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Experimente im ARD: Terror Ihr Urteil
#11
Die Nachdenkseiten zu den "grandiosen Quoten" des ARD Themenabends.

„Terror“ – wie die ARD ihre Zuschauer für dumm verkauft und „nebenbei“ auch noch die Kärrnerarbeit für die Feinde des Rechtsstaats erledigt

Zitat:„Grandiose Quoten“ hat er eingefahren – der Themenabend „Terror“, den die ARD mit großem Tamtam am Montag zelebrierte. Zum Höhepunkt dieses „Populisten-Pornos“ (Zitat Heribert Prantl) durfte das „Volksgericht“ in Person der Zuschauer dann nach einem absurden und höchst manipulativen Schema abstimmen, ob „das Grundgesetz in globalisierten Zeiten nicht mehr genüge“ (Zitat Thomas Wassmann in der hartaberfair-Sendung zum Themenabend). Im Ergebnis stimmten fast alle Zuschauer im Sinne der Feinde des Rechtsstaats. Experiment geglückt? Offenbar schon; zumindest dann, wenn das Experiment darin bestand, wie einfach das Volk manipuliert werden kann. Von Jens Berger.

Mit „Terror“ hatte das auf ein gleichnamiges Theaterstück des Krimiautoren Ferdinand von Schirach basierende Fernsehspiel nur am Rande zu tun. Im Hintergrundplot entführten Terroristen einen nach München fliegenden Linienjet, den ein Bundeswehrpilot dann entgegen der Befehlslage abschoss, bevor er in ein vollbesetztes Fußballstadion gesteuert werden konnte. Im eigentlichen Fernsehfilm inszenierten die Macher das Gerichtsverfahren zu diesem Hintergrund. Fiktion trifft Realität. Zu keinem Zeitpunkt wurde der Zuschauer in die juristischen Hintergründe des Falls eingeweiht. Der fiktionale Plot diente natürlich nur dazu, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Luftsicherheitsgesetz vom Februar 2006 zu thematisieren. Damals hatten die Karlsruher Richter ein Gesetz der Bundesregierung wieder einkassiert, das es der Bundesregierung erlaubt, im Falle einer Flugzeugentführung einen Notstand zu erklären, um das entführte Flugzeug von der Luftwaffe abschießen zu lassen. Der klare Tenor der Richter war, dass es keinen Notstand geben kann, bei dem die Menschenwürde der Passagiere im Rahmen einer Abwägung zwischen potentiellen Opferzahlen in Frage gestellt werden kann. Dieses Urteil war eines der wichtigsten Urteile des Bundesverfassungsgerichts, stellt es doch unmissverständlich dar, dass die Würde des Menschen auch im Kampf gegen den Terrorismus ein nicht zu verhandelndes Gut darstellt.

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#12
Er kann ja nicht fehlen:

Peter Heisenko: „Terror – Ihr Urteil“ - Der Plot ist jenseits der (technischen) Realität

Zitat:Das Thema ist ebenso wichtig wie vielschichtig und letztlich nicht befriedigend zu beantworten. Natürlich haben auch wir Piloten und Kapitäne uns ernsthafte Gedanken dazu gemacht, nicht erst nach dem 11. September 2001. Wenn man aber ein breites Publikum damit konfrontiert, dann sollte schon ein realistisches Szenario aufgebaut werden. So, wie der Ablauf in dem ARD-Beitrag dargestellt worden ist, ist es nicht nur rein technisch unmöglich.

Kriegswaffen sind nicht für den Abschuss ziviler Flugzeuge ausgelegt. Die Geschichte kennt mehrere Fälle, wo zivile Flugzeuge mit Raketen beschossen worden sind, aber deswegen noch lange nicht abgestürzt sind. Gerade der Fall MH 17 hat gezeigt, dass die B 777 der Malaysian Airlines nach einem Beschuss mit einer Luft-Luft-Rakete durch eine ukrainische SU 25 erst einmal weitergeflogen ist und deswegen mit der Bordkanone durch direkten Beschuss des Cockpits den „Fangschuss“ erhalten musste.

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