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Normale Version: Sprengstoff-Anschlag auf Dortmunder Teambus - BVB-Profi verletzt
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Im Prozess um den Bombenanschlag auf den BVB soll am 27. November das Urteil gesprochen werden.
Der Angeklagte hat bereits gestanden – doch ein Sprengstoff-Experte belastet ihn erneut.

Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/Nachricht...40942.html

Der 25. Verhandlungstag des Prozesses um den Anschlag auf den BVB-Bus hatte am Donnerstag kaum begonnen, da versuchte der geständige Bombenbauer, Sergej W. (29), noch einmal Pluspunkte zu sammeln:
Über seinen Verteidiger Carl Heydenreich erkannte der Angeklagte die Schmerzensgeldforderung von Ex-BVB-Verteidiger Marc Bartra (inzwischen Betis Sevilla) über 15.000 Euro an.

Auch die eingeklagten 20.000 Euro des bei dem Anschlag verletzten Motorradpolizisten akzeptierte er. Außerdem soll am Ende auch Borussia Dortmund einen Titel über rund 20.000 Euro für die Schäden am Mannschaftsbus erhalten.
Ob Sergej W. die Gesamtsumme von etwa 55.000 Euro aber jemals aufbringen kann, ist sehr unwahrscheinlich. Bisher hat er lediglich dem Motorradpolizisten im laufenden Prozess 2.000 Euro übergeben.

Urteil am 27. November

Viel wird im Prozess vor dem Dortmunder Schwurgericht - Stand jetzt - wohl nicht mehr passieren. Die Richter haben bereits mitgeteilt, dass Staatsanwaltschaft und Verteidigung am 19. und am 22. November plädieren sollen. Planmäßiger Termin zur Verkündung des Urteils ist dann der 27. November.
Nach zehnmonatiger Prozessdauer hat für Sergej W. damit endgültig die Zeit des Bangens begonnen. Der 29-Jährige ist wegen 28-fachen Mordversuchs angeklagt.
Damit droht ihm möglicherweise sogar lebenslange Haft.

Zweifel an "Harmlos-Version"

Sergej W. gibt zwar zu, die Sprengsätze am 11. April 2017 bei der Abfahrt des BVB am Teamhotel "l'Arrivée" gezündet zu haben. Er will sie aber bewusst so konstruiert haben, dass keine nennenswerten Schäden entstehen konnten. Genau diese "Harmlos-Version" ist seit Donnerstag jedoch ins Wanken geraten.
Ein Sprengstoff-Experte des Fraunhofer-Instituts hat die Explosionskraft noch einmal genau berechnet. Nach seinen Angaben sind die vom Angeklagten verbauten Substanzen extrem gefährlich gewesen. Normalerweise wären die Bombensplitter mit einer Geschwindigkeit von 850 Metern pro Sekunde geflogen. Das entspräche einem Tempo von 3060 km/h.

Bomben nicht vollständig explodiert

Nur wegen einer Verpuffung sei es nicht zu einer noch größeren Katastrophe gekommen. "Es hätte alles deutlich schlimmer kommen können", sagte der Experte am Rande des Prozesses. Die Bomben von Sergej W. seien offenbar nicht vollständig explodiert.
Dass ein früherer Gutachter die Geschwindigkeit geringer eingestuft hatte, liegt daran, dass dieser Experte vom tatsächlichen Schadensbild ausgegangen ist, und nicht von der potenziellen Sprengkraft.  


Lebenslang bedeutet mindestens 15 Jahre und dann die Chance auf Bewährung.
Hinzu kämen 55.000 Euro Schulden.

Mein lieber Sergej, dann bist Du 44.
Ich habe nach wie vor Zweifel, daß Du so unendlich blöd gewesen sein sollst.
Die Geschichte krankt an so vielen Ecken und Enden.
Nur, da Du offenbar bereit bist alles auf Dich zu nehmen, muß es etwas geben, was noch schlimmer sein kann als 15 Jahre Wegsperren.
Was kann das sein?

Was veranlaßte Beate Zschäpe entweder zu schweigen oder z.T. die Vorwürfe anzuerkennen, die sich bei näherer Betrachtung als haltlos erweisen?

War es vielleicht die Angst vor der Liquidierung, die überhaupt keine Perspektive mehr bietet?
Fürchtet ggf. auch der junge Russe ein solches Szenario?

Welche Kreaturen ziehen durch dieses Land und weben arglose Menschen in Gruselgeschichten, bei denen sie am Ende nur als entsorgbarer Müll behandelt werden und froh sein dürfen zu überleben?

Oder unterschätzt man einfach nur die menschliche Blödheit, die auch intelligente Menschen zu grob fahrlässigen Handeln veranlassen kann? Huh

mfG
nereus
Das Drama geht zu Ende.

Sergej W. hat neben dem Bus von Borussia Dortmund mehrere Bomben gezündet. Wegen versuchten Mordes dürfe er jedoch nicht verurteilt werden, verteidigt ihn sein Anwalt.

Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges...-w-prozess

Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund haben die Verteidiger eine Haftstrafe von deutlich unter zehn Jahren beantragt.
In seinem Plädoyer vor dem Dortmunder Schwurgericht hielt Rechtsanwalt Carl Heydenreich eine Verurteilung wegen versuchten Mordes für ausgeschlossen. Der Angeklagte Sergej W. habe sich nur der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion schuldig gemacht. Der in Russland geborene Deutsche hatte im Prozess zugegeben, neben dem voll besetzten Mannschaftsbus des BVB drei Bomben gezündet zu haben. Er bestreitet aber jeden Tötungsvorsatz.
Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Montag lebenslange Haft beantragt.  


Für mich bleibt der Fall rätselhaft, wenn ich die Umstände berücksichtige.
Streng genommen wäre die Version der Staatsanwaltschaft in sich rund, aber die paßt nicht so recht in die Abläufe.
Wie kann ein Mensch, der sonst keinen Plan von der Börse hat, sich so weit aus dem Fenster hängen und so viel riskieren?
Warum wurde das Motiv nicht richtig diskutiert oder wurde nur darüber nicht medial berichtet?
Für mich ergibt das Geschehen nur Sinn, wenn Sergej Wenergold von mindestens einer Person angestiftet wurde.
Doch eine solche Person taucht nirgends auf.
Ebenso war die mediale Berichterstattung hoch verdächtig oder vielleicht einfach nur dämlich.

Sergej W. hat bereits frühzeitig im Prozess zugegeben, die Bomben gebaut, versteckt und mit einem Fernzünder zur Detonation gebracht zu haben. Angeblich wollte er damit aber nur Angst und Schrecken verbreiten, um den Aktienkurs des börsennotierten Fußballvereins abstürzen zu lassen. Der 29-Jährige hatte zuvor mit geliehenem Geld zahlreiche Optionsscheine erworben, mit denen er auf einen fallenden Kurs wettete.

Zahlreich ja, weil sie im Pfennigbereich notierten!
Meine Güte, es wurden nicht einmal 3.000 Euronen verwettet.
Was will man denn damit reißen?  Huh
Aber da hatten wir alles schon.

mfG
nereus
Keine Millionen, es sollten nur einige Zehntausend werden.

Wahnsinn, wie die Medienbrut mit der Wahrheit hantiert.
Wurde nicht von vielen Hunderttausend oder gar Millionen phantasiert, die Sergej W. einstreichen wollte, um sich ein schönes Leben zu machen?
Schon wenige Wochen nach dem Anschlag hatten mehrere Börsenspezies nachgewiesen, daß ein solcher Gewinn mit diesen Einsätzen und den zu erwartenden Kursbewegungen unmöglich hätte erzielt werden können.

Und nun, kurz vor dem Gerichtsentscheid schreibt die Presse so ganz nebenbei:

Der in Russland geborene Deutsche bestreitet jedoch jede Tötungsabsicht. Es sei ihm allein darum gegangen, Angst und Schrecken zu verbreiten, hieß es in seinem Geständnis. Er habe mit Optionsscheinen auf einen Kurssturz der Aktie gewettet und auf einen Gewinn von „einigen Zehntausend Euro“ gehofft.

Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/Nachricht...51123.html

Wie bitte!?
Einige Zehntausend?

Ja, das war in etwa die zu erwartende Perspektive, wie man an verschiedenen Kalkulationen und Hebelwirkungen nachweisen konnte.
Doch dieser magere Ertrag steht in auffälligem Kontrast zum eingegangen Risiko.

Warum wurde das nie thematisiert?
Warum habt ihr dann über ein Jahr lang von den Millionen geschwätzt?
Und warum hat S. Wenergold nicht noch mehr Optionsscheine gekauft, wenn er doch mehrere 10.000 Euro Kredit aufgenommen haben soll?
Erinnert man sich noch an die 25.000, 40.000 oder gar 78.000 € Kreditsumme?

Am Ende wäre ein Nullsummenspiel herausgekommen, denn Kredite müssen bekanntlich zurückgezahlt werden.
Damit werden der Aufwand und das Risiko noch viel idiotischer.
Und so blöd soll der Russe alleine gewesen sein?  Huh

Und wegen nicht einmal 3.000 € wurde die Finanzaufsicht tätig?
Und was steht in angeblich 18.000 Seiten Ermittlungsergebnissen?

Das ganze Geschehen war und bleibt komplett absurd. 

mfG
nereus
Eigentlich ein Musterschüler, der Sergej. Daß er Wenergold heisst, wusste ich noch gar nicht.
Wundern tuts mich aber auch nicht mehr :-)

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhal...c0f0b.html

Landrat Klaus Michael Rückert gratulierte den Prüflingen zu ihrer hervorragenden Ausbildung im praxisbezogenen Dualen System, das weltweit als führend in der Berufsbildung gelte. Sie sei sogar ein Vorbild für eine Stiftung des deutschstämmigen israelischen Milliardärs und Philanthropen Wertheimer, der in Israel berufliche Ausbildungsstätten für Israelis und Palästinenser nach dem Modell des Dualen Systems in Deutschland aufbaue.
[Bild: media.media.b143e1a9-530f-4939-89f3-6a06...nal700.jpg]

Sergej sieht man, wenn man hinter der kleinen Frau rechts neben den pummeligen jungen Mann in Schwarz guckt.

Leider habe ich mich damit viel zu wenig befasst, obwohl es in meiner Stadt passierte. Der Tag hat leider nur 24 Std und auch die strukturiere ich nicht gerade gut.  Undecided
[Bild: 16551623.jpg]

Quelle Serguei Wenergold 29
Hallo Dunja!

Wie Du weißt, es ist NIE zu spät.

Was passierte in Deiner Stadt?
Der Anschlag auf den Bus, also Dortmund oder wohnte in Deiner Stadt der Russe?

Wenn Letzteres zutrifft, gäbe es ggf. ein paar Fragen, bei deren Beantwortung Du eine Hilfe sein könntest.
Da ich davon ausgehe, daß Sergej W. mindestens einen Helfer, wenn nicht Anstifter hatte und er nur jetzt den kompletten Schaden zu tragen hat, würde mich Folgendes interessieren.
Wenn Du es nicht weißt, vielleicht hast Du Freunde, die dazu etwas sagen können.
Ich zitiere erst einmal aus früheren Postings.

Es ist das Haus der Eltern von Sergejs Freundin, die er nach Informationen von Bild online aber schon seit Monaten nicht mehr dort besucht haben soll, weil die Verkäuferin Anfang des Jahres nach Australien abgereist sei. Sergej W. und seine Freundin sollen sich in der Volksmission Freudenstadt kennengelernt haben.
..
Öffentlich einsehbare Bilder im Internet zeigen, dass Sergej W. in der Vergangenheit wiederholt Gottesdienste und Jugendveranstaltungen der Volksmission Freudenstadt besuchte. Sergej W. war zu keinem Zeitpunkt Mitglied der Volksmission oder in irgendeiner Funktion dort engagiert. Die Volksmission macht grundsätzlich keine weiteren Angaben zu den Besuchern unserer Veranstaltungen oder zu seelsorgerlichen Tätigkeiten unserer Mitarbeiter.


Dieser Laden fiel mir auf und ich habe dann ein wenig gegoogelt.

Sergej W. hatte auf seiner Facebook-Seite Bilder von sich bei Gemeindeveranstaltungen veröffentlicht und auf die Volksmission verwiesen. Unter „Gefällt mir“ standen auf der Seite drei Positionen: die Reggae-Band Termadite, die Volksmission Freudenstadt sowie „Life Guard“, deren Jugendmission.

Noch so ein Verein.

Im Umfeld des Russen ging es recht missionarisch zu.
Wer, zum Kuckuck, ist denn nun wieder Life Guard?

Die gibt es auch in Freudenstadt und da geht es etwas weniger christlich zu.
Schaut mal da: http://webcache.googleusercontent.com/se...de&ct=clnk


Ich schrieb damals: Das wird jetzt spannend, die Seite kann man nur noch im Cache aufrufen und das Bildchen unten „Casino Royal“ hat doch was, oder?

Inzwischen wurde sogar der Cache geleert.
Das finde ich sehr verdächtig.  Huh
Dort lief ein Video in der eine Szenerie eines Casinos beschrieben wurde, in der es um viel Geld und Schusswaffen ging. 
In einer Szene sah man wie ein (offenbar) Erschossener in oder aus dem Raum/Fahrstuhl geschleift wurde. 
Später gibt es dann noch ein mafiöses Gespräch wo auch wieder eine Pistole eine Rolle spielt. Ich krame das jetzt nur aus der Erinnerung.

Mein Frage ist nun die: Was hat eine christliche Mission mit solchen Casino-Exzessen zu tun?
Meines Wissens warf Jesu die Geldhändler aus dem Tempel, aber eine Casino-Geschichte, die auch noch das Verbrechen hofiert, gibt es nicht im Neuen Testament.

Kurzum, was ging da vor sich?  Confused
Sergej W. kam irgendwie in diese Gemeinschaft und dort gab es wieder Verbindungen zu Leuten, die recht unchristliche Aktionen veranstalteten.
Auch wenn das nur Show war, der Appetit kann da allemal geweckt werden.
Mein Verdacht geht daher in die Richtung, daß der Russe dort umgarnt wurde und in ein Szenario „gewebt“ worden sein könnte.

Sind Dir die Volksmission Freudenstadt und Life Guard ein Begriff?
Gab es da in der Vergangenheit schon einmal Auffälligkeiten, die das trübe Licht verstärken könnten?

mfG
nereus
(28.11.2018, 11:06)nereus schrieb: [ -> ]Hallo Dunja!

Wie Du weißt, es ist NIE zu spät.

Was passierte in Deiner Stadt?
Der Anschlag auf den Bus, also Dortmund oder wohnte in Deiner Stadt der Russe?

Wenn Letzteres zutrifft, gäbe es ggf. ein paar Fragen, bei deren Beantwortung Du eine Hilfe sein könntest.
Da ich davon ausgehe, daß Sergej W. mindestens einen Helfer, wenn nicht Anstifter hatte und er nur jetzt den kompletten Schaden zu tragen hat, würde mich Folgendes interessieren.
Wenn Du es nicht weißt, vielleicht hast Du Freunde, die dazu etwas sagen können.
Ich zitiere erst einmal aus früheren Postings.

Es ist das Haus der Eltern von Sergejs Freundin, die er nach Informationen von Bild online aber schon seit Monaten nicht mehr dort besucht haben soll, weil die Verkäuferin Anfang des Jahres nach Australien abgereist sei. Sergej W. und seine Freundin sollen sich in der Volksmission Freudenstadt kennengelernt haben.
..
Öffentlich einsehbare Bilder im Internet zeigen, dass Sergej W. in der Vergangenheit wiederholt Gottesdienste und Jugendveranstaltungen der Volksmission Freudenstadt besuchte. Sergej W. war zu keinem Zeitpunkt Mitglied der Volksmission oder in irgendeiner Funktion dort engagiert. Die Volksmission macht grundsätzlich keine weiteren Angaben zu den Besuchern unserer Veranstaltungen oder zu seelsorgerlichen Tätigkeiten unserer Mitarbeiter.


Dieser Laden fiel mir auf und ich habe dann ein wenig gegoogelt.

Sergej W. hatte auf seiner Facebook-Seite Bilder von sich bei Gemeindeveranstaltungen veröffentlicht und auf die Volksmission verwiesen. Unter „Gefällt mir“ standen auf der Seite drei Positionen: die Reggae-Band Termadite, die Volksmission Freudenstadt sowie „Life Guard“, deren Jugendmission.

Noch so ein Verein.

Im Umfeld des Russen ging es recht missionarisch zu.
Wer, zum Kuckuck, ist denn nun wieder Life Guard?

Die gibt es auch in Freudenstadt und da geht es etwas weniger christlich zu.
Schaut mal da: http://webcache.googleusercontent.com/se...de&ct=clnk


Ich schrieb damals: Das wird jetzt spannend, die Seite kann man nur noch im Cache aufrufen und das Bildchen unten „Casino Royal“ hat doch was, oder?

Inzwischen wurde sogar der Cache geleert.
Das finde ich sehr verdächtig.  Huh
Dort lief ein Video in der eine Szenerie eines Casinos beschrieben wurde, in der es um viel Geld und Schusswaffen ging. 
In einer Szene sah man wie ein (offenbar) Erschossener in oder aus dem Raum/Fahrstuhl geschleift wurde. 
Später gibt es dann noch ein mafiöses Gespräch wo auch wieder eine Pistole eine Rolle spielt. Ich krame das jetzt nur aus der Erinnerung.

Mein Frage ist nun die: Was hat eine christliche Mission mit solchen Casino-Exzessen zu tun?
Meines Wissens warf Jesu die Geldhändler aus dem Tempel, aber eine Casino-Geschichte, die auch noch das Verbrechen hofiert, gibt es nicht im Neuen Testament.

Kurzum, was ging da vor sich?  Confused
Sergej W. kam irgendwie in diese Gemeinschaft und dort gab es wieder Verbindungen zu Leuten, die recht unchristliche Aktionen veranstalteten.
Auch wenn das nur Show war, der Appetit kann da allemal geweckt werden.
Mein Verdacht geht daher in die Richtung, daß der Russe dort umgarnt wurde und in ein Szenario „gewebt“ worden sein könnte.

Sind Dir die Volksmission Freudenstadt und Life Guard ein Begriff?
Gab es da in der Vergangenheit schon einmal Auffälligkeiten, die das trübe Licht verstärken könnten?

mfG
nereus
Hallo Nereus,  ja ich wohne in Dortmund und fuhr an dem Abend Taxi....
das Arrivee Hotel an der Wittbräuckerstr wurde oft von uns angefahren.
Damals war aber alles so schnell gesperrt, daß ich und auch meine Kollegen gar nicht mehr in Sichtweite kamen.
Was mir damals schon auffiel, war der lange bis in die Nacht kreisende Helikopter.....
und einige Tage später erst wurde ein Feuer im Waldstück nebenan entdeckt, was S.W. zugeschrieben wurde.
Ich habe mich leider bisher nicht genug mit der Sache befasst.....
Freudenstadt ist ja im Schwarzwald und weit weg von Dortmund.

Ich habe hier aber einen Artikel gefunden aus Ende 2017:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhal...8bb25.html

Was mir zu dieser evangelikalen Freikirche auffällt, sind die amerikanischen Bezeichnungen ihrer Nebenorganisationen, wie LifeGuard, Royal Rangers 294, Einsegnungsunterricht Crosswalk etc
Das passt ja genau auf einen Russen :-)

Wenn Du Fragen zu Dortmund hast, ich bin ganz Ohr.
Hallo Dunja!

Schade, ich hatte Dich wegen Artikel-Links in Freudenstadt vermutet.
Aber egal, dort gibt es ja auch keinen BVB.  Big Grin

Du schreibst: Was mir damals schon auffiel, war der lange bis in die Nacht kreisende Helikopter..... und einige Tage später erst wurde ein Feuer im Waldstück nebenan entdeckt, was S.W. zugeschrieben wurde.

Ach, ein kreisender Helikopter, der vermutlich Wärmebildkameras an Bord hat, kann ein Feuer nicht entdecken?
Was es alles so gibt. 
Ist aber für diesen Fall nicht überraschend, denn schon im ersten Beitrag, den @Blaubär einstellte, ging es etwas sonderbar zu.

Wir lesen: "Ich saß in der hintersten Reihe neben Marc Bartra, der von Splittern der zerborstenen Rückscheibe getroffen wurde.
Nach dem Knall haben wir uns alle im Bus geduckt und wer konnte, auf den Boden gelegt. Wir wussten nicht, ob noch mehr passiert. Die Polizei war schnell vor Ort, hat abgesichert. Wir sind alle geschockt", sagte BVB-Torwart Roman Bürki dem Blick.ch.


Den Schock nehme ich Herrn Bürki gerne ab, nur mit der Rück- bzw. Heckscheibe verhält es sich etwas merkwürdig, siehe hier:

[Bild: image-1130979-860_poster_16x9-ogpf-1130979.jpg]

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bo...50483.html

Da war offenbar nichts zerborsten.
Warum erzählt er das dann?
Und Dein spät entdecktes Feuer gibt auch manches Geheimnis preis.
Der „Anschläger“ wollte nämlich diese Dinge verbrennen:

Dort lagen unter anderem die Überreste eines Fernglases, einer Taschenlampe, Batterien, Kabel sowie Arbeitsschuhe.

Das ist doch genial, oder?
Ferngläser und Taschenlampen brennen fast so schnell ab wie Holzhäuser in Santa Rosa.
Und Batterien und Kabel zu verbrennen, also ich weiß nicht.
Leder-, Gummi- und Plastiksachen (Kabel und Schuhe) stinken wie die Pest und Derartiges zu verbrennen, wäre nun alles andere als konspirativ.

Da hätte der Sergej besser auf sein Menü und die Massage verzichten sollen und wäre flugs mit den Sachen in Richtung Schwarzwald gedüst.
Den hätte ich in einem Kreuzverhör nach Strich und Faden zerlegt, aber nun hat er 14 Jahre Zeit einen besseren Plan zu entwerfen.  Dodgy

Zu Dortmund selbst fällt mir erst einmal nichts ein, aber vielleicht hat ein anderer Geomatiker eine zündende Idee.
Taxifahrer sind meist genauso gut informiert wie Friseusen und Barkeeper.
Da müßte doch noch ne Kleinigkeit zu holen sein, oder?

mfG
nereus
Drei Bomben am BVB-Bus: Sergej W. verfolgt das Urteil reglos

Das Dortmunder Schwurgericht ist sicher: Der Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund war ein Mordversuch. Der geständige Attentäter wird zu 14 Jahren Haft verurteilt - und nimmt das Urteil fast teilnahmslos entgegen.

Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/Nachricht...51380.html

14 Jahre Haft wegen versuchten Mordes: Als Sergej W. das Urteil des Dortmunder Schwurgerichts hört, verrät sein Gesicht keine Regung.

Der Mann, der gestanden hat, drei selbst gebaute Splitterbomben neben dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gezündet zu haben, um mit einer perfiden Wette auf einen Kurssturz der BVB-Aktie reich zu werden, präsentierte sich auch zum Schlussakt des fast ein Jahr dauernden Prozesses wie gewohnt: ruhig, in sich gekehrt, fast teilnahmslos.

Am 11. April 2017 war der mit 18 Spielern, neun Betreuern und einem Fahrer besetzte Mannschaftsbus am Dortmunder Teamhotel losgefahren. Er kam nicht weit.
Schon kurz nach dem Losfahren explodierten direkt neben dem Bus drei in einer Hecke versteckte Splitterbomben.
Gefährliche handgefeilte Metallstifte flogen unkontrolliert durch die Luft und landeten bis zu 250 Meter vom Tatort entfernt. Im Bus erlitt der damals noch für den BVB aktive spanische Innenverteidiger Marc Bartra einen offenen Bruch des Unterarms. Vermeintliche Bekennerschreiben in der Hecke sollten den Verdacht auf islamistische Terrorgruppen lenken.

Eine Stunde nahm sich der Vorsitzende Richter Peter Windgätter Zeit, die Entscheidung seiner Kammer zu begründen. Er rief dabei noch einmal die Erinnerungen an den Anschlag wach. An diesem Dienstagabend hatten sich Zehntausende Fans im ausverkauften Signal-Iduna-Park in Dortmund auf das Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco gefreut. Doch keiner sollte an diesem Abend Fußball sehen. Stattdessen herrschten Angst und blankes Entsetzen, als die Nachricht von dem Attentat auf die Mannschaft die Runde machte.

Der Mann, der zugegeben hat, die Bomben gebaut und gezündet zu haben, wurde vor 29 Jahren in Russland geboren. Heute hat Sergej W. aus Rottenburg am Neckar nur die deutsche Staatsangehörigkeit.
Wenn er spricht, verrät sein harter Akzent sofort seine Herkunft. Viel hat der Angeklagte im Prozess nicht gesagt.
Einen Satz allerdings immer wieder: „Ich habe die Bomben absichtlich so gebaut und ausgerichtet, dass schwere Schäden ausgeschlossen sein sollten.“
W. behauptete vor Gericht: „Ich wollte niemanden töten oder verletzen, sondern nur ein Schreckensszenario schaffen.“

Richter Peter Windgätter antwortete darauf in der Urteilsbegründung: „Wir halten die Einlassung des Angeklagten in vielen, wenn nicht in allen Punkten für widerlegt.“
Das Dortmunder Schwurgericht ist davon überzeugt, dass Sergej W. in dem Moment, als er auf den Fernzünder drückte und die Bomben zur Detonation brachte, mindestens in Kauf genommen hat, dass bei der Tat Menschen zu Schaden kommen konnten. Sein Ziel sei es gewesen, einen „erheblichen Kursverlust der BVB-Aktie“ zu provozieren. Denn er hatte zuvor mit geliehenem Geld Optionsscheine erworben, die ihm für diesen Fall einen sechsstelligen Gewinn versprachen.

Wie sehr der Anschlag den Verein, die Spieler und Betreuer mitgenommen und ihr Leben verdüstert hat, haben die Richter während der zahlreichen Zeugenvernehmungen unmittelbar erlebt. „Das war für uns eine erstaunliche Erfahrung“, sagte der Vorsitzende in der Urteilsbegründung.

Der inzwischen für Borussia Mönchengladbach spielende Verteidiger Matthias Ginter war bei seiner Aussage sogar in Tränen ausgebrochen.
Der damalige Torwart Roman Weidenfeller hatte ausgesagt: „Dieser Anschlag hat mein Leben verändert.“

Obwohl er für den Angeklagten wegen versuchten Mordes sogar lebenslange Haft beantragt hatte, zeigte sich Oberstaatsanwalt Carsten Dombert mit dem Urteil der Richter „nicht unzufrieden“.
Ähnlich äußerte sich später auch Verteidiger Carl Heydenreich.
Die Verteidigung hatte zwar weniger als zehn Jahre Haft beantragt, weil ihr Mandant ohne Tötungsvorsatz gehandelt haben soll.
Doch ob die Verteidigung nun nach dem 14-Jahre-Urteil eine Revision zum Bundesgerichtshof anstreben soll, blieb erst mal offen. „Das werden wir in den nächsten Tagen besprechen“, so Heydenreich.


Zur sechsstelligen Summe wurde hier genug geschrieben, das erspare ich mir jetzt.
Das die Verteidigung jedoch mit 14 Jahren nicht unzufrieden ist, wenn sie zuvor deutlich unter 10 Jahren bleiben wollte, verstehe wer will.

mfG
nereus
Revision zurückgenommen: BVB-Bomber Sergej W. akzeptiert Haftstrafe

ANSCHLAG AUF BVB-MANNSCHAFT

BVB-Bomber Sergej W. akzeptiert seine Haftstrafe von 14 Jahren wegen versuchten Mordes. Das Urteil ist jedoch immer noch nicht rechtskräftig.
Das liegt an der Staatsanwaltschaft.


Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/nachricht...64249.html

Der Fall dürfte damit abgeschlossen sein.
Die großen Fragen bleiben allerdings ungeklärt, soweit ich das den veröffentlichten  Informationen der Presse entnehmen konnte.
Und es scheint auch seine Anwälte nicht interessiert zu haben, die lediglich versuchten das Strafmaß zu drücken.  Huh

Das Schwurgericht hatte den 29-jährigen Sergej W. Ende November 2018 wegen Mordversuchs in 29 Fällen verurteilt. Die Behauptung, er habe die Bomben absichtlich so konstruiert und platziert, dass schwere Schäden ausgeschlossen waren, nahmen sie dem Angeklagten nicht ab.
"Die Bomben waren nicht beherrschbar", sagte der Vorsitzende Richter Peter Windgätter stattdessen in der Urteilsbegründung.
Revision der Staatsanwaltschaft bleibt.

Unmittelbar nach der Verkündung der Entscheidung hatten sowohl Sergej W. als auch Oberstaatsanwalt Carsten Dombert angekündigt, das Urteil vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe überprüfen lassen zu wollen. Dombert hatte wegen Mordversuchs sogar lebenslange Haft beantragt. Seiner Meinung nach ist es allein dem Glück und dem Zufall zu verdanken, dass bei dem Attentat niemand zu Tode gekommen ist.
Verteidiger Heydenreich erklärte nun am Donnerstag, dass Sergej W. seinen Widerstand gegen das Urteil aufgegeben habe. "Wir haben zuletzt noch einmal lange miteinander gesprochen und schließlich entschieden, die Revision zurückzunehmen."
Weil die Staatsanwaltschaft so weit allerdings (noch) nicht ist, ist das Urteil weiterhin nicht rechtskräftig.


Wie konnte der Nicht-Fußball-Fan eine so idiotische Optionswette eingehen?
Wer hat ihn hier hinter die Fichte geführt?
Was wurde in den 18.000 Seiten Ermittlungsergebnissen überhaupt recherchiert?
Soll die schiere Masse die Menge an Merkwürdigkeiten „erdrücken“?
Warum kaufte Sergej Wenergold in Belgien Sprengstoff und warum mietete er einen Leihwagen wenn er ganz offiziell im Dortmunder Hotel logierte?
Wollte er so schon einmal seinen zu erwartenden Gewinn verfrühstücken?
Warum wollte er Gegenstände verbrennen, die nicht brennen können?
Wären diese Dinge nicht viel besser in der Ruhr oder gar dem Rhein bei einer Nachtfahrt zu entsorgen gewesen?
Warum verschwand der Link bzw. die Website des christlichen Vereins (in dem der Russe sich zeitweise aufgehalten haben soll) mit dem Verweis auf das Casino Royal, wo ganz unchristliche Szenarien mit Geld, Pistole und Mord durchgespielt wurden.
Diese Geschichte erschien fast wie eine Vorlage des späteren Falls mit dem Traum vom großen Geld.
Warum meldeten die Medien die stümperhaftesten Zahlen zum Börsengeschäften und beschworen so die Gier des Täters, dessen Ertragsaussichten sich in deutlich beschränkterem Rahmen bewegt hätten?
Wollte man damit die Fragen eines Abwägens der Risiken aus dem Weg gehen?
Für eine Millionen riskiert man schon mal etwas, für 15 oder 25.000 sieht das aber schon ganz anders aus, zumal der Aufwand, der ebenfalls in die Tausende geht, abgezogen werden muß.
Warum blieb der BVB-Fan aus Österreich unbekannt, der angeblich die Spur des bösen Spekulanten entdeckt haben will?
Warum reagiert die Börsenaufsicht bei solch lächerlichen Beträgen?
Warum war die angeblich beschädigte Heckscheibe des Mannschaftsbus noch völlig intakt?
Fragen über Fragen ..

Ich bleibe dabei – der Fall war und bleibt mysteriös.
Die wirklich wichtigen Fragen wurden offenbar auch bei den Verhandlungen nie gestellt.
Da es offenbar auch keine Gegenwehr des „Täters“ gab, kann es so auch eine befriedigende Lösung des Falls geben.

Mich erinnert der Fall Sergej W. ein wenig an den Fall Beate Zschäpe, die auch freiwillig für viele Jahre in den Knast wandert, obwohl es massig Belege gebe, ihre Unschuld zu beweisen?
Oder kämen beide "Täter" in noch größere Gefahr, wenn sie reden würden? Huh 

mfG
nereus
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