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2016-12-29: GBA

Zitat:Erklärung vom 29. Dezember 2016 zum Stand der Ermittlungen

Der gestern vorläufig festgenommene 40-jährige tunesische Staatsangehörige ist wieder auf freiem Fuß. Es bestand der Verdacht, dass Anis Amri ihm zeitnah vor dem Anschlag über einen Messengerdienst eine Sprachnachricht und ein Lichtbild aus dem tatrelevanten LKA geschickt hatte. Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Festgenommene nicht die gesuchte Kontaktperson von Anis Amri ist. Er war daher wieder freizulassen.

Zum Stand der weiteren Ermittlungen kann derzeit Folgendes mitgeteilt werden:

1.
Es ist davon auszugehen, dass das von der IS-nahen Medienstelle AMAQ veröffentlichte Bekennervideo authentisch ist und Anis Amri zeigt.

2.
Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand flüchtete Anis Amri über die Niederlande nach Frankreich und von dort weiter nach Italien. Dafür spricht ein Zugticket von Frankreich nach Italien, das bei Anis Amri aufgefunden wurde. Außerdem wurde bei ihm eine SIM-Karte sichergestellt, die in den Tagen vor Weihnachten in den Niederlanden kostenlos ausgegeben wurde.

3.
Die ballistischen Untersuchungen zur Tatwaffe sind noch nicht abgeschlossen. Die Waffe, mit der Anis Amri am 23. Dezember 2016 auf einen italienischen Polizeibeamten schoss, ist eine Pistole des Fabrikats Erma, Kaliber .22. Der polnische LKW-Fahrer wurde mit einer Waffe desselben Kalibers getötet. Ob es sich um dieselbe Waffe handelt, müssen die weiteren kriminaltechnischen Untersuchungen ergeben. Ein Abdruck des in Berlin sichergestellten Projektils wurde an die italienischen Behörden übersandt.

4.
Nach dem vorläufigen Obduktionsbericht ist der polnische LKW-Fahrer in zeitlicher Nähe zum Anschlagszeitpunkt verstorben. Stichverletzungen wurden bei an seinem Leichnam nicht festgestellt. Der genaue Todeszeitpunkt bleibt dem abschließenden Obduktionsbericht vorbehalten. Dieser ist von der Rechtsmedizin für Januar 2017 angekündigt.

5.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der LKW aufgrund seines automatischen Bremssystems zum Stehen kam und deshalb noch schwerwiegendere Folgen ausgeblieben sind.
GBA vom 04.01.2017

Zitat:04.01.2017 - 5/2017

Erklärung vom 4. Januar 2017 zum Stand der Ermittlungen wegen des Anschlags vom 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin

Die Bundesanwaltschaft hat gestern aufgrund eines Beschlusses des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs die Unterkunft eines 26-jährigen tunesischen Staatsangehörigen in einem Flüchtlingsheim in Berlin durch Beamte der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes durchsuchen lassen.

Er steht im Verdacht, an dem Anschlagsgeschehen beteiligt gewesen zu sein.

Nach den bisherigen Erkenntnissen kannten sich Amri und der Beschuldigte spätestens seit Ende 2015.

Aufgrund eines Hinweises konnte rekonstruiert werden, dass beide sich noch am Vorabend des Anschlagstages, am 18. Dezember 2016, gegen 21:00 Uhr in einem Restaurant in Berlin-Mitte, Ortsteil Gesundbrunnen, getroffen und intensiv unterhalten haben.

Vor diesem Hintergrund ergab sich der Verdacht, dass der Beschuldigte in die Tat eingebunden gewesen sein könnte, zumindest aber von Anschlagsplänen Amris gewusst haben könnte.

Bei der Durchsuchung wurden unter anderem Kommunikationsmittel sichergestellt, die derzeit ausgewertet werden.

Die gegen den Beschuldigten bestehenden Verdachtsmomente reichen derzeit nicht für einen dringenden Tatverdacht aus.

Die Bundesanwaltschaft hat gegen ihn daher keinen Haftbefehl beantragt.

Allerdings wurde der Beschuldigte gestern in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Berlin vorläufig festgenommen und heute dem dortigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat.

Darüber hinaus wurde gestern ein weiterer Durchsuchungsbeschluss des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vollstreckt.

Diese Durchsuchung bezog sich auf einen früheren Mitbewohner von Anis Amri.

Mit ihm teilte sich Amri seit Herbst 2016 ein Zimmer in Berlin-Mitte, Ortsteil Gesundbrunnen.

Er kommt daher als Zeuge in Betracht. Die Auswertung von Amris Mobiltelefon hat ergeben, dass er am Vor- und Nachmittag des Anschlagstages versucht hat, den Zeugen zu erreichen.

Ob es tatsächlich zu einem Gespräch kam, ist derzeit noch offen.

Bei der Durchsuchung wurden Kommunikationsmittel des Zeugen sichergestellt, die derzeit ausgewertet werden.

Zum Stand der weiteren Ermittlungen kann derzeit Folgendes mitgeteilt werden:

1. Am Tattag hielt sich Anis Amri den bisherigen Erkenntnissen zufolge am Nachmittag am Friedrich-Krause-Ufer in Berlin auf. Das war der Standort des LKW, den er später als Tatmittel benutzte. Anschließend suchte Amri die Fussilet-Moschee in der Perleberger Straße auf. Gegen 19.30 Uhr kehrte er zum Friedrich-Krause-Ufer zurück.

2. Nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand erfolgte die tödliche Schussabgabe auf den polnischen LKW-Fahrer am Friedrich-Krause-Ufer. Der LKW war dort entgegen der Fahrtrichtung am Seitenstreifen geparkt. Die Fahrertür zeigte zum Spreeufer. Die Spurenbild spricht dafür, dass die Schussabgabe aus Richtung der Fahrertür erfolgte. Es wurden Schmauchspuren an der Gummileiste der geöffneten Fahrertür festgestellt. Zudem wurde am Standort des LKW eine Patronenhülse aufgefunden. Diese passt zu der in Italien sichergestellten Waffe.

3. Nach dem Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung haben sich bislang keine Hinweise dafür gefunden, dass sich zum Tatzeitpunkt eine dritte Person in der Fahrerkabine aufgehalten hat.

4. Anhand der GPS-Daten des LKW konnte die Route vom Friedrich-Krause-Ufer zum Anschlagsort nachverfolgt werden. Sie führte über die Budapester Straße die Hardenbergstraße und den Ernst-Reuter-Platz zurück über die Hardenbergstraße zum Breitscheidplatz.

5. Kurz nach dem Anschlag wurde eine männliche Person im Bereich Bahnhof Zoo von einer Videokamera aufgezeichnet.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es sich um Anis Amri handelt.

Die Bilder legen nahe, dass Amri wusste, dass er aufgezeichnet wird. Er zeigt den sogenannten Tauhid-Finger das ist ein erhobener Zeigefinger in die Richtung der Kamera.

6. Nach Erkenntnissen der niederländischen Behörden war Amri am 21. Dezember gegen 11.30 Uhr am Bahnhof in Nimwegen/NL und anschließend gegen 13.20 Uhr am Bahnhof in Amsterdam.

Er soll dort jeweils von Überwachungskameras aufgezeichnet worden sein.

7. Nach einer Vorabinformation der italienischen Behörden ist die in Berliner Tatwaffe identisch mit der in Italien.
Das ergab ein Abgleich der Geschosshülsen. Gegenstand der Ermittlungen ist nunmehr die Frage, wie Amri in den Besitz der Waffe gekommen ist.
Zum Fall Berlin / Amri fand ich heute morgen diesen Artikel, sowie die Erklärung der Bundesanwaltschaft. Hier ist übrigens für den Mord an Lukasz U. die Zeit mit 19:30 Uhr angegeben. War das bisher nicht früher datiert? Außerdem gab es im SpiegelTV-Bericht eine Zeitangabe betr. Rückkehr Amri in sein ehemaliges Zimmer der Wohnung (der Mitbewohner berichtete), um Sachen abzuholen. Wenn ich Zeit habe, muss ich da zum Vergleich mit dem obigem Bericht noch mal reinschauen.

http://www.morgenpost.de/bezirke/charlot...eitet.html

https://www.generalbundesanwalt.de/de/sh...newsid=691
In der Erklärung der Bundesanwaltschaft wird der Tagesablauf des 19.12.2016 genau beschrieben. Danach soll Amri um 14.15 Uhr seine Wohnung verlassen und sich in der Zeit von 15.30 - 16.30 Uhr mit zwei Zeugen in einem Imbiss aufgehalten haben.

Dies passt nicht zu der Geschichte, die in dem Artikel zum Spiegel-TV-Film erzählt wurde, in der es heißt, Amri sei um 16 Uhr in seine frühere Wohnung gekommen:

"Zwei, drei Tage lang sieht er ihn nicht mehr, doch plötzlich ist Amri wieder da. Er habe noch Sachen in seinem Zimmer, sagt er. Amri packt einen Rucksack und klopft schließlich an die Tür des Libyers, mit dem er über den IS gestritten hatte: "Verzeih mir bitte, wenn ich dich beschimpft habe." Anschließend wendet er sich an seinen Vermieter: "Verzeih mir, wenn ich dir Unannehmlichkeiten in der Wohnung bereitet habe." Dann sei Anis Amri gegangen, erinnert sich Mohamed B. "Ich hatte das Gefühl, es war so eine Art Abschied."
Es ist der 19. Dezember 2016, gegen 16 Uhr. Vier Stunden später ist Anis Amri ein Terrorist."

Ich fänd eure Meinung dazu interessant.
Hier noch der Link zum o.g. Artikel, allerdings kann ich gerade das Video nicht mehr öffnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...39342.html
Sorry, dies ist der richtige Link zum Video (Titel siehe Link), passend zum Artikel "Mein Mitbewohner Anis Amri", den ich gestern zum obigen Thema angeben wollte:

http://www.spiegel.de/video/anis-amri-te...51726.html

Die Angabe der Zeit 16:00 Uhr (für den kurzen Besuch in der Wohnung) wird im Video aber nicht erwähnt, diese Angabe findet sich nur um Artikel.
Im Video fiel mir nur auf, dass der 'Unter-Vermieter' Mohamed B. von den LKW-Kenntnissen Amris spricht.
Es scheint aber eher, dass er aufgefordert wurde, darüber zu sprechen. Die Tatsache, dass die beiden (Mohamed u. Amri) sich manchmal über LKWs unterhalten haben, dass Amri einiges über diese Fahrzeuge wusste und sich dafür interessierte, finde ich für einen jungen Mann nicht zu ungewöhnlich, vor allem, wenn er in seinem bisherigen Leben nicht die meisten Chancen hatte. Da Amri bereits mit 19 Jahren sein Land verließ, anschließend die meiste Zeit in Gefängnissen und Lagern verbrachte, wird er kaum Praxis im Führen von LKWs erworben haben.
12.04.2017 - 33/2017

Erklärung vom 12. April 2017 zum Stand der Ermittlungen wegen des Anschlags vom 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin

Nach bisher durchgeführten Ermittlungen stellt sich der Anschlag vom 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin als Tat des Einzeltäters Anis Amri dar. Es haben sich bisher keine Anhaltspunkte dafür finden lassen, dass weitere in Deutschland ansässige Personen in die Tatvorbereitung oder die Tatausführung eingebunden waren. Im Einzelnen kann zum Stand der Ermittlungen Folgendes mitgeteilt werden:

1. Derzeitiger Erkenntnisstand zur unmittelbaren Vortatphase
a. Am 31. Oktober oder 1. November 2016 nahm Anis Amri in Berlin auf der Kieler Brücke ein Video von sich auf. Darin schwört er den Treueeid auf den Anführer des sogenannten Islamischen Staates und ruft Muslime zum Jihad auf.
b. Spätestens seit dem 10. November 2016 kommunizierte Amri mit einem im Ausland aufhältigen Mitglied des sogenannten Islamischen Staates. Zu ihm hatte Amri auch während der Tatausführung Kontakt.
c. Ab Mitte November 2016 ändert sich das „Surfverhalten“ von Amri. Ab diesem Zeitpunkt finden sich im Internetverlauf des von Amri am Tatort zurückgelassenen Mobiltelefons keine pornografischen Inhalte mehr. Bis dahin hatten solche Inhalte den Internetverlauf dominiert. Ab Anfang Dezember 2016 ruft Amri fast nur noch islamistisch-jihadistische Inhalte im Internet auf.
d. Ende November ist Amri wiederholt zu Fuß im Bereich Hardenbergstraße Budapester Straße Breitscheidplatz unterwegs. Aller Wahrscheinlichkeit nach klärt er bereits zu dieser Zeit sein späteres Anschlagsziel auf.
e. Ab Ende November 2016 ist Amri zudem nahezu täglich zwischen der Putlitzbrücke und dem Torfstraßensteg am Friedrich-Krause-Ufer unterwegs.
f. Am 15. Dezember 2016 wurde Amri bei dem Versuch beobachtet, einen am Friedrich-Krause-Ufer abgestellten LKW zu öffnen.

2. Derzeitiger Erkenntnisstand zum Tattag:
a. Der polnische LKW-Fahrer Lukasz Urban traf am 19. Dezember 2016 gegen 6.30 Uhr mit seinem LKW in Berlin ein. Er stellte ihn am Friedrich-Krause-Ufer gegenüber der Firma Thyssen-Krupp entgegen der Fahrtrichtung ab. Grund hierfür ist, dass er seine Ladung an diesem Tag nicht mehr abliefern konnte.
b. Anis Amri verließ gegen 14.15 Uhr seine Wohnung. Und traf sich mit zwei Zeugen auf dem Parkplatz eines Möbelmarktes in Berlin-Wedding. Von etwa 15.30 bis 16.30 Uhr hielten sich die drei in einem Imbiss gegenüber der Masjid-Al-Umah-Moschee auf. Anschließend nahmen sie die U-Bahn. An der Station Hermannstraße trennten sich die drei. Anis Amri fuhr weiter bis zur Station Gesundbrunnen. Dort nahm er die S-Bahn und erreichte gegen 18.00 Uhr die Station Westhafen. Vor dort ging Anis Amri zur Putlitzbrücke und weiter am Friedrich-Krause-Ufer entlang bis zum Torfstraßensteg und wieder zurück zur Putlitzbrücke. Dabei passierte er zweimal den LKW von Lukasz Urban. Videoaufzeichnungen eines Anliegers zeigen, dass Amri allein unterwegs war.
c. Danach ging Anis Amri zur Fussilet-Moschee. Dort hielt er sich bis kurz nach 19.00 Uhr auf. Anschließend ging er wieder zurück zur Putlitzbrücke und von dort erneut am Friedrich-Krause-Ufer entlang. Dabei wurde Amri erneut von einer Kamera gefilmt. Auch diese Aufnahmen belegen, dass Amri allein unterwegs war.
d. Gegen 19.30 Uhr tötet Anis Amri den polnischen LKW-Fahrer Lukasz Urban mit einem Kopfsteckschuss. Die Schussverletzung hat zeitverzögert zu seinem Tod geführt. Ob Lukasz Urban zunächst noch handlungsfähig war, kann nach dem Obduktionsergebnis nicht bewertet werden. An seinem Leichnam befanden sich keine Verletzungen, die auf ein Kampfgeschehen schließen lassen. Der Blick von Lukasz Urban ging bei der Schussabgabe in Richtung der Waffenmündung. An seinem linken Handrücken und an der Gardine an der Fahrertür befanden sich Schmauchspuren. Der Leichnam von Lukasz Urban lag mit dem Kopf in Richtung Frontscheibe in der Fahrerkabine. Das Spurenbild und das Obduktionsergebnis legen daher nahe, dass sich Lukasz Urban zunächst auf der Liege unmittelbar hinter den Sitzen aufhielt. Als er Amri an der Fahrertür bemerkte, beugte er sich vornüber, erfasste die Gardine an der Fahrertür und wurde von Amri erschossen.
e. Ob Anis Amri zur Tatzeit unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, kann nicht bewertet werden. Nach dem toxikologischen Gutachten der italienischen Behörden hat Anis Amri weder kurz vor seinem Tod noch in den Tagen zuvor Betäubungsmittel oder bewusstseinsverändernde Mittel zu sich genommen. Allerdings wurden in seinen Haaren Rückstände von Kokain und THC festgellt. Danach hat Amri in der Vergangenheit mehrfach in geringeren Mengen Cannabisprodukte und häufiger in größeren Mengen Kokain konsumiert.
f. Die Begutachtung des Tat-LKW ist abgeschlossen. Er wird zeitnah an die polnischen Strafverfolgungsbehörden übergeben. Das Gutachten des Sachverständigen liegt noch nicht vor.

3. Derzeitiger Erkenntnisstand zur Herkunft des am Tatort zurückgelassenen Mobiltelefons
a. Nach den bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass dieses Mobiltelefon einem Schweizer Staatsangehörigen Ende September 2016 entwendet wurde. Ob Amri selbst an dem Diebstahl beteiligt war, ist derzeit unklar.
b. Die Erkenntnisse zur Vortatphase und zum Tattag beruhen zu einem ganz wesentlichen Anteil auf der Auswertung dieses Mobiltelefons.

4. Derzeitiger Erkenntnisstand zum Fluchtweg:
a. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri im Bereich Bahnhof Zoo von einer Videokamera aufgezeichnet. Gegen 21.30 Uhr erfasste ihn eine Videokamera in der Prinzenallee. Eine halbe Stunde später wurde Amri abermals von einer Videokamera in der Prinzenallee gefilmt. Auf diesen Bildern ist er mit einem Rucksack und anderen Schuhen zu sehen. Es ist daher davon auszugehen, dass Amri noch einmal in seine Wohnung in der Freienwalder Straße zurückgekehrt ist.
b. Das nächste Mal wurde er erst wieder am 21. Dezember 2016 festgestellt. Ein Zeuge beobachtete ihn gegen 7.00 Uhr in einem Bus von Emmerich nach Kleve. Bestätigt werden die Beobachtungen des Zeugen durch Kleidungsstücke, die die italienischen Behörden original verpackt bei Amri sichergestellt haben. Dabei handelt es sich um schwarze Boxershorts, Socken, eine Jogginghose und einen Schal. Es konnte rekonstruiert werden, dass diese Kleidungsstücke am 21. Dezember 2016 gegen 9.30 Uhr bei einem Textilunternehmen in Kranenburg gekauft wurden.
c. Nach wie vor unklar ist, wie Amri nach dem Anschlag von Berlin nach Emmerich kam.
Vergleich der Daten aus der Erklärung der Bundesanwaltschaft vom 12. April mit den Angaben aus diesem Zeit-Artikel vom 5./6. April 2017 und mit weiteren bisherigen 'Fakten'

http://www.zeit.de/2017/15/anis-amri-ans...ettansicht

Im Vergleich fallen mir gerade viele Differenzen zwischen dem letzten offiziellen aktuellen Stand GBA und den bisher gelesenen Nachrichten auf:

In früheren Nachrichten wurde das 'Bekennervideo' am 26. September 2016 aufgenommen (GBA 31.10.2016)

Der Restaurantbesuch (Zeit-Artikel) am 18.12.2016 mit seinem Freund Bilal Ben Ammar wird im GBA-Bericht nicht erwähnt

Ein Telefonat mit Freund Bilal am 19.12. um 14:30 wird im GBA-Bericht nicht erwähnt

Das Treffen im Imbiss gem. GBA-Bericht am 19.12. zwischen 15:30 und 16:30 widerspricht den Angaben aus dem Spiegel Artikel 'Mein Mitbewohner....'), nach denen Amri um 16 Uhr in der Wohnung gewesen sein soll

Nach GBA-Bericht waren am Körper des LKW-Fahrers L. Urban keine Spuren eines Kampfes zu finden, der Zeit-Artikel berichtet jedoch von starken blauen Flecken.

In dem Zeit-Artikel, der ja vom 5./6.04. ziemlich aktuell ist, wird außerdem gesagt, dass der LKW mit 15 km/h über den Weihnachtsmarkt fuhr!

Zitat:

"Um kurz nach 20 Uhr hält er an einer roten Ampel. Als die Ampel auf Grün springt, fährt Amri an. Es ist 20.02 Uhr. Mit rund 15 km/h schiebt sich der Lkw auf den Weihnachtsmarkt. 15 km/h sind nicht besonders schnell, doch an diesem Abend auf dem überfüllten Markt genug, um Menschen zu überrollen und Buden niederzureißen. Die Opfer haben keine Chance.

Amri schafft es nicht, den Wagen stärker zu beschleunigen. Laut einem Ermittler wickelt sich die Lichterkette eines Weihnachtsbaums um die Achse und blockiert das Rad. Der Lkw wird langsamer, zieht nach links durch das Spalier der Buden und kommt auf der Budapester Straße zum Stehen. Amri springt aus dem Führerhaus und rennt zur U-Bahn-Station."

Ich weiß nicht, ob dies jemandem bereits bekannt war - aber mir war diese Information mit 15 km/h neu.......
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