geomatiko
Saubere Luft- Dieseldebatte - Druckversion

+- geomatiko (https://geomatiko.eu/forum)
+-- Forum: Drop-Zone (https://geomatiko.eu/forum/forumdisplay.php?fid=13)
+--- Forum: Unsortiertes Ablegen von Links (https://geomatiko.eu/forum/forumdisplay.php?fid=15)
+--- Thema: Saubere Luft- Dieseldebatte (/showthread.php?tid=2056)

Seiten: 1 2


Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 12.10.2018

Schlechte Luft, Hysterie und Enteignungen: An der Diesel-Debatte stinkt einfach alles

Die Bundesregierung möchte mit ihrem sogenannten Dieselpaket Fahrverbote vermeiden. Doch die von ihr vorgeschlagenen Maßnahmen sind weitgehend untauglich. Dabei gibt es gute Gründe zur Annahme, dass das eigentliche Problem nicht der Diesel ist.
von Andreas Richter
Kein vernünftiger Mensch freut sich über schlechte Luft in den Städten. Die gute Nachricht ist: Die Luft in den deutschen Städten ist den letzten 20 Jahren immer besser geworden. Und dieser Trend wird sich fortsetzen. Die schlechte Nachricht: In einigen deutschen Städten wird der seit 2010 EU-weit geltende Grenzwert für Stickoxide überschritten.
Dieser Wert liegt im Jahresmittel bei 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft. 2017 lag der Wert in 65 deutschen Städte über dieser Grenze, nur in 14 von ihnen deutlich. 2016 waren es noch 90 Städte. Die höchsten Werte wurden mit gut 70 bzw. knapp 80 Mikrogramm an Messstellen in Stuttgart und München gemessen.
(....)
Anders als in der gegenwärtigen Debatte oft zu hören, ist nicht die Industrie, sondern die Politik verantwortlich für die gegenwärtige Lage. Sie hat über Jahre hinweg keine adäquate Lösung für ein bekanntes Problem angeboten und dieses auf die Kommunen geschoben. Als diese nach entsprechenden Urteilen von Verwaltungsgerichten tatsächlich anfingen, Fahrverbote zu erlassen, kam die Bundesregierung vor einigen Wochen mit einer Scheinlösung um die Ecke, dem sogenannten Dieselpaket.

Dieses sieht vor allem den "Umtausch" betroffener Diesel vor, den die Hersteller mit großzügigen "Prämien", also Rabatten, unterstützen sollen. Prinzipiell möglich soll auch eine technische Nachrüstung von Fahrzeugen sein, wobei es hier noch mehr offene als geklärte Fragen gibt. Wirklich sinnvoll ist vor allem die Förderung der Nachrüstung kommunaler Großfahrzeuge mit SCR-Katalysatoren, die Wirkung zeigen wird. An dieser Förderung lässt sich nur kritisieren, dass sie zu spät kommt. Ansonsten ist das Dieselpaket eine reine Showveranstaltung, die weder der Umwelt noch den betroffenen Dieselfahrern helfen wird.

Diese sind in der gegenwärtigen Lage die eigentlichen Gekniffenen. Sie haben sich teilweise erst vor wenigen Jahre Fahrzeuge mit gültigen Typgenehmigungen gekauft, die seinerzeit auch von der Politik als umweltfreundlich gepriesen wurden. Jetzt sind diese Fahrzeuge praktisch entwertet, ihre Eigentümer enteignet. Man wundert sich, dass die Empörung unter ihnen nicht lauter ist und auch kaum Fragen nach der Rechtssicherheit in diesem Land zu hören sind.

Wenn die Regierung den Dieselfahrern wirklich helfen will, muss sie ihr Dieselpaket einstampfen und bei der EU-Kommission um die zeitweise Aussetzung der Grenzwerte bitten, die in wenigen Jahren ohnehin erreicht werden. Natürlich wäre das für Deutschland peinlich, peinlicher allerdings wäre es, wenn sich Fahrverbote, deren Nutzen für die Umwelt im Übrigen bezweifelt werden können, in den nächsten Monaten weiter ausbreiten würden.

Das Agieren der Bundesregierung in der Dieselkrise ist geradezu exemplarisch für ihre Form des Regierens.  

(....)
Noch eine Bemerkung zum Thema Diesel: Dass in der gegenwärtigen Debatte immer wieder das Ende des Diesels ausgerufen wird, ist mindestens voreilig. Ein Problem wie das der Stickoxide hätte auch den Benziner treffen können, dem der Diesel etwa in den Punkten Verbrauch sowie Feinstaub- und CO2-Emissionen immer noch überlegen ist. Und ob der Elektroantrieb für den Individualverkehr der Zukunft wirklich die einzige Lösung darstellt, darf auch bezweifelt werden. Ganz unabhängig von der Antriebsart braucht dieses Land eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in den Städten. Von der dafür notwendigen umfassenden Verkehrswende ist leider noch so gut wie nichts zu sehen.

ganz hier > https://deutsch.rt.com/inland/77410-schlechte-luft-hysterie-und-enteignungen/


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 22.10.2018

Die #Tesla #Ladestation südöstlich von #Helmstedt mit passendem #Diesel (!!) - #Aggregat zur Erzeugung des #Ladestroms. So geht CO2-neutrales Fahren powered by #Tesla.

[Bild: bb-5bcca779946e2.jpeg]


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 23.11.2018

Kafka ist ein Dreck dagegen
Als es den in Brüssel sitzenden EU-Bürokraten wieder einmal danach war, etwas für die Reinhaltung der Luft zu tun – wie es genau dazu gekommen ist, weiß man nicht – wurde der Vorschlag angenommen, für Stickstoffoxide im Freien sehr niedrige neue Grenzwerte festzulegen. Dass lange vorher auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse NOx-Grenzwerte für Innenräume festgelegt wurden, die um ein Vielfaches höhere Konzentration noch als gesundheitlich unbedenklich ansehen, wusste man da entweder nicht, oder wollte es nicht wissen. Andere EU-Bürokraten haben bei anderer Gelegenheit festgelegt, welche Stoffe von Automobilen mit Verbrennungsmotoren mit den Verbrennungsgasen in welchen Mengen aus dem Auspuff in die Umwelt ausgestoßen werden dürfen.....


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 23.11.2018

VON FRANZOSEN LERNEN
Diesel: Fahrverbote in Essen, auch Berliner Stadtautobahn betroffen
Franzosen und Belgier rebellieren. Deutsche Untertanen lassen sich im Zweifel das Auto wegnehmen und tragen mehr oder weniger klaglos die massiven Wertverluste.
Eine der wichtigsten Autobahnen Deutschlands soll gesperrt werden. Na, wem zuliebe? Natürlich der Umwelt. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat für Essen eine Diesel-Fahrverbotszone angeordnet. Die soll auch für die A 40 gelten, auf der sich täglich Pendler und Fernverkehr durchzwängen.
Die A 40 ist eine der wichtigsten Verbindungsstrecken quer durch das Ruhrgebiet. Solch ein Nadelöhr sperren zu lassen hebt schon das Gemüt eines größenwahnsinnigen Chefs des privaten Vereins »Deutsche Umwelthilfe e.V.«. Der sprach von einem bahnbrechenden Urteil, das »in die Geschichte der Luftreinhaltung« eingehen werde. Zum ersten Mal werde eine Bundesautobahn, »Symbol der Mobilität in Deutschland« in ein Fahrverbot einbezogen. Ein mögliches Fahrverbot soll ab dem kommenden Jahr gelten.
Der Oberbürgermeister von Essen: ratlos. Und die Autofahrer zerbrechen sich den Kopf, wie sie ihr Auto wechseln sollen, wie sie zur Arbeit und zurück kommen.
Einige Messstationen registrieren für Essens Jahresmittelwerte leichte Erhöhungen. In der Krayer Straße beispielsweise sind es 45 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die EU sieht hier 40 µg/m3 Luft vor, die USA übrigens 100 µg/m3; in Büros sind 60 µg/m3, am Arbeitsplatz 950 µg/m3 erlaubt.....
weiter > https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/mobilitaet/diesel-fahrverbote-in-essen-auch-berliner-stadtautobahn-betroffen/


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 25.11.2018

NEUES VON BIG BROTHER

Diesel: Fahrverbote und Überwachung

Die Bundesregierung bereitet eine persönliche Fahrwegüberwachung vor.
»Sehr geehrter Herr … , unserem zentralen Fahrzeugregister entnehmen wir die Information, dass Sie als Halter eines Dieselfahrzeugs eingetragen sind, das nicht der neuesten Abgasnorm entspricht und in einer Region zugelassen ist, in der ein Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm/Kubikmeter Luft überschritten wird.«
Solche Briefe bekommen Besitzer von Dieselfahrzeugen in diesen Tagen vom Kraftfahrtbundesamt (KBA). Hier beispielsweise aus Stuttgart. Sie vermitteln dem Bürger den Eindruck, in einer Region zu wohnen, in der tausende von Menschen vorzeitig sterben, weil die Luft so schlecht ist. Verschwiegen wird, dass an einer einzigen Messstelle am Stuttgarter Neckartor der Jahresmittelwert für NO2 überschritten wurde, im sonstigen Verlauf aber sogar unterhalb des Grenzwertes blieb.
(....)
Doch solche Fahrverbote wären nur mit »erheblichem Aufwand« zu kontrollieren, wie ein Vertreter des Regierungsbezirkes bei der Verwaltungsgerichts-Verhandlung um Fahrverbote in Köln erklärte. Denn von außen sieht man es den Fahrzeugen nicht an.
Deshalb will die Bundesregierung eine automatisierte Nummernschildüberwachung. Der gerade vorgelegte Entwurf eines neunten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes sieht eine vollständige Überwachung alles Autos vor. Dort heißt es in bester totalitärer Sprache: »Um aufgrund des § 40 des Bundes- Immissionsschutzgesetzes nach Maßgabe der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften angeordnete oder aufgrund straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften zum Schutz der Wohnbevölkerung und der Bevölkerung vor Abgasen ergangene Verkehrsbeschränkungen und Verkehrsverbote effektiv vollziehen und überwachen zu können, muss deren Einhaltung fahrzeugindividuell überprüft werden können. Die zuständigen Überwachungsbehörden sollen hierzu im Rahmen von Kontrollen bestimmte Daten, auch automatisiert, erheben, speichern und verwenden sowie auf die Daten des Zentralen Fahrzeugregisters zugreifen können.«


Aufgenommen werden sollen Kennzeichen des Fahrzeuges, sowie das Bild des Fahrzeuges und des Fahrers sowie Ort und Zeit »der Teilnahme am Verkehr im Gebiet mit Verkehrsbeschränkungen oder Verkehrsverboten«. Danach soll geprüft werden, ob das Fahrzeug »an der Teilnahme am Verkehr im Gebiet Verkehrsbeschränkungen oder Verkehrsverboten berechtigt oder nicht berechtigt ist«.

ganz hier > https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/mobilitaet/diesel-fahrverbote-und-ueberwachung/

Kommentare:

swengoessouth
Ach Herr Douglas, die Flächentotalüberwachung kommt doch mit der PKW Maut. Das tolle ist, sie brauchen dann kein Fahrtenbuch mehr schreiben. Dieses wird Ihnen ihr Finanzamt dann schön gebunden liefern mit dem entsprechenden Steuerbescheid.
Der deutsche Michel wird alles über sich ergehen lassen. Ich bin gerade in Frankreich unterwegs 20% der Autos haben gelbe Warnwesten auf dem Armaturenbrett liegen. Da geht was.
Selbst wenn das KBK die Autos einsammeln und verschrotten würde, würde der Michel noch schnell ins Haus rennen um den Fahrzeugbrief noch mitgeben.
Ich spreche aus Erfahrung bei den Kampf gegen Windrädern. Lethargie pur. Viele sind dagegen aber kaum jemand der sich engagieren möchte.
Der Michel liebt einfach seine Obrigkeit, um mehr, je verachtender sie mit im umgeht. Es scheint ein Sadomaso Verhältnisse zu sein. Die Domina verhaut dem Michel den Hintern und er winselt nach mehr.


Enrico
So wahr… mit dem „Michl“
– Instinktive Amt-Angst
– Über viele Jahre „abtrainierter“ aufrechter Gang
– Citoyen, was ist das?
– Nicht ohne Bahnsteigkarte zur „Revolution“
– Gigantischer medialer Beruhigungsapparat, noch vom Volk selbst bezahlt (Wahnsinn!)
– ggf. weitere…

Frankreich hat mich ein bißchen enttäuscht daß auch dort eine Mehrheit eine dediziert installierte Wall-Street-Marionette ins Präsidentenamt gewählt hat. Aber sonst? Massive Sozialreformen, Rentenkürzungen, „Harcs-Quatre“? Vielleicht möglich, aber den Élysée-Palast bitte vorher mit Sondereinheiten abriegeln.


Chris Taylor



Es freut mich, dass Herr Douglas dieses Vorhaben der Bundesregierung den Lesern von Tichys Einblick bekannt macht. Zuvor hatte heise online darüber berichtet und – der ehemalige Stammleser ist erstaunt – auch die FAZ.
Man muss sich vor Augen führen, was da geplant ist – und wieso:
Jene Bundesregierung, die behauptet, unsere Landesgrenzen seien nicht zu kontrollieren und dies als Argument anführt, um seit vielen Jahren, besonders aber seit 2015 zigtausende illegaler Einwanderer unkontrolliert und ohne Überprüfung an der Grenze ins Land zu lassen, diese Regierung plant nun die Einführung automatisierter, alle Fahrzeugführer im überwachten Bereich betreffende Kontrollen, bei denen nicht nur Ort und Zeit sowie das Fahrzeugkennzeichen erfasst, sondern auch gleich ein Bild von Fahrzeug und Fahrer gemacht wird – das bis zu einem halben Jahr gespeichert werden soll.
Anlass für diese bislang präzedenzlose Überwachungmaßnahme ist nicht eine Notstandssituation, die Verhinderung oder Verfolgung schwerer Straftaten oder ein anderer möglicherweise denkbarer Umstand, der solch einen tiefen Eingriff in die Bürgerrechte rechtfertigen würde, sondern die Kontrolle einer vorgeblich dem Umweltschutz dienenden Vorschrift, deren Nichtbefolgen eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Ordnungswidrigkeit! Automatisierte Totalkontrolle wegen einer Ordnungswidrigkeit. Das einträgliche Abkassieren bei Regelverstoß natürlich nicht zu vergessen.
Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes derartige Überwachungsmöglichkeiten zu schaffen, das ist große Regierungskunst. Ganz sicher hat niemand die Absicht, diese – sind sie erst einmal eingerichtet – auch zu anderen Zwecken zu nutzen. Großes Regierungsehrenwort!
Es bedarf schon enormer Kaltschnäuzigkeit und Abgebrühtheit, auf der einen Seite Grenzkontrollen mit dem Argument der Undurchführbarkeit zu verweigern, auf der anderen Seite dann aber umfassende, in dieser Form in Deutschland bislang unbekannte Überwachungsmaßnahmen einzuführen, wenn es um Kontrolle der eigenen Bürger (und ihr Abkassieren) geht.
Ist das „nur“ ein weiteres Indiz für die Absurdität deutschen Regierungshandelns oder doch eines für den Weg in totalitäre Strukturen?


rainer niersberger
Letzteres ! Es ist ja auch schon ein Weilchen her, dass wir hierzulande Ähnliches hatten, im Osten immerhin schon fast 30 Jahre. Der gemeine Deutsche braucht seine linke Diktatur eben, gerne auch unter den üblichen Deckmäntelchen. Immerhin glauben ? selbst einige Autoren bei TE immer noch an „ Ungeschicklichkeiten“ und wollen sich Absicht, Plan und Ziele einfach nicht vorstellen. Diese Naivität dürfte den Machthabern massiv helfen.


spindoctor
Dazu passend:
„Hamburger Diesel-Fahrverbote bleiben wirkungslos“
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article184190646/Stickoxidbelastung-Hamburger-Diesel-Fahrverbote-bleiben-wirkungslos.html

Und jetzt erst recht – dem toten Gaul die Sporen geben (frei nach Watzlawick).


Lars Baecker
Seit einigen Jahren drehen die wirklich alle am Rad. Wer zwingt diese Politiker eigentlich zu diesem destruktiven Verhalten. Wer bezahlt die dafür, dass sie den Ast absägen, auf dem der Wähler sitzt?


FZW
@Lars: die Wähler auf dem Ast…



RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 29.11.2018

Dieselskandal: „Es trifft besonders Leute, die wenig verdienen“
Zuerst verkaufte VW manipulierte Autos an Millionen von Kunden. Jetzt erschwert ihnen auch noch der Staat das Klagen gegen den Autohersteller. Weil man Softwareupdates für Dieselfahrer erzwingt, werden wichtige Beweismittel vernichtet, berichtet ein Anwalt. Herr Oppermann, Sie kümmern sich als Anwalt um mehr als 250 sogenannte Dieselopfer in ganz Deutschland vor Gericht. Was machen Sie da genau? Ich selbst vertrete 250 und meine Kanzlei insgesamt rund 800 Dieselfahrer, denen die Stilllegung ihrer Autos droht, weil sie sogenannte Stilllegungsverfügungen von den Verwaltungbehörden erhalten haben......


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 19.12.2018

Abkassiermodell
Neue DUH-Geschäftsfelder: Große Destruktion in Breitbildformat
Die Deutsche Umwelthilfe weitet ihre Geschäftstätigkeit aus. Dabei ist sie schon jetzt eine Art selbsternannte Hilfspolizei, die Öko-Schweigegelder eintreibt, sich Journalisten mit "Preisen" gefügig zu machen versucht und obendrein Staatsgelder kassiert.


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 07.01.2019

Grüne lieben Verbote

Stuttgart: das erste Fahrverbot in einer ganzen Stadt
In Stuttgart will die grüne Politik ganze Sache machen und zieht die Grenzen für das Fahrverbot bis in die Außenbezirke, also auch dort, wo die Luft rein ist. 
Ab Ortseingangsschild »Stuttgart« ist Schluss. Bis hierhin und nicht weiter heißt es offiziell für Diesel-Fahrzeuge nach der Euro Norm 4 und früher. Das gilt jetzt erstmalig für das gesamte Stadtgebiet einer deutschen Großstadt. In Hamburg sind nur zwei Straßenteile betroffen, der Verkehr wälzt sich durch Umleitungen. Die Messwerte haben sich dort übrigens nicht geändert.
In Stuttgart will die grüne Politik ganze Sache machen und zieht die Grenzen für das Fahrverbot bis in die Außenbezirke, also auch dort, wo die Luft rein ist. Von Sillenbuch bis Botnang gilt seit 1. Januar das Fahrverbot für Diesel nach der Norm Euro-4 und abwärts, das der dubiose Abmahnverein »Deutsche Umwelthilfe e.V.« erklagt hatte. Es dürfen auch keine Laster mehr den Trollinger Rotwein von den Winzern in Uhlbach abfahren.....
weiter > https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/mobilitaet/stuttgart-das-erste-fahrverbot-in-einer-ganzen-stadt/


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 08.01.2019

Geheime Verschlusssache: Fake Urteile?
Zitat:Wie der Staat uns austrickst.
Ich hatte heute schon irgendwas darüber gelesen, dass die Finanzierung der „Deutschen Umwelthilfe”, das sind die, die vor Gericht Dieselverbote einklagen und jetzt die Silvesterböller verbieten wollen, „Geheime Verschlusssache” sei. Ich dachte aber, das sei nur eine metaphernhafte Analogie, so wie wenn mir der Nachbar sagt, das sei streng geheim, wohin die Hochzeitsreise geht.
Aber nee, das scheint wirklich geheim zu sein. Focus schreibt zur Finanzierung der Umwelthilfe:
DUH-Förderung ist geheime Verschlusssache
Der Bundestagsabgeordnete Mario Mieruch (Blaue Partei) hat sich eingehend mit den Förder-Projekten der DUH beschäftigt, darunter auch dem bereits erwähnten, vom Wirtschaftsministerium geförderten “Bürgerdialog Stromnetz”. FOCUS Online liegt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage vor, die Mieruch zur Finanzierung des Vereins stellte: “Die an die “Initiative Bürgerdialog Stromnetz” ausgezahlten Mittel für die im Preisblatt ausgewiesenen Leistungen werden an das Konsortium, die Bürgerdialog Stromnetz GbR, und nicht an einzelne Konsortialpartner ausgezahlt. Die Summe der an das Konsortium ausgezahlten Mittel berührt verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Auftragnehmer. Unter Abwägung zwischen diesen verfassungsrechtlich geschützten Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen der Auftragnehmer einerseits und dem Auskunftsanspruch des Deutschen Bundestages andererseits hat die Bundesregierung die erfragten Informationen zum ausgezahlten Mittelvolumen als Verschlusssache “VS – VERTRAULICH” eingestuft und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt”, so die Antwort.
Die Bundesregierung hat die Informationen über die Zahlungen an die Umwelthilfe zur Verschlusssache „VS-Vertraulich” erklärt und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestags übermittelt.....

weiter > http://www.danisch.de/blog/2019/01/07/geheime-verschlusssache-fake-urteile/


RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - Stafford - 23.01.2019

Verbrennungsmotor: Schweden steigt aus

23. Januar 2019 Wolfgang Pomrehn

Neue Regierung will ab 2030 die Neuzulassung von Pkw mit Benzin- oder Dioeselmotor unterbinden
So geht es auch. Schweden will dem Beispiel seiner skandinavischen Nachbarn folgen und das Ende des Verbrennungsmotors im Straßenverkehr einläuten. Wie die Zeit schreibt, hat der neue alte Ministerpräsident Stefan Löfven von den Sozialdemokraten in seiner Regierungserklärung ein entsprechendes Gesetzesvorhaben angekündigt. Demnach würden ab 2030 keine neuen Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor mehr zugelassen.
Das sei ein Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen. In Deutschland trägt der Straßenverkehr knapp 20 Prozent zu den Emissionen bei. Wie berichtet ist der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors in den letzten Jahren sogar angewachsen und inzwischen wieder höher als 1990.
Dennoch gefällt sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor allem darin, die Debatte um das Auto ao weit wie nur möglich emotional aufzuladen und die in der von der Regierung einberufenen "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität" als Ideen für die interne Diskussion auf den Tisch gelegten Vorschläge öffentlich mit dem Holzhammer zu bearbeiten: Ein Tempolimit von maximal 130 Kilometer pro Stunde auf den Autobahnen sei "gegen jeden Menschenverstand".
So seriös gehen deutsche Minister mit den Zukunftsfragen um, die sich immer höher – sich dabei um keinerlei Grenzen kümmernd – vor der Menschheit auftürmen. Und wenn das beim Wähler nicht mehr so gut ankommt, sucht man sich halt ein paar Sündenböcke, möglichst die schwächsten Glieder, Flüchtlinge, auf die sich immer wohlfeil einprügeln lässt.
Derweil waren in Schweden im vergangenen Jahr etwas über acht Prozent der verkauften Pkw E-Autos, berichtet die Plattform InsideEVs. Hierzulande lag die Rate hingegen nach den Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes trotzt erheblicher Steigerung erst bei einem Prozent.
In China, dem weltweit mit Abstand größten Markt für Elektrofahrzeuge, dürfte der Anteil 2018 bereits bei fünf Prozent gelegen haben. Mit vermutlich 1,1 Millionen neu zugelassener Elektroautos, die fast vollständig im Inland hergestellt wurden, ist das Land zugleich der größte Produzent von E-Autos.
Und Deutschland? Hat einen Verkehrsminister Scheuer und einen Volkswagen-Konzern, der nur teure Elektroautos kann und betont dies auch noch ausdrücklich. Einig Land der Zukunftsverweigerer.

> https://www.heise.de/tp/news/Verbrennungsmotor-Schweden-steigt-aus-4285773.html

Kommentare daraus:

Schweden kann das ...
... weil Schweden dünn bevölkert ist und tatsächlich allen Energiebedarf ohne fossile Brennstoffe oder Atomkraftwerke aus regenerativen Quellen decken kann.
Schweden ist auch ein bisschen größer:
ca. 450.000km²
ca. 10,1Mio Einwohner
ca. 22,5 Einwohner / km²
Deutschland dagegen:
ca. 360.000km²
ca. 82,8Mio Einwohner
ca. 230 Einwohner / km²
In Deutschland leben pro Flächeneinheit 10x soviele Menschen wie in Schweden. Wenn ein durchschnittlicher Schwede und ein durchschnittlicher Deutscher einen ähnlichen Energiebedarf haben, kann man den Energiebedarf auch direkt auf die Fläche beziehen und sagen: Deutschland hat einen 10x höheren Energiebedarf pro Flächeneinheit als Schweden.
Regenerative Energien sind i.d.R flächenintensiv (Solarenergie, Windenergie) oder stellen besondere Anforderungen für eine effiziente Nutzung (Geothermalenergie, Wasserkraft, Gezeitenkraft). Schweden hat die nötige Fläche, um auch flächenintensive regenerative Energien zur Bedarfsdeckung einzusetzen und kann Wasserkraft zur Grundlastsicherung einsetzen. Es ist aufgrund des zehnfach geringeren Energiebedarfs pro Flächeneinheit also einfacher, vollständig regenerative Energiequellen einzusetzen als in Deutschland.
Es fahren auch in Schweden 10x weniger Autos rum pro Flächeneinheit, die dann auch 10x weniger Energiebedarf haben als das der Fall wäre in Deutschland.
Stellt also Schweden geschlossen auf E-PKW um, passiert in Schweden nicht viel.
Stellt Deutschland geschlossen auf E-PKW um, haben wir ein überlastetes Stromnetz, Ausfälle & co. Es sei denn, wir laden all unsere PKW nur nachts zum Nachtstromtarif. Etz müsste nur noch die Sonne 24/7 scheinen, damit die Rechnung aufgeht ...
Noch Fragen?

Strompreise in N und S
In Norwegen kostet die kWh Strom 16 Cent, in Schweden 19 Cent.
In Deutschland über 30 Cent.
Noch Fragen?
Hoffentlich nicht, denn dann würde sich der Fragesteller als geistig unterbelichtet outen.
Ferner:
"Das sei ein Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen. In Deutschland trägt der Straßenverkehr knapp 20 Prozent zu den Emissionen bei. Wie berichtet ist der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors in den letzten Jahren sogar angewachsen und inzwischen wieder höher als 1990."
20% der CO2-Emissionen, wobei ja bekanntlich Wasserdampf ein weitaus stärkeres Treibhausgas ist, kommen also vom Verkehr.
Davon wieviel % von Autos und wie groß ist der Anteil an LKW bzw. Transportern?
Dass der Verkehrssektor seit der EU-Osterweiterung in Deutschland explosionsartig wächst, wissen die 5-jährigen ohne Kita-Abschluss. Warum wissen das erwachsene Menschen nicht, wenn es um gestiegene Verkehrsemissionen geht?
Ebenso maßgeblich zu steigenden Emissionen tragen künstlich erzeugte Verkehrsbehinderungen bei, wie zum Beispiel Baustellen, die 90% der Zeit brach liegen aber trotzdem den Verkehr behindern und Staus verursachen, ebenso tragen von grün-grenzdebilen Stadtverwaltungen erzeugte "Rote-Wellen-Ampelstrecken", Umleitungen wegen "Feinstaub-Sperrungen" und Fahrbahnverengungen zur "Verkehrsberuhigung" in großem Ausmaß für steigende Emissionen bei.
Man kann also als Fazit sagen:
1) die Autos (PKW) sind nur ein kleiner Teil der Ursache, der größere Teil ist der Liefer/Transportverkehr in der EU
2) selbst wenn ein 130-Tempolimit kommen sollte, wird das maximal ca. 0,14% CO2-Emissionen verringern, da erstens selten schneller als 130 gefahren wird, zweitens durch hohe Verkehrsdichte selten überhaupt 130 erreicht werden können und drittens der verschwindend geringe Anteil an PKW, die schneller fahren ein Mückenschiss sind
3) da diese Fakten nun mal Realität sind, muss man schon recht geistig behindert sein, wenn man trotzdem meint, der PKW-Verkehr und erst recht 130 Tempolimit würde etwas relevantes zu Treibhausgasemssionen beitragen.
Ferner gilt als Fazit: in Ländern, in denen der Strompreis nur ein Bruchteil dem Deutschlands entspricht, mag E-Mobilität eine temporäre brauchbare Alternative darstellen. In Deutschland, als Strompreisspitzenreiter der EU sicher nicht. Dort kann das E-Auto BESTENFALLS eine Alternative für den Stadtverkehr sein. Entweder für Stadtbewohner, die selten ihren Termitenhügel verlassen, oder als Zweit-Auto für Landbewohner, die hin und wieder masochistische Anwandlungen haben und sich Stadtverkehr heutzutage antun wollen.