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Medien und Blogs zum Thema
(28.06.2020, 16:41)Hallo schrieb: »Die Garnitur war zertrümmert, der Knauf weggeschrotet.«

Oh Gott  können  Die lügen.
Die Garnitur war überhaupt nicht  zertrümmert, nur  marginal wenig Kratzer.

Und der Knauf weggeschrotet?
Es war eine  Klinke und keinerlei Knauf.
Wie die Klinke befestigt gewesen und wie die abfallen konnte, dies Wunder mag Herr Tischler  erklären. 
Und Eiche? Die neue Tür möglicherweise, aber was da aktuell dürfte preiswert Fichte oder Kiefer sein.
Wie  billig Nebeneingangstür vom Baumarkt. 

Was meint der Ausschuss, Sven  Liebich schläft auch?

Und was ist mit dem  bombenfesten Tor?

Ich hangle mich rückwärts durch die Fragen.

Für das bombenfeste Tor hat der Tischler wie's scheint keinen Auftrag. Das Tor hat ja gehalten ... und keinen Schaden genommen.

Ausschuß und Sven Liebich überspringe ich - mangels Kenntnis. 

Zu der aktuellen Tür: Wir kennen nur die Fotos aus der Presse und dem, was man - vor Ort - von außen sehen konnte. Wie sie aufgebaut ist, aus wieviel Lagen Holz sie besteht ist schwer zu sagen. Preiswertes Holz als obere Lage, stimmt. Danach sieht es jedenfalls aus. Darunter scheint mir härteres Holz zu sein. Hier ein Foto:

[Bild: attachment.php?aid=2737]

Was mit der Klinke passiert ist ... da haben wir hier in den Wochen danach eine Menge Vermutungen angestellt ... und es dann aufgegeben (wenn ich mich recht erinnere), das final ergründen zu wollen.

Nun zum Rest. Der Tischler sagt im MZ-Text, er habe "an der Synagoge angehalten, sich den Schaden besehen". Wir wissen nicht, wann das war, wie gründlich, wie viel Zeit zwischen der Inaugenscheinnahme und dem Small Talk mit dem Mann von der Zeitung vergangen ist, wie gut beider Erinnerung ist ... und wie die Worte, die in der Zeitung stehen, zustande gekommen sind. Das mit der Erinnerung ist nicht abwertend gemeint; es ist einfach so, daß wir unser Gehirn hinsichtlich der Erinnerung nicht mit der Festplatte eines Computers verwechseln sollten. Das gilt für Tischler wie für Akademiker, Politiker und glücklicherweise auch für Journalisten.
Letztere, also die Journalisten, erzählen vor allem jede Menge Mist, weil sie selten genug Fachmann in Bezug auf das sind, wofür sie gerade im Eilschritt kluge Worte finden müssen ... und ihnen fast immer die Zeit fehlt, die Fakten zu prüfen. Sie tun also selbst exakt das gleiche, was sie anderen gern vorwerfen! Pfusch abliefern (und sauer zu reagieren, wenn sie deswegen Spott ernten). 
Bewußte, vorsätzliche Lüge und Betrug halte ich eher für die Ausnahme, die es aber ganz sicher gibt! (Die Problematik mit der Lüge ist aber komplexer als sie sich hier darstellen läßt; leider.)


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Gedächtnis:
https://folio.nzz.ch/2002/juli/mordversuch-im-horsaal

Mordversuch im Hörsaal

1901 zog ein Zuhörer an der Universität Berlin einen Revolver: Ein Gedächtnistest der besonderen Art.



WIE GEPLANT fällt der Schuss um Viertel vor acht. Es ist Mittwoch, der 4. Dezember 1901, und am kriminalistischen Seminar der Universität Berlin hat Professor Franz von Liszt eben seine Ausführungen über die Theorien des französischen Rechtsgelehrten Gabriel Tarde beendet, als einer der Zuhörer aufsteht und zu sprechen beginnt. 
«Ich möchte Tardes Lehre noch kurz vom Standpunkt der christlichen Moralphilosophie aus betrachten.» 

«Das fehlte gerade noch», sagt sein Nachbar laut und leitet damit einen unfreundlichen Wortwechsel ein. 

«Seien Sie gefälligst ruhig, wenn Sie nicht gefragt sind.» 

«Das ist eine Unverschämtheit.» 

«Wenn Sie noch ein Wort sagen, dann . . .» 

Der Sprecher droht mit der Faust. 

Der andere zieht einen Revolver und hält die Mündung an die Stirn seines Kontrahenten. 

Professor von Liszt eilt herbei und schlägt auf den Arm mit dem Revolver. Als er sich auf der Höhe der Herzgegend befindet, knallt es. 

Die Zuschauer konnten nicht wissen, dass die Waffe nur ein Kinderspielzeug war und das makabre Schauspiel Teil eines Experiments, das der deutsche Psychologe William Stern vorgeschlagen hatte. Stern war ein Hansdampf in allen Gassen der Psychologie. Auf ihn geht die Idee des Intelligenzquotienten zurück, er befasste sich mit Entwicklungspsychologie und war Herausgeber der «Beiträge zur Psychologie der Aussage». In dieser Fachzeitschrift setzten sich Forscher mit der Frage auseinander, wie präzis sich Menschen erinnern. 

Dass es mit dem Gedächtnis der meisten Leute nicht zum Besten stand, merkte Stern, als er Versuchspersonen ein Bild beschreiben liess, das sie zuvor 45 Sekunden lang betrachtet hatten. Viele schworen, Dinge darauf gesehen zu haben, die nicht dort waren. Die Frage der Zuverlässigkeit des Gedächtnisses war besonders vor Gericht wichtig. Deshalb schlug Stern das Experiment mit dem inszenierten Streit vor, dessen Zeugen sich in einer Situation befanden, die der Wirklichkeit recht nahe kam. 

Nachdem der Revolver abgefeuert worden war, erfuhren die Anwesenden, dass der Streit bloss gespielt war. Fünfzehn unter ihnen - «ältere "studiosi iuris" oder Referendare» - machten darauf schriftliche oder mündliche Zeugenaussagen. Drei noch am selben Abend oder am Tag darauf, neun eine Woche später und drei erst fünf Wochen nach dem Vorfall. Kein Einziger konnte sich an alle Details der in fünfzehn Einzelschritte unterteilten Handlung erinnern. Die Fehlerrate lag zwischen 27 und 80 Prozent. 

Wie zu erwarten war, konnten sich viele Zeugen nicht an den genauen Wortlaut des Gesagten erinnern. Doch überraschenderweise erfanden einige Zeugen auch Vorgänge, die nie stattgefunden hatten. Sie legten stummen Zuschauern Worte in den Mund, liessen den einen Streitenden vor dem anderen flüchten, obwohl beide stehen geblieben waren. 

Die geringe Zuverlässigkeit der Aussage führte zu einer regen Diskussion unter Juristen. «Was soll aus unserer ganzen Strafrechtspflege werden, wenn ihre sicherste Grundlage, die Aussage unverdächtiger Thatzeugen, durch exakte wissenschaftliche Forschung erschüttert, wenn der Glaube an die Zuverlässigkeit unseres wertvollsten Beweismaterials untergraben wird?», fragte Franz von Liszt in der «Deutschen Juristen-Zeitung». William Stern, der das Experiment angeregt hatte, plädierte dafür, Experten in den Zeugenstand zu rufen, die das Gericht bei der Beurteilung einer Aussage beraten sollten. Ein Vorgehen, das heute üblich ist. 

Die Methode dieses Revolverexperiments, der sogenannte Überraschungsversuch, bei dem die Versuchspersonen nicht wissen, dass sie an einem Experiment teilnehmen, wurde Anfang letzten Jahrhunderts oft nachgeahmt. Einmal wurden Studenten zu einem fingierten lauten Streit vor der Tür des Hörsaals befragt, ein andermal zu einem Besucher, der zwanzig Minuten mit einer Maske in der Vorlesung gesessen hatte. Nur 4 von 22 Anwesenden konnten die Maske einige Tage später unter neun anderen wiedererkennen. 

Manchmal nahm bei solchen Experimenten die Lust am Theater überhand. In der Göttinger psychiatrisch-forensischen Vereinigung stürzte 1903 mitten in einer Rede ein «Clown herein, der in der einen Hand eine Schweineblase, in der anderen Hand einen roten Fez schwang», hinter ihm «in auffälligem Kostüm, einen Revolver in der Hand, ein Neger». Die Zuschauer mussten danach einen Fragebogen ausfüllen, wo sie die Ereignisse durcheinanderbrachten. 

Später fanden Forscher heraus, wie einfach sich das Gedächtnis manipulieren lässt. In Experimenten zeigten sie, dass sich Erinnerungen bei ihrer Aufnahme, während der Speicherung und beim Abruf gezielt verändern lassen. Eine Gruppe von Versuchspersonen, die zum Beispiel gefragt wurde, wie schnell zwei Autos «ineinandergekracht» seien, erinnerte sich später eher an zerbrochenes Glas auf der Strasse als eine andere Gruppe, in deren Frage bloss «zusammengestossene» Autos vorkamen (zerbrochenes Glas gab es übrigens keines). 

Andere Experimente zeigten, wie wir uns die Wahrheit aus Fakten und Phantasie zusammenbauen, wie wir die Erinnerung an ein Gesicht mit jener an ein anderes vermischen, wie wir aus einem Weissen einen Schwarzen machen und Dinge gesehen haben wollen, von denen wir nur gehört haben. 

Die Erkenntnis über die Unzuverlässigkeit der Erinnerung erfuhr ihre schönste Bestätigung in der Überlieferung des Revolverexperiments selbst: In einem 1955 erschienenen Lehrbuch über forensische Psychologie war aus der Revolverattacke in Berlin ein simulierter «Totschlag durch Dolchstiche» geworden. 
Antworten
(28.06.2020, 18:44)Boris B schrieb: Der Politplatschquatsch hatte sich auf einen Text in der BILD-Zeitung bezogen. https://www.politplatschquatsch.com/2019...ottes.html
Und die hatte die Schlagzeile "Die Tür Gottes" über ihren Text. Es stimmt, daß dort was von einem Holzfachbetrieb in Halle erzählt wird. Und die erwähnten Medien sprechen ja nun von einem Tischler aus Dessau...

[Bild: attachment.php?aid=2736]

Laut Homepage der Firma von Hr. Thiele besteht sie seit 02.11.2005 in Dessau. 
Gottes Wege sind bekanntlich genau so unergründlich ... wie die Worte in der BILD.

Hm, der PPQ-Text liest sich so, als wäre der Schreiber auch der Tischler ... nicht, daß da noch ein Streit zwischen Halle und Dessau ausbricht, wer die "Tür Gottes" wirklich gebaut hat. Das hätte gerade noch gefehlt. ;)
Antworten
(29.06.2020, 08:52)kalter hornung schrieb:
(28.06.2020, 18:44)Boris B schrieb: Der Politplatschquatsch hatte sich auf einen Text in der BILD-Zeitung bezogen. https://www.politplatschquatsch.com/2019...ottes.html
Und die hatte die Schlagzeile "Die Tür Gottes" über ihren Text. Es stimmt, daß dort was von einem Holzfachbetrieb in Halle erzählt wird. Und die erwähnten Medien sprechen ja nun von einem Tischler aus Dessau...

...

Laut Homepage der Firma von Hr. Thiele besteht sie seit 02.11.2005 in Dessau. 
Gottes Wege sind bekanntlich genau so unergründlich ... wie die Worte in der BILD.

Hm, der PPQ-Text liest sich so, als wäre der Schreiber auch der Tischler ... nicht, daß da noch ein Streit zwischen Halle und Dessau ausbricht, wer die "Tür Gottes" wirklich gebaut hat. Das hätte gerade noch gefehlt. Wink

Der PPQ ist (für mich treffende) Satire, in diesem Fall an dem Text von der BILD. Online ist der unter https://www.bild.de/politik/inland/polit....bild.html zu finden.
Antworten
Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Halle  hat als er als Einwanderer aus Russland  kam die Tür selbst getischlert.

So zumindest meine Erinnerung. 
Muss Bild, MZ, MDR gewesen sein wo das stand.

Es ist im Prinzip unerheblich.
Die Legende von der Eichen Tür ist das was Probleme macht.
Wir haben eine Schusskraft nahe Null wo selbst eine Innentür aus Presspappe standgehalten hätte.
Oder wurde die Waffe und "Munition" jemals beschossen?
Butter bei die Fische, Jagdschützen und oder Sportschützen hat jemand Beziehungen zu?
Das diese mal eine Tür beschiessen mit deren echte Munition.
Was die Frage aufwirft was hat der "Täter" als Hülsen  verwendet? Von Jagd- oder Sport-Munition und warum hat er die Orginal-Ladung durch rauchendes Schwarzpulver ersetzt und den Schrot durch zerfeilte Münzen?

Oder hat er die Hülsen etwa aus einer selbstgedrehten Havanna gebastelt?
Den Hülsenboden aus Metall hat er den gedrechselt oder gehämmert oder aus den 3D-Drucker?
Das soll er dem Gericht  mal vorführen wie er das gemacht.
Und warum nicht echte Munition, das ist wohl  kaum  ein unlösbares Problem. Das soll der Täter  inklusive  Medien Anklage und Gericht klären.
Antworten
Die Pseudo Munition war nötig damit bei dem Theater keiner verletzt werden kann.
Für die Tür waren ggf. auf dem Lauf mit einen Stern präparierte mit Pseudo Schrot versehene Hülsen vorbestimmt.
Antworten
PPQ linksdrehende ***?
Mutter ist Schauspielerin ... geht's  noch.
Und überproportional 80 mm Stärke sind das niemals. 
Ob die Tür sonst ein Sondermaß wage ich ad hoc nicht zu beurteilen. 
Eiche als innerer Rahmen und dann mit billigen Weichholz verblenden, noch nie so gesehen oder gehört .
Jedenfalls das von der Spurensicherung aufgebohrte sieht optisch eindeutig  nach Weichholz aus und nicht die festere Eiche.
Antworten
Ja auch ich bin an der teilweise geöffneten Tür vorbei gelaufen, absolut Standartwerte
ähnlich
[Bild: 1918262acafd798870e68513f1d55f9190860cba.jpg]

http://archive.is/PTAod
https://www.bauhaus.info/nebeneingangstu...p/25529562
natürlich ohne Glas und ggf. mögen Breite und oder Höhe vom der Industrienorm B x H: 88 x 200 cm oder B x H: 98 x 200 cm abweichen, für Rahmen und Flügel dürften aber durchaus 56 mm  plausibel sein.

PS: Besuch der Synagoge kostet jetzt Geld. 
Antworten
So ließ die Polizei den Killer-Neonazi entkommen

11.10.2019 - 22:30 Uhr
Was verschweigt das Innenministerium von Sachsen-Anhalt? Neonazi Stephan Balliet (27) erschoss in Halle zwei Menschen. Fast eine Viertelstunde blieb er unbehelligt, bis er erstmals von der Polizei gestellt wurde, wieder entkam. BILD schickte 17 Fragen zum Einsatz-Versagen an das Innenministerium.

Lesen Sie mit BILDplus, wie der Killer der Polizei tatsächlich entkommen konnte.

https://www.bild.de/bild-plus/regional/s....bild.html

Haben wir diesen Erguss von BILDplus hier im Forum?
Antworten
(30.06.2020, 13:19)ossi schrieb: So ließ die Polizei den Killer-Neonazi entkommen

11.10.2019 - 22:30 Uhr
Was verschweigt das Innenministerium von Sachsen-Anhalt? Neonazi Stephan Balliet (27) erschoss in Halle zwei Menschen. Fast eine Viertelstunde blieb er unbehelligt, bis er erstmals von der Polizei gestellt wurde, wieder entkam. BILD schickte 17 Fragen zum Einsatz-Versagen an das Innenministerium.

Lesen Sie mit BILDplus, wie der Killer der Polizei tatsächlich entkommen konnte.

https://www.bild.de/bild-plus/regional/s....bild.html

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