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Parallelen TIM zu TIWUW
#31
@Kaffeetrinker

Aber es erscheint schlüssig, als Dummy einen jungen Menschen zu rekrutieren, da naiv und leicht beeinflußbar.

Das sehe ich wirklich als roten Faden. Dieser kann vermutlich sogar bis zumNSU gezogen werden.
Irgendwie muß das Trio ja über Jahre sein Dasein gefristet haben, nicht wahr? Und das immer unter dem Auge des "großen Bruders".  Wink

Noch dazu einen mit fehlenden oder schlechten Perspektiven und/oder einer psychischen Vorgeschichte.

Das erleichtert die Rekrutierung, denn die „zu Hilfe eilende Alternative“ wird dankbar angenommen und das Problem kann später zur Verbrechensbegründung herangezogen werden, wie z.B. schlechte schulische Leistungen, persönliche Hänseleien usw..
Daher gehe ich davon, daß diese Personen vor der ersten direkten Kontaktaufnahme eingehend geprüft werden.
Daraus leitet sich für mich ab, daß diese Scans permanent laufen, um mandschurische Kandidaten auszuwählen und sie bei Bedarf „scharf zu schalten“.

Diesen dann an die jeweiligen Tatorte zu locken erscheint nicht schwierig ..

Es muß für die roten Heringe und die Story plausibel sein.
Dies zu inszenieren, halte ich für realisierbar, wobei eine richtige Stoy bei Ali Sonboly nicht wirklich zu erkennen ist. Das macht es andererseits aber auch schwierig hier konkret nachzufassen.

.. natürlich MUSS dieser "Dummy" zwingend am Ende tot sein. Denn Tote reden nicht mehr.

Ja.
Der einzige Fall, der mir in diesem Sinn unverständlich erscheint, ist der Doppel-Anschlag in Norwegen, wo einer der Schützen (es dürften mehrere gewesen sein) das Massaker überlebte. Wie man diesen Kerl instruiert hat, ist für mich noch ein Rätsel.
Oder diesmal fand man einen echten Verrückten, der willig zum Helfer wurde.

Vielleicht wird das Tuning des Dummy sogar in den jeweiligen psychischen Einrichtungen vorgenommen.

Ich bin da eher skeptisch.
Diese ganzen Theorien mit Medikamenten, Gehirnwäsche usw. lenken eher von den pragmatischen Überlegungen ab, was nicht heißt das den Psycho-Fritzen eine wichtige Rolle in der Legendenbildung zukommt, wie frisierte Krankenakten u.a..

11. Medial aufbereitete "Helden", denen sich die "Täter" erklären
Bei TIWUW war es der Igor, die angebliche Geisel, dem sich Tim K. angeblich erklärte.
Der Mann bekam hernach ein Stern-Interview und den Auftritt bei Beckmann im TV.ää
Bei TIM war es der Urbayer Salbey, der den "Täter" auf dem Parkdeck "mutig" von seinem Balkon aus beschimpft haben will, wobei sich der "Täter" wieder erklärte.
Es sind die redlichen kleinen Männer aus dem Volke, von niedrigem Berufsstand, denen diese Ehre zuteil wird:


Weil sie ggf. durch ihre „Einfachheit“ den Zuschauer am besten überzeugen.

In Erfurt ging das aber gründlich in die Hose, weil Rainer Heise die Story zu einem dramatischen Epos mit ihm als Helden überfrachtete.
„Erschieß mich doch, aber schau mir dabei in die Augen.“
Das war selbst für den gemeinen Steuerzahler etwas zu dick aufgetragen.

Igor als Staplerfahrer, Salbey als Baggerfahrer. Mit denen kann sich die "Masse" identifizieren.

Ja, aber auch er war nicht das Glanzlicht bezüglich seiner Darlegungen. Daher stellte man ihm ja auch eine Psychologin zur Seite, die bei Bedarf ins Gespräch eingriff.

12. Erster Tatort in einem Gebäude - dann im Freien - dann wieder in einem Gebäude - Selbstmord im Freien
TIWUW: 1. Tatort IN der ARS (Schule), 2. Tatort: Park und Industriegebiet, 3. IM Autohaus, 4. auf dem Parkplatz einer Fa.
TIM: 1. IM McDonalds, 2. auf der Hanauer Str. (Gehweg), 3. IM OEZ, 4. in einer Nebenstrasse

Es wechseln sich also Taten in Gebäuden mit Taten im Freien ab, wobei der Anfang in einem Gebäude passiert sein soll. Da man dort keinen Zutritt hat, bleibt das Geschehen visuell unüberprüfbar. Die großen Auftritte und der Abgang des angeblichen Täters finden dann öffentlichkeitswirksam im Freien statt.


Das paßt zu Erfurt auch nur sehr bedingt.
Offiziell begann Steinhäuser das Massaker im Erdgeschoß, zog dann seinen Feldzug nach oben, sprintete dann mal auf den Hof, um Lehrerin Birgit Dettke zu ermorden und kehrte dann ins Schulhaus zurück, wo er als letztes Opfer einen Polizisten erschoss.
Danach entdeckte ihn Geschichtslehrer Heise, demotivierte ihn durch sein eindringliches Gespräch und stieß in einen Vorbereitungsraum. Dort soll sich Steinhäuser dann erschossen haben.

Inoffziell, also nach meiner „Analyse“, wurde Robert bereits das erste Opfer in Erfurt, weil man ihn in eine Toilette lockte und dort erschoss. Danach zogen mindestens 2 Killer durch das Schulhaus und tauchten später – wo auch immer – unter. Um eine halbwegs tragfähige Story zu basteln, wurde dann der tote Robert von der Toilette im EG in den Vorbereitungsraum der Etage 1 verbracht.
Das erklärt u.a. die seltsamen Verzögerungen für die Schwerstverletzten, von denen keiner übelebte.

Was wäre gewesen, wenn Tim sich schon in der Schule und Ali im McDonalds erschossen hätten?

Du sprichst mit dieser Frage einen sehr wichtigen Punkt an.
Inwiefern waren die „roten Heringe“ überhaupt ins Geschehen eingebunden.
Mein Fazit lautet: Nur am Rande.
Warum?
Bei Erfurt hatte ich erst vermutet, daß Steinhäuser wenigstens mit Platzpatronen mitwirkte, aber nicht unbedingt tötete. Es gab zahlreiche Zeugen – die sich selbstverständlich irrten – welche aussagten, daß ein Vermummter in den Fluren und Etagenübergängen in die Luft geschossen hätte.
Diese Position ordnete ich zunächst Steinhäuser zu.

Nehmen wir mal an, seine Freunde hätten ihm gesagt, wir veranstalten gemeinsam mit Dir einen gefakten Amoklauf an Deinem Gymnasium und Du wirkst dabei als schauspielender Schütze mit. Die Übung ist vom Innenminister abgesegnet und soll quasi in Echtzeit ablaufen, um die Sicherheits- und Rettungskräfte für den Ernstfall zu testen.
Der Schüler kann vor den entsetzten und teilweise gehassten Lehrern einmal den „dicken Maxe“ machen, auch wenn nur zum Schein. Welcher Junge  fände das nicht attraktiv?

Doch diese Rolle verwarf ich wieder, denn sie wäre zu einem unkalkulierbaren Risiko für die Killer mutiert.
Spätestens bei der ersten echten Leiche, die der Schüler zwangsläufig hätte sehen müssen, wäre er stiften gegangen oder hätte unter Zeugen interveniert.
„Was soll das? Seid Ihr bescheuert?“

So einen gefährlichen Ausfall konnte man unmöglich gebrauchen.
Daher schaffte er nur die Munition und die Waffen in die Schule und damit hatte der Knecht seine Arbeit getan.

13. Anklage wegen fahrlässiger Tötung bei der (unbewiesenen) Tat des angeblichen verstorbenen Täters gegen Dritte.
TIWUW: Der Vater wurde wegen der Tat des Sohnes vor Gericht gezerrt, wobei man die vorherige Tat unterstellen muss, denn vor einem Gericht kann sie ja nicht mehr erwiesen werden, da man gegen Tote keinen Prozess mehr führen kann.
TIM: der angebliche Waffenlieferant des angeblichen Täters wird angeklagt, wobei obiges ebenso gilt.
Die Unschuldsvermutung wird also zu einer Schuldvermutung uminterpretiert. Und sehr praktisch ist, dass der Tatverdächtige sich nicht mehr verteidigen kann.


Auch hier weicht Erfurt ab, denn gerade die Ermittlungen in den Schützenverein brillierten durch mangelndes Interesse.
Auch die Spur zum vormals erwähnten Ordnungsamt wurde nicht aufgenommen.
Das soll nicht heißen, das der zuständige Sachbearbeiter am Massaker mitwirkte, sondern nur, daß man ggf. auf diesen von dritter Stelle einwirkte und genau diese Verbindung wäre ggf. von höchstem Interesse gewesen.

mfG
nereus
Antworten
#32
Bei der TIM'schen Parkdeckinszenierung sollte man bedenken das der Dialog nicht zufällig zustand kam, der Ali-Darsteller hatte zuerst
ein volles Magazin auf ein Auto abgegeben nach offizieller Darstellung, dass wird sicherlich der Garant für Zeugen und Filmer gewesen sein.
Sprichwörtlich der Startschuss!
Salbey hat deutlich nicht den Interlekt ohne Handler im TV zu agieren, sollte er gecasteter Teil der Aufführung sein.
Man kann schon an kleinen Details erkennen das einige Fehler die in Erfurt und Winnenden gemacht wurden vermieden worden sind bzw. in einem Nebel aus relativ unpassenden Aspekten verdeckt wurden.

INP
Antworten
#33
Zitat:Man kann schon an kleinen Details erkennen das einige Fehler die in Erfurt und Winnenden gemacht wurden vermieden worden sind bzw. in einem Nebel aus relativ unpassenden Aspekten verdeckt wurden.

Ganz genau. Z.B. geben uns die Behörden keine konkreten Abläufe an die Hand, die wir dekonstruieren könnten, wie in Winnenden. Die haben offenbar gelernt.
Hab auch noch nichts von einem Blaulichtreporter gefunden, wie er in Wendlingen war und die Spurensicherung bei ihrer Arbeit gezeigt hatte.
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