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Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Druckversion

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RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 05.11.2018

Die Heiligsprechung der Angela Merkel im grünen Milieu 

"Vor 28 Jahren, am 2. November 1990, öffnete Angela Merkel die Tür dieses Fischerschuppens in Lobbe, Südost-Rügen. Es war kühler, stürmischer, nebliger als im November 2018." Das könnte ein etwas banaler Anfang eines modernisierten Hedwig-Courths-Mahler-Romans sein. Diese Zeilen handeln tatsächlich von einer Liebesgeschichte, der des grünen Milieus in Deutschland zu Angela Merkel. So beginnt in der aktuellen Ausgabe der taz eine sentimentale Rührstory über den politischen Weg von Merkel. Die Fischerhütte wird da zum romantischen Mythos und gleichzeitig zur Projektion. So geht es in der aktuellen taz-Ausgabe auf vielen Seiten weiter. Anlass ist das absehbare Ende der Ära Merkel-Schäuble nach dem angekündigten Verzicht auf den Unionsvorsitz durch Merkel. In unterschiedlichen Artikeln wird der Heiligen Angela gehuldigt.....


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 08.11.2018

Das Image von Angela Merkel hat mit der Realität nicht viel zu tun. Eine Dokumentation dazu.
Was ist das Tollste an Angela Merkel? Ihre Raute? Das meinen manche Leute. Es gibt Menschen, die allen Ernstes glauben, Angela Merkels Raute sei die Empfangsstation für Kraft und Rat. Eher ist die Raute wohl eine großartige PR Masche, wie vieles bei der noch amtierenden Bundeskanzlerin. Sie hat das Image gepflegt, eine Politikerin der Mitte zu sein; sie hat das Image gepflegt, sozialdemokratisiert zu sein. Und das alles erfolgreich, wie man an dieser Meldungder Tagesschau sehen kann. Dort wörtlich: „Merkel hatte die Partei in die politische Mitte geführt, auch mal sozialdemokratische Positionen übernommen.“ In den Medien wird Merkel auch gerne und häufig als „Klimakanzlerin“ gelobt und bis tief ins linke Lager wird ihr Respekt für ihre angeblich „humane Flüchtlingspolitik“ gezollt. Es ist bewundernswert, dass Merkel ein Image zu schaffen vermochte, das mit der Wirklichkeit nur wenig gemein hat. Ein Beitrag von Jens Berger und Albrecht Müller....
https://www.nachdenkseiten.de/?p=46948


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 09.11.2018

Springers Welt:

REDE ZUM 9. NOVEMBER

Merkel warnt vor wachsendem Judenhass in Deutschland
Mit Warnungen vor Hass und Hetze wird in Berlin an die jüdischen Opfer der NS-Pogrome vom 9. November 1938 erinnert.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft zum entschlossenen Widerstand gegen Antisemitismus und Diskriminierung auf.
  • Zwar gebe es wieder blühendes jüdisches Leben in Deutschland, aber zugleich einen besorgniserregenden Antisemitismus.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum entschlossenen Widerstand gegen Antisemitismus und jede Form der Diskriminierung aufgerufen. „Der Rechtsstaat darf keine Toleranz zeigen, wenn Menschen aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe angriffen werden“, sagte sie am Freitag in der Berliner Synagoge bei der Gedenkfeier anlässlich des 80. Jahrestages der Pogromnacht am 9. November 1938. Damals waren in Deutschland rund 1400 Synagogen und Tausende jüdische Geschäfte verwüstet worden. Merkel sagte, diesem Tag sei eine jahrelange Gewöhnung an die antisemitische Ideologie der Nationalsozialisten vorausgegangen. „Aus Nachbarn wurden Täter und Verbrecher.“
Umso wichtig sei es, sich heute gegen antisemitische Tendenzen zu wehren. Zwar gebe es wieder blühendes jüdisches Leben in Deutschland, aber zugleich einen besorgniserregenden Antisemitismus. „Dieser Antisemitismus entlädt sich zunehmend offen, in einer teils ungehemmten Hetze im Internet wie auch im öffentlichen Raum.“ Merkel verwies nicht nur auf rechtsradikale Täter. Auch antisemitische Tendenzen bei Muslimen in Deutschland dürften nicht akzeptiert werden.
Die Kanzlerin warnte davor, dass einige Gruppen vermeintlich einfache Antworten auf die Verunsicherung etwa durch den technologischen Wandel und die Globalisierung anböten. Es seien einfache Antworten, die zu häufig auch mit einer Verrohung der Sprache auf der Straße und im Internet einhergingen. „Das ist der Anfang, dem wir ganz entschieden entgegentreten müssen.“ Alle müssten sich Angriffen auf die „offene und pluralistische Gesellschaft“ entschlossen entgegenstellen....
https://www.welt.de/politik/deutschland/article183539410/9-November-Merkel-warnt-vor-wachsendem-Judenhass-in-Deutschland.html


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 11.11.2018

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RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 18.11.2018

DIE WELT NACH MERKEL

Eine echte Alternative für Deutschland und Europa
Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt als Parteichefin zurück. Für die SPD ist das eine grosse Chance.
 
Von Yves Wegelin

Es ist ein grosser PR-Sieg der Rechten: Bundeskanzlerin Angela Merkel, so heisst es ringsherum, habe die CDU «sozialdemokratisiert». Dabei kann der Wirtschaftskurs, den sie seit 2005 an der Macht verfolgt, nicht anders bezeichnet werden als: hart rechts. Und sonst? Ja, Merkel hat 2015 mehrere Tausend Flüchtlinge von Ungarn nach Deutschland einreisen lassen. Doch abgesehen davon, dass sie kurz darauf ganz leise umschwenkte, fragt sich: Ist eine humane Flüchtlingspolitik bereits sozialdemokratisch?

Merkels Ruf zeigt vor allem eines, nämlich wie stark sich das politische Koordinatensystem in den letzten Jahrzehnten nach rechts verschoben hat.

Konkret zu verdanken hat Merkel ihr Image einerseits ihrem sozialdemokratischen Vorgänger Gerhard Schröder, der im hurra-kapitalistischen Geist der neunziger Jahre die CDU rechts überholte. Der «Genosse der Bosse», so sein Übername, senkte die Steuern für Unternehmen von 52 auf 38 Prozent und paukte mit seiner «Agenda 2010» eine beispiellose Deregulierung des Arbeitsmarkts durch.

Als Merkel 2005 die Kanzlerschaft übernahm, befand sich Deutschland auf einem wirtschaftlich scharfen Rechtskurs, dem man jedoch ein sozialdemokratisches Etikett umgehängt hatte. Nicht zuletzt, weil die SPD sich bis 2009 in eine Grosse Koalition mit Merkel begab. Die Arbeit war getan, Merkel brauchte den eingeschlagenen Kurs nur zu festigen. Und das tat sie trotz sanftem Lächeln mit harter Hand.

Zahlt die Schulden zurück!

Das von Merkel geerbte Wirtschaftsmodell besteht darin, dank tiefer Löhne und flexibler Arbeitskräfte möglichst viel ins Ausland zu exportieren: Ab 2002 begann Deutschland riesige Exportüberschüsse zu schreiben – also mehr ins Ausland zu verkaufen als zu importieren. Das Resultat: Das Ausland kann weniger exportieren, private Haushalte und Staaten müssen sich verschulden, um deutsche Exporte zu kaufen. Ab 2008 konnten immer mehr Privathaushalte in Europa, später auch Staaten, ihre Schulden nicht mehr tragen, die Welt geriet in eine der grössten Finanzkrisen der Geschichte.

Statt das deutsche Wirtschaftsmodell infrage zu stellen, setzte Merkel alles daran, es zu retten: Sie zwang Länder wie Griechenland, die bei deutschen Banken verschuldet waren, für ihre Schulden bis auf den letzten Cent geradezustehen. Dafür zwang sie den Ländern irrwitzige Sparkuren auf. Demokratie? Ja, aber bitte «marktkonform», forderte sie 2012. Zudem wurden die Länder aufgefordert, ihren Arbeitsmarkt zu deregulieren. Merkel kämpft für Europa. Aber für ein Europa, das die Interessen der Investoren durchsetzt. Nicht für ein Europa der sozialen Solidarität.
In den letzten Jahren hat sich die Ungleichheit in Deutschland weiter verschärft. Zwar hat Merkel auf Druck der SPD – mit der sie 2013 wieder eine Koalition einging – einen Mindestlohn von rund neun Euro eingeführt. Viel mehr als eine ganz kleine Korrektur der Agenda 2010 ist das aber nicht, wie die Exportüberschüsse nahelegen, die jährlich neue Rekordmarken erklimmen....

weiter > https://www.woz.ch/1846/die-welt-nach-merkel/eine-echte-alternative-fuer-deutschland-und-europa

(der grösste PR-Coup war/ist immer noch der, dass sich nicht genau verorten lässt wohin die Politik, insbesondere Merkel, sich verschoben hat)


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Reinhard - 18.11.2018

(18.11.2018, 12:35)Stafford schrieb: (der grösste PR-Coup war/ist immer noch der, dass sich nicht genau verorten lässt wohin die Politik, insbesondere Merkel, sich verschoben hat)

Meinst du? So schwer ist das doch gar nicht ...

Von ein paar Manövern zum Machterhalt (z.B. Atomausstieg (eigentlich Atomausstieg-ausstieg-ausstieg)) abgesehen, hat sie das gemacht, was sich die Konzerne und Finanzinvestoren wünschen. Also: die ökonomisch Mächtigen unserer Zeit. Wobei Herrschaftsstrukturen sich immer auch als wirtschaftliche Macht gezeigt haben.

Als sich die ersten "modernen" Parlamente etabliert hatten, saßen die, die etablierten Herrschaftsstrukturen gestützt haben erstmal rechts. Und weil sie die Erhaltung der etablierten Herrschaft anstrebten, wurden sie dann auch konservativ genannt ...

Nun wäre Herrschaftsstützung alleine nicht sonderlich attraktiv gewesen, deswegen hatten diese Gruppen dann auch ein Ausgleichsprogramm, für die Unterordnung gäbe es dann (u. a.): Unterstützung für Familien und Leute, die sich sonst um die Gesellschaft verdient gemacht haben; ein bisschen Vaterland und Patriarchat; und Law and Order; und stabiles Staatsinstitutionen, diese auch solide finanziert. Kurz: die Konservativen versprachen wenigstens einen funktionierenden Staat und dass man mit ihnen zu bescheidnem Wohlstand kommen kann; und nur "unten" ist, und nicht "ganz unten", wenn man sich ihnen anschließt.

Für diejenigen, die diese Werte für den Kern des Konservativismus halten -- ich nenn sie mal Wert-konservative -- für die hat Merkel die Werte verraten, schon klar. Zum Beispiel Niedriglöhne/Leiharbeit/Prekariat und steigende Mieten machen Familiengründungen schwerer und stehen also mit den Werten im Widerspruch (da muss man also nicht erst sozialdemokratische oder sogenannt christliche Ansichten bemühen, um das abzulehnen). Dann ist es klar, dass Merkel die Positionen irgendwo ins unbenannte Nirvana verschoben hat (was aber dann mehr über die Sprachfähigkeiten derjenigen aussagt, die so argumentieren).

Aber die andere Ansicht ist halt, dass der "Wertkonservativismus" sowieso eher nur Beiwerk war, den man sich in guten Zeiten leisten kann und will, der aber strenggenommen nur optional ist, weil die Unterstützung der aktuellen Herrschaft im Vordergrund steht. Wenn man es so sieht, hat sich an der Politik eigentlich gar nichts geändert, nur die optionalen Sachen wurden halt ein bisschen zurückgefahren ...


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 19.11.2018

Welcher Meldung können wir nun glauben?

[Bild: DsWqfogXcAAYQB8.jpg]


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 02.12.2018

Die verhängnisvolle Kanzlerschaft

Veröffentlicht am 2. Dezember 2018

Diese Bewertung im letzten Satz des Buches von Ferdinand Knauß „Merkel am Ende“ wäre der richtigere Titel gewesen. Jeder, der Knauß´ Argumentation gelesen hat, wird dem zustimmen.
Es ist keines der zahlreichen Anti-Merkel-Bücher, wie sie in den letzten Jahren erschienen sind.

Ferdinand Knauß geht der Frage nach, wie es geschehen konnte, dass unser Land die Langzeitkanzlerschaft einer Frau duldete, die unpolitisch ist und deren einziges Ziel ihr Machterhalt war. Was bedeutete die lange, bleierne Regierungszeit Merkels für die CDU und unser Land? Die Methode Merkel ist der Ausverkauf von politischem und sozialem Kapital, also von Werten und Positionen ihrer Partei, den Interessen unseres Landes und seiner Bürger, dem dienen zu wollen Merkel beim Antritt ihrer ersten Kanzlerschaft behauptete.
Die zentrale These von Knauß lautet, dass Merkel kein Einzelfall ist, sondern nur perfektioniert hat, was nach 1990 alle westlichen Staaten prägte: unpolitische Politik.
Merkel ist so unpolitisch, dass sie ihre Karriere in einer Partei startete, die sie nicht mochte, aber die besten Karrierechancen bot. Eine Frau, die keinen klaren politischen Gedanken formulieren kann, hatte, weil „sie Bedingungen des Machtgewinns besser erfasste, als jeder andere Zeitgenosse“, damit die richtige Wahl getroffen. Die CDU ist eine Partei mit „Anbetungsbereitschaft gegenüber jedem, der sie regierungsfähig macht“. Das beutete Merkel gnadenlos aus.
Knauß hat im Rückblick auf den berühmten FAZ-Artikel Merkels gegen Helmut Kohl von 1999 auf den Satz aufmerksam gemacht, den Merkel damals formulierte: „Die Partei muss laufen lernen“.
Das tat sie gerade nicht. „Sie warf sich der neuen Chefin noch untertäniger zu Füßen, als zuvor Kohl und opferte ihr alles, wofür sie jahrzehntelang stand.“
Das Ergebnis ist nicht nur eine programmatisch völlig entleerte Partei, ein tief gespaltenes Land und „eine destabilisierte Gesellschaft in einem geschwächten Staat, der in Europa weitgehend isoliert und für die Zukunft nicht gerüstet ist.“
Schlussfolgerung: „Wenn es eine Hoffnung für eine vitale, langfristig überlebensfähige CDU nach Merkel gibt, dann kann sie sich nicht auf deren aktuellen Führungszirkel stützen. Die Erneuerung wird der CDU nur dann nachhaltig gelingen, wenn sie auf politischer Leidenschaft und nicht auf taktischem Kalkül und Postenjägerei aufbaut“.
Augenblicklich ist die Parteiführung aber dabei, die Erneuerung, die sich von der Basis her aufbaut, auszubremsen. Von allen Kandidaten, die für den Parteivorsitz kandidieren wollen, werden nur die drei „aussichtsreichsten“ in den Regionalkonferenzen vorgestellt. Ein Verfahren der Arroganz der Macht, mit dem vorhersehbaren Ergebnis, dass höchstens ein christdemokratischer Krenz dabei rauskommt. Bestenfalls wird der auch nach sechs Wochen wieder abgelöst.
Merkels Regierungszeit war von einem „Dauergewitter dramatischer Ereignisse“ begleitet: Finanzkrise, Schuldenkrise, Flüchtlingskrise. Die ersten beiden Krisen waren in Deutschland nicht unmittelbar zu spüren, weshalb der Eindruck entstand, Merkel würde „das Staatsschiff klug und erfolgreich durch den Sturm“ steuern. In der Eurorettung, die Merkel als „alternativlos“ bezeichnete, verschleuderte Merkel aber bereits die politische Substanz. „Der Preis des Erhalts der griechischen Zahlungsfähigkeit innerhalb der Eurozone war nicht nur ein finanzieller. Der Preis war die Entwertung der Regeln des Maastricht-Vertrags“.
Dieses Aufzehren der politischen Substanz wiederholt sich immer wieder. Merkels Rezept: Schulden mit neuen Schulden zu bekämpfen, die durch Transfers gewachsenen Ungleichgewichte durch noch mehr Transfers auszubügeln, begleitet von der Behauptung, Transfers in der Eurozone seien keine Transferunion.
Noch erheblicher als das Haftungsrisiko über den Eurorettungsfonds ist das kontinuierlich steigende Ungleichgewicht im sogenannten Target2-System der Euro-Notenbanken. Zum 30. Juni 2018 hatte die Bundesbank Forderungen aus Target2 von 976 266 420 827,17 Euro, das ist fast ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts von 2017! Wer glaubt, das im Falle des Austritts eines Schuldnerlandes aus der Währungsunion diese Summe jemals eingetrieben werden wird? Die jüngsten Entwicklungen in Italien zeigen, dass diese Situation demnächst eintreten könnte. Das Erwachen der Deutschen wird dann schrecklich sein.
„Deutschland ist damit politisch erpressbar, weil der Zerfall der Eurozone für es mit riesigen Verlusten verbunden wäre“.
Die Verwandlung des Target-Systems in ein Instrument der Haftungsunion ist hinter dem Rücken der Öffentlichkeit vonstatten gegangen, natürlich auch ohne parlamentarische Debatte, weil das Parlament seine Funktion, die Regierung zu kontrollieren, längst kaum noch wahrnimmt.
Nicht nur die verdeckten Schulden haben unter Merkel gigantische Ausmaße angenommen, auch der Staat ist immer fetter, zugleich immer schwächer geworden. Die Sozialausgaben wachsen schneller als die Wirtschaft. Sie sollen im Haushalt 2019 dennoch weiter erhöht werden. An die 30% der Wirtschaftsleistung wird für Soziales ausgegeben, die staatlichen Sozialleistungssysteme immer mehr aufgebläht. Aus „dem ursprünglichen Zweck des Sozialstaats, Sicherung und Stabilisator für Notzeiten zu sein“ ist längst ein Selbstzweck geworden.
Gleichzeitig kommt der Staat seiner Aufgabe, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, nicht mehr ausreichend nach. Deutschland wird zunehmend als verwahrlostes Land empfunden. Die beiden dominierenden Prozesse der Gegenwart, Naturzerstörung und Masseneinwanderung verändern die Lebensbedingungen in unserem Land immer schneller. Knauß bezeichnet die Angst vor Naturzerstörung als die Angst der Weltbürger, die Angst der Bevölkerung vor dem Verlust des eigenen Lebensstils wird stigmatisiert als rechts.
„Die Aufsplitterung der beiden großen Ängste der Gegenwart ist aus machtpolitischer Perspektive bedeutsam. Sie erlaubt den Regierenden, ihre Problemlösungsangebote auf die eine Seite zu konzentrieren – und die andere brachliegen zu lassen“.
Die Angst der Weltbürger wurde von Merkel mit der „Energiewende“ bedient, die nicht nur zu einem „gigantischen Subventionsregime mit einem Dschungel aus festgesetzten Preisen und Förderprogrammen“ für Besserverdienende, sondern zu einer ebenso gigantischen Landzerstörungsmaschine geworden ist. Das Klima rettet sie dennoch nicht, denn sie hat keinen nennenswerten Einfluss auf den Kohlendioxyd-Ausstoß. Dafür belaufen sich ihre Kosten auf geschätzte 250 Milliarden Euro bis 2025, die durch die EEG-Umlage aufgebracht werden müssen. Es ist also eine unverschämte Umverteilung von arm zu reich.
Aber Merkel hat mit der Energiewende eine Gefahr für ihre Machtposition beseitigt, indem sie die Grünen als Koalitionspartner im Wartestand gewonnen hat.
Es waren die Grünen, die Merkel in der andauernden Einwanderungskrise immer wieder die Kanzlerschaft gerettet haben. Sie unterstützen ihre Politik der offenen Grenzen nicht nur vorbehaltlos, sie verhinderten auch einen Untersuchungsausschuss im Bundestag, der den BAMF-Skandal aufarbeiten sollte.
In der Einwanderungskrise kulminiert Merkels unpolitische Politik und kommt gleichzeitig sichtbar an ihr Ende.
„Weder die Abgeordneten des Bundestages, noch die Leitmedien zwangen Merkel in dieser dramatischen Zeit zu etwas wie einer großen Rede mit politisch nachvollziehbaren Begründungen für ihr Handeln als Kanzlerin“. Wie konnte das passieren? Die Antwort von Knauß:
„Ein Denken in historischen Dimensionen ist Voraussetzung für politisches Bewusstsein: Es weiß um die grundsätzliche Verletzlichkeit von Ordnungen. Dieses Bewusstsein ist der Mehrheit der deutschen Gesellschaft in der Epoche nach der Wiedervereinigung abhanden gekommen – vor allem im Medien- und Politikbetrieb.“
Man glaubte mit dem amerikanischen Politikwissenschaftler Francis Fukuyama an das Ende der Geschichte, das heißt, den Endpunkt der ideologischen Evolution der Menschheit und die weltweite Verbreitung der westlichen liberalen Demokratie als endgültige Form menschlicher Regierung. „Wo man am Ende der Geschichte angelangt ist, da ist auch keine Politik mehr notwendig“.
Die deutsche „Elite“ wollte an das vermeintliche Ende der Geschichte besonders innig glauben, weil es Erlösung von der Schuld und Scham über die Nazi-Verbrechen versprach. Allerdings schoss diese „Elite“, wie schon oft in der Geschichte, weit über das Ziel hinaus. Mit ihrer Hypermoral wollte sie wieder „Vorbild“ für die Welt sein, dem Rest des Globus zeigen, wo es langgeht. Aber weder die „Energiewende“, noch die „Willkommenskultur“ fanden Nachahmer. Statt dessen wird Merkel-Deutschland wieder für seinen Größenwahn verachtet.
Inzwischen meldet sich die Geschichte zurück. Anstelle des Kalten Krieges treten, wie der Gegenspieler Fukuyamas, Samuel Huntington, vorausgesagt hat, die Auseinandersetzungen der Kulturen. Das System Merkel, das Knauß Merkelismus nennt, hat darauf keine Antworten.....

weiter hier > https://vera-lengsfeld.de/2018/12/02/die-verhaengnisvolle-kanzlerschaft/


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Test2 - 02.12.2018

Ein, in meinen Augen, lesenswerter Artikel vom Saker 2.0

zur Causa  Kanzlerflug nach Argentinien:

Zitat:MIR – DER EISBERG UNTER DER KANZLERMASCHINE
30. NOVEMBER 2018 RUSSOPHILUS 101 KOMMENTARE

Zur Causa Kanzlerflug nach Argentinien:

Sagt mal Leute, rieche da wirklich nur ich etwas, während alle anderen entweder ignorant, diffus besorgt („wie ärgerlich“) oder breit grinsend reagieren?

Zur Sache:

Über Holland fällt plötzlich die gesamte Funkanlage der Regierungsmaschine aus.
Der Flug muss abgebrochen werden. Weil es, so wird erklärt, zu gefährlich ist, ohne Funk und nur notdürftig mit Satelliten-Telefon kommunizierend bis berlin zu fliegen, wo jederzeit eine Reserve-Maschine zur Verfügung steht, kehrt man zum näher gelegenen Flughafen Köln-Bonn zurück.
Dort verbringt merkel die Nacht in einem Hotel und wird dann mit einer anderen Maschine nach spanien gebracht, von wo sie dann mit einem Iberia Linienflug nach Argentien fliegt.

Aha.

weiter ...

Auch die Kommentare sind ganz interessant  Big Grin


RE: Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich - Huxley - 10.12.2018

[Bild: DuEQFHSW4AIukOR.jpg]