geomatiko

Normale Version: Augenzeugen
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
Ich habe nochmal versucht, den langen Artikel Absatz für Absatz zu übersetzen. Der Bericht von Paloma etwas verkürzt und zusammengefasst:

Paloma (24) und ihr Sohn (8), aus Madrid, wurden Zeugen des Attentats auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.
Nach 20 Uhr fährt der über 12 m lange LKW in den belebten Markt, wo zu dieser Zeit Hunderte (!) von Besuchern waren, um Geschenke zu kaufen und etwas zu essen.

Die beiden sind zum ersten mal in Berlin. Auf diesem attraktiven Weihnachtsmarkt wollten sie eigentlich Churros essen. Als der LKW hereinbricht, befinden sie sich gerade an einer Bude, wo sie Frikadellen geholt haben (die sie etwas abseits nahe der Kirchentreppe in Ruhe essen wollen). Standort ca. 6 Meter entfernt von der Stelle, wo der LKW nach links zog und zum Halten kommt. Es bricht Panik aus, alle Mensch flüchten.

Paloma nimmt nun ihren Sohn und bleibt stehen. Sie erklärt im Interview ganz ruhig, dass das Wegrennen/Laufen im Moment einer Massenpanik das Schlimmste ist. Sie bringt ihren Sohn in eine Ecke, von der aus sie ihn sehen kann, er jedoch die Verletzten nicht sehen muss.

Sie selbst ist nun im Einsatz, sieht 2 Personen unter dem LKW, erinnert sich an 2, die getötet wurden, an einen weiteren mit gebrochenen Beinen sowie an eine bewusstlose Person. Andere Verletzte werden bereits mit Hilfe von improvisierten Bahren aus Holzbalken transportiert.
2 Polizisten und Freiwillige helfen bei der Koordination, bis die offiziellen Rettungskräfte eintreffen.
Paloma kümmert sich um einen am Arm verletzten Mann, um eine Frau mit verstauchtem Handgelenk.
Sie hat im Erste-Hilfekurs gelernt, dass man sich als Ersthelfer bis zum Eintreffen der fachkundigen Rettungskräfte nur um die Leichtverletzten kümmern soll. Die Rettungskräfte kamen dann aber "sehr sehr schnell".

Paloma hat 2 Buden gesehen, die in sich zusammengefallen waren. Sie und die Freiwilligen untersuchen, ob jemand unter den Trümmern liegt, man befürchtet wegen der darunterliegenden Küche, dass es zu einem Brand kommt.

Erst nach Eintreffen der Feuerwehr und Krankenwagen machen sich Paloma und ihr Sohn auf den Weg nach Hause (das ist ganz in der Nähe). Palomas Nerven müssen sich erstmal von dem Erlebten erholen, der Sohn ist nach Verlassen des Marktes traurig.

Wenige Minuten später beginnen die Absperrungen, Hunderte von Polizisten sind im Einsatz, Rettungskräfte bringen die Schwerverletzten in die Charite-Uniklinik, Aufräumarbeiten beginnen.

Fazit: Da kann man nur sagen, die Frau ist Spitze, tolle Leistung, alles super umgesetzt.
Ergänzung

Ein Satz fehlte noch: Paloma hatte im ersten Moment keine Ahnung, ob eine Bude nach der anderen zusammenbricht oder ob ein Haus nahe gelegenes Haus in sich zusammenfällt.

Korrektur: die beiden Madrider feiern ihr erstes Weihnachten in Berlin, scheinen also seit kurzem in Berlin zu wohnen.
In anderen Artikeln werden sie auch als Spanier, die in Berlin wohnen, bezeichnet.
https://lopezdoriga.com/internacional/mu...en-berlin/

"Una turista madrileña de 24 años...."

Also hier doch wieder die Information, dass sich die beiden als Touristen in Berlin aufhielten.

In anderen Artikeln sind die beiden 'zum ersten Mal' in Berlin, wiederum in anderen Artikeln heißt es, dass die beiden
'zum ersten Mal Weihnachten in Berlin verbringen' oder, dass es sich um eine Spanierin handelt, wohnhaft in Berlin.

Im Ergebnis: nichts genaues weiß man nicht.
Der Vollständigkeit halber hier die beiden Spanierinnen Lora und Rosa:

http://www.huffingtonpost.es/2016/12/20/...30132.html
"Es war ihr 1. Weihnachten in Berlin" kann man auch so deuten, dass sie sich vorgenommen hatten, in Zukunft an Weihnachten immer in Berlin zu sein (weil z.B. Freunde/Familie dort wohnt) bzw.  

Interessant ist das, was Rosa sagt:
http://www.huffingtonpost.es/2016/12/20/...30132.html

Zitat:...Rosa es una trabajadora de RTVE que estaba cerca del lugar donde han tenido lugar los hechos. "El atropello se ha producido a las 20.05 aproximadamente y en una zona muy concurrida, un mercadillo de navidad al que va muchísima gente", ha explicado al canal 24H. "Si hubiese sido ayer habría sido mucho peor, porque habría más víctimas", ha asegurado. Ella iba a coger un tren cerca del mercadillo cuando ha oído el estruendo y la gente ha comenzado a correr asustada. "Hay que tener cuidado con lo que se dice y valorar las consecuencias de lo que ha sucedido". Admite que ella también se ha asustado aunque "se ha controlado bien la situación, la policía ha llegado y no ha dejado que pasara nadie". "La gente corría mucho, y eso es lo que más dolor me ha causado... Lo veías y sabías que había pasado algo que no tenía que pasar". 
Rosa ist eine Beschäftigte (Arbeiterin) von RTVE*, die sich nahe am Ort des Geschehens befand. "Der Unfall geschah etwa um 20:05 in einer sehr belebten Zone, einem Weihnachtsmarkt, den sehr viele Leute besuchen" erklärte sie bei Canal 24H. "Wenn das gestern passiert wäre, wäre es viel schlimmer gewesen, weil es dann mehr Opfer gegeben hätte", versicherte sie. Sie wollte gerade eine Bahn in der Nähe des Marktes nehmen, als sie das Krachen hörte und die Leute anfingen, verängstigt wegzulaufen. "Man muss vorsichtig sein mit dem, was man sagt und die Konsequenzen dessen, was passiert ist, bewerten". Sie gibt zu, dass sie auch erschrocken war, wenn auch die Situation unter Kontrolle war, die Polizei kam an und liess Niemanden durch." Die Leute sind schnell gerannt und das ist es, was mir den meisten Schmerz bereitet hat...Du hast es gesehen und hast gewusst, dass etwas passiert war, was nicht hätte passieren sollen."

*RTVE ist das Staatsfernsehen in E: Radiotelevisión Española 

Die Aussage von Lora kann man vernachlässigen - sie hat selbst nichts gesehen. Was sie erzählt ist Hörensagen
Ein norwegischer Beobachter und Tourist setzt sich sofort mit norwegischen Zeitungen und TV in Verbindung:
Morten Seglem (Foto- und Filmbranche) - war nicht direkt dabei, aber hat von seinem Hotel aus Schüsse gehört, die er zur Zeit des Anschlages gehört hat. Dabei merkwürdig die Uhrzeiten 20:50 u. 21:10 Uhr, sowie Hotel am Alexanderplatz (evtl. Missverständnis - 1 Std. später verstanden, / statt Alexanderplatz muss wohl Breitscheidplatz gemeint sein?):

Skulle på julemarkedet
Morten Seglem, som er i Berlin, sier til TV 2 at han hadde tenkt seg på julemarkedet i dag.
I helgen fikk han vite at det var meldt om en terrortrussel.
– Det er litt ekkelt å tenke på. Hadde dette skjedd tidligere i dag, kunne jeg vært der.
Han oppholder seg på et hotell ved Alexander Platz, og forteller at han hørte to skudd rett rett ved hotellet, med tyve minutters mellomrom.
– Cirka 20.50 hørte jeg det første, og det neste cirka 21.10.
Und hier beschreibt noch ein Finne die Fahrt des LKW über den Markt: Antti Vanas, freischaffender Journalist

http://www.ess.fi/uutiset/kotimaa/art2330270
Aus Dänemark dieser Bericht mit Information zu einem Streit auf dem Breitscheidplatz:

Det norske nyhedsbureau NTB har en reporter på stedet. Hun fortæller, at der er opstået uroligheder ved julemarkedet efterfølgende.
- Der brød pludselig et kraftigt mundhuggeri ud mellem flere personer. Der blev råbt på tysk til folk, som så ud til at være af arabisk eller tyrkisk afstamning, siger Hege Pauline Hovig til NTB.

http://nyheder.tv2.dk/udland/2016-12-20-...r-tragedie

Übersetzung ungefähr:
Es brach plötzlich eine scharfes Gezänk zwischen mehreren Personen aus. Es wurde in deutscher Sprache zu Menschen geschrieen, diese schienen arabischer oder türkischer Herkunft zu sein, sagt Hege Pauline Hovig zu NTB
Gibt es eine Erklärung warum die meisten Augenzeugen Ausländer sind?
Laut meiner Zählung gibt es etwa 11 deutsche Augenzeugen und mehr als 30 ausländische Zeugen. Wieso?
Es sind wirklich sehr viele Leute aus bestimmte Ländern oder fernen Regionen, die sich gemeldet haben. Dann muss man bedenken, dass die meisten von ihnen noch in Begleitung waren, also Freunde oder Familie dabei hatten. Man kommt auf eine beträchtliche Zahl von Anwesenden und Beobachtern aus der Nähe.
In den letzten Tage fand ich viele Zeugen aus Skandinavien, dann hatten wir hier noch jede Menge aus dem englischsprachigen Raum USA, UK und Australien. Außerdem waren noch dabei Holländer, Spanier, Belgier.
Bis jetzt fand ich jedoch noch niemanden aus Frankreich, der Schweiz und Österreich.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30