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Medien und Blogs zum Thema
#1
WELT 5.1.2017:

Wie Jäger die Machtlosigkeit des Staates im Fall Amri erklärt

Im Innenausschuss des Landtags sagt der NRW-Innenminister, warum der Islamist Anis Amri nicht vor dem Berlin-Anschlag gestoppt wurde. „Wir können Gefährder nicht präventiv wegsperren.“ 

Ralf Jägers Fazit (SPD) klingt niederschmetternd. „Trotz einer durchgehenden, engmaschigen Beobachtung lagen keiner Behörde des Bundes oder der Länder konkrete Hinweise vor, die auf einen Terroranschlag hinweisen“, sagt Nordrhein-Westfalens Innenminister. Man sei „bis an die Grenze des Rechtsstaates gegangen, und trotzdem war der Anschlag nicht zu verhindern“. Seit zwei Stunden läuft die Sondersitzung im Innenausschuss des Landtags, die CDU, FDP und Piraten beantragt haben.
Jäger und führende Mitarbeiter seines Hauses sollen erklären, warum der Lkw-Anschlag am 19. Dezember 2016 in Berlin mit zwölf Toten und 55 Verletzten nicht zu verhindern gewesen ist, warum der Täter Anis Amri nicht vorher gestoppt werden konnte, obwohl seine Gesinnung und seine terroristischen Absichten viel früher bekannt gewesen waren. Es geht im Ausschuss um einen Ausschnitt des Gesamtgeschehens, denn es waren Behörden aus NRW, Berlin und des Bundes mit ihm beschäftigt. Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) mit 40 Vertretern verschiedener Behörden hatte in sieben Sitzungen über Amri gesprochen.
Jäger und seine Experten arbeiten vor allem heraus, dass der Staat selbst mit vielen Kenntnissen und Verdachten machtlos gewesen ist. Das, was allein in NRW deutlich wird, verleitet den FDP-Landtagsabgeordneten Joachim Stamp zu der Aussage, dass es sich um einen „Offenbarungseid des Rechtsstaates handele“. Der Fall des Anis Amri ist eine Katastrophe für die deutschen Sicherheitsbehörden. Obwohl seine terroristische Gesinnung und kriminelle Energie bekannt waren, er monatelang observiert wurde und als „Gefährder“ galt, konnte er am 19. Dezember 2016 mit einem gestohlenen Laster in einen Weihnachtsmarkt in Berlin hineinfahren.
Der Terrorist nutzte Deutschlands Überforderung
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Im Innenausschuss wird rasch deutlich: Für jemanden, der Bluttaten plant wie Amri, war Deutschland 2015 ein günstiger Anlaufpunkt. Es kamen im Laufe jenes Jahres etwa 900.000 Flüchtlinge an, die Behörden waren mit Registrierung und Unterbringung überfordert. Im Sommer 2015 erreichte der Tunesier Deutschland; niemand wusste, dass er aus vierjähriger Haft in Italien entlassen worden war.....

weiter:https://www.welt.de/politik/deutschland/...laert.html
 
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#2
SZ 5.1.2017

Der Fall Amri: Neue Details, offene Fragen und viele Zweifel

Düsseldorf (dpa) - Die Liste liest sich wie ein Offenbarungseid. Geradezu minutiös reiht Landeskriminaldirektor Dieter Schürmann aneinander, was bis heute bekannt ist aus den letzten Monaten im Leben des Anis Amri. Der Berliner Attentäter hat seine Spuren an etlichen Orten in Nordrhein-Westfalen hinterlassen.
Seine insgesamt 14 genutzten Alias-Namen finden sich in Behördenakten, er war den Ermittlern ebenso bekannt wie den Terrorexperten. Aber auch nach einer viereinhalbstündigen Sondersitzung im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags bleibt die wichtigste Frage: Wie konnte es Amri dennoch gelingen, den Behörden zu entwischen und den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt zu verüben, bei dem zwölf Menschen starben.
Neue Puzzleteile liegen nun offen, das Gesamtbild fehlt. Vor allem NRW-Innenminister Ralf Jäger muss sich im Ausschuss den bohrenden Nachfragen aus den Oppositionsreihen stellen. Warum zum Beispiel konnte man den lange zuvor schon als islamistischen Gefährder bekannten Tunesier nicht bis zur Abschiebung aus dem Verkehr ziehen? Jägers Antwort: Die damaligen Erkenntnisse und die Rechtslage gaben es nicht her.
Zutage tritt nun: Amri nutzte mindestens 14 Namen, war mal als Ahmed Almasri, mal als Mohammad Hassan unterwegs, beantragte hier Asyl und dort Sozialleistungen, wurde als Gefährder ein- und wieder ausgestuft, wie Schürmann berichtet. Nachdem Amri im Sommer 2015 nach Deutschland eingereist war, tourte der 24-Jährige "hochmobil" durch viele Bundesländer. Schwerpunkte waren NRW und Berlin.
Im Internet soll er sich informiert haben, wie man eine Bombe baut, er besuchte Moscheen und speicherte Videos von Menschen mit Schnellfeuerwaffen auf seinem Handy. Der später von der italienischen Polizei getötete Attentäter hatte laut Schürmann Kontakte zum radikal-islamistischen Milieu im Ruhrgebiet und zur Terrormiliz IS.  
Amri sei frühzeitig im Fokus aller relevanten Sicherheitsbehörden in Deutschland gewesen, wiederholt der Innenminister. Ergebnis: Es gab keine Hinweise auf die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Damit seien mehrere denkbare Instrumente, den Gefährder festzusetzen, nicht infrage gekommen, bekräftigt Jäger.
In den Blick rückt Paragraf 58a des Aufenthaltsgesetzes, der eine Inhaftierung bis zur Abschiebung ermöglicht hätte, wie CDU und FDP anführen. Dafür seien die gerichtlichen Hürden derzeit aber zu hoch, sagt Jäger. "Der 58a ist in Deutschland noch nie angewendet worden." Man könne auch einen Mann wie Amri nicht hinter Gitter bringen, wenn sich der Verdacht der Sicherheitsbehörden "auf Hörensagen" gründe. "Dann ist die Grenze des Rechtsstaats erreicht."
Aber warum wurden gegen den gefährlichen Ausreisepflichtigen nicht wenigstens eine strenge Meldeauflage verhängt, um ihn unter Kontrolle zu halten? Das zuständige Ausländeramt im niederrheinischen Kleve hatte eine Duldung bis zum 19. September 2016 ausgestellt. Amri hätte NRW nicht verlassen dürfen. Jäger wehrt ab: Auch wiederholte Verstöße gegen Meldeauflagen werden in der Regel nur mit geringen Geldbußen belegt. Ob dies ein wirksames Instrument sei, um Straftäter aufzuhalten, bezweifle er. NRW habe den Tunesier mit "hoher Intensität" überwacht, betont Schürmann.....

weiter:http://www.sueddeutsche.de/news/panorama...-99-764354

(aus dem "machtlosen Staat" mit einem "Offenbarungseid", "der die Grenze des Rechtsstaates erreicht" wird der harte, starke Polizeistaat geformt. Dafür wird die Merkel-Regierung dann wieder gewählt. Ein Problem schaffen, für das dann die Lösung präsentiert werden kann)
 
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#3
Staatsstreich.at:

1 V-Mann & 4 Brandstifter – Was Eggerts Text mir gesagt hat

Verschwörungstheoretiker Wolfgang Eggert hat staatsstreich.at einen verdienstvollen Text zukommen lassen, der hier mit unwesentlichen Veränderungen veröffentlicht wurde. Man kann diesem Stück eine Menge  abgewinnen. Der aktuellste Aspekt ist wahrscheinlich die Story um das LkW-Attentat am Berliner Breitscheidplatz. Unabhängig von der tatsächlichen Täterschaft hat man der deutschen Polizei hier einen offiziellen Terroristen aufgezwungen, der so gar nicht in den sonstigen PC-Diskurs Berlins passen will. “Man” ist entweder Moskau oder London oder Tel Aviv – oder eine pseudojüdische Endzeitsekte, einzeln oder im Konzert.
Das sagt Eggert so nicht, dieses Ergebnis kommt aber heraus, wenn man seine Kerngeschichte aus dem sie umgebenden noise herausschält.
Dass Anis Amri Zuträger deutscher Verfassungsschützer war, wie Eggert meint, ist ziemlich plausibel, weil es eklatante Umgereimtheiten im offiziellen Narrativ sowie das Gehampel der deutschen Ermittlungsbehörden erklärt.
Diese möchten zwar aufklären, haben erstens aber etwas zu verbergen und können zweitens die den Medien servierte Erzählung nicht frei nach ihrem Belieben gestalten.
Da gibt es nämlich Kräfte, die – wie Eggert schreibt -, jederzeit die Schlagzeile “Verfassungsschützer als Massenmörder” setzen können und die mithilfe dieses Drohpotenzials womöglich Spezialwünsche für die Ermittlungen angemeldet haben.
Dass es eben diese Kräfte waren, die den offiziellen Täter serviert, die Spuren am Tatort ausgelegt und mit “unabhängiger” (Des)Information mediale Fakten geschaffen haben, passt gut ins Bild.
Man könnte hier höchstens einwenden, dass Eggerts Erklärungen ein one trick pony sind, das in Ansätzen schon nach dem Anschlag auf das Einkaufszentrum in München eingesetzt wurde.
Aber dieser Ansatz befand sich damals tief im Bereich einer Spekulation über verschwundene Footage von Sicherheitskameras – wogegen Anis Amri ziemlich real und als V-Mann identifizierbar ist (wenn man es nur wissen will).
Ob Amri der wirkliche Täter war, hält sich Eggert offen – geht aber davon aus, dass operatives des IS die Tat verübt haben.
Die sind freilich auf ein wenig Hilfe durch Freunde angewiesen, speziell in ungewohnten Umgebungen und bei ebensolchen Tatwerkzeugen – wie es z.B. hoch technisierte schwere LkW sind.
Vier Destabilisierungsinteressenten....

weiter hier:http://staatsstreich.at/1-v-mann-4-brand...t-hat.html
 
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#4
Berliner Anschlag: Gravierende Fehleinschätzungen im Fall Amri

Medienberichte legen nahe, dass die Gefahr, die von dem überzeugten Dschihadisten ausging, von den deutschen Behörden mehrfach unterschätzt wurde
Jüngste Veröffentlichungen zum Fall Anis Amri erhärten den Eindruck, dass die Einschätzung der Dschihadisten von deutschen Behörden neu justiert werden muss. Nimmt man hinzu, wie die politische Berichterstattung zum Syrien-Konflikt hauptsächlich ausgerichtet ist, so verstärkt sich auch im größeren Rahmen der Gedanke, dass die Entschlossenheit von Dschihadisten, einen Staat, den sie zum Feind erkoren haben, mit allen Mitteln zu bekämpfen, wobei besonders die Zivilbevölkerung im Visier steht, bisher unterschätzt wird.
Abschiebeanordnung möglich, aber nicht angewendet
Die bestehende Gesetzeslage hätte ausgereicht, gegen Anis Amri eine sofortige Abschiebeanordnung zu erlassen. Selbst wenn man die Weigerung Tunesiens, die Staatsbürgerschaft Amris anzuerkennen und ihn aufzunehmen, berücksichtigt, hätte die Anordnung Amri zu "schärfsten Meldeauflagen" verpflichtet. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Kontrollen engmaschiger sind. Amris Bewegungsfreiheit wäre deutlich eingeschränkt gewesen. Schon ein kleiner Verstoß gegen die Auflagen hätte genügt, um ihn zu inhaftieren.

weiter hier:https://www.heise.de/tp/features/Berline...87956.html

(und Kommentare lesen!)
 
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#5
[Piratenpartei Nordrhein-Westfalen]
Sondersitzung Innenausschuss „Spur des Terroranschlags auf Berliner Weihnachtsmarkt führt nach Nordrhein-Westfalen“
(2.2.2016) Nachdem die Ermittlungen zum Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ergaben, dass der mutmaßliche Täter A. von den Behörden in NRW bereits als Gefährder eingestuft und überwacht wurde, beantragten die PIRATEN gemeinsam mit den Fraktionen von CDU und FDP eine Sondersitzung im Innenausschuss.

Sondersitzung im NRW-Innenausschuss :Amri hatte mindestens 14 Identitäten - Innenminister Jäger wird gegrillt

[Dorthe Ferber, Studioleiterin ZDF Landesstudio Nordrhein-Westfalen / Twitter]
#FDP im Innenausschuss zu #Amri: Was Innenminister #Jäger vorträgt, klingt wie Offenbarungseid des Rechtsstaates.
 
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#6
(05.01.2017, 22:13)Haifisch schrieb: Berliner Anschlag: Gravierende Fehleinschätzungen im Fall Amri

Medienberichte legen nahe, dass die Gefahr, die von dem überzeugten Dschihadisten ausging, von den deutschen Behörden mehrfach unterschätzt wurde
Jüngste Veröffentlichungen zum Fall Anis Amri erhärten den Eindruck, dass die Einschätzung der Dschihadisten von deutschen Behörden neu justiert werden muss. Nimmt man hinzu, wie die politische Berichterstattung zum Syrien-Konflikt hauptsächlich ausgerichtet ist, so verstärkt sich auch im größeren Rahmen der Gedanke, dass die Entschlossenheit von Dschihadisten, einen Staat, den sie zum Feind erkoren haben, mit allen Mitteln zu bekämpfen, wobei besonders die Zivilbevölkerung im Visier steht, bisher unterschätzt wird.
Abschiebeanordnung möglich, aber nicht angewendet
Die bestehende Gesetzeslage hätte ausgereicht, gegen Anis Amri eine sofortige Abschiebeanordnung zu erlassen. Selbst wenn man die Weigerung Tunesiens, die Staatsbürgerschaft Amris anzuerkennen und ihn aufzunehmen, berücksichtigt, hätte die Anordnung Amri zu "schärfsten Meldeauflagen" verpflichtet. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Kontrollen engmaschiger sind. Amris Bewegungsfreiheit wäre deutlich eingeschränkt gewesen. Schon ein kleiner Verstoß gegen die Auflagen hätte genügt, um ihn zu inhaftieren.

weiter hier:https://www.heise.de/tp/features/Berline...87956.html

(und Kommentare lesen!)

Von wegen "Fehleinschätzung":
Der VS wusste ganz genau, was da geplant war:
https://www.youtube.com/watch?v=wdSWSj-klJE
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#7
Schengen unter Druck: Wie Anis Amri die offenen EU-Grenzen ausnutzte

Nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz reiste der mutmaßliche Täter Anis Amri unbehelligt durch halb Europa. Schon zuvor machten sich Extremisten die offenen Grenzen zu Nutze und bewegten sich frei durch den Schengen-Raum. Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert derweil eine zentrale Bundesbehörde, die auch ohne Zustimmung der Länder Deportationen vornehmen kann. Die linke Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke lehnt dies ab.



Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.
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#8
Hans-Georg Maaßen: "Ein Mehr an Sicherheit durch ein Mehr an Steuerung"

Wie die Kanzlerin unterstützt auch Verfassungsschutzpräsident Maaßen die Pläne des Innenministers. Die Grünen kritisieren im Fall Amri die fehlende Aufklärung.

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, unterstützt den Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), die Inlandsnachrichtendienste zentral zu koordinieren. "Ich bin kein Politiker und würde mich nicht gerne zu politischen Forderungen äußern. Aber ich kann als Fachmann sagen, dass natürlich ein Mehr an Steuerung auch ein Mehr an Sicherheit bedeuten kann", sagte Maaßen.
Der oberste deutsche Verfassungsschützer führte aus, Deutschland habe 18 unabhängige Inlandsnachrichtendienste: 16 auf Länderebene, dazu den Verfassungsschutz des Bundes sowie den Militärischen Abschirmdienst (MAD) – "und keine Steuerung". Dies sei "schon einzigartig", sagte Maaßen. Deshalb brauche Deutschland eine zentrale Koordinierung. "Und das ist, glaube ich, der Vorschlag des Ministers de Maizière, dass der Bund zentral den Verfassungsschutz steuert."

Anfang der Woche hatte de Maizière in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine grundlegende Reform des deutschen Sicherheitsapparats angemahnt. So dringt er auf eine bessere Koordinierung der unterschiedlichen Ermittlungsbehörden, auf eine Stärkung des Bundeskriminalamts (BKA) und auf die Abschaffung der Landesämter für Verfassungsschutz. Während er für diese Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel Unterstützung erfährt, gibt es in den Ländern erhebliche Widerstände.

weiter:http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...de-maziere

(wie schon beim NSU spielt jede "Panne", jedes "Versagen" dem Sicherheitsapparat noch in die Hände. Rücktritte und Übernahme der Verantwortung Fehlanzeige)
 
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#9
Aus "WELT 5.1.2017:" von Haifisch:
Zitat:Im Innenausschuss des Landtags sagt der NRW-Innenminister, warum der Islamist Anis Amri nicht vor dem Berlin-Anschlag gestoppt wurde. „Wir können Gefährder nicht präventiv wegsperren.“
...
 Es geht im Ausschuss um einen Ausschnitt des Gesamtgeschehens, denn es waren Behörden aus NRW, Berlin und des Bundes mit ihm beschäftigt. Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) mit 40 Vertretern verschiedener Behörden hatte in sieben Sitzungen über Amri gesprochen.

Ich glaube kaum dass sich das teure GTAZ mit 40 Vertretern verschiedener Behörden in sieben Sitzungen trifft, um die Äußerungen eines Angebers zu untersuchen. Da steckt sicher mehr dahinter. Optimal wäre es wenn die Ausschussmitglieder Akteneinsicht in die KOMPLETTEN Ermittlungsakten zu Anis Amri bekommen würden. Aber ich kann mir schon denken, was es dann von Seiten der Vertreter des Staates im Staat heißen wird.

Andere Frage: Wieso konnte Anis Amri etwa von Herbst 2015 bis Herbst 2016 vermutlich gut überwacht werden und dann nicht mehr? Gab es da vielleicht einen kompletten Absturz der Windowsrechner im GTAZ? Da kann ich Linux empfehlen!

Aus "SZ 5.1.2017"
Zitat:Zutage tritt nun: Amri nutzte mindestens 14 Namen,

Wie konnte er mit so vielen verschiedenen Namen durch Deutschland touren? Hatte er sich selber jeweils Interrail-Tickets ausgestellt mit lauter verschiedenen Namen oder hatte er sich lauter verschiedene Visitenkarten ausgedruckt mit denen er sich dann gegenüber Behörden ausweisen und Sozialhilfe bekommen konnte?

Zitat: beantragte hier Asyl und dort Sozialleistungen, wurde als Gefährder ein- und wieder ausgestuft, wie Schürmann berichtet. Nachdem Amri im Sommer 2015 nach Deutschland eingereist war, tourte der 24-Jährige "hochmobil" durch viele Bundesländer. Schwerpunkte waren NRW und Berlin.

Anis Amri wurde anhand seiner Fingerabdrücke im Lkw erkannt. Immerhin das haben deutsche Behörden zustande gebracht! Und sie haben mitprotokolliert was er so alles von sich gegeben hat. Wenn jemand auf offener Straße, am Besten in der Nähe von mindestens einem Polizisten, sagen würde den oder die PolitikerIn würde er demnächst umbringen, kann man also davon ausgehen, dass dem Verkünder dieser Botschaft nichts passieren würde.
Wieso werden überhaupt Fingerabdrücke genommen, wenn sie dann eh keine Verwendung finden, um Straftaten zu verhindern, sondern höchstens hinterher einen Massenmord angeblich aufklären?

Das riecht doch alles ganz nach kompletter Kontrolle mindestens durch das BfV.

Zitat: Man könne auch einen Mann wie Amri nicht hinter Gitter bringen, wenn sich der Verdacht der Sicherheitsbehörden "auf Hörensagen" gründe.
Die Aussagen von Verdeckten Ermittlern (VEs) oder Mitarbeitern des BfV oder wer auch immer mit Anis Amri gesprochen hat, haben also keinerlei Wert? Na dann würde ich die doch schleunigst entlassen Herr Jäger! Man kann damit oft hart zu erarbeitendes Geld des Steuerzahlers sparen!
Antworten
#10
(06.01.2017, 12:47)Dalton schrieb: Aus "WELT 5.1.2017:" von Haifisch:
Zitat:Im Innenausschuss des Landtags sagt der NRW-Innenminister, warum der Islamist Anis Amri nicht vor dem Berlin-Anschlag gestoppt wurde. „Wir können Gefährder nicht präventiv wegsperren.“
...
 Es geht im Ausschuss um einen Ausschnitt des Gesamtgeschehens, denn es waren Behörden aus NRW, Berlin und des Bundes mit ihm beschäftigt. Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) mit 40 Vertretern verschiedener Behörden hatte in sieben Sitzungen über Amri gesprochen.

Ich glaube kaum dass sich das teure GTAZ mit 40 Vertretern verschiedener Behörden in sieben Sitzungen trifft, um die Äußerungen eines Angebers zu untersuchen. Da steckt sicher mehr dahinter. Optimal wäre es wenn die Ausschussmitglieder Akteneinsicht in die KOMPLETTEN Ermittlungsakten zu Anis Amri bekommen würden. Aber ich kann mir schon denken, was es dann von Seiten der Vertreter des Staates im Staat heißen wird.

Andere Frage: Wieso konnte Anis Amri etwa von Herbst 2015 bis Herbst 2016 vermutlich gut überwacht werden und dann nicht mehr? Gab es da vielleicht einen kompletten Absturz der Windowsrechner im GTAZ? Da kann ich Linux empfehlen!

Aus "SZ 5.1.2017"
Zitat:Zutage tritt nun: Amri nutzte mindestens 14 Namen,

Wie konnte er mit so vielen verschiedenen Namen durch Deutschland touren? Hatte er sich selber jeweils Interrail-Tickets ausgestellt mit lauter verschiedenen Namen oder hatte er sich lauter verschiedene Visitenkarten ausgedruckt mit denen er sich dann gegenüber Behörden ausweisen und Sozialhilfe bekommen konnte?

Zitat: beantragte hier Asyl und dort Sozialleistungen, wurde als Gefährder ein- und wieder ausgestuft, wie Schürmann berichtet. Nachdem Amri im Sommer 2015 nach Deutschland eingereist war, tourte der 24-Jährige "hochmobil" durch viele Bundesländer. Schwerpunkte waren NRW und Berlin.

Anis Amri wurde anhand seiner Fingerabdrücke im Lkw erkannt. Immerhin das haben deutsche Behörden zustande gebracht! Und sie haben mitprotokolliert was er so alles von sich gegeben hat. Wenn jemand auf offener Straße, am Besten in der Nähe von mindestens einem Polizisten, sagen würde den oder die PolitikerIn würde er demnächst umbringen, kann man also davon ausgehen, dass dem Verkünder dieser Botschaft nichts passieren würde.
Wieso werden überhaupt Fingerabdrücke genommen, wenn sie dann eh keine Verwendung finden, um Straftaten zu verhindern, sondern höchstens hinterher einen Massenmord angeblich aufklären?

Das riecht doch alles ganz nach kompletter Kontrolle mindestens durch das BfV.

Zitat: Man könne auch einen Mann wie Amri nicht hinter Gitter bringen, wenn sich der Verdacht der Sicherheitsbehörden "auf Hörensagen" gründe.
Die Aussagen von Verdeckten Ermittlern (VEs) oder Mitarbeitern des BfV oder wer auch immer mit Anis Amri gesprochen hat, haben also keinerlei Wert? Na dann würde ich die doch schleunigst entlassen Herr Jäger! Man kann damit oft hart zu erarbeitendes Geld des Steuerzahlers sparen!

Es war bekannt, dass er mit verschiedenen Identitäten unterwegs war. Das ist Passfälschung und strafbar. Allein schon das, und dass er bei verschiedenen Stellen gemeldet war, um Sozialleistungen abzugreifen (abgesehen davon, dass er als Dealer bekannt war) war mehr als ausreichend, um ihn fest zu nehmen. Ich gehe davon aus, dass man wollte, dass er entweder den Drecksjob macht oder zumindest seinen Kopf dafür hin hält. 
Wie sehr dabei der Ruf der Polizei beschädigt wird, war den Strippenziehern egal. Schliesslich will man ja mehr Überwachung, und da ist jedes Mittel recht
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