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Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - Druckversion

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RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - fhh - 21.01.2020

https://xtranews.de/2020/01/20/duisburg-ist-unser-land-noch-sicher-deutschland-zwischen-anis-amri-und-nsu-id44202740.html
DUISBURG: IST UNSER LAND NOCH SICHER? DEUTSCHLAND ZWISCHEN ANIS AMRI UND NSU

Einladung zum Bericht aus dem Untersuchungsausschuss mit Mahmut Özdemir mit anschließender Diskussion der JUSOS Duisburg

Am Abend des 19.12.2016 sollte sich unser Gefühl von Sicherheit und Ordnung nachhaltig erschüttern. Beim Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt starben 11 Menschen, 55 wurden verletzt. Der Deutsche Bundestag arbeitet in einem Untersuchungsausschuss das Handeln der Behörden auf. Mit Mahmut Özdemir wird über aktuelle Erkenntnisse am Donnerstag, dem 23.01.2020 um 18:00 Uhr im Café Museum darüber diskutiert. Eingeladen sind alle Interessierten.


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - fhh - 06.03.2020

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1133917.untersuchungsausschuss-herr-steiof-und-die-uhrzeiten.html?fbclid=IwAR3q_0ooVDupbKjur-NSCplkRn45K0mjwv9yL62lzx_0Oo_it5tMBihaGj4

Herr Steiof und die Uhrzeiten

Im Bundestag suchen Parlamentarier nach Antworten und finden neue Fragen an vergangene Zeugen
Von Daniel Lücking /  06.03.2020, 18:03 Uhr

Parlamentarier und Zuschauer im Breitscheidplatz-Untersuchungsausschuss haben einen langen Tag hinter sich. Vier Zeugen wurden bereits gehört, als gegen 22 Uhr im Bundestag die Vernehmung des Tatort-Ermittlers Thomas Bordasch beginnt, der die erste Spurensicherung am Anschlagsabend begonnen hatte.

Etwa drei Stunden nach der Tat waren die Ermittler vor Ort. Zunächst galt es abzuwarten. Verletzte mussten versorgt und in Krankenhäuser gebracht werden. Polizeikräfte untersuchten die Ladefläche des LKW auf möglich Sprengsätze. Der Lastwagen, der zur Mordwaffe geworden war, wurde dann von fünf Spurensicherungsteams zeitgleich untersucht. Die wenigen Details aus der Ermittlerarbeit in den ersten Stunden auf dem Breitscheidplatz sind nicht nur für Betroffene des Anschlags schwer zu ertragen.

Fragwürdiger Schichtbetrieb

Der 48-jährige Bordasch beschreibt, dass eine Wärmehalle gefunden werden musste, in der der LKW forensisch untersucht werden konnte. Kälte und Feuchtigkeit hätten keine Spurensicherung zugelassen. Daher wurde der Lastwagen in die Julius-Leber-Kaserne am Flughafen Tegel geschleppt. Die Parlamentarier arbeiten sich durch die Abläufe des 19. und 20. Dezembers 2016.

Für Bordasch war es ein 48-Stunden-Dienst, den er als Teil der sogenannten Mordbereitschaft absolvierte. Das käme schon einmal vor und sei dann eben so. Er schildert Details, erklärt sein Vorgehen, beschreibt Änderungen der Vorgehensweise, die man nach dem Anschlag angepasst habe. Ja, man habe gelernt. Aktuell würde nicht mehr der Spurensicherung Priorität eingeräumt, sondern man suche in der ersten Phase nun gezielt nach Papieren und Belegen für die Identität, die Attentäter immer wieder hinterlassen.

Ein Bekenntnis, das in erster Linie der posthumen Anerkennung, aber auch der Versorgung von hinterbliebenen Angehörigen durch Terroristenorganisationen, wie dem IS dienen soll. Ein Vorgehen, das schon bei Anschlägen in Frankreich im Jahr 2015, wie bei der Attacke auf die Redaktion von Charlie Hebdo zu beobachten war. Dennoch: Das Wissen um eine solche Taktik scheint dem LKA Berlin auch zwei Jahre nach dem islamistischen Anschlag in Frankreich nicht in den Sinn gekommen zu sein.

Die Fraktion der Grünen ist mit mehreren Aspekten der Tatortarbeit nicht einverstanden. Es fehlt ein Verzeichnis der Spuren, die am Fahrzeug gesichert worden sind. Eine »Lichtbildmappe«, die als eine Art Abschlussbericht der Tatortermittlungen vorliegt, ist wenig aussagekräftig. Die enthaltenen Bilder sind weder chronologisch nachvollziehbar, noch lassen sich anhand von Metadaten ermitteln, ob Bilder am Breitscheidplatz oder in der Wärmehalle in der Kaserne aufgenommen wurden. Und nicht nur die gesicherten Spuren müssen aufgearbeitet werden. Es fehlen auch wissenschaftliche Erklärungen, warum eigentlich erwartbare Spuren nicht in der Fahrerkabine gefunden wurden. »Meine CDs sind definitiv zum Staatsschutz gegangen«, erläutert Bordasch auf Nachfragen von Irene Mihalic. Doch statt eines konsistenten Abschlussberichtes der Tatortermittlungen zu erhalten, sollen die Parlamentarier, die bereits mit hunderten Terabyte an Video- und Aktenmaterial eingedeckt wurden, sich nun auch noch durch tausende Fotos der Tatortermittler arbeiten.

Widersprüchliche Uhrzeiten

Kurz vor Ende der Vernehmung hinterfragt die Fraktion der Grünen dann noch eine letzte Auffälligkeit. Es liegen Erkenntnisse vor, dass in der Nacht des Anschlags um 0 Uhr 55 eine Telefonkonferenz stattgefunden hat. Staatsschutz, Kriminalpolizei und Christian Steiof, dem Leiter des LKA Berlin waren daran beteiligt. Steiof sprach nach den Darstellungen der Grünen davon, man habe den Fahrer des Lastwagens mit einem Kopfschuss in der Fahrerkabine gefunden. Es gäbe ein mit der Kopfwunde korrespondierendes Einschussloch ein einer Scheibe der Fahrerkabine. Für Tatortermittler Bordasch ist das eine neue Erkenntnis. Über Videobildschirme im Saal wird ein Blick in die Fahrerkabine ermöglicht. Es gibt eine 360-Grad-Aufnahme, die neben dem Chaos in der Kabine auch die Scheiben zeigt. Die völlig zerstörte Frontscheibe kann nicht gemeint gewesen sein. Auch die Seitenscheiben sind intakt. Nicht nur das wird Steiof erklären müssen. Bordasch hat in Protokollen festgehalten, dass der Leichnam des polnischen Fahrers Lukasz U. erst gegen 01:45 Uhr untersucht worden ist. Fast eine Stunde nach den Einlassungen von Steiof.

Glanzstunden des LKA Berlin

Drei weitere Zeugen aus der Islamismusabteilung gaben zu Beginn des Sitzungstages ihre Aussagen ab. Sie sind durch ein eher zufällig gefundenes Überwachungsvideo auf die Zeugenliste geraten. Eine Kamera, die durch das LKA auf die Fussilet-Moschee in der Perleberger Straße gerichtet war, hat mehrere Überwachungsaktionen eingefangen, die in der Anschlagsnacht durch die eilig einberufenen Streifen durchgeführt wurden. Von der Kamera, die von der eigenen Abteilung schon Monate zuvor aufgestellt worden war, wussten die Islamismus-Experten angeblich nichts:
»Man nimmt ja eigentlich an, in der eigenen Abteilung redet man miteinander«, kritisiert Martina Renner, »Wir bleiben dabei: Vieles im LKA Berlin wirkt unabgestimmt und fachlich nicht kompetent.« Sie kritisiert, dass Zeugen sehr oft nicht auf einem Wissensstand seien, den man im Phänomenbereich Islamismus mittlerweile als bekannt voraussetzen müsse.

Zwei der drei Zeugen, die auf dem Video erscheinen, sind stark maskiert und anonymisiert, als sie zunächst aussagen, sich auf den Videos nicht zu erkennen, sich nicht ganz sicher sein wollen , und sich letztlich vielleicht doch erkennen.? Ihr wohl unmaskiert auftretender Kollege soll erklären, was er vor der Moschee rund eine halbe Stunde mit Rostam A. besprochen hat. Nichts Wesentliches sei zu Protokoll zu nehmen gewesen, meint Zeuge R.D., der es eher mit einem jammernden Rostam A. zu tun gehabt haben will, der schon damals pornosüchtig gewesen und heute psychisch krank sei. Die Linke-Politikerin Martina Renner konfrontiert R.D. damit, dass der harmlos wirkende Rostam A. in der Fussilet-Moschee eine durchaus gehobene Rolle übernommen hatte. Mitunter habe er den Imam vertreten und in dessen Abwesenheit den Zugang zur Moschee geregelt. Zeuge R.D. wirkt verdutzt bis arglos.
Ein »M300-Szenario« war ausgerufen worden. Polizeikräfte sollten jeden erkannten islamistischen Gefährder überprüfen. Eine offene und sichtbare Postierung vor den Berliner Moscheen wurde gewählt, während ein bewaffneter Täter auf der Flucht durch Berlin war. In den Einsatzprotokollen ist jedoch nichts über die Besuche an der Fussilet-Moschee zu finden, die wenige Stunden danach dann durch ein Sondereinsatzkommando gestürmt wurde. Alle drei Zeugen können weder erklären, was mit den Maßnahmen in der Anschlagsnacht erreicht werden sollte, noch, warum diese nicht dokumentiert sind.

Lichtblick

Mit Rainer Grape ist es ein pensionierter Polizist, der für den Anschlagsabend eine nachvollziehbar professionelle Polizeiarbeit belegt. Grape war Teil der mobilen Wache, die am Breitscheidplatz eingesetzt war. Für die Parlamentarier und Zuschauer schilderte er, wie er die Abläufe an diesem Abend in Gang gebracht hat, eine Zeugen- und Verletztensammelstelle einrichtete und den toten Fahrer Lukasz U. aus der Fahrerkabine zog. Gefasst und konzentriert geht er die Erlebnisse des Abends durch, an die er sich präzise erinnert. Mit dieser Erinnerung ist er an diesem Abend nicht allein. Auf der Tribüne sitzen einige wenige Menschen, die sich für das Thema interessieren. Auch ein Ersthelfer des Abends hört gebannt zu, solange er es erträgt und verlässt nach wenigen Minuten den Saal.
Die Parlamentarier*innen erinnern sich ebenso an die Anschlagsnacht, wie die anwesenden Pressevertreter*innen. Wann und wo hat man vom Anschlag erfahren? An was dachte man, als man vom Attentäter hörte? Wie fühlte man sich? Alles abrufbar, alles präsent. Der Kontrast zu den Erinnerungslücken der Beamten des LKA Berlin könnte kaum größer sein.

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Ein pensionierter Polizist / zieht Lukasz U. aus der Fahrerkabine / er berichtet gefasst und konzentriert (warum muss er sich so konzentrieren?) / "auf der Tribüne sitzen einige wenige Menschen".....[die eine Heidenangst haben, dass es zu einer Aufklärung kommt] / Schwartz verlässt den Saal (was für ein Auftritt)


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - BSB - 06.03.2020

Berlin: (hib/WID) Ein pensionierter Hauptkommissar der Berliner Polizei hat dem 1. Untersuchungsausschuss ("Breitscheidplatz") seine Eindrücke auf dem Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche unmittelbar nach dem Terroranschlag des Tunesiers Anis Amri geschildert. Er selber habe sich etwa 60 Meter entfernt auf der anderen Seite des Breitscheidplatzes befunden, als Amri mit einem Sattelschlepper in eine Budengasse des Weihnachtsmarktes raste, sei aber nur Minuten später am Ort des Geschehens gewesen, sagte der Zeuge Rainer Grape am Donnerstag. Der heute 62-jährige Ruhestandsbeamte war im Dezember 2016 im Abschnitt 25 der Berliner Polizeidirektion 2 tätig und als Streifenführer auf dem Weihnachtsmarkt im Einsatz.

"Gegen 20 Uhr vernahm ich einen lauten Knall, ein Geräusch, als wenn ein Feuerwerk abgebrannt wird. Ich habe gedacht, da stürzt ein Haus ein", schilderte der Zeuge den Augenblick des Anschlags. Vom polizeilichen "Infomobil", wo seinen Wachdienst am Weihnachtsmarkt versah, habe er sich so schnell wie möglich in die Richtung begeben, aus der der Knall zu hören gewesen sei. Die Beifahrertür des Sattelschleppers sei verschlossen gewesen, die Fahrertür habe offengestanden. Ein Zeuge habe berichtet, der Fahrer sei aus dem Führerhaus gestiegen und in Richtung des Bahnhofs Zoo fortgerannt. Der Zeuge habe eine Personenbeschreibung des Mannes gegeben, die er weitergemeldet habe, sagte Grape.

Nachdem er eine Zeugensammelstelle angewiesen und für die Absperrung der Straße gesorgt habe, habe er einen Blick ins Führerhaus geworfen, berichtete Grape weiter. Im Inneren sei alles mit Trümmern übersät gewesen: "Die Windschutzscheibe war kaputt, da war ein halber Weihnachtsbaum drin." Zu seiner Überraschung habe er festgestellt, dass über Fahrer- und Beifahrersitz ausgestreckt und in eine helle Decke gehüllt eine Mensch lag. Sein Eindruck sei gewesen, der Mann sei durch die Wucht des Aufpralls aus der Schlafkoje ins Führerhaus geschleudert worden.

Er habe an der Person gerüttelt, aber kein Lebenszeichen mehr festgestellt. Der Mann sei groß und schwer und im Führerhaus förmlich eingekeilt gewesen. Allein habe er ihn nicht bergen können. Dies sei erst mit Hilfe der Feuerwehr gelungen. Er habe die Leiche durchsucht, aber keine Ausweispapiere gefunden, sagte Grape. Wie sich herausstellte, handelte es sich um den polnischen Fahrer des Sattelschleppers, den Amri erschoss, als er den Wagen kaperte.

Sein Dienst am Breitscheidplatz habe regulär um 13 Uhr begonnen und hätte um 21 Uhr enden sollen, sagte der Zeuge. Am Nachmittag habe ihn ein Kirchenrat der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in seinem Infomobil aufgesucht und von einer Drohung berichtet, dass auf die Weihnachtsandacht am 24. Dezember ein Attentat verübt werden sollte. Da er zunächst nicht habe ausschließen können, dass Amris Anschlag mit dieser Drohung in Zusammenhang stand, habe er die Mitteilung des Kirchenrats in seinen Bericht aufgenommen.

Wie der Ausschuss von einem anderen Zeugen erfuhr, wurden am Abend des Attentats in der Menge der Schaulustigen mindestens drei polizeibekannte Islamisten festgestellt. Er habe dies von Kollegen, die am Tatort eingesetzt waren, über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe erfahren, sage Polizeioberkommissar R. D. in seiner Vernehmung. Der heute 46-jährige Zeuge war als Beamter der Abteilung 6 des Landeskriminalamts am Morgen nach dem Attentat an einer Beobachtungsmission vor der Moabiter Fussilet-Moschee beteiligt.

https://www.bundestag.de/presse/hib/685686-685686

Hauptkommissar als Streifenführer? Wucht des Aufpralls?


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - Elias Davidsson - 06.03.2020

Wie steht die Aussage des Hauptkommissar/Streifenführer im Vergleich zu folgenden Meldungn?

1. Kurz nach dem Ereignis wurde berichtet, dass „das Führerhaus des Sattelschleppers von der Polizei leer aufgefunden“ worden war. [1]

2. Der Chefredakteur der Bild-Zeitung, Julian Reichelt, teilte CNN kurz nach 21.00 Uhr mit: „Wir wissen, dass das Fahrerhaus des Lkw leer ist, kein Fahrer ist drin.“[2]

3. Um 21.20 Uhr berichtete die Berliner Zeitung, dass Fahrer und Beifahrer „in unterschiedliche Richtungen geflohen [sind].“[3]

4. Um 21.33 Uhr berichtete die Berliner Zeitung, dass laut der Berliner Polizei zwei Menschen in dem Lkw gesessen hätten und „[b]eide zunächst geflohen seien.“[4]

Quellen:
1 Ermittler zuversichtlich: Fahndungserfolg bald zu erwarten, Rosenheim24.de, 21.12.2016, B121; Lkw rast in Weihnachtsmarkt: Neun Tote, 50 Verletzte!, Berliner Zeitung, 19.12.2016, B122.
2.  World right now with Hala Gorani, CNN, 19.12.2016, 15:00 ET, B674.
3.  Anschlag in Berlin: 12 Tote und viele Verletzte auf Weihnachtsmarkt, Berliner Zeitung, 21.12.2016, B373.
4 Lkw rast in Weihnachtsmarkt: Neun Tote, 50 Verletzte!, Berliner Zeitung, 19.12.2016, B022.


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - diedienichtimmerlacht - 07.03.2020

Zitat:Es fehlen auch wissenschaftliche Erklärungen, warum eigentlich erwartbare Spuren nicht in der Fahrerkabine gefunden wurden.

Welche Spuren wurden denn erwartet??


Zitat:Zu seiner Überraschung habe er festgestellt, dass über Fahrer- und Beifahrersitz ausgestreckt und in eine helle Decke gehüllt eine Mensch lag. Sein Eindruck sei gewesen, der Mann sei durch die Wucht des Aufpralls aus der Schlafkoje ins Führerhaus geschleudert worden.

Das mit der Decke ist auch neu oder?


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - BSB - 13.03.2020

Haupttäterschaft unklar
Anis Amri dürfte an Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt 2016 beteiligt gewesen sein. Ob er am Steuer saß, muss aber als offene Frage gelten
Von Claudia Wangerin

https://www.jungewelt.de/artikel/374456.berliner-terroranschlag-hauptt%C3%A4terschaft-unklar.html


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - Elias Davidsson - 14.03.2020

(13.03.2020, 22:00)BSB schrieb: Haupttäterschaft unklar
Anis Amri dürfte an Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt 2016 beteiligt gewesen sein. Ob er am Steuer saß, muss aber als offene Frage gelten
Von Claudia Wangerin

https://www.jungewelt.de/artikel/374456.berliner-terroranschlag-hauptt%C3%A4terschaft-unklar.html

Ach ja, die Wangerin ist noch weit davon die richtigen Fragen zu stellen.  Die junge Welt agiert als gate-keeper um die Linken in Deutschland von "Verschwörungstheorien" abzuhalten. Dafür ist die Zeitung geduldet und kann auch in Kiosken gekauft werden.


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - BSB - 18.03.2020

Zeuge: Berliner Polizei war „ein Stück weit überfordert“

Die Berliner Polizei war am Abend des radikalislamischen Terroranschlags vom 19. Dezember 2016 auf dem Breitscheidplatz nach den Worten eines zuständigen Beamten „ein Stück weit überfordert“. Es habe fünf Stunden gedauert, bis das Landeskriminalamt mit hinreichender Personalstärke am Tatort gewesen sei, sagte der unmittelbar nach dem Attentat verantwortliche Einsatzleiter Jörg E. am Donnerstag, 12. März 2020, dem 1. Untersuchungsausschuss („Breitscheidplatz“) unter Vorsitz von Klaus-Dieter Gröhler (CDU/CSU). Der heute 54-jährige Kriminalhauptkommissar arbeitet seit zehn Jahren im Kriminaldauerdienst der für die Bezirke Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf zuständigen Berliner Polizeidirektion 2 und war dort am Abend des 19. Dezember 2016 als Schichtleiter eingesetzt.

„Gespenstische Stille am Tatort“
Um 20.02 Uhr sei über Funk die Meldung eingegangen, dass auf dem Breitscheidplatz ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gerast sei, sagte der Zeuge und betonte, er habe von vornherein nicht geglaubt, dass es sich um einen Unfall handelte. Die Bilder des islamistischen Terroranschlags in Nizza im Juli desselben Jahres seien ihm durch den Kopf gegangen. Ein „Bauchgefühl“ habe ihm gesagt, dass hier ein vergleichbares Szenario vorlag.

Als er gegen 20.25 Uhr mit drei ihm unterstehenden Ermittlerteams am Breitscheidplatz eingetroffen sei, habe dort zu seiner Überraschung eine „gespenstische Stille“ geherrscht. Die Szene sei vom Blaulicht der Einsatzwagen beleuchtet gewesen. Feuerwehrleute hätten sich schweigend und konzentriert um die Verletzten gekümmert. Der Tatort sei mit Flatterband abgesperrt, die Plane des Lastwagens aufgeschlitzt gewesen, was erforderlich war, um die Ladung zu identifizieren.

„Zeugensammelstelle eingerichtet“
Die Leiche des vom Attentäter Anis Amri erschossenen polnischen Fahrers sei bereits aus dem Führerhaus geborgen gewesen. Ihm sei mitgeteilt worden, der Mann werde in einem Rettungswagen reanimiert, berichtete der Zeuge. Dass er einen Kopfschuss hatte, sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennbar gewesen. Erst als weit nach Mitternacht ein Foto der Leiche auf dem Bildschirm eines Polizeicomputers vergrößert worden sei, sei das Einschussloch entdeckt worden.

Seine erste Sorge sei gewesen, Aussagen zum Tatgeschehen zu gewinnen, sagte Engel. Eine Zeugensammelstelle sei zunächst bei einem Zelt eingerichtet worden, das die Feuerwehr zur Erstversorgung der Leichtverletzten aufgebaut habe, später in den Räumen einer Autovermietung im Europacenter. Dort seien zwei seiner Teams damit beschäftigt gewesen, Aussagen aufzunehmen. Das dritte Team habe sich an der Absperrung postiert, um Zeugen in Empfang zu nehmen und zur Sammelstelle zu geleiten.

„Keine Handy-Videos festgestellt“
An diesem Abend seien nur Aussagen von Zeugen aufgenommen worden, die sich selber gemeldet hätten. Viele Menschen seien nach dem Anschlag im ersten Schrecken weggelaufen, aber später zum Tatort zurückgekehrt. Die Befragungen am Tatabend hätten jedoch keine fahndungsrelevanten Hinweise erbracht, sagte Engel. Es seien auch keine Handy-Videos festgestellt worden.

Dass zunächst ein Pakistaner als Tatverdächtiger festgenommen wurde, habe er zwischen 21 und 21.30 Uhr erfahren, berichtete der Beamte weiter. Ein Zeuge hatte angegeben, er habe den Mann aus dem Führerhaus klettern und wegrennen sehen. Er habe eine Gegenüberstellung des Zeugen mit dem Festgenommenen veranlasst, sagte Engel. Bereits um 22 Uhr habe ihn der damit betraute Kollege informiert, dass der Pakistaner als Täter nicht infrage kam. Warum er dennoch bis zum Folgetag festgehalten wurde, wisse er nicht.

Mehr als 600 Hinweise aus der Bevölkerung
Nach dem radikalislamischen Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz hat das Bundeskriminalamt (BKA) mehr als 600 Hinweise aus der Bevölkerung in Form von Fotos und Videos erhalten. Auf einem entsprechenden Internetportal seien 651 Datensätze eingegangen, bei denen es sich aber nicht ausschließlich um relevantes Bildmaterial handelte, berichtete ein damals mit der Auswertung befasster Beamter im weiteren Verlauf der Sitzung.

Der heute 47-jährige Kriminalhauptkommissar T. V. ist seit 1992 im BKA tätig, seit Herbst 2016 im Ermittlungsbereich des Polizeilichen Staatsschutzes. Seit Mitte Februar 2017 war er der „EG Video“ des Berliner Landeskriminalamts zugeteilt, die im brandenburgischen Schulzendorf das Bildmaterial sichtete.

Plattform Ziel eines Hackerangriffs
Unter dem Arbeitstitel „Boston Cloud“ schaltete das BKA am Morgen nach dem Anschlag ein Internetportal frei, wo Hinweisgeber auch anonym ermittlungsrelevante Videos hochladen konnten. Bereits am selben Nachmittag wurde die Plattform zum Ziel eines zweistündigen Hackerangriffs.

Unter den gesammelten Datensätzen seien daher auch einige, die die eigenen IT-Experten bei der Abwehr dieser Attacke zu Testzwecken aufgespielt hätten, sagte der Zeuge. In anderen Fällen hätten Bürger sich einen Scherz gemacht und Katzenvideos oder Diebstahlsanzeigen hochgeladen. Es seien auch Hinweise auf Bilder eingegangen, die andernorts in sozialen Netzwerken kursierten.

Aufnahmen aus Überwachungskameras
Die Ausbeute der „Boston Cloud“ habe in der Gesamtmasse des Bildmaterials, das in Schulzendorf gesichtet wurde, nur einen „veschwindend“ geringen Prozentsatz ausgemacht, sagte der Zeuge. Zum weit überwiegenden Großteil habe es sich um Aufnahmen aus Überwachungskameras gehandelt.

Die Auswertung des Bildmaterials hat seither hin und wieder Anlass zu spekulativen Erörterungen gegeben. Im Mittelpunkt standen dabei das Bild eines Mannes in blauen Handschuhen sowie das sogenannte „Ersthelfervideo“. Bei dem Behandschuhten soll es sich um Bilel ben Ammar gehandelt haben, einen engen Freund des Attentäters Anis Amri, der diesem tatkräftig Beihilfe geleistet und nach dem Anschlag den Weg freigeschlagen haben soll. Das „Ersthelfervideo“ soll Aufschluss über das Schicksal eines am Tatort Anwesenden geben, der dort unter ungeklärten Umständen eine schwere Kopfverletzung mit bleibenden gesundheitlichen Folgen erlitt.

Videosequenzen sorgen für Aufsehen
Zu beiden Sachverhalten hatte der Zeuge allerdings nichts Neues beizutragen. Es habe im Kollegenkreis „unterschiedliche Auffassungen“ gegeben, ob der Mann mit den blauen Handschuhen Ben Ammar war. Er selbst wie letztlich die Mehrheit seien der Überzeugung gewesen, dass Ben Ammar nicht im Bild war. Bei dem „Ersthelfervideo“ handele es sich um eine Sequenz, an deren Ende „wahrscheinlich eine körperlich-verbale Auseinandersetzung wahrscheinlich zweier Männer“ zu sehen sei. Doch seien „weder Anlass noch Verlauf noch Ausgang dieser Auseinandersetzung zu erkennen“.

Für Aufsehen sorgte die Vorführung mehrerer Videosequenzen aus Überwachungskameras der Berliner Verkehrsbetriebe. Man sieht hier Anis Amri Minuten nach dem Anschlag völlig entspannt, proper gekleidet und federnden Schrittes durch eine Unterführung schlendern. Nichts lässt vermuten, dass er gerade einen Weihnachtsmarkt überrollt und zwölf Menschen umgebracht hat. Den AfD-Obmann Stefan Keuter bewegte der Eindruck dieser Bilder zu der in eine Frage gekleideten Andeutung, dass Amri womöglich gar nicht der Täter gewesen sei. (wid/12.03.2020)

Liste der geladenen Zeugen
A. H., Kriminalhauptkommissar, Bundeskriminalamt
T. V., Kriminalhauptkommissar, Bundeskriminalamt
Jörg E., Kriminalhauptkommissar, Polizei Berlin

https://www.bundestag.de/#url=L2Rva3VtZW50ZS90ZXh0YXJjaGl2LzIwMjAva3cxMS1wYS0xdWEtNjg1MTk0&mod=mod531790


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - Elias Davidsson - 18.03.2020

Bemerkenswert wie um die wichtigen Fakten herumgeeiert wird.


RE: Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz" - kalter hornung - 18.03.2020

(18.03.2020, 13:03)BSB schrieb: [...]
Die Leiche des vom Attentäter Anis Amri erschossenen polnischen Fahrers sei bereits aus dem Führerhaus geborgen gewesen. Ihm sei mitgeteilt worden, der Mann werde in einem Rettungswagen reanimiert, berichtete der Zeuge. Dass er einen Kopfschuss hatte, sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennbar gewesen. Erst als weit nach Mitternacht ein Foto der Leiche auf dem Bildschirm  eines Polizeicomputers vergrößert worden sei, sei das Einschussloch entdeckt worden.

[...]

War diese Bergung und Verbringung Urbans in einen Krankenwagen in den Videos (auch RT) irgendwie zu sehen? Mir war nichts aufgefallen. Ich meine, man sah nur eine abgedeckte Person im Bereich Fahrerkabine, an der sich auch die Spusi zu schaffen machte, aber das war deutlich nach dem Vorfall.

BTW: Boston Cloud als Bezeichnung für das Video-Portal erinnert schon sehr an den Boston Marathon Hoax ... vll. skurriler BKA-Humor?

Mit dem hier:
Zitat:Der heute 47-jährige Kriminalhauptkommissar T. V. ist seit 1992 im BKA tätig, seit Herbst 2016 im Ermittlungsbereich des Polizeilichen Staatsschutzes. Seit Mitte Februar 2017 war er der „EG Video“ des Berliner Landeskriminalamts zugeteilt, die im brandenburgischen Schulzendorf das Bildmaterial sichtete.
hatte man sicher den Richtigen am Haken, auch um zu klären, wer das "Kontraste"-Video aufgenommen hat und wo die Rohdaten sind.