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Normale Version: Polizistenmord In Kusel / Rheinland-Pfalz
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Sehr interessant!

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten in Rheinland-Pfalz fahndet die Polizei nach einem Tatverdächtigen, der bereits polizeibekannt ist. Wie n-tv aus Sicherheitskreisen erfuhr, war er in der Vergangenheit bereits wegen Unfallflucht aufgefallen. Der Mann soll eine Waffenerlaubnis haben. Seine Ausweispapiere sollen am Tatort gefunden worden sein.

Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Ein-Tatverd...95506.html

Aha, der böse Mann hat seine Ausweispapiere am Tatort liegen lassen.
Tja, wie das halt immer so ist. Confused

Mittlerweile seien mehr als 50 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Ob darunter eine heiße Spur zu den Gesuchten ist, steht bislang noch nicht fest.

Na wenn der Ausweis gefunden wurde, ist doch alles ermittelbar und der Polizei bekannt war er auch.
Hoffentlich wird der Mann nicht demnächst tot aufgefunden, weil er diesen Doppelmord nicht verkraften konnte.

Die deutsche Innenministerin hat die Sache offenbar erfasst, wenn sie sagt:

„Unabhängig davon, welches Motiv der Tat zugrunde liegt. Diese Tat erinnert an eine Hinrichtung, und sie zeigt, dass Polizistinnen und Polizisten jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren.“

Quelle: https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/...t-100.html

Warum ihnen der Wagen auffiel und was dann passierte, ist Gegenstand der Ermittlungen. Wie aus Sicherheitskreisen zu erfahren war, setzten die beiden Polizisten noch per Funk einen Hilferuf ab: „Die schießen.“ Die beiden Polizisten hatten demnach bei der Kontrolle totes Wild in dem Fahrzeug gefunden, wie zuvor die „Bild“ berichtet hatte.

Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article2...haben.html

Hat das Fahrzeug am Straßenrand gestanden, um kontrolliert zu werden?
Wilderer benutzen in der Regel Langwaffen und keine Pistolen, aber das ist nur eine Annahme und Ausnahmen bestätigen die Regel.
Kopfschüsse mit Gewehren?
Oder hat die Tat tatsächlich ganz andere Hintergründe? Huh

Die Polizei warnte am Montagmorgen Autofahrer im Kreis Kusel davor, Anhalter mitzunehmen, da mindestens einer der Täter bewaffnet sei. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Täter zu Fuß vom Tatort auf der Kreisstraße geflüchtet sind.

Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article2...haben.html

Das Täterfahrzeug war also noch vor Ort?

Und weiter geht’s im Galopp!

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um Andreas Johannes Schmitt.

Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Polizei-sch...95682.html

Nach ersten Ermittlungen ergibt sich ein Tatverdacht gegen den 38-jährigen Andreas Johannes Schmitt. Sein Aufenthalt ist derzeit unbekannt. Die Beamten fahnden mit Hochdruck nach dem Mann. Im Einsatz sind auch Polizeihubschrauber, Personenspürhunde sowie Spezialkräfte der Polizei.

Es bleibt spannend!

mfG
nereus
„Querdenker“ feiern tödliche Schüsse auf Polizisten
https://www.t-online.de/nachrichten/pano...iger-.html
Naja, Jäger haben durchaus auch Kurzwaffen, wenn das Tier z.B. "schweißt", weil der erste Schuss nicht gesessen hat.

Ich werde trotzdem grad diese Vorstellung von einer Hinrichtung nicht los, (dickes Aluhut-Sorry), diese Brücke, von der alles beobacht- und beherrschbar ist - aus militärischer Sicht bestens geeignet für so eine Aktion, die macht mit Sorgen. Ich nehm auch an, dass niemand über diese Brücke sprechen wird.
Die Polizei warnte am Montagmorgen Autofahrer im Kreis Kusel davor, Anhalter mitzunehmen, da mindestens einer der Täter bewaffnet sei. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Täter zu Fuß vom Tatort auf der Kreisstraße geflüchtet sind.

"könnte ein Hinweis sein", ist aber sicher völliger Unsinn. Okay, die Presse war erst vor Ort, als schon hell war. Aber wo soll dann das verlassene Auto sein? Abgeschleppt auf den Polizeiparkplatz? Oder ist jetzt "aus ermittlungstaktischen Gründen" das auch noch verheimlicht worden?

Es stinkt sowas von zum Himmel und es ist ihnen scheißegal! Weil wir allesamt eh nur Verschwörungs-Spinner sein sollen.
Am frühen Abend nahm die Polizei sowohl den Gesuchten als auch einen 32-Jährigen mutmaßlichen Komplizen in Sulzbach/Saar, ohne dass diese Widerstand leisteten, fest. Der mutmaßliche Komplize war unter anderem ins Visier der Ermittler geraten, weil er Medieninformationen zufolge nach der Tat die Ehefrau des 38-Jährigen anrief. Bei Durchsuchungen zweier Objekte in der Sulzbacher Bahnhofstraße wurden nach Angaben der Polizei Schusswaffen sichergestellt. In jener Straße wurde auch ein Auto des Verdächtigen vorgefunden, das Schusslöcher aufwies.[5][8]

Okay. Wikipedia Quelle ist der verlässliche "Spiegel"
(EhNaMag, sorry, Herr Hauß)

Na dann ist doch alles geklärt, 19 Stunden danach.
Fragen gibt es dann nur noch hier.
Ich habe mir gestern Abend noch ein paar kleine Videos zum Fall von BILD und SWR angeschaut.

Am Tatort gab es kein Täterauto, wie der BILD-Reporter berichtete.
Das wurde offenbar von den Tätern zur Flucht benutzt.
Das in diesem Fall die Papiere des 38-Jährigen gefunden wurden, mutet dann schon recht bizarr an.

Weiterhin wurde der Tatort – ein Parkplatz im Wald – als Ort mit „kriminellem Hintergrund“ bezeichnet. Demnach da gab es schon öfters etwas Auffälliges, quasi ein stilles Örtchen der  Untergrundszene.
Aus dieser Hinsicht könnte die Streife dort gezielt hin gefahren oder eben auch gelockt worden sein.

Heute las ich im n-tv Videotext, daß ein Täter sich der Polizei gestellt hätte.
Gestern wurde ebenso von einer widerstandslosen Festnahme berichtet.
Das beißt sich meiner Ansicht nach ein wenig mit dem brutalen Mord.
Wilderei zieht übrigens nur Geldstrafen (500 bis 1.500 €) nach sich, was im schroffen Gegensatz zu einem Doppelmord steht.

So, und nun schauen wir uns die neuesten Meldungen dazu an.

So sei die Polizei dem mutmaßlichen Täter auf die Spur gekommen, da er am Tatort sowohl seinen Ausweis als auch seinen Führerschein verloren haben soll. Wie Bild berichtet, habe er diese vermutlich zunächst den Polizisten zur Kontrolle gegeben. Bei dem 38-Jährigen soll es sich um einen Familienvater handeln, seine Bäckerei habe nach Angaben der Bild im Vorjahr Insolvenz angemeldet.

Quelle: https://www.merkur.de/deutschland/rheinl...70464.html

Nicht schlecht, Herr Specht!
Das klingt zunächst plausibel. Nur, war es wirklich so?
Die friedliche Übergabe passt nicht ganz zum späteren Geschehen.

Der mutmaßliche Täter sei demnach bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen illegalen Handelns mit Wildtieren. Und genau dieser Wilderei soll der 38-Jährige demnach in den Morgenstunden des Tattags nachgegangen sein. Das genaue Motiv bleibt nach offiziellen Angaben jedoch weiterhin unbestätigt.

Das passt, aber das erklärt diese brutale Tat nicht.

Demnach soll der Fahndungsdruck auf den 38-jährigen Verdächtigen Andreas S. und einen möglichen Mittäter, einen 32-jährigen Mann, zu groß geworden sein. Etwa 13 Stunden nach dem Mord an zwei Polizisten konnten Spezialeinsatzkräfte der Polizei den 38-Jährigen aus dem saarländischen Kreis Neunkirchen vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festnehmen. Das teilte ein Polizeisprecher in Kaiserslautern am Montagabend mit. Andreas S. soll sich kurz zuvor über einen Anwalt bei der Polizei gemeldet haben und habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen. Auch einen zweiten Verdächtigen, einen 32-jährigen Mann, konnte die Polizei kurz darauf festnehmen, er leistete ebenfalls keinen Widerstand. Wie genau das Verbrechen ablief, welches Motiv es gab und in welchem Zusammenhang der zweite Tatverdächtige zu den Schüssen steht, sollen die laufenden Ermittlungen ergeben. Beide Verdächtige äußerten sich zunächst nicht zu der Tat.

Ein Täter stellt sich gar der Polizei?
Entweder lief an jenem  frühen Morgen irgendetwas furchtbar schief oder die angeblichen Täter sind nicht die echten Täter und man hat deren Identität einfach nur benutzt.

Merkwürdig erscheint auch das leer geschossene Magazin des Polizisten.
Während die junge Kollegin nicht einmal die Waffe anfasste, was für einen Mord aus dem Hinterhalt spricht, hat er alles verschossen.
Gestern wurde vermutet, daß auch die Täter verletzt sein könnten, war sie offenbar aber nicht waren.
Das wirkt seltsam, denn worauf hat der Beamte denn dann geschossen, wenn nicht auf seine potentiellen Mörder?

Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands im SWR soll ein mutmaßlicher Täter bereits 2008 und 2020 seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit verloren haben. Das bedeutet: Er hätte auch keine Waffen besitzen dürfen.

Quelle: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saar...d-65800943

22.40 Uhr: Spurensicherung noch immer vor Ort
In Sulzbach ist die Spurensicherung noch immer am Tatort zugange, wie ein SZ-Reporter berichtet. Zudem ist die Freiwillige Feuerwehr vor Ort. Sie stellt ein großes Zelt zur Verfügung, das die Spurensicherung angefordert hat, um damit das mutmaßliche Tatfahrzeug zu überspannen.


Das mutmaßliche Tatfahrzeug?
Also wenn da ein Schwein oder Reh im Kofferraum lag, dann sind dort massig Spuren zu finden. Und das will die Polizei in ca. 5 h nicht heraus bekommen haben?

Nach SZ-Informationen wurden die beiden Verdächtigen vor bzw. in demselben Haus in Sulzbach festgenommen. In welchem Zusammenhang er zu den tödlichen Schüssen auf die 24 Jahre alte Polizeianwärterin und den 29 Jahre alten Oberkommissar stehe, müssten die Ermittlungen ergeben.  Der 38-Jährige sollte am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Vor seiner Festnahme habe sich der 38-jährige Verdächtige über eine Anwältin bei der Polizei gemeldet.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei 32 und 38 Jahre alte Männer, die ersten Erkenntnissen zufolge befreundet seien, sagte ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums Saarland am Abend der Nachrichtenagentur AFP.


Es bleibt mysteriös.
Vor allem weil noch immer ein weiterer Täter vermutet wird.

# Speku an: Oder gab es einen Dritten, der wirklich gemordet hat und die beiden Saarländer nur zur Tatausführung benutzte?  Huh
Sollte dieser „dritte Mann“ spurlos verschwinden, dann hätten die zwei Typen gaaaanz schlechte Karten. 
# Speku aus:

mfG
nereus
Also das mit den Ausweispapieren ist ja mal wieder der Burner.
Erst gibt er denen brav seine Papiere und dann ballert er da rum....


Gibt es denn irgend eine Info über die Polizisten?
(01.02.2022, 10:58)Truefinder schrieb: [ -> ]Also das mit den Ausweispapieren ist ja mal wieder der Burner.
Erst gibt er denen brav seine Papiere und dann ballert er da rum....


Gibt es denn irgend eine Info über die Polizisten?

Hab beim Stöbern jetzt eine Traueranzeige vom FC Freisen gefunden, wo der Polizist wohl aktiv war:

Facebook - FC Freisen
Der Staatsanwalt wirkt auf mich überzeugend.

War der Doppelmord doch eher einer Panik der Festgenommenen geschuldet? Huh

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pan...97760.html

An den gefundenen Beweismitteln (Kastenwagen mit Wildbret) und den Waffen hege ich wenig Zweifel. Das paßt auch zu den bisherigen Meldungen.

Nachdenklich macht mich die geschilderte soziale Lage der Verdächtigen.

Der Bäcker hatte zuvor eine Insolvenz und konzentrierte sich dann auf seinen Verkauf von Wildbret, so las man dies zumindest in der Presse.
Der Entzug des Waffenscheins brachte somit auch die einzige Einnahmequelle in Gefahr.
Aber irgendwie ging es weiter – eben auf illegalem Weg – vermutlich mehr recht als schlecht, denn wenn der Staatsanwalt die prekäre Lage erwähnt, dürfte es wohl auch einen Schuldenberg geben.

Die Polizei-Kontrolle und die anschließende Vernehmung und Anklage hätte alles zunichte gemacht, was bislang noch leidlich funktionierte.

In dieser Situation kann man sicherlich die Nerven verlieren, was natürlich kein Plädoyer für das grausame Geschehen sein soll, aber nachvollziehbar ist es schon.

Ich behalte die bisherige alternative These (dritter Täter) zwar weiter im Auge, aber so richtig Biss hat die jetzt nicht mehr.
Der dritte Mann könnte auch auf einer Ausrede der Festgenommenen basieren.

Dazu kommt, daß die Schussverletzungen offenbar von den gefundenen Langwaffen stammen - also keine Pistolenschüsse.

Wenn man spürt, daß man vielleicht einen toten Gaul reitet, muß man auch absteigen können.
Doch zuvor hätte ich gerne das Geschehen noch aus dem Mund der Verdächtigen gehört.

mfG
nereus
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