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Zitat:Fußballkatastrophe von Hillsborough

Nach 28 Jahren Anklage erhoben

96 Fußballfans starben 1989 bei der Katastrophe im Hillsborough-Stadion. Das ist 28 Jahre her. Nun erhob die britische Staatsanwaltschaft erstmals Anklage gegen sechs Personen.

[Bild: image-1159490-860_poster_16x9-orie-1159490.jpg]

Mittwoch, 28.06.2017   13:11 Uhr

Mehr als 28 Jahre nach der Hillsborough-Katastrophe erhebt die britische Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Personen, darunter auch vier Polizeibeamte. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.

"Es gibt ausreichend Beweise, um das Verfahren gegen diese Personen einzuleiten", sagte Sue Hemming, Leiterin der Abteilung für besondere Kriminalitätsbekämpfung. Premierministerin Theresa May sprach von "einem wichtigen Schritt nach vorn".

Am 15. April 1989 war beim Pokalspiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forrest im Stadion eine Massenpanik ausgebrochen. 96 Menschen starben. Darunter viele Kinder, Hunderte wurden verletzt.

Ein ehemaliger Polizist, der bei dem Fußballspiel für die Sicherheit im Stadion verantwortlich war, wurde wegen "Totschlags durch grobe Fahrlässigkeit" angeklagt. Das Fehlverhalten des Beamten habe "entscheidend zum Tod jedes einzelnen der 96 Menschen beigetragen", hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Die anderen damaligen Beamten wurden unter anderem wegen Verletzung der Dienstpflichten und Behinderung der Justiz in der Folge des Unglücks angeklagt. Gegen den Ex-Geschäftsführer des Fußballclubs Sheffield Wednesday wurde Anklage wegen Sicherheitsmängeln im Stadion erhoben.

Lange war die Katastrophe hauptsächlich als Unfall dargestellt worden. Eine erste Untersuchung hatte 1991 ergeben, dass für die Tragödie im Fußballstadion von Sheffield niemand verantwortlich zu machen war. 2012 hatte ein Gericht das Urteil aufgehoben und eine neue Untersuchung angeordnet.

2014 wurde der Fall dann neu verhandelt, nachdem eine Untersuchung die bei der Katastrophe eingesetzten Polizei- und Rettungskräfte schwer belastete. Im Januar wurde bekannt, dass die Behörden gegen 23 Verdächtige ermitteln, denen Totschlag und Behinderung der Justiz vorgeworfen werden.

jan/AP/dpa/Reuters

http://www.spiegel.de/sport/fussball/fus...54889.html
Typischer Spiegel-Dreck:
"schwer belastete" - und zuvor sei es ein Unfall gewesen. Ja WOMIT denn belastete? Kann irgend jemand aus dem Artikel herauslesen, WAS denn konkret den Belasteten vorgeworfen wird?

Der Vergleich zu Duisburg drängt sich auf:
http://www.medienanalyse-international.d...urger.html

Auch da wird konsequent vopn allen, aber auch wirklich allen Medien konsequent die einzig erklärende simple Ein-Satz-Wahrheit NICHT geschrieben: Die Polizei hob die Sperren als integralem und zentralem Bestandteil des Sicherheitskonzepts auf.
So dürfte es von Fascho-Polizisten in England auch gewesen sein: die Menschen sich totdrängeln lassen, um selber als "Ordnungskräfte" mehr Leute, mehr Geld, mehr Anerkennung zu erhalten, sprich: mehr Macht.
Alles etwas verkürzt auf den Punkt gebracht, aber darauf läuft das Credo dieses Packs doch hinaus: einerseits gibt es die wilde ungezügelte Masse, blöd und drängelig, andererseits die uniformtragende Ordnung, klar und strukturiert, ordentlich mit Führung und per se an allem unschuldig, eben Freund und Helfer. Und der gesamte Staat muss natürlich von letzteren organisiert werden - das gilt es zu demonstrieren. Das ist der Unterschied zwischen Polizeistaat und Rechtsstaat.