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Framing-Manual der ARD - Druckversion

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RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

KLARSTELLUNG


IN EIGENER SACHE: KLARSTELLUNG ZUR AKTUELLEN DEBATTE
Erläuterung zur Tätigkeit für die öffentlich-rechtliche ARD
In den vergangenen Tagen wurde ein zwei Jahre altes Dokument für die öffentlich-rechtliche ARD zum Thema in den Medien. Dabei kam es in der öffentlichen Debatte zu unterschiedlichsten Interpretationen über Form und Inhalte der Zusammenarbeit. Darum folgende Klarstellung in eigener Sache zur aktuellen Debatte: 
In jeder Debatte der Demokratie geht es um Fakten. Diese werden von unterschiedlichen Seiten durch Worte unterschiedlich interpretiert – je nach Standpunkt. Die Worte, mit denen das getan wird, sind stets mit unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen. Ein bewusstes Einordnen und Verwenden von Sprache ist damit zentral für eine klare Kommunikation der eigenen Einordnung von Fakten. Oder, wie es im thematisierten Dokument heißt: "Eine Kommunikation der Prinzipien ist nicht nur maximal wirkkräftig. Sondern es ist auch maximal ehrlich, authentisch und demokratisch, diese Prinzipien zu kommunizieren."
Denn: Sprache schafft Bewusstsein.
Zur Klarstellung des Auftrags.......
 
weiter > http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte

Markus Fieber‏ @MarkusFieber 12 Min.Vor 12 Minuten
Markus Fieber hat Elisabeth Wehling retweetet
Das profitgierige Schreiberlein, bekannt aus Werken wie "kontrollierte Demokratie", "wir sind Gemeinwohl". "wer uns kritisiert ist demokratiefern" - versucht nun Schadensbegrenzung, damit zukünftige kapitalistische Unternehmungen nicht beeinträchtigt werden. #ARD #FramingManual


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

ARD-Strategiepapier Dokument der Angst
Die ARD hat ein Papier erarbeiten lassen, das Mitarbeitern Worte für die moralische Überlegenheit an die Hand gibt. Es zeigt, wie ungeschickt der Sender versucht, den öffentlichen Diskurs zu bestimmen. Die wichtigsten Antworten.
> http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-debatte-um-das-framing-manual-von-elisabeth-wehling-a-1253756.html


Es ist Irrsinn, aber es hat System
Wer keinen Rundfunkbeitrag zahlt, ist „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ und missachtet den „allgemeinen Willen des Volkes“: Warum die ARD jetzt semantische Gehirnwäsche übt.
Wir fassen uns jetzt alle an den Händen und sagen: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Nochmal, bitte mit etwas mehr Emphase: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Schon besser. Geht doch! Aber aller guten Dinge sind drei, und wir sind die Guten, also alle im Chor: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Klingt das nicht gut, fühlen wir uns jetzt nicht besser? Tief durchatmen, das Mantra murmeln und los gehts in die Diskussion mit bösen Rundfunkkritikern, die die Welt ins Unheil stürzen und uns „unseren gemeinsamen, freien Rundfunk ARD“ nehmen wollen. Wir wissen es nicht nur besser als die, wir sind besser. Deshalb informieren wir jetzt auch nicht mehr, wir setzen nicht auf Argumente, denn „objektives, faktenbegründetes und rationales Denken gibt es nicht, zumindest nicht in der Form, in der es der Aufklärungsgedanke suggeriert“. Wir reden nur noch moralisch. Wir sind die Moral.....

> https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-das-framing-manual-der-ard-von-elisabeth-wehling-soll-16047741.html


AfD oder ARD? Hier jedenfalls fällt die Unterscheidung schwer
„Exzellenz statt Umsatz”, „Fernsehen ohne Profitzensur”: Im Framing-Papier für die ARD wird jede alternative Organisationsform des Fernsehmarktes verleumdet. Von da aus ist es nur noch ein Schritt zum offenen Antikapitalismus. 
Die ARD hat bei der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling ein Gutachten zum Thema Framing in Auftrag gegeben. Zunächst wurden hiervon nur Fragmente öffentlich, inzwischen hat die Plattform Netzpolitik.org das gesamte Dokument online gestellt. Damit ist nun ein Papier öffentlich, das die ARD bis zuletzt aus der Öffentlichkeit heraushalten wollte. Aus gutem Grund.
Worum geht es eigentlich? Framing ist ein Modewort, das verschiedene Bedeutungen haben kann. In der modernen Verhaltensökonomik bezeichnet es relativ präzise den Versuch, die Risikoeinstellungen von Menschen zu beeinflussen. In der Linguistik dagegen spricht man immer dann von Framing, wenn durch eine gezielte Wortwahl ein bestimmter Deutungsrahmen gesetzt wird mit dem Ziel, die Adressaten zu einer gewünschten Interpretation von Sachverhalten zu lenken.
Das von Elisabeth Wehling für die ARD verfasste Handbuch will zeigen, wie man solche sprachlichen Werkzeuge nutzen kann, um die von der ARD bevorzugte Sichtweise auf öffentlich-rechtliche Medien in den Köpfen der Bürger zu verankern. Anders gesagt: Die ARD hat eine Anleitung angefordert, die bei der Manipulation des Publikums durch die Wahl bestimmter Sprachbilder helfen soll.

> https://www.welt.de/wirtschaft/article188971321/ARD-Framing-Papier-Ein-Versuch-den-freien-Markt-zu-verleumden.html


Gegenaufklärung
Die ARD hat sich ein Papier gegönnt, das beschreibt, wie man die Debatte um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im eigenen Sinn lenken könnte. Im Grunde handelt es sich dabei um ein Propaganda-Handbuch des 21. Jahrhunderts, das ein antiaufklärerischer Geist durchzieht, schreibt NWZ-Nachrichtenchef Alexander Will.
Oldenburg Die Propaganda ist in der Postmoderne angekommen. Die Zeit der Riesenplakate und Spruchbänder ist in Europa ebenso vorbei wie die Zeit der Personenkulte. Heute geht man raffinierter vor, und ausgerechnet die ARD lieferte dafür in dieser Woche ein Beispiel. Die Affäre um das Propaganda-Handbuch der öffentlich-rechtlichen Anstalten zeichnet sich dabei nicht nur durch die Chuzpe aus, mit der da die öffentliche Meinung manipuliert werden soll, sondern auch durch Intransparenz und Ignoranz gegenüber denjenigen, die das System finanzieren müssen.

Da ließ sich die ARD also ein 90 Seiten starkes „Framing-Manual“ beim „Berkeley International Framing Institute“ erstellen. „Framing“ hört sich zunächst sperrig an, ist jedoch der neuste Schrei aus dem Arsenal der Propagandatechniken, und das „Framing Institute“ eine Einrichtung, die sich mit nichts anderem befasst. „Framing“ nennt sich eine Technik, die das Ziel hat, bereits bei der Wahl von Worten und Ausdrücken, bei der Wahl von Formulierungen und Begriffen eine bestimmte Interpretation der Inhalte beim Zuhörer zu erzeugen. Man gibt einen sprachlichen Rahmen (engl. „Frame“) vor, der es ermöglichen soll, Diskussionen in eine bestimmte Richtung zu lenken, kritische Argumente von vornherein auszuschließen und somit Diskussionen und schließlich öffentliches Handeln in eine bestimmte Richtung zu lenken. Natürlich am besten ohne das es jemand merkt.....

> https://www.nwzonline.de/meinung/oldenburg-nwz-kolumne-gegenaufklaerung_a_50,3,4087610140.html

(natürlich alles rechte Medien, die hier berichten. Ein worst-case jagt den nächsten, Relotius, Integrity Initiative, Framing Manual)


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

Politikminion‏ @Frisobotter 7 Min.Vor 7 Minuten
Die Sprache des #FramingManual offenbart einen Blickwinkel auf die Bürger, den ich so nicht für möglich gehalten hätte. Paternalistisch wäre noch untertrieben. Das so ein Papier für einen Generalangriff auf den ÖRR genutzt wird, das kann wahrlich nicht verwundern.


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

Sprache und Ressentiment hängen zusammen
ZAPP - 05.12.2018  Uhr Autor/in: Anja Reschke
Die Forscherin Elisabeth Wehling erklärt, wie Sprache das Bewusstsein prägt und verändert - zum Beispiel wenn Flüchtlinge immer zusammen mit Kriminalität genannt werden.

> https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Sprache-und-Ressentiment-haengen-zusammen,zapp11596.html


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

N-TV:

"Wir sind Ihr" Darum geht es im "Framing-Manual" der ARD
Die ARD hat ein Gutachten erstellen lassen, in dem ausführlich dargelegt wird, wie Mitarbeiter des Senders sprechen sollten, um die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu rechtfertigen. Gegen den Willen des Senders wurde das Papier nun veröffentlicht. Ein Überblick.
Was ist passiert?
Bereits vor einer Woche berichteten der "Tagesspiegel" und die "Welt" über ein Gutachten, das in den Führungsetagen der ARD kursiere. Das Strategiepapier unter dem Titel "Framing-Manual" solle dazu dienen, in der Debatte über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Oberhoheit zurückzugewinnen. Am gestrigen Sonntag veröffentlichte Netzpolitik.org das Gutachten. Laut ARD entstand das "Framing-Manual" bereits 2017.
Was ist "Framing"?
Framing ist ein Begriff aus der Kommunikationswissenschaft. Das englische Wort "frame" heißt nichts anderes als "Rahmen". Entsprechend bedeutet Framing, dass Themen in einen Kontext eingebettet werden, der bei den Empfängern bestimmte Assoziationen hervorruft. Ein Beispiel: Es ist ein Unterschied, ob man eine Infrastrukturabgabe als "Pkw-Maut" oder als "Ausländer-Maut" einführt.
Allerdings kann man Framing auch nicht einfach mit plumper Propaganda gleichsetzen. Netzpolitik.org schreibt etwas zugespitzt, dass man "nicht nicht framen" kann. "So ist zum Beispiel mit jeder Wortwahl in einem Text immer auch ein bestimmtes Framing verbunden, das beim Lesenden bestimmte Assoziationen oder Gefühle auslösen kann." Sicher ist, dass aktives Framing sich zunehmend großer Beliebtheit erfreut - was politische Begriffe wie "Gute-Kita-Gesetz" oder "Geordnete-Rückkehr-Gesetz" erklärt.
Was steht denn nun im Gutachten?
Der Titel des 89-seitigen Papiers lautet "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD", und genau darum geht es: "Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen - auch und gerade in Zeiten, in denen Gegner der ARD deren Relevanz in Frage stellen und orchestrierte Kampagnen fahren, die die ARD in starken Bildern und Narrativen abwerten - dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden."
Das Gutachten ruft dazu auf, Begriffe zu verwenden, mit denen die ARD als "gut" dargestellt wird. Über den Rundfunkbeitrag heißt es in dem Papier, dies sei keine "Zwangsabgabe" oder "Zwangsgebühr" (so nennen Kritiker der ARD das, was früher GEZ-Gebühr genannt wurde), sondern "unsere finanzielle Beteiligung". Weiter heißt es: "Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen".
Solche Sätze sind es wohl, die beim Medien-Redakteur des "Tagesspiegels" den Eindruck hinterließen, bei dem Papier handele es sich um eine "Sektenschrift". Tatsächlich geht es in diesem Gutachten ausdrücklich nicht um Fakten, sondern um "moralische Frames", in die Fakten "eingebettet" werden sollen. Auch für die private Konkurrenz (zu der auch n-tv gehört) werden Bezeichnungen vorgeschlagen: "profitwirtschaftliche Sender", "profitorientierte / -maximierende Sender" oder, wenn das noch zu harmlos klingt, "medienkapitalistische Heuschrecke". (Von diesem Begriff hat sich ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab inzwischen distanziert.)
Ein Anhang listet "kurze Sätze und Slogans" auf, die als Beispiele für gelungenes Framing dienen sollen, aber eher wie Werbesprüche klingen. "Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers", ist einer davon. Ein anderer Slogan lautet: "Wir sind Ihr." Und schließlich: "Wir nehmen jeden ernst - auch deine Oma.
(....)
Warum hat die ARD das Gutachten nicht selbst veröffentlicht?
In der bereits zitierten Stellungnahme heißt es über die Verwendung des Gutachtens in Workshops: "Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet." Tage zuvor hatte die ARD-Pressestelle bei Twitter erklärt, es gebe daneben "urheberrechtliche Gründe", die gegen eine Veröffentlichung sprechen.
Eine strategisch kluge Entscheidung war das sicher nicht. Die Nichtveröffentlichung des Gutachtens stütze "das Framing des Gutachtens als 'Manipulation', was rechte Gegner öffentlich-rechtlicher Medien genüsslich befeuern", schreiben Markus Beckedahl und Leonhard Dobusch bei Netzpolitik.org.
Wer regt sich auf?
Die Leute, die Elisabeth Wehling in ihrem Papier "ARD-Gegner" nennt, reagieren nun naturgemäß besonders vehement - und benutzen dabei genau die Frames, die Wehling kontern will. Die nationalkonservative Zeitung "Junge Freiheit" etwa nannte das Gutachten einen "Leitfaden zur Manipulation der deutschen Öffentlichkeit". AfD-Chefin Alice Weidel sagte, "ein von Zwangsgebühren finanzierter Sender" halte es offensichtlich für nötig, "seine Kritiker und Zwangskunden mit Sprachkosmetik und Suggestiv-Rhetorik auf Linie zu bringen, statt mit besseren Programmen zu überzeugen".
(....)

> https://www.n-tv.de/politik/Darum-geht-es-im-Framing-Manual-der-ARD-article20863147.html


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

Rosstäuscher im Frack

Um sich gegen Kritik zu immunisieren, plant die ARD eine massive Propagandainitiative.
von Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam

Die schiere Selbstachtung hätte die ARD-Oberen davon Abstand nehmen lassen müssen, aber nein: Ihr anscheinend doch nicht ganz sauberes Gewissen wegen des häufig miesen Programmangebots diktierte ihren Beschluss. Ein Strategiepapier fürs Schönreden musste her. Sie gaben es bei einem Beratungsinstitut in Auftrag. Sie, Repräsentanten des Ersten Deutschen Fernsehens, wollten sich sprachlich aufrüsten lassen für ihren Krieg um die politische Deutungshoheit im Lande. Sie bekamen ein ausgefeiltes Manual. Es rät ihnen dazu, den abgrundtief verlogenen Anspruch „Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers“ in die Köpfe ihres Publikums zu dengeln (1). So lange und so nachdrücklich, dass viele bedauernswerte Leute das tatsächlich immer noch glauben.
Die ARD sieht sich mit wachsender Kritik und zunehmendem Ansehensverlust konfrontiert. An die Substanz geht das zwar noch längst nicht, aber es schmerzt. Das Publikum lässt sich nicht mehr alles bieten und reagiert auf bestimmte Programmangebote und -defizite lauter und gereizter. Beispielsweise lässt sich sein begründeter Vorwurf der illegitimen Meinungsmache, der transatlantisch genormten Nachrichtenmanipulation, der antirussischen Hetze, der Regierungshörigkeit und der auch sprachlich-formal grottenschlechten Berichterstattung nicht einfach wegwischen (2). Doch statt sich über Mittel und Wege zu einer spürbaren Verbesserung der Programmqualität Gedanken zu machen, fanden die ARD-Herrschaften es angeraten, sich für eine sprachlich schönere Außendarstellung ihres Ladens professionelle Anleitung zu kaufen.
Bildlicher Vergleich für die Realsatire: Statt – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – eigenes Gehirnschmalz auszubraten, ließen sich die ARD-Manager das Haupthaar toupieren. Das Eine hätte dem Programm vielleicht gedient. Das Andere soll nur Eindruck schinden.
Die Manager beauftragten das in Berlin ansässige „Berkeley International Framing Institute“, die sprachlichen Benimm-Regeln zusammenstellen. Dessen Leiterin, Elisabeth Wehling, ist promovierte Linguistin (3), ihre Spezialität und besondere Eignung für diesen Auftrag kommen im Titel ihres Hauptwerks klar zum Ausdruck: „Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht“ (4).
Elisabeth Wehling ist eine Expertin, die an der Berkeley-Universität in den USA erforscht hat, wie unser vermeintlich freies Denken manipulierbar ist. Sie hat untersucht, wie sprachliche Mittel genutzt werden können, um in unseren Köpfen eine „Wirklichkeit“ entstehen zu lassen, die zwar mit unserer Realität wenig zu tun hat, dafür aber umso mehr den herrschenden Eliten nützt. Offensichtlich setzt die Ex-Forscherin ihre Erkenntnisse nun in klingende Münze um. Geld stinkt nicht.
Und die ARD-Oberen haben es. Sie kaufen sich eine Fachfrau als Einweiserin in die Kunst, andere zu überreden statt zu überzeugen. Was ist „Framing“? Es handelt sich um eine Methode, die eigenwillige Denkweise zur herrschenden Ansicht zu machen, indem für eine Person, eine Sache oder für ein Ereignis einfach nur andere Begriffe verwendet werden. Unterschiedliche Formulierungen einer Botschaft führen – bei gleichem Inhalt – auch zu unterschiedlichem Verhalten des Empfängers. Eine rationale Entscheidung wird damit ausgehebelt (5). Framing ist das klassische Mittel der Verführung und der politischen Propaganda.
Der Anspruch des „Berkeley International Framing Institute“ in Berlin ist laut Wikipedia,
„interdisziplinär neurowissenschaftliches, psychologisches und linguistisches Wissen zu neuen Erkenntnissen zu verknüpfen. Die Kognitionsforscherin Wehling macht sich folglich Gedanken darüber, wie durch das Setzen von sprachlichen Deutungsrahmen eine Debatte in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann. Insbesondere konservative Thinktanks wie die Heritage Foundation investieren Millionenbeträge für die Entwicklung von Frames. Bei Wahlen würden die meisten Menschen aufgrund ihres „moralischen Bauchgefühls“ ihre Entscheidung treffen, was damit zusammenhänge, dass nur 2 Prozent des Denkens bewusst erfolgten“ (ebenda).
Demnach sind 98 Prozent unseres Denkens unbewusst. Aha, ach so: Man könnte Wehlings Geschäft auch als „Verkauf wissenschaftlich abgesicherter Methoden zur unauffälligen Gehirnwäsche“ bezeichnen. Wie die funktioniert, beschreibt George Lakoff in seinem Buch „Auf leisen Sohlen ins Gehirn“ (6). An dem Band hat Dr. Wehling übrigens mitgewirkt. Eindrucksvoll, keine Frage.
Die Reklamebranche macht rege und erfolgreich von Dr. Wehlings Erkenntnissen Gebrauch, die Politik ebenso. Da wollten die ARD-Oberen wohl nicht mehr beiseite stehen – und machten sich damit zum Gespött ihrer Kollegenschar außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunkbereichs.
Um einer Legendenbildung vorzubeugen: Die Fehlbesetzung in der ARD-aktuell-Chefredaktion, Dr. Kay Gniffke, gab dazu nicht den Anstoß. Das 80-seitige Wehling-Papier liegt schon seit Mitte 2018 vor. Gniffke setzte sich erst im Oktober 2018 beim AfD-Ortsverein Dresden so richtig in die Nesseln, als er sich diesem reichlich gemischten Publikum in einer Podiumsdiskussion mit der Bemerkung anbiederte, auch er bezahle die Rundfunkgebühr nur ungern (7, 8). Vermutlich hatte er das Wehling-„Strategiepapier“ vorher immer noch nicht gelesen, obwohl es extra für solche Auftritte als Schablone dienen sollte. Vielleicht hatte er aber auch nur was Unrechtes zur Vesper verspeist.
Für uns ist nicht zu klären, ob die Schnapsidee für den Sprachknigge dem ARD-Programmdirektor Volker Herres kam. Beim NDR in Hamburg war er zwar schon vor Jahren als Bewerber um das Intendantenamt abgeschmiert, weil er ein paar kritischen Zeitgenossen gar zu sehr auf den Zeiger gegangen war. Aber auch auf dem herausgehobenen Posten in München kann er noch eine Menge Schaden anrichten. Und zudem ist er nicht der einzige Omnipotenz-Gockel in der ARD. Wie bei vielen Managern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks führen das opulente Gehalt und die Tatsache, dass man sich um Bestand und Finanzierung der Institution weder Gedanken noch gar Sorgen machen muss, zu ausgesprochen arrogantem Rollenverhalten.
Das Wehling-Elaborat ist zwar seit mehr als einem halben Jahr ausgeliefert und in die Schubladen der Rundfunkbürokraten eingelagert, aber erst jetzt, Mitte Februar 2019, macht die Story darüber die Runde (9). Nicht nur im Internet, auch in den Zeitungen. „Wozu braucht die ARD denn ein Framing-Manual?“ fragt der Branchendienst Meedia (10). Tja. Wie schon der Volksmund sagt: Wer den Dachschaden hat, spottet jeder Beschreibung (oder so ähnlich).
Peinlich, wenn man als Hierarch deshalb auch vor den eigenen Leuten, den Beschäftigten in den Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, als Kindskopf mit runtergelassener Hose dasteht. Im Scheinwerferlicht der Betriebsöffentlichkeit! Da musste aber nun ganz schnell ebenfalls ein Framing her, ein verbaler Bauchtanz mit Schleier vor dem da unten, dem Peinlichen. Unter dem Titel
„Framing in der ARD: Sensibilisieren für den Umgang mit Sprache“
ist im Intra-Net des NDR nachzulesen (11), was die Sprachkünstler im Generalsekretariat der ARD dazu zu sagen haben:
„... Von einer ‚Sprechanweisung für ARD-Führungskräfte‘ ist die Rede. Die Tatsachen sind allerdings deutlich weniger spektakulär. ... Sich nicht mit der Wirkung und Wirkkraft von Sprache zu befassen, wäre für jedes Medienhaus nachlässig. Daher beschäftigen wir uns in der ARD selbstverständlich mit Themen wie Framing und wie es unsere Kommunikation prägt. Das ‚Manual‘, das Dr. Elisabeth Wehling ... verfasst hat, dient als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage. Ihre Ausführungen sind Hinweise aus sprachwissenschaftlicher Sicht, die uns dafür sensibilisieren sollen, wie wir über uns selbst sprechen und wie wir mit unseren inhaltlichen Argumenten die Menschen erreichen können.“
Bloß Hinweise. Keine Sprachregelung also, kein „Wording“. Keine „Marktstrategie“. Kein Versuch, den Eignungsnachweis und das Zertifikat für die eleganteste Verarschung des Publikums zu erwerben. Alles ganz harmlos! Aber dringend nötig, wie die Lohnschreiber in ihrer Darstellung andererseits betonen:
„... Auch aus der Debatte rund um das „No-Billag“-Referendum (12) in der Schweiz haben wir gelernt, dass eine werteorientierte Kommunikation ebenso wichtig ist wie die reine Faktenvermittlung. Und schließlich wird, unter anderem von den Gremien, immer wieder gefordert, wir sollten in der Selbstdarstellung aktiver werden.“
Das, hoch verehrtes Publikum, müssen wir uns richtig auf der Netzhaut zergehen lassen: Die Schaumschlägerei, genannt „werteorientierte Kommunikation“, ist genauso wichtig wie die Darstellung von Tatsachen – nach Ansicht dieser angespitzten ARD-Bleistifte.
„Um besser und aktiver zu erläutern, wer wir sind, wie wir arbeiten und warum es uns braucht, hatte die ARD ... im Jahr 2017 gebeten, Vorschläge aus wissenschaftlicher Sicht zu entwickeln. ...“
O tempora! O mores! Schlimm, dass sogar ARD-Obere erläutern müssen, wozu es sie überhaupt braucht. Aber bitte, machen Sie nur so weiter, werte Herrschaften, immer runner mit de Büx:

„Was ist Framing überhaupt? Framing ist das Einbetten von Fakten und Informationen in einen werteorientierten „Rahmen“, der eine Haltung verdeutlicht. ... Frames prägen (oftmals unbemerkt) unser Weltbild. ... Die Beschäftigung mit dem Thema Framing innerhalb der ARD dient vor allem dazu, sich dieser Prozesse bewusst zu werden - im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Sprache. ...Um unsere Leistungen aktiv zu vermitteln und dabei offen eine werteorientierte Haltung zu kommunizieren, wird die Beschäftigung mit Sprache und ihrer Wirkmechanismen weiter fortgesetzt werden.“.....

weiter > https://www.rubikon.news/artikel/rosstauscher-im-frack


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 18.02.2019

Das „Framing Manual“: Im Kampf gegen Fakten setzt die ARD auf bewährte Methoden
Veröffentlicht am 18. Februar 2019
Von Ramin Peymani auf Liberale Warte
Manchmal fragt man sich, wie es der öffentlich-rechtliche Rundfunk fertigbringt, 8 Milliarden Euro im Jahr auszugeben. Das entspricht fast dem doppelten Bruttosozialprodukt Montenegros und liegt nur ein Viertel unter der Jahreswirtschaftsleistung Maltas. Mehr als 70 % dieser Summe verschlingt allein die ARD. Die unvorstellbaren Größenordnungen müssten jede Diskussion über Beitragserhöhungen eigentlich augenblicklich zum Stillstand bringen. Nicht so in Deutschland.

Hierzulande ist die Politik so stolz auf ihren Staatsfunk, dass sie den Bürgern für dessen Ausweitung gar nicht tief genug in die Tasche greifen kann. Ermöglicht wird dies durch eine Konstruktion, die dafür sorgt, dass die von der Propaganda ihrer öffentlich-rechtlichen Claqueure lebende Regierungskaste darüber entscheidet, wie viel dem mehr oder weniger folgsamen Stimmvieh dessen Erziehung wert zu sein hat. Bei der ARD holt man sich für die Erledigung der Edukationsaufgabe auch schon einmal teuren externen Rat, wie beim nun bekannt gewordenen „Framing Manual“. Der Rundfunkbeitrag wird nebenbei bemerkt mit einer Härte beigetrieben, die für manchen Straftatbestand wünschenswert wäre. Beitragsverweigerer sind neben Falschparkern und Steuersäumigen die am schärfsten verfolgte „Tätergruppe“. Da, wo das Geld auf der Straße liegt, weil man direkten Kontozugriff hat, funktioniert unsere Justiz prächtig. Nun soll Recht bleiben, was Recht ist, und niemand kann ernsthaft wollen, dass Gesetze nach Gutdünken befolgt werden. Dass aber andererseits bei schwersten Verbrechen auch schon einmal akribisch nach mildernden Umständen gefahndet wird, mag vielen nicht recht einleuchten.
Das Optimierungspotenzial des selbstempfundenen Indoktrinierungsauftrags der ARD ist noch lange nicht ausgereizt
(....)
Am Ende soll die Herrlichkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit dem erlernten Vokabular aber auch Zuschauern und Zuhörern eingehämmert werden, nachdem die als „Nachrichten“ maskierte Einteilung der Welt in Gut und Böse bei Lieschen und Michel bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist. Derweil besteht die ARD-Generalsekretärin darauf, dass es sich bei der Handlungsanweisung – denn genau darum geht es in einem „Manual“ – angeblich bloß um eine „Arbeitsgrundlage“ und einen „Denkanstoß“ handelt. Dabei setzt die ARD auf Intransparenz und kanzelt Kritiker damit ab, dass „die Aufregung um dieses Papier“ nur funktioniere, wenn man dessen Kontext nicht kenne oder ignoriere. Die abenteuerliche Argumentation lässt bewusst außer Acht, dass es einerlei ist, ob das Gutachten, das unter anderem die private, nicht mit Zwangsbeiträgen am Leben erhaltene Konkurrenz diffamiert, nur in den ARD-Workshops zum Einsatz kommt. Denn die öffentliche Kritik richtet sich gegen das Selbstverständnis eines anmaßenden Apparates, der sich ähnlich wie Parteien und Zeitungsverlage immer weiter von seinem ursprünglichen Auftrag entfernt. Die Autorin des Gutachtens, über dessen Kosten man nur mutmaßen kann, hat sich übrigens nach eigenen Angaben während ihres Studiums auf die Propaganda im Dritten Reich spezialisiert. Dass sie ihr Fach versteht, muss also niemand in Zweifel ziehen. Ob sie damit aber die Richtige ist, um dem von der Generalsekretärin beschworenen „gemeinwohlorientierten Auftrag der ARD für die gesamte Gesellschaft“ gerecht zu werden, darf man zumindest hinterfragen. Beim Sender wird man wissen, warum man sich so entschieden hat.....

> https://vera-lengsfeld.de/2019/02/18/das-framing-manual-im-kampf-gegen-fakten-setzt-die-ard-auf-bewaehrte-methoden/


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 19.02.2019

Totalitäre Herkunft

Sie werden geframed: von Ihrer ARD

Mit einem geheim gehaltenen Sprachreglungs-Katalog will die Senderfamilie die öffentliche Stimmung beeinflussen. Interessant ist, unter welcher Intendantin das „Framing Manual“ entstand. - TE berichtete mehrfach über das ARD-Framing, Alexander Wendt zeigt die Herkunft auf. Nun nach Tagen steigen andere Medien ein. 

Die ARD besitzt neuerdings ein so genanntes „Framing Manual“ mit dem Titel „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“, im Auftrag des Senderverbundes verfasst von der Linguistin Elisabeth Wehling.
Wehling, Jahrgang 1981, forscht nach eigenen Angaben unter anderem zu „Sexismus im zeitgenössischen Film, und Rassismus“ („sexism in temporary movie culture, and racism“), sie schreibt in Spiegel Online, Huffington Post und Konkret und saß in der Jury des Deutschen Reporterpreises, vergeben von dem „Reporterforum“, das ganz wesentlich dazu beitrug, Claas Relotius mit Preisen zu versorgen.
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärte Wehling vor kurzem Tump-Wähler zu Amerikanern, die sich in ihrer Hirnstruktur grundsätzlich von anderen unterscheiden:
„Der wird Stimmen ernten von Menschen, die sowieso von ihrer Ideologie her schon im Bereich des eher rechten politischen Spektrums sich bewegen, das ist vollkommen klar, denn von denen wissen wir unter anderem auch, dass sie eine größere Amygdala haben, also einen größeren Bereich im Gehirn, der Angst und Stress und Aggression berechnet.“
Framing bedeutet im semantisch-politischen Zusammenhang so viel wie: Begriffen einen Bedeutungsrahmen geben – was ohnehin jeder tut, der redet und schreibt. Es erzeugt eben fallweise unterschiedliche Bilder, ob jemand beispielsweise von Migranten spricht, oder generell jeden, der die Grenze überschreitet und um Asyl bittet, als Flüchtling bezeichnet. Ob ein Berichterstatter von „Mob“ spricht oder von „Aktivisten“. Oder ob jemand über die Gehirnstrukturen von Trump- beziehungsweise Obama-Wählern spekuliert.
Außerdem existiert im Englischen noch eine andere Bedeutung von Framing – dazu später.
Im Fall des Framing Manual geht es um die ARD selbst, um das Bild des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Etwa zehn Prozent der Haushalte zahlen trotz Androhung erheblicher rechtlicher Folgen keinen GEZ-Beitrag, sehr viel mehr sehen die monatliche Gebühr von 17,50 Euro kritisch und unzeitgemäß. Die öffentlichen-rechtlichen Anstalten möchten allerdings nicht nur dringend den Geldfluss erhalten, sondern spätestens ab 2021 sogar eine Erhöhung durchsetzen. Der von Wehling verfasste interne Leitfaden rät im ersten Schritt, alle Kritiker des GEZ-Zahlungssystems als Antidemokraten („demokratiefern“) zu markieren:
„Einige Mitglieder unserer Gesellschaft halten sich nicht an unsere generationenverbindende, demokratische Entscheidung zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Sie stellen damit die Verbindlichkeit demokratischer Entscheidungen infrage, sie verhalten sich demokratiefern.“
Bemerkenswert ist, dass der Begriff des autonomen Bürgers in dem ARD-Manual nirgends auftaucht, sondern durch die Wendung „Mitglieder unserer Gesellschaft“ ersetzt wird – was sich in Geist und Inhalt an die DDR-Formulierung „unsere Menschen“ anlehnt. Im zweiten Schritt gibt die Broschüre Hinweise, wie ARD-Mitarbeiter „ihren Mitbürgern“ die Wichtigkeit des öffentlich-rechtlichen Funks schmackhaft und Kritiker („Gegner“) niedermachen sollen – nämlich in erster Linie mit Moral:

weiter > https://www.tichyseinblick.de/meinungen/sie-werden-geframed-von-ihrer-ard/

Kommentare:

Wolff-Simon
Leider ist das ARD-Papier zum Framing nur die Spitze des Eisberges. Mit Hilfe der Medienwissenschaften wird bereits seit Jahren (und durchaus mit Erfolg) an der Steuerung großer Gesellschaftsgruppen durch die Manipulation von Informationsinhalten gearbeitet. Es ist aufschlussreich, dass der offenkundige jüngste „Framing-Skandal“ der ARD in den Medien des RND bislang keine Erwähnung findet. Da solche, an Orwells düstere Dystrophien angelehnte Methoden bereits in totalitären Systemen und Organisationen, wie Scientology durchaus erfolgreich angewendet werden, geht es hier in erster Linie nicht um den Fortbestand des vieldeutigen Begriffs der „Demokratie“, sondern schlicht und einfach um den Fortbestand unserer freien Gesellschaft, die hier zur Disposition steht. Sie wird derzeit durch eine selbsternannte Funktionärselite bedroht, deren einziges Ziel die Sicherung der Insignien der Macht ist. Dieses erkennt man daran, dass ihr Handeln nicht langfristig, sondern lediglich auf Sicht ausgelegt ist (Themen Euro, Renten, soziale Sicherung, Migration etc.). Da das „demokratische“ Korrektiv durch Wahlen noch funktioniert, versucht man die aufkommende Systemopposition durch den Einsatz manipulierbarer Medieninstrumente und dem Einsatz des staatlichen Gewalt- und Sicherheitsmonopols (Verfassungsschutz) zu diskreditieren und damit in den Griff zu bekommen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der den freiheitlichen Idealen verpflichtete vitale Teil unserer Gesellschaft noch kraftvoll genug ist, sich dieser Bedrohung zu erwehren.

BK
Diese Sender sind schon längere Zeit völlig unglaubwürdig, handeln sie doch nach simpler Formel: Merkel = gut, Trump = böse! Ebenso der Faktenfinder, in dem nur zusammengetragen wird was ins Konzept passt. Sie sind im höchsten Maße parteiisch, um eben nicht anzuecken, und ihre hohen Intendanten- ,aber auch Moderatorengehälter zu rechtfertigen. Wenn da jemand pro Monat mehr verdient, als ein Durchschnittslöhner im ganzen Jahr, dann ist das schon eine Form von Habgier, die durch Leistung nicht gerechtfertigt werden kann. Weiter geht es dann mit deren Pensionsansprüchen. Das hat alles nichts mit „unser“ zu tun. Das ist eine Form von feindlicher Umarmung. Tagesschau & Co. sollten zukünftig als DAUERPROPAGANDASENDUNG gekennzeichnet werden. Nicht zuletzt ist der Informationsaufrag auch mit einem Sender zu erfüllen, was wesentlich Kostengünstiger ist.

Tesla
ARD = Andersdenkende rigoros denunzieren

U. J. Gottlieb
Framing heißt ja nichts anderes, als eine Verlagerung der Sprache/Botschaft von der Vernunft- auf die Gefühlsebene. im Umkehrschluss: lässt sich das ganze Gebaren rational nicht mehr erklären (das viele Geld, was in einen aufgeblähten öffentlich-rechtlichen Apparat fließt und zur Produktion von Seichtserien und Volksmusikschrott und zur Überbezahlung von überbewerteten „Journalisten“ wie Will, Maischberger, Lanz, Plasberg, Illner & Co. dient), dann greift man eben in die Gefühlskiste. Ganz unverblümt und unverschämt.
Oder wie der Gollum Smeagol aus dem Herr der Ringe: „Mein Programm ist deins, aber dein Geld ist alles meins, alles meins, mein Schatz…“
Was sich die ARD allerdings fragen lassen muss: Hält sie alle Bürger für dumm? Ist das Programm daher so wie es ist? Dann muss die ARD die Bürger sogar für saudumm halten. Ein Glück, dass dieses in die Öffentlichkeit geratene Framing-Manual so schön selbstentlarvend ist…

(....)


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 19.02.2019

(der Skandal)
... ist der "protokollartige" Duktus dieses Elaborats!



Hallo re-aktionaer,

auch zunächst seicht anmutende Schwurbeleien können sehr tiefliegende Dichotomien gesellschaftspolitischer Perzeption offenbaren. Da wird im "Gutachten" immer wieder von WIR, UNSER, GEMEINSAM etc. getrötet, gemeint ist aber die strikte Abgrenzung vom "Gegner", dessen Marginalisierung, Diffamierung und moralische Herabsetzung. Der Gegner, das sind aber die wirklichen "WIR", die nicht dazu gefragten Zwangsgebühren bzw. Demokratiesteuer bezahlenden Haushaltsinhaber, die diesen Framing- und Nudgingmoloch finanzieren.

Kleine Kostprobe dazu:

Moralisches Framing ist notwendig

Es gibt zwei gängige Reaktionen auf strategisches Framing,also das Entwickeln und Einführen neuer Konzepte und Begriffe, die die eigenen Wertehaltungen und Ziele greifbarer machen, als die bisherige Kommunikation es tut.

Die eine Reaktion ist es, davor zurückzuschrecken, die neuen Narrative, Be­griffe und Slogans zu nutzen, weil man das Gefühl hat, sie seien zu neu, zu anders, klängen zu merkwürdig, brächen mit der sprachlichen Gepflogenheit rund um ein Thema, klängen zu aggressiv, klängen zu wichtigtuerisch und so weiter.

Die zweite Reaktion ist es, vor ihrem Gebrauch zurückzuscheuen aus Angst,die gesellschaftlichen und politischen Gegner, mit denen man es zu tun hat, würden einen als im diffamierenden Sinne‚ politisch korrekt’ angreifen, als unehr­lich, als dogmatisch, als manipulierend, als jemand, der Gehirnwäsche betrei­ben will.

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Und denken Sie daran, die neuen Framings spiegeln ehrlich wieder, wofür die ARD da ist, was sie leistet, wo die Probleme in den Forderungen ihrer Gegner liegen und wieso es weder ohne noch mit einer verkleinerten ARD gehen kann.

Framing: Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD

Wir ermöglichen den gemeinsamen, freien Rundfunk ARD

Wir „bezahlen“ also nicht für die „Angebote“ der ARD. Sondern, wir ermöglichen uns einen gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Unter anderem, aber bei weitem nicht ausschließlich, durch unsere finanzielle Beteiligung. Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen: Sie ist von uns beschlossen – denn die Entscheidung zu einem gemeinsamen, freien Rundfunk ist eine demokratische Mehrheitsentscheidung. Sie ist von uns getragen über die monatliche Beteiligung.Sie ist von uns gestaltet, indem viele Bürger sich über die monatliche Beteiligung hinaus einbringen. Etwa, indem sie privat mitgestalten – zum Beispiel durch die Teilnahme an Talkrunden und in anderen Formaten, oder durch Einmischung, durch Briefe oder die Teilnahme an Bürgerbefragungen. Sie ist von uns gestaltet,indem viele Bürger sich über die Beteiligung hinausberuflich einbringen – etwa indem sie als demokratisch gewählteVolksvertreter in Gremien mitbestimmen oder vom gemeinsamen RundfunkARD für organisatorische, verwaltende oder redaktionelle Aufgaben eingestellt wurden. Und die ARD existiert einzig und allein für uns,indem sie jenseits profitwirtschaftlicher oder demokratieferner Gelüste für ein informierendes, bildendes und sinnstiftendes Programm sorgt.

Zu diesem Programm hat jeder Bürger freien Zugang und kann es beliebig nutzen. Anders also, als es bisher der Sprachgebrauch der ARD und anderer suggeriert, trifft es nicht zu, dass die ARD ein Rundfunkanbieter ist, der „für die Gesellschaft da ist“, in dem er den Konsumenten für wenig Geld gute Produkte liefert.

Sondern, die ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr! Es handelt sich bei der ARD und den Bürgern nicht um getrennte Entitäten.

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Der wirkliche Klopper kommt aber auf Seite 30:

Denn ein Rundfunk, der von allen finanziert wird, der ist auch für alle da. Und damit gemeint sind wirklich alle. Von unseren Großmüttern, die an langen Nachmittagen gerne mit sinnstiftender oder sanfter Unterhaltung einen Blick auf die sich verändernde Welt werfen über Kultur­ und Wissenschaftsinteressierte oder jene, die lebensnahe Dokumentationen abseits des Main- und Ramschstreams suchen, bis hin zu allen, die wissen und sich darauf verlassen, dass jeden Abend um 20Uhr an der Tagesschau die Filterbubble zerplatzt.

https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf

Also, ARD heißt jetzt wohl: "Alle Röcheln Demokratie" oder "Allah Ruft Dich" aber sicher nicht mehr "Allgemeiner Rundfunk Deutschand". Denn es gilt nun nicht nur #WIR SIND MEHR sondern #WIR SIND ALLE! Und "Alle" ist eben viel mehr als nur "Allgemein".

An DER totalitären Hybris wird dieser abkassierende Gesinnungsertüchtigungsverein alsbald in seine finale Legitimationskrise einmünden und dann seine Existenz aushauchen. Oder täusche ich mich da?

> http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=481856


RE: Framing-Manual der ARD - Rundumblick - 20.02.2019

120.000 Euro: ARD legt Kosten für umstrittenes “Framing Manual” offen
> https://meedia.de/2019/02/20/120-000-euro-ard-veroeffentlicht-kosten-fuer-umstrittenes-framing-manual/?utm_campaign=NEWSLETTER_SONDER&utm_source=newsletter&utm_medium=email