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Normale Version: Polizistenmord In Kusel / Rheinland-Pfalz
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(12.02.2022, 15:48)diedienichtimmerlacht schrieb: [ -> ]Die Frage, warum sie 22 Stück Wild im Auto hatten ist auch noch offen. Die diese Menge in einer Nacht höchstwahrscheinlich nicht zu erlegen war und ein Verkaufstransport auch ausgeschlossen werden kann, da die beiden das Wild ja hinterher zerlegt haben, könnten es entweder mehrere Wilderer gewesen sein oder sie haben Wild angekauft und dann noch ein oder zwei selbst geschossen auf dem Rückweg....

Allerdings gibt's keinen Hinweis auf eine Art Übergabe am Tatort. Es wäre auch seltsam, wenn eine Zivilstreife (Beamter plus Anwärterin) so ein nächtliches Treffen von mehreren Personen/Fahrzeugen kontrollieren würde, im Finstern, abseits, bei unklarer Situation, ohne eigene Absicherung. Letztlich spielt es keine Rolle, woher das Wild stammt. Frage scheint mir weniger zu sein, ob der Jagderfolg von 22 Tieren glaubhaft ist (ist er nicht!), sondern ob es der mutmaßliche Tathergang ist (ist er imo auch nicht).
Zitat: Es wäre auch seltsam, wenn eine Zivilstreife (Beamter plus Anwärterin) so ein nächtliches Treffen von mehreren Personen/Fahrzeugen kontrollieren würde, im Finstern, abseits, bei unklarer Situation, ohne eigene Absicherung.

Die Übergabe könnte vorher stattgefunden haben und woanders.  Und auf dem Rückweg guckt man gleich nochmal, ob einem was vor die Flinte läuft... wenn man eh schon unterwegs ist.
"Die Frage, warum sie 22 Stück Wild im Auto hatten ist auch noch offen"
Nein.
"Die Frage, warum sie ANGEBLICH 22 Stück Wild im Auto hatten ist auch noch offen"

Noch einmal: es handelt sich einzig um Darstellungen der Polizei, transportiert durch unsere Qualitätsmedien.
Man beachte, dass doch angeblich das Wild schon zerlegt wurde, die Festnahme viele Stunden NACH dem angeblichen Zusamentreffen der Polizei mit den Wilderern stattfand. WER hat also WANN die 22 Stück gezählt?

Und: ich bin kein Anhänger von Zahlenmystik, kann aber nicht verhindern, dass es andere sind, und dann wird es interesssant. 22 sind die berüchtigten 23 minus 1. Nur für den Hinterkopf. Die Zahl 23 ist insbesondere in britischen Medien das Signal dafür, dass da etwas faul ist.
(13.02.2022, 01:38)diedienichtimmerlacht schrieb: [ -> ]Die Übergabe könnte vorher stattgefunden haben und woanders.  Und auf dem Rückweg guckt man gleich nochmal, ob einem was vor die Flinte läuft... wenn man eh schon unterwegs ist.

Der Punkt ist: wenn diese Übergabe nichts unmittelbar mit der Polizeikontrolle zu tun hat, weil sie z.B. vorher stattfand, ist sie irrelevant, wie in diesem Fall für die Tat letztlich irrelevant ist, ob die Verdächtigen das Wild selbst erlegt oder von anderen Wilderern gekauft haben. Es gäbe in diesem Fall offenkundig keine Mittäterschaft. Der verkaufende Wilderer übergibt die Ware an den Kunden S. und verschwindet. Was S. anschließend macht, geht ihn nichts an.

Deshalb ist für die Glaubhaftigkeit des mutmaßlichen Tatgeschehens auch gleichgültig, ob S. gewerbsmäßig mit weiteren Wilderern zusammengearbeitet hat. Selbst wenn der "Abschlepper" jetzt der Beihilfe angeklagt wird, bleibt die Frage, die uns interessiert ja: Sind die beiden die Täter, haben sie an der K22 zwei Polizisten erschossen, kann das so stimmen?
(13.02.2022, 10:21)A.Hauß schrieb: [ -> ]"Die Frage, warum sie 22 Stück Wild im Auto hatten ist auch noch offen"
Nein.
"Die Frage, warum sie ANGEBLICH 22 Stück Wild im Auto hatten ist auch noch offen"

Noch einmal: es handelt sich einzig um Darstellungen der Polizei, transportiert durch unsere Qualitätsmedien.
Man beachte, dass doch angeblich das Wild schon zerlegt wurde, die Festnahme viele Stunden NACH dem angeblichen Zusamentreffen der Polizei mit den Wilderern stattfand. WER hat also WANN die 22 Stück gezählt?

Und: ich bin kein Anhänger von Zahlenmystik, kann aber nicht verhindern, dass es andere sind, und dann wird es interesssant. 22 sind die berüchtigten 23 minus 1. Nur für den Hinterkopf. Die Zahl 23 ist insbesondere in britischen Medien das Signal dafür, dass da etwas faul ist.

Apropos Zahlen ... ich mußte eher über die 22 Stck. Damwild auf der K22 und "um 4.20 Uhr" an der B420 schmunzeln. Aber, natürlich, auch das kann Zufall sein, wie so vieles.

Erklärungsbedürftig ist imo aber schon die lange Dauer der Fahnungsmaßnahmen bis zum Zugriff. Wenn man die Papiere noch vor 6 Uhr fand, dürfte man 9 Uhr bereits mit der Familie gesprochen haben, Angestellten, das persönliche Umfeld.

Ich schätze mal, gegen Mittag, spät. 14 Uhr waren die Orte, an denen sich S. aufhalten konnte, lokalisiert und überprüft. 

Klafft da wieder mal so eine beachtliche Zeitlücke wie schon in Hanau?
(13.02.2022, 10:21)A.Hauß schrieb: [ -> ]Und: ich bin kein Anhänger von Zahlenmystik, kann aber nicht verhindern, dass es andere sind, und dann wird es interesssant. 22 sind die berüchtigten 23 minus 1. Nur für den Hinterkopf. Die Zahl 23 ist insbesondere in britischen Medien das Signal dafür, dass da etwas faul ist.

Der Hirsch, der noch auf der Wiese zerlegt wurde, wäre dann Nr. 23.
Herr Hauß, ganz klar gibt es so unendlich viel Geschwurbel um Zahlenmystik. Für mich ist das aber oft ein Indiz, dass ein bestimmtes Ereignis auch symbolischen, auf die nähere Zukunft hinweisenden Charakter beinhaltet, für die, die die Symbolik verstehen.
Aber ich weiß schon, da mach ich ein Fass auf...
"Der Hirsch, der noch auf der Wiese zerlegt wurde, wäre dann Nr. 23."
Danke, wusste ich nicht - Bingo.
Abseits der numerologischen Betrachtungen

Als selbsternannter Verschwörungstheoretiker werde ich der Numerologie sehr wohl ihre Bedeutung beimessen, aber diese sollte dann doch eher das Sahnehäubchen darstellen, quasi den Schlussakkord bilden und nicht schon jetzt bemüht werden, wo andererseits wiederum alle Verlautbarungen der Polizei in Frage gestellt werden.

Daher frage ich jetzt einmal in die Runde:
Auf welcher Datengrundlage wollen wir hier denn debattieren, wenn nahezu alles in Frage gestellt wird, was Polizei und Presse zum Thema berichten?  Huh

@A.Hauß fragt: Man beachte, dass doch angeblich das Wild schon zerlegt wurde, die Festnahme viele Stunden NACH dem angeblichen Zusamentreffen der Polizei mit den Wilderern stattfand. WER hat also WANN die 22 Stück gezählt?

Das ist schon möglich, denn zunächst muß das Wild „aus der Decke geschlagen werden“.
Bei Interesse bitte hier entlang: https://www.youtube.com/watch?v=4ZATD3hMfp8

Da Andreas S. das Wild über Jahre professionell verarbeitet hat, darf man unterstellen, daß er dieses Handwerk auch professionell beherrscht hat.
Es müssen also 22 oder auch 23 Decken (oder Teile dersselben) gefunden worden sein, entweder im Wald oder in der Nähe der sogenannten „Wurstküche“, wo man die Tatverdächtigen aufspürte.

@kalter hornung schreibt: Deshalb ist für die Glaubhaftigkeit des mutmaßlichen Tatgeschehens auch gleichgültig, ob S. gewerbsmäßig mit weiteren Wilderern zusammengearbeitet hat. Selbst wenn der "Abschlepper" jetzt der Beihilfe angeklagt wird, bleibt die Frage, die uns interessiert ja: Sind die beiden die Täter, haben sie an der K22 zwei Polizisten erschossen, kann das so stimmen?

Ich meine, daß die Beteiligung weiterer Wilderer sehr wohl eine Bedeutung haben könnte, weil dann weitere Schützen in Frage kämen.
Nehmen wir mal an, ein unbekannter Dritter hat geschossen, sich aber kurz danach (z.B. mit einem Motorrad) verdünnisiert, dann hat der überraschte Andreas S. schlechte Karten, denn es waren seine Waffen, Schmauchspuren dürfte er von der Jagd haben und der Drogenabhängige erzählt der Polizei alles Mögliche, wenn man ihm entsprechende Entlastung in Aussicht stellt.
In diesem Zusammenhang wäre dann, vorausgesetzt die These ist wahrscheinlich und scheitert nicht an anderen Unzulänglichkeiten, diese Frage interessant:

Fuhr die Zivilstreife wirklich nur zufällig vorbei oder wurde sie gezielt an diese Stelle gelockt?
Das kann aber nur die Polizei wissen und dann käme richtig Speed in die Sache.

Seit 14 Tagen geht es nicht wirklich voran in diesem Kriminalfall. Warum?  Huh

mfG
nereus
Hallo Nereus,

ich versuch mein Argument noch mal klarer zu formulieren:

- Weitere Wilderer sind irrelevant unter der Bedingung, daß die Übergabe bereits erfolgt war.

- Unter der Bedingung, daß S. gemeinsam mit V. die Tat beging und eine evtl. Übergabe bereits erfolgt war (weitere Personen nicht anwesend), ist es irrelevant, ob S. die Tiere vor der Tat selbst erlegt hat oder vor der Tat übernommen hat.

- Weitere Wilderer/Personen spielen nur dann eine Rolle, wenn sie zur Tatzeit anwesend waren bzw. wenn die Zivilstreife die Übergabe kontrollierte.

Bei diesem hypothetischen Fall setzt meine kritische Nachfrage an, ob eine einzelne Zivilstreife eine Übergabe überhaupt "gestört" hätte unter den Umständen: völlige Dunkelheit, "Unterzahl", in menschenleerer Gegend, nur ein vollausgebildeter Beamter (der übrigens u.a. in der Presseabteilung des Polizeipräsidiums "Werbung gemacht" hatte) und eine Anwärterin, keine Eigensicherung während der Kontrolle von mutmaßlichen Wilderern, die bewaffnet sein konnten, ohne das Eintreffen weiterer Kräfte abzuwarten, kein Zusammenhang mit den eigentlichen Einsatzaufgaben.

Auf spärliche Informationen der Polizei zurückgreifende Hypothesenbildung kann sich hilfsweise nur an Wahrscheinlichkeiten orientieren und diese Kontrolle einer Übergabe durch eine einzelne Zivilstreife, die dann den Schußwechsel ausgelöst hätte, regt zwar die Phantasie stark kan, halte ich aber für unwahrscheinlich. Ist aber natürlich nur meine Meinung.

Es gibt für mich auch keinen wirklich nachvollziehbaren Grund, warum a) die Polizei in diesem Fall nicht in diese Richtung ermittelt (dafür bräuchte man dann wieder die beliebten Angehörigen befreundeter Armeen auf dem Truppenübungsplatz) und b) warum S. die Tat dann nicht über einen Anwalt bestreitet bzw. nicht die "wahren" Täter benennt. Das trifft erst recht auf den Helfer von S. zu, der bereits ausgesagt hat.

Das ebenfalls beliebte hypothetische "Hinlocken" einer bestimmten (?) Streife hätte ich gern mal erläutert, wie so was real ablaufen könnte, auch die ungeeigneten Tatwaffen betreffend.
@kalter hornung schreibt:

Das ebenfalls beliebte hypothetische "Hinlocken" einer bestimmten (?) Streife hätte ich gern mal erläutert, wie so was real ablaufen könnte, auch die ungeeigneten Tatwaffen betreffend.

Vorbemerkung:

Die Tat muß in jedem Fall maskiert werden, um in der Öffentlichkeit keinen Verdacht zu erregen. Alle Amokläufe wurden vermutlich so konzipiert und durchgeführt und es hat jedes Mal funktioniert. Die winzige Truppe der Fragensteller und VT-Anhänger spielen bei der Gesamtbetrachtung keine Rolle.

Speku an:

Wenn meine Bestrafungstheorie (Deutschland verweigert Waffenlieferungen) paßt, dann werden solche Bestrafungsaktionen langfristig geplant.
In diesem Fall werden Kandidaten aufgespürt und solche, denen man eine „schöne Legende“ umhängen kann. Es wird also vorher ein Konzept erarbeitet.
Gezielte Hinrichtungen erfolgen nicht spontan, sondern folgen einem Plan für Vorbereitung, Ausführung und Flucht/Verschleierung.

Der „rote Hering“ wird zunächst präpariert, darf aber keinen Verdacht schöpfen.
Meiner Ansicht nach wird dazu ein Parallel-Szenario entworfen, welches die spätere Tatausführung plausibilisiert.

Nehmen wir an, die gefundene Wildmenge stimmt, egal ob 20,22 oder 23.
In diesem Fall muß es Helfer gegeben haben, weil das alleine nicht zu stemmen ist.
Der „Bestrafer“ hatte sich als williger Wilderer schon mehrmals bewährt und Vertrauen zu Andreas S. aufgebaut.

Nun mußte nur noch ein Szenario her, wo Andreas S. und die Polizei-Opfer aufeinandertreffen.
Dazu genügt ein getürkter Anruf bei der Polizei-Dienststelle zu einer „merkwürdigen Beobachtung an Ort XY. Die Streife fährt also hin.

Es erfolgt die Kontrolle und nun tritt der Bestrafer in Aktion und tötet zunächst die Beamtin während der Prüfung der Dokumente. 
Die beiden Wilderer sind zunächst überrascht und entsetzt, während sich der andere Polizist zurückzieht.
In dieser kurzen Zeit hat der Bestrafer (ein Profikiller) auch die zweite Flinte schussfertig gemacht und tötet den Polizisten.
Danach macht er sich vom Acker.
Die Wilderer wissen nicht, wie ihnen geschieht und verlassen überstürzt den Tatort.

Speku aus:

Diese Theorie hat sicher ihre Schwächen, aber sie könnte auch einiges erklären.
Warum haben es die Polizisten zugelassen, daß Andreas S. während der Kontrolle die Waffe am Mann hat?
Wäre es nicht sinnvoll gewesen, den Verdächtigen zu bitten, die Waffe vorher abzulegen?
Es ergibt auch keinen Sinn, erst die Papiere zu zeigen und dann das Feuer zu eröffnen.

Mein Szenario läßt diese beiden „Gegebenheiten“ aber zu.
Freilich ist dann noch nicht die erfolglose Gegenwehr des Beamten erklärt.
Aber wenn ein trainierter Menschenjäger ins Spiel kommt, sieht die Sache schon anders aus.

Interessanterweise ist nach 14 Tagen noch immer nicht die Schuld des bösen Wilderers bewiesen.
Wenn er wirklich schoss, sollte das eigentlich kein Thema sein.
In diesem Fall würde die Identität der Polizisten keine Rolle spielen.

Sollte jedoch die Polizistin gezielt getötet worden sein, wie z.B. im Fall Michelle Kiesewetter, dann könnte ein ähnliches Arrangement vorstellbar sein, wo neben Wilderei auch Drogentransport in Sicht käme.
Das würde auch den seltsamen Kiffer Florian plausibel machen, der ggf. aus der Szene stammt.
Auch hier benötigt man einen dritten Mann als Schützen, der aber durchaus auch seine eigenen Waffen hätte mitbringen können (ebenso wie übrigens auch der Killer in Speku 1).

In Heilbronn führte die Aufklärung ins Nichts, wie wir alle wissen.
Wenn es in der Pfalz ähnliche Hintergründe gibt, dürfen wir auch hier wenig erwarten.
Die ungeeigneten Tatwaffen sind übrigens in diesen beiden Spekulationen mehr als geeignet, weil sie sehr gut als falsche Spur herangezogen werden können.

mfG
nereus
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