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Seitenblicke auf den LKW Anschlag in Berlin
#11
(24.12.2016, 08:34)Haifisch schrieb: ..

Um den nötigen Weitblick zu bekommen, muss sich die Regierung auf die Informationen ihrer Dienste verlassen.

Dumm nur, wenn Teile dieser ein Teil der Aktion sind.

..
Natürlich weiss eine Regierung solche Vorfälle auch zu nutzen in Form von mehr Überwachung etc.

.. wir sind doch gar nicht soweit voneinander entfernt.

Dieser Teil wird leider von wo anderst gelenkt ?
oder agiert dieser Teil autonom ?

Danke, für deine Ausführungen.
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#12
Berlin-Terror: Ein Coup ausländischer Geheimdienste? Eggert & Janich



 
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#13
[Bild: 84100628_lay.jpg]
Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi.

Feuerwerkskörper verboten
Rom verbannt Lastwagen aus der Innenstadt
 
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#14
Deadly Berlin Attack No Reason to Close European Borders For Migrants - Juncker

The deadly truck attack at a Berlin Christmas market must not close the path to Europe for migrants, European Commission President Jean-Claude Juncker stressed.

MOSCOW (Sputnik) – On Friday, former United Kingdom Independence Party (UKIP) leader Nigel Farage Tweeted that the "free movement of good people also means the free movement of bad people. Expect Schengen to dominate the EU debate next year."

Farage said in another Tweet that the Schengen Area could be a risk to public safety, particularly if the suspect killed in Milan on Friday is actually the man who carried out the Monday terrorist attack, since that would mean that he managed to travel freely through France to Italy after the deadly act.....
https://sputniknews.com/europe/201612241...u-borders/
 
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#15
Arabella sagt:
22. Dezember 2016 um 13:29 Uhr
Die NZZ titelt:
Anschlag in Berlin
Unangenehme Fragen an die Behörden
.
Tja, das würde kein deutsches Blatt so titeln. „Unangenehme Fragen“ sind ja „Hatespeech“, also Nazi. Nur: von allein werden sich unsere maximalversagenden Sicherheitsbehörden nicht bessern. Das geht nur durch ebenso maximalen Druck seitens der Opfer, Hinterbliebenen und aller Bürger, die die nächsten sein können (resp. werden).
.
Machen wir uns nichts vor: die verantwortlichen Nullen werden wieder versuchen, uns mit der widerwärtigen Ausrede aller Versager „Absolute Sicherheit kann es eben nicht geben!“ abzuspeisen.
Ich möchte einmal, ein Mal nur, einen Journalisten antworten hören: „Mag sein. Aber ein klein wenig Sicherheit wäre ein guter Anfang!“ Traut sich keiner, wäre wieder Hatespeech. Und so kommen die Pfeifen (einfachmal das NRW-Ohrfeigengesicht Jäger anschauen, klärt alles) jedesmal wieder davon.
 
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#16
Euroskeptics Enraged at Europe’s Open Borders after Details of Berlin Killer’s Trip Emerge
Leading Euroskeptics have started to actively blame the Schengen agreement, which allows passport-free travel between many European Union states, due…
 
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#17
(24.12.2016, 10:05)Haifisch schrieb: Arabella sagt:
22. Dezember 2016 um 13:29 Uhr
Die NZZ titelt:
Anschlag in Berlin
Unangenehme Fragen an die Behörden
.
Tja, das würde kein deutsches Blatt so titeln. „Unangenehme Fragen“ sind ja „Hatespeech“, also Nazi. Nur: von allein werden sich unsere maximalversagenden Sicherheitsbehörden nicht bessern. Das geht nur durch ebenso maximalen Druck seitens der Opfer, Hinterbliebenen und aller Bürger, die die nächsten sein können (resp. werden).
.
Machen wir uns nichts vor: die verantwortlichen Nullen werden wieder versuchen, uns mit der widerwärtigen Ausrede aller Versager „Absolute Sicherheit kann es eben nicht geben!“ abzuspeisen.
Ich möchte einmal, ein Mal nur, einen Journalisten antworten hören: „Mag sein. Aber ein klein wenig Sicherheit wäre ein guter Anfang!“ Traut sich keiner, wäre wieder Hatespeech. Und so kommen die Pfeifen (einfachmal das NRW-Ohrfeigengesicht Jäger anschauen, klärt alles) jedesmal wieder davon.

=====================

Wieso gehst Du eigentlich von "Versagen" aus? Ich zitiere hier einmal Susan George:

"Viele gute und ansonsten intelligente Menschen scheinen zu glauben, wenn mächtige Leute und Institutionen den Ernst einer Krise und die Notwendigkeit der Abhilfe erst einmal richtig verstanden hätten, würden sie sich an die Stirn schlagen und zugeben, sich die ganze Zeit geirrt zu haben, und wie durch eine plötzliche Offenbarung sofort eine Kehrtwende in ihrem Verhalten einleiten.
Einiges ist zwar Ignoranz und Dummheit zuzuschreiben, aber das meiste geschieht, weil die Mächtigen es genau so wollen."

Pleiten, Pech und Pannen können einmal passieren, vielleicht auch zwei mal. Aber immer wieder die selben Muster, immer wieder die selben Erklärungen, das hat doch nichts mit Unfähigkeit zu tun. Sondern damit, dass die Mächtigen genau dies wollten, nämlich Angst, Unsicherheit und Hass säen. Dann kann sich das "Pack" (nämlich wir) gegenseitig an die Gurgel gehen, und niemand diskutiert mehr über Verteilung, Mitbestimmung, Macht etc.

Erinnert euch: Bei der Finanzkrise regte sich ein Teil der "guten" Medien darüber auf, dass "gescheirterte" Manager der Finanzwirtschaft auch noch dicke Boni eingestrichen haben. Meines Erachtens sind auch diese Kritiker der Macht auf den Leim gegangen. Denn: Betrachtet man es aus der Sicht der Eliten, waren die Manager keinesfalls gescheitert. Sie haben vor der Finanzkrise dazu beigetragen, Vermögen von den Arbeitenden zum Kapital zu "transferieren" (vulgo: zu stehlen) und konnten nach der Finanzkrise damit weitermachen. Warum also wird behauptet, die Herrschaften wären gescheitert.

Und noch eine Anmerkung dazu, dass jetzt wieder darauf verwiesen wird, die Einheitspartei profitiere weder in Deutschland noch in Frankreich von den Anschlägen. Mit dieser Annahme wäre ich ganz vorsichtig. Denn m.E. gehören Front National und AfD auch zur Einheitspartei. Wobei diese nicht einmal mehr so tun müssten, als wären sie dem Rechtsstaat verpflichtet. Offensichtlich geht die Macht jetzt auch in Europa dazu über, offen gegen den Rechtsstaat zu agieren. Hierzu auch eine Parallele aus der Vergangenheit: In der EU hat sich keine nationale Regierung getraut, offen Wirtschaftsliberalistische Politik zu betreiben. Da hatte man noch vor "kommunistischen" Gedanken aus dem Volk - selbst in Deutschland - Angst. Daher wiurde der Wirtschaftsliberalismus über dei Bande eingeführt, nämlich per "Notverordnungen" der Europäischen Kommission und "Rechts"sprechung des EuGH. So konnten die nationalen Regierungen immer sagen: Wir sind nicht Schuld, wir werden durch Brüssel gezwungen. Wobei die Regierungen sowie die Qualitätsmedien "vergaßen" darauf hinzuweisen, dass Kommission und EuGH von den europäischen Regierungen (aber nicht von den Parlamenten) kontrolliert werden.

Und jetzt sieht es für mich danach aus, dass das Volk wie folgt beschäftigt werden soll: Man schürt Ängste und baut eine "islamische Bedrohung" auf. Bedient sich dabei einiger Wirrköpfe, die nach Anschlägen immer "auf der Flucht" erschossen werden (wobei es sich nicht notwendigerweise um die Täter gehandelt haben muss). Gleichzeitig lässt man den etwas "gemässigteren" Flügel der Einheitspartei dumm dastehen, und behauptet, die "Sicherheits"behörden seien
[ ] personell unterbestzt,
[ ] unfähig,
[ ] zu sehr an das formale Recht gebunden und/oder
[ ] zu weich.
(zutreffendes bitte ankreuzen)

Was dazu führen wird, dass wir auch offzilell einen faschistischen Polizeistaat erhalten, der für "Recht und Ordnung" steht. Was auch daran erkennbar ist, dass unsere Edelfedern und die die öffentliche Meinung formenden noch nicht einmal ansatzweise die Frage stellen, wem denn die Anschläge nutzen und wie plausibel die offiziellen Legenden sind. Die "kritischte" Form der Auseinandersetzung mit den Reaktionen auf die Anschläge sind die Demos für Toleranz und "Willkommenskultur".

Auch hierzu habe ich eine Meinung, die nicht unbedingt staatstragend ist: Mit diesen Demos wird der Wunsch der "Linken" bedient, etwas gegen den aufkommenden und wachsenden Fremdenhass zu unternehmen. Gleichzeitig wird bei diesen Demos auf gar keinen Fall problematisiert, wer denn  tatsächlich hinter den Anschlägen steht (dies wäre ja eine "Verhöhnung der Opfer").
Für die breite Masse dagegen sind diese Demos ein offensichtliches deutliches Zeichen, dass wir immer noch von viel zu weichen alt 68 ger Gutmenschen beherrscht werden. Dies führt für die breite Masse m.E. eher dazu, den Hassmedien von ZDF über BLÖD zum Spiegel noch mehr zu vertrauen und sich in der fremdenfeindlichen Grundhaltung bestätigt zu fühlen.

So tragen diese Demos in jeder Hinsicht dazu bei, das Volk ruhig zu stellen, weil alle angesprocehn werden. Nicht ungeschickt.
Ihr wisst schon genug.
Ich auch.
Nicht an Wissen mangelt es uns.
Was fehlt, ist der Mut, begreifen zu wollen, was wir wissen und daraus die Konsequenzen zu ziehen.
Sven Lindqvist
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#18
@ Jens Niestroj

Vielleicht ist es wirklich so. Es wird über Bande gespielt und das vermeintliche Versagen ist gar keines.
In punkto Krisenbewältigung und Interpretation sind wir diesen Kräften weit unterlegen. Die können aus Scheisse Gold machen.
Die Regierung fand die Reaktion der Bevölkerung auf den Anschlag in Berlin ganz toll und vorbildlich (man hätte ja auch in Berlin vor dem Parlamentsgebäude oder dem Kanzleramt aufmarschieren können, ausgerüstet mit Mistgabeln und Dreschflegeln)
 
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#19
Wenn wir in Zukunft weitere "Attentate" verhindern wollen, müssen wir agieren nicht reagieren. Ein Weg um zu agieren ist natürlich die Menschen über die Wahrheit bzw. über die plausibleren Erklärungen hinter vielen Dinge zu informieren, aber auch allein das Reden und vor allem das Zuhören mit- und voneinander ist wichtig.
Wir müssen uns mit dem Guten beschäftigen, nicht mit dem Bösen, d.h. wir dürfen dem Bösen nur möglichst wenig Zeit und Energie schenken, da es dadurch nur stärker wird.
Die Menschen wollen lieber gute Nachrichten hören, nicht schlechte, auch wenn immer noch viele Menschen die Blöd-Zeitung kaufen.
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#20
noch einen Rant an der Stelle,wenn auch leicht o.t.

Wir schaffen das… nicht. Die Resignation vor den trüben Tassen
Hadmut
23.12.2016
Es scheint, als stürzt die Stimmung im Lande gerade völlig ab.
Dass unsere Bundesregierung – und damit meine ich explizit Angela Merkel und ihrer Minister-Kasper-Riege – mit ihren Jobs hoffnungslos überfordert ist, das Gefühl habe ich schon lange.
Dass ich da viele, vor allem Leute wie Nahles, Schwesig oder Maas als Witzfiguren empfinde, daraus mache ich keinen Hehl, zu sehr divergieren die fachlichen Anforderungen des Faches mit den tatsächlichen Handlungen. Nahles kann nicht rechnen und macht die Rente kaputt. Maas ist ein Kleiderständer, der von Recht eigentlich keine Ahnung hat und sich nur darum kümmert, die Parteiideologie komplett an Staat und Justiz vorbei in dubiosen Vereinen und in Kampagnen zu installieren. Und Schwesig ist sowieso völlig im Gender-Wahn abgesoffen, die hat auch sonst nichts mehr.
Ich beschäftige mich ja nun auch schon eine Weile mit dem Bundesfamilienministerium und inzwischen auch dem Bundesjustizministerium. Die kommen mir immer mehr als reine Narrentruppen vor. Wenn ich mit denen mal irgendeinen kommunikativen Kontakt habe – Auskunftsersuchen, Auskunftsklagen, öffentliche Veranstaltungen, Schriftliches, Kampagnen – dann komme ich mir von denen permanent verarscht vor, habe irgendwie ständig das Gefühl, es mit Leuten zu tun zu haben, die gleichzeitig arrogant, überheblich, korrupt, verlogen, völlig bekloppt und unglaublich ungebildet sind. Alles gleichzeitig. Ich habe da überhaupt nicht das Gefühl, es irgendwie mit vernünftigen normalen Leuten zu tun zu haben. (Und es ist beleibe nicht so, dass ich da von einem eingebildeten Traumideal rede, denn im Bereich Industrie, in dem ich tätig bin, gibt es sehr, sehr viele vernünftige Leute, mit denen man ganz normal und ordentlich reden kann, und die das, was sie sagen, auch vernünftig begründen. Vielleicht liegt es auch am Unterschied zwischen Juristen und Informatikern. Ich habe an diesen unsere Ministerien ständig das Gefühl, mit Leuten zu tun zu haben, mit denen normale Rede nicht mehr möglich ist, denen irgendwer den Kopf mit Beton ausgegossen hat, da tut sich nichts mehr – falls überhaupt je. Da ist ein Menschenschlag unterwegs, mit dem ich freiwillig nie etwas würde zu tun haben wollen.)
Das Gefühl, dass diese Regierung massiv überfordert ist, hat sich mir in diesem Gender-Umfeld schon lange aufgedrängt, zu hilflos hat sich die Bundesregierung selbst von größtem Schwachsinn widerstandslos kapern lassen, und zu auffällig ist, dass die Parteistiftungen wie die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen oder die Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD Hochdruckreaktoren übelster Dummheit kurz vor der Kernschmelze sind (worüber – oder besser gesagt: woraus – ich ja oft berichtet habe), und in denen sich einige dieser „Ministerdarsteller” immer wieder auftauchen.
Ich bekomme auch jedesmal einen Rappel, wenn ich Merkel reden höre. Immer wenn die redet, sehe ich vor meinem geistigen Auge diese Schönschreib-Übungshefte, in denen Kinder zu meiner Zeit – heute lernt man ja schreiben anscheinend nicht mehr – in der ersten und zweiten Klasse mit Wachsmalstiften schöne Bögen der Schreibschrift übten und schöne Sätze schrieben. Die Kuh Elsa steht auf der Wiese und so. Ich weiß nicht, wie anderen das geht, aber auf mich wirkt Merkel immer wie ein Schulmädchen, das ein Gedicht aufsagt oder einen Text vorliest. Das ist alles irgendwie so simpel wie unglaubwürdig dahergesagt. Würde ich die nicht kennen und isoliert irgendwo treffen, würde ich die vielleicht für Blumenverkäuferin oder Schulelternbeirat oder Gemeindebibliothekarin halten. Die vermittelt auf mich nie den Eindruck, dem Job intellektuell irgendwie gewachsen zu sein.
Das Gefühl, dass diese Regierung massiv Überfordert ist, verstärkte sich bei mir dann nochmal mit der Migrationskrise.
Mich stört dabei gar nicht mal so die Flüchtlingswelle an sich. Natürlich muss man Leuten helfen, die vor Krieg fliehen. Ich würde ja auch wollen, dass mir jemand hilft und mich aufnimmt, wenn hier Krieg wäre.
Mich stört aber ganz enorm, wie, vor allem wie inkompetent das alles abläuft. Als ob man die unfähigsten Leute, die man nur finden konnte, damit beauftragt hätte. Als ob mit einer Situation, für die es keine Vorlage gab und die man nicht durch Nachahmung behandeln konnte, plötzlich ans Tageslicht kam, dass sie eben nur Blender und Nachahmer sind, denen die Sicherung rausfliegt, wenn sie mal nicht nachahmen können, aber trotzdem alle zugucken.
Symptom dieser völligen Überforderung ist, dass sie immer dann, wenn es ernst wird, die Regierungsverantwortung an McKinsey outsourcen. Eigentlich sind unsere Politiker nur dazu da, um dicke Gehälter und fette Pensionen zu kassieren und bei Schönwetter ihre Posten zum eigenen Vorteil und für die Parteiideologie zu missbrauchen, aber nie, um ihre Aufgaben auch zu erfüllen.
Vielleicht habe ich da als Industrie-Informatiker einen anderen Blickwinkel als alle diese Schwätzer, Demagogen und Juristen. Man hätte von vornherein planen müssen, dass wir jetzt mal 5 oder 10 Jahre Krisenzustand haben, die Zuständigkeit dafür zentral sammeln müssen und nicht im föderalen Länder-, Städte- und Bezirkshickhack versaufen lassen können, das ganze mal richtig rigoros mit IT-Systemen und Ausweisen organisieren müssen, und für Flüchtlinge auch gewissen Grundrechte wie Freizügigkeit aussetzen müssen. Man hat es massiv versäumt, die Unterscheidung zwischen Einwanderung und Flüchtlingen aufrechtzuerhalten. Hör zu, Du bist hier – zunächst – Flüchtling und nicht Bürger, Du bist hier um Dein Leben zu retten und nicht, um hier als Bürger zu wohnen, also kommst Du jetzt nach Hintertupfelsheim, denn da stehen günstige Wohnungen leer, und die brauchen sowieso Leute, die ihnen bei irgendwas helfen. Da seid Ihr sicher und habt es warm, und da bleibt Ihr jetzt mal zwei, drei oder fünf Jahre, und verhaltet Euch da ruhig. Und wenn Ihr Euch da ordentlich benehmt, dann können wir in drei oder fünf Jahren mal drüber reden, ob Ihr länger hier bleibt, dauerhaft hier bleibt, oder wieder zurück geht – und ob’s Euch hier überhaupt gefällt. In der Zeit könnt Ihr hier einen Beruf erlernen, und zwar einen der Berufe, die wir entweder hier brauchen oder die Ihr dann dort beim Wiederaufbau brauchen könnt. Am besten beides. Und ansonsten könnt Ihr für Kost und Logis hier was tun. Berlin fegen oder sowas. Jeder, was er kann. Und wer sich nicht benimmt, fliegt sofort wieder raus. Auch von einem Kriegsflüchtling, dem in seiner Heimat der Tod droht, kann man erwarten, sich im Gastland angemessen zu benehmen.
Aber diese „Kommt erst mal und setzt Euch in Turnhallen”, alles andere wird sich schon finden, erscheint mir extrem inkompetent. Und zwar vor allem dann, wenn das auch nach über einem Jahr nicht besser wird.
Wir haben doch den großen Flüchtlingsstrom jetzt seit ungefähr eineinhalb Jahren. Da müsste man sich als Politiker doch vom plötzlichen Zuständigkeitsschock erholt haben. Sind denn irgendwelche Verbesserungen beim Umgang mit Flüchtlingen zu beobachten?
Also ich sehe jetzt keine.
Die sind immer noch ungefähr so überfordert wie am ersten Tag.
Besonders bei Merkel habe ich den Eindruck, dass die überhaupt nicht mehr mitbekommt, was „da draußen” abläuft. Die sitzt da in ihrem Kanzlerbunker und in Panzerwagen und lässt sich von irgendwelchen Günstlingen einflüstern, wie die Lage da draußen sein soll. Irgendwie macht die auf mich den Eindruck, als habe sie unter „Flüchtlingen” verstanden, dass da drei Busse voll Leute mal zum Tee vorbeikommen, und könnte die Situation auch heute noch nicht einschätzen. Da hat so eine seltsame Ungläubigkeitsstarre eingesetzt. Ich könnte nicht sehen, dass die da irgendwie „regiert”.
Und jetzt mit dem LKW-Anschlag in Berlin hat sich das Gefühl bei mir nochmal verstärkt. Gar nicht mal so sehr mit dem, was danach passierte (oder nicht passierte), sondern mit dem, was da über das Vorfeld ans Licht kam, was da vor dem Anschlag schon alles schief lief. Da habe ich doch nur noch den Eindruck, dass sie vor ihrer eigenen Inkompetenz und der schieren Überforderung der Situation, die sie sich aufgehalst haben, einfach kapituliert haben.
Das muss man sich mal klarmachen, was da läuft:
Terroristen können hier im Prinzip tun und lassen, was sie wollen, völlig unbehelligt.
Selbst gewöhnliche Kriminelle haben nichts mehr zu befürchten. Die müssen auch keine Steuern zahlen oder sowas, dürfen da ganze Stadtteile übernehmen und so weiter. Drogenhandel soll legalisiert werden, damit man sich mit denen auch deshalb nicht mehr streiten müsste.
Aber wehe, es äußert mal einer Kritik. Dann schlägt sofort die Hate-Speech oder neuerdings Fake-News-Keule zu, dafür soll’s Knast geben.
Nochmal zur Klarheit: Raub, Diebstahl, Einbruch, Steuerhinterziehung, Drogenhandel, alles OK, aber wehe dem, der sagt, dass ihm das nicht gefällt. Der soll in den Knast.
Man regiert nicht mehr die Lage, die Situation, man will nur noch die Meinung, den „Diskurs”, die „Sprechakte” steuern. Poststrukturalistischer Schwachsinn: Es gibt keine Realität, die Welt wird vom Gesprochenen gesteuert, also müssen wir nur die Lufthoheit darüber haben, was gesagt wird, und was nicht, und dann wird automatisch alles gut. Also erst mal Facebook sperren, dann die Presse steuern und schließlich ein Wahrheitsministerium gründen.
Irgendwie habe ich den Eindruck, die Regierung hat sich beim Regieren auf ein „Lass es einfach laufen…” zurückgezogen und kümmert sich nur noch darum, jedem auf’s Maul zu hauen. Plötzlich gilt nicht mehr der als Terrorist, der Bomben zündet oder Leute niederwalzt, sondern der Kritik äußert.
Es ist, als hätte man die Zügel, die Regierungsfähigkeit schon lange verloren und würde nur noch drauf hoffen, dass es sich möglichst lange nicht rumspricht.
Marokko meint, man habe Deutschland schon zweimal vor Anis Amri gewarnt. Anscheinend läuft bei der Bundesregierung aber auch nur noch der Anrufbeantworter. Keiner mehr da. Nur die Gehaltszahlungen laufen weiter.
Diesen Eindruck, den ich schon lange habe, scheinen auch andere zu haben. Die WELT schreibt gerade vom Fatalismus, der sich über das Land legt.
Man regt sich nicht mehr auf.
Man sitzt nur noch mit einer Tüte Kartoffelchips auf dem Sofa und schaut lustvoll zu, wie sich das eigene Land selbst auflöst.
Man hat jede Hoffnung fahren lassen und erwartet nur noch, dass der eigene Untergang wenigstens unterhaltsam wird. Wie Titanic, wenn man noch Musikwünsche bei der Kapelle abgeben kann. (Wobei: Nicht mal das. Das ZDF brät uns auch ständig Helene Fischer über, obwohl die auch keiner mehr aushält. Ich habe mich schon bei dem Gedanken ertappt, für Weihnachten auf irgendeine Katastrophe oder einen Anschlag zu hoffen, weil ich die Sondersendungen darüber Helene-Fischer-Konzerten deutlich vorziehen würde. Das war jetzt eigentlich satirisch gemeint, aber erfahrungsgemäß kommt Satire an die Realität nicht mehr heran.)
(....)
Was bleibt da anderes als zu sagen, na, dann lasst’s halt gegen die Wand laufen. Nehmt’s auf Video auf und ladet’s auf Youtube hoch.
Über eines darf sich jedoch niemand hinwegtäuschen: Auch wenn die Reaktion der Berliner Bevölkerung bemerkenswert besonnen ist und führende Politiker auf Landes- und Bundesebene die Bürger darin bestärken, sich das selbstbestimmte Leben in einer offenen Gesellschaft nicht vermiesen zu lassen – auf Dauer unterminieren die terroristischen Nadelstiche das zivilisierte Zusammenleben in einer freien Gesellschaft und destabilisieren die liberale Demokratie.

Auf Dauer? Oder haben sie das nicht längst?

Trotz der nun erfolgreichen Ausschaltung von Anis Amri in Mailand: Mit jedem Anschlag schwindet ein Stück mehr Vertrauen darin, dass der demokratische Rechtsstaat das Leben seiner Bürger schützen kann. Inwieweit Fehler der Sicherheitsapparate oder mangelhafte gesetzliche Regelungen dafür verantwortlich sind, dass terroristische Täter ihre Untaten begehen können, spielt dabei im Grunde eine untergeordnete Rolle.
Der nach jedem Anschlag ausbrechende rituelle Streit darüber, ob Sicherheitsgesetze verschärft oder nur besser ausgeschöpft werden müssten, führt in Details eines Expertentums, die vom breiten Publikum nur schwer nachvollzogen werden können. Was im Zeichen des Terrors indessen um sich greift, ist ein Gefühl des Ausgeliefertseins an dunkle, unkontrollierbare Kräfte, die jederzeit zuschlagen und einen selbst angreifen könnten.
(...)
Ändern können wir es eh nicht mehr. Jedenfalls nicht durch Wahlen und Abstimmungen, wie es das Grundgesetz vorsieht.
Und immer schön Maul halten. Denn das aufzumachen ist das einzige, was noch verfolgt wird.
Und dann kommen auch wieder die Zeiten des Volksempfängers. Man hat die offiziellen Regierungssender zu hören. Wehe dem, bei dem man bei der Hausdurchsuchung entdeckt, dass der Volksempfänger auf Feindsender eingestellt ist. Nennt man heute „Follower”.

ganz lesen:http://www.danisch.de/blog/2016/12/23/wi...en-tassen/
 
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