geomatiko

Normale Version: Polizistenmord In Kusel / Rheinland-Pfalz
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
@kalter hornung

Wenn Andreas S. der Täter war, warum ist dann die "Bullizei" 3 Wochen lang davon ausgegangen, daß die Tat von 2 Personen durchgeführt wurde?
Die Ermittler sind ja auch keine Dilettanten und dürften sich etwas bei dieser These gedacht haben.

Dieses Problem ist meiner Ansicht nach noch nicht vom Tisch und erklärt auch nicht den Freispruch des Wilddiebs Florian.
Dass der Polizist in den Hintern geschossen wurde (und somit z.T. kampfunfähig wurde), dürfte schon am Tattag bekannt gewesen sein und somit in die Analyse des Tathergangs eingeflossen sein, zumal der Zeuge Florian von Beginn an geplaudert hat.

Du selbst hast ja vom merkwürdigen 2.Funkspruch berichtet, der den Tod der Beamtin NICHT erwähnte, aber nach Tatablauf unbedingt hätte erwähnt werden müssen.

Hast Du für dieses Mysterium eine plausible Erklärung? Huh

mfG
nereus
@ nereus

Nein, habe ich auch nicht.

Für mich läuft das letztlich auf die Frage hinaus: Warum soll Schmitt freiwillig eine Cover up-Story decken/akzeptieren, die ihn für den Rest seines Lebens hinter Gitter bringt (wovon ich sehr stark ausgehe)?

Das ist für mich die Kernfrage. Todesangst halte ich für nicht plausibel: Wenn er gezwungen wird, sich zu belasten (bzw. davon abgehalten, sich zu entlasten, also die Tat zu bestreiten), warum läßt man seinen Wilderer-Komplizen laufen, auf den man sich als Mittäter zunächst festgelegt hatte? Auch ihn hätte man ja unter Todesangst setzen können, mitzuspielen, also zu schweigen oder Mittäterschaft zu gestehen. Er bleibt als Mitwisser eine potentielle Gefahr für die Cover up-Story. Das zu verstehen, ist imo wichtig.

Aus dieser mutmaßlichen Freiwilligkeit Schmitts kann man hypothetisch ableiten, daß Beschuldigter, Staatsanwaltschaft und Regisseur "unter einer Decke stecken", wobei das bei der Staatsanwaltschaft nur teilweise nötig wäre. Ist das der Fall, dann stellt sich in letzter Konsequenz die Frage, ob es den Doppelmord überhaupt gab. Was zunächst abwegig klingt und neue, andere Schwierigkeiten nach sich zieht, steht formal aber gleichberechtigt neben der Annahme eines behördlich verdeckten Doppelmordes zum Bsp. durch Militärangehörige usw.

Die Freiwilligkeit Schmitts wäre ohnehin dadurch eingeschränkt, daß er aufgrund seiner Wilderei und illegalen Waffenbesitzes bereits erpressbar war (und so in den Fokus geriet). Nur reicht das allein freilich nicht, um ihn gegen seinen Willen dazu zu bewegen, für einen Polizistenmord lebenslänglich in den Bau zu gehen.
Wem die Implikationen zu phantastisch sind, der kann immer noch dem präsentierten Szenario den Vorzug geben, trotz seiner offensichtlichen Schwächen.
Weitere Ermittlungen im Fall der getöteten Polizisten in Kusel

Im Rahmen der Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten im Kreis Kusel hat die Polizei am frühen Morgen weitere Untersuchungen am Tatort durchgeführt.
Es wurden Schüsse abgefeuert.

Wie die Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern mitteilt, wurden die Schüsse aus den mutmaßlichen Tatwaffen, aus einer Dienstwaffe der Polizei sowie einigen Vergleichswaffen abgegeben.
Die Schussgeräusche seien aufgezeichnet worden und würden nun mit den Erkenntnissen über die Schussgeräusche aus der Tatnacht verglichen.
Davon erhofft sich die Staatsanwaltschaft, weitere Details über den Tatablauf herauszufinden.


Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...l-100.html

Das finde ich sehr interessant, weil man daraus schließen kann, daß sich die Ermittler noch immer nicht sicher sind, was genau damals ablief.
Seit 8 Wochen wird in diesem Fall geforscht und offenbar kann man die Tatvorwürfe gegen Andreas S. nicht erhärten.

Einer der Verdächtigen, Florian V. (32), ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.
„Der in der vergangenen Woche neu erlassene Haftbefehl wegen gewerbsmäßiger Wilderei und versuchter Strafvereitelung ist nun auch komplett aufgehoben worden.“, bestätigte sein Anwalt am 09. März dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Zuvor war bereits der Haftbefehl wegen Mordes aufgehoben worden.
Andreas S. ist damit alleiniger Verdächtiger im Mordfall an den beiden Polizeikräften.


Quelle: https://news-trier.de/blaulicht/nach-mor...66457.html

mfG
nereus
Gut, es könnte auch nur dazu dienen, eine Vermutung zum Tathergang zu untermauern, um angesichts eines schweigenden Verdächtigen eine wasserdichte Anklageschrift vorlegen zu können. Trotzdem ist das doch alles sehr aufwändig. Besonders ist mir im Bericht von der letzten Tatnachstellung der Einsatz einer Drohne und Wärmebildkamera aufgefallen. Mir ist nichts eingefallen, wozu das nötig gewesen sein könnte.
Tatablauf nach SWR, Stand: 23.03.2022

Auf der Kreisstraße 22 schießt einer der beiden Tatverdächtigen, der 38-jährige Andreas S. aus einem Kastenwagen heraus auf ein Wildschwein.
Dazu benutzt er ein Nachtsichtgerät. Bei dem Kastenwagen handelt es sich um ein Modell des Autoherstellers Renault.
Aus welcher Fahrtrichtung der Wagen ursprünglich kam, wurde noch nicht mitgeteilt. Womöglich wurde der Transporter auch gedreht, um eine bessere Schussmöglichkeit zu bekommen.
Nach dem Schuss auf ein Wildschwein steigt der 32-jährige Komplize von Andreas S. aus dem Fahrzeug, um mit Hilfe der Wärmebildkamera das tote Tier zu holen und auf die Ladefläche des Kastenwagens zu legen.

Eine zivile Streife und zwei Funkstreifen der Polizeiinspektion Kusel sind in dieser Nacht zur Bekämpfung von Eigentumskriminalität unterwegs.
Die zivile Streife mit dem Oberkommissar Alexander K. (29) und der Polizeianwärterin Yasmin B. (24) fährt auf der K22 und hält vor Ort an.
Beide Insassen tragen eine Polizeiuniform und Schutzwesten, die vom Hals bis zur Hüfte reichen.
Zur etwa gleichen Zeit nimmt der 32-jährige Komplize von Andreas S. ein erlegtes Tier auf einer Wiese aus.

Oberkommissar Alexander K. und Polizeianwärterin Yasmin B. finden auf der Ladefläche des Kastenwagens insgesamt 22 Kadaver Damwild.
Ob die Tür des Kastenwagens schon offen stand, da weiteres Wild eingeladen werden sollte, oder ob die Täter aufgefordert wurden, die Tür zu öffnen, ist noch nicht bekannt.

Die Polizeistreife und beide Männer stehen vermutlich in der Nähe der Autos, als Andreas S. seine Dokumente der Polizeianwärterin Yasmin B. zeigt. Die verlangt weitere Dokumente, weshalb Andreas S. zum Fahrerhaus des Transporters geht. Zu diesem Zeitpunkt hat er eine Waffe schon im Mantel.

Oberkommissar Alexander K. informiert am zivilen Polizeifahrzeug die Funkstreifen, welche ebenfalls in der Nacht unterwegs sind. Er berichtet von dem Tierfund und von "dubiosen Personen", danach fordert er Verstärkung an - es ist 4:20 Uhr.

Andreas S. holt anscheinend statt Dokumenten eine weitere Waffe aus dem Kastenwagen und eröffnet das Feuer direkt vom Auto aus.
Ein Schuss trifft Yasmin B. in den Kopf. Sie ist sofort tot.
Die Polizeianwärterin hat keine Schüsse abgegeben, ihre Waffe befindet sich noch im Holster, als sie später gefunden wird.
In diesem Tumult fallen Personalausweis und Führerschein von Andreas S. auf den Boden, sie werden neben Yasmin B. gefunden.

Der 32-jährige Komplize geht im Straßengraben in Deckung.
Oberkommissar Alexander K. gibt einen letzten Funkspruch ab: "Komm schnell, die schießen. Die schießen, komm schnell."
Der Funkpartner antwortet daraufhin: "4012 ist gleich in Erdesbach. Wir kommen." Durch das Funkgerät ist ein Schuss zu hören.

Oberkommissar Alexander K. wird in den Bauch getroffen. Seine Sicherungsweste wird zerfetzt.
Er wird von Andreas S. verfolgt, gibt mindestens 14 Schüsse aus seiner Dienstwaffe ab, doch ohne Nachtsichtgerät erkennt er kein Ziel.
Sowohl Andreas S. als auch sein Komplize bleiben unverletzt.
Andreas S. schießt insgesamt viermal auf den Oberkommissar.
Davon einmal mit der doppelläufigen Schrotflinte und dreimal mit dem Jagdgewehr Winchester Bergara 308. Einer dieser letzten Schüsse trifft Alexander K. am Kopf.

Andreas S. und sein Komplize fliehen im Renault Kastenwagen vom Tatort.
Wenige Kilometer später müssen sie ihr Auto von einer weiteren Person abschleppen lassen. Dieser Mann meldet sich über seinen Anwalt bei der Polizei.

Um 4:32 Uhr kommt die Polizeiverstärkung am Einsatzort an.
Sie finden den Oberkommissar schwerst verletzt und nicht mehr ansprechbar im Bereich einer Böschung vor. Er stirbt kurz darauf.

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...f-100.html

Das ist der vorläufige Endstand der Ermittlungen.
Dieses Ergebnis wäre nun abzugleichen mit vorherigen Meldungen.

Ich ziehe an dieser Stelle nur mal eine interessante Bemerkung von @kalter hornung vom 02.03. heraus:

Alexander K. konnte sich also nicht mehr in Deckung bringen, nachdem er angeschossen wurde? 
Aber zu einem Funkspruch (in dem er nicht erwähnt, daß seine Kollegen getroffen wurde und er selbst verwundet ist) und zum Leerballern des Magazins hat "die Dynamik des Geschehens" dann doch noch gereicht.

Nun, an dieser berechtigen Frage hat sich nichts geändert.

Neu ist, daß die Jagd aus dem Transporter heraus erfolgte.
Ehrlich gesagt, das halte ich für ausgemachten Schwachsinn.
Das würde nur funktionieren, wenn in unmittelbarer Nähe ein Gehege vorhanden wäre, was aber nie gemeldet wurde.
Das Gehege wäre auch für die erlegte Menge Damwild erforderlich.
Daher hege ich den Verdacht, daß die eigentliche Jagd ganz woanders stattfand und der Aufenthalt auf dem Parkplatz einen anderen Hintergrund haben könnte.

Hier wurde schon in Frage gestellt, das eine solch frühe Streife für Eigentumsdelikte unglaubwürdig sei und nun haben wir einen fragwürdigen "Hochsitz" (einem Kastenwagen auf einem freien Platz),
der als Jagd-Tatort behauptet wird.

Was bedeutet das konkret?
Mußte ein Ereignisort generiert werden, wo sich Wilderer und Polizei-Duo begegnen?  Huh

mfG
nereus
Nach Polizisten-Mord nahe Kusel: Staatsanwaltschaft plant wohl psychiatrisches Gutachten über Andreas S.

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern plant nun offenbar ein psychiatrisches Gutachten über den mutmaßlichen Täter Andreas S. Die Folgen für den 38-Jährigen könnten weitreichend sein.
Andreas S.  sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.
Ende Januar soll  er zwei junge Polizisten in der Nähe von Kusel erschossen haben: die 24-jährige Yasmin B. und den 29-jährigen Alexander K.
Doch noch immer schweigt der Tatverdächtige zu den Vorwürfen.
Wie geht es nun im Fall weiter, der deutschlandweit für so viel Aufsehen sorgte?


Quelle: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saar...d-67485817

Nach Informationen des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) wird die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nun wohl ein psychiatrisches Gutachten für Andreas S. in Auftrag geben. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Udo Gehring dem SWR. Mit dem Gutachten will die Staatsanwaltschaft auch überprüfen, ob bei einer Verurteilung eine Sicherungsverwahrung verhängt werden könne.

Eine Sicherungsverwahrung hätte weitreichende Folgen für Andreas S.:
So würde der 38-Jährige nach Ablauf der Haftstrafe in eine Erziehungsanstalt oder ein psychiatrisches Krankenhaus untergebracht werden, anstatt freigelassen zu werden.
Bislang ist laut Bericht noch unklar, wann das psychiatrische Gutachten erstellt wird. Dafür müssten zunächst die Ermittlungen abgeschlossen werden.

Fest steht ebenfalls noch nicht, ob auch für Florian V, den anderen Beschuldigten, ein solches Gutachten erstellt werden soll.  
Der 32-Jährige war Anfang März aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil die Ermittler inzwischen davon ausgehen, dass er nicht auf die Polizisten geschossen hat (wir berichteten).
Andreas S. wollte wohl Wilderei vertuschen – Tat in Kusel nachgestellt
Man gehe davon aus, dass S. alleine fünf Schüsse auf die beiden Polizeibeamten abgefeuert habe, erklärte der leitende Oberstaatsanwalt, Udo Gehring, in einer ausführlichen Stellungnahme.

Der 38-Jährige wollte damit mutmaßlich eine andere Tat vertuschen –  Wilderei.  S. schweigt weiterhin zu den schweren Vorwürfen. Am Mittwoch war der Tatort im Kreis Kusel erneut abgesperrt, weil die Ermittler dort weitere Details zu den tödlichen Schüssen herausfinden wollten und die Tat nachstellten.


Der Tatablauf muß nachgestellt werden, die Schmauchspur-Untersuchung scheint nichts ergeben zu haben, der Täter schweigt noch immer.
Die Polizei scheint etwas zu verschweigen und auch das Motiv für einen Doppelmord ist eigentlich absurd.

mfG
nereus
Prozessauftakt um mutmaßliche Polizistenmorde bei Kusel

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...t-100.html

Am Dienstag beginnt am Landgericht Kaiserslautern der Prozess um die mutmaßlichen Polizistenmorde von Kusel. Bis September hat das Gericht 14 Termine für die Verhandlung vorgesehen.

Versuchter Mord sowie zwei vollendete Morde - so lautet unter anderem die Anklage gegen den mittlerweile 39-jährigen mutmaßlichen Todesschützen.

Er soll Ende Januar zwei junge Polizisten bei Kusel erschossen haben.
Außerdem wird ihm Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 39-Jährige die Beamten tötete, um Jagdwilderei zu vertuschen.

Auch Komplize von Kusel vor Gericht

Zunächst gingen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass zwei Schützen auf die junge Polizeianwärterin und den Polizisten schossen. Im Verdacht stand zunächst auch ein heute 33-Jähriger, der in der Tatnacht mit dem 39-Jährigen gewildert haben soll.
Dieser Anfangsverdacht bestätigte sich laut Staatsanwaltschaft allerdings nicht.
Trotzdem muss sich auch der 33-Jährige am Dienstag vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn Anklage wegen Jagdwilderei und versuchter Strafvereitelung erhoben. Im Gegensatz zu dem mutmaßlichen Schützen befindet er sich momentan auf freiem Fuß.

Auf was plädiert die Verteidigung?

Die Beweislage scheint für die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern klar zu sein.
"Polizei und Staatsanwaltschaft haben umfangreiche Ermittlungen getätigt.
Die Spuren am Tatort wurden untersucht, aus denen man Rückschlüsse ziehen kann. Mehr als man vielleicht denkt", erklärt der Leitende Oberstaatsanwalt Udo Gehring.
Die Staatsanwaltschaft geht beispielsweise davon aus, dass der Schütze erneut auf die Polizistin schoss, nachdem er bemerkte, dass sie noch lebte.

Auf was der Anwalt des mutmaßlichen Schützen plädiert, ist nicht klar.
Auf entsprechende Anfragen antwortete die saarländische Kanzlei nicht.
Der Verteidiger des 33-Jährigen ist sich hingegen sicher, dass sein Mandat ohne Strafe davon kommt. Er habe maßgeblich zur Strafaufklärung beigetragen.
..
Der öffentliche Prozess findet am Dienstagmorgen ab 9:00 Uhr vor dem Landgericht Kaiserslautern statt.


mfG
nereus
Ausführlichster Bericht vokm1. Prozeßtag:

https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-06...gle.com%2F
Ohne Bezahlschranke .. die jetzt verschwunden scheint .. seltsam oder mein Browser hat ne Macke.

Ein Link hinter einer kostenpflichtigen Seite ist nicht ganz so der Hit.  Big Grin
Hier mal einer, der von allen aufgerufen werden kann.

Und es geht schon mal sensationell los.
Der Täter war nicht der Täter – zumindest behauptet er das.
Aber der Reihe nach.

Staatsanwaltschaft:

Den ersten Schuss soll S. überraschend aus kurzer Entfernung aus einer Schrotflinte auf den Kopf der 24-jährigen Beamtin abgegeben haben. Diese wurde laut Anklage dadurch schwer verletzt. Der Angeklagte ging aber von ihrem Tod aus. Der zweite Schuss erfolgte aus derselben Waffe aus größerer Entfernung auf ihren 29 Jahre alten Kollegen, der am Gesäß getroffen wurde.
Der Beamte schoss zur Verteidigung mit seiner Dienstpistole zurück und setzte einen Notruf ab mit den Worten „Die schießen“, woraufhin S. dreimal mit einem Jagdgewehr auf den Polizisten schoss und ihn jedes Mal schwer verletzte. Der letzte Schuss traf den Polizisten am Kopf und war tödlich. Anschließend durchsuchte S. die auf dem Boden liegende Beamtin nach für ihn kompromittierenden Notizen. Dabei stellte er fest, dass sie noch lebte und schoss ihr mit der Schrotflinte in den Kopf.


Quelle: https://www.merkur.de/deutschland/rheinl...ukenschlag

Das er später auf die Polizistin nachschoss ist neu.
Das wurde meines Wissens auch vom Tatzeugen damals nicht kommuniziert, aber egal.

Mutmaßlicher Täter:

Beim Prozessauftakt am Dienstag hatte der Hauptangeklagte Andreas S. den Mord bestritten. Auch belastete der Hauptangeklagte den 33-jährigen Mitangeklagten schwer. Der Verteidiger schilderte seine Version des Tatablaufs. Sein Mandant habe bei dem Vorfall Ende Januar Schüsse gehört und sei „perplex“ gewesen, sagte der Verteidiger des Mannes in einer Erklärung. Dabei bringt er den Mitangeklagten als möglichen Täter ins Spiel, deutet eine Art Notwehr an und will dem Mitangeklagten sogar eine Schrotflinte während des Geschehens auf einer Landstraße in der Pfalz entrissen haben.

Der Verteidiger des 33 Jahre alten Komplizen wies die Darstellung als unzutreffend und „vorhersehbar“ zurück. Es sei so gewesen, wie sein Mandant bei der Vernehmung geschildert habe. Darin hatte der Mann Jagdwilderei eingeräumt, aber bestritten, selbst geschossen zu haben. Gegen ihn war anfangs auch wegen der Morde ermittelt worden, diesen Vorwurf ließen die Ermittler später aber wieder fallen.


Demnach hätte nicht der Profi-Jäger die Morde begangen, sondern die Hilfskraft.
Wie wahrscheinlich ist das?
Für mich eher unwahrscheinlich, aber nichts genaues weiß man nicht.

In der Einlassung schilderte S. eine für ihn nach eigenem Empfinden völlig unübersichtliche Situation, in der er nicht gewusst habe, wer weshalb auf wen schieße. Sein Mitangeklagter Florian V. habe eine Schrotflinte in der Hand gehalten, hieß es in der von der Verteidigung verlesenen Erklärung. Dieser habe „geistig abwesend“ gewirkt. S. habe ihm die Waffe schließlich entrissen.

Wenn Andreas S. ein guter Menschenkenner ist und Helfer V. ein wenig einfältig, könnte der Plan ggf. lauten, den einzigen Zeugen der Lüge zu überführen. Und wenn die Polizei keine echten harten Beweise vorführen kann, dann kann er es zumindest versuchen.
Dennoch erscheint mir das alles etwas sonderbar.
Zumal der SWR u.a. das meldet:

Den Tatablauf schildert der Verteidiger in seiner Erklärung wie folgt:
Beide hätten bei ihrer Jagd eine Pause gemacht, dann sei das Zivilfahrzeug mit den Polizisten erschienen. Der Hauptangeklagte habe seine Tür nicht öffnen können, weil das Auto der Polizisten zu nah an seinem Wagen stand.
Als er im Handschuhfach nach seinen Papieren gesucht habe, habe er zwei Schüsse gehört. Eine Person sei vor dem Fahrzeug zu Boden gefallen und es sei mehrmals geschossen worden.


Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...t-100.html

Das klingt absurd.
Warum sollte der Polizeiwagen sich so nah an den Lieferwagen heranstellen, wenn dann nicht einmal eine normale Fahrzeugkontrolle möglich wird?
Und wenn der Lieferwagen die Tür nicht öffnen konnte, wie konnten das dann die so dicht herangefahrenen Beamten? Huh

Ein bislang unbekannter Dritter Täter scheint aber von niemandem ins Szenario eingebaut zu werden.  
Demnach gibt es wohl auch kein (politisches oder nachrichtendienstliches) Mysterium, welches anfangs (auch von mir) unterstellt wurde.

mfG
nereus
(23.06.2022, 14:03)nereus schrieb: [ -> ]Ohne Bezahlschranke .. die jetzt verschwunden scheint .. seltsam oder mein Browser hat ne Macke.

Ein Link hinter einer kostenpflichtigen Seite ist nicht ganz so der Hit.  Big Grin
Hier mal einer, der von allen aufgerufen werden kann.

Und es geht schon mal sensationell los.
Der Täter war nicht der Täter – zumindest behauptet er das.
Aber der Reihe nach.

Staatsanwaltschaft:

Den ersten Schuss soll S. überraschend aus kurzer Entfernung aus einer Schrotflinte auf den Kopf der 24-jährigen Beamtin abgegeben haben. Diese wurde laut Anklage dadurch schwer verletzt. Der Angeklagte ging aber von ihrem Tod aus. Der zweite Schuss erfolgte aus derselben Waffe aus größerer Entfernung auf ihren 29 Jahre alten Kollegen, der am Gesäß getroffen wurde.
Der Beamte schoss zur Verteidigung mit seiner Dienstpistole zurück und setzte einen Notruf ab mit den Worten „Die schießen“, woraufhin S. dreimal mit einem Jagdgewehr auf den Polizisten schoss und ihn jedes Mal schwer verletzte. Der letzte Schuss traf den Polizisten am Kopf und war tödlich. Anschließend durchsuchte S. die auf dem Boden liegende Beamtin nach für ihn kompromittierenden Notizen. Dabei stellte er fest, dass sie noch lebte und schoss ihr mit der Schrotflinte in den Kopf.


Quelle: https://www.merkur.de/deutschland/rheinl...ukenschlag

Das er später auf die Polizistin nachschoss ist neu.
Das wurde meines Wissens auch vom Tatzeugen damals nicht kommuniziert, aber egal.

Mutmaßlicher Täter:

Beim Prozessauftakt am Dienstag hatte der Hauptangeklagte Andreas S. den Mord bestritten. Auch belastete der Hauptangeklagte den 33-jährigen Mitangeklagten schwer. Der Verteidiger schilderte seine Version des Tatablaufs. Sein Mandant habe bei dem Vorfall Ende Januar Schüsse gehört und sei „perplex“ gewesen, sagte der Verteidiger des Mannes in einer Erklärung. Dabei bringt er den Mitangeklagten als möglichen Täter ins Spiel, deutet eine Art Notwehr an und will dem Mitangeklagten sogar eine Schrotflinte während des Geschehens auf einer Landstraße in der Pfalz entrissen haben.

Der Verteidiger des 33 Jahre alten Komplizen wies die Darstellung als unzutreffend und „vorhersehbar“ zurück. Es sei so gewesen, wie sein Mandant bei der Vernehmung geschildert habe. Darin hatte der Mann Jagdwilderei eingeräumt, aber bestritten, selbst geschossen zu haben. Gegen ihn war anfangs auch wegen der Morde ermittelt worden, diesen Vorwurf ließen die Ermittler später aber wieder fallen.


Demnach hätte nicht der Profi-Jäger die Morde begangen, sondern die Hilfskraft.
Wie wahrscheinlich ist das?
Für mich eher unwahrscheinlich, aber nichts genaues weiß man nicht.

In der Einlassung schilderte S. eine für ihn nach eigenem Empfinden völlig unübersichtliche Situation, in der er nicht gewusst habe, wer weshalb auf wen schieße. Sein Mitangeklagter Florian V. habe eine Schrotflinte in der Hand gehalten, hieß es in der von der Verteidigung verlesenen Erklärung. Dieser habe „geistig abwesend“ gewirkt. S. habe ihm die Waffe schließlich entrissen.

Wenn Andreas S. ein guter Menschenkenner ist und Helfer V. ein wenig einfältig, könnte der Plan ggf. lauten, den einzigen Zeugen der Lüge zu überführen. Und wenn die Polizei keine echten harten Beweise vorführen kann, dann kann er es zumindest versuchen.
Dennoch erscheint mir das alles etwas sonderbar.
Zumal der SWR u.a. das meldet:

Den Tatablauf schildert der Verteidiger in seiner Erklärung wie folgt:
Beide hätten bei ihrer Jagd eine Pause gemacht, dann sei das Zivilfahrzeug mit den Polizisten erschienen. Der Hauptangeklagte habe seine Tür nicht öffnen können, weil das Auto der Polizisten zu nah an seinem Wagen stand.
Als er im Handschuhfach nach seinen Papieren gesucht habe, habe er zwei Schüsse gehört. Eine Person sei vor dem Fahrzeug zu Boden gefallen und es sei mehrmals geschossen worden.


Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...t-100.html

Das klingt absurd.
Warum sollte der Polizeiwagen sich so nah an den Lieferwagen heranstellen, wenn dann nicht einmal eine normale Fahrzeugkontrolle möglich wird?
Und wenn der Lieferwagen die Tür nicht öffnen konnte, wie konnten das dann die so dicht herangefahrenen Beamten? Huh

Ein bislang unbekannter Dritter Täter scheint aber von niemandem ins Szenario eingebaut zu werden.  
Demnach gibt es wohl auch kein (politisches oder nachrichtendienstliches) Mysterium, welches anfangs (auch von mir) unterstellt wurde.

mfG
nereus

Ich halte ja schon die Behauptung, daß Andreas S. ein schlimmer Wilderer war, für abwegig. Schliesslich war er mit seinen Produkten mehrmals in der lokalen Zeitung zu sehen, sogar mit Bürgermeister im Schlepptau. Spenden an die örtliche Tafel usw.

Der Tatort befindet sich mitten im amerikanischen Gebiet....das ist der wichtigste Anhaltspunkt für mich.
Nach NSU, Breitscheidplatz, Lübke, Hanau usw habe ich aber die Hoffnung aufgegeben, daß es hierzulande noch echte Ermittlungen und potentielle Helden unter Polizisten, Staatsanwälten, Richtern und Journalisten gibt.

Ich gehe jetzt in den Garten, etwas Hoffnung schöpfen zwischen Bienen, Blumen und Rasenmähern.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16