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Katalonien - Referendum und Unabhängigkeit von Spanien
#1
Spanische Paramilitärs durchsuchen katalanische Zeitung

Nun hat sich das repressive Vorgehen auch auf die Presse ausgeweitet, doch die Katalanen feiern ihren Unabhängigkeitsweg, noch ist die Haltung der Bürgermeisterin von Barcelona unklar
Bevor am morgigen Montag die Bevölkerung in Katalonien erneut für Katalonien als neuen Staat in Europa auf die Straße gehen, vermutlich so zahlreich wie nie zuvor am Nationalfeiertag, zeigt Spanien, dass es auch keinen Respekt vor Kommunikationsmedien hat.
Ein Bild geht seit Samstag per Twitter um die Welt. Es zeigt, wie wieder einmal paramilitärische Guardia Civil Beamte eine Zeitungsredaktion gegen Demonstranten absichern, während deren Kollegen sie durchsuchen.
Bekannt sind solche Bilder bisher aus dem Baskenland, allerdings hatten die katalanischen Kollegen noch relatives Glück. Die katalanischen Journalisten wurden (noch?) nicht verhaftet und gefoltert, ihre Zeitung – verfassungswidrig wie schon gerichtsfest festgestellt wurde – nicht "vorläufig" geschlossen, wie die baskische Tageszeitung Egunkaria 2003. Für die Folter wurde Spanien inzwischen sogar vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verurteilt.
Wie das Vorgehen gegen baskische Zeitung erfolglos war, so verlief auch der Vorgang in Tarragona. Wahlzettel und Wahlbriefe für das von Spanien verbotene Referendum über die Unabhängigkeit von Katalonien wurden in den fünf Stunden, die die Durchsuchung dauerte, nicht gefunden. Beschlagnahmt wurde aber der zentrale Computer der Redaktion und Dokumente, wogegen die katalanische Journalistenvereinigung scharf protestiert hat.
Durchsucht wurde, darauf weisen Medien weltweit hin - allerdings bisher nicht in Deutschland - nicht allein die Redaktion in der Kleinstadt Valls, sondern erneut auch eine Druckereiim ebenfalls südkatalanischen Constanti. Auf der Suche nach Material für eine verbotene demokratische Abstimmung, war die Druckerei dort zunächst zwei Tage von den Zivilgarden belagert und am Freitag schließlich – ebenfalls erfolglos – durchsucht worden.
Dokumente zur Teilnahme am Referendum wurden ins Internet gestellt
Die Bevölkerung hat auf die spanischen Provokationen erneut vorbildlich reagiert. Man ließ sich – wie üblich - nicht zu Gewalt hinreißen, sondert verhöhnte die Paramilitärs. Gesungen wurde: "Wo sind die Wahlscheine, die Wahlscheine sind wo?", während die Demonstranten den Zivilgarden damit zuwinkten, wie etliche Videos zeigen. Sie wurden mitgebracht, denn die Vorlagen finden sich längst im Internet zum Selbstausdrucken.....

weiter hier:https://www.heise.de/tp/news/Spanische-P...25989.html

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#2
Katalonien : Separatisten gehen für Referendum auf die Straße
Hunderttausende Katalanen sind in Barcelona für eine Unabhängigkeit ihrer Region von Spanien auf die Straße gegangen. Trotz des Verbots durch das spanische Verfassungsgericht wollen sie bald über die Loslösung abstimmen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...94228.html

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#3
"Hunderttausende Katalanen"
Was ist das? Eine Quantität? Eine Qualität?
Was ist ein Katalane? Einer, der von Haus aus Katalanisch spricht oder einer, der von Haus aus dort wohnt?
Die Hälfte derer, die dort wohnen, sehn sich als Spanier und sprechen den katalanischen Dialekt nicht. Es gibt zwar Leute, die Katalanisch als eigene Sprache ansehen - die sehen wohl auch Ukranisch als eine nicht-russische Sprache an, und Bayrisch hat mit Deutsch auch nix zu tun.
Dieser ganze Nationalzirkus in Katalonien ist kreuzgefährlich und Teil des divide et impera.

Spanien wird durchgreifen, schon allein aus strategischen Gründen, aber auch zum Schutz des spanischsprachigen anderen Hälfte der Bürger. Heisst: wenn die Nationalisten der Katalanen Bürgerkrieg wollen, können sie ihn bekommen.

Interessant immer wieder, wie in deutschen Medien jede Furz-Abspaltungsbewegung vom Zentralstaat unterstützt wird, Hauptsache, sie ist im Ausland. Da es in Deutschland keine nennenswerten nationalen Minderheiten in einem Landesteil gibt, ist es lustig, Kosovo, die Schotten, di Katalanen usw. zu feiern.

All das im Dienst der US-Thinktanks, die Europa als Dollar-Gegengewicht schwächen wollen.
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#4
Beide verrannt
Spanische Regierung will Notbremse in Katalonien ziehen
Premierminister Mariano Rajoy hat die Katalanen mehrfach gewarnt. Heute um Mitternacht hat er Ernst gemacht. Die Regionalregierung kann keine Zahlung mehr tätigen ohne die Zustimmung Madrids....

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#5
Unintended Consequences & Ugly Repercussions: It's Getting Worse In Catalonia
Madrid’s crackdown on Catalonia is already having one major consequence, presumably unintended: many Catalans who were until recently staunchly opposed to the idea of national independence are now reconsidering their options.
http://www.zerohedge.com/news/2017-09-22...-catalonia

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