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Kurzfassung „NSU“ - Druckversion

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RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 12.09.2017

NSU-Prozess : Abgrund an Menschenfeindlichkeit

Der Staat müsse vor dieser Frau geschützt werden. Nichts, sagt Bundesanwalt Herbert Diemer, habe in den vergangenen Jahren des Verfahrens darauf hingedeutet, dass Beate Zschäpe sich von ihrer rassistischen Ideologie abgewendet habe. „Sie hat sich angesichts des Leids der Opfer ohne Empathie gezeigt, von echter Reue ist nichts zu merken.“ Wie sehr sie die Ideologie unterstützt habe, zeige allein das „Fanal“ vom 4. November 2011: Mit großem persönlichen Einsatz habe sie noch die Bekenner-Videos verschickt an Adressaten, die dem Opferschema entsprachen. Und in dem Video seien vierzehn Felder für die Namen von Opfern vorgesehen. „Die motivierten Mordanschläge sollten fortgeführt werden.“ Nicht zuletzt, da die Zahl Vierzehn in der Szene eine besondere Bedeutung habe. Ihre frühe Beteiligung an militanten Aktionen, ihr Leben im Untergrund, die Tatsache, dass sie sich durch die Taten über die natürliche Tötungshemmung hinweggesetzt habe, hätten zu der Einschätzung des psychiatrischen Sachverständigen geführt, dass sie einen Hang zu schwersten Gewalttaten aus ideologischen Motiven habe. Es bestehe auch in Zukunft ein „hohes Risiko“ ähnlicher Taten. Aus diesen Gründen ist nach Ansicht der Bundesanwaltschaft auch die Anordnung der Sicherungsverwahrung „unerlässlich“.
(....)
Dem Vortrag Diemers zu ihrer Gefährlichkeit, aber auch seiner Anmerkung, dass gerade die Sicherungsverwahrung für Zschäpe die Chance böte, sich durch eine Therapie doch noch positiv zu entwickeln – was er angesichts ihrer intellektuellen Fähigkeiten zumindest als „theoretische Möglichkeit“ sieht –, folgte die Angeklagte reglos. Schwarz gekleidet und schweigend saß sie auf ihrem Platz, die Ellbogen auf ihren zugeklappten Laptop gestützt, den Kopf gesenkt, kein Blick nach rechts oder links zu ihren Anwälten. Auch die lange Liste ihrer Straftaten, die der Bundesanwalt mit nichts anderem als einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu ahnden forderte, nahm sie zur Kenntnis, ohne einmal aufzublicken: Mord an zehn Menschen, versuchter Mord an allein 32 Menschen in der Kölner Keupstrasse, die sich in einem Umkreis von fünf Metern des mit Stahlnägeln gefüllten Sprengsatzes befanden, versuchter Mord an ihrer Nachbarin in der Frühlingsstraße, als sie ihre Wohnung anzündete, besonders schwerer Raub, versuchter Mord an dem Polizeibeamten Martin A., der nur mit größtem Glück den Anschlag überlebte, der seiner Kollegin Michèle Kiesewetter das Leben kostete. Ihre Schuld, so Diemer, wiege dabei so schwer, dass eine Aussetzung der Strafe nach fünfzehn Jahren zur Bewährung nicht in Betracht komme. Ihre Taten zeigten einen „Abgrund an Menschen- und Staatsfeindlichkeit, dass es unumgänglich ist, die Schwere der Schuld festzustellen“. Auch wenn Beate Zschäpe sich nie die Finger schmutzig gemacht habe, so Diemer. „Sie hat alles gewusst, alles mitgetragen, alles mitgesteuert.“(....)

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nsu-prozess-abgrund-an-menschenfeindlichkeit-15195390.html


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 13.09.2017

Freiheit für Beate Zschäpe!

Sie soll lebenslänglich im Knast begraben werden, obwohl es KEINEN EINZIGEN BEWEIS für ihre Beteiligung an den Verbrechen gibt. Im Rechtsstaat gilt der Grundsatz: In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten! – Zur Richtigstellung der Lügen erscheint in Kürze die neue COMPACT-Edition „NSU: Die Geheimakten – Warum Beate Zschäpe freigelassen werden muss“.
(...)

Wie kann man nur Freiheit für eine Neonazi-Frau verlangen, werden viele empört fragen. Aus demselben Grund, warum man auch Stalinisten, Freunde des Marquis de Sade und Anhänger anderer menschenfeindlicher Ideologien nur dann einsperren darf, wenn man ihnen konkrete Straftaten nachweisen kann. Die bloße Gesinnung ist in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht justiziabel – „Gedankenverbrechen“ werden nur in totalitären Systemen verfolgt, wie sie George Orwell in seinem Roman 1984 beschreibt.
Verurteilt werden kann in Deutschland allerdings bereits, wer seine extremistischen Gedanken öffentlich macht – das wird nach Artikel 130 des Strafgesetzbuches als Volksverhetzung angesehen. Während in den USA kein vergleichbarer Paragraf existiert, wird er in Deutschland ständig erweitert. Aber unabhängig von der Beurteilung des 130ers: Auch dagegen hat Frau Zschäpe nicht verstoßen, denn ihre rechtsradikalen Bekenntnisse enden mit Jahresbeginn 1998. Die folgenden 13 Jahre, in denen sie mit ihren Kumpanen im Untergrund lebte, hat sie geschwiegen.
Aber, aber, aber, wenden die Staatsanwälte und ihr medialer Wurmfortsatz ein: Hat Zschäpe sich nicht an den zehn nachgewiesenen Morden des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zwischen 2000 und 2007 beteiligt? Gerade in Bezug auf diesen Anklagepunkt steht sie sechs Jahre nach ihrer Verhaftung mit blütenreiner Weste da. Der mittlerweile zweite Untersuchungsausschuss des Bundestages zog in seinem 1.798 Seiten starken Abschlussbericht vom 27. Juni 2017 die Bilanz nach hunderten Zeugenaussagen und tausenden ausgewerteten Hinweisen: „An keinem einzigen der 27 Tatorte der dem NSU zugerechneten vielen Straftaten – sowohl bezogen auf die Sprengstoffanschläge, die Ceska-Morde und den Polizistenmord als auch bezogen auf die noch vorhandenen Asservate der begangenen Banküberfälle – wurde eine DNA-Spur gesichert, die beim Abgleich Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos oder Beate Zschäpe zugeordnet werden konnte. Auch an den bei den Morden verwendeten Tatwaffen, die im Brandschutt der Wohnung in Zwickau aufgefunden wurden, konnte keine DNA der drei festgestellt werden.“
Wie will man auf dieser Grundlage die Angeklagte hinter Gittern belassen und sie, wie man befürchten muss, sogar zu lebenslänglich verurteilen? Warum ist nicht stattdessen der Verfassungsschützer Andreas Temme in U-Haft, der nachweislich am Tatort des Mordes an Halit Yozgat am 6. April 2006 in Kassel gewesen ist (siehe Seite 62ff.)? Und warum ist der Kurde Veli A. immer noch auf freiem Fuß, den etliche Zeugen als Täter von gleich drei dem NSU zugeschriebenen Bluttaten angegeben haben (siehe Seite 68ff.)?
(...)
Linke Politiker und Journalisten haben zwar einige Verdienste, was die Aufdeckung der Hilfestellung des Staatsschutzes für das Zwickauer Trio angeht – das sagt aber nichts darüber aus, wer die Verbrechen begangen hat. Jedenfalls haben die Antifa-Jakobiner alle Spuren, die auf ausländische Täter hindeuten, notorisch unterdrückt. Der Mörder ist immer der Deutsche – nach dieser Devise schreiben sie ihre Artikel, und wer anderes behauptet, kann für sie nur ein Rassist sein.
Diese Veröffentlichung konzentriert sich auf die Punkte, an denen die staatsoffizielle NSU-Version am widersprüchlichsten ist. Jedes einzelne der folgenden Kapitel lässt das gesamte Anklagekonstrukt zusammenbrechen: Wenn der Kiesewetter-Mord am 25. April 2007 nicht vom NSU begangen wurde, wurde Böhnhardt und Mundlos die Heilbronner Pistole untergeschoben – und umgekehrt. Wenn in Kassel nicht vom Trio gemordet wurde – warum sollte es dann die Tat in seiner Bekenner-DVD abfeiern? Wenn die aufgefundene Ceska-83 nicht den Dreien gehörte oder nicht die Tatwaffe ist, wer hat dann geschossen? Das Studium der folgenden Akten kann nur zu einem Schluss führen: In dubio pro reo. Wann darf Zschäpe endlich raus?
((Auszug aus Editorial  COMPACT-Edition „NSU: Die Geheimakten“. Link anklicken und vorbestellen.)

hier:https://juergenelsaesser.wordpress.com/2017/09/13/freiheit-fuer-beate-zschaepe/


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 13.09.2017

Wir müßten wieder mal mein großer Moser-Extra-Sondersendungs-Special machen. Sex sells, also fetter Moser-Post. Ohne Moser, dafür mit viel Kommentaren.
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www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/NSU-Prozess-Bundesanwaltschaft-fordert-fuer-Zschaepe-Hoechststrafe/Welche-alternative-Hintergruende-koennten-die-NSU-Morde-Bomben-haben/posting-31031106/show/

Friedensblick 13.09.2017 

Welche alternative Hintergründe könnten die "NSU-Morde, -Bomben" haben?

Ich melde große Zweifel an der Darstellung an, eine rechtsterroristische NSU-"Terrorgruppe" wäre für die Verbrechen verantwortlich.

Es müsste der Fakt anerkannt werden, dass für ein rechtsterroristisches NSU-Trio / Netzwerk weder die Arbeit mehrerer parlamentarischer Untersuchungsausschüsse noch der NSU-Prozess Beweise erbrachte. Die Erwägung, der "Bekennerfilm" könnte eine vom wahren Täterkreis gelegte Trugspur sein, wird als Verbrüderung "Querfront" mit Nazis abgelehnt.

„Für Geheimdienste ist es keine besonders schwierige Aufgabe, zwei Menschen auszuschalten, ein Haus in die Luft zu sprengen und eine DVD – wie auch die Waffen – zu platzieren und dann zu „finden“.“ aus Artikel "Über eine gelungene imperialistische Operation, Köder NSU begierig geschluckt", von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Auf der anderen Seite "wehren" sich die Angeklagten kaum gegen die Anklage und bestätigen sie sogar teilweise, wie Thomas Moser schreibt "ohne Not".

Für eine Verbindung der Verbrechen zum NSU-Komplex spräche, dass die beiden letzten Opfer Yozgat und Kiesewetter indirekte Verbindungen zum NSU-Komplex hatten, aus denen die (angeblichen) Mörder Böhnhardt/Mundlos stammen. Es wäre wirklich ein großer Zufall, dass ausgerechnet diese beiden Männer ab 2011 als Täter präsentiert wurden.

Bei Yozgat war es Andreas Temme, dessen Arbeitgeber, der hessische Geheimdienst, den Thüringer Dienst aufbaute. Temme hatte offenbar Kontakte zur Rechtsextremen aus dem thüringer NSU-Komplex. Bei der Thüringerin Kiesewetter war es ihr Onkel, der thüringer Staatschutz-Polizist Mike Wenzel, der gegen Rechtsextreme ermittelte, seine damalige Freundin und Polizistin Anja Wittig, die mit Kiesewetter befreundet war. Es könnte auch Kiesewetters Gruppenführer Timo H. angeführt werden, der Jahre vor dem Überfall kurzzeitig beim Ku Klux Klan dabei war. Dort könnte er etwa Kontakt zu Thomas Richter gehabt haben, dem an einem Zuckerschock verstorbenen Informanten "Corelli". Sowohl Yozgat wie Kiesewetter kannten also Menschen, die mit Personen aus dem NSU-Komplex zu tun hatten. Kann es ein Zufall sein, dass der hohe Staatschutz-Polizist Michael Menzel, zeitweise der Vorgesetzte des Kiesewetter Onkels, am 04.11. den Einsatz gegen die (angeblichen) Bankräuber Böhnhardt/Mundlos leitete, der zur sogenannten „NSU-Selbstenttarnung“ führte?

Deswegen bin ich der Frage alternativer Hintergründe nachgegangen:
friedensblick.de/25748/welche-alternative-hintergruende-koennten-die-sogenannten-nsu-morde-bomben-haben/


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 13.09.2017

[WSWS]
NSU-Prozess: Die Rolle der Geheimdienste bleibt im Dunkeln
Nach über vier Jahren NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag ihre Plädoyers beendet und für Beate Zschäpe lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung gefordert. Auch für die anderen Angeklagten forderte Bundesanwalt Herbert Diemer vor dem Oberlandesgericht in München langjährige Haftstrafen. Doch während in den ausführlichen Plädoyers, die sieben Prozesstage dauerten, die Schuld der Angeklagten bis ins kleinste Detail dargelegt wurde, fehlten maßgebliche Mitverantwortliche von Beginn an auf der Anklagebank: die staatlichen Behörden, insbesondere die Ämter für Verfassungsschutz....


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 13.09.2017

Hängt das Wohl des tiefen Staates an der Täterschaft von Böhnhardt/Mundlos?
Bereits am 08.11.11 wurden im Bundeskanzleramt Rechtsextreme als Täter präsentiert und der „Bekennerfilm“ gezeigt. Dem „stern“ liegen Geheimpapiere vor, worüber das Magazin am 16.10.12 berichtete:
„Berlin, 8. November 2011, Nachrichtendienstliche Lage im 4. Stock des Bundeskanzleramts. Auf der Tagesordnung:
„Leichenfund in Eisenach – mögliche Bezüge zu Rechtsextremisten“.
Laut des „stern“ hätte das Bundeskriminalamt das Trio als mordende und bombende Rechtsterroristen „präsentiert“, just an dem Tag als sich Beate Zschäpe der Polizei stellte.
„Das Bundeskriminalamt (BKA) präsentiert Staatssekretären aus vier Ressorts und Vertretern der Geheimdienste den Ermittlungsstand. Videos mit Tatortwissen und Analysen gefundener Tatwaffen lassen keinen Zweifel: Rechtsterroristen sind verantwortlich für die viel diskutierte Mordserie an ausländischen Kleinhändlern, für Bombenanschläge und einen Polizistenmord.“
Nach offizieller behördlicher Darstellung wurden die Waffen und die Filme erst am Tag darauf gefunden. Auch dieses Treffen wird seitens der zahlreichen Ausschüssen wie vom NSU-Prozess ignoriert, einfach weil es dem erzählten Narrativ widerspricht. Es dürfte die „Operation Konfetti“ ausgelöst haben, die Zerstörung der NSU-Akten, die bis Juli 2012 andauerte.
Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf eine Merkel-Regierung, die sich nicht an Gesetze zu halten braucht.

http://friedensblick.de/25748/welche-alternative-hintergruende-koennten-die-sogenannten-nsu-morde-bomben-haben/


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 17.09.2017

War Corryna G. eine NSU-Informantin von Andreas Temme?

Buzzfeed“ berichtete am 30.08.17 über den Verdacht, dass Corryna G. eine Informantin war. Sie wird heute vom hessischen NSU-Untersuchungsausschuss vernommen. 
Die dementsprechenden Hinweise verdichten sich. Dazu zählt das Desinteresse der Bundesanwälte an ihr. Schwer verständlich aufgrund ihrer Verbindung zum damaligen „Thüringer Heimatschutz“ und ihrer Vernetzung in der Naziszene. 
Eine geheimdienstliche Werbeakte spricht von einer katzenvernarrten Frau, die ein Omakind wäre. Trifft diese Beschreibung nicht nur auf Beate Zschäpe sondern auch auf sie zu?
Corinna G. – ist sie die Doppelgängerin von Beate Zschäpe und Geheimdienst-Informantin?
„Buzzfeed“ bestätigt, dass sie beim „Thüringer Heimatschutz“ dabei war und deshalb das „NSU-Trio“ gekannt haben dürfte.
„Noch größer – aber mindestens ebenso erstaunlich – ist das Desinteresse der Bundesanwälte an Corryna G. Die rechtsextreme Aktivistin stammt aus Thüringen und könnte Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gekannt haben. Wie diese soll sie in den neunziger Jahren dem rechtsextremen „Thüringer Heimatschutz“ angehört haben. In einer „Bildmappe Rechtsextremistischer Gewalttäter“ des Thüringer Landeskriminalamts aus dem Jahr 1997 ist sie sogar die einzige Frau neben Zschäpe. Die Bildmappe liegt BuzzFeed News vor. Später zog sie nach Kassel. Auch als Halit Yozgat vom NSU in Kassel ermordet wurde, lebte sie hier.“
Ihre Akte wäre bereits 2009 gelöscht worden.
„Im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss wurde zudem bekannt, dass das Amt seine Akten über Corryna G. bereits 2009 komplett gelöscht haben will. Das geschieht üblicherweise nur dann, wie eine Verfassungsschützerin dem Ausschuss erklärte, wenn jemand zu Unrecht für „extremistisch“ gehalten wurde oder seit langem nicht mehr aktiv ist. Beides trifft bei Corryna G. nicht zu.“
Sie hat Verbindungen zum Umfeld der „Hells Angels“.
„Zum Umfeld von Corryna G. gehören heute allerdings nicht mehr nur Rechtsextreme, sondern auch Mitglieder der Hells Angels. Die Rockergruppierung wird in Hessen ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie wird mit organisierter Kriminalität und Rotlichtgeschäften in Verbindung gebracht – was zur gegenwärtigen Erwerbstätigkeit der Neonazi-Frau passt: Corryna G. arbeitet seit einigen Jahren als Prostituierte.“
Sie telefonierte vom Gefängnis aus mit dem österreichischen Geheimdienst.
„Dem erwähnten Verfassungsschutz-Dossier lässt sich entnehmen, dass Corryna G. aus der Haft heraus zweimal mit der österreichischen Sicherheitsdirektion telefonierte. Genauer: mit der Abteilung für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung.“
Andreas Temme, der ehemalige Geheimdienstler, sagte aus, dass er sie dienstlich gekannt hätte. Die wichtige Frage ist, warum Temme ausgerechnet an einem der sogenannten „NSU-Tatorte“ gewesen ist. Erhielt er aus der Neo-Naziszene einen Hinweis?
Temme erinnert sich auf Nachfrage "dem Namen nach" aus seiner Zeit als behördlicher Ermittler beim VS an Corryna Görtz und Dirk Winkel. #NSU
— Martín Steinhagen (@mstnhgn) 25. August 2017

http://friedensblick.de/25792/war-corryna-g-eine-nsu-informantin-von-andreas-temme/


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 17.09.2017

Andreas Temme

Polizeiliche Rekonstruktion basierte auf dubiosen Zeugen Faiz Hamadi Sh


Die Frankfurter Rundschau berichtete heute über eine interessante Aussage eines „Polizeianalytiker aus Bayern“. Er verließ sich bei der zeitlichen Rekonstruktion ausgerechnet auf Angaben des höchst dubiosen Zeugen Faiz Hamadi Sh., der zeitweise unter Mordverdacht stand. Lediglich auf dessen Angaben aufbauend kam der „Polizeianalytiker“ zum Schluss, dass Temme während des Mordes im Internetcafe gewesen wäre.
„Vor Görtz war ein Polizeianalytiker aus Bayern über die zeitlichen Abläufe am Kasseler Tatort befragt worden. Es ging um die Frage, ob der damalige hessische Verfassungsschützer Andreas Temme während des Mordanschlags vor Ort war.“ (…)
Bei der Befragung zeigte sich allerdings, dass die sekundengenaue Rekonstruktion der Tatzeit, wie sie Frese vorgenommen hatte, womöglich nicht zu halten ist. Der Polizist hatte sich dabei auf Angaben eines Irakers gestützt, der im Café telefoniert und dabei laute Geräusche gehört hatte, wobei es sich um die Schüsse gehandelt haben könnte.“
Die polizeiliche Zeugenaussage des Irakers Faiz Hamadi Sh., die er im Jahr 2006 tätigte, lautet wiefolgt: (Der Zeuge erschien nicht im Prozess, Wohnort unbekannt).
Er telefonierte zum Zeitpunkt der Tat in einer Telefonkabine, direkt neben Halit Yozgat. Zwar hörte er Schussgeräusche, hätte dann jedoch erstmal weitertelefoniert. Dann wäre er aus der Glastür der Kabine herausgetreten, hätte jedoch vergebens nach Halit Yozgat gesucht.
Auch aufgrund dieser unglaubwürdigen Darstellung nahm die Polizei Hamadi Sh. kurzzeitig als Tatverdächtigen fest, genauso wie später Andreas Temme.
Aufgrund der Aussage des Irakers glaubt Richter Manfred Götzl die Version von Andreas Temme, er hätte die Leiche übersehen. Laut Manfred Götzl seien Temmes … „… Angaben (…) mit den Aussagen der anderen Zeugen vereinbar, sagte Götzl.“
Ich versuchte den Text unter dem FR-Bericht zu veröffentlichen.
Gerade schrieb ich einen Kommentar unter dem aktuellen #nsu-Artikel der @fr von @PvBebenburg @mstnhgn. Wird er wieder wegzensiert werden?
— Georg Lehle (@Friedensblick) 16. September 2017

http://friedensblick.de/25801/polizeiliche-rekonstruktion-basierte-auf-dubiosen-zeugen-faiz-hamadi-sh/


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 17.09.2017

NSU-Untersuchungsausschuss
Rechtsextreme gesteht Besuche in Yozgat-Café

Eigentlich sollte Corryna G. als frühere rechtsextreme Schlüsselfigur über die Neonazi-Szene in Nordhessen aussagen. Stattdessen berichtete die 48-Jährige im NSU-Untersuchungsausschuss von Besuchen im Café des ermordeten Halit Yozgat.

Überraschende Aussage im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags: Die derzeit inhaftierte Zeugin Corryna G. sagte am Freitag während der Sitzung des Ausschusses, dass sie etwa ein halbes Jahr vor dem Mord an dem Kasseler Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat mehrfach in dessen Café war.

G. war jahrelang in der rechtsextremen Szene Thüringens und Nordhessens aktiv. Die 48-Jährige befand sich zu dieser Zeit im offenen Vollzug in Baunatal. Die Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) wird für den Mord an dem türkischen Café-Besitzer verantwortlich gemacht.

Bekanntschaft mit NSU-Tätern abgestritten


Die Zeugin aus der Neonazi-Szene war eigentlich vor den Ausschuss bestellt worden, um über mögliche Verbindungen der nordhessischen Neonazi-Szene und dem "Thüringer Heimatschutzbund" auszusagen. Während der mehrstündigen Vernehmung kristallisierte sich heraus, dass Corryna G. zwar eine sehr gute Kennerin der Szene ist - eine direkte Bekanntschaft mit den mutmaßlichen Tätern des NSU stritt sie indes ab.

Laut SPD-Obfrau Nancy Faeser wurde sie jedoch 1997 vom Landeskriminalamt Thüringen gemeinsam mit Beate Zschäpe in einem Dokument als gewaltbereite Rechtsextremistin eingestuft. Corryna G. erklärte, sich bereits 2003 von der Szene losgesagt zu haben. Laut LKA Thüringen nahm sie jedoch 2009 an einer Veranstaltung teil, auf der die Neonazi-Bands "Bloodline" und "Kinderzimmerterroristen" spielten.

Mehrere Besuche in Internetcafé

Gegen Ende der Befragung gestand Corryna G. auf die Frage des CDU-Obmanns Holger Bellino, das Internetcafé, in dem der Mord am 6. April 2006 geschah, im Zeitraum 2005 bis Anfang 2006 bis zu drei Mal besucht zu haben. Als Begründung gab sie an, dass ihr dieses Café von Mitgefangenen wegen seiner günstigen Lage empfohlen worden sei.

In Kassel gab es zu dieser Zeit jedoch mehrere Internetcafés, von denen laut SPD-Abgeordnetem Günter Rudolph einige von der Justizvollzugsanstalt Baunatal schneller mit der Straßenbahn zu erreichen waren als jenes von Halit Yozgat. Corryna G. blieb bei ihrer Schilderung und sagte auf mehrfache Nachfrage, sie habe niemandem aus der rechten Szene von dem Café und seinem türkischen Betreiber erzählt. Auch den zeitweilig wegen des Mordes verdächtigten Verfassungsschützer Andreas Temme habe sie dort nicht getroffen.

[url= http://www.hessenschau.de/politik/rechtsextreme-gesteht-besuche-in-yozgat-cafe,nsu-ausschuss-122.html] http://www.hessenschau.de/politik/rechtsextreme-gesteht-besuche-in-yozgat-cafe,nsu-ausschuss-122.html[/url]


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 19.09.2017

NSU-Prozess: Die Bundesanwaltschaft zerstört den Rechtsstaat

19. September 2017 Thomas Moser

Wie im falschen Film: Mit ihrem manipulativen Verhalten täuscht die zentrale Strafverfolgungsbehörde Gericht und Öffentlichkeit - Ein Kommentar

Angesichts des Schlussvortrages der Bundesanwaltschaft drängt sich mir die Frage auf, in welcher Welt Oberstaatsanwältin Greger in den letzten sechs Jahren gelebt hat, seitdem der rechtsterroristische NSU aufflog.

(Nebenklageanwalt Yavuz Narin, Stuttgarter Nachrichten, 1.8.2017)

Die Bundesanwaltschaft hat im NSU-Verfahren Staatsschutz im umfassenden Sinne betrieben - also auch Schutz vor einer zu weitgehenden Aufklärung und einer damit sicherlich einhergehenden Beschädigung des Verfassungsschutzes.
(Nebenklageanwalt Stephan Kuhn, Spiegel Online, 11.9.2017)
Die Bundesanwaltschaft sagt, bei dem Prozess gehe es nicht um Aufklärung, sondern um Bestrafung. Sie hat nicht Recht. Es geht um gesellschaftlichen Frieden, Bestrafung ist das Mittel, Aufklärung das Ziel.
(Nebenklageanwalt Mehmet Daimagüler, Kundgebung in Berlin, 17.9.2017)
Zur Zeit steht der NSU-Prozess in München wieder seit einer Woche. Die Nebenklage konnte bisher nicht mit ihren Plädoyers beginnen. Acht Tage lang hat die Anklagebehörde des Generalbundesanwaltes ihre Sicht vorgetragen. Die Inhaftnahme des Angeklagten André Eminger, der bisher auf freiem Fuß war, führte dann zu einem Ablehnungsantrag seiner Verteidiger gegenüber dem Gericht. Die Verteidigung von Ralf Wohlleben folgte. Darüber wird nun zunächst verhandelt.
Man kann den NSU-Komplex jedoch nicht verstehen, wenn man nur auf den Schauplatz München schaut. Was dort vor Gericht geschieht oder auch nicht geschieht, muss gemessen werden an dem, was an anderen Schauplätzen über den Skandal zu Tage gefördert wurde, zum Beispiel in den zahlreichen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen.
Erkenntnisse aus den U-Ausschüssen
Und auch was vor dem Oberlandesgericht in München eigentlich gespielt wird, erschließt sich nur schwer, wenn man die Erkenntnisse aus den U-Ausschüssen außer Betracht lässt. Kern des Konfliktes: die Trio-Theorie. Die Bundesanwaltschaft (BAW) reduziert den NSU auf Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe und traf die Festlegung, die unmittelbaren Täter seien die zwei toten Männer gewesen. Willkommener Nebeneffekt dieser Minimierung: Täter in den Reihen des Verfassungsschutzes sind rein rechnerisch ausgeschlossen.
Die in Karlsruhe sitzende Bundesbehörde ist die zentrale Figur des Verfahrens. Sie hat die Federführung, erteilt die Ermittlungsaufträge und ist im Besitz der Akten und Vernehmungsprotokolle. Sie entscheidet über Anklagevorwürfe und -erhebungen oder auch darüber, ob und wenn ja, welche Akten in den Prozess eingeführt werden. Die zu dem Kasseler Ex-Verfassungsschutzbeamten Temme wurden zum Großteil nie eingeführt.
weiter hier:https://www.heise.de/tp/features/NSU-Prozess-Die-Bundesanwaltschaft-zerstoert-den-Rechtsstaat-3835102.html

"Willkommener Nebeneffekt dieser Minimierung: Täter in den Reihen des Verfassungsschutzes sind rein rechnerisch ausgeschlossen."

(keine Ahnung, warum für Moser immer nur der VS interessant ist)

Friedensblick dazu:

Nebenklage hätte Ermordung Böhnhardts/Mundlos beweisen können, damit Netzwerk!
Ich teile die von Thomas Moser geäußerte positive Einschätzung der Leistung der Nebenklage -nicht-, im Gegenteil:
Wenn die Anwälte es ernst meinen mit Aufklärung, dann hätten sie doch nur Beweisanträge stellen brauchen, die die Ermordung von Böhnhardt/Mundlos bewiesen hätten. Dann wäre automatisch klar gewesen, dass es ein Netzwerk hinter den Männern gibt und aus welchem Täterkreis sie stammen könnten. Die Anschlussfrage wäre gewesen: Wer hat die Beweismittel ins Wohnmobil gelegt?
Folgende Fragen sind bis heute ungeklärt. Die Beweisanträge hätten sich beziehen können, zum Beispiel:
1. Die Gerichtsmedizin fand im Gehirn von Uwe Böhnhardt sechs Projektilteile. Das Bundeskriminalamt entschied, dass die Teile „keine Verfahrensrelevanz“ haben würden. Von welcher Munition stammen die Projektil-Teile?
2. Der Schmauch im Mund von Mundlos und an der Kopfwunde Böhnhardts wurden nicht analysiert! An der Hand Böhnhardts war Schmauch von Polizeimunition. Ist Polizeischmauch auch an der Kopfwunde Böhnhardts?
3. Uwe Mundlos soll Böhnhardt und sich sich selbst mit Kopfschüssen ermordet haben. Der Tatort, ein Wohnmobil, zeigt jedoch augenscheinlich kaum Blutspuren, wo welche sein müssten, beispielsweise die graue Matratze und die geöffnete Badetüre. Davor wäre Mundlos gesessen, als er sich mit einer Pumpgun in den Mund schoss. Deshalb wäre eine Blutspuren-Analyse in Auftrag zu geben.
mehr Punkte ...[url= http://friedensblick.de/20476/so-koennten-parlaments-ausschuesse-tod-von-mundlosboehnhardt-aufklaeren/] http://friedensblick.de/20476/so-koennten-parlaments-ausschuesse-tod-von-mundlosboehnhardt-aufklaeren/[/url]

(Hervorhebung meinerseits)

Da lamentiert Herr Moser über die BAW und vergisst, daß die Verteidiger schlafen
Nicht alleine die BAW entscheidet, welche Akten ins Verfahren eingeführt werden. Ein bisschen Rechtskenntnis wäre für diesen Artikel durchaus hilfreich.

Der NSU ist eine künstlich erzeugte Fata Morgana
Vlt. ist auch folgende Aussage treffender:
Die NSU-Story ist eine an den Haaren herbeigezogene Legende.
So wie vor Jahrzehnten eine Figur wie Peter Urban (?) eine nicht unbedeutende Rolle im RAF-Komplex gespielt hat, so dürften auch diesmal Figuren des tiefen Staats ihre Finger mit im Spiel gehabt haben.
Es gibt keinen Grund anzunehmen das es nicht so sei. Immerhin steht die Existenz von V-Leuten außer Zweifel. Wer weiß schon was die angefüttert/geliefert haben.
Durchaus denkbar das der so genannte Rechtsterror oder Terrorzelle nur ein Konstrukt ist, das gesellschafts-/politischen (und anderen) Zielen dient. Eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit, zu welchem Zweck auch immer.


RE: Kurzfassung „NSU“ - Rundumblick - 24.09.2017

Drogendealer beim Yozgat endlich im Mainstream, und weder MIT-Agenten noch Islamisten beim #NSU?

11 Jahre hat es gedauert, bis die Albaner-Drogendealer aus dem Cafe Yozgat es endlich in den Mainstream schafften:

[Bild: papa1-768x330.jpg]

Nach der seit Ende 2011 erfolgten Seligsprechung der Opfer soll man da jedoch bloss ja nichts in den falschen Hals bekommen:

[Bild: papa2c.jpg]

Ach!
Immerhin 3 Jahre alt, das Aktenleak dazu, von 2014.
#NSU Hessen: Mit der Trambahn in 15 Minuten vom Knast zum Internetcafe Yozgat, Drogen kaufen?
Wir wissen, dass das Cafe Yozgat einen albanischen Drogenbezug hatte:

[Bild: ed0c6-albanerdealer.jpg?w=400&h=341]

siehe: http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/09/16/nsu-hessen-hatte-der-bka-staatsschutz-vorwissen-observierte-deshalb-temme-das-cafe-yozgat/
Genau diese 156 Anrufe tauchen ploetzlich in der Linksmedienabteilung der FAZ auf.
Komisch, nicht wahr?
Und nicht nur das…

[Bild: drogen-albaner.jpg]

Kalte Fuesse haben sie bekommen?
Warum?
-Wegen der 3 Tuerken, die Halit laut Aussage eines weiteren Tuerken 2 Tage vor dem Mord bedrohten?
-Oder weil Ismail Yozgat nach dem Mord Nachforschungen in NRW betrieb, und dazu die SIM-Karte eines albanischen Drogendealers heimlich benutzte, damit die Polizei nichts mitbekommen sollte?
-Oder weil Hunderttausende Euros (oder waren es DM?) der Yozgats nicht erklaert werden konnten? Woher kamen diese Gelder?
Eine Offenbarung mit 3 Jahren Verspaetung! Hat die Corynna Goertz gut gemacht!
Aus dem Café heraus habe es laut den Ermittlern 156 Anrufe bei albanischen Dealern gegeben. Dies betreffe allerdings Kunden des Internetcafés und nicht den Betreiber Yozgat, betonte Bellino.
Glauben wir sofort, hahaha.
Wie kam doch gleich der Verfassungsschutzbeamte Temme an seinen Informanten Yozgat? Gab es da etwa gewisse Druckmittel, sagen wir mal… leichte Drogenverstrickungen… mit deren Hilfe es gelang, dem LfV Hessen Kenntnisse ueber die aus dem Internetcafe heraus operierenden Islamisten aus der nahen Hinterhofmoschee zu verschaffen? Seine Aussage, 2006, das war sein Auftrag seit Jan 2006, alles 2014 schon geleakt!
Kein Wunder, dass der Bericht des HLfV dazu fuer 120 Jahre gesperrt wurde. Und nie den Bundestag erreichte. Und von keinem Mitglied des hessischen NSU-Ausschusses gelesen wurde, angeblich, im Geheimschutzraum.

weiter:http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/09/24/drogendealer-beim-yozgat-endlich-im-mainstream-und-weder-agenten-noch-islamisten-beim-nsu/