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Der Fall Skripal
FritztheCat‏ @theblogcat
"Das anerkannte britische Recherchenetzwerk Bellingcat…"Diesem öffentlich-rechtlichen (Scheiß) muss man etwas entgegensetzen: von Rob Slane: Die Salisbury-Vergiftung ein Jahr später: Offener Brief an Scotland Yard



hier die komplette Übersetzung:

http://www.theblogmire.com/the-salisbury...an-police/
 
Die Salisbury-Vergiftung ein Jahr später:
Offener Brief an Scotland Yard
 
von Rob Slane, 03.03.2019

[Bild: image.jpg]

Sehr geehrter Herr Kommissar Basu,
 
es ist jetzt ein Jahr her, dass die Ereignisse in Salisbury die Nation schockiert haben, ja die ganze Welt. Seitdem hat Ihre Organisation den Fall untersucht und in einer Reihe von Stellungnahmen geschildert, insbesondere in jener vom 5. September (die auf Ihrer Webseite nicht mehr verfügbar ist), in der zwei Verdächtige formell beschuldigt werden, und in einer weiteren Stellungnahme am 22. November nach der Ausstrahlung der Panorama-Dokumentation: Salisbury Nerve Agent Attack – The Inside Story.
 
Für diejenigen, die ein oberflächliches Interesse an diesem Fall haben, mögen die Erklärungen, die Sie zu dem, was am 4. März 2018 geschehen ist, glaubwürdig erscheinen. Zumal die britischen Medien sie weitgehend wörtlich wiederholt haben, auch wenn sie offensichtlich fehlerhaft und widersprüchlich waren. Tatsächlich hat sich die Presse unerschütterlich geweigert (oder es wurde ihnen verwehrt), einige sehr offensichtliche und dringend nötige Fragen darüber zu stellen. Aber für diejenigen, die sich die Zeit genommen haben, sich den Vorfall anzusehen, enthalten die von Ihnen dargelegten Erklärungen eklatante Auslassungen, sachliche Fehler und mindestens eine wissenschaftliche Unmöglichkeit (mehr dazu unten).
(weitere Details hier:
Einige extrem schlampige Detektivarbeit wirft weitere Fragen auf“: https://www.theblogmire.com/some-extreme...questions/ )
 
Was ich in diesem Brief tun möchte, ist, einige der wichtigsten Dinge darzulegen, die Sie meiner Meinung nach der Öffentlichkeit zu erklären haben.
 
Warum haben wir nichts von Sergej Skripal gehört?
 
Das eklatanteste Problem mit Ihrem Fall ist das Verschwinden von Herrn Skripal selbst – und ja, "Verschwinden" ist das richtige Wort. 12 Monate sind jetzt seit dem ursprünglichen Vorfall vergangen, und etwa 11 Monate seit der Bekanntgabe, dass er sich erholt hat. In dieser Zeit gab es nicht einen öffentlichen Auftritt und – es wird immer seltsamer und seltsamer - nicht einmal eine öffentliche Erklärung, die in seinem Namen veröffentlicht wurde. Außerdem ist mit Sicherheit bekannt, dass er in Russland keinen Kontakt mit seiner Mutter hatte – nicht an ihrem Geburtstag, nicht zu Neujahr und nicht zu Weihnachten – was ihr große Sorgen bereitet hat. Das ist nicht nur merkwürdig, sondern auch sehr beunruhigend, zumal Herr Skripal die Gewohnheit hatte, vor dem 4. März jede Woche seine Mutter zu kontaktieren.
 
Wenn ich fragen würde, wie Sie das erklären können, würde ich eine Antwort erwarten, die die Behauptung enthält, dass solche Aussagen, Auftritte und Kontakte als gefährlich für seine Sicherheit angesehen werden. Bestimmte Berichte in den Medien haben dies tatsächlich so gesagt oder angedeutet. Das zieht jedoch aus zweierlei Gründen nicht:
 
Erstens wird von uns ernsthaft erwartet, dass wir glauben, dass die britischen Geheimdienste nicht in der Lage sind, den Aufenthaltsort von Herrn Skripal und seine Sicherheit zu schützen, sei es in einer Erklärung, einem zuvor aufgezeichneten Video oder in einem Anruf an seine Mutter? Dieser Gedanke ist natürlich lächerlich.
 
Zweitens wurden diese scheinbaren "Sicherheitsbedenken" bei Yulia Skripal irgendwie überwunden. Nicht nur wurde nach ihrer Entlassung aus dem Salisbury District Hospital eine Erklärung in ihrem Namen veröffentlicht, gefolgt von einem Reuters-Video mit ihrem Vorlesen einer vorbereiteten Erklärung, sondern ihr wurde auch ein einigermaßen regelmäßiger Kontakt mit ihrer Familie, einschließlich ihrer Cousine und Großmutter, bis zum 24. Juli letzten Jahres gestattet (das heißt, bis zu dem Punkt, an dem sie ihrer Cousine sagte, dass sie "jetzt alles verstanden hat"). Wenn die Sicherheit von Yulia geschützt werden konnte, gibt es keinen Grund, warum nicht auch die Sicherheit von Sergei gewährleistet werden kann.
 
Es ist auch erwähnenswert, dass weder Sergei noch Yulia je Ihre Erklärung des Vorfalls gebilligt haben. Sergej hat geschwiegen, und was Yulia betrifft, so hat sie in keiner ihrer Aussagen oder Telefonanrufe jemals mit dem Finger auf den russischen Staat für einen Attentatsversuch auf sie und ihren Vater gezeigt. Tatsächlich hat sie wiederholt den Wunsch geäußert, wieder nach Russland zurückzukehren – ein sehr seltsamer Wunsch, wenn man bedenkt, was Sie behaupten, was mit ihr passiert ist, nicht wahr?
 
Sowohl Sergei als auch Yulia Skripal sind inzwischen spurlos verschwunden – er seit dem 4. März 2018 und sie seit dem 24. Juli 2018. In Ermangelung eines plausiblen Grundes ist es vernünftig, sie beide als gegen ihren Willen festgehalten anzusehen, ohne konsularischen Zugang, ohne Rechtsvertretung und ohne die Möglichkeit, ihre nächsten Angehörigen zu kontaktieren. Dies sind natürlich sehr ernste Probleme, und wenn sie bestätigt würden, würde das Vereinigte Königreich gegen eine Reihe von internationalen rechtlichen Verpflichtungen verstoßen. Doch es gibt natürlich sehr offensichtliche Schritte, die unternommen werden könnten, um der Öffentlichkeit zu versichern, dass dies nicht der Fall ist.
 
Und deshalb frage ich Sie nur: Welchen glaubwürdigen Grund können Sie angeben, warum seit dem 4. März nichts mehr von Herrn Skripal gehört wurde? Warum konnte er seine Mutter nicht kontaktieren? Und welchen glaubwürdigen Grund können Sie angeben, warum Yulia offenbar seit dem 24. Juli der Kontakt mit ihrer Familie verweigert wird?
 
Warum wollen Sie nicht zeigen, wohin die Verdächtigen gegangen sind?
 
Ihre Organisation hat wiederholt erklärt, dass die CCTV-Aufnahmen der beiden Verdächtigen an der Shell-Tankstelle an der Wilton Road sie "in der Nähe" und "auf dem Weg zum" Haus von Herrn Skripal (oder "zum Haus der Skripals") zeigt, da sich Aussagen bizarrerweise immer wieder darauf beziehen. Wer, wenn ich fragen darf, sind "die Skripals"?). Dies ist in zweierlei Hinsicht irreführend.
 
Erstens zeigt das Filmmaterial sie tatsächlich etwa 500 Meter von der Christie Miller Road 47 entfernt, was nicht als "in der Nähe" beschrieben werden kann, um zu beweisen, dass sie tatsächlich zum Haus gegangen sind. Dieser Beweis würde eine anspruchsvolle Jury nicht überzeugen.
 
Zweitens zeigt es sie auch nicht "auf dem Weg" zum Haus von Herrn Skripal. Es ist möglich, dass sie dorthin gegangen sind, aber das CCTV-Material zeigt dies nicht, da es keinen Hinweis darauf gibt, dass sie sich auf die Überquerung der Wilton Road vorbereitet haben, was sie hätten tun müssen, um zur Christie Miller Road zu gelangen (entweder über die Passage zu Montgomery Gardens oder über die Canadian Avenue).
 
Aber es gibt noch mehr als das. Die Kamera, mit der die beiden Männer aufgenommen wurden, deckt den Bereich ab, in dem sie an der Garage vorbeigegangen sind, deckt aber nicht die beiden Routen zur oben genannten Christie Miller Road 47 ab. Was Sie der Öffentlichkeit jedoch nicht mitgeteilt haben, ist, dass es an der Shell-Tankstelle, direkt hinter dieser, eine weitere Überwachungskamera gibt, die diese Routen abdeckt. Wie das folgende Bild zeigt, befindet sie sich auf der rechten Seite des Gebäudes (umkreist), gegenüber der Wilton Road, fast genau gegenüber dem Weg zu den Montgomery Gardens (Hinweis: Die Kamera, mit der das gelüftete Material aufgenommen wurde, befindet sich an der Ecke der linken Seite des Gebäudes, gerade nicht im Bild):

[Bild: image.png]

Hätten die beiden Männer die Wilton Road überquert, um durch die Passage zu Montgomery Gardens oder sogar über die Canadian Avenue zu gehen, hätte diese Kamera sie aufgenommen. Hätte diese Kamera sie auf einem dieser beiden Wege aufgenommen, wäre das zwar immer noch kein schlüssiger Beweis dafür, dass sie zur Christie Miller Road 47 gingen, geschweige denn, was sie getan haben sollen, wenn sie dorthin gegangen wären, so wäre es doch sicherlich viel glaubwürdiger gewesen als das Material, das Sie veröffentlicht haben. Dennoch haben Sie sich entschieden, es nicht zu zeigen. Können Sie uns sagen, warum? Und auch, ob das Filmmaterial, das von dieser Kamera auf der rechten Seite des Gebäudes aufgenommen wurde, Ihre Behauptungen bestätigt, dass sie "auf dem Weg" zur Christie Miller Road waren?
 
Wat? Keine Videoaufnahmen?
 
Das Thema Videoüberwachung beschränkt sich jedoch nicht nur auf das, was von den beiden Männern an der Wilton Road gezeigt wurde und was nicht. Es bleibt eine merkwürdige Tatsache, dass Sie abgesehen von diesem und den anderen Aufnahmen von ihnen auf der Brücke in der Fisherton Street – die übrigens erst fast neun Monate nach dem Ereignis veröffentlicht wurden – kein einziges Mal korrektes Material von den Skripals oder anderen ähnlichen Ereignissen an diesem Tag veröffentlicht haben.
 
Das ist außergewöhnlich, aus verschiedenen Gründen.
 
Erstens, solches Material existiert mit Sicherheit. Zum Beispiel gibt es vom Nachmittag des 4. März "wirklich klares Material" von Sergei und Yulia Skripal, die mit einigen einheimischen Jungen Enten füttern, gleich neben dem Avon Spielplatz. Die Zeit dieses Filmmaterials liegt bei etwa 13:45 Uhr, was – das sollte man beachten – etwa 20-30 Minuten nach dem Kontakt der Skripals mit einem Nervenmittel auf dem Türgriff ihres Hauses liegt (mehr dazu weiter unten).
 
Zweitens wurden in den ersten Tagen der Untersuchung eine Reihe von Orten im Stadtzentrum als mögliche Orte für die Vergiftung diskutiert (nämlich Zizzis, The Mill Pub und die Parkbank selbst). Doch trotz der Tatsache, dass es zweifellos "wirklich klares" CCTV-Material von diesen Gebieten gibt, und trotz der Tatsache, dass die Öffentlichkeit aufgefordert wurde, Informationen vorzulegen, haben Sie nicht einmal eine Sekunde Filmmaterial von dem Paar in diesem Gebiet gezeigt. Die Öffentlichkeit wurde daher gebeten, Informationen über zwei Personen vorzulegen, die auf Videoüberwachung gezeigt wurden und dadurch eindeutig identifiziert werden konnten, aber ohne dass ein paar Sekunden dieser Videoüberwachung gezeigt wurden, damit man sehen könnte wie sie aussahen, was sie trugen und wohin sie gingen.
 
All dies trägt nur zu dem nagenden Verdacht bei, dass diese Videoüberwachung Dinge zeigt, die große Zweifel an den von Ihnen gegebenen Erklärungen aufkommen lassen würden. Aber es ist noch schlimmer als das. In den ersten Tagen nach dem Vorfall wurde CCTV-Material von einem Paar veröffentlicht, das um 15:47 Uhr durch den Market Walk ging, und es wurde von mehr als einer Nachrichtenagentur erklärt, dass das Paar die Skripals waren. Natürlich waren sie es nicht, und doch – angesichts einiger folgenden Zeugenaussagen – waren diese Menschen zweifellos irgendwie in die folgenden Ereignisse verwickelt. Doch so wichtig sie auch waren, sie wurden in den Tagen nach der Veröffentlichung des körnigen CCTV-Materials schnell vergessen und wurden danach von den Medien oder der Polizei nie wieder erwähnt. Warum ist das so, denn Zeugenaussagen führen zu dem Verdacht, dass sie etwas mit dem Geschehenen zu tun hatten?
 
Was wir also haben, ist das, was Sie als "schnell voranschreitende" und "komplexe Untersuchung" bezeichnet haben, bei der Sie wiederholt für Informationen an die Öffentlichkeit appelliert haben und sich dennoch geweigert haben, der Öffentlichkeit alles von dem vorhandenen CCTV-Material zu zeigen, das vielleicht dazu beigetragen hätte, Erinnerungen zu wecken und Sie bei Ihren Untersuchungen zu unterstützen. Da die Erklärung, die Sie für das Geschehene gegeben haben (Vergiftung am Türgriff), impliziert, dass im Shopppingcenter The Maltings nichts von Bedeutung war (außer dem Zusammenbruch auf der Parkbank), können die Gründe für die "nationale Sicherheit" einfach nicht zutreffen. Welchen Grund können Sie also angeben, warum Sie die Videoaufnahmen von The Maltings nicht der Öffentlichkeit zeigen, als Sie um Informationen gebeten haben?
 
Die Skripals, die Verdächtigen, die Enten und der Müll.
 
Ich erwähnte oben das CCTV-Material, das von den Skripals am 4. März um 13:45 Uhr auf dem Avon Playground in The Maltings aufgenommen wurde. Dies ist aus mehreren Gründen einer der interessantesten Vorfälle im gesamten Fall.
 
Erstens, wie bereits erwähnt, zeigt das Filmmaterial Herrn Skripal und seine Tochter, die Enten füttern, wobei Herr Skripal drei einheimischen Jungen tatsächlich Brot überreicht, von denen einer anscheinend ein Stück gegessen hat, aber keiner von ihnen verseucht wurde. Dies deutet eindeutig darauf hin, dass Herr Skripal zu diesem Zeitpunkt nicht mit Nervengift verseucht war.
 
Zweitens zeigt es, dass Yulia eine rote Tasche trug, was vielleicht unbedeutend erscheint, außer der Tatsache, dass die Frau, die auf dem Market Walk auf CCTV erwischt wurde (und nicht Yulia war), auch eine markante rote Tasche trug. Um es nicht zu detailliert zu sagen: angesichts des Handwerks von Herrn Skripal haben das Entenfüttern und eine unverwechselbare roten Handtasche eine eindeutige "Signalwirkung für jemanden".
 
Drittens, und das ist das Bemerkenswerteste angesichts der Art Ihrer Behauptungen, waren die beiden Verdächtigen – Petrov und Boshirov – während der Entenfütterung in unmittelbarer Nähe. Und wenn ich von Nähe spreche, meine ich damit viel näher als die Entfernung von der Shell-Tankstelle zur Christie Miller Road 47, die Sie als "in der Nähe" beschreiben. Wie das?
 
Nach dem Bild, das Sie von den beiden Männern um 13:08 Uhr veröffentlicht haben, standen sie am Eingang zum Summerlock Approach, was zufällig jene Straße ist, die zum Parkplatz Sainsbury's führt, der zufällig der Parkplatz ist, auf dem Herr Skripal sein Auto etwa 32 Minuten später parkte. Sie wurden dann auf Videoaufzeichnungen gesehen, die von den Medien beschafft wurden, wie sie um 13:48 Uhr auf der Fisherton Street an Dauwalders (Münzen- und Briefmarkengeschäft) vorbei gingen. Entscheidend ist, dass sie aus Richtung der Stadt kamen.
 
Das bedeutet, dass sie, nachdem sie am Summerlock Approach fotografiert wurden, anstatt direkt zum Bahnhof zu gehen, wie es Ihr Zeitablauf vorschlug, in die Stadt zurückkehrten, entweder die Fisherton Street hinauf und wieder hinuntergingen, oder durch einen Rundgang durch den Summerlock Approach, über den Parkplatz und durch The Maltings, bevor sie über die Malthouse Lane zurück zur Fisherton Street gingen.
 
Dauwalders, wo sie um 13:48 Uhr gesehen wurden, ist weniger als 200 Meter vom Avon Playground entfernt, wo die Skripals um 13:45 Uhr gefilmt wurden. Und so haben wir die faszinierende Aussicht, dass die beiden mutmaßlichen Attentäter weniger als 200 Meter von dem Paar entfernt waren, das sie angeblich versucht haben zu ermorden, weniger als 3 Minuten von einander entfernt. Da die beiden Verdächtigen beim Passieren des Ladens aus Richtung der Stadt kamen, ist es durchaus möglich (wenn auch keineswegs sicher), dass sie tatsächlich aus der Umgebung des Einkaufszentrums The Maltings gekommen waren und somit kurz zuvor noch näher an den Skripals gewesen sein könnten.
 
Die Tatsache, dass die beiden Verdächtigen zwischen 13:45 und 13:48 Uhr näher an den Skripals waren als um 11:58 Uhr außerhalb der Shell-Tankstelle, ist natürlich äußerst interessant. Aber was an dieser Episode besonders beunruhigend ist, ist das, was Ihre Organisation mit diesen Informationen gemacht hat.
 
Erstens haben Sie es aus Ihrer Zeitleiste herausgelassen, ohne zu erwähnen, dass die Skripals einen Umweg gemacht haben, um die Enten zu füttern – und es ist in der Tat ein Umweg, wenn Sie vom Parkplatz Sainsbury's zum Restaurant Zizzis oder The Mill gehen – und nicht ein einziges Mal erwähnt haben, dass die beiden Verdächtigen zur gleichen Zeit in diesem Gebiet waren (was wirklich seltsam ist, da Sie versuchen, gegen sie vorzugehen).
 
Aber zweitens, obwohl dieser Vorfall in Ihrer Zeitleiste ignoriert wurde, als ob es belanglos wäre, war er offensichtlich von großer Bedeutung. Der Grund dafür ist, dass am Tag nach dem Vorfall (5. März) eine große Anzahl von Militärangehörigen extrem auf einen Mülleimer neben dem Avon Playground konzentriert war, wie diese Videos – hier und hier – deutlich machen. Warum dieser Mülleimer, der einen erheblichen Abstand von der Parkbank hat (etwa 45 Meter), und warum hat man sich so auf dieses Objekt konzentriert?
https://www.gettyimages.de/detail/video/.../930453318
https://www.gettyimages.de/detail/video/.../928860870
 
Diesen Ort aus Ihrer Zeitachse herauszulassen und die Öffentlichkeit nicht über die Nähe der Verdächtigen zu den Skripals zum Zeitpunkt der Entenfütterung zu informieren, ist offen gesagt bizarr. Welche glaubwürdige Erklärung gibt es dafür?
 
Die absolute Unmöglichkeit Ihrer Türgrifferklärung
 
Ich habe eingangs erwähnt, dass es neben den sachlichen Fehlern, eklatanten Auslassungen und Inkonsistenzen in Ihrem Fall auch eine Unmöglichkeit gibt. Das ist die Erklärung, dass der Attentatsversuch mit einem Nervengift durchgeführt wurde, das auf den Türgriff der Christie Miller Road 47 gesprüht wurde.
 
Abgesehen von der Absurdität dessen, was als "ölige Substanz" bezeichnet wird, die aus einem Zerstäuber versprüht worden sein soll (wie funktioniert das?); abgesehen von der Lächerlichkeit, dass Menschen, die es tatsächlich versprühen, keine angemessene Schutzkleidung tragen; abgesehen von der Dummheit, anzunehmen, dass die Tat am helllichten Tag begangen wurde, während Herr Skripal und seine Tochter im Haus waren; abgesehen von den Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, dass beide Opfer auf dem Weg aus dem Haus den Türgriff berühren; und abgesehen von der offenbar absurden Vorstellung, dass die beiden Männer, nachdem sie ihre Tat offensichtlich getan hatten, anstatt Salisbury sofort zu verlassen, dann durch die Stadt gingen, und anstatt die offene Flasche "Novichok", die sie angeblich benutzt hatten, zu beseitigen, haben sie angeblich eine Flasche beseitigt, die sie nicht benutzt hatten (erinnern Sie sich, Charlie Rowleys Schachtel war, so sagt er, in Zellophan verpackt) – all diese irrationalen Vorschläge beiseite gelassen: Ich sage, dass es eine absolute Unmöglichkeit in dem gibt, was Sie uns bitten zu akzeptieren.
 
In der BBC Panorama Sendung Salisbury Nerve Agent Attack - The Inside Story, die eindeutig mit offizieller Genehmigung gemacht wurde (der Ex-Chef des MI6 und der stellvertretende Deputy Polizeichef der Metropolitan Police, Dean Haydon, die beide auftraten und bei der Konstruktion dessen halfen, was angeblich geschehen sein soll), wurde im gesamten Programm behauptet, dass die verwendete Substanz nicht nur unglaublich giftig sei, sondern dass sie selbst bei geringsten Mengen tödlich sei. Einer der Männer, die am ursprünglichen Foliant Project arbeiteten, um diese Substanzen zu entwickeln, Vil Mirzyanov, wurde gefragt, wie viel nötig sei, um eine Person zu töten. Er antwortete:
 
Um einen Menschen zu töten braucht man nur 1mg.
 Um sicher zu gehen 2mg.“
 
Nun, das verursacht offensichtlich ein Problem: warum hat es nicht Herrn Skripal und seine Tochter getötet, da sie beide angeblich mit weit mehr als 2mg des Materials verunreinigt wurden? Die Antwort wurde in der Sendung von Herrn Mirzyanov gegeben, der sagte:
 
"Vielleicht war die Dosis nicht hoch genug. Salisbury war regnerisch und feucht. Novichok bricht unter feuchten Bedingungen zusammen und verringert seine Toxizität. Das ist die Achillesferse von Novichok."
 
Obwohl dies plausibel klingt, widerspricht das der am 4. Mai von der OPCW veröffentlichten Erklärung, die über die Proben, die sie an Standorten in Salisbury, einschließlich dem Türgriff, gesammelt haben, folgendes sagte:
 
"Die vom technischen Hilfsdienst des OPCW-Team gesammelten Proben kamen zu dem Schluss, dass die gefundene chemische Substanz von hoher Reinheit, persistent und wetterbeständig war."
 
Diese Aussagen zusammengenommen bedeuten, dass Ihre Erklärung eine absolute Unmöglichkeit ist. Wenn 2 mg "Novichok" ausreichen, um eine Person zu töten, wie Herr Mirzyanov sagte (bestätigt durch den stellvertretenden Deputy Kommissar Haydon, der sagte, es sei genug in der Flasche, um Tausende zu töten), dann sollten Herr Skripal und seine Tochter tot sein. Wenn sie nicht tot sind, weil "Novichok" unter feuchten Bedingungen zusammenbricht, dann ist es für die OPCW unmöglich, einen nicht zusammengebrochenen, "hochreinen" und witterungsbeständigen Stoff gefunden zu haben.
 
Es gibt einfach keine Möglichkeit, dass man diese Dinge in Übereinstimmung bringen kann. Wenn es die Skripals nicht tötete, weil es unter feuchten Bedingungen zusammenbricht, dann kann die OPCW keine hochreine Substanz gefunden haben, die beständig und wetterbeständig ist. Aber da die OPCW behauptet, dass dies genau das ist, was sie gefunden hat, kann sie unter feuchten Bedingungen nicht zusammengebrochen sein und ihre Toxizität verloren haben, oder? Das eine oder das andere, aber nicht beides.
 
Wenn Sie nicht nachweisen können, dass ein Stoff seine Toxizität in etwas mehr als einer Stunde durch Feuchtigkeit verlieren kann (von der Zeit, in der er angeblich versprüht wurde, bis zur Zeit, in der er angeblich berührt wurde), nur um seine Toxizität wiederzuerlangen und zwei Wochen später als wetterfest befunden zu werden, kann man nicht erwarten, dass eine vernünftige Person dieser Erklärung glaubt. Es ist offensichtlich Unsinn, völlig unmöglich und diskreditiert Ihre gesamte Darstellung dessen, was am 4. März passiert ist.
 
Abschließend
 
Zusammen mit anderen Mitgliedern der Öffentlichkeit würde ich gerne glauben können, dass Ihre Untersuchung auf allen verfügbaren Beweisen basiert und dass ihre Schlussfolgerungen (bisher) glaubwürdig sind. Leider ist dies jedoch nicht möglich, wie die oben genannten Fragen (und viele andere) zeigen.
 
Es war von Anfang an ziemlich klar, dass jede nachfolgende Untersuchung bereits politisiert worden war, als die Regierung ihre Schlüsse zog bevor irgendwelche Beweise ordnungsgemäß bewertet wurden,. Es bestand daher wenig Hoffnung, dass die Untersuchung unparteiisch sein würde und dass, wenn Beweise gefunden würden, die der Einschätzung der Regierung widersprechen, diese vorgelegt würden.
 
Es gab jedoch immer einen Hoffnungsschimmer, dass sich Ihre Organisation weigern würde, sich dieser Politisierung zu beugen und stattdessen eine wirklich unabhängige Untersuchung durchzuführen. Das hätte unter anderem damit zu tun gehabt:
 
Herr Skripal und Yulia dürfen den Medien über das Geschehen an diesem Tag berichten, und die Medien dürfen frei Fragen stellen.
 
Eine gründliche Darstellung der Bewegungen der beiden Verdächtigen und nicht zwei hochselektive Aufnahmen, die zeigen sollen, wohin sie gegangen sind, die aber das Material weglassen, das zeigt, wohin sie tatsächlich gegangen sind.
 
Die Veröffentlichung von CCTV-Material, das zeigt, was im The Maltings passiert ist, um Zeugen aufzurufen, sich zu melden.
 
Wichtige Informationen, wie das Entenfüttern und die unmittelbare Nähe der Verdächtigen zu den Skripals zu diesem Zeitpunkt, die an die Öffentlichkeit weitergegeben und die in die Zeitachse aufgenommen werden.
 
Eine Erklärung der Vergiftung, die tatsächlich wissenschaftlich glaubwürdig ist.
 
Aber da diese Elemente nicht Teil Ihrer Untersuchung waren, kann die Öffentlichkeit kein Vertrauen in Ihre Erklärung und Einschätzung dessen haben, was am 4. März 2018 geschah, und sie hat jedes Recht zu vermuten, dass sie Teil einer im Wesentlichen politisch getriebenen Vertuschung zu sein scheint. Das ist wirklich eine große Schande, nicht nur, um zu verstehen, was bei den Vorfällen von Salisbury und Amesbury wirklich passiert ist, sondern auch, weil es das Vertrauen in Ihre Organisation und die Behörden im Allgemeinen langfristig zerstört. Ich hoffe, dass diese mögliche Zerstörung des Vertrauens in die Integrität Ihrer Organisation bei der Behandlung dieses Falles, der Ihnen sicherlich keinen Grund zum Feiern geben kann, Sie dazu veranlasst, die Initiative zu ergreifen und jetzt glaubwürdiger darzulegen, was geschehen ist.

> https://www.theblogcat.de/uebersetzungen...3-03-2019/
 
Antworten
ARD-Faktenfinder:

Russische Medien zu Skripal
Eine Flut von Behauptungen
Vor einem Jahr ist der ehemalige russische Agent Skripal vergiftet worden. London macht Moskau dafür verantwortlich. Russische Staatsmedien reagieren darauf mit einer Flut oft widersprüchlicher Narrative.
Von Patrick Gensing, ARD-faktenfinder
Das Nowitschok sei in der britischen Militäranlage Porton Down hergestellt worden. Oder: Es wurde zwar in Russland fabriziert, allerdings nicht vom Staat. Oder es wurde gar kein Nowitschok eingesetzt. Oder: Der Anschlag auf Sergei Skripal sei eine Operation unter falscher Flagge gewesen, um Russland vor der Fußball-WM zu diskreditieren - oder um von einem Skandal um Kinderpornografie in Großbritannien abzulenken.
Dies sind nur einige Behauptungen und Erzählungen, die russische Politiker und Staatsmedien nach dem Anschlag in Großbritannien verbreiteten. Wissenschaftler des King's College in London analysierten die englischsprachige Berichterstattung der russischen Staatsmedien in den vier Wochen nach dem Anschlag - und zählten 138 unterschiedliche Narrative. Als Narrativ definieren die Forscher Aussagen, die eine kohärente - also zusammenhängende - Erklärung der Ereignisse anbietet.
Im Schnitt 26 Beiträge pro Tag
Obwohl sich viele der Behauptungen und Verschwörungstheorien gegenseitig widersprechen, haben sie doch eine gemeinsame Botschaft: Russland habe mit der Attacke nichts zu tun.
Um dies zu belegen, veröffentlichten die russische Staatsmedien RT und Sputnik eine Flut an Artikeln, Beiträgen und Kommentaren. Die Forscher zählten innerhalb von vier Wochen 735 Beiträge - durchschnittlich 26 täglich. Allerdings war die Berichterstattung keineswegs gleichmäßig verteilt, sondern die Forscher konnten klare Spitzen dokumentieren: Nachdem Premierministerin Theresa May Russland vorgeworfen hatte, für den Anschlag verantwortlich zu sein, veröffentlichten die russischen Staatsmedien besonders viele Beiträge. Genauso war es, nachdem westliche Staaten verkündeten, als Reaktion auf den Anschlag russische Diplomaten auszuweisen.
Mehrere Behauptungen in den russischen Staatsmedien gingen auf hochrangige russische Politiker zurück, beispielsweise auf Außenminister Sergej Lawrow, der die Arbeit der OPCW anzweifelte.

Außerdem zitierten RT und Sputnik Rechtspopulisten aus verschiedenen Staaten, die spekulierten, der Anschlag sei möglicherweise von westlichen Geheimdiensten ausgeführt worden. So sagte der AfD-Fraktionsvize Roland Hartwig dem Staatssender Sputnik, man dürfe die Möglichkeit nicht ignorieren, dass absichtlich Spuren hinterlassen worden seien, um Moskau zu schaden. Ein Abgeordneter der rechten Partei "Die wahren Finnen" wurde mit dem Verdacht zitiert, die Ukraine sei für den Anschlag verantwortlich.

Rechtspopulisten als Quellen
Mehrere Behauptungen in den russischen Staatsmedien gingen auf hochrangige russische Politiker zurück, beispielsweise auf Außenminister Sergej Lawrow, der die Arbeit der OPCW anzweifelte.
Außerdem zitierten RT und Sputnik Rechtspopulisten aus verschiedenen Staaten, die spekulierten, der Anschlag sei möglicherweise von westlichen Geheimdiensten ausgeführt worden. So sagte der AfD-Fraktionsvize Roland Hartwig dem Staatssender Sputnik, man dürfe die Möglichkeit nicht ignorieren, dass absichtlich Spuren hinterlassen worden seien, um Moskau zu schaden. Ein Abgeordneter der rechten Partei "Die wahren Finnen" wurde mit dem Verdacht zitiert, die Ukraine sei für den Anschlag verantwortlich.,,,,

> https://faktenfinder.tagesschau.de/ausla...n-101.html

4. März 2019 um 19:07
Sollte sich ein „Faktenfinder“ nicht mt dem Finden von Fakten beschäftigen, statt mit dem Kolportieren verschiedenster, teils wirrer Ersatztheorien?
Statt also eine „Flut widersprüchlicher Narrative in russischen Medien“ zu untersuchen, in denen sich laut Gensings Narrativ ohnehin keine Fakten finden lassen, könnte er sich ja mal mit der Flut widersprüchlicher Erzählungen des Falls Skripal in den deutschen Medien und britischen Statements dazu beschäftigen. Da gäbe es Material für Wochen an Faktenbfinderei…
 
Antworten
Paul Schreyer‏ @paul_schreyer 4. März
Eine Frage an die Tagesschau: Wo ist Sergej Skripal? Warum halten die britischen Behörden ihn bis heute vor der Öffentlichkeit versteckt? Vielleicht an der Stelle mal recherchieren? Oder ist dafür auch Putin verantwortlich? @tagesschau @PatrickGensing

Patrick Gensing‏ @PatrickGensing
Antwort an @SigmaLS8361 @AnneSchnuppi und
Das Narrativ, Großbritannien halte Skripal gefangen und versteckt, taucht in der Untersuchung des King`s College ebenfalls auf.

Paul Schreyer‏ @paul_schreyer 9 Std.Vor 9 Stunden
Paul Schreyer hat Patrick Gensing retweetet
Herr Gensing, dass die britischen Behörden Skripal vor der Öffentlichkeit versteckt halten, ist kein "Narrativ", sondern die Realität. Dass Leitmedien wie die ARD sich für diese Realität nicht weiter interessieren, spricht leider für sich.

Paul Schreyer‏ @paul_schreyer 9 Std.Vor 9 Stunden
Es wäre Aufgabe einer Instanz, die sich "Faktenfinder" nennt, Näheres zu recherchieren und kritisch nachzuhaken. Auch dies geschieht nicht. Kritische Fragen werden im Gegenteil abgebürstet. Ist das Journalismus?

Patrick Gensing‏ @PatrickGensing
Antwort an @paul_schreyer
Herr Schreyer, Sie wissen schlicht überhaupt nicht, ob die britischen Behörden ihn versteckt halten oder ob er es vielleicht vorzieht, nach einem Mordanschlag nicht öffentlich aufzutreten. Wofür das nun wiederum spricht, überlasse ich Ihrer geschätzten Interpretation.

Paul Schreyer‏ @paul_schreyer 9 Std.vor 9 Stunden
Antwort an @PatrickGensing
Die britischen Behörden müssten jedes Interesse daran haben, zu belegen, dass die Skripals sich frei und ungehindert bewegen können, sei es durch Video-Statement etc. Dies geschieht nicht. Ein durchschnittlicher Beobachter muss davon ausgehen, dass die beiden festgehalten werden.

Paul Schreyer‏ @paul_schreyer 3 Std.Vor 3 Stunden
Paul Schreyer hat Patrick Gensing retweetet
Herr Gensing, wenn Skripal tatsächlich freiwillig abgetaucht ist, warum ruft er dann nicht wenigstens einmal seine Mutter an (die ihn als vermisst gemeldet hat)? Warum verweigern die britischen Behörden seiner Nichte einen Besuch bei ihm? @tagesschau http://tass.com/world/1045469

Publikumskonferenz‏ @St_Publikon 7 Min.Vor 7 Minuten
Weil er vielleicht nicht mehr lebt? Die imho logischste Erklärung für die Kontaktausfälle.
 
Antworten
Pure: Ten Points I Just Can’t Believe About the Official Skripal Narrative

I still do not know what happened in the Skripal saga, which perhaps might more respectfully be termed the Sturgess saga. I cannot believe the Russian account of Boshirov and Petrov, because if those were their real identities, those identities would have been firmly established and displayed by now. But that does not mean they attempted to kill the Skripals, and there are many key elements to the official British account which are also simply incredible.

Governments play dark games, and a dark game was played out in Salisbury which involved at least the British state, Russian agents (possibly on behalf of the state), Orbis Intelligence and the BBC. Anybody who believes it is simple to identify the “good guys” and the “bad guys” in this situation is a fool. When it comes to state actors and the intelligence services, frequently there are no “good guys”, as I personally witnessed from the inside over torture, extraordinary rendition and the illegal invasion of Iraq. But in the face of a massive media campaign to validate the British government story about the Skripals, here are ten of the things I do not believe in the official account: (.....)

weiter > https://www.craigmurray.org.uk/archives/...narrative/

(Rein: Zehn Punkte, die ich einfach nicht glauben kann, was die offizielle Skripal-Narrative angeht.

Ich weiß immer noch nicht, was in der Skripal-Saga geschah, die vielleicht respektvoller als die Sturgess-Saga bezeichnet werden könnte. Ich kann dem russischen Bericht über Boshirov und Petrov nicht glauben, denn wenn das ihre wirklichen Identitäten wären, wären diese Identitäten inzwischen fest etabliert und sichtbar geworden. Aber das bedeutet nicht, dass sie versucht haben, die Skripals zu töten, und es gibt viele Schlüsselelemente des offiziellen britischen Accounts, die auch einfach unglaublich sind.

Regierungen spielen dunkle Spiele, und in Salisbury wurde ein dunkles Spiel ausgetragen, an dem zumindest der britische Staat, russische Agenten (möglicherweise im Namen des Staates), Orbis Intelligence und die BBC beteiligt waren. Jeder, der glaubt, dass es einfach ist, die "guten Jungs" und die "schlechten Jungs" in dieser Situation zu identifizieren, ist ein Narr. Wenn es um staatliche Akteure und den Geheimdienst geht, gibt es oft keine "guten Jungs", wie ich persönlich von innen über Folter, außerordentliche Überstellungen und die illegale Invasion im Irak gesehen habe. Aber angesichts einer massiven Medienkampagne, um die Geschichte der britischen Regierung über die Skripals zu bestätigen, hier sind zehn der Dinge, an die ich nicht an die offizielle Darstellung glaubeSmile

Auszug:

6) Mark Urban/Pablo Miller
The BBC’s “Diplomatic Editor” is a regular conduit for the security services. He fronted much of the BBC’s original coverage of the Skripal story. Yet he concealed from the viewers the fact that he had been in regular contact with Sergei Skripal for months before the alleged poisoning, and had held several meetings with Skripal.
This is extraordinary behaviour. It was the biggest news story in the world, and news organisations, including the BBC, were scrambling to fill in the Skripals’ back story. Yet the journalist who had the inside info on the world’s biggest news story, and was actually reporting on it, kept that knowledge to himself. Why? Urban was not only passing up a career defining opportunity, it was unethical of him to continually report on the story without revealing to the viewers his extensive contacts with Skripal.
The British government had two immediate reactions to the Skripal incident. Within the first 48 hours, it blamed Russia, and it slapped a D(SMA) notice banning all media mention of Skripal’s MI6 handler, Pablo Miller. By yet another one of those extraordinary coincidences, Miller and Urban know each other well, having both been officers together in the Royal Tank Regiment, of the same rank and joining the Regiment the same year.
I have sent the following questions to Mark Urban, repeatedly. There has been no response:
To: [email protected]
Dear Mark,
As you may know, I am a journalist working in alternative media, a member of the NUJ, as well as a former British Ambassador. I am researching the Skripal case.
I wish to ask you the following questions.
1) When the Skripals were first poisoned, it was the largest news story in the entire World and you were uniquely positioned having held several meetings with Sergei Skripal the previous year. Yet faced with what should have been a massive career break, you withheld that unique information on a major story from the public for four months. Why?
2) You were an officer in the Royal Tank Regiment together with Skripal’s MI6 handler, Pablo Miller, who also lived in Salisbury. Have you maintained friendship with Miller over the years and how often do you communicate?
3) When you met Skripal in Salisbury, was Miller present all or part of the time, or did you meet Miller separately?
4) Was the BBC aware of your meetings with Miller and/or Skripal at the time?
5) When, four months later, you told the world about your meetings with Skripal after the Rowley/Sturgess incident, you said you had met him to research a book. Yet the only forthcoming book by you advertised is on the Skripal attack. What was the subject of your discussions with Skripal?
6) Pablo Miller worked for Orbis Intelligence. Do you know if Miller contributed to the Christopher Steele dossier on Trump/Russia?
7) Did you discuss the Trump dossier with Skripal and/or Miller?
8) Do you know whether Skripal contributed to the Trump dossier?
9) In your Newsnight piece following the Rowley/Sturgess incident, you stated that security service sources had told you that Yulia Skripal’s telephone may have been bugged. Since January 2017, how many security service briefings or discussions have you had on any of the matter above.
I look forward to hearing from you.
Craig Murray
The lack of openness of Urban in refusing to answer these questions, and the role played by the BBC and the MSM in general in marching in unquestioning lockstep with the British government narrative, plus the “coincidence” of Urban’s relationship with Pablo Miller, give further reason for scepticism of the official narrativ

(6) Mark Urban/Pablo Miller
Der "Diplomatic Editor" der BBC ist eine regelmäßige Anlaufstelle für die Sicherheitsdienste. Er spielte einen Großteil der ursprünglichen Berichterstattung der BBC über die Skripal-Geschichte. Doch er verheimlichte den Zuschauern, dass er vor der angeblichen Vergiftung monatelang in regelmäßigem Kontakt mit Sergei Skripal gestanden und mehrere Treffen mit Skripal durchgeführt hatte.
Das ist außergewöhnliches Verhalten. Es war die größte Nachrichtenstory der Welt, und Nachrichtenorganisationen, einschließlich der BBC, krochen, um die Hintergrundgeschichte der Skripals zu füllen. Doch der Journalist, der die Insider-Informationen über die größte Nachrichtengeschichte der Welt hatte und tatsächlich darüber berichtete, behielt dieses Wissen für sich. Warum? Urban verpasste nicht nur eine Karriere, die eine Chance darstellte, es war unethisch von ihm, ständig über die Geschichte zu berichten, ohne den Zuschauern seine umfangreichen Kontakte zu Skripal zu offenbaren.
Die britische Regierung hatte zwei sofortige Reaktionen auf den Skripal-Vorfall. Innerhalb der ersten 48 Stunden beschuldigte sie Russland, und sie schlug eine D(SMA)-Bekanntmachung, die alle medialen Erwähnungen von Skripals MI6-Handler Pablo Miller verbot. Durch noch einen weiteren dieser außergewöhnlichen Zufälle kennen sich Miller und Urban gut, da sie beide zusammen Offiziere im Royal Tank Regiment waren, von gleichem Rang waren und im selben Jahr dem Regiment beitraten.
Ich habe die folgenden Fragen wiederholt an Mark Urban geschickt. Es gab keine Antwort:
An: [E-Mail geschützt]
Sehr geehrter Mark,
Wie Sie vielleicht wissen, bin ich Journalist, der in alternativen Medien arbeitet, Mitglied der NUJ sowie ehemaliger britischer Botschafter. Ich recherchiere den Fall Skripal.
Ich möchte Ihnen die folgenden Fragen stellen.
1) Als die Skripte zum ersten Mal vergiftet wurden, war es die größte Nachrichtengeschichte der ganzen Welt und Sie waren einzigartig positioniert, nachdem Sie im Vorjahr mehrere Treffen mit Sergei Skripal hatten. Doch angesichts dessen, was ein massiver Karrierebruch hätte sein sollen, haben Sie der Öffentlichkeit vier Monate lang diese einzigartigen Informationen über eine große Geschichte vorenthalten. Warum?
2) Sie waren Offizier im Royal Tank Regiment zusammen mit Skripal's MI6-Handler, Pablo Miller, der ebenfalls in Salisbury lebte. Haben Sie im Laufe der Jahre Freundschaft mit Miller gepflegt und wie oft kommunizieren Sie?
3) Als Sie Skripal in Salisbury trafen, war Miller ganz oder teilweise anwesend, oder haben Sie Miller separat getroffen?
4) Wusste die BBC von Ihren Treffen mit Miller und/oder Skripal zu diesem Zeitpunkt?
5) Als Sie vier Monate später der Welt von Ihren Treffen mit Skripal nach dem Rowley/Sturgess-Vorfall erzählten, sagten Sie, Sie hätten ihn getroffen, um ein Buch zu recherchieren. Doch das einzige bevorstehende Buch, das du beworben hast, ist der Angriff auf Skripal. Was war das Thema Ihrer Gespräche mit Skripal?
6) Pablo Miller arbeitete für Orbis Intelligence. Wissen Sie, ob Miller zum Christopher Steele Dossier über Trumpf/Russland beigetragen hat?
7) Hast du das Trump-Dossier mit Skripal und/oder Miller besprochen?
8) Weißt du, ob Skripal zum Trump-Dossier beigetragen hat?
9) In Ihrem Newsnight-Stück nach dem Vorfall von Rowley/Sturgess haben Sie erklärt, dass Quellen des Sicherheitsdienstes Ihnen mitgeteilt haben, dass das Telefon von Yulia Skripal möglicherweise abgehört wurde. Seit Januar 2017, wie viele Briefings oder Diskussionen des Sicherheitsdienstes haben Sie zu einem der oben genannten Themen geführt.
Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.
Craig Murray
Die mangelnde Offenheit von Urban bei der Weigerung, diese Fragen zu beantworten, und die Rolle der BBC und der MSM im Allgemeinen bei der Marschierung im fraglosen Gleichschritt mit der britischen Regierungserzählung sowie der "Zufall" der Beziehung von Urban zu Pablo Miller geben weiteren Grund zur Skepsis gegenüber der offiziellen Erzählung.)
 
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. März 2019 um 18:07
https://journal-neo.org/2019/03/09/skrip...e-clearer/
„The kidnapping of the Skripals (and no other word is appropriate) violates both the law and the human rights of the two individuals on multiple levels. The overwhelming inference to be drawn from the known facts (not the nonsensical UK official version parroted by the mainstream media) is that the Skripals were the victims of a geopolitical power play. This strategy, again according to the Integrity Initiative script, was aimed at discrediting the Russian state in general and its president in particular.
The other victims in this sorry saga are the general public. The mainstream media has failed miserably, yet again, to perform its task of investigation, skeptical questioning of absurdities and irregularities, and keeping the public properly informed. Such dereliction of duty carries a longer-term price.


("Die Entführung der Skripals(und kein anderes Wort ist angebracht) verletzt sowohl das Gesetz als auch die Menschenrechte der beiden Personen auf mehreren Ebenen. Die überwältigende Schlussfolgerung, die aus den bekannten Fakten gezogen werden kann (nicht aus der unsinnigen offiziellen britischen Version, die von den Mainstream-Medien nachgestellt wird), ist, dass die Skripals die Opfer eines geopolitischen Machtspiels waren. Diese Strategie, wiederum nach dem Skript der Integritätsinitiative, zielte darauf ab, den russischen Staat im Allgemeinen und seinen Präsidenten im Besonderen zu diskreditieren.

Die anderen Opfer in dieser traurigen Geschichte sind die breite Öffentlichkeit. Die Mainstream-Medien haben es wieder einmal kläglich versäumt, ihre Aufgabe der Untersuchung, der skeptischen Hinterfragung von Absurditäten und Unregelmäßigkeiten und der angemessenen Information der Öffentlichkeit zu erfüllen. Eine solche Vernachlässigung hat einen längerfristigen Preis.....

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator)
 
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Fall Skripal: Wenn Fakten zu "Narrativen" werden

11. März 2019 Paul Schreyer

Einige Gedanken zu russischer und westlicher Propaganda, sowie einer zunehmenden Eintrübung des Denkvermögens in Wissenschaft und Medien
Am angesehenen Londoner King's College, einer der größten und ältesten Universitäten Großbritanniens, wurde jüngst eine 140 Seiten umfassende Studie zu "gezielter Desinformation" durch russische Staatsmedien veröffentlicht. Der Untersuchung zufolge machen RT und Sputnik "Nachrichten zur Waffe" und verbreiten insbesondere im Fall Skripal unzählige, teils widersprüchliche Narrative, also Erzählungen.
Tenor des Papiers: Die Russen wollen uns täuschen und verwirren. Der ARD Faktenfinder präsentierte die Studie dem deutschen Publikum und schloss sich den britischen Analysen weitgehend an. Soweit nichts Neues.
Dennoch birgt die Untersuchung Interessantes. Denn schaut man sich die 138 von den Forschern akribisch zusammengestellten russischen "Narrative" einmal im Einzelnen an - sie befinden sich etwas versteckt im "Anhang 3" des Papiers -, dann findet man dort unter anderem folgende Aussagen nummeriert aufgelistet:
  • Großbritannien hat Russland überstürzt beschuldigt, ohne Fakten vorzulegen
  • keine Beweise für Russlands Schuld
  • einseitige westliche Medien befeuern die Spannungen
  • britische Reaktionen sind illegal bzw. nicht ordentlichem Verfahren entsprechend
  • britische Verwendung des Wortes "wahrscheinlich" bedeutet: kein Beweis
  • Großbritannien hindert russische Behörden illegal daran, eigene Staatsbürger zu sehen
  • Ausweisung der Diplomaten durch die USA verstößt gegen internationales Recht
  • USA wollen Gelegenheit nutzen, um europäischen Gasmarkt zu übernehmen
  • Großbritannien hat kein Interesse daran, Spannungen mit Russland abzubauen
  • Russland verlangt Zugang zu Julia Skripal, den Großbritannien verweigert
  • Großbritannien versteckt die Skripals
  • Russland hat kein Motiv für die Vergiftung
  • das verwendete Nowitschok könnte aus einem westlichen Land stammen
  • Großbritannien führt einen Propagandakrieg
  • Großbritannien nutzt die Skripal-Vergiftung, um die Aufmerksamkeit von innenpolitischen Problemen abzulenken
Um es noch einmal deutlich zu wiederholen: All diese Aussagen listet die Studie als "desinformierende Narrative", mit denen russische Staatsmedien versuchen würden, die westliche Öffentlichkeit zu verwirren und zu täuschen. Das Problem dabei ist offenkundig: Die sogenannten "Narrative" sind zum Teil unstrittige Fakten. Es handelt sich um Tatsachen, die der offiziellen westlichen Seite unangenehm sind, und gegen die man nur wenige oder gar keine Argumente vorbringen kann, da es sich eben großteils um offensichtliche und für jeden erkennbare Wahrheiten handelt. Wer nun solche Wahrheiten zu "Narrativen" erklärt und mit Spekulationen gleichsetzt, dessen Denkvermögen scheint ernsthaft getrübt.
Ähnliches zeigte jüngst eine Twitter-Korrespondenz mit einem Redakteur der ARD-Faktenfinder-Redaktion. In der Methode, unangenehme Fakten zu "Narrativen" umzudeuten, liegt dabei ein ernster Angriff auf die Grundlagen logischer Kommunikation. Fakten sind keine Meinungen. Die (traurige) Ironie besteht darin, dass die gleichen Leitmedien und Wissenschaftler, die solch eine willkürliche Vermischung regelmäßig Putin, Trump & Co. ankreiden, dem Reiz eben dieser Vermischung selbst erliegen....

weiter > https://www.heise.de/tp/features/Fall-Sk...29377.html

Gensings Märchenstunde
Allein die Tatsache, daß man "Gensings Märchenstunde" (die tagesschau nennt es euphemistisch "faktenfinder") nicht kommentieren konnte UND es auch nicht auf Facebook verlinkt war (ergo: man es hätte DA kommentieren können), zeigt schon den Wahrheitsgehalt dieser....Publikation.
So umgeht man 'geschickt', daß einem die Leute massiv "Lügner!" ins Gesicht sagen können.

Was mich irritiert: Nachlässige Dementi von OPCW und Labor Spiez (CH)
Was mich an dem Fall Skripal irritiert sind die nachlässigen Dementi von OPCW und Labor Spiez (CH)!
Immerhin ist das ein wissenschaftliches Arbeitsgebiet und das sind eigentlich Wissenschaftler in einem wissenschaftlichen Laboratorium, von denen man exakte
Antworten erwarten sollte.
Der russische Vorwurf von Aussenminister Lawrow lautete, die Vergiftung sei durch
Einsatz von BZ vorgetäuscht worden und das Labor in Spiez habe BZ bzw. Benzilsäure bzw. Benzilat nachgewiesen.
In den Dementi der OPCW ist hingegen davon die Rede, dass einer Kontrollprobe
Chinuclidinol zugesetzt worden sei.
Das sind jedoch komplett verschiedene Stoffe die miteinander überhaupt nichts zu tun haben und gemeinsam nur in dem "Benebelungs-Kampfstoff" BZ als Verbindung auftreten!
Wenn man die Lawrow-Äußerung über den angeblichen Fund von Benzilat exakt dementieren will, dann hätte man erklären müssen, dass Spiez das zugesetzte Chinuclidinol gefunden hat und Lawrow dies als Fund von BZ-Spuren vorschnell interpretiert hat.
Exakt das hat man interessanterweise jedoch nicht gemacht! Das finde ich insofern
zumindest angesichts der Bedeutung der Vorwürfe und Konsequenzen extrem nachlässig,
erstaunlich und unverständlich, wenn es nichts zu verbergen gäbe.
So steht der Verdacht im Raum, dass Proben manipuliert worden sein könnten und der
Fall vorgetäuscht war und dies zu den von US-Präsident Obama angedrohten Strafmassnahmen für das Snowden-Asyl gehören könnte.
Der inzwischen leider verstorbene Ex-BND-Chef und Bundesaussenminister Klaus Kinkel
hat sich im vollen Phönix-Kamingespräch-Interview (1 Stunde) übrigens kürzlich zu den
Chemiewaffeneinsätzen skeptisch gezeigt und geäußert, ein Teil davon sei wohl
vorgetäuscht gewesen.
 
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Heute bei RTdeutsch:

Skripal-Affäre: Russische Botschaft zerpflückt Londons Darstellung
https://deutsch.rt.com/europa/85895-skri...erpfluckt/

Während britische Medien zum Jahrestag des Anschlags auf Sergei und Julia Skripal neue Verschwörungstheorien aus der Dunstwolke der Geheimdienste verbreiten, ignorieren sie weiterhin Erklärungen der Russischen Botschaft zu den "unbeantworteten Fragen" Londons.
Pünktlich zum Jahrestag des Attentats auf Sergei und Julia Skripal im englischen Salisbury am 4. März 2018 lancierten britische Geheimdienste in den Medien die Behauptung, es habe in den Tagen vor und nach dem Attentat eine "ungewöhnliche und verstärkte Aktivität" an der Russischen Botschaft in London gegeben. Die beobachteten Aktivitäten seien "hektisch und beispiellos" gewesen.

Auch diese unbelegbare Behauptung wurde von der britischen Presse unkritisch aufgegriffen und breitgetreten, passte sie doch nur zu gut in die von London vorgegebene Erzählung, wonach Russland für das Attentat verantwortlich sei. Ignoriert wurde hingegen bis heute – was ebenso für die deutsche Medienlandschaft gilt – eine am selben Tag veröffentlichte ausführliche Erklärung der Russischen Botschaft in London, die auf die Unstimmigkeiten der Darstellung der britischen Regierung und der Behörden hinweist.

Abschnitt A des 52-seitigen Dokuments geht unter der Überschrift "Fakten" auf Hintergründe zur Familie Skripal und auf die ersten Reaktionen nach dem Vorfall am 4. März ein. Auch enthält er eine Zeitleiste weiterer in diesem Zusammenhang wichtiger Ereignisse sowie eine Zusammenfassung der Position der britischen Regierung und der Reaktionen ihrer Partner.

Abschnitt B enthält "Kommentare" zur Arbeit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), zur Medienberichterstattung, zur derzeitigen Situation der Skripals sowie zu juristischen und diplomatischen Aspekten. Außerdem enthält der Abschnitt einen Kommentar zu Unstimmigkeiten der britischen Darstellung.
RT Deutsch dokumentiert im Folgenden Auszüge aus diesem zweiten Abschnitt.

Hintergrund zum Verständnis: Am Nachmittag des 4. März 2018 wurden der ehemalige russischen Doppelagent Sergei Skripal und dessen in Russland lebende Tochter Julia bewusstlos auf einer Parkbank im englischen Salisbury angetroffen und anschließend in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses gebracht.
Am 7. März teilte die Polizei der Öffentlichkeit mit, dass auf sie ein Anschlag mit einem Nervengift verübt wurde. Dabei soll es sich um das einst in der Sowjetunion entwickelte Nervengift Nowitschok handeln. Die britische Regierung und eine Mehrheit ihrer westlichen Partner machten schnell Moskau für die Tat verantwortlich. Eine beispiellose Welle der Ausweisung russischer Diplomaten aus fast allen NATO- und EU-Staaten war die Folge. Sowohl die USA als auch die Europäische Union verhängten Sanktionen im Zusammenhang mit dem Fall Skripal, was das ohnehin belastete Verhältnis zu Russland weiter verschlechterte.

"Unbeantwortete Fragen" - Erklärung der Russischen Botschaft in London

VI. Unstimmigkeiten im britischen Narrativ

1. Zu der Russland unterstellten Fähigkeit, seinem Motiv und seiner angeblichen Bilanz staatlicher Morde

a) Die britische Regierung behauptet, "Informationen zu haben, dass Russland innerhalb des letzten Jahrzehnts Möglichkeiten untersucht hat, wie Nervengifte, wahrscheinlich für Attentate, eingesetzt werden können, und im Rahmen dieses Programms kleine Mengen von Nowitschok produziert und gelagert hat".
Doch im Jahr 1992 wurde die gesamte Produktion von Chemiewaffen in Russland eingestellt. Die bestehenden Lagerbestände, die größten der Welt, wurden in den folgenden 25 Jahren unter strenger Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zerstört, der auch das Vereinigte Königreich als ein wichtiges Mitglied angehört. Im September 2017 bescheinigte die OPCW die vollständige Zerstörung der russischen Chemiewaffen.

Es ist unklar, warum das Vereinigte Königreich dieses Thema nicht schon 2017 zur Sprache gebracht hat, wenn es Informationen darüber hatte, dass Russland unter Missachtung seiner internationalen Verpflichtungen für militärische Zwecke geeignete chemische Stoffe herstellt. Es ist auch nicht klar, über welche Art von Informationen Großbritannien verfügt und wie es zu dem Schluss hinsichtlich des Zweckes der angeblichen Produktion gekommen ist.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass der Chef [der britischen Chemie- und Biowaffenforschungseinrichtung] in Porton Down, Gary Aitkenhead, in Interviews nicht leugnete, dass "Nowitschok" in seiner Einrichtung hergestellt wird.

b) Die britische Regierung hat auf ein "offensichtliches Motiv" Russlands für ein Attentat auf Sergei Skripal hingewiesen. Sie zitierte [den russischen Präsidenten Waldimir] Putin, der angeblich die "Drohung" ausgesprochen hat, dass "Verräter" in die "Tonne getreten" und "ersticken" würden.


Tatsächlich hat Präsident Putin (damals Premierminister) in dem zitierten TV-Interview von 2010 eine Politik der Ermordung von Verrätern zurückgewiesen. Betrachten Sie die Abschrift [des Interviews]:

Frage: Laut Aufzeichnungen unterzeichneten die Staatschefs verschiedener Länder Befehle zur Ermordung von Staatsfeinden im Ausland. Haben Sie als Staatsoberhaupt solche Entscheidungen getroffen?
Antwort: […] Russische Spezialeinheiten verwenden solche Methoden nicht. Was die Verräter betrifft, so werden sie sich selbst in die Tonne treten, das versichere ich Ihnen. Nehmen wir den jüngsten Fall von Verrat. […] Wie wird er damit leben? Wie wird er seinen Kindern in die Augen schauen? Was auch immer sie [die Verräter] an dreißig Silberstücken erhalten haben mögen, sie werden an ihnen ersticken, das versichere ich Ihnen. Sich für den Rest ihres Lebens zu verstecken, ihre Lieben nicht mehr sehen zu können – wissen Sie, wer sich für ein solches Schicksal entscheidet, wird es bereuen.

Darüber hinaus scheint Großbritannien zu implizieren, dass Herr Skripal eine solche Bedrohung für Russland darstellte, um als offensichtliches Ziel betrachtet zu werden. Das ist schwer zu vereinbaren mit der Tatsache, dass Herr Skripal, nachdem er einen Teil seiner Haftstrafe verbüßt hatte, begnadigt wurde und Russland in Richtung Großbritannien verlassen durfte, wo er seit acht Jahren in Frieden lebt.

c) Das Vereinigte Königreich verweist auf eine "Bilanz staatlicher Morde" und nennt insbesondere die Ermordung von Alexander Litwinenko in London im Jahr 2006. Dies belegt angeblich "die Bereitschaft des Kreml, jemanden in diesem Land zu töten".

In Wirklichkeit zeugt der Mord an Alexander Litwinenko von der Bereitschaft Londons, wichtige Informationen als geheim einzustufen und schwere Anschuldigungen zu erheben, die nicht durch Fakten gestützt werden. Nach dem gleichen Skript wird auch diesmal vorgegangen.


d) Britische Beamte behaupten, dass die russische Duma ein Gesetz verabschiedet hat, das die Ermordung von "Extremisten" im Ausland erlaubt. Das ist eine glatte Lüge. In Russland gibt es kein solches Gesetz.

Was einem solchen Gesetz am nächsten käme, ist das im Jahr 2006 in Russland verabschiedete Anti-Terrorismus-Gesetz, das es dem Präsidenten erlaubt, mit Zustimmung der Obersten Kammer des Parlaments (in einem öffentlich zu fassenden Beschluss) "Verbände von Streitkräften" zur Bekämpfung von Terroristen und ihren Stützpunkten im Ausland einzusetzen.

Dies ist im Wesentlichen das gleiche Verfahren, wie es die Verfassung für den Einsatz von Truppen außerhalb des russischen Staatsgebiets vorschreibt. Wie man deutlich sehen kann, hat das nichts mit gezielten Tötungen zu tun. Die Berufung auf dieses Gesetz als "Bestätigung" der russischen Politik [der Ermordung von Verrätern] offenbart einen völligen Mangel an Fachwissen, wirft aber auch die Frage auf, ob Herr Skripal an Aktivitäten beteiligt war, die Russland nach Ansicht des Vereinigten Königreichs möglicherweise als terroristisch oder extremistisch betrachten könnte.

2. Der Ursprung des Nervengiftes und seine Eigenschaften

- Während sowjetische Wissenschaftler an neuen Arten von chemischen Giften arbeiteten, wurde Mitte der 1990er Jahre im Westen das Wort "Nowitschok" aus der Taufe gehoben, um eine Reihe neuer chemischer Substanzen zu bezeichnen, die dort auf der Grundlage von Informationen russischer Forscher im Exil entwickelt wurden. Die britische Beharrlichkeit, das russische Wort "Nowitschok" zu verwenden, ist ein Versuch, die Substanz künstlich mit Russland in Verbindung zu bringen.

In einem 2007 in den USA veröffentlichten Handbuch und einem 2008 erschienenen Buch, verfasst von dem russischen Chemiker und Überläufer Wil Mirsajanow, wurden detaillierte Informationen über mehrere Dutzend "Nowitschok"-Stoffe veröffentlicht. Danach wurde diese Art von Wirkstoffen in zahlreichen Publikationen von US-amerikanischen, tschechischen, italienischen, iranischen und indischen Forschern beschrieben, denen es ihrer Arbeit nach zu urteilen auch gelungen war, diese zu synthetisieren. Angesichts der breiten wissenschaftlichen Literatur kann man mit Sicherheit sagen, dass jedes moderne Chemielabor in der Lage ist, "Nowitschok" zu synthetisieren.


- Entgegen offizieller Aussagen behauptet Mark Urban in seinem Buch "The Skripal Files: The Life and Near Death of a Russian Spy" ("Die Akte Skripal: Das Leben und der Beinah-Tod eines russischen Spions"), dass das Vereinigte Königreich in den 1990er Jahren Proben bestimmter Arten chemischer Substanzen erhielt, die angeblich in der Sowjetunion entwickelt wurden, einschließlich derjenigen, die mit dem Vorfall in Salisbury in Verbindung stehen, und dass das Geheimlabor von Porton Down die Möglichkeit erhielt, diese zu untersuchen. Das würde bedeuten, dass britische Chemiewaffenexperten den Stoff problemlos in nahezu beliebigen Mengen synthetisieren konnten.

- In einem früheren Interview mit der Deutschen Welle vom 20. März 2018 behauptete Außenminister Boris Johnson, Porton Down habe ihm die russische Herkunft des Nervengiftes bestätigt. Aber am 3. April erklärte der Chef des Labors, Gary Aitkenhead, dass seine Einrichtung die Substanz als "militärisches Nervengas identifiziert hat, aber nicht in der Lage war, seine Herkunft zu bestimmen". Am 4. April 2018 löschte das britische Außenministerium einen Tweet vom 22. März 2018 über "die russische Herkunft" dieser Substanz.

- Laut Wil Mirsajanow und Wladimir Uglew [die in der Sowjetunion an der Produktion von "Nowitschok" beteiligt waren], ist das in Salisbury verwendete Nervengift äußerst instabil und baut sich bei Kontakt mit Wasser schnell ab.

Seine Wirksamkeit wird drastisch reduziert, wenn es schnell genug abgespült wird. Dies steht im Einklang mit der Empfehlung des britischen Gesundheitsministeriums an die Einwohner von Salisbury, ihre Kleidung in einer Waschmaschine mit einem normalen Waschmittel zu waschen und persönliche Gegenstände mit Reinigungs- oder Babywischtüchern abzuwischen und die Tücher in einem normalen Hausmüllbehälter zu entsorgen, um eine Kontamination zu vermeiden. Andere britische Beamte (Scotland Yard, Umweltministerium, lokale Behörden) haben jedoch behauptet, dass das Mittel für eine sehr lange Zeit stabil und wirksam bleiben könne und daher aggressive, ätzende Chemikalien zur Dekontamination verwendet werden sollen.

- Der widersprüchliche Ansatz bei der Dekontamination wird dadurch verdeutlicht, dass keine bekannt gewordenen Anstrengungen unternommen wurden, das Krankenhaus von Salisbury zu dekontaminieren, verglichen mit der vollständigen Abriegelung einer Reihe öffentlicher Orten, die von den Skripals besucht wurden (Sergei Skripals Haus, das Restaurant "Zizzi", "The Bishop's Mill Pub", das Einkaufszentrum "The Maltings"), und der gründlichen Reinigung ihrer persönlichen Gegenstände, einschließlich des Autos von Sergei Skripal.

- Es wurde nie erklärt, wie es möglich war, dass die Skripals mehrere Stunden nach dem Kontakt mit dem Nervengift gleichzeitig das Bewusstsein verloren haben, obwohl sie Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und unterschiedlicher körperlicher Verfassung sind.

- Es wurde nie erklärt, warum nicht eine einzige Person, die den Skripals Erste Hilfe und weitere medizinische Hilfe leistete, jemals Anzeichen oder Symptome einer Nervengifterkrankung entwickelt hat, obwohl die Art der Vergiftung [der Skripals] mindestens zwei Tage lang nicht bekannt war und daher keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden konnten.

3. Der Tag des Vorfalls

Die Glaubwürdigkeit der britischen Darstellung wird durch die zahlreichen Unstimmigkeiten in den offiziellen Mitteilungen darüber, wie sich die Ereignisse vom 4. März entwickelten, in Zweifel gezogen. Laut der Polizei ergibt sich folgendes Bild:
  • 09:15 Uhr - Das Auto von Sergei Skripal wird im Bereich der London Road, Churchill Way North und Wilton Road gesehen.
  • 13:30 Uhr - Sergeis Auto wird gesichtet, wie es in der Devizes Road in Richtung Stadtzentrum fährt.
  • 13:40 Uhr - Sergei und Julia kommen am oberen Parkdeck des [Kaufhauses] Sainsburys am Maltings-Einkaufszentrum an. Irgendwann danach gehen sie zum Bishop's Mill Pub.
  • 14:20 Uhr - Sie speisen im Restaurant Zizzi.
  • 15:35 Uhr - Sie verlassen das Zizzi.
  • 16:15 Uhr - Rettungsdienste treffen ein und finden Sergei und Julia schwer erkrankt auf einer Parkbank.
Wie sich sofort erkennen lässt, sind die Bewegungen der Skripals nur begrenzt bekannt. Es ist schwer zu erklären, dass die Polizei zögert, ein klareres Bild zu vermitteln, das dazu beitragen würde, die zahlreichen Zweifel auszuräumen. Unter den vielen ausgelassenen Informationen, die der Untersuchung eindeutig zur Verfügung stehen, lassen sich folgende erwähnen:

- Einige Bewegungsabläufe werden mit äußerster Genauigkeit angeführt ("angekommen in Sainsbury's oberem Parkhaus"), andere hingegen nicht. Insbesondere werden die Bewegungen des Autos von Herrn Skripal am Morgen lediglich beschrieben als "im Bereich der London Road, Churchill Way North und Wilton Road". Diese Beschreibung umfasst möglicherweise ein beträchtliches Gebiet, das sich über 4 Meilen vom Westen Salisburys bis zu seinen nordöstlichen Außenbezirken erstreckt, wobei die letzte Örtlichkeit 5 Meilen von Porton Down entfernt liegt. Außerdem ist unklar, in welche Richtung sich das Auto bewegt hat und wie lange diese Fahrt gedauert hat.

- Die obskure Natur des Morgenausflugs der Skripals wird durch die behauptete Tatsache verstärkt, dass ihre Mobiltelefone für vier Stunden ausgeschaltet waren. Weder von Seiten der Ermittler noch von Seiten der Skripals selbst wurde versucht, die ungewöhnliche Entscheidung zu erklären, die Telefone auszuschalten, die es unmöglich machte, ihre Reiseroute auf der Grundlage von GPS-Tracking oder anderen telefonbezogenen technischen Daten festzustellen. Es wurde auch kein Versuch unternommen, das Fehlen genauerer Daten aus Überwachungskameras auf dieser Reise zu erklären.

- Es ist daher nicht klar, wann die Skripals am Morgen ihr Zuhause verlassen haben, was sie danach getan haben, und wann beziehungsweise ob sie nach Hause zurückgekehrt sind, bevor sie nach 13 Uhr ins Stadtzentrum fuhren.

- Die Hauptverdächtigen Alexander Petrow und Ruslan Boschirow wurden von Videokameras um 11:58 Uhr erfasst, als sie sieben Gehminuten vom Haus von Herrn Skripal entfernt waren, und danach um 13:05 Uhr im Stadtzentrum, 25 Gehminuten vom Haus von Herrn Skripal entfernt. Es ist schwer zu erklären, warum keine weiteren Einzelheiten ihres Bewegungsablaufs veröffentlicht wurden.

- Es wurde nie bekannt gegeben, ob es eine Überwachungskamera am Haus von Herrn Skripal gibt. Angesichts seines Hintergrunds und seines Status' erscheint es kaum denkbar, dass es eine solche Kamera nicht gibt. Aufnahmen von dieser Kamera würden das überzeugendste Beweisstück darstellen. Warum veröffentlicht das Vereinigte Königreich diese nicht?

- Ebenso gibt es keine Informationen (weder offiziell noch in den Medien) über Zeugen, die die Skripals oder die Hauptverdächtigen zu einem bestimmten Zeitpunkt gesehen haben, an dem die Vergiftung theoretisch hätte stattfinden können. Dies ist besonders bemerkenswert hinsichtlich der beiden Verdächtigen, da zwei Fremde in einer ruhigen Wohngegend sicherlich von den Einheimischen gesehen und wahrgenommen worden wären.

- Die Ermittler haben nie den Versuch unternommen, die Darstellung der Hauptverdächtigen über ihre Bewegungen in Salisbury zu bestätigen oder zu widerlegen. Insbesondere die Behauptung, dass sie während ihres 120-minütigen Aufenthalts im Park saßen, Kaffee in einem Café tranken und vor allem die Kathedrale besuchten. All dies hätte genau in dem Zeitraum stattgefunden, an dem sie nach Angaben der Polizei das Nervengift an der Tür von Herrn Skripal angebracht haben sollen. Es fällt schwer zu verstehen, warum die Überprüfung ihrer Behauptung und die entsprechende Informierung der Öffentlichkeit ein Problem darstellen sollte.

- Im Januar 2019 wurde enthüllt, dass die ersten Personen, die den Skripals halfen, nachdem sie das Bewusstsein verloren hatten, Oberst Alison McCourt, leitende Pflegeoffizierin der britischen Armee (Chief Nursing Office of the Army), und ihre Tochter Abigail waren. Es gab keinen Versuch zu erklären, warum dieser außergewöhnliche Zufall in den letzten zehn Monaten geheim gehalten wurde.


- Ein weiterer Zufall, zu dem keine zufriedenstellende Erklärung abgegeben wurde, betrifft die Anwesenheit von Personal, das zum Zeitpunkt der Aufnahme der Skripals im Salisbury Krankenhaus im Umgang mit Nervengifterkrankungen ausgebildet wurde.

4. Andere unerklärliche Sachverhalte

- Das Vereinigte Königreich hat [Sergeis Nichte] Victoria Skripal wiederholt ein Einreisevisum verweigert. Die Gründe wurden nie überzeugend erklärt. Während Sergei und Julia bewusstlos waren, wurden von den britischen Behörden in ihrem Namen eine Reihe juristischer Entscheidungen getroffen, wobei sie die Tatsache völlig ignorierten, dass die Skripals Verwandte in Russland haben, die als nächste Angehörige hätten konsultiert werden sollen.

- Es gab widersprüchliche Berichte über das Schicksal von Sergei Skripals Haustieren. Es wurde nie eine zufriedenstellende Erklärung dafür gegeben, warum sie getötet wurden, angeblich in Porton Down, und warum sie nicht auf Spuren des Nervengiftes untersucht wurden.

- Die britischen Behörden haben nie mitgeteilt, wie die Hauptverdächtigen ihre Visa erhalten haben und welche Informationen über den Zweck ihres Besuchs auf ihren Visa-Antragsformularen angegeben wurden. Diese Informationen wären nützlich gewesen, um die Glaubwürdigkeit der Angaben der Polizei und der Hauptverdächtigen zu ihrer Reise zu überprüfen.


Die britischen Behörden haben die Anforderungen des Paragraphen 2, Artikel IX des Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) ignoriert, in dem es heißt: "Die Vertragsstaaten sollten sich nach Möglichkeit zunächst bemühen, durch Informationsaustausch und Konsultationen untereinander alle Fragen zu klären und zu lösen, die Zweifel an der Einhaltung dieses Übereinkommens aufkommen lassen oder die Anlass zu Bedenken bezüglich damit zusammenhängender Angelegenheiten geben, die als unklar angesehen werden können."

Stattdessen forderte die britische Seite unter Bezugnahme auf Paragraph 38 e, Artikel VIII des Chemiewaffenübereinkommens, das Technische Sekretariat der OPCW dazu auf, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu dem Vorfall in Salisbury "unabhängig zu überprüfen". Dieser Paragraph betrifft jedoch ausschließlich die Bereitstellung technischer Hilfe für die Vertragsstaaten bei der Erfüllung ihrer regulären Verpflichtungen aus dem Übereinkommen, vor allem im Hinblick auf die Meldung und Entsorgung chemischer Waffen und die Kontrolle über andere giftige Chemikalien.

Fälle früherer Anwendungen dieser Bestimmung bestätigen, dass unter "technischer Hilfe" die Unterstützung von Staaten verstanden wird, denen es an Fachpersonal, Ausrüstung oder Technologien zur Umsetzung der Ziele des CWÜ mangelt. Daher verleiht Paragraph 38 e, Artikel VIII nicht dem Technischen Sekretariat der OPCW das Mandat, unabhängige Untersuchungen abschließend durchzuführen, eigene Schlussfolgerungen zu formulieren oder die Ergebnisse einer von einem Staat abgeschlossenen Untersuchung "unabhängig zu überprüfen".

Vom 19. bis 23. März arbeitete ein OPCW-Team in Salisbury. Es sammelte Blutproben von den Skripals und vom [ebenfalls erkrankten] Polizisten Nick Bailey sowie Umweltproben.
Am 12. April 2018 veröffentlichte die OPCW Schlussfolgerungen zu ihrer Untersuchung des Vorfalls in Salisbury. Obwohl die OPCW nicht die vollständige Version des Berichts veröffentlichte, behauptete das Vereinigte Königreich, dass die Organisation die Exposition der Skripals mit einem Wirkstoff aus der "Nowitschok"-Klasse bestätigt habe.
Russische Experten haben zahlreiche Ungereimtheiten im OPCW-Bericht festgestellt. Dazu zählen:

- Der Bericht enthält keine spezifischen Informationen über den Acetylcholinesterase-Gehalt im Blut der Opfer ab dem Zeitpunkt ihres Krankenhausaufenthaltes. Allein das macht es unmöglich, überzeugend festzustellen, dass sie am 4. März einem Nervengift ausgesetzt waren.
- Der Bericht enthält nur unzureichende Informationen über das Krankheitsbild oder die medizinische Behandlung, insbesondere in Bezug auf die vorgeschriebenen Dosen von Gegenmitteln, wie zum Beispiel Oximen.
- Der Bericht erklärt nicht den Übergang der Opfer von einem Zustand langer Bewusstlosigkeit zu einem aktiven Bewusstsein innerhalb kurzer Zeit, was nicht der üblichen Wirkung von chemischen Acetylcholinesterase-Hemmern entspricht.
- Eine der Schlussfolgerungen des Berichts lautete, dass die giftige Chemikalie in den entnommenen Proben "von hoher Reinheit" war. Das wäre nicht möglich, wenn die Proben tatsächlich erst zwei Wochen nach der Vergiftung genommen wurden.

Dieser kurze Überblick gibt einen ersten Eindruck der von den russischen Experten identifizierten Probleme. Ihre vollständigen Schlussfolgerungen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht veröffentlicht werden, da der Bericht der OPCW selbst vertraulich ist.
[...]
Antworten
Giftopfer von Amesbury sucht in russischer Botschafter nach Antworten
Der russische Botschafter in London Alexander Jakowenko hat am Samstag Charlie Rowley empfangen. Der Brite, der im Sommer in Amesbury vermutlich mit einem Nervengas vergiftet worden war, stellte Fragen zu dem Vorfall und wollte insbesondere wissen, ob Russland etwas damit zu tun hatte.

Nach Angaben der britischen Behörden war Rowley im Juni mit der Substanz А234, im Westen unter dem russischen Namen Nowitschok bekannt, vergiftet worden. Dieses Nervengift soll einige Monate davor beim Attentat in Salisbury im Spiel gewesen sein, für das die Briten Russland verantwortlich machen.

Rowley kam am Samstagmittag zusammen mit seinem Bruder Matthew in die russische Botschaft. Nach der Unterredung mit Botschafter Jakowenko verließen sie die russische Vertretung, ohne mit der Presse zu sprechen, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RIA Novosti vor Ort berichtete.
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Laut Jakowenko hat weder Charlie Rowley noch sein Bruder eine Ahnung davon, was in Amesbury wirklich passiert ist, und müssen sich mit Informationen aus der britischen Presse begnügen. Auch wisse Rowley nicht, mit welchen Medikamenten er nach der Vergiftung behandelt wurde.
Er selbst habe den Eindruck, dass der Mangel an Informationen vonseiten der britischen Behörden und Zweifel an ihrer Darstellung Rowley dazu veranlasste,  bei der russischen Seite nach Antworten zu suchen, sagte Jakowenko am Samstag. „Ich hatte sie gebeten, beliebige Fragen zu stellen. Etwa 80 Prozent von dem, was ich ihnen heute sagte, war für sie völlig neu.“
Rowley habe bei dem Gespräch Sorgen um seinen sich verschlechternden Zustand und den Wunsch geäußert, sich in einem dritten Land untersuchen zu lassen, teilte der Botschafter mit. Er habe den beiden einen Bericht übergeben, der die russische Sicht auf den Vorfall in Salisbury darlegt.
Charlie Rowley war am 30. Juni zusammen mit seiner Partnerin Dawn Sturgess in der britischen Stadt Amesbury mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Scotland Yard erklärte kurz darauf, das Paar sei mit A-234 kontaminiert worden, demselben Gift, das in Salisbury eingesetzt worden seil. Dawn Sturgess starb am 8. Juli und wurde drei Wochen später eingeäschert, was den Verdacht schürte, dass die britischen Behörden etwas verbergen wollten. Charlie Rowley wurde am 20. Juli aus dem Krankenhaus entlassen.....

weiter > https://de.sputniknews.com/politik/20190...tschafter/
 
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April 16, 2019
 
CIA Director Used Fake Skripal Incident Photos To Manipulate Trump

An ass kissing portrait of Gina Haspel, torture queen and director of the CIA, reveals that she lied to Trump to push for more aggression against Russia.
In March 2018 the British government asserted, without providing any evidence, that the alleged 'Novichok' poisoning of Sergej and Yulia Skripal was the fault of Russia. It urged its allies to expel Russian officials from their countries.
The U.S. alone expelled 60 Russian officials. Trump was furious when he learned that EU countries expelled less than 60 in total. A year ago the Washington Post described the scene:
President Trump seemed distracted in March as his aides briefed him at his Mar-a-Lago resort on the administration’s plan to expel 60 Russian diplomats and suspected spies.
The United States, they explained, would be ousting roughly the same number of Russians as its European allies — part of a coordinated move to punish Moscow for the poisoning of a former Russian spy and his daughter on British soil.
“We’ll match their numbers,” Trump instructed, according to a senior administration official. “We’re not taking the lead. We’re matching.”
The next day, when the expulsions were announced publicly, Trump erupted, officials said. To his shock and dismay, France and Germany were each expelling only four Russian officials — far fewer than the 60 his administration had decided on.
The president, who seemed to believe that other individual countries would largely equal the United States, was furious that his administration was being portrayed in the media as taking by far the toughest stance on Russia.
The expulsion marked a turn in the Trump administration's relation with Russia:
The incident reflects a tension at the core of the Trump administration’s increasingly hard-nosed stance on Russia: The president instinctually opposes many of the punitive measures pushed by his Cabinet that have crippled his ability to forge a close relationship with Russian President Vladi­mir Putin.
The past month, in particular, has marked a major turning point in the administration’s stance, according to senior administration officials. There have been mass expulsions of Russian diplomats, sanctions on oligarchs that have bled billions of dollars from Russia’s already weak economy and, for the first time, a presidential tweet that criticized Putin by name for backing Syrian leader Bashar al-Assad.
Today the New York Times portraits Gina Haspel's relation with Trump. The writers seem sympathetic to her and the CIA's position. They include an anecdote of the Skripal expulsion decision that is supposed to let her shine in a good light. But it only proves that the CIA manipulated the president for its own purpose:

Cont. reading: CIA Director Used Fake Skripal Incident Photos To Manipulate Trump
 
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17. April 2019 um 10:14
Falls sich noch jemand für den Skripalfall interessiert:
Die CIA-Chefin hat Trump (von der britischen Regierung zur Verfügung gestellte) Bilder mit durch Novichok
getöteten Enten und verletzten, hospitalisierten Kindern, um ihn zu einer maximalen Vergeltungsaktion gegen Russland zu bewegen.
Die Manipulation wirkte. Es wurden 60 russische Diplomaten ausgewiesen. Als Trump hörte, Deutschland und Frankreich hätten jeweils nur 4…….war er not amused.
Wie inzwischen (hoffentlich) jeder weiß, gab es weder tote Enten noch vergiftete Kinder, aber die Leser der NYT muß das ja nicht interessieren.
Leider habe ich nur englischsprachige Quellen für obige Infos, aber Deepl hilft gern weiter.
https://www.moonofalabama.org/2019/04/ci....html#more
https://www.nytimes.com/2019/04/16/us/po...trump.html
https://www.washingtonpost.com/world/nat...e381aca6fa
https://www.theblogmire.com/trump-in-dum...rick-pics/
 
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