geomatiko

Normale Version: RAF-Deutscher Terror und die Opferangehörigen
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
phoenix Runde: "Lebenslinien - Die Opfer der RAF"
 
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/1114249
 
Die Rote Armee Fraktion (RAF) hat ihr Leben von einem auf den anderen Tag verändert: Die Väter von Jörg Schleyer, Prof. Michael Buback und Clais von Mirbach wurden kaltblütig von Mitgliedern dieser Terrorgruppe ermordet.


Wie erging es den Hinterbliebenen? Wie bewerten sie heute das Geschehen von damals? Wie reagierte der Staat, die Gesellschaft? Warum wurden für manche Morde die Täter weder ermittelt noch verurteilt?“


So lautetet der teaser für die Sendung. Die Frage
Warum wurden für manche Morde die Täter weder ermittelt noch verurteilt?“
blieb dabei völlig unbeantwortet – und es ist die hauptfrage. Sicher alles auch eine frage der Moderation, aber auch eine Bewusstseinsfrage der drei Gäste. Insbesondre von Mirbach fasste es in seinem Schlusssatz zusammen: man sei bei den Siegern, das Problem RAF habe sich erledigt. Obwohl – und da warf die Moderatorin dann doch noch etwas Bedeutendes ein – es den terror ja doch irgendwie immer noch gebe....


Nichts, gar nichts ist beendet, und „siegreich“ ist die Zivilgesellschaft, die Demokrtie, der Rechtsstaat gerade eben nicht. Buback formulierte sein Unbehagen darüber, dass d Akten auf Jahrzehnte weggeschlossen seien, und wohl erst die kommende Genaeration könne da Einblick nehmen. „Warum?“ Zu fragen genügt aber nicht. Das ist wahrlich KEIN wissenschaftlicher Ansatz, auf den Buback sonst doch immer so stolz ist. Newton begnügte sich nicht damit, zu konstatieren, dass der Apfel vom Baum herabfällt. Angesichts der Beweisbarkeit der Existenz von Kräften in der Natur, die auch dann vorhanden sind, wenn man sie nicht sieht, zog er Schlussfolgerungen.
Buback berichtet davon, dass die Top-Terroristen Verena Becker die Wohnung von H-J Straß ausgekundschaftet hatte und dass dies und ihre konspirative Wohnung lange geheim gehalten blieb. Dabei war sie mit den Diensten verbandelt und die Information wäre für den Sicherheitsapparat rund um Buback, von Mirbach, Schleyer etc. wichtig gewesen, Monate, bevor sie selber starben.


Da reicht kein einfaches warum mehr, da muss man schon mal aufstehen und sagen, dass offensichtlich Teile des bundesdeutschen Sicherheitsapparates von damal bis heute Informationen geheim hielten und halten, die sicherheitsrelevant sind. Oder anders gesagt: Teile der Dineste arbeiten an der UNSICHERHEIT. Wieviel Indizien und wieviel Bewise benötigt Buback denn noch, um zu dieser simplen Schlußfolgerung zu gelangen – auch ohne konkrete Schriftverkehr dazu vorlegen zu können? Der Apfel vom Baume Newtons führte auch keine Gravitationsberechnungen am Stiel mit.


Er habe doch nur helfen wollen, sagte Buback. Auch Galilei wollte nichts negatives, etwa den Papst entmachten. Dennoch blies ihm der Gegenwind unerträglich heftig ins Gesicht.


Was den drei Söhnen offensichtlich fehlt, ist der unvoreingenommene, vorurteilsfreie Blick auf die Geschichte ihrer Väter. Schleyer sagtee, er werde bestimmt nicht auf die Idee kommen, dass der entscheidende Hinweis auf das sog. „Schleyer-Versteck“, der ja kriminaltechnisch durch die Raster-Fahndung vorhanden war, unterschlagen worden sei. Warum – und da frage auch ich mal warum – warum denn nicht? Weshalb schließt ein Opferangehöriger die klare frage nach Ursache und Wirkung aus?


Sicherlich nicht aus böser Absicht“ seien in allen drei Fällen die vorhandenen eindeutigen Warnungen ignoriert worden.


Es ist keine Theorie, sondern aus vielen Halbsätzen und Zwischenbemerkungen der drei ableitbar: si können sich das Unfassbare nicht vorstellen: eine leitende Kraft ÜBER der RAF, die bis heute die Informationen lenkt. Und Befehle, Weisungen erteilt. Die drei Söhne bleiben auf der Ebene der „Fehler“, shit happens, stecken. Und so sind sie, wie auch die Leute, die vom gepkanten Anschlag aud Strauß schwiegen, mit verantwortlich für das Leid der Winnenden-Opfer, der „NSU“-Opfer usw.. Terror und Terror-Begünstigung als „Fehler“ zu verharmlosen trotz beseren Wissens, ist eben auch kein „Fehler“, sondern ideologischer Bockmist mit moralischer Schuld.


Wer sich die Todesumstände von Marianne Strauß und ihrem Mann ansieht, erkennt, dass hier nur mal eben keine Patronenkugeln benutzt wurden. Natürlich waren diese Todesfälle dennoch nicht. Strauß war nicht mehr systemkonform gewesen. Zumindest in den USA sah man es nicht gern, wenn Strauß mal eben - als Pilot – selbst nach Moskau flog oder der DDR einen Milliardenkredit verschaffte.