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„Und es gibt es doch – das Volk“
#1
Tichys Einblick: „Und es gibt es doch – das Volk“
Von Gerd Held
Die Kampagne gegen den „Rechtspopulismus“ verfolgt ein verdecktes Ziel. Das Volk selber und mit ihm eine zentrale Instanz politischer Verantwortung soll zum Verschwinden gebracht werden.
…Was der Populismus bedeutet – Wir können das Anwachsen populistischer Bewegungen verstehen, ohne irgendeinen „Rechtsextremismus“ heranzuziehen. Es mehren sich in unserer Zeit einfach die größeren Krisen und die politischen Aufgaben, bei denen es um die Lage ganzer Länder geht. Wo es also um so große Einsätze geht, dass das Volk insgesamt und sehr lange haften muss. Diese Dinge sind mit einer Politik, die sich nur mit Angeboten und Zuwendungen an einzelne soziale Wählerschichten und Interessengruppen befasst, und mit der Aushandlung entsprechender Lösungspakete und Parteienkoalitionen, nicht zu bearbeiten. Wir haben eine Krise bei den grundlegenden Staatsaufgaben. Da ist es ganz natürlich, dass das Volk, das sich im Bezug auf diese Aufgaben bildet, jetzt auf den Plan gerufen wird. Der „Populismus“ der Menschen ist eine instinktiv richtige Reaktion auf die Systemverschiebungen der letzten Jahre. Auch auf den Unwillen und die Unfähigkeit der etablierten Parteien, sich auf diese veränderte Lage einzustellen. Und auf ihre Tendenz, die Krisen sogar noch mutwillig und in maßloser Selbstüberschätzung zu steigern. Die Menschen spüren, dass etwas Grundlegendes geschieht – und zugleich das Handeln verzettelt, vertagt und zerredet wird. Deshalb ist es durchaus klug, dass viele Menschen das angeblich so dumme Volks-Wort im Munde führen. Und dass sie es sich nicht von jenen verbieten lassen, die im trüben Weiter-So fischen wollen.
♦♦♦
Was die Populismus-Schelte bedeutet – Es ist dringlich, sich mit dem verdeckten Eigeninteresse, das in der Kampagne gegen den „Rechtspopulismus“ enthalten ist, zu befassen. Es geht hier gar nicht um einen Extremismus, sondern um das Volk selber: Es soll kein Volk mehr geben. Die politische Handlungsform, die mit dem Wort „Volk“ begriffen wird, soll zum Verschwinden gebracht werden. An ihre Stelle tritt eine bindungslos umherschweifende Politik, die im Grunde nur die Referenzen „der einzelne Mensch“ und „die Weltgesellschaft“ kennt.
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/he...-das-volk/
 
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#2
So ein Schmarrn.
Der Autor ist unfähig, Kategorien zu erfassen und zu beschreiben oder eigene zu setzen.
Mit dem Volksbegriff wird im nationalistischen Lager bekanntlich ein rassisch, kulturell und sprachlich abgegrenzter (Groß-)Teil der Menschen eines Staates benannt. Die Staaten dieser Welt haben jedoch meist eine Bevölkerung, die seit Urzeiten "gemischt" ist, so dass Staatsvolk, Volk, homogener Sprachraum etc. schlicht selten deckungsgleich sind.
Eine Setzung "das Volk" gebe es doch hat nichts anderes als eine politische Funktion: der AfD und weiter rechts stehenden Kräften Munition liefern zu wollen. Geht aber nicht, weil man sich auch auf den Kopf stellen kann: die Bevölkerung z.B. Deutschlands besteht zum absoluten Großteil aus einem Staatsvolk, den Staatsbürgern, die schon viele Haurfarben, Herkübfte, Sprachn, Kulturen und Religionen zusammenbringen.
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