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Prozeßdoku von democ.de
#31
(27.08.2020, 11:19)Torsten Ogertschnig schrieb: Interessant an der ganzen Geschichte ist, dass der Balliet zumindest in der Zeit vor dem Anschlag nicht alleine gehandelt hat.
Sein Waffenarsenal und seine Sprengkörper werfen die Frage auf, ob und wenn zutreffend, er von wem dabei eine Hilfe erhalten hat.

Noch interessanter ist aber, dass Balliet zusammen mit 2 weiteren Personen in Belgien mit dem Fahrzeug EU AI 4642 etwa 3 bis 5 Wochen vor dem Anschlag gesehen worden war. Was hat er dort gemacht und warum war er mit diesen beiden Personen dort unterwegs. Denn interessant daran ist wiederum, dass er mit zumindest einer der beiden Personen, mit der er in Belgien zusammen unterwegs war auch in Bezug auf den Anschlag in einem sehr kuriosen Zusammenhang steht. Dies wiederum wirft weitere Fragen auf.
Ich werde an dieser Stelle die Namen dieser beiden Personen, die mir hier bekannt sind, nicht öffentlich machen. Da hier intensive Ermittlungen erforderlich sind.
Die Polizei in Halle wurde am 10.10.2019 und der GBA am 11.10.2019 darüber in Kenntnis gesetzt.
Auch in Belgien wurde die Lokale Polizei und die Föderale Kriminalpolizei ab dem 10.10.2019 in Kenntnis gesetzt.

Ob und in wie weit da Ermittlungen durchgeführt worden sind, ist hier derzeit nicht bekannt.
Es war in diesem Zusammenhang auch festzustellen gewesen, dass die eine Person, in den Wochen vor der Sichtung des Balliet zusammen mit den beiden anderen Personen, in diesem Bereich in Belgien immer wieder gesehen worden war.
Dies von ein und dem selben Zeugen!

Komisch ist dabei, dass dies überhaupt nicht zur Sprache kommt in dem Verfahren und es offenbar unter den Teppich gekehrt wird.

Zunächst danke für den Hinweis. 

Die ganze Angelegenheit und auch das Gerichtsverfahren wirft eine Menge Fragen auf. Eine solche ist zum Beispiel die Auflistung all dessen, was er gekauft hat (wie elf Kilogramm Bleischrot). Über die Hülsen (nebst "Zündhütchen") wurde meines Wissens in den Medien und wahrscheinlich auch im Prozeß bisher kein Wort verloren. Selbst gebastelt wird er die ja wohl nicht haben... 

Woher kommt die Sicherheit, daß er 3 bis 5 Wochen vor dem Anschlag in Belgien gesichtet wurde? Laut folgendem Text in der Presse hat Balliet das Auto zwei Tage vor dem 9. Oktober 2019 gemietet:

Zitat:Zwei Tage zuvor hat B. den VW Golf, Kennzeichen EU-AI 4642, angemietet und vor der Wohnung seiner Mutter in Benndorf im Saalekreis geparkt.
https://www.rnd.de/politik/attentater-vo...RKQRE.html

Unabhängig davon hat mich der Satz  
Zitat:"Denn interessant daran ist wiederum, dass er mit zumindest einer der beiden Personen, mit der er in Belgien zusammen unterwegs war auch in Bezug auf den Anschlag in einem sehr kuriosen Zusammenhang steht."
hellhörig gemacht. 

Ist es möglich, etwas mehr über den Zusammenhang zu erfahren?
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#32
Torsten Ogertschnig
https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kom...9010/show/
https://archive.vn/hCYcQ


Zitat:Über die Hülsen (nebst "Zündhütchen") wurde meines Wissens in den Medien und wahrscheinlich auch im Prozeß bisher kein Wort verloren. Selbst gebastelt wird er die ja wohl nicht haben... 

Wer eine Bezugsquelle für Hülsen (nebst "Zündhütchen) hat der dürfte dort auch echte Munition bekommen. 
Und  Schrotpatronen für Jagd und Sport kaufen erst recht.
Folglich bleibt  nur die Mär von Selbst gebastelt .

Der Schauprozess beschäftigt sich doch nur mit dem sozialen Hintergrund von S.B. aber von der Spurensicherung hört  man nichts.
Antworten
#33
Sechster Tag im Prozess zum Halle-Attentat: Schüsse in Helbra, die niemand hörte
https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeb...er100.html


Ein weiterer Gutachter des BKA stellte ein Gutachten zu der Bombe vor, die der Angeklagte am Tor zum jüdischen Friedhof gezündet hatte, um so auf das Synagogen-Gelände zu gelangen. Als das BKA einen Nachbau dieser Bombe zündete, wurden Splitter fortgeschleudert, die noch auf eine Distanz von 157 Meter tödliche Verletzungen hervorrufen konnten.


Wie bitte "Nachbau" früher hat man die Sprengkraft an der Größe des Schaden vom Celler Loch berechnet.
So könnte im Einsatz eine Theater Bombe und beim BKA eine Echte  verwendet worden sein.
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#34
(27.08.2020, 17:10)Torsten Ogertschnig schrieb:
Zitat:Was willst Du damit aussagen?
Klar habe ich die Gespräche mit dem Reisig aufgezeichnet.

Wenn man so wenig wie Du darüber weiß, dann sollte man nachfragen und sich eine Meinung bilden, nicht die Meinungen anderer kopieren!

Das war ohne jede negative Wertung nur schneller Fund zu:
(27.08.2020, 12:03)kalter hornung schrieb: Ogertschnig ... da klingelt irgendwas; kamen von dem nicht Räuberpistolen zum NSU?

Geplant wäre S.B. bei den Sportschützen oder im Jagdverein gewesen.

S.B. hat Waffen per Computer geübt. Die Manischen werden so (in ihrer Welt) tatsächlich zum Waffenexperten.
Und S.B. zeigt  manische Züge.
Und der Brandsatz mit Öl? Für minimale Gefährdung.  
Boston Maraton nicht die Bohne. Falsche Flagge  nicht nur wegen Jeff Bauman.
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#35
@Torsten Ogertschnig

Danke für die ausführlichen Antworten.

Spontan fallen mir einige Fragen/Anmerkungen ein, die Sie/Du mir hoffentlich beantworten können/kannst.

(1) Sie haben Balliet ja gesehen. Können Sie sich an seine Größe erinnern? Eine Schätzung reicht mir.

(2) Wenn wir annehmen, daß die Ereignisse am 9. Oktober 2019 eine Inszenierung sind, dann wurde/wird Balliet letztlich geführt. Und es ist anzunehmen, daß er auch darauf vorbereitet wurde. Ich würde nicht davon ausgehen, daß dieses Training irgendwo in Deutschland stattgefunden hat. Könnten Sie sich vorstellen, daß es in der Gegend, in der Sie wohnen, Möglichkeiten gibt, unauffällig so ein Training durchzuführen - wie irgendwelche Übungsplätze, größere Geländestücke (z.B. in Privatbesitz), auf denen sowohl ein Schießtraining durchgeführt werden könnte, ohne das es auffällt, als auch Gebäude stehen, an/in denen er üben kann (wie verlassene abgelegene Bauernhöfe); ggf. auch Gelände/Objekte, die für Filmaufnahmen benutzt worden sind. ... Darüber hinaus muß er aber auch mental/psychisch auf so einen Einsatz vorbereitet worden sein
Könnte es sein, daß das, was sie beobachtet haben, Teil einer Übung war?

(3) Eine Frage zu der Vermutung, das das, was sie beobachtet haben, möglicherweise die Vorbereitung eines Attenates auf Sie und Ihre Verlobte rsp. die Jüdische Gebetsstätte hätte sein können. Mit welchem Medienecho würden Sie in so einem Fall rechnen? rsp. Welche politischen Auswirkungen als Folge davon könnten Sie sich in Belgien vorstellen?

(4) Hinsichtlich dem zu Waffen und Munition Geschriebenen stimme ich zu. Es bedarf neben einer Menge handwerklichen Geschicks (zumindest die Maschinenpistole zu bauen), auch einiges an Werkzeugen, die sich (ursprünglich) nicht in der Werkstatt des Vaters befunden haben dürften. Ich will nicht ausschließen, daß er sich diese Fähigkeiten aneignen konnte. In diesem Falle hat er aber mit der Tücke des Materials (also Metall) umgehen gelernt, denn ganz sicher klappt es nicht auf Anhieb und so manches Teil fliegt als Schrott in die Tonne. Mir will dann aber nicht in den Kopf, wieso Balliet sich in Bezug auf die Tür/das Tor so blauäugig darauf verlassen hat/haben will, sie wird schon unverschlossen sein... (Gewiß, was in den Köpfen vorgeht, ist schwer zu erklären und vorherzusehen...)
Was die Böller/Granaten/Munition betrifft habe ich - wie Sie - den Eindruck, daß sie tw. durchaus durchdachte Konstrukte eines Pyrotechnikers vom Film sein könnten. Eine Menge Effekt (Rauch und Radau) ohne große Wirkung... Und falls daran jemand Anstoß nimmt, kommt die "Unberechenbarkeit" (vor allem hinsichtlich des Wassergehalts) der verwendeten Chemikalien wie der Kasper aus der Kiste. Für die Tests beim BKA wurde ja etwas anderes (und garantiert frisches) verwendet - und das hatte dann die im Gutachten notierte Wirkung. 

Es mag sein, daß mir in den nächsten Tagen noch weitere Fragen einfallen. Aktuell möchte ich aber auch den weiteren Verlauf des Prozeßes abwarten, vielleicht ergeben sie daraus weitere Anhaltspunkte... 
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#36
(27.08.2020, 17:46)Hallo schrieb: Ein weiterer Gutachter des BKA stellte ein Gutachten zu der Bombe vor, die der Angeklagte am Tor zum jüdischen Friedhof gezündet hatte, um so auf das Synagogen-Gelände zu gelangen. Als das BKA einen Nachbau dieser Bombe zündete, wurden Splitter fortgeschleudert, die noch auf eine Distanz von 157 Meter tödliche Verletzungen hervorrufen konnten.


Wie bitte "Nachbau" früher hat man die Sprengkraft an der Größe des Schaden vom Celler Loch berechnet.
So könnte im Einsatz eine Theater Bombe und beim BKA eine Echte  verwendet worden sein.

Im Live-Ticker der MZ vom 6. Tag, 14.17 Uhr, steht "Der Gutachter räumt ein, dass der Radius, in dem nach Zündung des Sprengsatzes tödliche Verletzungen zu erwarten wären, vielleicht etwas geringer war – 150 statt 157 Meter. Jedoch hält er dem Angeklagten entgegen, dass die detonierte Granate auf dem jüdischen Friedhof Splitter bis in die Wand eines Hauses gegenüber schleuderte, wo sie 13 Zentimeter tief im Stein stecken blieb."

Bei Radio Brocken; 14.05: "Nach Zündung des Sprengsatzes wurde überprüft, wie schnell und mit welcher Energie die Stahlkugeln beziehungsweise deren Splitter auf die Bleche auftrafen. Durch die Messungen wurde festgestellt, dass die Splitter mit 1400 Metern pro Sekunde unterwegs waren und noch in 157 Metern Entfernung eine Energie von 80 Joule hatten."

Bei mdr: "Ein weiterer Gutachter des BKA stellte ein Gutachten zu der Bombe vor, die der Angeklagte am Tor zum jüdischen Friedhof gezündet hatte, um so auf das Synagogen-Gelände zu gelangen. Als das BKA einen Nachbau dieser Bombe zündete, wurden Splitter fortgeschleudert, die noch auf eine Distanz von 157 Meter tödliche Verletzungen hervorrufen konnten. Am Tag des Anschlages hatte das Tor der Explosion zum Glück stand gehalten."

Das Dingens, was im Film zu sehen ist und unter die Tür geklemmt wird, ist im Manifest abgebildet. Und davon gab es genau ein Stück. In der Tabelle drunter werden "Name", Anzahl, Füllung und Gewicht angegeben. Meiner Meinung nach trägt das Ding den Namen "Breaching charge", ist mit 1700 Gramm der Füllung "E" gefüllt und hat ein Gesamtgewicht von 2 Kilo. Von Stahlkugeln ist da keine Rede!
Die Angaben im Gutachten beziehen sich meiner Meinung nach auf "Fragmentation grenades filled with 10mm steel balls", haben 200 Gramm "E" als Sprengstoff und wiegen 1,2 Kilo (und laut Tabelle gab es 10 davon). 

Wenn ich die Reden der Anwälte höre, die dem BKA mangelnde Kompetenz vorwerfen, wird mir genau so kotzübel, wie wenn ich lese, was die Verkünder der Wahrheit im Prozeß gehört haben wollen, nicht verstanden haben und dann siegessicher in ihre Tastatur hauen... Nur gut, daß da mehr als ein Journalist sitzt, und man aus all dem Bullshit, der da zusammengeschrieben wird, 
sich einigermaßen zusammenreimen kann, was gemeint sein könnte...
Der Böller am Tor hat keine sichtbaren Schäden hinterlassen (hatte ich mir seinerzeit ja angeschaut); jedenfalls nicht mehr als wenn er einen Silversterknaller drunter gelegt hätte..
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#37
@ Torsten Ogertschnig

Zitat:
zu 1.)
Einmal als sie zum Wagen gegangen und weg gefahren sind und dann am Supermarkt, wo sie neben und hinter dem Wagen standen. Aber ich würde mal ganz grob schätzen, dass der Balliet um die ca. 170 cm groß ist.


Ich würde ihn kleiner schätzen, so zirka 160 cm. (Warum? Hier im Forum kommt immer mal wieder der Denkansatz, sein Video kann ganz oder teilweise eine Fälschung sein hoch. Die Frage nach seiner Größe kam mir vor ein paar Wochen in den Sinn. Was an dem Video auffällt ist die (bezogen auf meine Körpergröße) recht niedrige Aufnahmeperspektive. Ich habe dazu ein paar Probeaufnahmen gemacht und daraus auf die Körpergröße geschlossen. Inzwischen ist in den Medien zudem die Aussage zu lesen gewesen, Balliet war in seiner Schulklasse der Kleinste.) Verglichen mit seinen Begleitern würde das Merkmal Körpergröße aber in Erinnerung bleiben (vorausgesetzt seine Begleiter sind nicht auch »kleinwüchsig«).

Zu der Antwort auf 2.) und letztlich auch zu 3.)
Ich habe dabei gar nicht so sehr an ein Training mit scharfen Waffen gedacht. Wenn ich an eine Inszenierung (False Flag) denke, dann sind ja Abläufe geplant, ist ein Skript einzuhalten… Letztlich sind es Proben für etwas, was später medial glaubhaft verwendet werden soll. Er muß zur rechten Zeit an einem bestimmten Ort sein, muß auf (vor)bestimmte Weise auf nicht geplante »Interventionen« von zufälligen Passanten plausibel reagieren… Das Training für einen zufälligen Zaungast in Belgien könnte sich durchaus als Probeaufnahmen von einem Filmteam darstellen. Es könnte sogar eine Legende gegenüber den Behörden geben. So lange das Training aber diskret (sprich also ohne Zaungäste) stattfindet, ist es echtes Training für ein echtes Skript. Gibt es unerwartet doch Zeugen, dann läßt sich das Skript allerdings nicht mehr in Gestalt einer echten Tat umsetzen… 
So betrachtet würde dann tatsächlich eine Organisation hinter ihm stecken; eine Organisation von der anzunehmen ist, daß sie auch einen recht guten Überblick über das Funktionieren der Prozesse innerhalb der Sicherheitsbehörden hat - einschließlich ihrer Schwachstellen. Mit einer erfolgreichen Tat läßt sich dann das etablierte System in den Medien als Versager vorführen; und wenn die »Gehirnwäsche« funktioniert, ist die Bevölkerung letztlich bereit, der Idee »Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen« nachzugeben und Einschränkungen ihrer Rechte hinzunehmen.

Zu 4.) und dem, was als Antwort an Hallo ging:

Zitat:
Irgend was stimmt in der ganzen Geschichte nicht.


Das an der Geschichte etwas nicht stimmt sehen leider nur viel zu wenige. Die Vertreter der Medien (und teilweise auch die Anwälte) fabulieren dafür lieber über die Gefahr, die von 3D-Druckern und Image-Boards ausgeht. Sie übersehen dabei aber, daß man damit die Teile der Waffen, auf die es ankommt - wie den Lauf -, nicht herstellen kann. Wenn man eine Organisation hinter all dem vermutet (und die Summe der »Zufälle« bei der Tat spricht dafür), dann werden die Medien aber entweder auch an der Nase herum geführt oder sie sind Teil der Organisation (wobei ich davon ausgehe, die Masse derer, die die Berichterstattung vor Ort machen muß, ahnt davon nicht wirklich etwas).
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#38
(27.08.2020, 16:33)Torsten Ogertschnig schrieb: @kalter hornung
Die Räuberpistolen kamen von dem nachweißlich psychiatrisch erkrankten ehemaligen Verfassungsschützer Günter Stengel - der in 95% seiner Aussagen gelogen hatte - denn er hat den Inhalt des Gespräches aus 2003 komplett anders wiedergegeben als es tatsächlich war.
Also, hier mal keine Beschuldigungen erheben, wenn man nicht weiß was wirklich gewesen ist.
Zumal die Inifrmationen über den NSU von dem verdeckten Ermittler des BKA Jochen Reisig bei mir bis 2004 abgeladen worden waren - also die Behörden den NSU sehr wohl vor 2011 auf dem Schirm hatten!
Da dies aber vertuscht werden musste, hat man mich in meiner Person unschuldig, illegal und rechtswidrig verfolgt und man hat eine Menge übler Lügen in die Welt gesetzt.
Wenn es jemanden wirklich interessiert, dann können wir das gerne auch hier bei mir zu Hause durchgehen und man kann die Akten des illegal gegen mich geführten Verfahrens sehr gerne sichten - denn dann wird man ers gewahr was da wirklich abläuft in DE!

[...]

Da ich über Jahre mit Interesse den Fatalist-Blog verfolgt habe, bin ich natürlich auch über deine teils grotesken Geschichten gestolpert. Du hattest ja dann dort schon deine eigene Trollwiese:

https://nsu-leaks.freeforums.net/thread/...mann-erbse

Die Ogertschnig-Story aus AK-Sicht:
http://arbeitskreis-n.su/blog/2016/12/14...eits-2003/

Gut, NSU gehört hier nicht hierher und kann gern im NSU-Strang besprochen werden. Aber deshalb schwere Zweifel an deiner Behauptung, Balliet in Belgien gesehen zu haben. Frage ist für mich nur, ist die angebliche Sichtung und belgische Spur nur Wichtigtuerei oder Desinfo im Auftrag?
Antworten
#39
(28.08.2020, 15:19)Torsten Ogertschnig schrieb: Unabhängig von den hier besprochenen Sachverhalten:
Das Thema Begrifflichkeit des Wortes und der "stille Post Effekt", ist ein immer wiederkehrender Fehlerfaktor.
Nehmen wir das Beispiel einer 10 mm Stahlkugel, welche über eine Straße hinweg geschleudert wurde und 13 cm tief im Mauerwerk eines Hauses stecken geblieben sein.
Handelte es sich bei der Hauswand um eine Ziegelwand aus Vollziegeln, oder aus Gasbeton, oder gar um Hohlzeigel oder Hohlblocksteine. Oder ist es gar so, dass es sich um eine mit Styropor verkleidete und mit Kunstharzputz überzogene Außenwand handelte.
War die Stahlkugel nur durch den Kunstharzputz und in das Styropor eingedrungen, oder aber hat diese sich in eine Vollziegelwand hinein gebohrt?

Wenn man nun bedenkt, dass hier möglicherweise die Begrifflichkeit des Wortes mit ins Spiel kommt - also der die Feststellung machende Beamte die Stahlkugel aus einer Stysopor Isollierung heraus zieht und notiert, dass die Kugel 13 cm tief in der Außenwand eines Hauses gesteckt hat. Dann in einem Nebensatz festhällt aus was diese Wand ist und wie diese aufgebaut ist. Dann ist nicht ausgeschlossen das eine andere Person, die dies zur Kenntnis nimmt, lediglich transportiert, dass die Stahlkugel 13 cm in der Außenwand eines Hauses steckte und eine weitere Person das dann als Mauerwerk eines Hauses assoziiert und so weiter gibt.
Die Begrifflichkeit des Wortes ist also genauso wichtig, wie eine exakte Wiedergabe des aufgenommenen Inhaltes von Nachrichten.

Was aber wiederum bedeutet, dass man, so man die ursprüngliche Information nicht kennt, bei den wiedergegebenen Informationen sehr vorsichtig sein muss. Dies insbesondere bei den Nachrichten aus den Medien. Den Journalisten neigen nicht selten dazu die Dinge zu dramatisieren und aufzubauschen, denn letztlich geht es diesen darum ihr Medium dem Publikum zu verkaufen und eben auch daum die Konkurrenz auszustechen...

Somit sollte man all das was man an Informationen erhält mehrfach gegenprüfen und vor allem versuchen die Quelle ausfindig zu machen und sich von dort die ursprüngliche Information zu beschaffen.

Wir haben hier tatsächlich ein schönes Beispiel zur Illustration, jenes, wo es um die 157 Meter (und in einem um die 13 cm des im Stein Steckens) geht. Die Angabe 157 Meter findet sich in 3 Tickern, doch wenn man genau hinsieht, hat jeder der Journalisten etwas anderes verstanden... 
https://geomatiko.eu/forum/showthread.ph...0#pid64320

Beispiele dieser Art finden sich aber zu Hauf. Ich bezweifle, daß die Masse der Leser/Hörer/Zuschauer auf solche Angaben skeptisch schaut (mal ganz abgesehen, das wir nicht wissen, welche Vorstellung der "Empfänger" davon gewinnt). Der journalistische Zweck einer solchen Meldung ist aber ganz sicher erreicht, wenn - im konkreten Fall - beim Medienpublikum das Gewollte gedacht und verstanden wird. An Hand der Beispiele illustriert der Journalist letztlich einen zentralen Gedanken, der nicht mal unbedingt explizit ausgesprochen werden muß. Hier also dürfte der Plan sein, daß die Gefährlichkeit der rechten Szene im allgemeinen und die der sog. Einsamen Wölfe im Speziellen im Kopf verankert wird.
Die Quelle der Aussagen ist im konkreten Fall ganz sicher das im Gerichtssaal vorgetragene (und wohl auch mit einem Video illustrierte) Gutachten des Sachverständigen (das aber nicht veröffentlicht ist). Ich gebe aber zu bedenken, daß die Worte eines solchen Gutachtens im Zweifelsfall nur derjenige richtig bewerten kann, der in der Angelegenheit, um die es geht, ebenfalls Sachkunde hat - es sei das Gutachten ist von vorn herein angelegt, daß es für ein breiteres Publikum geschrieben wurde.

Am Rande: Anders als die Medienvertreter und einige der Anwälte halte ich die Gutachter sehr wohl für kompetent. Der in den Tickern und späteren Texten geäußerte Zweifel an der Kompetenz zeugt für mich eher von Arroganz bei denen, die zu diesem Urteil gekommen sind. Es heißt zwar immer so schön, es gäbe keine dummen Fragen, aber: Der Gutachter ist ein Spezialist; und auf seinem Fachgebiet hat er Sachkunde. (Das sein Gutachten keine Privatangelgenheit ist und ganz sicher auch seinem Fachvorgesetzten vorgelegen hat versteht sich fast von allein...) 
Wenn dem Gutachter nun jemand eine Frage stellt, die sich auf Sachverhalte außerhalb seiner Sachkunde beziehen, dann ist es professionell zu sagen, daß er die Frage nicht beantworten kann. Nicht professionell wäre, wenn er wild drauflos spekulieren würde und dann seine Worte möglicherweise für bare Münze genommen würden, und Einfluß auf das Urteil hätten...
Antworten
#40
@Torsten Ogertschnig
(Zu dem langen Text, der mit »Ich halte das Video nicht für eine Fälschung« beginnt.)

Die Argumentation hat für mich ein paar Häkchen.

Zunächst: Auch ich halte das Video für echt - also keine Schnitte, kein Vorprodukt. 

Die Botschaft in den Medien ist: Wir haben hier einen voll durchgeknallten Typen, dessen Gehirn zudem von rechter Weltanschauung angetrieben wird, der seine kranken Phantasien von Egoshuter Spielen auslebt… Und: …es hätte schlimmer kommen können, wenn wir es hier nicht mit so einem Versager zu tun hätten.

Die Botschaft wird letztlich durch seinen Stream illustriert. 

Nun zu den Haken und Ösen. Grundsätzlich kann sich das genau so zugetragen haben - es kann authentisch sein. Das passende deutsche Sprichwort lautet, der dümmste Bauer hat die größten Kartoffeln.

Der Skeptiker in mir wendet an dieser Stelle ein, an so viel Zufall glaube ich nicht. Da ist ein Volltreffer in der Lotterie wahrscheinlicher. Also sucht der Skeptiker und entwickelt Theorien. Die klassische Theorie ist: Das ist inszeniert. Und einige Indizien sprechen dafür; für sich allein beweisen sie aber nichts.

Das Verhalten von Balliet kann keine schauspielerische Leistung sein! Es mag sein, daß ein ausgebildeter Schauspieler das, was in dem Video zu sehen ist, glaubhaft darstellen kann. Aber dazu wird er trainieren müssen. Aber: Ich bezweifle, daß ein Schauspieler einen forensischen Psychologen auf Dauer an der Nase herumführen kann. (Und ich bezweifle, daß ein Schauspieler bewußt - sprich für die Show! - zwei Menschen erschießt! 
So gesehen scheint diese Facette seiner Psyche echt zu sein.

Sobald wir unterstellen, daß er den Plan nicht allein gefaßt hat, ihn jemand engagiert und ihm Anweisungen gegeben hat, dann muß derjenige, der das getan hat, sehr sicher sein, daß sein Plan kein Rohrkrepierer wird. Der Hintermann/die Hintermänner müssen ihn also voll unter Kontrolle haben - und das trotz der Tatsache, daß Balliet echt psychisch labil ist! Fakt ist, die Hintermänner wollen eines ganz sicher nicht: exponiert werden! 
All das muß im Vorfeld geschehen sein! Und das vollzieht sich ganz sicher über einen längeren Zeitraum. Die Hintermänner tasten sich langsam an ihn ran, Schritt für Schritt… (ich kürze das an dieser Stelle ab)

Schaun wir kurz die rund 30 Minuten am 9.10.: Es ist sehr wohl möglich, daß er unauffällig (für die, die sich sein Video ansehen: unsichtbar) Signale bekommen hat, wann es zum Beispiel Zeit ist, den »Tatort« zu wechseln. Wo er zum Stehen zu kommen hat usw., kann man vorab besprochen und angesehen haben. Einiges spricht dafür, daß dem so sein könnte. Doch auch das muß man trainieren; so lange bis es sitzt! 
Und schließlich muß auch eine Absprache erfolgt sein, wie er sich zu verhalten hat, wenn etwas nicht nach Plan läuft … und wie es für ihn weitergeht, falls er auf seiner Flucht ergriffen wird! 

Mit Sicherheit sind die, die ihn verhört haben, keine Anfänger. Technisch gesehen müßte er also auch auf diese Situation vorbereitet worden sein! 
Faktisch muß es dazu etwas sehr mächtiges geben, mit dem man ihn von Anfang an unter Druck setzen konnte und das ihn motiviert, sich eisern an die Absprachen mit den Hintermännern zu halten!
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