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Medien und Blogs zum Thema
Zitat:U-Ausschuss »Breitscheidplatz«: Ein System kollektiver Verantwortungslosigkeit
Flüchtlingsregistrierung ohne Fingerabdrücke, Verständigung mit Händen und Füßen, ignorierte Warnungen – Die Zeugenbefragung im Untersuchungsausschuss zum Breitscheidplatz zeigt das Asylchaos im Jahr 2015 und ein System kollektiver Verantwortungslosigkeit.

Veröffentlicht: 22.01.2019, 11:59 | von Beatrix von Storch, MdB

www.freiewelt.net/blog/u-ausschuss-breitscheidplatz-ein-system-kollektiver-verantwortungslosigkeit-10076842/?fbclid=IwAR1wSWt-8WJUBe5Z2-naKvTEtTHgLRIsVviC-6OdygKarhI1HdIKsiQqeGc

die bloede storch will gar nicht aufklaeren, sondern den anschlag politisch nutzen.
merde!
 
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26. Januar 2019

Compact, AfD und Schubert:

Anis Amri: Ex-Staatsanwalt (AfD) etwas sehr zahnlos

Es ist ja nicht so, dass Else und sein Mitstreiter es nicht versucht hätten.





Das Titelthema der Februar-Ausgabe von COMPACT-Magazin hat es in sich: In mehreren Beiträgen präsentieren wir auf Grundlage erstmals ausgewerteter Geheimdokumente brisante neue Erkenntnisse zum Terroranschlag auf den Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016: Anis Amri war in eine größere CIA-Aktion eingebunden. Er diente den Amerikanern unwillentlich als Lockvogel. *Titelthema* Der deutsche IS – *Die Einzeltäter-Legende vom Breitscheidplatz Das Netz der Verschwörer – Terrorzellen auf deutschem Boden «Anis Amri diente der CIA als Lockvogel» – Interview mit Stefan Schubert Die Geheimdokumente – Auszüge aus den Amri-Akten
Allein es half nichts… der AfD-Abgeordnete, ein Staatsanwalt blieb farblos und wenig angriffslustig.
Er badet gerne lau in Sachen Terroranschlag, und ergänzt somit perfekt seine Chefin:
U-Ausschuss »Breitscheidplatz«: Ein System kollektiver Verantwortungslosigkeit
Flüchtlingsregistrierung ohne Fingerabdrücke, Verständigung mit Händen und Füßen, ignorierte Warnungen – Die Zeugenbefragung im Untersuchungsausschuss zum Breitscheidplatz zeigt das Asylchaos im Jahr 2015 und ein System kollektiver Verantwortungslosigkeit.Veröffentlicht: 22.01.2019, 11:59 | von Beatrix von Storch, MdB
www.freiewelt.net/blog/u-ausschuss-breitscheidplatz-ein-system-kollektiver-verantwortungslosigkeit-10076842/?fbclid=IwAR1wSWt-8WJUBe5Z2-naKvTEtTHgLRIsVviC-6OdygKarhI1HdIKsiQqeGc
die bloe** storch will gar nicht aufklaeren, sondern den anschlag politisch nutzen.
merde!
Read more: http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/7...z5ddlPu7NK
Wenn die Kugel aus dem ermordeten LKW-Fahrer NICHT zu Amris Waffe passt, und genau das scheint Fakt zu sein, auch wenn das BKA -wieder mal- mehr vernebelt als aufklärt, so muss eine Opposition AfD genau an diesen „dicken Dingern“ das Narrativ angreifen.
Und genau das macht zwar der FDP-Mann Luthe, aber NICHT die AfD, weder im Land Berlin noch im Bundestagsausschuss.
Die „tun so als ob-Opposition“ AfD heult mit den Altparteien gemeinsam?
Mal runterscrollen, da kommt so einiges von Gewicht:
http://arbeitskreis-n.su/blog/category/anis-amri/
Compact ist offensichtlich schärfer und investigativer als die AfD, die wir im Ländle-NSU-Ausschuss gerade erst gelobt haben.
Was läuft falsch beim Oberst a.D. Pazderski und im Bundesvorstand, warum sind die alle so zahm in Berlin?

> http://arbeitskreis-n.su/blog/2019/01/26...r-zahnlos/

(Paderski gehört zum NATO-Flügel der AfD. Vielleicht liegt es daran)
 
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(26.01.2019, 08:04)Stafford schrieb: [...]

Paderski gehört zum NATO-Flügel der AfD. Vielleicht liegt es daran

Ja, weil: Amri ist Huntingtons Islamoterror. Dabei immer schön proamerikanisch, proisraelisch - Geraune über Amris CIA-Steuerung ist erlaubt. Die AfD klammert sich an Amri wie die "antifaschistische" Linke ans NSU-Phantom. Muddi verteilt Kekse und die lieben Kleinen verschlingen sie gierig.

Bei der AfD ist das Motiv klar: antiislamische Polarisierung, um die Migration zu stoppen. Ein Irrweg übrigens. Tatsächlich stärkt sie den repressiven Präventivstaat (und da kommt Oberst Pazderski ins Spiel). Sie hat exakt NULL Interesse, die Breitscheidplatz-Inszenierung aufzuklären. Kein Terrorist Amri ist ein bißchen wie kein Kantholz.

Über die anderen scheindemokratischen Parteien brauchen wir nicht zu reden. Und ein Luthe reicht nicht, auch nicht, wenn er echt ist (und wenn er das ist: wie weit ist er bereit zu gehen?).
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(26.01.2019, 10:06)kalter hornung schrieb: (....)
 Die AfD klammert sich an Amri wie die "antifaschistische" Linke ans NSU-Phantom. Muddi verteilt Kekse und die lieben Kleinen verschlingen sie gierig.
(....)

Und wenn Muddi das nur macht, um Raum für ihre absurden Weltstaatsphantasien zu haben. Man hat linke und rechte Kräfte in die Deutung von Phantomen verwickelt. Die sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Eng verbandelt mit ihren jeweiligen Ideologien haben sie null Bewegungsfreiheit. Da kommt es nicht von ungefähr, dass sich ausgerechnet ein Liberaler da hervortut.
 
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(26.01.2019, 08:04)Stafford schrieb: Zitat:
Read more: http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/7...z5ddlPu7NK
Wenn die Kugel aus dem ermordeten LKW-Fahrer NICHT zu Amris Waffe passt, und genau das scheint Fakt zu sein, auch wenn das BKA -wieder mal- mehr vernebelt als aufklärt, so muss eine Opposition AfD genau an diesen „dicken Dingern“ das Narrativ angreifen.

Genau, 'die dicken Dinger' aufgreifen, die Geschichte des immer noch mutmaßlichen Täters beleuchten und in Frage stellen, daran hat die AfD kein Interesse. 

Ebenso wenig wie die AfD befasst sich Stefan Schubert in seinem Buch mit den Defiziten, Widersprüchen, Kinken und Haken, die wir in der "Täter-Amri-Story" haben. 

Zum Autor Stefan Schubert: 
Sein Buch 'Die Destabilisierung Deutschlands' hatte die Berlin-Geschichte auf dem Titelbild, im Buch widmete er dem Thema jedoch nur 20 Seiten, wobei man dort sah, dass ihm außerdem Detailinformationen fehlten. 
Relativ kurze Zeit später erschien das Buch 'Anis Amri und die Bundesregierung', welches sich nun voll und ganz der Amri-Geschichte widmen sollte, wobei ein Schwerpunkt auf der Beleuchtung der Geheimdienst-Zusammenhänge liegt. Der Verlauf der Tat wird nicht in Frage gestellt, Widersprüche nicht aufgegriffen oder beleuchtet.  

Soweit ich das überflogen habe, verwendet der Autor für sein Buch die uns bekannten Informationen aus den Zeitungsartikeln der WELT, Süddeutschen usw.. Ob er die in den wenigen Monaten selbst alle zusammengetragen hat, wage ich zu bezweifeln. Ggf. waren die Tiefen des Geomatiko-Forums eine Quelle.
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(26.01.2019, 12:24)fhh schrieb: (....)
Zum Autor Stefan Schubert: 
Sein Buch 'Die Destabilisierung Deutschlands' hatte die Berlin-Geschichte auf dem Titelbild, im Buch widmete er dem Thema jedoch nur 20 Seiten, wobei man dort sah, dass ihm außerdem Detailinformationen fehlten. 
Relativ kurze Zeit später erschien das Buch 'Anis Amri und die Bundesregierung', welches sich nun voll und ganz der Amri-Geschichte widmen sollte, wobei ein Schwerpunkt auf der Beleuchtung der Geheimdienst-Zusammenhänge liegt. Der Verlauf der Tat wird nicht in Frage gestellt, Widersprüche nicht aufgegriffen oder beleuchtet.  
(....)

Die "Destabilisierung Deutschlands" klingt doch gar nicht mal so schlecht. Der Rest ist wirklich mau
Wobei auch der "Umbau" der Sicherheitsbehörden gemeint sein könnte. Die Abwesenheit der Politikgrößen nach dem Anschlag(?) spricht Bände, im Nachhinein betrachtet. Nun ist man da schon weiter und allen anderen voraus. Während die einen noch grübeln, haben die anderen den unliebsamen Chef und andere Komparsen längst entfernt. Jetzt sprechen die von der CIA.
Ja, wo verläuft den die Frontlinie zwischen den USA und Deutschland?(Transatlantische Bündnisse) Wer macht den da mit wem gemeinsam gegen einen anderen?
Ansonsten "Aufklärung" in verschiedenen Strängen in verschiedenen Richtungen mit verschiedenen Hintergründen (Agendas)

hat man mit der Ausweisung(aus dem Umfeld Amris,Sami A.) Inhaftierungen(Abu Walaa-Netzwerk), Abschalten von V-Leuten,Bombardierungen(Trainingscamp), der Erschießung Amris Spuren beseitigt ?

Spuren und Hinweise, die die Rekrutierung der IS-Söldner für die Kriege in Syrien und im Irak in Europa hinterlassen hat ?

weil zu dem Zeitpunkt klar war, dass der IS im Nahen Osten vor der Vernichtung steht

Welche US-Regierung hat das gleich nochmal unterstützt?
 
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Hier ein interessanter Kommentar zum TP Artikel "Secret first" von Thomas Moser
https://www.heise.de/tp/features/Secret-...82721.html

Verfassungsschutz wirbt bei den Anschlagsopfern vom Breitscheidplatz um Verständnis für sich

Man könnte es auch ehrlich nennen. Zur selben Zeit, als im Bundestag ein Referatsleiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) vom Amri-Untersuchungsausschuss nur hinter verschlossenen Türen befragt werden durfte, ohne Publikum, warb ein Vorgesetzter des Geheimdienstbeamten gegenüber Opfern und Hinterbliebenen des Anschlages vom Breitscheidplatz um Verständnis dafür, dass der Dienst nicht alles offenlegen könne, was er wisse. Vor allem aber habe er nichts falsch gemacht.


HeinrichFrei
22.01.2019 14:22

   Stefan Schubert, Elias Davidsson und YouTube Videos die gelöscht wurden

Fast alles ist unklar was bei dieser Attacke in Berlin passiert ist. Der V-Mann Murat begleite den mutmasslichen Anis Amri sehr lange. Auch andere Dienste in Deutschland hatten diesen Anis Amri monatelang im Visier. Es gab für ihn sogar eine Sachbearbeiterin. Trotz der Verwicklung in schwere Drogendelikte und Messerstechereien wurde Amri nie verhaftet oder aus Deutschland ausgeschafft. Das dokumentierte Stefan Schubert in seinem Buch «Anis Amri und die Bundesregierung, Was Insider über dem Terroranschlag vom Breitscheideplatz wissen.» Schubert geht davon aus das Anis Amri nicht verhaftet wurde, weil die Dienste durch ihn Erkenntnisse aus der Islamistenszene erwarteten. Schubert nimmt an, dass Anis Amri am Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin beteiligt war.

Für Elias Davidsson hingegen und auch für andere Autoren ist überhaupt nicht klar was an diesen Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 wirklich abgelaufen ist. Davidsson fordert, der Justiz müsste erlaubt werden, all die Seltsamkeiten dieser Attacke weiter zu untersuchen. Auch Zeitungs-, Radio- und Fernsehleuten müsste es gestattet werden die Öffentlichkeit über die geheimen Untersuchungen der Dienste und auch der «Unbefugten» die recherchierten zu informieren. Das wäre wichtig, denke ich auch, «Damit Sie Lügen von Fakten unterscheiden können», wie im Inserat «Fake News» des Verbandes Schweizer Medien geschrieben wird.

Zwei Videos wurde vom Netz entfernt, mit der Begründung: «Dieses Video wurde entfernt, weil es gegen YouTube-Richtlinien zur Belästigung und Mobbing verstösst». Die Autoren dieser Videos dokumentierten unter anderem, dass der hohe Lastwagen die Hinweisschilder am Eingang des Weihnachtsmarktes und die Weihnachtsbeleuchtung zwischen den Verkaufsständen hätte herunterreissen müssen, wenn er wirklich durch den Markt gefahren wäre.

https://www.youtube.com/watch?v=CA8AcG1zoFA
https://www.youtube.com/watch?v=J_rqugNuB9M

Siehe auch: Der gelbe Bus: Was geschah wirklich am Breitscheidplatz in Berlin? von Elias Davidsson 10. April 2018. Eine akribische Analyse der Hintergründe der Ereignisse des 19. Dezember 2016 am Berliner Breitscheidplatz.

KenFM im Gespräch mit: Elias Davidsson („Der gelbe Bus“)
https://kenfm.de/elias-davidsson-der-gelbe-bus/
Siehe auch: Es geschah am Weihnachtsmarkt in Berlin

http://ifor-mir.ch/es-geschah-am-weihnac...in-berlin/
Antworten
Nochmal zum letzten Moser Artikel


https://www.heise.de/tp/features/Secret-...82721.html

Begonnen hatte die Sitzung des Amri-Ausschusses mit dem 26-jährigen Syrer Mohamed J., der im Sommer 2015 ein paar Wochen mit dem späteren mutmaßlichen Attentäter Anis Amri und zwei weiteren Asylsuchenden in einem Zimmer des Flüchtlingsheims im niederrheinischen Emmerich gelebt hatte.

Ihm habe er sich unter seinem richtigen Namen "Anis Amri" vorgestellt, so der Zeuge. Auch in dem Heim sei der damals 22-jährige Tunesier unter seinem richtigen Namen bekannt gewesen. Im Büro habe auf der Namensliste der Heimbewohner der Name Amri gestanden. Amri hatte bei verschiedenen Registrierungsstellen immer wieder andere Namen angegeben.

Also nicht Mohamed Hassa, sondern offiziell Anis Amri?
Wer war denn da Heimleiter in Emmerich usw?

...die (Heimleitung) meldete das nicht, was ihn überrascht habe, an die Polizei weiter.
Zuständig für Amri sei das Sozialamt, nicht die Polizei, sei die Begründung gewesen.
Antworten
http://rp-epaper.s4p-iapps.com/article/1...7b5c4c7e48

Die Ausländerbehörde im Kreis Kleve war nach Aussage eines Ravensburger Bereitschaftsrichters zum entscheidenden Zeitpunkt, als es um die Inhaftierung des späteren Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri ging, nicht erreichbar. „In Kleve ist niemand zu erreichen, auch über die Polizeischiene nicht“, habe ihm eine Mitarbeiterin der Friedrichshafener Ausländerbehörde mitgeteilt, sagte der Richter Jörg Pohlmann gestern vor dem Untersuchungsausschuss. Zu keinem Zeitpunkt habe es an dem Wochenende Ende Juli 2016 einen direkten Kontakt nach NRW gegeben: „Ich rief nicht an, und mich rief auch keiner an.“ Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Kreises Kleve hatten hingegen zuvor ausgesagt, es habe eine Wochenendbereitschaft gegeben.
An jenem Wochenende Ende Juli wurde womöglich die letzte Chance vertan, Amri zu inhaftieren. Er hatte versucht, mit gefälschten Pässen in die Schweiz einzureisen, und war von der Polizei erwischt worden. Der Bereitschaftsrichter in Ravensburg musste darüber mitentscheiden, ob Gründe vorlagen, die eine längere Haft rechtfertigten. Die Anhörung Amris habe am Samstagabend stattgefunden, erinnert sich der Richter, der die Situation so beschrieb:
„Er war locker und sagte, dass er zu seiner eigenen Hochzeit reisen wolle.“

Dass es sich um jemanden mit Kontakten zum IS handelte, habe er gewusst. Über eine endgültige Haft hätte er aber nur auf Basis der Ausländerakte entscheiden können, sagte Pohlmann. Die vorliegenden Informationen seien zu dürftig gewesen. Ein Beamter der Klever Ausländerbehörde sagte gestern aus, Amri in Abschiebehaft zu nehmen, sei an der ungeklärten Staatsangehörigkeit gescheitert. Er habe alle Möglichkeiten geprüft.

Die Hochzeitspläne....mittlerweile halte ich die für realistisch.
Es wurde ja sogar schon in Ansätzen von einer Heirat (nach religiösem Ritus) berichtet.
Die Frau z.B. , mit der er chattete, wird bis jetzt nicht als Zeugin für den UA zugelassen.
Überhaupt wird alles Private von Amri irgendwie nicht sichtbar oder nur in Schemen.

Hier noch ein interessanter Kommentar dazu:

„Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird, jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben sie das Recht zu sagen, dass dieses Land von Idioten regiert wird.“
(Milos Zeman) Staatspräsident der Tschechischen Republik

Die Einlassung der Kreisverwaltung „Offenbar habe man aber darüber nichts mehr gehört.“ muss man sich einmal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. So etwas haut einem jeder Amtsrichter sofort um die Ohren. „Offenbar“‚?? Ja oder Nein? Wenn Nein, warum nicht? Wir reden hier nicht über einen Falschparker – der Mann hatte nachgewiesenes Terror-Potential. Wer hat denn da wieder geschlafen? Den Vorgang mal auf sich beruhen lassen? Das Ergebnis kennen wir ja. Unfassbar.
Die Verwaltung sollte Herrn Gebbink eine Flasche eines besonders guten Tropfens schicken. Er verzichtet auf die Wertung der empfangenen Stellungnahme. An dieser Stelle aber herzlichen Dank an Herrn Daute.
„Alle machen alles richtig, und am Ende sind zwölf Menschen tot.“ fasst dieses „Wir waren das nicht“-Gefasel schön zusammen.
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Staatstragende Amnesie
Verfassungsschutzbeamtin erinnert sich angeblich nicht an Dienstbesprechungen nach Terroranschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt
Von Claudia Wangerin

Tatsächliche oder vermeintliche Erinnerungslücken sind bei Geheimdienstlern vor parlamentarischen Untersuchungsausschüssen keine Seltenheit. Bei Petra M., Verbindungsbeamtin des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) im »Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum« von Bund und Ländern (GTAZ) in Berlin, sind die Leerstellen aber zu groß, um sie noch als Lücken zu bezeichnen. Als sie am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz aussagen musste, konnte sie sich angeblich nicht mal erinnern, was nach diesem einschneidenden Ereignis in den Behördengremien besprochen worden war – als der Name des Hauptverdächtigen Anis Amri nicht mehr einer von vielen sein konnte.

Zu Beginn der Vernehmung wirkte die 35jährige noch wie eine selbstbewusste Karrierefrau, die nach eigenen Worten als feste Ansprechpartnerin des BfV im GTAZ saß und den »Überblick« behalten sollte – dann schrumpfte sie in ihrer Tätigkeitsbeschreibung zu einer Art Sekretärin ohne geheimdienstlichen Sachverstand zusammen. Sie habe »nicht inhaltlich« gearbeitet, sondern mehr oder weniger nur die Anliegen anderer Behörden an die zuständigen BfV-Mitarbeiter weitergeleitet, Termine koordiniert, Einladungen verschickt und bei wichtigen Treffen die Namensschilder aufgestellt. Sie sei aber im gehobenen Dienst, versicherte sie auf Nachfrage.

Begleitet wurde sie von Rechtsanwalt Philipp Gehrmann aus der Berliner Kanzlei Krause & Kollegen, die nicht zum ersten Mal einen Zeugenbeistand für Verfassungsschutzmitarbeiter in diesem Ausschuss stellte. Der volle Name von Frau M. wurde nicht bekanntgegeben.

Sie habe an den Treffen der GTAZ-Arbeitsgruppen »Tägliche Lage« und »Operativer Informationsaustausch« teilgenommen – das seien insgesamt zu viele gewesen, um sich an die jeweiligen Gesprächsinhalte zu erinnern, erklärte sie. Es habe auch nur ein Ergebnisprotokoll gegeben. Am operativen Informationsaustausch hätten außer ihr Vertreter des Fachbereichs teilgenommen – die seien fürs Inhaltliche zuständig gewesen. Diese Beamten hatten allerdings auf Petra M. verwiesen, als es um das im GTAZ geteilte Wissen im Vorfeld des Anschlags ging – und letztendlich darum, ob es gereicht hätte, um ihn zu verhindern.

Nach Aktenlage war der als islamistischer »Gefährder« eingestufte Tunesier Anis Amri in GTAZ-Besprechungen mehrfach Thema gewesen – gehäuft im Februar 2016, mehr als ein Dreivierteljahr vor dem Lkw-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vom 19. Dezember.

Dieses Attentat mit zwölf Toten sei bisher der schwerste islamistische Terroranschlag in der BRD gewesen – »ein erinnerungsauslösendes Moment«, betonte die Abgeordnete Martina Renner (Die Linke) bei der Befragung von Petra M. am Donnerstag.

Auch an den Sitzungen der »Lageorientierten Sonderorganisation« (LoS) des BfV hatte die Beamtin nach dem Anschlag teilgenommen – aber angeblich nur im Kopf behalten, dass dort »die aktuelle Lage«, »neue Erkenntnisse« und Arbeitsaufgaben besprochen worden seien. Konkreter wurde sie nicht. Als sie mehr als ein dutzendmal auf Gedächtnislücken verwiesen hatte, wollte die Grünen-Abgeordnete Irene Mihalic wissen, ob es unter Ausschluss der Öffentlichkeit vielleicht doch mehr zu sagen gebe. Nein, versicherte die Beamtin.

Nach »Daran kann ich mich nicht erinnern« war »Der Name sagt mir was« ihr häufigster Satz. Darauf folgte dann aber nicht mehr viel – auch nicht beim Namen von Amris Freund Bilel Ben Ammar, der Anfang 2017 hastig abgeschoben worden war, während gegen ihn ermittelt wurde. Petra M. erklärte, sie wisse da »im Zusammenhang mit dem asylrechtlichen Status« nichts. »Und im Zusammenhang mit einem anderen Status auch nicht?« so der FDP-Abgeordnete Benjamin Strasser. Dies konnte als Frage nach einer V-Mann-Tätigkeit des nun untergetauchten Ben Ammar verstanden werden. Wieder »Nein«.

»Gibt es irgend etwas aus den Besprechungen nach dem Anschlag, woran Sie sich heute erinnern?« fragte schließlich die Linke-Abgeordnete Renner. »Nein«, behauptete die Zeugin.

https://www.jungewelt.de/m/artikel/34835...nesie.html
Antworten


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