurden entweder gar nicht untersucht oder das Ergebnis wurde nicht veröffentlicht. Die Tür hatte sich in der Vorgeschichte des Flugzeugs aufgrund eines Defekts nicht öffnen lassen. Eine Kontrolle erfolgt meines Wissens nur alle 12000 Flugstunden.

Auch liest man immer wieder, Herr Lubitz habe das Flugzeug absichtlich gegen den Berg geflogen. Dass er den Sinkflug eingeleitet hat, das ist Fakt. Anschließend wurde im cockpit jedoch nichts mehr getan, nur geatmet. Im Falle einer Luftnotlage wäre ein sofortiger Sinkflug das einzig Sinnvolle, was der Pilot tun könnte, weil er nur noch kurz zu handeln in der Lage wäre. Dieses am ehesten zu erwartende Szenario wird im Abschlussbericht gar nicht erst erwähnt. Untersucht wurde ausschließlich das Selbstmordszenario. Andere Untersuchungen sind rudimentär, unvollständig oder fehlen gänzlich, wie z.B. die Auswertung der sichergestellten Handys.

Kurz nach dem Unfall gab es ein statement des untersuchenden Staatsanwaltes: der Copilot habe - „ruhig“, laut Pressemeldungen - geatmet, also sei er auch bei Bewusstsein gewesen, beweisend für das unterstellte vorsätzliche Handeln. Diese Behauptung wäre natürlich auch bei ruhiger Atmung völliger Unsinn gewesen. Dem Gutachten von Hr. van Beveren ist jedoch zu entnehmen, dass er hyperventiliert hat, was auf eine ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigung hinweist und die Behauptung des Staatsanwalts auf den Kopf stellt.

Unter der Überschrift „Toxikologie“ im BEA-Abschlussbericht ist bedauerlicherweise keine Toxikologie zu finden, lediglich ein Nachweis von Medikamenten, die der Copilot eingenommen hat. Nach überstandener Depression wird die weitere Einnahme von Medikamenten über einen längeren Zeitraum zur Verhinderung eines Rückfalls empfohlen. Eine Untersuchung z.B. auf TCP-Belastung des Copiloten (und der übrigen Flugzeuginsassen) sowie des Flugzeugs (Wischproben) ist entweder nicht erfolgt oder wurde nicht veröffentlicht. In der Freseniusstudie wurde in 11 von 12 untersuchten A-320 TCP stets auf der rechten cockpitseite (dort sitzt der Copilot), weniger regelmäßig auch an anderen Orten nachgewiesen:
http://www.welt.de/bin/freseniusstudie-130592170.pdf 
Seite 48: TCP in 11 von 12 airbus 320, dabei schwerpunktmäßig cockpit rechts.

Das seit den 50er Jahren bekannte (!) aerotoxische Syndrom wird in der Regel als "höchst umstritten" bezeichnet. Mehr als 1000 Fälle sind jedoch allein bei der BG anhängig:
http://www.markus-tressel.de/kontaminier...chaft.html
und das ist nur die Spitze des Eisberges. Weshalb einer der renommiertesten Forscherinnen auf diesem Gebiet, Priv. Doz. Dr. med. Astrid Heutelbeck, seinerzeit in Göttingen tätig als Fachärztin für Umweltmedizin und Arbeitsmedizin, zeitnah die Gelder für weitere Forschungen gestrichen wurden, DAS wäre mal eine Recherche wert.

Nichts war dem ermittelnden Staatsanwalt unmittelbar nach dem Unglück wichtiger gewesen, als in den Besitz sämtlicher auffindbarer handys zu gelangen, da man sich von diesen wesentliche Hinweise zur Aufklärung des Unfallhergangs erhoffte. Lange Zeit hieß es, sie würden noch ausgewertet. Vor einiger Zeit wurde nun berichtet, dass 50 von 60 sichergestellten handys an die Angehörigen zurückgegeben worden seien. Obwohl ein Teil dieser handys kurz nach dem Unglück noch erreichbar gewesen sei, seien keine Daten mehr darauf auslesbar gewesen, es wird sogar behauptet, die Speicher seien durch mehrfaches Überschreiben endgültig vernichtet worden.

Angehörige ließen wissen, ihnen sei an einer umfassenden Aufklärung des Unglücks gelegen. Dass durch die "Untersuchung" der BEA eine umfassende Aufklärung des Hergangs erfolgt ist, möchte ich mit Nachdruck bezweifeln.

Nun könnte man sagen, das alles ist doch Schnee von gestern, und die meisten  scheinen den Abschlussbericht des BEA in Ordnung zu finden und auch die Berichterstattung – mag Ulrich Wickert auch feststellen, dass 80% der Meldungen zu diesem Thema falsch gewesen seien. Dennoch würde ich mich freuen, wenn von Journalisten bei den Ermittlern zu folgenden Themen nachgefragt würde:

Handys: Was ergab die Auswertung der handy-Daten? Warum wurden die vielen sichergestellten handys im Abschlussbericht nicht erwähnt? Wie lautet eine Stellungnahme zu dem Vorwurf, die Daten seien professionell unwiederbringlich gelöscht worden?

Tür: Die Tür und ihre Funktionen sind ein zentraler Punkt im nicht-psychiatrischen Teil des Berichts. Falls die Tür, welche sich in der nicht im Bericht auftauchenden Vorgeschichte des Flugzeugs aufgrund eines Defektes nicht hatte öffnen lassen, und das keypad untersucht wurden: Mit welchem Ergebnis? Falls nicht, warum nicht?

Hyperventilation: Warum fand der Umstand, dass der Copilot hyperventilierte, hinweisend auf eine ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigung, keinerlei Erwähnung?

Toxikologie: Erfolgte in Anbetracht der häufigen Nachweise von TCP in Flugzeugen des Typs airbus320 eine entsprechende Untersuchung an Menschen und Maschine? Welches ist das Ergebnis? Falls keine Untersuchung erfolgte, warum nicht?
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