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Medien und Blogs zum Thema
Na da gehts ja nun ganz schön rund im U-Ausschuss
Popcorn
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Amri-Ausschüsse als Fortsetzung der NSU-Lüge
Man kann in der Geschichte Parlamentarischer Untersuchungsausschüsse rumwühlen, wie gerne man es möchte. Was man dort nie finden wird ist eine umfassende Aufklärung zum Thema oder des Themas. Die Parlamentarier und Mitarbeiter in den Untersuchungsauschüssen zum NSU haben sich vor allem damit beschäftigt, das Narrativ des Staates zum NSU, also die vom Genralbundesanwalt und BKA-Chef ausgedachte und in die Welt gesetzte Verschwörungstheorie auf Schwachpunkte abzuklopfen, sprich zu verbreiten und damit zu zementieren. Desgleichen die Ausschüsse zum Amri.
Kein Wunder also, daß sie zum gleichen Ergebnis kommen.
Einst hieß es, die Obleute der Fraktionen haben die Geheimdienstakten durch und durch geschnüffelt, aber keine Hinweise auf einen NSU irgendwelcher Art finden können, was sich materiell dahingehend niederschlägt, daß auch keine Humanspuren von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe an den 27 Tatorten gefunden wurden.
Was der AK NSU schon immer und seit langem schrieb, kommt nun auch auch bei den Amri-Forschern an. Die erste und wichtigste Frage, die zu klären ist, lautet: Wer war der Fahrzeuglenker? Alles andere ist aus Falschem folgt Beliebiges.
Beim NSU ist das weitaus schwieriger. Da wäre die Frage zu stellen: Wer war der Mörder? Und das auch noch zehn Mal. Ganz zu schweigen von den Bombenanschlägen und Banküberfällen.
Die beste Knallerbse auf Erden, die man beim Staatsschutz hätte dichten lassen können, Thomas Moser, schreibt forschen Stils:
Zweifel an Täterschaft Amris im Untersuchungsausschuss
Die Abgeordneten im Bundestag geben sich mit den offiziellen Darlegungen zum Anschlagsgeschehen nicht zufrieden: „Irgendetwas ist nicht schlüssig“
Die Zweifel, dass Anis Amri der Haupttäter des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz war, wurden jetzt erstmals im Untersuchungsausschuss des Bundestags offen formuliert. Grund: Die Ungereimtheiten und Widersprüche zur offiziellen Tat- und Alleintäter-Version nehmen zu.
Schon in der vorherigen Sitzung am 5. März präsentierte der verantwortliche Tatortermittler einen Spurenbefund, der die Frage aufwirft, ob jener Tunesier tatsächlich am Lenkrad des Sattelschleppers saß, der auf dem Weihnachtsmarkt insgesamt zwölf Menschen tötete und Dutzende verletzte. Der Chef der zuständigen Mordkommission sagte aus, dass die erhobenen Finger- und DNA-Spuren aus dem LKW-Führerhaus zur Auswertung an die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin gegangen waren. Die einzige Rückmeldung von dort sei gewesen, zu dem „Attentäter Amri“ gebe es zwei Treffer und zwar außen an der Fahrertüre des LKW. Von Amri-Spuren innerhalb der Kabine ist nicht die Rede. Warum?
Außerdem schreibt er viel Sülze.
 
http://arbeitskreis-n.su/blog/2020/03/18...nsu-luege/

http://www.schattenblick.de/infopool/pol...r1677.html
Wurde ein hierarchischer Apparat manipuliert, indem man an zentraler Stelle Anis Amri als Täter einspeiste und damit alle Ermittlungen selektiv ausrichtete? Auch Politik und Medien folgten größtenteils dieser Festlegung. Daß der Untersuchungsausschuß bei allem Bemühen eine umfängliche Aufklärung herbeiführen kann, steht nicht zu erwarten. Die parlamentarische Kontrolle des Geheimdienstes gerät zu einer symbolpolitischen Inszenierung. Dabei steht die offiziöse These eines Behördenversagens auf tönernen Füßen, gewinnt doch der Verdacht zusehends Kontur, Anis Amri sei auf die eine oder andere Weise eine Marionette des Staatsschutzes und offenbar nicht die einzige gewesen.
 
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Thomas Moser:
"Fremde DNA an Amris Pistole"
https://www.heise.de/tp/features/Fremde-...10055.html

Neue interessante Fakten und Details, die Zweifel an einer Täterschaft des Patsys Amri verstärken. Daß Moser am Anschlag selbst eisern festhält, tut dem Artikel aber keinen Abbruch.
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Terrorismus V-Mann soll in Amri-Untersuchungsausschuss aussagen
Er warnte immer wieder vor Anis Amri - vergeblich: Nach der SPIEGEL-Enthüllung zu dem Polizeispitzel Murat Cem will nun der Untersuchungsausschuss des Bundestags den V-Mann als Zeugen befragen.
 
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Anis Amri und der NSU mochten beide Nutella?

Anlass für diesen Gag war ein ziemlich dämlicher Beitrag in der Springerpresse:

[Bild: w05.jpg]

Pistole der Marke Erma, Modell EP 552, Kaliber .22, Seriennummer 012827. Sie bekam als Beweisstück die Bezeichnung „Asservat W05“.
Eine massenhaft hergestellte Billigpistole, Kleinkaliber aus Erfurt, und vom „NSU“ nie benutzt.
Tatwaffe von Anis Amri. Der Islamist verwendete bei der Ermordung des polnischen Lkw-Fahrers eine modellgleiche Pistole mit der Seriennummer 012030.
Was besagt diese „Übereinstimmung“? Erst einmal gar nichts. Auch wenn beide Waffen im Raum Konstanz von Schweizern gekauft worden sein sollen. Etwas anders wäre das dann, wenn beide Ermas von demselben V-Mann in extremistische Szenen (islamisch/nazistisch) verkauft worden wären.
Dafür gibt es aber keine Beweise. Ist eher unwahrscheinlich.
Der Artikel strotzt nur so von guten Kommentaren.
Ich denke, der Hauptzusammenhang zwischen dem Herrn Amri und den Herren und der Dame vom NSU ist, daß sie ähnlich viel mit den ihnen vorgeworfenen Anschlägen zu tun haben. Nämlich nix.
So sieht das aus.
Was genau sagt uns das ? Richtig… – Nichts.
Exakt nichts.
„Auch wenn es sich sehr wahrscheinlich um einen Zufall handelt“
Und warum das ganze Geschreibsel dann?! Sollte man die Zeit doch nicht lieber für Erreignisse verwenden, wo es sehr wahrscheinlich sich um KEINEN Zufall es handelt?!
Bedenke, es geht um die Springerpresse…
Vielleicht nutzten sie nicht nur die gleiche Pistole sondern auch den gleichen Kontaktbeamten vom Verfassungsschutz.
Beide Taten haben tiefe Verbindungen zu V-Männern. Alles wieder nur Zufall…
Was schlussfolgern wir jetzt daraus? Beide hatten den gleichen Dienstherrn?
Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Erstaunlich dass diese Kommentare stehen blieben.
Wo ist das Amri-Netzwerk, ist es ebenso unsichtbar wie das NSU-Netzwerk? Nein, keineswegs, denn Anis Amri wohnte sehr wahrscheinlich in einer Berliner Islamisten-WG, wie man bei Heise nachlesen konnte. Die Beate Z. des Patsys Amris hiess Kamel A.
Wer waren die Beteiligten am Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin? Ein Spurenfund wirft die nächste Frage auf, die von der offiziellen Version des Alleintäters Amri abweicht.
An der Pistole, die Anis Amri, der angebliche Attentäter vom Breitscheidplatz, in Italien dabei hatte, als er ums Leben kam, sicherten Kriminaltechniker die DNA-Spur eines Mannes, bei dem Amri bis zum Anschlagstag vom 19. Dezember 2016 gewohnt hatte. Das Bundeskriminalamt (BKA) weiß das seit über zwei Jahren. Gegenüber den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen wurde das Ergebnis bisher nicht entsprechend kommuniziert.
Perfekt: Wenn die zusammen wohnten, dann kann sich schon einmal eine DNA-Spur auf eine Waffe „verirren“:
Die bisher unbekannte DNA an der Erma-Pistole gehört Kamel A., einem 50-jährigen Tunesier, der seit knapp 30 Jahren in Deutschland lebt. Amri wohnte bei ihm ab Anfang November 2016 bis zum Tattag am 19. Dezember 2016. In der Wohnung in Berlin-Wedding lebten außerdem der Tunesier Khaled A. und der libysche Polizeioffizier Salah A.
Hausmütterchen Kamel A. blieb wohl brav daheim, während die Jungs Khaled und Salah „unterwegs waren“?
„Sie einigten sich darauf, bei der Tatausführung arbeitsteilig vorzugehen.“ Allein dieser Satz findet sich in dem Dokument wörtlich 15 mal.
Sorry, klarer Zitierfehler, betrifft Beate und die Uwes, nicht die Islamisten-WG aus Berlin.
Die Islamisten-WG wurde dann recht schnell zwangsaufgelöst.
Ben Ammar war ein enger Freund Amris und galt nach dem Anschlag als zweiter Hauptverdächtiger. Obwohl gegen ihn ermittelt wurde und er in Untersuchungshaft saß, wurde er auf Betreiben des BKA und unter der staatlichen Patronage von Bundesinnen- und Bundesjustizministerium nach Tunesien abgeschoben.
Der wusste wohl zuviel vom Tiefen Staat und wie der agierte.
Wie geht es weiter, und wann?
Der Untersuchungsausschuss des Bundestages will auf seiner nächsten Sitzung Anfang Mai Vertreter des BKA zu den Ermittlungen befragen. Dabei müsste auch der DNA-Fund von Kamel A. zur Sprache kommen.
Prinzip Hoffnung. Ganz sicher wird der Anschlag nicht aufgeklärt werden. Dafür garantieren BKA und GBA. Wie immer schon seit 45 Jahren.
Zeit: Donnerstag, 7. Mai 2020, 10.30 Uhr
Ort: Berlin, Paul-Löbe-Haus, Europasaal 4.900
Liste der geladenen Zeugen
Sven Kurenbach, Leitender Kriminaldirektor, Bundeskriminalamt
Martin Kurzhals, Kriminaldirektor, Bundeskriminalamt
M.G., Kriminalhauptkommissar, Bundeskriminalamt
www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw19-pa-1ua-693352
DNA-Fachleute des BKA findet man auf dieser Zeugenliste jedoch keine. Dafür einen „BKA-Staatsschützer“? Gar einen Vertreter der Abteilung Terrorismus, wer erinnert sich nicht gerne zurück an Herrn Boeden, der diese Abteilung damals leitete und dann zum Geheimdienstpräsident Inland wurde… auch dieser Untersuchungsausschuss hat nicht das Ziel, die Wahrheit ans Licht zu bringen, soviel scheint sicher.
Der Ausschuss hat offenbar noch nicht einmal die Spurenakten angefordert, in denen die DNA- und Fingerabdruck-Analysen zusammengefasst sind, und ohne diese Akten gelesen zu haben ist jedwede Vernehmung von Polizisten des LKA oder gar des BKA blosse Zeitverschwendung. Die Amateure werden gnadenlos vorgeführt werden.
Alles wie immer…

http://arbeitskreis-n.su/blog/2020/05/06...e-nutella/
 
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Italienische Polizei fasst mutmaßlichen Komplizen von Anis Amri

In Italien haben Ermittler einen mutmaßlichen Komplizen des Terroristen Anis Amri festgenommen, der auf einem Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen tötete. Der Verdächtige soll dem Attentäter einen gefälschten Ausweis besorgt haben.
15.05.2020, 22.13 Uhr

FABRIZIO BENSCH/ REUTERS
Dreieinhalb Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz hat die Polizei in Italien einen Mann festgenommen, der dem späteren Attentäter Anis Amri einen gefälschten Personalausweis beschafft haben soll. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Demnach wurde der Verdächtige bereits im April zusammen mit sieben weiteren Beschuldigten in Neapel festgesetzt.

Den gefälschten italienischen Ausweis benutzte Amri, ein in Deutschland abgelehnter Asylbewerber, den Ermittlungen zufolge Ende Juli 2016 auf einer Busfahrt von Italien nach Deutschland. Der nun gefasste Mann gehört den Ermittlern zufolge zu einer ganzen Bande von Passfälschern. Gegen elf weitere Verdächtige wird ermittelt.

Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen gekapert, mit dem er über den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz fuhr. Er tötete zwölf Menschen. Amri hatte enge Kontakte ins Salafistenmilieu und war Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat.
fek/dpa/AFP
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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Die offizielle Anschlagsgeschichte wird immer bizarrer

18. Mai 2020  Thomas Moser

Untersuchungsausschuss entdeckt auf Handy von Amri Fotos vom Breitscheidplatz nach der Tat - BKA meint, eine App habe sie automatisch installiert
Der Untersuchungsausschuss (UA) des Bundestags hat entdeckt, dass sich auf dem HTC-Handy des angeblichen Attentäters Amri, das in einem Karosserieloch des LKW lag, zwei Fotos befinden, die nach dem Anschlag gemacht wurden. Sie zeigen die Unfallstelle und das zerstörte Fahrzeug. Wer die Fotos gemacht hat oder wie sie auf das Smartphone gelangt sind, kann auch das BKA bisher nicht schlüssig erklären. Der Sachverhalt zeigt, wie bizarr sich die Aufklärung des Terroranschlages entwickelt.
Wo die Abgeordneten graben, stoßen sie auf Details, die nicht mit der offiziellen Anschlagsgeschichte zusammenpassen, wie sie beispielsweise ein BKA-Ermittler im Bundestag erneut formuliert hat: Die Tat sei die eines Einzeltäters gewesen. Amri habe sich des LKW allein bemächtigt und damit den Anschlag begangen. Die Möglichkeit habe sich erst am 19. Dezember ergeben. Als Amri am Abend des 18.Dezember mit Ben Ammar zusammensaß, habe er noch nicht gewusst, dass er am nächsten Tag die Tat begehen werde. So der Erste Kriminalhauptkommissar (EKHK) A.M. jetzt als Zeuge im Ausschuss.
Als ihm die zwei Fotos aus dem HTC-Handy vorgelegt werden, muss er passen: Er habe sie noch nie gesehen, er habe keine Erklärung dafür.
Die Fotos müssen einige Zeit nach dem Anschlagszeitpunkt um 20:02 Uhr entstanden sein. Der Tatort ist bereits abgesperrt, Polizisten und Rettungskräfte sind zu sehen. Dass Amri, der den LKW gefahren haben soll, sie selber gemacht hat, ergibt für den BKA-Mann keinen Sinn. Dann wäre der Täter ja noch stundenlang vor Ort geblieben. Zumal er gegen 21:30 Uhr in seiner Unterkunft gewesen sein soll, um seine Sachen zu holen, ehe er flüchtete.
Dass die Bilder von einem Mittäter gemacht wurden, bezweifelt der BKA-Ermittler ebenfalls. Schließlich würde das die offizielle Einzeltäter-Theorie zum Einsturz bringen. Da es die Nachtat-Bilder aber faktisch gibt, kann man durchaus fragen, ob sie vielleicht zum Anschlagsplan gehörten und eine Botschaft damit verknüpft werden sollte. Zum Beispiel die einer Tätergruppe.
Die Frage der ungeklärten Bilder war schon in der vorherigen UA-Sitzung kurz Thema. Offensichtlich hatte sich das BKA zwischenzeitlich darauf vorbereitet. Als jetzt der BKA-Zeuge A.M. mit den Funden konfrontiert wurde, meldete sich der Sitzungsvertreter des Bundesinnenministeriums (BMI) zu Wort und sagte, das BKA habe ihm "gerade" eine mögliche Teilerklärung unterbreitet, die er vorlesen könnte.
Danach könnten die Bilder, so das BKA, über eine App, möglicherweise eine Google-App, automatisch auf das Handy gespielt worden sein. Beispielsweise gäbe es bei I-Phones die Technik, per App "Nachrichten des heutigen Tages, die Dich interessieren könnten" anzubieten und sie dann im Hintergrund auf dem Handy zur Verfügung zu stellen. Die Fotos auf Amris HTC-Handy fänden sich, so das BKA, auch auf Nachrichtenseiten von jenem Tag.
Amris HTC-Handy
Der Ausschuss will das klären lassen. Unabhängig davon knüpfen sich an das HTC-Handy, das für die Amri-Einzeltäter-These konstitutiv ist, bereits zahlreiche Fragen. Das Gerät soll einem Schweizer Touristen in Berlin Ende September 2016 geklaut worden sein. Der Eigentümer, Eric B., meldete das Telefon bei der Polizei zwar als gestohlen, gab dann aber eine falsche Adresse an, ein Bergdorf in Frankreich, wo er gar nicht wohnte.
Amri soll das Handy ab dem 2. Oktober 2016 besessen haben. Mittels der Geodaten wollen die Ermittler Amris Bewegungen in Berlin rekonstruiert haben. Etwa 30 "Ereignisse" hätten identifiziert werden können.
Die gesamte Kommunikation auf dem Handy wurde am 19. Dezember 2016 etwa um 19:15 Uhr gelöscht. Das soll laut offizieller Darstellung noch vor der Bemächtigung des LKW etwa um 19:30 Uhr gewesen sein. Auf dem Gerät fand sich nur noch der Chatverlauf mit einem angeblichen IS-Kader in Libyen namens "Moumou 1" ab 19:16 Uhr, also vor und während der Fahrt des LKW zum Breitscheidplatz, zunächst als geschriebene Textnachrichten, dann als gesprochene Chats. Um 19:33 Uhr wurde ein Bild aus der Fahrerkabine versandt; um 19:40 Uhr die Sprachnachricht: "Allah ist groß"; um 19:41 Uhr die Sprachnachricht: "Ich bin jetzt in der Karre, bete für mich, Bruder."
Ob es sich bei dem Sprechenden im LKW tatsächlich um Amri gehandelt hat, ist unbestätigt. Die Frage, wie Amris Stimme identifiziert worden sei, konnte der BKA-Ermittler den Abgeordneten nicht beantworten. Er wusste nicht einmal, ob dieser Abgleich überhaupt vorgenommen worden war.
Sollten mit der Löschung der Kommunikation Spuren verwischt werden? Aber wozu, wenn das Handy dann, so die These von BKA und Bundesanwaltschaft, zusammen mit Geldbörse und Duldungsbescheinigung als Tatbekennung am Tatort zurückgelassen wurde? Rekonstruiert ist unter anderem, dass es bis zum 19. Dezember 2016 mit dem HTC-Handy 26 Kontakte mit Clement B. gegeben hat. B. hielt sich in der Vergangenheit unter anderem in Berlin und Brüssel auf und befindet sich als Terrorverdächtiger in Frankreich in Haft.
Die Tatort-Gruppe der Berliner Polizei fand das HTC-Handy bei ihren Untersuchungen des LKW dann nicht etwa im Cockpit, so wie Amris zweites Klapphandy und seine Geldbörse samt Duldungspapier, sondern im Loch eines herausgefallenen Scheinwerfers vorne in der Frontkarosserie des Lasters.
Dass es Amri gehörte, stand überraschend schnell am 21. Dezember, einen Tag nach dessen eigener Identifizierung, fest - und zwar durch die aktive Mithilfe des FBI. Amris Facebook-Account konnte mit seinem Google-Account verknüpft werden. Darüber erfuhr man die Standortdaten des Handys. Letzter Standort war das Bikinihaus am Breitscheidplatz, 20. Dezember 2016, 4:00 Uhr. Daraufhin suchten die Ermittler nach dem passenden Asservat und fanden es in besagtem HTC-Handy.
Wer hat es wann in das Scheinwerferloch auf der Frontseite des LKW gelegt? Ein Passant, eine Rettungskraft oder ein Anschlagsbeteiligter?
Personen aus Amtis Umfeld sollen sich in Tatortnähe aufgehalten haben
Neben Amri gibt es Hinweise auf mehrere Personen aus seinem unmittelbaren Umfeld, die sich am Tatabend in Nähe des Anschlagsortes aufgehalten haben. So soll sein Zimmermitbewohner Khaled A. um 20:34 h auf dem Bahnsteig der U-Bahnlinie U 2 am Bahnhof Zoologischer Garten von einer Videokamera erfasst worden sein. Das ist auch die U-Bahnstation, zu der der Breitscheidplatz gehört. Eine Station weiter am U-Bahnhof Wittenbergplatz wurden um 21:15 Uhr und um 21:41 Uhr Bilder von zwei Personen aufgenommen, die laut einem Auswertevermerk des BKA mutmaßlich Khaled A. und Bilel Ben Ammar zeigen. Zu beiden Spuren blieb der befragte Kriminalhauptkommissar des BKA, R.K., der für die Videoauswertung verantwortlich war, jegliche Antwort schuldig.
Wenn man dann noch dazu nimmt, dass sich an Amris Tatpistole eine DNA-Spur seines Vermieters Kamel A. fand, steht fast die gesamte WG des Tunesiers mit dem Anschlag in Verbindung.
Auf dem Aktenordner zu den Mordermittlungen am Breitscheidplatz stand bis Anfang Januar 2017 neben den Namen Anis Amri, Bilel Ben Ammar sowie des Pakistaners Navid B., der ursprünglich als Verdächtiger festgenommen worden war, aber mit der Tat nichts zu tun hatte, noch der von Riadh El K. Wie er in den Kreis der Verdächtigen geriet, ist bisher nicht ganz klar.
Riadh El K. stand jedenfalls in Kontakt mit Amri. Nach dem Anschlag wurde seine Wohnung durchsucht und sein Telefon überwacht. Er gilt aber nicht mehr als Verdächtiger. Kurios ist nun, dass dieser Riadh El K. auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz selber einen Stand betrieben haben soll, wie eine BKA-Hauptkommissarin im Untersuchungsausschuss berichtete.
Kurz bevor der Anschlag geschah, war Amri in der Fussilet-Moschee. Inzwischen kann man davon ausgehen, dass sich dort bis Stunden danach mehrere Personen aufhielten. Um wen es sich handelte, haben die Anschlagsermittler nicht ergründet. Eine Person, Rostam A., hat der Ausschuss durch seine Arbeit selber identifiziert. Eine andere Person verließ das Objekt, als Amri noch drin war. Sie ist bisher nicht einwandfrei identifiziert.
Jede Menge Personen also um den Anschlag herum. Das führt erneut zu der Frage, was für Personenspuren im Cockpit des Tat-LKW gesichert wurden.
"DNA-Mischspur mit einem geringen Anteil von DNA Amris"
Bisher fehlte der Beleg, dass es vom angeblichen Attentäter Amri auch im Fahrzeuginneren Fingerabdrücke oder DNA-Spuren gibt. Der BKA-Vertreter A.M. sprach nun davon, am Lenkrad habe sich eine "DNA-Mischspur mit einem geringen Anteil von DNA Amris" gefunden. Außerdem habe sich auf dem Zettel mit der handschriftlichen Notiz "Hardenbergstraße" ein "DNA-Mischprofil" von Amri und dem polnischen Speditionsfahrer Lukasz Urban gefunden. Mehr gebe es nicht.
Besagten Zettel hatte die eigentliche Tatort-Gruppe bei ihrer Spurensicherung nicht festgestellt. Er wurde vom BKA später "nachgemeldet". Der Bericht über die Auswertung der Spuren fehlt in den Unterlagen der Ausschüsse nach wie vor. Was man weiß, ist, dass viele Spuren offensichtlich nicht zugeordnet wurden.
Die Sekunden, wie der Laster durch die Budengasse des Weihnachtsmarktes rast, hat eine Hamburger Medien- und Filmproduktionsfirma festgehalten, die an jenem 19. Dezember 2016 für Werbeaufnahmen in Berlin war. Die Aufnahmen wurden aus einiger Entfernung vom Hochhaus Europacenter aus aufgenommen. Als der LKW zum Stehen kommt, sieht man die Fahrertüre aufgehen und eine Person aussteigen. Kurz danach bricht der Film ab und setzt erst wieder ein, als der Stadtbus der Berliner Verkehrsbetriebe hinter dem LKW angehalten hat. Das war etwa 40 Sekunden später, diese Zeit fehlt in dem Video. Die Hamburger Filmproduktionsfirma hat damals praktisch den ganzen Tag über gedreht - vor der Tat, während der Tat und nach der Tat.
Der Ausschuss wollte nun wissen: Wurde das Material bearbeitet, vergrößert, verlangsamt? Tatsächlich wurde es bearbeitet, erfuhr man, allerdings nicht durch Experten des BKA, sondern durch die Filmfirma selber. Sie wurde vom BKA damit beauftragt und habe, so der BKA-Vertreter, "rausgeholt, was möglich war". Das Filmmaterial sei nicht weiter zu verbessern. Nicht beantwortet wurde allerdings die Frage, warum und wodurch die zeitliche Lücke von etwa 40 Sekunden entstanden ist, ehe die Handlung wieder einsetzt. Aufgrund der Lücke kann man nicht erkennen, wohin sich der Fahrer bewegt hat und ob möglicherweise noch eine zweite Person ausgestiegen ist.
Ein wichtiger Zeuge könnte der Fahrer des BVG-Busses sein, der hinter dem Tat-LKW anhalten musste. Doch er wurde allem Anschein nach nicht als Zeuge vernommen. Im Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses tags darauf hieß es, von dem Busfahrer liege kein Zeugenprotokoll vor.
Wurde nur ermittelt, was zur Einzeltäterthese passt?
Alles in allem Ermittlungsergebnisse und Zeugenauskünfte, die derart viele Lücken und Unklarheiten aufweisen, dass man nicht mehr an bloße Fehler oder Zufälle glauben will. Ein Ausschussmitglied hegte den Verdacht, dass nur das ermittelt wurde, was zur These vom Einzeltäter Amri passe.
Die Hauptplayer bei den Ermittlungen nach dem Anschlag waren das Landeskriminalamt (LKA) von Berlin, Abteilung Staatsschutz sowie das BKA, das ebenfalls sofort im Lagezentrum anwesend war, ehe es zwei Tage später auch offiziell im Auftrag der Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernahm. Das BKA stand zugleich im Austausch mit dem US-amerikanischen FBI in Deutschland .
Maßgeblicher Akteur auf Seiten des LKA Berlin war der damalige Leiter des Islamismus-Dezernats im LKA, Axel B., wie er jetzt im Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses selber befand. Als er bereits wenige Minuten nach der Tat alarmiert wurde, ging er nicht von einem Unfall, nicht einmal von einem Amoklauf, sondern direkt von einem terroristischen Anschlag aus. Dementsprechend bildete das LKA zusammen mit dem BKA die Besondere Aufbau-Organisation (BAO) Anschlag, die bereits nach zwei Stunden arbeits- und führungsfähig gewesen sei.
Warum aber ging der Staatsschützer von einem islamistischen Anschlag aus und nicht zum Beispiel von einem rechtsterroristischen? Die Frage wurde ihm im Ausschuss nicht gestellt - und blieb entsprechend unbeantwortet.
Da die eigentliche Befehlsstelle und Einsatzleitung beim Berliner Polizeipräsidenten und den regulären Einsatzstrukturen lag, kam es in der Folge zu einer eigenartigen polizeiliche Doppelstruktur. Denn, während sich der reguläre polizeiliche Führungsstab erst aufbaute, bestimmte faktisch die Befehlsstelle von LKA-Staatsschutz und BKA in eigener Regie das Geschehen und die Ermittlungsschritte. Axel B. war es auch, der kurz nach 23 Uhr am 19. Dezember die sogenannte Maßnahme M 300 auslöste, durch die unter anderem Verbleibkontrollen bei polizeibekannten Islamisten und in Moscheen durchgeführt wurden.
Staatsschutz Berlin und BKA waren nicht nur jene Sicherheitsbehörden, die wesentlich die Anschlagsermittlungen führten und damit auch für unterlassene Ermittlungen und versickerte Spuren verantwortlich sind. Sie waren zugleich diejenigen, die mit am intensivsten mit dem mutmaßlichen Täterklientel zu tun gehabt hatten.
Der Macher und inoffizielle Einsatzleiter am 19. Dezember 2016, Axel B., der eloquent das damalige Anschlagsmanagement schilderte, musste allerdings oft dann passen, wenn es konkret wurde.
Was hat es mit der in Tatortnähe gefundenen Jacke auf sich, in der zwei blutbeschmierte Handys, ein libanesischer Pass und eine Duldungsbescheinigung steckten?
Antwort Axel B.: Ich kann dazu nichts sagen.
Warum holten zwei LKA-Beamte des Staatsschutzes bei der Tatortgruppe Amris Duldungsbescheinigung ab?
Antwort: Weiß ich nicht.
Was geschah mit dem Papier?
Antwort: Weiß nicht.
Warum wurde die Abteilung für die Führung der V-Personen (VP) nicht in die Struktur der BAO Anschlag einbezogen?
Antwort: Die Frage ist berechtigt.
Wer hat die VP-Führung überhaupt aktiviert?
Antwort: Schulterzucken.
Wurde der Busfahrer, der hinter dem Tat-LKW anhalten musste, nicht als Zeuge vernommen?
Antwort: Muss passen.
Wie kam Amri von Berlin nach Emmerich?
Antwort: Wüsste ich auch gerne.

https://www.heise.de/tp/features/Die-off...22838.html
 
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Zitat:auf dem HTC-Handy des angeblichen Attentäters Amri, das in einem Karosserieloch des LKW lag, zwei Fotos befinden, die nach dem Anschlag gemacht wurden. Sie zeigen die Unfallstelle und das zerstörte Fahrzeug. Wer die Fotos gemacht hat oder wie sie auf das Smartphone gelangt sind, kann auch das BKA bisher nicht schlüssig erklären.

und das kommt 4 Jahre später erst raus??

Zitat:Riadh El K. stand jedenfalls in Kontakt mit Amri. Nach dem Anschlag wurde seine Wohnung durchsucht und sein Telefon überwacht. Er gilt aber nicht mehr als Verdächtiger. Kurios ist nun, dass dieser Riadh El K. auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz selber einen Stand betrieben haben soll

Zitat:Was hat es mit der in Tatortnähe gefundenen Jacke auf sich, in der zwei blutbeschmierte Handys, ein libanesischer Pass und eine Duldungsbescheinigung steckten?

Diese beiden Details sind neu oder tauchten diese schonmal auf in der ganzen Zeit? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern davon schonmal gelesen zu haben..



Zitat:Wurde der Busfahrer, der hinter dem Tat-LKW anhalten musste, nicht als Zeuge vernommen?

Die Frage der Fragen...
Antworten
Zitat aus:
https://www.t-online.de/nachrichten/pano...m-lkw.html
"Wie aus einem Vermerk des Bundeskriminalamtes (BKA) vom 12. Januar 2017 hervorgeht, wurde die handschriftliche Notiz erst rund drei Wochen nach dem Anschlag bei einer erneuten Durchsuchung des Führerhauses des Tatfahrzeugs durch das BKA gefunden.

Auf einem Zettel stand, mit einem Schreibfehler, der Name der Straße, die zum Tatort führt: "HARDENBERGSTRB". Der BKA-Beamte, der den abgerissenen Papierstreifen damals fand, sagte am Donnerstag als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestages zu dem Anschlag, der Zettel habe auf der Tachoanzeige gelegen."

3 Wochen nach dem Anschlag fand man eine handschriftliche Notiz auf der Tachoanzeige??????? Wie glaubhaft ist das? Diente der Zettel Amri als moderne Navigationshilfe??????
Antworten
(29.05.2020, 07:03)Werner schrieb: 3 Wochen nach dem Anschlag fand man eine handschriftliche Notiz auf der Tachoanzeige??????? Wie glaubhaft ist das? Diente der Zettel Amri als moderne Navigationshilfe??????

Auf welche Sprache war denn der Navi eingestellt? Polnisch, arabisch, deutsch?
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
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