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Der Tatort in Mailand
#21
Zur Identität der Mailänder Leiche:
Anis Amri musste aus diversen Gründen - nicht zuletzt damit er nicht auch weiterhin flüchtig ist - von der Bildfläche verschwinden. Als glaubhafte "Endlösung" wurde dann mitten in der Nacht eine Leiche präsentiert - gestützt durch die abenteurliche Geschichte der Reise quer durch Europa. Wenn Amri so wertvoll war, dass man auch zukünftig nicht auf ihn verzichten wollte UND sichergestellt gewesen wäre, dass er nicht irgendwann wieder auftaucht, hätte man einen anderen (Puppe?) auf die Straße gelegt. Sollte es so gewesen sein, dass Amri seine mohrenhafte Pflicht und Schuldigkeit getan hätte, hätte man ihm in Sesto eine Falle gestellt und ihn bequemerweise höchstselbst auf der Straße entsorgt.

Letzteres ist wahrscheinlicher.
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#22
(10.01.2018, 10:54)diedienichtimmerlacht schrieb: Erst wird die Leiche 5 Monate durch die deutschen Behörden nicht freigegeben. Als Grund wird genannt, dass kein Antrag gestellt wurde und es wohl Streit über die Übernahme der Beerdigungskosten gab. Dann lag die Leiche noch ca einen Monat in Tunis im Krankenhaus, bevor sie freigegeben wurde. Von seinem Tod bis zur Beerdigung verging also über ein halbes Jahr. Die Familie hat also mit sehr hohe Wahrscheinlichkeit die Leiche nie zu Gesicht bekommen.

Dass die Familie ihn nicht mehr zu Gesicht bekam, halte ich auch für wahrscheinlich. Möglicherweise hatte der Körper Spuren, die auf viel mehr hinwiesen, als auf den Schuss in die Brust und den Kopf.

Darüber, dass man seine Leiche angeblich nicht anforderte, hatte ich mich auch schon mal gewundert. 
Wie man in einigen Videos sehen konnte, war die Familie, insbesondere die Mutter völlig fertig, da sie ihren Sohn (damals) noch nicht beerdigen konnte. 
Es wurde im Frühjahr einiges zu seiner Leiche geschrieben. Diese Berichte waren immer - wie es Usus war - sehr suggestiv und negativ. 

Daher las man (sinngemäß)  z.B.: 

'die Familie will die Leiche gar nicht zurück haben, denn es hat sich keiner gemeldet' / 'die Familie hat sowieso kein Geld, um die Leiche zu überführen' / 'die Familie profitiert jetzt, da sie Geld vom IS bekommt' / 'Amris Leiche liegt seit Monaten bei -20 C im Kühlfach, das kostet den Steuerzahler soundsoviel' / 'die Kommune Sesto S.G. will weder für die Kühlung und schon gar nicht für die Überführung bezahlen' / 'Bürgermeister di Stefano macht sich jetzt stark für seine Bürger und verweigert die Übernahme der Kosten für die Kühlung (zu der er verpflichtet gewesen wäre)'

Die Berichte nach Freigabe klangen dann ähnlich:

'jetzt wird seine Leiche verscharrt' / 'ohne große Zeremonie' / 'wieder als Außenseiter weit weg von den anderen Gräbern' 

Übrigens soll er jetzt einbetoniert sein.

Die Artikel waren teilweise erbärmlich, man ist nicht mehr in der Lage, normal und sachlich korrekt zu berichten. Ganz schlimm auch der italienische Bürgermeister der Kommune Sesto San Giovanni, der die Leiche vor den Karren seines Wahlkampfes gespannt hat.
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