Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Deutschland 2018/2019/2020
#31
Deutschland

Antje Hermenau: Es geht nicht um rechts oder links, es geht um oben und unten

Die etablierten Parteien haben das Vertrauen der Wähler im Osten verloren. Das meint Antje Hermenau, seit Anfang 2019 Landesgeschäftsführerin der Freien Wähler in Sachsen. Hermenaus Rezept im anstehenden Landtagswahlkampf: die Leute ernst nehmen.
Antje Hermenau ist selbständige Beraterin und Beauftragte des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) für den Landeswirtschaftssenat Sachsen. Von 1990 bis 2014 war Hermenau in der Politik, für die Grünen saß sie insgesamt 14 Jahre im sächsischen Landtag und zehn Jahre im Bundestag. 2015 trat sie aus der Partei aus. Seit Januar 2019 ist sie Landesgeschäftsführerin der Freien Wähler.

Das Gespräch führte Andreas Richter

Frau Hermenau, wir haben uns Anfang September über Chemnitz und die Ereignisse dort unterhalten. Sie haben damals von zwei getrennten Diskussionsräumen in Deutschland gesprochen, die voneinander wissen, aber sich nicht verstehen. Hat sich seitdem Ihrer Meinung nach etwas geändert?
Nein, den Eindruck habe ich immer noch. Es hat sich nichts geändert. Aber es wird jetzt, weil Wahlen im Osten anstehen, in Sachsen, in Brandenburg und Thüringen, so getan, als wollte man auf ostdeutsche Meinungen zugehen. Ich habe aber das Gefühl, das ist nur so eine Reklamenummer. Es wird nicht versucht, zu verstehen. Das stimmt nicht. Es wird versucht, freundlich zu sein, damit der Zorn nachlässt. Ob das zielführend ist, weiß ich nicht. Und da werden dann so Sachen unters Volk geschmissen wie Kamellen beim Karneval, so wie Frauenquote im Parlament, das ist im Moment nicht unsere Priorität. Ich glaube, es ist richtig, was der Herr Kretschmer macht [der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer], dass er sagt, wir müssen auf unsere eigenen Kräfte vertrauen, wir können doch mehr – das ist der richtige Tonfall den Einheimischen gegenüber. Und um sich auch mal von dieser ganzen Truppe der hochbezahlten, ihrer Verrentung entgegendämmernden Beamten abzusetzen. Die sind vor knapp 30 Jahren gekommen, haben Aufbauarbeit geleistet und seit ein paar Jahren dämmern die ihrer Rente entgegen, weil sie sich zum Teil bis heute nicht mit uns identifizieren können. Das ist für ein Land wirklich Gift, weil da so ein Hauch von Kolonialherren-Attitüde aufkommt. Das muss durchbrochen werden.
Was, glauben Sie, ist die Ursache dafür, dass Debatten heute in Gesellschaft und Politik eher moralisch-emotional geführt werden als sachlich und rational?
Das ist eine Ausflucht. Die Moral ersetzt sozusagen das Argument. Das geht schon seit vielen Jahren, das ist nicht neu. Ich habe, als ich bei den Grünen war, das auch wahrgenommen, dass das eine echte Strategie ist. Es ist zu kompliziert, das allen zu erklären: Was machen wir? Man überspringt lieber die Argumentationsebene und geht gleich auf die Emotion.

Die Folgen sind doch, wenn man sich das anguckt, fatal. Zum Teil werden drängende Themen nicht aufgegriffen, wenn ich an die Ungleichheit zwischen den Regionen und die Infrastruktur denke.
Das interessiert die nicht. Im Moment erlebe ich in der Bundespolitik ein hohes Interessen an den aufregenden Dingen der ganzen Welt und wenig Interesse an den biederen und nicht schillernden Alltagsthemen, die geregelt werden müssen. Aber: Die Menschen haben oft einen beschwerlichen Alltag, und der könnte viel leichter sein, wenn man sich darum kümmern würde. Das macht, finde ich, solche Parteien wie die Freien Wähler interessanter. Weil die sind einfach im guten Sinne bieder und konzentrieren sich darauf, dass es läuft. Und das ist für viele Menschen wertvoll, dass ihr Leben läuft.
Bei vielen politischen Entscheidungen drängt sich auch der Eindruck auf, dass nicht alles zu Ende gedacht ist. Dass Themen aufgegriffen werden, die nicht wirklich relevant sind für die Leute, und dass manches beschlossen wird, ohne an die Folgen zu denken. Beispiele: Energiewende, Atomausstieg, Flüchtlingspolitik.
Das ist ein bisschen suggestiv jetzt. Ich sage mal, bei der Euro-Rettung, das hat die Frau Merkel mächtig mitbestimmt. Das ging alles über ihren Berater, Herrn [Christoph] Heusgen, der ja frankophil und Brüsselaner ist. Diese Euro-Rettung hat den ehemaligen Ostblock verstört. Das kann man so nicht machen. Und das hat auch im Westen viele verstört. Da sind die Ursprünge der AfD, in der Euro-Kritik. Und da, glaube ich, war dieses Flüchtlingsthema willkommen. Ob sie es selber eingerührt haben in Berlin, weiß ich nicht. So weit würde ich nicht gehen. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es der Bundesregierung außerordentlich gelegen kam, dass ein neues Aufregerthema kam mit den vielen Flüchtlingen 2015. Dass das voraussehbar war, weil auch Deutschland seine Zuwendungen für die Flüchtlingslager in der Gegend halbiert hatte, liegt auf der Hand. Aber im Ergebnis, glaube ich, war man erst einmal erleichtert in Berlin, dass ein neues Aufregerthema da war. Der Punkt ist, glaube ich, es ist wie beim Zauberlehrling, dass der den Besen nicht wieder unter Kontrolle kriegt, und das Wasser läuft und läuft. Man hat es nicht wieder in den Griff gekriegt. Und die Leute sind jetzt doppelt sauer. Das Geld verschleudert und hier die Sicherheit auf den Straßen einem Risiko ausgesetzt. Und die Verlierer dieser Entwicklungen sind Frauen. Und das trifft die linken Parteien besonders. Wenn jetzt ein Herr Oppermann das Angebot macht, die Hälfte der Parlamentsabgeordneten sollen Frauen sein, ändert das für die Frauen im Alltag gar nichts, aber man tut so, als ob. Das hatten wir alles schon mal, wir kennen den ganzen Quark. Ich finde das schon merkwürdig, man wird hier unter Intellekt regiert......

weiter > https://deutsch.rt.com/inland/84316-antj...eht-nicht/
 
Antworten
#32
Die Vernichtung der Bundesrepublik Deutschland durch Angela Merkel – und der Einstieg in den nächsten Weltkrieg

Von Eifelphilosoph ⋅ 23. März 2019 ⋅
Samstag, 23.3.2019. Eifel. Schwierige Zeiten, in denen wir leben. Auch für mich: Zeitnot plagt mich an allen Enden. Für umfangreiche Gedanken ist kaum noch Zeit – und um sie zu studieren noch weniger. Führe ich jetzt aus, was der Titel andeutet, mache ich mich gleich moralisch schuldig, denn ich verspreche Ihnen: es wird Angst machen. Angst ist eigentlich eine sinnvolle und logische Reaktion auf eine Bedrohung – egal ob eingebildet oder real – sie stellt dem Körper für eine gewisse Zeit Ressourcen für Kampf oder Flucht zur Verfügung. Ohne Angst wäre pure Ignoranz die Folge – eine für jegliche Lebensbewältigung untaugliche Lebensphilosophie.
Trotzdem – ist jemand, der Gefahren an die Wand malt nicht mehr gern gesehen in diesem Land.
Bisher waren Sie, lieber Leser, auch immer gewohnt, dass ich meine Aussagen, Analysen, Einschätzungen und Meinungen mit harten Fakten belege – sofern man den Rückgriff auf überall zulässige Informationen des Mainstream in der Zeit nach Relotius überhaupt noch als Fakten bezeichnen kann. Das wird aktuell nicht mehr möglich sein. Die DSGVO hat uns als kleinem Nachdenkmagazin schon die Kommentare verhagelt: wir wären leicht angreifbar – und haben allen Grund das zu fürchten, denn wir wurden auch schon angegriffen, auch von namhaften Akteuren.
Nun droht auch noch Artikel 13 mit Eigentumsrechten – und da ist es unsicher, wohin die Reise geht. Professionelle Journalisten haben mir schon lange geraten, niemals Zitate zu verwenden – doch als ausgebildeter Geisteswissenschaftler habe ich gelernt, so zu arbeiten: wie sonst sollte ich meine Einschätzungen belegen, wenn nicht durch mit viel Mühe gefundenen Zitaten?
Aber es ist halt auch im Gespräch, schon ein einzelnes Wort mit dem Urheberrecht zu belegen … da wird´s dann schwer. Während ich immer noch unter einem – inzwischen sehr undichten – Pseudonym schreibe, ist es seit vielen Jahren üblich, dass jede noch so kleine Nachricht mit dem Konterfei oder wenigstens dem Namen des Journalisten verknüpft wird, der diese Nachricht umformuliert hat: eine Vorbereitung auf eine Neufassung des Eigentumsrechts, in dem Sprache und Gedanken generell auch Eigentum einiger weniger sein können.
Möglicherweise liegt dieser Trend darin begründet, dass nur noch wenige der Sache wegen agieren, umso mehr aber des Geldes wegen. War es früher einem Musikanten eine Ehre, wenn seine Lieder quer durch das Land gesungen wurden, so gieren heute eine Heerschar Anwälte gleich darauf, die Sänger wegen Urheberrecht zu verklagen … als wäre nicht Musik und gute Laune in jedermanns Interesse.
Wozu wird das führen?
Das kann sich jetzt jeder mal selber denken. Vielleicht sollte man sich schnell noch wichtigste Worte rechtlich sichern, die man zu Einkaufen braucht, bevor auch hier Rechte wirksam werden und man mit selbst gemalten Bildern kommunizieren muss, weil Sprache komplett vermarktet wird.
Sie werden also damit leben müssen, dass ich die Quellen, auf die ich mich beziehe, hier nicht mehr nennen werde. Ich kann Ihnen nur versprechen: es gibt sie.
Sie werden auch leicht zu finden sein: doch diese Arbeit kann ich Ihnen nicht abnehmen. Muss ich auch nicht, ich schreibe ohne finanzielle Interessen als Privatmann, kann meine Meinung noch frei äußern und bin nicht verpflichtet, formell perfekte geisteswissenschaftliche Arbeiten abzuliefern.
Stört zwar mein Empfinden bezüglich der Seriösität von Texten – aber damit werde ich leben müssen, bis klar ist, welche Folgen der Artikel 13 wirklich für die Graswurzelschreiber aus dem Volk hat.
Nun zum Thema.
Wer mich kennt und hier schon länger liest, wird bemerkt haben, dass meine Kritik an Angela Merkel bislang nur sehr verhalten erklang – wenn überhaupt.
Den „Merkel-muss-weg“-Hype habe ich immer für völlig idiotisch gehalten und auch mal dagegen argumentiert. Darum mag es verwundern, dass ich eine so harte Überschrift wähle, denn: eigentlich ist Angela Merkel die Kanzlerin des Nichts, der Beliebigkeit und der Belanglosigkeit. Brand war Kanzler der Versöhnung, Schmidt der harte Macher gegen die RAF, Kohl der Kanzler der Einheit, Schröder der Vernichter des Sozialstaates und Merkel die Verkörperung der Bedeutungslosigkeit – so scheint es jedenfalls.
Andererseits war sie die erste Kanzlerin, die offen sagte, dass Wahlversprechen nicht ernst genommen werden dürfen und dass es kein Recht auf Demokratie für Ewigkeit gibt. Und davor war sie die erste Oppositionsführerin, die jemals einer Regierung offen in den Rücken gefallen ist, als Schröder die Teilnahme am Irakkrieg verweigerte: da fuhr sich ganz schnell in die USA und machte eine ganz andere Außenpolitik, schwor, sie würde treu an der Seite der USA stehen, wenn sie erstmal Kanzlerin ist: und schwupps, siehe da: sie war dann auch die nächste Kanzlerin.
Ordnet man die Fakten so, bröckelt des Bild der fluffigen Merkel schnell.
Da ist schon ein knallharter Mensch, der völlig rücksichtslos agiert.
Aber sie hat ja den Atomausstieg möglich gemacht, was Linke immer wollten. Das war doch gut, oder? Das muss einfach gut gewesen sein!
Der Atomausstieg hat den Stromkonzernen Milliarden eingebracht, weil er völlig an den Gesetzen vorbei erfolgte. Zudem dürfen wir jetzt die verstrahlen Altmeiler entsorgen und haben das Problem mit dem Atommüll. Eine Bundeskanzlerin, die Gesetze ignoriert? Der Deutsche würde ausrasten: wenn das die Merkel gewusst hätte! Und nun kommt das unschlagbare Elektroauto, in breiter Front forciert durch die Regierung – und auch die liebe Greta (die aktuelle Umweltheilige des Establishment) deutet freudig auf die Reaktoren als Heilsbringer in der Apokalypse … so dass die Atomkonzerne nun doppelt jubeln dürfen: erst Prämien für Gesetzesbruch, jetzt auch noch Folgeaufträge für viele neue Reaktoren – wie wunderbar.
Aber sie hat doch die Bundeswehr aufgelöst, daraus eine Freiwilligenarmee gemacht – wie es Linke immer wollten? Das war doch jetzt wirklich gut, oder?
90000 Soldaten waren inzwischen in Afghanistan, sie erhalten unterschiedliche Medaillien dafür, die sie klassifizieren. Schon vor vielen Jahren schrieben Autoren des „Stern“ über ein unheimliches Afghanistan-Netzwerk in den Streitkräften … schon eine  schauerliche Vorstellung, dass dieses Netzwerk nun aus 90000 Mann rekrutieren kann. Schlimmer jedoch sind derzeit andere Netzwerke, die aus unseren „Elite-Kämpfern“ hervorgegangen sind. Informieren Sie sich mal über Uniter und die Person mit dem Decknamen „Hannibal“: hier wächst gerade eine rechtsradikale Privatarmee in Deutschland heran, die weltweit auch autoritären Herrschern ihre mörderischen Dienste anbietet. Aus der Bundeswehr wurde eine Brutgrube für demokratiefeindliches Personal, dass schon Listen über linke Politiker und linke Denker führte, die im Falle der Krise hingerichtet werden sollen.
Aber sie hat die Grenzen für die Verfolgten dieser Erde geöffnet, das macht sie nun wirklich endgültig zu unsere heiligen Mutti!
Nun – auch dies geschah (da gibt es umfangreichen Arbeiten drüber) gegen geltendes Recht. Ohne jegliche gesellschaftliche Diskussion wurde aus einem der dicht bevölkertsten Länder der Erde per Order der Kanzlerin ein Einwanderungsland gemacht – obwohl wir gerade nun nicht mit so viel Land gesegnet sind. Und das Ergebnis der Aktion? Ein gewaltiger Rechtsruck in diesem Land. Und jeder, der dagegen Stellung bezieht, wird von hilfswilligen Sozis zum Nazi erklärt und aufs Übelste diffamiert. Ein gewaltiger Sieg für die Gegner der offenen Gesellschaft.
Doch was geschah wirklich in jenem Monaten des Jahres 2015? War es ein großer humanistischer Akt – den man ja nur sehr begrüßen kann?
Es war eine der unverantwortlichsten Entscheidungen, die in diesem Land getroffen wurde, angeregt durch Bilder von ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer. Psychoanalatiker haben mir das deutlich erklärt: die willkürliche Öffnung der Grenzen haben viele Menschen bis ins Mark getroffen, gerade jene, die sich sehr mit der Bundesrepublik Deutschland identifizieren, die den Schutzcharakter von Grenzen brauchen und für die die Landesgrenze wir ihre eigene Haut ist. Die Frau, die gerne das einfallslose Muttchen spielt, hat hier einen weiteren genialen Schachzug ausgeführt, der auf den ersten Blick – wie die anderen auch – gut aussah und sich gut verkaufen lies, aber letztlich viele Menschen mit dem Gefühl völliger Schutzlosigkeit zurück lies … und die Akzeptanz des so wichtigen Asylrechts so sehr verringerte wie noch nie zuvor in diesem Land. Zudem verrohte und verblödete die politische Kultur durch diese irre Tat vollkommen: jene „Generation Doof“, die Jahre zuvor von Journalisten ausgemacht wurde, fand in der hirnlosen Debatte Nahrung genug, sich flächendeckend zu etablieren.
Wie mit den Flüchtlingen dann wirklich umgegangen wird, erlebe ich in unserem Dorf jeden Tag: sie wohnen gegenüber. 20 Personen auf 100m2, Männer, Frauen, Kinder, Christen, Muslime – alles durcheinander. Eine Schwarzafrikanerin mit neugeborenem Kind weigerte sich radikal, das mutige Sozialexperiment zu betreten – so radikal, dass die Polizei kommen musste. Sie hat es geschafft, der Situation zu entfliehen.
Das alles aber hat mich immer noch nicht gegen Angela Merkel positioniert: wer kann schon ernsthaft Zorn gegenüber netten kleinen Muttis hegen?
Aber sie verfolgt ihren Kurs ja immer weiter, und der Kurs ist seit 2014 stabil.
Damals hatte sie – noch in England weilend – der Ukraine Hilfe gegen Russland zugesagt, im Anschluss daran fand man ja auch – völkerrechtswidrig – Bundeswehrsoldaten auf Erkundung in der Ukraine. Haben wahrscheinlich schon wieder alle vergessen. Seitdem wird in Deutschland mit eiserner Faust durchregiert: Putin und Russland sind wieder der Feind – wie seit hundert Jahren schon (also: Russland. Putin ist neu, ansonsten bleibt alles beim Alten).  Aber Merkel macht noch mehr als massiv die Destabilisierung der europäischen Friedensordnung zu betreiben, die uns 74 Jahre lang vor europäischen Kriegen schützte.
Blicken wir dazu mal nach Mali – auch nach Aussagen der dort tätigen Bundeswehr einst eine Vorzeigedemokratie – nein, DIE Vorzeigedemokratie in Afrika. Wir jedoch unterstützen dort nicht die Demokratische Regierung, sondern den Militärputsch, der diese Regierung beseitigte – bzw. das Chaos, das nach dem Putsch übrig blieb. Für die Blauhelme der UN war Mali eine der verlustreichsten Einsätze ihrer Geschichte, was Mutti nicht stört, kaum wahrgenommen von der Öffentlichkeit haben wir jetzt 1000 Mann dort, die … da was genau machen?
Frankreich im Kampf um Bodenschätze zu unterstützen. Um Uran, genauer gesagt: damit unsere neuen AKW´s zur Förderung unserer Elektroautos auch genug Saft haben, stehlen wir den Bewohnern Malis ihre Bodenschätze. Viele Malier sind deshalb auch sauer auf uns und sprechen von „Kolonialismus“.
Nebenbei erfüllen wir dort noch ganz andere Aufgaben, bzw. das machen jene Söldner, die dafür bezahlt werden: die Flüchtlingsströme werden mit Waffengewalt aufgehalten. Böse Geschichte, würde ich gerne zitieren, aber Sie wissen ja: Artikel 13 droht. Ich hatte das aber früher schon mal zitiert – und warte noch auf den gesellschaftlichen Aufschrei, der leider ausbleibt. Wir reden da nicht drüber, dafür haben wir ja das Wort für Schwarzafrikaner aus dem Sprachschatz gestrichen und verboten, sogar Bücher wurden wieder vernichtet – wieder im Namen des absolut „Guten“.
Endgültig offenbar wird der Kurs der Angela Merkel jedoch erst dieser Tage, wo sie ihr größtes Projekt offenbart: den Flugzeugträger. Der letzte, der so ein massiv umweltschädliches Projekt verfolgte, war Adolf Hitler. Er war auch der letzte, der deutsche Soldaten nach Afrika und Asien schickte – und auch der letzte, der Todeslisten von Linken anlegen lies. Wir sehen: geschichtlich bewegen wir uns mit großen Schritten zurück.
Offen reden US-Militärs vom unausweichlichen Krieg mit China, Frankreich und England verlegen ihre Flugzeugträger schon mal in den Pazifik – und der deutsch-französische Träger wird ihnen folgen. Keine Sorge – der kommt nicht zu spät: ein Krieg mit China wird lange dauern, anders als im 19. Jahrhundert oder im Zweiten Weltkrieg ist dieses Land nun ebenfalls hochgerüstet und kann nicht mehr wehrlos ausgeplündert werden. Ein Traum für die Rüstungsindustrie: der nächste dreißigjährige Krieg, der neben dem ewigen Krieg gegen den Terror die Kassen klingeln lässt als wäre man Atomstromkonzern.
Alle Anleger jubeln jetzt schon.
Ein Flugzeugträger macht nur Sinn, wenn man die Meere beherrscht – er ist nämlich sehr verletzlich (weshalb Hitler seinen nie fertig gestellt hat, der liegt heute immer noch halb fertig auf dem Grund der Ostsee). Sein Nutzen? Man kann Flugzeuge dort einsetzen, wo sie sonst nie hinkämen: weit außerhalb des eigenen Territoriums. So ein Schiff ist eine Kriegserklärung an alle Länder außerhalb Europas, eine schwimmende Drohung, seine kolonialen Interessen mit Waffengewalt durchsetzen zu können. Diese absolute Angriffswaffe konnte auch nur gebaut werden, weil man die Strafbarkeit der Vorbereitung eines Angriffskrieges ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen hat – welch´ Zufall.
Damit ist die alte, friedliche Bundesrepublik endgültig gestorben. Es spricht ja auch in der Ära Merkel niemand mehr von der „Bundesrepublik Deutschland“ – sie ist gestrichen worden wie viele andere Wörter auch. Wir sind jetzt nur noch „Deutschland“ – wie 1914 oder 1939. Und wie damals rüsten wir gewaltig auf. Kritisieren zwar Trump auf breiter Front – aber wenn er befiehlt, das wir mehr für Rüstung ausgeben müssen, denn setzen wir das sofort um!
Irrer geht´s kaum.
Vernichtet wurde die erste funktionierende Demokratie auf deutschem Boden. Leidenschaftlich streitende Politiker mit Charakter und bewegter Lebensgeschichte wurden flächendeckend durch Parteiklone ersetzt, die nie mit dem realen Leben in Kontakt kamen und in sich eine eigenständige Kaste bilden – von ganz rechts bis ganz links (ja – auch Frau Kipping gehört jetzt zur gehobenen Gesellschaft des Bundespresseball, wo „die“ sich feiern). Eine Kaste, die in der Ära Merkel mit gewaltig gestiegenen Bezügen belohnt wurde. Auch Linke.
Es scheint wie ein Traum, dass es mal ein Deutschland gab, wo sich die Jugend aufmachte, die Welt zu verändern: ihr Frieden zu schenken, Freiheit von alten Zwängen, Glück und Geborgenheit für jedermann zu erschaffen, eine Welt, in der Politiker mit aller Macht um den richtigen Kurs rangen – und so über Jahrzehnte eine stabile Demokratie schufen, die einzigartig in der deutschen Geschichte war. Ein Deutschland, das reumütig war – und seine Armee als Bürger in Uniform verstand, die niemals mehr einen Fuß auf fremden Boden setzen sollten. Ein Land, dass sich weltweit für Frieden aussprach, vermitteln konnte und trotz aller Macht sehr bescheiden auftrat.

Dieses Land ist nun vernichtet......

weiter > https://www.nachrichtenspiegel.de/2019/0...weltkrieg/
 
Antworten
#33
Generation dumm, dreist und unverschämt

Bei Kevin war man sich einig, dass es kein Name, sondern eine Diagnose ist.
Setzt mal Luisa mit auf die Liste.
Ist Euch mal aufgefallen, dass wir eine Generation von dummen, faulen, unverschämten Leuten heranziehen? Und diese auch noch im Fernsehen breit publizieren?
Ist mir gerade an diesem Tweet so aufgefallen:
Bin ich einzige, die sich fragt wann der Punkt kommt, an dem man sich mal zusammen setzt, ne Runde reflektiert und ehrlich bilanziert woran und an wem das klimapoltische Desaster der letzten Jahrzehnte gelegen haben könnte? Und vielleicht sogar anfängt Dinge anders zu machen? https://t.co/ovRCkpitpz
— Luisa Neubauer (@Luisamneubauer) 4. April 2019
Irgendwo tief in meinem Berg von Notizen habe ich noch Links auf Meldungen und Tweets von vor einigen Monaten, in dem das links-grüne Lager trötete, dass man den Generationenvertrag aufkündigen und nicht an Renten- und Sozialzahlungen teilnehmen wolle.
Bedingungsloses Grundeinkommen natürlich noch obendrauf. Natürlich mit nutzlosem Geistes- und Sozialwissenschaftlerstudium, um sich von vorherein darauf festzulegen, niemals im Leben zu arbeiten. Bei niedrigem sinkendem Frauenanteil in MINT-Fächern.
Ist Euch mal aufgefallen, wie unverschämt das alles ist?
Wie dreist und unverschämt dabei vor allem junge Frauen sind?
Macht Euch mal die Erwartungshaltung klar: Die verlangen, dass man ihnen eine ökologisch tadellose, sich selbst (erneuerbar) erhaltende und von Robotern und KI (Grundeinkommen) vollautomatisch betriebene Welt schlüsselfertig übergeben wird, die ihnen ein müheloses Leben erlaubt, in dem sie sich weder anstrengen, noch irgendetwas arbeiten müssen, sondern immer nur im Rampenlicht stehen, selbstverständlich mit Flugverbindungen in die ganze Welt, Handy, Pedelec und Elektroroller und Car-Sharing-Auto, das man nicht mal waschen oder auftanken muss. Generation superstinkfaul.
Und natürlich erwarten sie, dass man ihnen ein modernes Industrieland mit Infrastruktur und allem, was dazugehört, schlüsselfertig und kautionsfrei übergibt, ohne dafür irgendwelche Verpflichtungen wie Generationenvertrag einzugehen.
Und alles, was da kommt, ist, freitags Schule zu schwänzen und unverschämte Forderungen zu stellen, Forderungen derer, die noch nie irgendetwas geleistet oder gearbeitet haben, aber schon Hausaufgaben ablehnen. Diese Woche bei Lanz.
Ich hätte ja Respekt vor diesen Leuten und würde sie achten, wenn sie freitags die Schule schwänzten und sich stattdessen in die Uni in Maschinenbauvorlesungen setzten, weil sie sagen, dass sie bessere Motoren entwickeln wollen.
Aber einfach nur rumzumaulen – wozu sollen die überhaupt gut sein?
Was mir vor allem auf den Keks geht, ist die auffällig hohe Dichte solcher dumm-unverschämt-faul-nutzloser Frauen in den Medien, mir fällt es besonders im ZDF (heute journal, Lanz,…) penetrant auf. Neulich war gerade Anne Wizorek wieder im heute journal. Von der habe ich noch kein einziges sinnvolles Wort gehört, und dass die jemals etwas gearbeitet oder gelernt hätte, wäre mir auch nicht bekannt. Unter Wikipedia heißt es
Anne Wizorek ist Tochter einer Maschinenbauingenieurin. Sie studierte Neuere deutsche Literatur und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Skandinavistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, schloss das Studium aber nicht ab.
Und da heißt es immer, der Apfel fiele nicht weit vom Stamm. Studiert Bullshit+Nutzlos, das nicht mal fertig, und beschwert sich darüber, diskriminiert zu werden. Und kommt damit ins heute journal......

> http://www.danisch.de/blog/2019/04/06/ge...erschaemt/
 
Antworten
#34
Der Comedian: Ein Nachruf

Wir haben uns hier versammelt, um von einem guten Freund Abschied zu nehmen, der uns durch die Jahre und durch schwere Zeiten immer begleitet hat. Denn spätestens jetzt ist der Comedian endgültig tot. 
Comedy legte immer den Finger in die Wunde. Comedy konnte auch immer das, was man eigentlich nicht durfte: Schon während der Zeiten des Absolutismus durfte nur der Narr den König offen kritisieren und auch aufs Korn nehmen – etwas, was den normalen Untertan den Kopf kostete. Doch was kein König und kein Kaiser fertigbrachte, wird in der westlichen Gesellschaft durch Feministen und Linke Hypermoralisten vollbracht – der Mord an der Comedy. 
Die Szene aus dem Auftritt von Bernd Stelter ist dafür ein Paradebeispiel. Ganz Deutschland begann eine hysterische Debatte, weil eine Frau einen Witz nicht mochte. Ja, wir haben wirklich voller moralischer Empörung über einen Witz debattiert. Während man in den 1970ern noch ungestraft mit der NS-Vergangenheit kokettieren und witzeln konnte, wie es Jonny Burchardt tat, ist heute selbst ein lapidarer Witz über einen komplizierten Namen vermintes Gebiet.
Annegret Kramp-Karrenbauer ist eben ein ungewöhnlicher Name – aber darüber lachen geht gar nicht! Zahlreiche Journalisten sprangen der feministischen Spaßkillerin von Bernd Stelters Auftritt bei und belehrten vor ihren Macbooks bei einem Chai-Latte von Starbucks den Comedian, der ja als weißer, alter Mann mit seinen sexistischen Witzen ja wirklich so von gestern wäre. Das sind übrigens die gleichen Leute, die über den natürlich deutlich besseren Namenswitz „Bernd Höcke“ lachen oder aus dem Vornamen von Alice Weidel „Alice im Wunderland“ machen. Manchmal ist diese Sache mit der Selbstreflexion auch schon echt schwierig. 
Aber auch AKK selbst geriet in die Kritik. Einst noch das Opfer eines „sexistischen“ Witzes, war sie jetzt das Opfer des moralinsauren Empörungsmobs, als sie es wagte, das Thema „drittes Geschlecht“ in Karnevalsmanier aufs Korn zu nehmen.  Auch hier waren die professionell Empörten nicht weit„Guckt euch doch mal die Männer von heute an: Wer war denn von euch vor kurzem mal in Berlin? Da seht ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion, die die Toiletten für das dritte Geschlecht einführen! Das ist für die Männer, die nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen oder schon sitzen müssen! Dafür – dazwischen – ist diese Toilette“, sagte die CDU-Chefin. Und mit diesem Witz scheint sie genau jene Latte-Macchiato-Fraktion getriggert zu haben: Treffer versenkt, der hat gesessen. 
Die Sitzpinkler sind jetzt empört
Genau diese Latte-Macchiato-Fraktion, diese Milchkaffee-Männchen, diese Sitzpinkler sind jetzt empört auf die Barrikaden gezogen. Weil ihnen ein Witz nicht gepasst hat. Ole Siebrecht, ein dünner junger Mann in seinen 20ern, der in Leipzig studierte und jetzt „volontierter Journalist“ ist, schreibt für „ze.tt“ (den Versuch der „Zeit“, das neulinke „jugendliche“ Kampfblatt Bento zu kopieren) , wie schlimm dieser Witz von Kramp-Karrenbauer gewesen wäre. Was dem Milchkaffee-Männchen oder der dauerempörten Feministin nicht passt, ist also nicht „schlechter Humor“ – sondern direkt böse, schlecht und fast schon strafbar. Die dürren Arme junger Beta-Männer gehen hoch, um das Händchen zur Faust zu ballen – auf zum letzten Gefecht gegen jeden Widerstand. Wenn Männer sich über die Witze einer Frau echauffieren, sagt das mehr über den Verfall der Männlichkeit aus als jeder Latte Macchiato mit Sojamilch. 
Aber nicht nur Feminismus und regressiv-linker Tugendterror haben Comedy getötet. Ein weiteres Thema ist auch der Islam. Charlie Hebdo ist jedem ein Begriff: Wer über den Islam witzelt, riskiert wortwörtlich seinen Kopf. Nicht nur durch Terroristen, sondern durch viele, radikale Moslems. Witze über und Kritik am Islam ziehen gerne mal Morddrohungen nach sich: Dieter Nuhr und Andreas Thiel können davon erzählen. Wer den Islam gewalttätig nennt, soll getötet werden – so schreiben die Fusselbärte ihre ganz eigene Pointe. Und die Solidarisierung mit den Opfern dieser Fusselbärte kommt auch nur halbherzig: Joa, naja, also er hätte ja vielleicht nicht den Islam beleidigen sollen.
So kapitulieren wir vor dem Diktat der Salafisten und Djihadisten, im Namen der Toleranz. Diese Haltung war nach dem Angriff auf Charlie Hebdo 2015 weit verbreitet. Muslimische Netzprediger verurteilten die Tat zwar alibimäßig – aber äußerten doch Verständnis. Die vom Öffentlich-Rechtlichen finanzierten muslimischen Youtuber „Datteltäter“ stellten die Karikaturen von Charlie Hebdo mit antisemitischen Karikaturen im „Stürmer“-Stil auf eine Ebene und forderten eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Menschen werden wegen Karikaturen durch muslimische Terroristen ermordet: Und diese Leute stellen sich vor die Kamera und fordern die gesetzliche Einschränkung solcher Karikaturen.
Das Ziel bleibt das Gleiche: Die einen setzen es mit der Kalaschnikow durch, die anderen mit Opferrolle und Gesetzbuch. Und gegenüber all denen wird noch Verständnis geäußert: Willkommenskultur wäre das beste Mittel gegen Terrorismus, sagen die Grünen. Als ob wir einen Terroristen deradikalisieren, indem wir ihn und seine Ideologie nicht auslachen, sondern als „Mitbürger mit Explosionshintergrund“ wieder mit offenen Armen empfangen.
„Heute-Show“: So sieht politisch korrekte Comedy aus
Welche Art von Comedy hat im Tugendterror noch Bestand? Die angepasste. Ob Christian Ehring von „Extra3“ oder Oliver Welke von der „Heute-Show“: So sieht politisch korrekte Comedy aus. Ist zwar nicht besonders intelligent und geht über „Ha, die Nazi-AfD!!“ oder „Guck mal Trumps Haare, und der ist ja auch Orange, haha“, nicht mehr hinaus – aber läuft keine Gefahr, durch den Mob der Moralinsauren angegriffen zu werden. Und ist durch per Zwang eingezogenem „Rundfunkbeitrag“ auch vor den Gesetzen des Marktes sicher. Ich kann mich noch erinnern, als die Heute-Show ihren Instagram-Account mit „Witzen“ über ein Bild von Alexander Gauland, der eine Banane aß, zumüllte. „An der Banane war eine braune Stelle mit Hundekrawatte“. Vielleicht sollten wir unseren Rundfunkbeitrag freiwillig erhöhen, um uns vor solchen Tiefflieger-Gags in Zukunft zu schützen.
Früher war es verboten, einen Witz über die Elite zu machen: Wer einen Spruch über Hitler machte, war schnell weg. Wer über den absolutistischen Herrscher witzelte, wurde wegen „Majestätsbeleidigung“ weggesperrt. Und heute? Heute schaffen die linken Eliten eine neue Kaste derer, über die ein Witz Konsequenzen hat. Minderheiten oder andere „geschützte“ Gruppen wie Frauen sind für den Comedian unberührbar, wenn er nicht in einem Shitstorm versinken möchte. Die neue Elite hält sich auch ihre Hofnarren: Welke und Co. bringen die politische Agitation der Linken, nur halt mit – meist mittelmäßiger – Pointe. 
Die Freiheit des Witzes ist immer ein guter Gradmesser für die Freiheit einer Gesellschaft. In jeder freien Gesellschaft ist eben auch der Witz frei, während man in der DDR, in NS-Deutschland oder in der Sowjetunion für den falschen Witz ins Gefängnis kam. Heute stehen wir zwar nicht wieder dort – aber sind längst nicht so weit davon entfernt, wie wir glauben. Wie lange wird es noch dauern, bis ein Witz wie der von Kramp-Karrenbauer über das dritte Geschlecht als „Hassrede“ gilt und unter dem schwammigen Volksverhetzungs-Paragraphen strafbar wird?  
Mit der Festlegung dessen, worüber man lachen darf und worüber nicht, gehen die Feinde der Freiheit den Weg der Totalitären – nur diesmal mit der Moral als Casus Belli gegen die offene Gesellschaft. Man kann Witze geschmacklos finden, man kann darüber diskutieren, was Humor ist und was nicht – aber die Einschränkung der Meinungsfreiheit, ob durch öffentlichen Druck und Hexenjagd oder durch die Institutionen mit Richtern und Paragraphen, ist der vielleicht autoritärste Weg, den man wählen kann......

weiterlesen

Kommentare:

Lars Schweitzer
Der Spiegel hat Bento, die Zeit hat Zett, die Süddeutsche Jetzt. Gegründet von Journalistenblasenbewohnern, die junge Leute verachten und ihnen daher solche Clickbait-Komplettverblödung servieren. Die Achse macht es anders, nimmt junge Leute ernst und lässt daher welche zu Wort kommen, die etwas zu sagen haben. Das Niveau der bisher hier übernommenen Beiträge der Apollo-News-Autoren ist hervorragend und zeigt, welch eine Unverschämtheit gerade die Angebote der “Qualitätsmedien” für junge Leute darstellen. Nein, die sind nicht doof, man will sie nur so haben! Genauso ist es mit dem Humor, es gibt durchaus noch Leute, die bissig-witzig die Welt beschreiben. Aber man darf sie nicht mehr lustig finden oder überhaupt wahrnehmen - genauso, wie junge Leute gegen Kohle hüpfen sollen, anstatt Bildung zu erwerben und sich eigene Gedanken zu machen. Und doch tun es noch welche, das macht Hoffnung. Bitte weitermachen!

Roland Jungnitsch
Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung war die NS-Gestapo nicht den ganzen Tag damit beschäftigt, unschuldige Menschen einzusperren und zu töten, ihre Hauptaufgabe bestand vor allem darin, dem Volk auf’s Maul zu schauen und dafür Sorge zu tragen, daß sie nichts hörten oder sagten, das die Macht einer Angst verbreitenden Tyrannei unterminieren könnte. Das galt insbesondere für regierungskritische Witze, denn derjenige, der über dich lacht, hat keine Angst mehr vor dir und steht nicht mehr stramm, wenn man ihm Befehle gibt. Die Nazischergen fürchteten die Witze, die über sie unter ihrer Bevölkerung verbreitet wurden, mehr als die alliierten Bomber. Gleiches gilt für Stalins NKWD-Schergen und in etwas abgeschwächter Form auch für die Stasi. Daher ist Humorlosigkeit auch ein Markenzeichen derjenigen, die sich unter dem Begriff ‘Linke’ subsummieren lassen. Das gilt für Ökobewegte, Feministinnen, Neo-Kommunisten und Genderbewegte in besonderer Weise. Sie fürchten Ironie und Sarkasmus wie der Teufel das Weihwasser, wissen sie doch, daß sie einen derartigen Stuß von sich geben, der ironisch veranlagten Menschen wie eine Steilvorlage vorkommt und quasi nach einer entsprechenden Replik schreit. Dadurch verlieren sie aber ihre moralische Deutungshoheit und den Anspruch, ernst genommen zu werden und über andere zu bestimmen. Ein schöner Beleg ist der Aufenthalt in Gaststätten, in denen oben genanntes Klientel verkehrt. Wer dort Fröhlichkeit, Ausgelassenheit, Unbeschwertheit und lautes Lachen findet darf meine Thesen widerlegen!

H.Roth
Humor ist eine zu ernste Sache, als dass man darüber lachen sollte. Darum ist ein Leitdfaden für den richtigen Umgang mit Humor dringend erforderlich. Bevor Sie also in Zukunft frei herauslachen, schauen Sie sich erst einmal um, wer Ihrem Lachen zuhören könnte. Ist die Luft rein, überlegen Sie bitte zuerst, wer den Witz erzählt und ob derjenige überhaupt befugt ist, Witze zu machen. Kann er/sie/es eine staatliche Genehmigung hierfür vorweisen, so prüfen Sie bitte den Inhalt des Witzes, ob er frei von rassistischen, sexistischen, genderkritischen, regierungskritischen, und sonstigen bedenklichen Inhalten ist. Ist der Witz in diesem Sinne unbedenklich, so lachen Sie frei heraus. Und damit beginnt der schwierigste Teil des Humors. Denn nichts kann so leicht missverstanden werden, wie das Lachen. Es muss eindeutig sein, dass sie sich nicht über den Witz lustig machen, oder gar über den, der ihn erzählt, sondern eindeutig über den Inhalt des Witzes. Ihr Lachen darf also weder zu laut, noch zu leise oder gar ironisch angehaucht sein. Es darf weder zu lang, noch zu kurz sein. Üben Sie das richtige Lachen also immer wieder, wenn Sie alleine sind. Und begehen Sie nicht den Fehler, einmal NICHT zu lachen, wenn alle anderen es tun. Denn damit machen Sie sich verdächtig, ein heimlicher Konterrevolutionär zu sein, der mit seiner Weigerung zur Teilnahme am betreuten Humor, das ganze System untergräbt, wie die Kaninchen den Kontinent Australien.

Thomas Koch
Woran erkennt man einen guten Comedian? Daran, dass er ohne Trump-Witz auskommt. Was die Mehrzahl der heutigen Comedians so darbietet, sind meist Hasskommentare unter dem Deckmantel der künstlerischen Freihheit. Ihr Vorbild muss Carl Eduard von Schnitzler sein, der jeden Montag Abend im DDR-Fernsehen seinen Hass auf den “Westen” freihen Lauf lassen konnte. Heute wird so etwas in Dauerschleife im “Westfernsehen” gesendet. Kein Ossi hätte unter den heutigen Umständen Westfernsehen geschaut. Aber die SED hätte es wahrscheinlich ausdrücklich erlaubt. Aber was ist noch widerwärtiger als solche Comedians? Die Zuschauer, die sich vor Lachen auf die Schenkel klopfen, als letztens auf einer Karnevalsveranstaltung ein Redner Donald Trump mit einer Kanalratte verglich. Wenn man das so sieht, muss man sich doch wirklich fragen, wie dumm jemand sein muss, wenn er heute noch die Frage stellt: “Wie konnte das damals nur passieren?”

Christoph Müller

Was Karl-Eduard von Schitzler in der DDR war, das sind Oliver Welke und Konsorten heute im vereinigten Deutschland.

Michael Stoll
Der politisch korrekte welke Olli würde nie über Menschen mit Einschränkungen oder Behinderungen herziehen. Es sei denn, sie sind in der AFD und haben es nicht besser verdient. Seitdem die moralisch degenerierte Schwabbelbacke den stotternden Hr. Amann nachäffte und dabei zur Höchstform auflief, ist er bei mir genauso unten durch, wie “Nazischlampe” Ehring und “Ziegenf…” Böhmermann. Drei Staatskasper, geistige Zwerge, sie wissen es nur nicht.

Thomas Schmied

Alle reden über das Klima. Lasst uns doch mal über das gesellschaftliche Klima reden! Wer in diesem Klima mit dem Schreiben zeitgeistiger Texte sein Geld verdient, wer seine Ergüsse im politisch korrekten Mainstream verscheuern will, ist für mich kein Journalist, sondern ein Lohnschreiber. Wer Geld mit dem Generieren von Lachern im Sinne der Herrschenden verdienen möchte, ist für mich der erbärmlichste Narr.

Yvonne Flückiger

Der Humor stirbt in allen totalitären Staaten zuerst. Dann folgen Musik, Tanz, Vergnügen allgemein, Lachen allgemein, Kleiderordnung, freie Meinungsäusserung, und: Das Verbot die Wahrheit zu benennen. Der Islam ist da der Vorreiter. Viele Möchtegern-Taliban mit dünnen Ärmchen und bleicher Haut folgen. Und Sittenwächterinnen, wie damals im Iran, wo den Frauen das Kopftuch an den Kopf getackert wurde, wenn eine Haarsträhne zu sehen war.
 
Antworten
#35
UMFRAGEFORSCHUNG

Wie rechtsextrem ist Deutschland?

Alarmismus in der Wissenschaft: Alle Jahre wieder und mit nicht überzeugender Erhebungsmethode warnen Studien zu Mitte- und Rechtsextremismus vor einer starken Gefährdung der Demokratie und entdecken, so ganz nebenbei, eine interessante Spezies: politisch linke Bevölkerungsteile mit rechtem Weltbild. 
„Die bundesdeutsche Gesellschaft ist von rechtsextremen Einstellungen durchzogen. … Am deutlichsten wird dies in der Dimension „Ausländerfeindlichkeit“. Nachdem diese in den letzten Jahren zurückging, vertritt heute (wieder) fast jeder Dritte ausländerfeindliche Positionen. … Die aktuelle Studie zeigt außerdem, dass bis zu einem Drittel der Befragten antisemitischen Aussagen zumindest teilweise zustimmen … Die autoritären Syndrome finden sich bei 42 % der Bevölkerung … Jede Erwähnung von Rechtsextremismus wird mit dem Wort „Linksextremismus“ gekontert, ein Echo, dass mittlerweile so erwartbar wie irrational ist, führt es doch zur Untätigkeit gegenüber der Ausbreitung extrem-rechter Aktivitäten … Auch ist der Vergleich nicht korrekt: Die extreme Linke ist nicht einfach eine gespiegelte extreme Rechte, weder in ihren politischen Zielen, noch in ihrer Ideologie – die nur im Falle der Rechten eine Ideologie der Ungleichwertigkeit ist –, noch im Ausmaß der Gewalt, ganz besonders der Gewalt gegen Menschen.“......

weiter hier > https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...utschland/
 
Antworten
#36
Agitation

Mitte-Studie, Teil I: Wie die SPD ihre verlorenen Wähler rechtsextrem schimpft

Von Jahr zu Jahr wird der Motor der deutschen Gesellschaft, wird das Heer der Steuerzahler mit immer neuen despektierlichen Begrifflichkeiten am Nasenring geführt. Die Mitte der Gesellschaft steht jetzt dauerhaft unter Generalverdacht.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/a...-schimpft/

Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Mitte-Studie, Teil II: Überschaubares hochgepumpt auf Roman-Format
Was die Kollegen um Andreas Zick erneut anbieten, ist beachtenswert, weil man es erst einmal hinkriegen muss, mit interpretatorischer Verkleisterung das Volumen von ein paar Seiten Umfragergebnissen zu einem Wälzer in Roman-Format aufzupumpen.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/a...manformat/
 
Antworten
#37
Ist Skepsis und Kritik an Politik und Medien etwa automatisch „rechtsextremistisch“?
Eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Studie zu rechtsextremistischen Einstellungen macht aktuell Schlagzeilen. Doch was sich als Wissenschaft ausgibt, dient vor allem der Kanalisierung struktureller Kritik. Wer Kritik an der Unterminierung der Demokratie durch undemokratische Kräfte übt, wird von der Studie indirekt sogar selbst als Antidemokrat eingeordnet. Ganz nach dem Motto: Haltet den Dieb! Da kann man nur noch konsterniert den Kopf schütteln. Als sei dies nicht problematisch genug, markiert die mediale Aufbereitung dieser Studie durch die Tagesschau einen weiteren qualitativen Tiefpunkt.
 
Antworten
#38
zur Studie:

Publikumsbeschimpfung beim Namen genannt

Parteisoldat Sigmar Gabriel: Vom Außenminister zum Tatortreiniger

Die Mitte unserer Gesellschaft: enthemmt, verloren, feindselig, rechtsradikal? Jetzt wird es selbst der SPD zu viel, was ihre "Stiftung" da so zurecht fabuliert und die Partei als linksradikale Splittergruppe erscheinen läßt. 

Wie sie es machen, machen sie es falsch: Nachdem die darbende SPD zunächst aus ihrer Friedrich-Ebert-Stiftung heraus glaubte, einen vermeintlichen Coup gelandet zu haben, als sie mit der 327 Seiten langen Studie „Verlorene Mitte – Feinselige Zustände“ für ein paar Stunden die Medienaufmerksamkeit auf ihre „antifaschistische“ Alltagsarbeit lenken konnte, kamen die ersten Journalisten dazu, das Papier auch zu lesen und erschraken.

Spätestens dann, als der ZDF-Anchorman Claus Kleber in einem Anfall von Wahrhaftigkeit (oder Eitelkeit?) via Twitter darauf aufmerksam machte, dass seine kritischen Fragen an die Studienmacher geschnitten worden waren, war klar: Hier stimmte etwas ganz und gar nicht.

Die Publikumsbeschimpfung im Auftrag der Sozialdemokratie aus dem Hause des so genannten „Extremismusforschers“ der Bielefelder Universität und Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung, Andreas Zick, war kontaminiert. Schlimmer: das Zickpapier, das die gesellschaftliche Mitte über hunderte von Seiten rechtsextremistisch schimpfte, widersprach sogar einer nur wenige Monate alten Studie, ebenfalls aus dem Hause Zick, die behauptet hatte, die Deutschen seien mehrheitlich für eine Willkommenskultur.
Zwar rechtzeitig vor der EU-Wahl und im Superwahljahr 2019 veröffentlicht, müssen die Parteistrategen relativ schnell erkannt haben, welches Ei sie sich da gelegt hatten. Riefen sie deshalb nach dem Tatortreiniger? Nun kann man von Sigmar Gabriel halten, was man will, seine Entsorgung aus den höchsten Ämtern der Partei nebst Verlust des Außenministerposten an Heiko Maas hindert ihn offensichtlich trotzdem nicht daran, der Sozialdemokratie den erwünschten Dienst zu leisten und den Müll wegzuräumen.
Hilfreich ist ihm hier seine sporadische Tätigkeit für den Tagesspiegel. Hier schreibt er, was er mag; das Blatt freut sich über den prominenten Gast.
Zunächst sieht dann aber alles so aus, als übernehme Gabriel die Lesart der Studienmacher, wenn es in der Headline heißt: „Eine Studie und ihre bewusste Fehlinterpretation“. Und weiter: „Die Deutschen sind demokratiefest und mehrheitlich tolerant. Was aus den Ergebnissen der „Mitte“-Studie gemacht wird, ist verantwortungslos.“

Wer hier allerdings denkt, böse rechte Blogs oder vermeintliche Trolle in den sozialen Medien seien damit gemeint, der erlebt seine Überraschung: Denn Gabriel meint explizit die Autoren des Papiers, meint Andreas Zick und Genossen.
(....)
Denn auch mit diesem Satz im Tagesspiegel meint er nicht etwa die bösen Rechten im Bundestag, sondern die Sozialdemokratie:
„Es ist doch erstaunlich, wie sehr Politik und manche Medien anscheinend ein krisenhaftes Bild unserer Gesellschaft brauchen, um ihre Daseinsberechtigung zu legitimieren.“
Aber Gabriel fegt den verlotterten Laden noch schwungvoller aus, wenn er weiter schreibt:
„Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, hier seien die Ergebnisse einer Studie unter einer bestimmten Vorwahrnehmung ihrer Autoren interpretiert worden. Und kein Wunder, dass Überschrift und Inhalt der Studie verwechselt wurden. „Alarmierend“ an der jüngsten Mitte-Studie sind weniger ihre Ergebnisse als der Umgang damit.“
(....)

weiter > https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...treiniger/

Kommentare:

Protestwaehler
Jetzt sind also nicht mehr nur die „rechten Ränder“ Nazis, sondern gleich die gesamte Mitte der Gesellschaft. Bei der Gelegenheit sollte man wirklich fragen, wo sich demnach die SPD selbst in diesem politischen Spektrum verordnet… achnee, muss man nicht mehr, nach eigener Bekundung sucht die SPD ja die noch engere Verstrickung zur Antifa und engagiert als Mittelsmann ehemlige Stasi-Genossen von der Mauermörderpartei SED.
WER SPD WÄHLT IST LINKSEXTREMIST, mindestens aber Kommunist !
Herr Haldenwang, übernehmen Sie Big Grin

elly
erst wenn es den Menschen irgendwann einmal völlig egal ist, ob sie als Nazi, Rechtspopulist, Frauenfeind, Fremdenfeind, Homophob, Islamophob, Klimaleugner, Verschwörungstheoretiker o.ä. beschimpft werden, haben derartige Auswüchse keinen Sinn und keine Macht mehr. Das alles ist doch nur deswegen möglich, weil sich wirklich jeder rechtfertigt und nicht einfach nur zu seiner Meinung steht.
Unter Franz Josef Strauss wurden die Menschen als rote Socke, Kommunist etc. beschimpft. Heute sinds halt Rechtspopulisten – ist doch egal. Achsel zucken, Krönchen richten und weiter die eigene Meinung vertreten

eifelerjong
„erst wenn es den Menschen irgendwann einmal völlig egal ist, ob sie als Nazi, Rechtspopulist, Frauenfeind, Fremdenfeind, Homophob, Islamophob, Klimaleugner, Verschwörungstheoretiker o.ä. beschimpft werden“. Ich kenne Niemanden, der solcherart Beschimpfungen noch ernst nimmt, es sind halt nur Phrasen einer verblödeten Klientel.



"Existenzsichernder Nonsens"

wie das hier:

[Bild: RLS_EnthemmteMitte-686x449.png]

(umso erstaunlicher, wie maßlos sich die Gesellschaft (hier die "Mitte") herabwürdigen lässt. Und es sind die eigenen Parteimitglieder, die ihre Stiftung und Kollegen maßregeln müssen, um Schadensbegrenzung zu betreiben? )
 
Antworten
#39
Wer nicht mit uns hüpft

Amani, Palmer, Schröter: Mit ihren maßlosen Rassismusbeschuldigungen gegen Widersacher zersetzen Linke die liberale Bürgergesellschaft. Sie betreiben Identitätspolitik – und machen damit Hautfarbe und Herkunft zu zentralen Kategorien.

Wer ist eigentlich kein Rassist? Selten fiel eine Abgrenzung so schwer. Ganz sicher gehört jeder zur Großen Erweiterten Rassistischen Zone, der die so genannte Influencerin und Youtube-Größe Enissa Amani  nicht ausreichend unterstützt. Wobei es wahrscheinlich schon an Rassismus grenzt, von ihrem Fall bis heute nichts zu wissen. Zumindest diesen Zustand kann dieser Text ändern.

Rassistisch ist sicherlich der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und jeder, der sich nicht weit genug von ihm distanziert. Zu den Rassisten – und zwar der Sorte AMR – zählt außerdem jeder, der das muslimische Kopftuch ohne ausdrücklich positiven Kontext erwähnt. Wer mit den Kürzel AMR so wenig wie mit dem Namen Amani anzufangen weiß,  gehört außerdem zu den Quasirassisten, die noch gar nicht wissen, in welcher geistigen Nähe sie sich  befinden.
Aber der Reihe nach: Über Enissa Amani sollte das Publikum dieses Textes wissen, dass sie im Iran geboren wurde, einmal als stellvertretende Miss Westdeutschland amtierte, in „Fuck You Goethe 2“ mitspielte, mit einem Bühnenprogramm tourt, einen Song gegen die AfD verfasst hat („Fck die AfD“) und die Funktion einer Jurorin des „About You Awards“ versehen hatte, auf dem gerade von und auf Kosten der fast gleichnamigen Bekleidungsfirma About You GmbH Preise an engagierte junge Beeinflusser verliehen wurden, unter anderem an Greta Thunberg, aber vor allem an Leute, die in der Produktempfehlungsbranche zu den Schwergewichten zählen.
Bei eben dieser Awardverleihung entschied sich Amani im Rahmen des Bühnenprogramms, dem Publikum statt eines Teasers ihres demnächst auf Instagram laufenden Anti-AfD-Musicals einen Vortrag über den Unterschied zwischen Komikerin und Stand up-Comedian darzubringen. Aus Gründen, die sich einem Influencerausgrenzer wie dem Autor so wenig erschließen wie der ganze beknackte Rest, findet Enissa Amani es nämlich diskriminierend, Komikerin genannt zu werden, und besteht darauf, sie sei Standupperin. Sollte jemand noch einmal wagen, sie als Komikerin zu bezeichnen, dann, so versicherte sie bei dem About You Award, werde die Folge nicht das Ende des Influenzlerinnentums sein, sondern das Ende der Enissa Amani in Europa. Denn in diesem Fall gelte:
“Al’la, ich geh’ nach Nicaragua und züchte Papaya, Al’la, wir sind Staaand-upppp’a, Al’la!” (Wobei Al’la laut Amaniumfeld nicht für Allha, sondern für „Alter“ steht, was andererseits eh schon wurst ist).
Was das alles nun mit Rassismus zu tun hat? Gemach, Al’la. Geduld.
Es verfasste nämlich die Spiegel-Online-Autorin Anja Rützel ein alles in allem launiges Stück über die Award-Verleihung. Rützel schrieb sanft, die Veranstaltung sei seltsam und Amanis Auftritt unkomisch gewesen. In ihrer Rezension nannte Rützel – obwohl doch Amani mit Auswanderung gedroht hatte, falls das noch mal geschehen sollte – die Influencerin „Komikerin“.
Zwar hatte die Komikerin auf Twitter auch schon mal dringend zur Herstellung des Weltfriedens aufgerufen („Nur eine kleine blaue Kugel in der Unendlichkeit und wir bekriegen uns wie kleine, dumme Kinder mit grossen Worten und grossen Waffen“).
(....)
Wer sich der Lektüre der  Amani-Wutmob-Postings  auch nur kursorisch unterzieht, der taucht in ein Milieu ein, in dem jedes Argument völlig wirkungslos abprallt. Aber was heißt schon Argument? Bei Amani handelt es sich um eine Influenzlerin, die im Deutschland des Jahres 2019 alles richtig macht. Sie tourt mit einem Programm namens „Krassismus“ durchs Land, betont unentwegt ihre Herkunft aus dem Iran, moderiert irgendwas bei Youtube und singt einen Anti-AfD-Song, um ihr sonstiges Betriebsnudeltum auch auf der Metaebene abzusichern. Und jetzt möchte sie gefälligst ihre gesellschaftliche Dividende einstreichen: Unkritisierbarkeit. Lassen Sie mich durch, ich bin eine PoC – diesem Anspruch muss sich einfach jeder beugen. Und jetzt der Werbeblock zu Amanis Fick-AfD-Lied: „Für die Endversion des Tracks hält Enissa Amani noch eine Überraschung bereit. So supportet Jalil die Moderatorin auf ihrem ersten Song. Auch den Feature-Part des Berliners gibt es bereits als kleinen Appetizer bei Instagram zu hören. Amani hat angekündigt, das Stück ab einer gewissen Anzahl an Comments auf Spotify zu stellen.“Um PoC geht es auch in einer anderen Empörungswelle, die fast zeitgleich mit der von Frau Amani rollte und rauschte, nämlich gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Der Kommunalpolitiker und Bahn-Vielfahrer hatte sich gefragt, was die Bahn ihm mit ihrer neuen Image-Kampagne mitteilen will, die auf fünf Einzelfotos ICE-Passagiere zeigte – je zwei Männer mit dunklem Teint, eine Frau mit mediterraner Haut, eine afrikanische Frau mit Kind und schließlich den Formel-1-Fahrer Nico Rosberg als einzige hellhäutige Figur in dieser Reihe. So – nur zu 20 Prozent weiß, das nimmt nicht nur Palmer so wahr, sondern jeder Vielfahrer – sieht das Publikum in den ICEs jedenfalls nicht aus.
(....)

“Für mich als Betrachter sind diese fünf Bilder von Personen, die ich nicht kenne, in der Auswahl erklärungsbedürftig“, schrieb der Grünen-Politiker auf Facebook: „Nur eine der fünf Personen scheint keinen Migrationshintergrund zu haben. Das ist ungewöhnlich und ich würde gerne die Absicht dahinter verstehen.”
Er stellt also dem Unternehmen, das er selbst sehr oft nutzt, eine offene Frage. Nämlich die nach der Absicht.
Worauf ein Bahn-Sprecher nicht antwortete, sondern im Stil einer Strafzettelausstellung feststellte: „Herr Palmer hat offenbar zum wiederholten Male Probleme mit einer offenen und bunten Gesellschaft. Solch eine Haltung lehnen wir ab.“ Der Kommentar der Bahn erinnert zum einen in seiner intellektuellen Struktur an Enissa Amani und ihre Anhänger. Zum anderen gibt es auch eine bemerkenswerte historische Reminiszenz. Zu DDR-Zeiten bekamen Bürger bekanntlich Einheitslisten für die Volkskammerwahlen, und dazu den Aufforderungsspruch, den Zettel zu falten und in die Urne zu werfen: „Wer für den Frieden ist, wählt die Kandidaten der Nationalen Front.“ Wenn jemand andeutete, das habe nichts mit einer Wahl zu tun, sagte ein Funktionär üblicherweise: „Sie haben offenbar Probleme mit dem Frieden. Eine solche Haltung lehnen wir ab.“
In diesem wie im Fall Amani wie auch bei der Reaktion der Bahn auf Palmer geht es ganz offensichtlich nicht um Kommunikation, sondern um Machtausübung.
(.....)
Auch in einem dritten Fall funktioniert das Markieren und moralische Vernichten einer Feindperson als Rassistin nach exakt dem gleichen Muster, nämlich dem der in Frankfurt lehrenden Ethnologin Susanne Schröter. Die Professorin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam war schon in der Vergangenheit als Kritikerin der von Ankara aus gesteuerten türkischen Religionsgemeinschaft Ditib aufgefallen und hatte ihren Funktionären Doppelzüngigkeit vorgeworfen: Lippenbekenntnisse zum deutschen Grundgesetz nach außen, eine an der Islamisierungspolitik Erdogans ausgerichtete Strategie nach innen. An der Goethe-Universität plant sie eine Konferenz zum Kopftuch als politisch-religiösem Symbol; zu der Veranstaltung lud sie pluralistisch Vertreter unterschiedlicher Ansichten zum Kopftuch ein. Aber schon die Veranstaltung allein hält eine straff organisierte Gruppe linksradikaler und muslimischer Studenten für eine Zumutung. Sie agitiert gegen die Wissenschaftlerin unter einem Hashtag, der immerhin noch nicht einmal Gesprächsbereitschaft vorgaukelt: „#Schröter raus“.  Nicht nur die Konferenz soll verhindert, die Professorin soll von der Hochschule entfernt werden.
[Bild: Uni-Frankfurt-Hetzt-gegen-Schroeter-1320x2346.jpg]
(.....)
Wer den Rassismusbegriff so verwendet, der will Machtfragen klären.
Du findest eine aus dem Iran stammende Influenzlerinnennudel nicht witzig? Rassistin!
Du meldest sachte Zweifel an der Sinnhaftigkeit der plumpen agitatorischen Buntheitskampagne eines schlecht gemanagten Staatskonzerns an? Rassist!
Du möchtest einen Psychokrieg gegen eine Wissenschaftlerin führen, deren Ansichten dir nicht passen? Erkläre sie einfach zur Rassistin.
Alle drei Fälle verbindet ein und derselbe Stil: unbedingter Wille zur Denunziation, ein unbedingter Glaube an die eigene Mission, völlige Immunisierung gegen welches Argument auch immer. Also genau das, was in zig Kampagnen und Politikerreden, auf Preisverleihungsgalas und in öffentlich-rechtlichen Fernsehkommentaren regelmäßig als Haltung gefordert, gelobt und prämiert wird. Amani, Habeck, die Bahn, die Kopftuchvorkämpfer: alle bedienen sich sinngemäß zweier von allerhöchster Stelle, nämlich durch den Bundespräsidenten abgesegneter Slogans, die zum ersten Mal 2018 in Chemnitz erprobt worden waren: Hey, hey, wer nicht hüpft, der ist ein Nazi. Und: #Wir sind mehr.
(.....)

ganz hier > https://www.publicomag.com/2019/04/wer-n...ns-huepft/
 
Antworten
#40
Offenbarungseid

Mitte-Studie, Teil III: Nie versiegender Quell intellektueller Ver(w)irrung


Diese faktenarme und mit vielen Eitelkeiten gestrickte 327 Seiten lange Studie ist ein großes Geschenk. Und im Ergebnis nur ein weiterer Sargnagel für die Sozialdemokratie als Auftraggeber und funktional auch als große Beichte. 
Nun hat sich die Empörung über diese Diffamierungskampagne der SPD und ihre Friedrich-Ebert Stiftung schon bis zu Claus Kleber herumgesprochen, als der sich via Twitter echauffierte, dass seine kritischen Fragen an Macher der Mitte-Studie aus einem Beitrag entfernt wurden.
(....)
Dramatischer könnte man sagen, hier wurde ein Schuldeingeständnis über 327 Seiten abgeliefert. Hier wurde schriftlich fixiert, warum der demokratische Dialog und die Debatte um die wichtigen gesellschaftsrelevanten Fragen unserer Zeit so einseitig aufgekündigt wurde. Besonders beachtlich dabei die Erkenntnis: Es geschah auch aus Eitelkeit, Hochmut und Selbstüberschätzung. Denn wie anders ist es erklärbar, wenn sich eine selbsternannte Elite aufschwingt, die Mitte der Gesellschaft auf diese Weise anzugreifen?
Wenn jetzt schon in Sachen Klima die Kinder auf ihre Eltern gehetzt werden, dann mag der Damm gebrochen sein, es auch auf anderen Feldern zu versuchen. In der Studie ist da beispielsweise unter „Verbreitung von Verschwörungsmythen in der Gesellschaft“ von „Wissenschaftsfeindlichkeit und Klimawandelleugnung“ die Rede. Das muss man sich vergegenwärtigen, wenn hier ausgerechnet diese Studienmacher von „Wissenschaftsfeindlichkeit“ der anderen fabulieren. Nur eine weitere Groteske, die jetzt noch offener daliegt und jederzeit in den Debatten, die über die Zukunft entscheiden, rekapitulierbar sein wird. Ein großartiges Geschenk. Eines, das gemacht wurde zu großen Teilen auch aus Selbstüberschätzungen und einem gerüttelt Maß an Eitelkeiten.
(....)
ganz hier > https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/a...erwirrung/

Kommentare:

Babylon
Dieses Machwerk, in dem nicht in erster Linie irgendwelche angeblich wissenschaftlich erhobenen Daten präsentiert werden, sondern Rückschlüsse und Wertungen angehäuft sind, wird via einer parteipolitischen Stiftung die durch Steuergelder finanziert ist, auf das Publikum losgelassen.
Das ist der eigentliche Skandal im Skandal.

Protestwaehler
Andere Frage, WER „zensiert“ eigentlich Kleber?
Wenn der sich darüber echauffiert „geschnitten“ wurden zu sein, WER hat/konnte das veranlassen?
 
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste