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Normale Version: Polizistenmord In Kusel / Rheinland-Pfalz
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Zitat:Dafür hatten Experten vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und vom Bundeskriminalamt ein 3D-Modell entwickelt, das mittels Virtual Reality (VR) „begehbar“ war. Der Vorsitzende Richter begab sich mittels VR-Brille an den virtuell nachgestellten Tatort – was auf eine Leinwand übertragen wurde. „Das ist Wahnsinn“, sagte er über die Technik.

In dem Modell integriert waren Luftbildaufnahmen vom Tatort, Laserscans und Funde wie Patronenhülsen. Anhand der „Begehung“ versuchten die Prozessbeteiligten Erkenntnisse über die Abgabe der Schüsse zu gewinnen. Auch die Abstände der Fahrzeuge zu gefundenen Hülsen sorgten für Gesprächsstoff.

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saar...d-72542403

Klingt fast, als ob der Richter vorgeführt wird. Wozu braucht man dieses Spielzeug? Fotos hätten's auch getan.
Zwei weitere interessane Details:

SWR meldet: "Die Fahrzeuge stehen dabei gerade so weit entfernt, dass die Tür des Lieferwagens noch aufgeht."

Das heißt im Klartext: wenn chronologisch der erste Mord an der Anwärterin Yasmin B. begangen wurde (unabhängig davon, wer der Täter war), befand sich auch ihr Kollege in Nähe zum Schützen. Der folgende angebliche Schußwechsel zwischen Schmitt und Alexander K. wird dadurch noch zweifelhafter, zum einen der vielen Fehltreffer, zum anderen des relativ langen Funkverkehrs wegen. Außerdem werden hier natürlich die Lichtverhältnisse berührt: stand das Polizeifahrzeug direkt hinter dem Lieferwagen, konnte der Kontrollort kaum ausgeleuchtet werden, die Polizisten hätten außerhalb der geringen Distanz zum Vorderfahrzeug im Dunkeln agiert.

Interessant auch: Die Lebensgefährtin des Mitangeklagten soll folgendes angegeben haben (übergehen wir mal dir Frage, warum sie selbst nicht als Zeugin aussagen muß):

"V. habe nach seiner Rückkehr seine Freundin umarmt, dabei gezittert und fast geweint. Er soll sie gebeten haben, die Schüsse für sich zu behalten: "Wenn Andreas das herausbekommt, dann macht er mich auch weg", soll V. seine Lage zusammengefasst haben."

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...g-100.html

Das würde heißen: nach der gemeinsamen frühmorgendlichen Flucht bzw. dem Abschleppen des Tatfahrzeuges zum Ort der späteren Verhaftung will sich Florian V. vom Haupttäter zunächst getrennt haben, um sich zu Hause bei seiner Lebensgefährtin auszuweinen, gestand ihr die Tat und anschließend (?) ist er zurück zu Andreas Schmitt, um ihm beim Zerwirken der Jagdbeute zu helfen und wartete brav auf die Verhaftung, statt die Polizei zu informieren oder zu fliehen?

Geht's noch märchenhafter?
Hallo,
da ich in den letzten Jahren leider feststellen musste, dass nichts besser, sondern stattdessen immer noch schlimmer wird (Corona, Ukraine-Krieg, Überwachung, Ahrtalflut etc.), habe ich mich entschlossen doch wieder aktiv hier ab und zu mitzudiskutieren.

Zitat:Die Fahrzeuge stehen dabei gerade so weit entfernt, dass die Tür des Lieferwagens noch aufgeht.

Vor etwa 12,5 Jahren habe ich selber einmal eine nächtliche Polizeikontrolle erlebt, bei der ich von einem hinter mir fahrenden Polizeifahrzeug angehalten und von zwei Polizeibeamten kontrolliert wurde. Ein Rücklicht war bei meinem Auto defekt. Deswegen sind sie auf mich aufmerksam geworden.
Was ich wiedergebe ist natürlich nicht mehr alles sooo exakt, aber aufgrund des Schocks, den ich damals erlebt habe, ist doch noch einiges hängengeblieben.

Der Polizeiwagen hielt an einem Samstagabend gegen 23:00 Uhr ca. 20 Meter hinter mir an - es war am Rande eines Wohngebietes und in der Nähe einer Tankstelle, d.h. es war zwar stockdunkel, aber es brannten doch ein paar Straßenlaternen. Die beiden Polizisten stiegen jeweils auf ihrerer Seite aus und kamen langsam auf mich zu. Sie hatten glaube ich beide die Hand an ihrem Pistolenholster, vielleicht hatten sie auch schon den Holsterverschluss geöffnet, aber ich vermute dass sie das erst machen würden, wenn der Verdächtige eine schnelle falsche Bewegung machen oder etwas falsches sagen würde. Ich wusste nicht genau, was ich machen sollte: Sollte ich das Fenster herunterdrehen und die Hände auf die Scheibe legen oder die Scheibe so lassen und nur die Hände aufs Lenkrad legen oder auch gar nichts machen? Ich wollte ja auch nicht versehentlich erschossen werden. Die Polizisten verhielten sich jedenfalls auch sehr vorsichtig, weil sie aufgrund meines Fahrzeugs, das sie wohl nicht kannten, auch nicht wussten, mit wem sie es um diese Uhrzeit zu tun hatten.
Ich kurbelte glaube ich dann die Scheibe der Fahrerseite herunter und legte die Hände aufs Lenkrad. Der eine Polizist kam nahe an meine Fahrertür - der andere hielt sich etwas weiter hinten, rechts von meinem Auto - und fragte mich ob ich wüßte dass mein Rücklicht kaput sei. Ich verneinte. Dann fragte er mich, ob ich etwas getrunken hätte. Ich meinte: Zwei Bier. Daraufhin stutzte der Polizist und er fragte mich, ob ich mit einer Atemalkoholkontrolle einverstanden sei. Ich bejahte. Er meinete ich müsste mitkommen zu ihrem Auto, um dort zu blasen. Der Test ergab dann genau 0,3 Promille. Der eine Polizist stutzte wieder, ich war selber auch überrascht aufgrund des niedrigen Wertes. Bei 0,31 hätte ich vielleicht eine Blutabnahme über mich ergehen lassen müssen. Ich vermute mal, dass der (Adrenalin-)Schock eine ordentliche Menge Alkohol innerhalb von ein paar Minuten in meinem Körper unschädlich gemacht hat.

Das Wichtigste ist jedenfalls: Ein orderntlicher Abstand des Polizeiwagens vom überprüften Fahrzeug und beide Polizisten mit angelegten Händen an ihren Waffen, versetzt zueinander.


Aus http://www.swr.de/swraktuell/rheinland-p...d-100.html:
Zitat:Beide Männer waren mit einem großen Kastenwagen auf der Kreisstraße K22 bei Ulmet im Kreis Kusel unterwegs. Sie sollen im großen Stil dort gewildert haben. Aufgereiht an Haken sollen in dem Transporter bereits Rehe und Damhirsche gehangen haben.

War in früheren Berichten nicht davon die Rede, dass die Rehe übereinander auf dem Boden des Transporters lagen? Dann hätten die Polizisten aber vermutlich durch die Fensterscheiben im oberen Teil der Türen nicht die Rehe sehen können.
Und 22 Rehe (von so viel war glaube ich am Anfang die Rede) konnten also der Reihe nach an der Decke hängen? War der Transporter die Maxi-Größe dieser Automarke (Ford?)?

Von wem man die ganze Zeit nichts gehört hat, obwohl der Mann immer zu allem und jedem, was mit Polizei zu tun hatte, in der Vergangenheit seinen Senf abgegeben hat ist: Rainder Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG).

Sowohl der Tatort der Polizistenmorde als auch der Mord an dem Tankstellenverkäufer in Idar-Oberstein (18. Sep. 2021) befinden sich am Rande des gleichen (NATO?)Truppenübungsplatzes.

In der Nähe des Tatorts in Kusel befindet sich auch direkt eine Brücke. Von da aus hätte man ein gutes Schussfeld gehabt UND man hätte sich sehr schnell verdünnisieren können als Täter. Die Brücke wird aber in den Berichten praktisch nie erwähnt, man sieht sie nur ab und zu auf Tatort-Bildern.

Ich glaube übrigens nach wie vor nicht, dass es Andreas S. ist. Ein Gefängnis ist eine Art Parallelwelt. Da gelten ganz andere Gesetze: Die Gesetze der Schlapphüte, der Organisierten Kriminalität (OK), der Clans und der Haut-, Landes- und/oder Religionsgruppen und natürlich vor allem das Recht des Stärkeren bzw. Mächtigeren (Geld). Und wenn jemand wie Andreas S. ganz dummerweise zum Opfer in einem vielleicht sogar geostrategischen Spiel geworden ist, dann sieht es natürlich ganz schlecht aus.
Übrigens so ähnlich lief es ja auch mit dem angeblichen Mörder von Walter Lübcke vor drei Jahren: Erst Geständnis, dann Wiederrufung. Ungesehene Tat, aber aufheulender Motor beim Abhauen mitten im Ort Istha, dann vergraben der Tatwaffe auf dem Gelände des Arbeitgebers(!?!).

Zwei Polizisten mit griffbereiten Waffen, einiges an Schießübung, wenn auch zugegebenermaßen zwei sehr junge PolizistInnen, lassen sich von einem einzigen Wilderer, der in der Vergangenheit nie durch eine ähnliche Gewalttat aufgefallen ist, kaltblütig erschießen? Wer soll denn das glauben?
Woher wussten eigentlich die Rettungsdienste und die Kollegen so schnell wo sie hinfahren mussten? Angeblich waren dies ja innerhalb von Minuten vor Ort! Hatten die beiden Polizisten per Funkspruch den genauen Standort durchgegeben?
Müssen Polizisten das nicht sogar machen, wenn sie im Außeneinsatz sind, dass sie jeweils bei einem Standortwechsel, den sie für längere Zeit, z.B. für eine Pkw-Kontrolle, einnehmen, den genauen Standort durchgeben? Oder geht das heute alles automatisch per GPS und automatischem Informationssystem?
Gab es eigentlich ab der Durchsage "Die schießen auf uns!" eine allgemeine Alarmierung sämtlicher Polizeikräfte in der Umgebung mit Straßensperren z.B. in einem Umkreis von 5 km um den vermutlichen Tatort? Wurde so etwas jemals durch einen Journalisten z.B. in einer Presskonferenz erfragt?

Was auch meistens nicht so klar wird, ist, dass der Tatort sich wohl auf einem Parplatz am Rande der Straße befunden hat.

Die Medien haben nichts unversucht gelassen, um von Anfang an Andreas S. in einem schlechten, brutalen, gewaltbereiten Licht dazustellen. Alleine das hätte mindestens mehrere Abmahnungen nach sich ziehen müssen. Man nennt so etwas Vorverurteilung.

Im Forum Allmystery (http://www.allmystery.de) gab es ein paar Wochen lang eine ziemlich intensiv Diskussion. Dann schloss die Forumsleitung die Diskussion mit der Begründung, dass zuviel spekuliert werd. Ein fantastischer Witz, was somit klar auf eine "geführte" Diskussion hinweist.

Zwei Polizeibeamte in Rheinland-Pfalz erschossen
https://www.allmystery.de/themen/km167437

Aktuell (S. 35):
https://www.allmystery.de/themen/km167437-34

Und gerade gefunden auf S. 35 dort:
Zitat:Am Vormittag sprach ein Gutachter vom LKA, der insbesondere die Waffen sowie die Munition der Tatnacht untersucht hat. Viele neue Erkenntnisse zum Tathergang gibt es jedoch nicht. Auf Nachfrage der Verteidiger sowie des Richters kann der Sachverständige keine Angaben etwa über die Schussrichtung oder genaue Positionen der Schützen zu machen. Diese Informationen sind aber wichtig, um später erklären zu können, welcher der beiden Angeklagten von wo geschossen hat.
Von hier: https://www.rheinpfalz.de/lokal/pfalz-ti...ytlpage=22

*Sarkasmus ein* Die genaue Schussrichtung bzw. den Verlauf des Schusskanals im Körper sowie auch die Position des Schützen ist vermutlich Sache des Gerichtsmediziners, aber die entsprechende Weiterbildung hat der LKA-Gutachter wahrscheinlich noch nicht besucht. *Sarkasmus aus*

Übrigens in dem langen Artikel der Rheinpfalz sind einige Fotos von der Straße, vom Tatort UND von der Brücke aus zu sehen. ABER trotzdem ist auf den Bilder NICHT zu erkennen wo genau sich der Tatort im Verhältnis zu Brücke befindet! "Irgendwo dahinten müssen Sie sich den Tatort vorstellen, liebe Leserinnen und Leser unserer höchsts seriösen Zeitung!" D.h. der Zeitung war selbst der Einsatz einer Fotodrohne wohl zu teuer!

Bei den Göhrde-Morden gab es einen anscheinen intern ziemlich Stunk in Bezug auf die Zusammenarbeit mit der Presse:
Zitat:Ein Abschied mit Fragezeichen
20.12.2018
Lüneburg. Was seit dem Wochenende Thema im polizeilichen und politischen Niedersachsen sehr konkret die Runde macht, hat sich gestern bestätigt: Innenminister Boris Pistorius hat Polizeipräsident Robert Kruse in den einstweiligen Ruhestand versetzt. „Der bisherige stellvertretende Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), Thomas Ring, (ist) mit sofortiger Wirkung neuer Präsident der Polizeidirektion Lüneburg“, teilte die Staatskanzlei in Hannover mit. Auf der Hude wird Ring Anfang kommenden Jahres erwartet.
...
Dabei ist nicht alles glatt gegangen. So fand Sielaff, ehemaliger Chef des LKA Hamburg, die Leiche seiner Schwester. Eine vorherige Suche der Polizei hatte nichts zu Tage gefördert. Allerdings hängte sich die Ermittlungsgruppe Göhrde dann in den Fall rein: Im April durchsuchte sie fast drei Wochen lang das alte Grundstück Wichmanns. Jeder Stein wurde umgedreht. Bislang ohne ein Ergebnis. Die Öffentlichkeitsarbeit, die die Staatsanwaltschaft mitverantwortet, allerdings gleicht seit langem oftmals einem Abbügeln von Journalisten. Das wurde auch polizeiintern massiv kritisiert.
https://www.landeszeitung.de/lueneburg/3...raesident/

Der ehemalige Polizeipräsident Kruse ist derjenige, der in Zusammenarbeit mit Wolfgang Sielaff, ehemaliger LKA-Chef Hamburg und Bruder der ermordeten Birgit Meier, die neue Ermittlungsgruppe namens "Iterum" ins Leben rief, um noch einmal alle Spuren im Vermisstenfall Birgit Meier akribisch zu untersuchen.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass der eine oder andere Schutz- oder Kriminalpolizist gerne das eine oder andere in Zusammenhang mit den Polizistenmorden sagen würde, was ein ganz anderes Licht auf die Sache werfen würde.
Ein aktueller sehr interessanter Beitrag von "Sturmey_Archer" im Allmystery-Forum (S. 35) in Bezug zu den Tatwaffen der Polizistenmorde:
Zitat:06.07.2022 um 18:35
Mich würde mal interessieren, was es mit den Waffen auf sich hat. Das sind sogenannte
"Takedown" Waffen, also kurze, schnell zerlegbare Waffen, die man versteckt mitführen kann. Bei Wilderern sind die sehr beliebt. Kein Jäger, der offiziell u. legal die Jagd betreibt, würde das mit solchen Gewehren tun, weil sie dafür völlig ungeeignet sind.
Die Kipplaufbüchse mit dem kurzen Lauf ist für das schießen mit Schalldämpfer konzipiert. Das funktioniert aber nur mit der richtigen Munition. Nämlich Unterschallmunition (Subsonic). Diese Patronen liegen aber von der Leistung her weit unter der Energiegrenze, die das Jagdrecht vorschreibt. Zum Abschuss von Rehen oder gar Wildschweinen gar nicht zulässig!

Ebenso verhält es sich mit der Schrotflinte: Die Läufe sind viel zu kurz, um sie jagdlich auf typische Entfernungen von etwa 35 Metern nutzen zu können. Solche Dinger hatten früher die Wirte in den Saloons unter dem Thresen.

Die Läufe wurden bestimmt in Heimarbeit gekürzt, aber bestimmt nicht von einem Büchsenmacher. Eingetragen waren die Waffen doch auf die Frau des Tatverdächtigen, kann mir nicht vorstellen, dass die sich diese Waffen ausgesucht hatte, also gehe ich davon aus, dass Sie die Waffen auf Geheiss ihres Mannes gekauft hatte, und folglich von der Wilderei wusste.
https://www.allmystery.de/themen/km167437-34

Ich glaube dass es auch kein Zufall war, dass ausgerechnet zwei junge Polizeibeamte "dran glauben mussten", noch dazu eine junge Polizeibeamtin. Da gehen die Emotionen auch gleich viel höher.
Kaiserslautern. Im Mordprozess um zwei getötete Polizisten nahe Kusel (Pfalz) haben Zeugen zu Schüssen und letzten Funksprüchen in der Tatnacht ausgesagt. Im voll besetzten Saal im Landgericht Kaiserslautern wiederholte der Hauptangeklagte seine Version, derzufolge er bei der nächtlichen Fahrzeugkontrolle Ende Januar lediglich in einer Art Notwehrsituation geschossen habe.

Das Gericht beschloss am Dienstag, die Tonaufzeichnung der Schüsse an das Landeskriminalamt Baden-Württemberg zu geben. „Die hören sich an, wie, wo, was ist – und die können sagen, ob das plausibel ist oder nicht“, sagte Richter Raphael Mall an diesem neunten Verhandlungstag.

https://www.rnd.de/panorama/polizistenmo...OO5UI.html
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