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Framing-Manual der ARD - Druckversion

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RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 22.02.2019

21. Februar 2019 um 21:50
http://maninthmiddle.blogspot.com/2019/02/scheinriese-elisabeth-wehling.html
„Wenn man auf der Webseite der U. Berkeley nach Elisabeth Wehling sucht, wird man im Department of Linguistics fündig. In deren Faculty and Postdoctoral Scholars-Liste wird Wehling als „Postdoctoral scholar“ geführt. Das kann verschiedenes bedeuten, u.a. Habilitand, Stipendiat oder Gastforscher. Weder hier noch an anderer Stelle konnte ich Hinweise finden, daß Wehling Lehrveranstaltungen anbietet oder Projekte leitet (während solche Angaben bei Professoren normal und sozusagen die Visitenkarte sind). Wenn man nach Publikationen mit Author Wehling sucht, findet man genau einen Treffer, ihre Dissertation von 2013, sonst nichts. Wehling hat offenbar noch nicht einmal eine eigene Homepage im Webauftritt der U. Berkeley, alle Links führen immer zu ihrer privaten Domäne http://www.elisabethwehling.com. Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich die Behauptung der Süddeutschen, Wehling würde als Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin lehren und sogar Forschungsprojekte leiten, für unglaubwürdig und falsch.
Wehling war und ist schriftstellerisch sehr produktiv, sie hat zahllose Artikel in Presseorganen verfaßt. Solche Artikel sind aber keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen, nicht vom Anspruch her und auch wegen der fehlenden Begutachtung nicht. Auf ihrer privaten Homepage findet sich eine eigene Seite mit ihren Publikationen. Diese Publikationsliste enthält dutzendweise interne Berichte und unreferierte Veröffentlichungen. Im Abschnitt „Academic Papers In Progress, Submitted, & Published“ werden etliche eingereichte oder „in preparation“ befindliche Texte gelistet, aber nur 4 akzeptierte Veröffentlichungen. Eine davon ist ein Artikel in einem von Wehling selber herausgegebenen Special Issue einer Zeitschrift, den aber leider Google nicht findet. Die anderen 3 stammen aus 2010 – 2012, zwei davon auf italienisch.
Die schon erwähnte Dissertation von 2013 ist laut Google Scholar bisher insg. 10 Mal zitiert worden, darunter 3 Eigenzitate, die restlichen 7 Zitierungen stammen von nur 3 Autoren. Der wissenschaftliche Ertrag und die Rezeption der Forschungen von Wehling ist also sehr überschaubar und um Größenordnungen entfernt von den Erfolgen, die man üblicherweise mit einem Wissenschaftler an der Universität Berkeley in Kalifornien assoziiert.
Nun kann man sich auch auf andere Weise wissenschaftlich profilieren, z.B. durch die Herausgabe von Zeitschriften (was indes normalerweise nur wissenschaftlich sehr erfolgreichen Forschern vergönnt ist). In ihrer Selbstdarstellung weist Wehling darauf hin, sie sei Co-Founder and Co-Editor of the international scientific journal Moral Cognition and Communication. Mit etwas Mühe konnte ich den Verlag ausfindig machen, der diese Zeitschrift herausgibt, und auch die Seite für diese Zeitschrift „Moral Cognition and Communication“ (ISSN 2542-3800 | E-ISSN 2542-3819). Leider findet sich auf dieser Seite nur der Hinweis Publishing status: Canceled, und unter Issues ist keine einzige Ausgabe gelistet. Entweder sind alle früheren Ausgaben gelöscht worden, was äußerst ungewöhnlich wäre, oder aber es ist nie ein Heft dieser Zeitschrift erschienen. Irgendwie enttäuschend. Auf die Kontrolle der zahllosen weiteren Kooperationen und Ehrenfunktionen, die die Selbstdarstellung listet, habe ich aus Zeitgründen verzichtet, zumal entsprechende Informationen nicht im Netz zu finden sein dürften.“


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 22.02.2019

Wer sponsort Elisabeth Wehling?
Aber zurück zur Frage: Wohin flossen denn nun die 120.000 Euro von der ARD, welche diese zuvor der Bevölkerung über Zwangsgebühren wegnahm? An Elisabeth Wehling oder an dieses ominöse Institut in Berkeley, das sich gar nicht in Berkeley befindet, oder ist das letztlich schwer zu unterscheiden? Das Berkeley International Framing Institut scheint seinen Sitz tatsächlich in Berlin zu haben.
Interessant ist nun wiederum, wer Frau Wehling über Sponsoring mitfinanziert. Bis vor kurzem scheint sich auf ihrer Website folgende Sponsorenwand befunden zu haben, die sie inzwischen wohl gelöscht hat, nachdem Michael Klonovsky sie abfotografiert und am 19.02.2019 auf seiner Acta diurna veröffentlicht hat:

[Bild: 1495902366697.png]

https://juergenfritz.com/2019/02/22/ard-120-000-euro-zahlung/

Hallo Elisabeth #Wehling, wieso hast Du die Grafik mit den tollen Referenzen, wie z.B. George Soros‘ Open Society Foundations von Deiner Seite genommen? Die war doch gestern noch drauf? #framingmanual #framinggate #ARD #ARDGate #Gemeinwohlsender http://www.elisabethwehling.com/outreach


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 22.02.2019

Die Wahrheit kommt ans Licht: Was uns das Framing Manual über die ARD verrät.
Es ist in aller Munde: das sogenannte „Framing Manual“ der ARD. Mit diesem Leitfaden ist ein Dokument an die Öffentlichkeit geraten, das die Befürchtungen der größten Kritiker der staatlichen Rundfunkanstalten in den Schatten stellt. Von der Bild-Zeitung, über die FAZ bis hin zur Welt, auf zahlreichen Blogs und in Rundfunkrechts-Foren, auf fast allen Kanälen der unabhängigen Medien wird der Skandal kommentiert. Einhellige Meinung: die ARD übt sich bewusst und systematisch in Meinungsmanipulation und Propagandamethoden der übelsten Sorte. Das schlimmste daran: die Führung der ARD zuckt mit den Achseln und zeigt kein Zeichen der Reue. Es ist ihr ziemlich egal, was man über sie denkt.

Das Framing Manual finde ich aber auch in anderer Hinsicht äußerst aufschlussreich. Es offenbart nämlich in fast schon kindlich naiver Deutlichkeit, was die ARD umtreibt, wie sie sich selbst wahrnimmt und was ihr Selbstverständnis über ihren Auftrag in der Gesellschaft ist.....

weiter > https://medium.com/@kay.winkler_20530/die-wahrheit-kommt-ans-licht-was-uns-das-framing-manual-%C3%BCber-die-ard-verr%C3%A4t-57a62425f7b4?_branch_match_id=627589914636883308


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 22.02.2019

MDR und Elisabeth Wehling "Die ARD wurde nicht in die Irre geführt"

Der Mitteldeutsche Rundfunk dementiert, von der "Framing-Manual"-Autorin Elisabeth Wehling getäuscht worden zu sein.
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ist am Freitag Vermutungen entgegengetreten, er sei von Elisabeth Wehling, der Autorin des „Framing-Manual“, getäuscht worden. „Die ARD wurde keineswegs von Dr. Wehling in die Irre geführt“, sagte MDR-Sprecher Walter Kehr dem Tagesspiegel. Der Sender habe vor zwei Jahren nicht die Universität von Kalifornien, Berkeley, mit mehreren Leistungen beauftragt, sondern Elisabeth Wehling vom Berkeley International Framing Institute Hamburg. „Natürlich war dem MDR dabei ihre wissenschaftliche Arbeit in Berkeley bekannt“, so Kehr weiter.
Prozess über Monate und mit vielen Stufen
Die Zusammenarbeit zwischen Sender und Wissenschaftlerin verlief in einem Prozess, der über Monate sehr viele Stufen und Elemente enthielt. Nach Kehrs Angaben reichte das von kognitionslinguistischer Analyse aktueller Kommunikation weiter über Workshops, Briefings, Trainings, Ziel- und Werteklärung, Vor- und Nachbereitung der Termine, konzeptuelle Frame-Entwicklung bis hin zur schriftlichen Zusammenfassung des Erreichten als Arbeitsgrundlage für weitere Diskussionen. Das entstandene „Framing-Manual“ schlägt in den Gesamtkosten nicht mit 120 000, sondern mit 10 000 Euro zu Buche.

> https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 23.02.2019

Nach Eklat um #FramingManual bei der ARD: Sprach-Forscherin beriet auch das ZDF 
Jetzt bestätigte ein ZDF-Sprecher auf BILD-Anfrage, dass Elisabeth Wehling im Juli 2018 zur turnusmäßigen Sitzung der ZDF-Chefredaktion eingeladen war. Dort habe sie „ihre Forschungsergebnisse zum Thema ,Sprache und Kognition‘ präsentiert“. Für ihren Vortrag habe Wehling „eine Aufwandsentschädidung erhalten“. Wie hoch diese war, teilte das ZDF nicht mit. 
> https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/nach-zoff-um-framing-manual-sprach-forscherin-beriet-auch-das-zdf-60305298.bild.html?wtmc=twttr.shr


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 23.02.2019

Untreue beim Mitteldeutschen Rundfunk?
(....)
Das akademisch-kritische Fachblatt BILD legt nach:
Alles Hochstapelei? Merkwürdig auch: Die Homepage des Instituts hat kein Impressum, keine Anschrift, keine Kontaktdaten, keine Mitarbeiter. Das gleiche gilt für Wehlings persönliche Homepage. Außer einer E-Mail-Adresse, die zur University of California Berkeley gehört (@berkeley.edu), nichts zu finden.
In einigen Artikeln ist von einem „Berliner Institut“ die Rede, ein Sitz ist aber nicht bekannt. Lediglich hinter dem Link „Meine Forschung“ wird es persönlich: Dort präsentiert sich Elisabeth Wehling (ohne Doktortitel) als Linguistin der Uni Berkeley und verweist auf „zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen“.
Ganz und gar merkwürdig äußert sich der MDR zur Berkeley-Frage: „Ich kenne keine Quelle, in der behauptet wird, zwischen dem Berkeley International Framing Institute in Berkeley und der Universität Berkeley gebe es eine institutionelle Verbindung“, teilte ein Sprecher mit.
Jedenfalls wurde der Auftrag, so der Sprecher, an das Elisabeth Wehling, Berkeley International Framing Institute mit Sitz in Hamburg, vergeben. Bei der Einschätzung der Einrichtung helfe „möglicherweise“ eine Liste von Medien- und Konferenzauffritten des Instituts.
Oder auch nicht: Denn diese wurde vom Institut, also Frau Wehling, selbt zusammengestellt. Unabhängig ist das nicht. Bekannt ist Wehling vor allem als Teilnehmerin in Diskussionsrunden und als Interview-Partnertin zu politischer Sprache.
(....)
Ich habe ja schon mal den Verdacht geäußert, dass dieses Framing Manual bedeutungslos ist, weil nur ein Vorwand zur Geldspritze, nur eine pro-forma-Leistung. Dass man in Wirklichkeit hier Leute für den „Kampf gegen Rechts” mit Geld vollgepumpt hat. Dass es gar nicht um das Gutachten, sondern irgendetwas anderes ging, und dieses ganze Instituts-Dings nur für fingierte Abrechnungen dient. Ich habe nämlich auch nicht verstanden, warum die bei re:publica so scharf auf die sind und sich netzpolitik.org zu deren Verteidigung reinschmeißt.
Und dass Karola Wille Geld des MDR dafür einsetzt, politisch zu agieren, habe ich ja erfahren, als man da gegen mich vorging, weil ich gewagt hatte, Berichterstattung zum Thema rechts-links zu kritisieren. Und das, obwohl das Geld laut diesem Framing-Manual ja gar nicht den Sendern gehört, sondern diese es nur für den Gebührenzahler „verwalten”:
Der Begriff „Beitragseinnahmen“ suggeriert, die ARD habe Einnahmen im Sinne eines Unternehmens. Tatsächlich aber „nimmt“ die ARD kein Geld „ein“, son­dern verwaltet schlichtweg das Rundfunkkapital der Bürger, die sich in Deutschland seit jeher auf diese Weise ihren gemeinsamen, freien Rundfunk ARD ermöglichen.
Ist ja eine tolle Verwaltung.
Ich denke, ich werde dann mal über das Wochenende eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue, der Geldwäsche und des Betrugs erstatten. Da wird natürlich nichts herauskommen, weil in Deutschland Strafrecht auch nur noch für weiße Männer gilt, das hier aber ein Frauending ist. Und für den „Kampf gegen Rechts” auch kein Recht mehr gilt, Strafrecht schon gar nicht. Aber eine Antwort hätte ich dann schon gerne.
Eine Impressumsbeschwerde werde ich auch rausschicken, denn wenn das Geld nach Hamburg ging, dann gilt da auch die Impressumspflicht und da müssen Anschrift und Rechtsform stehen.
In einem der Berichte hieß es so nebenbei, dass dieses Institut keine Rechtsperson, sondern nur eine Marke ist. (So wie die ARD. Die existieren ja auch nicht, sondern sind nur eine Marke, die den einzelnen Anstalten gehört. Wäre insofern ein Brüller, wenn der Auftrag und die Zahlung von der ARD kamen.)
Total interessieren würde mich dabei die Frage, ob das Geld in Deutschland oder in Kalifornien versteuert wurde.
Denn dazu müsste ja klar sein, wo dieses Institut seinen Sitz hat. Und welche Rechtsform es hat. Denn ein Institut, das rechtlich nicht existiert, kann keine Steuererklärung abgeben. Und auch keine Rechnungen stellen. Die aber braucht man für eine Zahlung.
Da ist wohl noch Musik drin.

> http://www.danisch.de/blog/2019/02/22/untreue-beim-mitteldeutschen-rundfunk/


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 23.02.2019

Hatte Anis Amri einen mysteriösen Helfer?
  • Einem Medienbericht zufolge hatte Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, einen Helfer, der nach der Tat rasch abgeschoben wurde.
  • Dieser Helfer soll angeblich Kontakte zum marokkanischen Geheimdienst gehabt haben.
  • Belastbare Beweise fehlen jedoch, und auch die Agententheorie steht auf einer sehr dünnen Grundlage.
Von Florian Flade und Ronen Steinke, Berlin
 
Hatte Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, einen Helfer? Jemanden, der ihm in der Hauptstadt zur Hand ging? Und stand der womöglich unter dem Schutz des marokkanischen Geheimdienstes? Und wollte - noch schlimmer - die Bundesregierung, als sie dies womöglich nach dem Anschlag am 19. Dezember 2016 erfuhr, die ganze Sache vertuschen, indem sie Anis Amris Helfer Hals über Kopf außer Landes brachte, mit einem Abschiebeflug nach Tunesien? Ganz schön steile Thesen sind das, mehr als zwei Jahre nachdem in Berlin beim bislang größten islamistischen Anschlag auf deutschem Boden zwölf Menschen ermordet worden sind. Zu solchen Thesen ermutigt sehen sich manche Parlamentarier nun durch ein Video, das keiner von ihnen gesehen haben will - und durch die Aussage eines Zeugen, der im Koma liegt.
Es geht um den bekannten Fall eines Islamisten, dem sich längst viele Tausend Seiten Akten widmen: Bilel Ben A., ein tunesischer Landsmann Amris, damals 26 Jahre alt. Nach dem Anschlag stand er im Verdacht, Komplize zu sein. Noch am Abend zuvor hatte er mit Amri gemeinsam gegessen. Er hatte Fotos vom Breitscheidplatz auf seinem Handy. Trotz intensiver Ermittlungen konnten das Bundeskriminalamt und der Generalbundesanwalt den Verdacht aber nicht erhärten.
Ein alter Bekannter und ein neuer Verdacht
Man konnte Bilel Ben A. nicht einsperren. Und so stellten sich die Ermittler nicht in den Weg, als die Bundesregierung schon am 1. Februar 2017 den islamistischen "Gefährder" Bilel Ben A. nach Tunesien abschieben ließ. Eine "überhastete Abschiebung" sei das gewesen, kritisierte nun am Freitag die Linken-Abgeordnete Martina Renner, Mitglied im Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Es müsse geklärt werden, "ob hier Interessen von Geheimdiensten über Strafverfolgung und Aufklärung gestellt wurden".
Woher kommt nun der neue Verdacht, Bilel Ben A. sei ein Terror-Helfer gewesen? Das Nachrichtenmagazin Focus behauptet, es gebe ein bislang "unter Verschluss gehaltenes Video" einer Überwachungskamera. Man sehe den Moment nach dem Anschlag. Amris Lastwagen ist gerade zum Stehen gekommen. Aus großer Entfernung sei zu sehen, wie nun ein Mann, bei dem es sich um Bilel Ben A. handeln könnte, einen Zeugen mit einem Kantholz niederschlage, um Amri die Flucht zu ermöglichen.
Ein solches Video war am Freitag zwar weder den Mitgliedern der Amri-Untersuchungsausschüsse noch dem Geheimdienst-Kontrollgremium des Bundestages bekannt. Der FDP-Politiker Marcel Luthe aber verweist auf eine Zeugenaussage, die zu diesem angeblichen Video passe: Ein Zeuge hatte am Abend des Anschlags beklagt, dass ihn in unmittelbarer Nähe zu Amris stehen gebliebenem Lastwagen jemand aufgefordert habe wegzugehen. Dann habe er einen Schlag erlitten, "mit einem stumpfen Gegenstand an der Schläfe". Aufgrund seiner Verletzungen wurde der Zeuge am Abend in ein künstliches Koma versetzt. Bis heute ist er nicht aufgewacht. Ist das ein belastbarer Beweis?
Dünne Grundlage für die Agententheorie
Und warum - zweite Frage - soll nun Bilel Ben A. ein V-Mann des marokkanischen Geheimdienstes gewesen sein, wie ebenfalls der Focus nahelegt? Bekannt ist: Marokkos Nachrichtendienst DGST übermittelte den Deutschen im September und Oktober 2016 Warnhinweise. Die Marokkaner waren offenbar gut informiert, sie warnten vor Anis Amri, der die Bundesrepublik als "Land des Unglaubens" bezeichne und ein "Projekt" plane. Den Dossiers beigefügt waren Fotos, sie zeigten Amri und andere Islamisten aus Berlin. Aber kann man daraus den Schluss ziehen, dass die Marokkaner einen Undercover-Informanten in Amris Freundeskreis eingeschleust haben müssen - und dass dies Bilel Ben A. war?
Der marokkanische Dienst selbst schrieb, er sei durch bloße Internet-Überwachung an diese Informationen gekommen. Und tatsächlich: Viele der Fotos aus dem marokkanischen Dossier finden sich auf Facebook-Seiten von Amris Freunden. Für die V-Mann-Theorie ist das eine sehr dünne Grundlage.

> https://www.sueddeutsche.de/politik/amri-breitscheidplatz-1.4341394

bis heute nicht aufgewacht. Tut mir wirklich leid um den Zeugen, denn er könnte Angaben machen, wie der aussah, der in da attackiert hat.


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 27.02.2019

Soros und unser Fernsehen

Ach, gucke da.
Neues zum Framing-Handbuch der ARD: Ich hatte mich ja schon gewundert, warum in der Partner/Sponsoren-Liste der Elisabeth Wehling auch die Open Socienty von Soros auftaucht. Inzwischen ist das wohl von der Webseite verschwunden, aber hier noch zu finden. Der SPIEGEL, die Böll-Stiftung der Grünen, die Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD sind auch dabei. Alles so eine richtig linksradikale Versammlung.
Ich finde das ja immer so grotesk, wenn die Fernseh-Intendanten und die Nachrichtenleute sich darüber aufregen oder sonstwie echauffieren, wenn irgendwer vermutet, dass sie Weisungen von der Regierung bekämen.
Dann aber finde ich auf deren Konferenzen (Netzwerk Recherche beim NDR) solche Vorgänge wie Vorgaben, wie man über Schwule zu schreiben hat, oder dann eben Agenten wie die Neuen Deutschen Medienmacher, die Journalisten im Hinterzimmer einweisen, was und wie sie zu schreiben haben, und ich mich so rein zufällig auch in dieses Hinterzimmer verlaufen habe.
Schon da war mir klar, dass wir von Fernsehen und Presse systematisch belogen werden, wenn sie sich einerseits darüber lustig machen oder „schockiert” zeigen, wenn man ihnen unterstellt, dass sie von der Regierung dirigiert und befehligt werden, und dann sieht man, dass gegierungsgeförderte und parteiengesteuerte „NGOs” dort das Sagen haben und Journalisten einweisen, was sie wie zu schreiben haben. Parteien und Regierung steuern die Medien, aber sie gehen mal wieder den Umweg über das Privatrecht.
Im „Deutschland-Kurier” wird nun beschrieben, dass die nicht etwa nur mit der Open Society Foundation angibt oder mal unter deren Geldgießkanne durchgelaufen ist, sondern dass die wohl ziemlich enge Verbindungen zur Open Society Foundation und zu Soros hat:
aut der österreichischen Bloggerin Alexandra Bader trafen Lakoff und Wehling »immer wieder mit George Soros zusammen«. Elisabeth Wehling war 2015 geladene Rednerin bei Open Society in Brüssel: Am 23.2.2015 zum Thema »The Moral Motives of Left- and Right-Wing Populism« (Moralische Motive des Linken und Rechten Populismus), am 24.2. zum Thema »Bringing Cognitive Science to Politics« (Kognitive Forschung in der Politik), und beim »Treffen der Sozialdemokratischen Akademiker & Künstler« am 17.9.2015 zum Thema »Framing, Regionalwahlkampf und die Flüchtlingskrise«.
Problematisch ist nicht nur die Tatsache, dass die ARD sich einer Autorin bedient, die derart eng mit der Demokratischen Partei in den USA, der Sozialdemokratie in Europa und den Open-Society-Stiftungen von George Soros verbunden ist, sondern auch, dass sie sich eines Ansatzes bedient, der die völlige Subjektivität aller Aussagen und die Unmöglichkeit einer objektiven Wahrheit postuliert. So zweifelt ihr Mentor Lakoff sogar die Objektivität der Mathematik (2+2=4) an. Sein Kollege Stephen Pinker kritisierte im New Republic Lakoffs Methode als »kognitiven Relativismus, in dem Mathematik, Wissenschaft und Philosophie nichts weiter sind als konkurrierende Deutungsrahmen (frames) anstatt Versuche, dem Wesen der Realität auf den Grund zu gehen«.
Für einen postmodernen Akademiker ist das sicher kein Problem, für die meinungsmachende Nachrichtenredaktionen der ARD ein sehr großes. Denn wenn die ARD-Nachrichtenmacher davon ausgehen, dass es keine objektive Wahrheit zu berichten gibt, können sie alle heimgehen.
Die Spinnereien dieser postmodernen oder poststrukturalistischen Sekte hatte ich ja schon oft als Thema im Blog. Dass sie aber direkt von Soros bei ARD und ZDF eingepflanzt werden, ist schon derb. Wo die doch so gerne auf „Faktenchecker” machen. Und dann glauben die, es gibt gar keine Fakten, alles nur willkürliches Geschwätz.
Hatte ich ja schon dargestellt, dass die Geisteswissenschaftler sektenmäßig glauben, dass es keine Realität gibt, sondern alles durch Sprechakte geschaffen oder auch wieder „dekonstruiert” wird (so wie Warzen, die verschwinden, wenn man sie richtig bespricht), und die jetzt eben glauben, dass sie sich ihre Traumrealität schaffen können, wenn sie im Fersehen das richtige sagen oder wegschweigen. Und dazu beauftragen die dann so eine Sprechaktzauberhexe, für 120.000 Euro.
Schauen wir mal auf die Webseite dieser Alexandra Bader, die darüber schreibt:
Auf ihrer Webseite zitiert Wehling stolz Sorosm der auch die Demokraten unterstützt, über Lakoff: „I’ve always learned a lot from Lakoff, and you will too.“, was zu diesem Hinweis in Lakoffs Wikipedia-Eintrag passt: „Soros, George (2006). The Age of Fallibility: Consequences of the War on Terror. ISBN 1-58648-359-5. (discusses Lakoff in regard to the application of his theories on the work of Frank Luntz and with respect to his own theory about perception and reality).“ (19) Während Lakoff immer wieder mit George Soros zusammentraf, führt Wehling Auftritte bei seinen Stiftungen an: „Open Society European Policy Institute & Counterpoint: Bringing Cognitive Science to Politics, Brussels, February 24“ oder „Open Society Foundation: The Moral Motives of Left- and Right-Wing Populism, Brussels, February 23“, finden wir 2015, wo es auch „Convention of Social Democratic Academics & Artists: Framing, Regional Campaigning, and the Refugee Crisis. September 17“, also eine Versammlung des BSA und einen Kongress der deutschen Grünen gibt. (20)
Soros, Lakoff, Wehling, die aus der Genderdebatte bekannte Judith Butler und andere sind Anhänger des „Framings“, zu dem Wehling jetzt das Buch „Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht“ (auch auf Englisch) veröffentlicht: „Politisches Denken ist bewusst, rational und objektiv – dieser althergebrachten Idee sitzen bis heute viele Bürger und Journalisten, Meinungsforscher und Politiker auf. Doch die moderne Neuro- und Kognitionsforschung hat die ‚klassische Vernunft‘ längst zu Grabe getragen. Nicht Fakten bedingen politische Entscheidungen, sondern kognitive Deutungsrahmen, in der Wissenschaft Frames genannt. Sie werden über Sprache im Gehirn aktiviert und gefestigt und bestimmen, wie wir politische Fakten wahrnehmen.
In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik.
Ah, ja. Judith Butler.
Damit schließt sich dann der Bogen zu Leuten wie der Verfassungsrichterin Susanne Baer, die ja aus diesem Lager kommt.
Es kam mir nämlich gleich so seltsam vor, wieviele linke Gesellschaftssaboteure von den amerikanischen Universitäten zu uns kommen – und gleich ganz oben ansetzen. Regierung, Bundesverwaltung, Bundesverfassungsgericht, öffentlich-rechtliches Fernsehen.
Ist das nicht auffällig?....

weiter > http://www.danisch.de/blog/2019/02/27/soros-und-unser-fernsehen/


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 28.02.2019

hintermbusch‏ @buerger18 1 Std.Vor 1 Stunde
Frau Wehling war also 2016 der Meinung, dass der ganze Ärger seit 2015 nur durch falsche Wörter entstanden ist. Das war offensichtlich eine hervorragende Referenz, um von der ARD den Auftrag für das Framing-Manual zu bekommen Passt schon!

Sprachbilder
Wie Wörter das Denken beeinflussen

Verändert es den Diskurs, ob wir von „Flüchtlingen“ oder „Geflüchteten“ sprechen? Die Linguistin Elisabeth Wehling untersucht, wie Wörter und Formulierungen das Denken prägen. Sie erforscht an der University of California in Berkeley die Bedeutung der Sprache in politischen Debatten.
Frau Wehling, Sie haben die deutsche Diskussion über die sogenannte Flüchtlingskrise aus doppelter Distanz verfolgt, mit dem wissenschaftlichen Abstand einer Linguistin und von einem Beobachtungsposten in Kalifornien aus. Welche Entwicklung nehmen Sie wahr?

Am Anfang hatten wir linguistisch gesehen ein Bild, das wir in der Kognitionsforschung schon seit Jahrzehnten kennen: die Migranten als Wassermasse, die ins Land „strömt“. Das war noch ein recht harmloses Bild. Aber die Intensität nahm immer mehr zu: Flüchtlingswelle, Flüchtlingstsunami.
 
Wie schützt sich der Sprachforscher davor, dass er selbst ohne Not böse Assoziationen produziert? Drückt ein Bild wie die Flüchtlingswelle zunächst nicht einfach die Dringlichkeit der Lage aus, die Notwendigkeit rascher Abhilfe?

In dem Moment, da man die Flüchtlinge zu Wassermassen macht, werden sie entmenschlicht. Man spricht ihnen die Individualität ab. Dann wird es schwerer, die Empathie zu empfinden, die der Menschenrechtskonvention zugrunde liegt. Wassermassen sind bedrohlich. Wenn Ihr Haus überschwemmt zu werden droht, überlegen Sie nicht, wie Sie das Wasser am besten auf die Zimmer verteilen, sondern Sie schotten sich ab, Sie schichten Sandsäcke auf.
Vieles am Bild des Flüchtlingsstroms entspricht nicht den Fakten
Denken wir uns einen Landrat, der im Herbst 2015 Tag für Tag neue Flüchtlinge unterzubringen hatte. Unter Einsatz aller Kräfte fand er für jeden Einzelnen ein Quartier, aber am nächsten Morgen stand wieder dieselbe Zahl von Menschen vor der Tür des Landratsamts. Stellt sich in einer solchen Situation nicht von selbst das Bild des Stroms ein?

Die faktische Situation kann man aber auch über andere Sprachbilder vermitteln. Und es gibt vieles am Bild des Flüchtlingsstroms, das nicht den Fakten entspricht. Ein strömendes Gewässer speist sich aus einer Quelle und bricht tatsächlich nicht ab. Den Rhein kann man nicht anhalten, indem man Gespräche mit der Schweiz führt. Man könnte etwa sprechen vom Andrang der Schutzsuchenden. Andrang sind Menschen: der Menschenandrang, wie vor einem Kaufhaus. Sprache ist Politikgestaltung. Der Landrat, der lieber vom Andrang redet, sichert Möglichkeiten menschlichen Handelns.
 
Sie gehen über die Kritik unbedachter Sprachbilder hinaus und entdecken bedenkliche Implikationen auch in Begriffen ohne bildlichen Gehalt, sogar im Wort „Flüchtling“ selbst. Warum sollte man sich zweimal überlegen, ob man von „Flüchtlingen“ sprechen will?

Der Mensch, der zu uns kommt und Schutz sucht, ist in der Regel ein Mensch, der nicht ohne Grund kommt. Da ist jemand, der flüchtet vor etwas. Man kann diese Personen auch Flüchtende oder Geflüchtete nennen. Bei Flüchtenden wird hervorgehoben, dass sie immer noch auf der Flucht sind. Bei Geflüchteten denkt man an den Ort, den sie verlassen mussten. Bei Flüchtlingen hat man gedanklich nicht hineingebracht, wovor sie weglaufen, wovor sie flüchten. Außerdem erlaubt das Wort „Flüchtling“ im Deutschen kein Geschlecht. Die Form „die Flüchtlingin“ findet man vielleicht noch bei Goethe, aber heute ist sie ungebräuchlich. Anders: der Flüchtende, die Flüchtende, der Geflüchtete, die Geflüchtete.
Fluchtursachen können menschlich oder nicht-menschlich sein
„Flüchtling“ ist ein altes deutsches Wort. Die ersten beiden Beispielsätze im Grimm’schen Wörterbuch lauten: „Wir sind Flüchtlinge und bitten um ein Obdach.“ Und: „Ihr sollt dem Flüchtling Herberge geben.“ Wenn man betont, dass Menschen gerade auf der Flucht sind, also das Prozesshafte und Vorübergehende ihrer Situation hervorhebt, relativiert man dann nicht den Anspruch, den sie gegenüber uns Sesshaften haben? Flüchtende gibt es auch, wenn ein Haus brennt. Wenn solche Schutzbedürftigen ein Notquartier gefunden haben, sind sie nicht mehr auf der Flucht. Drückt der Begriff Flüchtling nicht die moralische Realität aus, dass ein Mensch durch das Schicksal der Flucht auch als Person definiert wird?

„Flüchtling“ ist natürlich verankert in vielen kulturellen Narrativen. Aber Katja Kipping zum Beispiel, die Vorsitzende der Partei Die Linke, spricht von Geflüchteten. Das Wort kommt anders an. Wenn Sie vom Flüchtling sprechen, lassen Sie in diesem Moment sprachlich und gedanklich die Fluchtursache unter den Tisch fallen.
 
Stimmt das? Man flüchtet immer vor etwas. Eine Flucht ohne Ursache gibt es doch gar nicht.

Die Fluchtursachen können menschlich oder nicht-menschlich sein. Es gibt schließlich auch die Flucht vor Naturgewalten. Wenn man dagegen von Vertriebenen spricht, hat man eher das Kriegsszenario im Kopf, das heißt politische Ursachen. Der Gedanke an die Heimat wird mittransportiert......

> https://www.goethe.de/de/kul/ges/20849855.html


RE: Framing-Manual der ARD - Stafford - 28.02.2019

Das „Berkeley International Framing Institute” und das Existenzielle an sich
> http://www.danisch.de/blog/2019/02/28/das-berkeley-international-framing-institute-und-das-existenzielle-an-sich/