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Regierungspräsident Lübcke offenbar durch Kopfschuss getötet
Hallo kalter hornung!

Du schreibst: Egal wie sie diese seltsame Geschichte noch umstricken, sie wird nicht mehr besser.

Ich kann Dir nur zustimmen.
Das Chaos wird immer größer.

Warum hat die Ehefrau vom Streit nichts mitbekommen oder gar den Schuß gehört?
Der Oberhammer ist allerdings das hier:

Nach Angaben von Anwalt Hannig habe er damit Markus H. schützen wollen. Ihm seien dafür Schutz und finanzielle Vorteile für seine Familie versprochen worden. Tatsächlich habe er allerdings in der Tatnacht auf dem Weg zu Lübckes Haus die Waffe an H. ausgehändigt.

Der Nichtschütze geht freiwillig für mindestens 12/15 Jahre in den Knast weil der Schütze seiner Familie finanzielle Hilfe gewährt.
Ich habe schon viele absurde Begründungen gehört, aber die gehört nun wirklich zu den dümmsten von allen.

@ffh schreibt: und wenn man liest "wollten ihm eine Abreibung verpassen" und dass es "ein Streitgespräch gegeben habe", hört sich das nicht an, als wäre es um einen Satz aus einem Jahre zurückliegenden Vortrag gegangen ("wer nicht einverstanden ist, kann ja gehen"), sondern es stellt sich die Frage, was Markus H. und Stephan E. wirklich mit ihm zu schaffen hatten.

Klar doch, man wartet 3 Jahre, um dann seinem Ärger Luft zu machen.
In Absurdistan ist nichts zu blöd, um es öffentlich zu erklären.

Diese ganze V-Männer-Szene ist ein gigantischer Sumpf aus politischer Korruption, organisiertem Verbrechen und gegenseitiger Intrige.
Für mich bleiben H. und Ernst Pappkameraden, die in irgendeine darüber liegende Story hinein gestrickt wurden.

Und welche Rolle spielte nun der Lübcke-Sohn und dessen Freund, der sich so auffällig um die Spurenbeseitigung kümmerte?

mfG
nereus
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Zitat:Lübcke-Mord: Video zeigt Tatverdächtige auf AfD-Demo in Chemnitz

Erstmals zeigen Filmaufnahmen den Hauptverdächtigen des Lübcke-Mordes auf einer Demonstration der AfD in Chemnitz. Neben Stephan E. ist auf dem Video auch Markus H. zu sehen, dem Beihilfe vorgeworfen wird.

Dem MDR-Magazin "exakt" liegen erstmals Filmaufnahmen vor, die den Neonazi Stephan E. auf einer Demonstration der AfD in Chemnitz im September 2018 zeigen. Gegen E. ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Mordes am Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Das vorliegende Material zeigt auch die Teilnahme von Markus H. an der Demonstration. Markus H. sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft, ihm wird Beihilfe vorgeworfen.

Zuletzt hatte Stephan E. ein neues Geständnis abgelegt und Markus H. stark belastet. Nicht E. habe die tödlichen Schüsse abgefeuert, sondern Markus H. sei es gewesen.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Fotos öffentlich, die den Hauptbeschuldigten im Mordfall Lübcke, Stephan E., als Teilnehmer der AfD-Demonstration in Chemnitz zeigen sollten. Die nunmehr dem MDR vorliegenden Filmaufnahmen erhärten das und zeigen zudem, dass Stephan E. in Begleitung von Markus H. war. Das vorliegende Filmmaterial ist durch den MDR auf Echtheit geprüft worden.

In Chemnitz hatte es im Sommer 2018 mehrere Demonstrationen und schwere Ausschreitungen gegeben, nachdem ein Mann erstochen worden war. Für die Tat ist inzwischen ein Syrer verurteilt worden. Die AfD hatte zusammen mit Pegida für den 1. September 2018 einen "Schweigemarsch" angemeldet.

Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/g...d-100.html
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Verdächtige im Mordfall Lübcke
Zwei Rechtsextreme unter vielen
Die beiden Männer, die Kassels Regierungspräsidenten ermordet haben sollen, waren 2018 bei einer AfD-Demo in Chemnitz. Das zeigt ein Video des MDR.
LEIPZIG/BERLIN afp/taz | Der Hauptverdächtige im Mordfall Walter Lübcke ist einem Bericht des MDR zufolge auf Filmaufnahmen einer AfD-Demonstration in Chemnitz im Jahr 2018 zu sehen. Die Aufnahmen zeigen Stephan Ernst und dessen mutmaßlichen Komplizen Markus H., wie der MDR am Samstag berichtete. Demnach liegen die Videobilder dem MRD-Magazin „exakt“ vor. Sie seien auf Echtheit geprüft worden.
Zu der Demonstration hatte unter anderem die AfD aufgerufen, nachdem in Chemnitz ein Mann erstochen worden war. Den Demonstrationszug hatten AfD-Spitzenfunktionäre angeführt, darunter Björn Höcke. Auch Pegida-Vertreter waren dabei. Für die Tat wurde im August 2019 ein Flüchtling wegen Totschlags verurteilt.
Bereits im September 2019 waren Fotos aufgetaucht, die Stephan E. als Teilnehmer der Kundgebung zeigen. Schon damals war auch vermutet worden, dass auf den Bildern neben Ernst auch Markus H. zu sehen ist. Die Filmaufnahmen erhärteten nun diesen Verdacht.
Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 tot auf der Terrasse seines Wohnhauses gefunden worden. Laut Obduktion wurde der 65-Jährige mit einer Kurzwaffe aus nächster Nähe erschossen.
E. war bereits wenig später festgenommen worden. Anfangs gingen die Ermittler von einem Einzeltäter aus. Auch hieß es, Ernst sei zwar als Rechtsextremist bekannt, seit fast zehn Jahren aber nicht mehr in der Szene aufgefallen. Verfassungsschutz und Polizei beteuern, seit 2009 sei E. nicht mehr auffällig gewesen.
Nach seiner Festnahme im vergangenen Sommer hatte Ernst zunächst ein Geständnis ab, widerrief dieses aber nach wenigen Tagen. Am Mittwoch machte Ernsts Verteidiger eine neue Einlassung seines Mandanten bei den Ermittlern öffentlich. Demnach sei Ernst mit H. zu Lübcke gefahren, um dem CDU-Politiker eine „Abreibung“ zu verpassen. H. habe dann Lübcke im Streit aus Versehen erschossen. Gegen H. wird bislang wegen Beihilfe zum Mord ermittelt.....

> https://taz.de/Verdaechtige-im-Mordfall-.../!5655131/
 
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Lübcke-Mord: Video zeigt Tatverdächtige auf AfD-Demo in Chemnitz
Erstmals zeigen Filmaufnahmen den Hauptverdächtigen des Lübcke-Mordes auf einer Demonstration der AfD in Chemnitz. Neben Stephan E. ist auf dem Video auch Markus H. zu sehen, dem Beihilfe vorgeworfen wird......
> https://www.mdr.de/nachrichten/politik/g...d-100.html

[Bild: fV7BBgPY?format=jpg&name=900x900]
 
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AK NSU zum jüngsten Spin der GBA-Lübcke-Story:
"Mordfall Lübcke: Hurra, es war ein anderer Rechtsextre­mer"
http://arbeitskreis-n.su/blog/2020/01/12...sextremer/

Hat Hartmann Lübcke aus Versehen erschossen? Der Autor vom AK NSU meint:

Zitat:Das geht nur dann, wenn die Waffe in einem schußbereiten Zustand gewesen ist oder während des Streits zügig in die schußförderliche Betriebsbereitschaft versetzt wurde. Insofern ist Versehen ausgeschlossen.

Im Text auch ein spannender Verweis auf einen HR-Artikel:
https://www.hessenschau.de/panorama/neue...s-100.html

Frage war ja, wer Stephan Ernst Schutz und Geld für seine Familie anbot, wenn er als Alleintäter in den Bau wandert. Das ist jetzt geklärt:

"Ernst habe das erste Geständnis nach eigenen Angaben nicht nur abgelegt, um H. zu schützen", sondern auch "auf Anraten eines früheren Verteidigers". Ernst will die Tatbeteiligung von Markus H. demnach zunächst nicht erwähnt haben, weil ihm sein damaliger Anwalt als Gegenleistung versprochen habe, seine Familie werde geschützt und finanziell unterstützt."

Aber - falls das stimmt - in wessen Auftrag? Die Staatsanwaltschaft prüft nun einen Anfangsverdacht wegen Strafvereitelung gegen V-Anwalt (?) Dirk Waldschmidt (NPD):
https://www.hessenschau.de/panorama/ermi...g-100.html
Antworten
(12.01.2020, 13:10)kalter hornung schrieb: AK NSU zum jüngsten Spin der GBA-Lübcke-Story:
"Mordfall Lübcke: Hurra, es war ein anderer Rechtsextre­mer"
http://arbeitskreis-n.su/blog/2020/01/12...sextremer/
(.....)
Aber - falls das stimmt - in wessen Auftrag? Die Staatsanwaltschaft prüft nun einen Anfangsverdacht wegen Strafvereitelung gegen V-Anwalt (?) Dirk Waldschmidt (NPD):
https://www.hessenschau.de/panorama/ermi...g-100.html

"Und schwupps hatte man über Nacht auf einmal das Geständnis, auf das Politik und Medien so sehnsüchtig warteten. Dabei hätte man es bereits viel früher wissen können. Der Generalbundesanwalt hatte die Ermittlungen an sich gerissen. Und damit waren alle Messen gesungen. Da kommt nichts mehr rum, denn diese Behörde wird immer dann angerufen, wenn es etwas zu vertuschen gilt.
Was gäbe es denn zu vertuschen? Nun genau das, was bisher bekannt ist. Daß Ernst seit einem Jahrzehnt nicht mehr als Nazi in Erscheinung getreten ist, so wie Minrath eben keine Auskünfte zu Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe erteilen konnte, weil es bei der Bundesbehörde keine gab, wie Hans-Georg Maaßen auf einer Podiusmdiskussion in Berlin bestätigte. Dann bleiben nur der Kumpel und der erste Verteidiger über. Man mußte einen anderen Täter vors Loch schieben, um den V-Mann zu schützen. Nichts neues im Staat des GBA, wie bei Becker und Zschäpe und in vielen anderen Fällen, aber anders als bei Dienelt und Eminger.
Ernst hat einen Fehler gemacht. Er hat gequatscht, statt das Recht des Schnabelhaltens für sich in Anspruch zu nehmen, wie Udo Vetter nimmermüde ratschlägt."
 
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Lightbulb 
Moin!
Nun schaut mal, WER da im Lübcke-Fall wieder auftaucht: Herr Temme ist wieder da!
Ein Gramm Information wiegt mehr als eine Tonne Meinung...
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auch hier:

Lübcke-Mord und NSU: Ein Name taucht immer wieder auf
Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wirft weiterhin viele Fragen auf. Nun wurden neue Hinweise auf eine mögliche Verbindung zur NSU-Mordserie bekannt. Im Zentrum stehen alte NSU-Akten und ein Ex-Verfassungsschützer.
Im April 2006 wird Halit Yozgat in seinem Kasseler Internetcafé mit zwei Kopfschüssen ermordet. Während der Bluttat sitzen mehrere Kunden an den Computern. Ein Kunde ist Andreas Temme, Beamter beim hessischen Verfassungsschutz – zuständig für den Bereich Rechtsextremismus und V-Mann-Führer. Von dem Mord will Temme allerdings nichts mitbekommen haben, obwohl er nur wenige Meter entfernt saß.
Verfassungsschützer als Tatverdächtiger
Im Zuge der Ermittlungen wird Andreas Temme als Beschuldigter vernommen, seine Wohnung und sein Arbeitsplatz beim Verfassungsschutz werden durchsucht. Die Kripo-Beamten finden neben Drogen auch illegale Munition und rechtsextreme Propaganda in einer "großen Anzahl", heißt es in einem Aktenvermerk, der dem Rechercheteam des BR und den Nürnberger Nachrichten (NN) vorliegt. Die Ermittler der Kasseler Kriminalpolizei überprüfen 2006 die Tätigkeiten von Temme zu den jeweiligen Zeitpunkten der NSU-Morde.....

mehr >
https://www.br.de/nachrichten/deutschlan...uf,RnIvE29
 
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Zur "Abreibung": Wer bei Lübcke zu spätabendlicher Stunde ins Grundstück eindringt, um ihm eine "Abreibung" zu verpassen, bringt vll. einen Baseballschläger mit oder was auch immer, aber keine geladene Pistole.

Zu Temme: Vorsicht! Temme war V-Mann-Führer in Kassel (mit einer V-durchseuchten rechten Szene); warum sollten in seinen Berichten oder denen seiner Dienststelle nicht Ernst oder Hartmann aufgetauchen, wenn sie damals aktiv waren? Wer jetzt raunt, Temme habe deshalb was mit dem Lübcke-Mord zu tun, muß das bitteschön konkret belegen, ansonsten kann das genausogut eine gezielt gelegte Trugspur sein, um Medien und hysterische Linke zu beschäftigen.

Ich weise darauf hin, daß Temme seit Jahren im Fokus von Ausschüssen, Opferanwälten und NSU-Geisterjägern steht, inkl. Verdachtsberichterstattung und seit über 10 Jahren beim VS raus ist, also sollte jeder mal überlegen, wie wahrscheinlich das ist, daß Temme einen Mord an seinem Ex-Chef Lübcke (von dem er sein Gnadenbrot bekam), koordiniert/betreut/beauftragt. Warum sollte sich Temme das antun?
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NSU und Fall Lübcke: Welche Rolle spielte ein Geldtransporter?

Ein Sicherheitsmann rückt ins Visier der Ermittler - 13.01.2020 06:00 Uhr
NÜRNBERG - Ein Vermerk des Polizeipräsidiums Mittelfranken in alten NSU-Akten könnte auf eine Verbindung zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hindeuten. Die Spur ist vage, doch sie bringt den Ermittlern neue Ansätze.

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 2. Juni 2019 gibt immer noch Rätsel auf. Hatte der mutmaßliche Täter Stephan E. Helfer? Gibt es womöglich Hintermänner in der rechten Szene? Woher stammte die Tatwaffe? Die jetzt bekanntgewordenen Hinweise auf eine mögliche Verbindung zur NSU-Mordserie in den Jahren 2000 bis 2007 heizen die Spekulationen weiter an. Doch aus den Akten des Polizeipräsidiums Mittelfranken vom Juni 2006 ergeben sich auch neue Ermittlungsansätze, die die Behörden nach Angaben des RedaktionsNetzwerkes Deutschland (RND) derzeit prüfen.

Im Zentrum stehen ein Ex-Verfassungsschützer und ein Geldtransporter. Dem Wagen könnte eine entscheidende Rolle zugekommen sein.

Im April 2006 wird Halit Yozgat, gerade 21 Jahre alt, in seinem Kasseler Internetcafé mit zwei Kopfschüssen ermordet. Während der Bluttat sitzen mehrere Kunden an den Computern in dem verwinkelten Raum. Einer von ihnen ist Andreas Temme, Beamter beim hessischen Verfassungsschutz – zuständig für den Bereich Rechtsextremismus und V-Mann-Führer. Er betreut also mehrere Informanten aus rechtsextremen Kreisen. Von dem Mord will Temme, damals Ende 30, allerdings nichts mitbekommen haben, obwohl er nur wenige Meter entfernt saß.
Rechte Propaganda in der Wohnung
Im Zuge der Ermittlungen fällt der Verdacht auf Andreas Temme, er wird als Beschuldigter vernommen, seine Wohnung und sein Arbeitsplatz beim Verfassungsschutz werden durchsucht. Die Kripo-Beamten finden neben Drogen auch illegale Munition und rechtsextreme Propaganda in einer "großen Anzahl", wie es in einem Aktenvermerk heißt, der dem gemeinsamen Rechercheteam von Nürnberger Nachrichten und Bayerischem Rundfunk vorliegt. Die Beamten der Kasseler Kriminalpolizei überprüfen im Jahr 2006 nun auch den Aufenthalt von Temme während der Zeit der vorherigen acht anderen NSU-Morde in Deutschland.
Für die erste Bluttat, die dem NSU zugerechnet wird, dem Mord an Blumenhändler Enver Simsek am 9. September 2000 in Nürnberg, kann Temme ein Alibi seines Freundes Jürgen S. vorweisen, eines Mitarbeiters einer Kasseler Geldtransporter-Firma. Mit Jürgen S. will Temme laut eigenen Aussagen gemeinsam im Kino gewesen sein, heißt es in einem weiteren Vermerk.
Nürnberger Kripo-Leute vernehmen Verdächtigen
Pikant: Sechs Jahre später, der Mord an Halit Yozgat in Kassel war gerade geschehen, rückt Jürgen S. abermals ins Visier der Ermittler. Doch es sind nun ausgerechnet Nürnberger Kripo-Leute, die S. vernehmen, berichtet das RND. Die fränkischen Fahnder waren auf den Sicherheitsmann aufmerksam geworden, weil das Diensthandy von S., das offenbar fest mit seinem Geldtransporter verbunden gewesen war, in unmittelbarer Nähe zu zwei weiteren NSU-Tatorten in lokalen Funkzellen geortet worden war.
Und zwar am 9. Juni 2005 in Nürnberg, als der Imbissbetreiber Ismail Yaşar in der Scharrerstraße erschossen wurde, und neun Tage später, am 15. Juni 2005 in München, als Theodoros Boulgarides in der Trappentreustraße ermordet wurde.

In seiner Aussage soll der Sicherheitsmitarbeiter angegeben haben, er kenne Verfassungsschützer Temme seit 1990. Zusammen seien sie in Rocker-Kreisen verkehrt und hätten Schießübungen in Kasseler Schützenvereinen absolviert. Man habe mit der Dienstwaffe von Jürgen S. geübt, einem Revolver der Marke "Rossi", Modell 27, Kaliber 38 Spezial. Mit einer Waffe dieses Modelltyps wurde dreizehn Jahre später, im Juni 2019, der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke getötet. Ob auch Temme mit der "Rossi" trainierte, bleibt laut RND-Bericht im Vermerk unklar.
Kontakte zu den Hells Angels
Aus weiteren Unterlagen der Ermittler, die dem NN-BR-Rechercheteam vorliegen, geht hervor, dass sich Verfassungsschützer Temme beim Vorsitzenden eines Kasseler Schützenvereins zeitweilig nach Informationen zu ausländischen Mitbürgern erkundigt hat. Zudem fand die Polizei bei Temme Kleidungsstücke mit Emblemen der Rockergruppe Hells Angels. In einem anderen Verfahren wurde Temme aufgrund seiner Verbindungen zu den Hells Angels gar verdächtigt, interne Unterlagen des hessischen Landeskriminalamts zu Rockerstrukturen an die Rocker weitergegeben zu haben. Der Fall wurde nie aufgeklärt.

Dennoch rückt Andreas Temme, der in seiner Jugend den Spitznamen "Klein Adolf" gehabt haben soll, derzeit erneut ins Licht der Behörden. Denn nicht nur die Tatsache, dass der Verfassungsschützer nach dem Mord im Internetcafé 2006 seinen Arbeitsplatz im hessischen Landesamt für Verfassungsschutz verlassen musste und ausgerechnet ins Regierungspräsidium von Walter Lübcke wechselte, macht stutzig. Spätestens seit Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) einräumte, dass Temme mit dem mutmaßlichen Lübcke-Mörder Stephan E. vor dem Jahr 2006 "dienstlich befasst" gewesen sei, werden Vermerke und Spuren aus dem NSU-Komplex neu abgeglichen.

Nach Angaben des RedaktionsNetzwerkes Deutschland halten es die Beamten sogar für möglich, dass der Kasseler Geldtransporter genutzt wurde, um Täter und Tatwaffen unbemerkt an Polizeikontrollen vorbeizuschleusen.

> https://www.nordbayern.de/politik/nsu-un...-1.9719262
 
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